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 21 - Stuttgart 21 

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Moderatoren: Rönshausener - TCB

CDU intrigiert die eigenen Mitglieder

geschrieben von: Traumflug

Datum: 30.09.20 16:15

Ist schon eine ältere Geschichte, die Dokumente wurden jedoch erst jetzt bekannt:

Streit um Stuttgart 21: Eisenmann sollte "eingefangen" werden (SWR)

Zitat
"Streng vertraulich" steht auf der Präsentation, die auf den 24. September 2010 datiert ist und damals im Auftrag der Deutschen Bahn und dem baden-württembergischen Staatsministerium von einer PR-Agentur erstellt worden ist. [...]

In der Präsentation mit dem Titel "Aktivitätenplanung S21" steht unter anderem als Maßnahme, dass Parteimitglieder, die einen Baustopp forderten - namentlich werden Susanne Eisenmann (CDU) und der Stuttgarter Ordnungsbürgermeister Martin Schairer (CDU) genannt - "eingefangen" werden sollten. Eisenmann war zu diesem Zeitpunkt Stuttgarter Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Sport.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: CDU intrigiert die eigenen Mitglieder

geschrieben von: graetz

Datum: 30.09.20 17:09

Traumflug schrieb:
Ist schon eine ältere Geschichte, die Dokumente wurden jedoch erst jetzt bekannt:

Streit um Stuttgart 21: Eisenmann sollte "eingefangen" werden (SWR)

Zitat
"Streng vertraulich" steht auf der Präsentation, die auf den 24. September 2010 datiert ist und damals im Auftrag der Deutschen Bahn und dem baden-württembergischen Staatsministerium von einer PR-Agentur erstellt worden ist. [...]

In der Präsentation mit dem Titel "Aktivitätenplanung S21" steht unter anderem als Maßnahme, dass Parteimitglieder, die einen Baustopp forderten - namentlich werden Susanne Eisenmann (CDU) und der Stuttgarter Ordnungsbürgermeister Martin Schairer (CDU) genannt - "eingefangen" werden sollten. Eisenmann war zu diesem Zeitpunkt Stuttgarter Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Sport.
So ist das bei politischen Projekten. Selbst einer echten Diskussion verweigert man sich.
StZ: PR-Konzept zu S21 - Bahn kämpfte jahrelang um Geheimhaltung
(Plus-Artikel für Abonnenten bzw. gegen Gebühr)
Von Andreas Müller 01. Oktober 2020

Wäre es nach der Bahn gegangen, hätte die Öffentlichkeit nie von einem jetzt publik werdenden PR-Konzept zu Stuttgart 21 erfahren,
mit dem Abweichler in der CDU auf Linie gebracht werden sollten. Ein hartnäckiger Richter hat sieben Jahre lang für die Veröffentlichung gekämpft.

[www.stuttgarter-zeitung.de]

https://abload.de/img/s21_dfi_s212czjsx.jpg


Mijk schrieb:
Zitat
Auch „Guerilla-Marketing-Elemente“ sollten in der Kampagne nicht fehlen; was damit genau gemeint war, blieb offen.
Fragt man Wikipedia, was denn "Guerilla-Marketing" bedeuten kann findet man u.a.:

Zitat
Die Grenze zu kontroversen oder irreführenden Methoden – zum Beispiel Astroturfing – ist oft fließend.
Zitat aus Astroturfing
Der Begriff Astroturfing (englisch abgeleitet von AstroTurf), zu deutsch sinngemäß künstliche Graswurzelbewegung, bezeichnet – insbesondere in den USA – politische Public-Relations- und kommerzielle Werbeprojekte, die darauf abzielen, den Eindruck einer spontanen Graswurzelbewegung vorzutäuschen. Ziel ist es dabei, den Anschein einer unabhängigen öffentlichen Meinungsäußerung über Politiker, politische Gruppen, Produkte, Dienstleistungen, Ereignisse und Ähnliches zu erwecken, indem das Verhalten vieler verschiedener und geographisch getrennter Einzelpersonen zentral gesteuert wird.

Das erinnert an die zahlreichen Facebook-Gruppen und Internetauftritte, die vor der Volksabstimmung entstanden und alle durch Sebastian Heinel von den IG-Bürgern eingerichtet wurden. Ich sage jetzt nicht, dass er das in Folge/als Auftrag dieses Konzepts gemacht hat, aber er hat genau diese Taktik angewandt und wurde dann später vom Bahnprojekt eingestellt als "Mitarbeiter Öffentlichkeitsarbeit". Für diesen Job hatte er zumindest die denkbar besten Referenzen.

Weiter findet man auch "virales Marketing", was auch die Benutzung sozialer Medien in Verbindung mit "Mundpropaganda" bedeutet, also nicht nur dort Anzeigen zu schalten.

Eine Strategie, die die Bahn ja schon einmal angewandt hatte und wo Grube dann versprach, sowas nicht mehr zu machen. Auch das kein Beleg, dass es gemacht wurde, aber auf der anderen Seite könnte die Bahn auch einfach sagen, dass dieses externe Konzept auch nie umgesetzt wurde aus Compliance-Gründen.

Stattdessen wurde jahrelang versucht, es geheimzuhalten. Grubes Version von "maximaler Transparenz" eben.

Re: CDU intrigiert die eigenen Mitglieder

geschrieben von: Traumflug

Datum: 01.10.20 17:25

Traumflug schrieb:
Ist schon eine ältere Geschichte, die Dokumente wurden jedoch erst jetzt bekannt:

Streit um Stuttgart 21: Eisenmann sollte "eingefangen" werden (SWR)
In diesem bemerkenswerten Film zum Schwarzen Donnerstag kommt diese Geschichte auch vor, gegen Minute 30:50: [www.ardmediathek.de]

Demnach wollte man sogar Fussballfans instrumentalisieren, um die "Stammtischhoheit" zu gewinnen.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Virales Marketing?

geschrieben von: Null2

Datum: 02.10.20 10:55

Isch doch an alder Hennadreck...

[www.youtube.com]

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero

Re: CDU intrigiert die eigenen Mitglieder

geschrieben von: Markus Heesch

Datum: 06.10.20 14:56

Ausgerechnet die Eisenmann, die sonst eigentlich nur durch Inkompetenz und Wichtigtuerei aufgefallen ist.