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Re: Haltestelle kommt gut an

geschrieben von: schienenbieger

Datum: 17.09.20 09:01

ChrisM schrieb:
ChrisM schrieb:
graetz schrieb:
ChrisM schrieb:
Ja, ich denke auch, dass die Leute die Verbesserungen durch S21 schätzen werden. So wie jetzt ja auch schon die neue Haltestelle positiv aufgenommen wird.
Besser wäre aus meiner Sicht, den KFZ-Verkehr gar nicht erst dorthin gelangen zu lassen:

[www.kontextwochenzeitung.de]

Zitat
Diese soll nun um 100 Meter in Richtung Neckartor verlängert werden. So will es die Beschlussvorlage des Technikbürgermeisters Dirk Thürnau (SPD). Das Neckartor ist deutschlandweit bekannt als der Ort mit den höchsten Feinstaub- und Stickoxidwerten. Einer der Gründe, warum der Gemeinderat im vergangenen September beschlossen hat, einen städtebaulichen Wettbewerb auszuschreiben mit dem Ziel, "das heutige Verkehrsaufkommen auf der B14 in der Innenstadt durch eine Halbierung der Verkehrsfläche für den motorisierten Individualverkehr um 50 Prozent zu reduzieren."
Dann wäre die Ebenerdigkeit wirklich kein Problem mehr.
Dann warten wir mal morgen ab. Da wird das Ergebnis des Wettbewerbs präsentiert.
Und hier nun die Ergebnisse [www.stuttgart-meine-stadt.de]
Hab aus dem Siegerentwurf mal die Schnittmenge von B14 und S21 rauskopiert. Das betrifft dann insbesondere den BA 23, wo ursprünglich der verlängerte B14-Tunnel entstehen sollte. Die Straße soll jetzt oben bleiben (na immerhin) und statt Tunnel gibt es eine Tiefgarage.

BA23.jpg

BA23q.jpg

Die Arbeiten am Straßentunnelrohbau ruhen seit einiger Zeit. Gut möglich, dass man den Braten schon gerochen hat. Auf den Bahntunnel hat der Entwurf keinen Einfluss, aber die Maßnahmen für die B14 werden sich nach den jetzt in BA 23 begonnenen Abrissarbeiten doch signifikant ändern.

Quelle: [www.stuttgart.de]

MfG




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.09.20 09:07.

Re: Der kleine Bruder des Tiefbahnhofs

geschrieben von: CHB

Datum: 17.09.20 09:30

cs schrieb:
CHB schrieb:
Ich habe das Bild farbkorrigiert und über die hellste Stelle im Papier (auf "reinweiss", RGB 255:255:255, normiert) tonwertkorrigiert. Ergebnis: der Waschbeton sieht aus, wie Waschbeton eben aussieht, fleckig grau. Mit "weiss" oder "hell" hat das rein gar nichts zu tun.
Ohne jetzt die Diskussion, ob der Beton nun mittelgrau, hellgrau oder dunkelweiß ist, weiterzuführen, möchte ich nur darauf hinweisen, dass der auf Fotografien mögliche Kontrastumfang deutlich geringer ist, als der bei Tageslicht in der Realität vorhandene. ... [Stuss gelöscht]
Wenn 2 Flächen direkt nebeneinander liegend, mit dem selben Licht aus demselben Winkel beleuchtet, im selben Foto 2 deutlich unterschiedliche Helligkeitswerte aufweisen, sind sie schlicht deutlich unterschiedlich hell. Da kannst Du jetzt viel sinnfrei über Schornsteinfeger im Kohlenkeller philosophieren, es ändert aber nichts daran, dass die Wände nicht ansatzweise so hellgrau bis weiss sind, wie die Modellillustrationen suggerieren wollen. Der ganze Bahnhof sieht am Ende aus wie Frankfurt Flughafen Fernbahnhof, mit extrem grellen Lichtflecken dort, wo im Somerhalbjahr hoch am Himmel stehende Sonne durch die Bullaugen reinknallen wird.

Waschbeton: geschenkt. Es ist Sichtbeton, was nichts daran ändert, dass es sich um uneinheitlich fleckig aussehende, poröse Oberflächen handelt, die einer Ästhetik inzwischen schon vergangener Zeiten entspringen.

Re: Der kleine Bruder des Tiefbahnhofs

geschrieben von: kmueller

Datum: 17.09.20 09:34

graetz schrieb:
Das ist eben nicht der lichtdurchflutete Bahnhof. Das ist der Bahnhof, wo nur ca. 14% des Daches Licht hinein lässt. Das kannst du eher vergleichen mit einem Dachstuhl mit kleinen Fenstern. Der hat auch seine dunklen Ecken. Auf dem Bild sind ja noch die Seiten offen und erhellen damit noch die Szene. Das ändert sich aber noch ...

Also wird man später im Bahnhof 28 runde Lichtkreise sehen, die langsam sich durch den Bahnhof bewegen. Die werden sich dabei auch in der Intensivität verändern.

Wenn man Tageslicht einfangen oder gar "saugen" möchte, sollten die Reflexionsflächen doch so ausgerichtet sein, dass sie möglichst lange der Sonne intensiv ausgesetzt sind. Die Ausrichtung müsste also nach Süden sein für eine optimale Lichtausbeute. Die Lichtaugen sind aber nach Nordwesten ausgerichtet. Nicht passend zum Lauf der Sonne, sondern passend zur Ausrichtung der Bahnsteige. Das sieht sicher toll aus, aber auch da folgt die Funktion der Form und die Funktion ist dann nicht optimal erfüllt. Vor allem, wenn der Bonatzbau und der Bahnhofsturm noch zusätzlich Schatten auf die Lichtaugen werfen, wie man auf den jüngsten Drohnenbildern es auch sehen kann.
Zum Glück kann das alles nie gleichzeitig auftreten. Schatten vom Bonatzbau fällt insbes. bei niedriger Mittagssonne auf das Bahnhofsdach. Das ist im Winter, wenn die Sonne nie auch nur annähernd die Richtung NW erreicht, sondern im SO aufgeht und im SW untergeht. Die scharfen Kreise lassen sich beseitigen, indem die Lichtaugen mit Milchglas bestückt werden; die Lichtabsorption darin ließe sich durch Verstärkung der Innenbeleuchtung kompensieren.

Noch ist Zeit für diese und andere Nachbesserung(en): weitere, nach Süden ausgerichtete Lichtaugen anbringen und den schattenwerfenden Bau abreißen. Ein so aufgewerteter Bahnhof wird sich sicherlich verkaufsfördernd auf die Immobilien auswirken.

Re: Der kleine Bruder des Tiefbahnhofs

geschrieben von: kmueller

Datum: 17.09.20 09:38

pelzer schrieb:
graetz schrieb:
... Wenn man Tageslicht einfangen oder gar "saugen" möchte, sollten die Reflexionsflächen doch so ausgerichtet sein, dass sie möglichst lange der Sonne intensiv ausgesetzt sind. Die Ausrichtung müsste also nach Süden sein für eine optimale Lichtausbeute. Die Lichtaugen sind aber nach Nordwesten ausgerichtet.
Um über den ganzen Tag einen möglichst gleichmässige Ausleuchtung des Raumes zu bekommen, werden die Lichtöffnungen im Idealfall nach Norden ausgerichtet. Dabei geht es nicht um eine maximale, sondern eine optimale Ausleuchtung. Also Qualität und nicht um Quantität.
Wenn das die Absicht war, hat man das Optimum aber übersehen: die gleichmäßigste(!) 24/365-Ausleuchtung ergäbe sich bei Anbringen der Lichtaugen im Boden.

Re: Der kleine Bruder des Tiefbahnhofs

geschrieben von: graetz

Datum: 17.09.20 09:39

pelzer schrieb:
Um über den ganzen Tag einen möglichst gleichmässige Ausleuchtung des Raumes zu bekommen, werden die Lichtöffnungen im Idealfall nach Norden ausgerichtet. Dabei geht es nicht um eine maximale, sondern eine optimale Ausleuchtung. Also Qualität und nicht um Quantität.

Gruss Pelzer
Vom Norden her bekommst du keinen Lichtstrahl, den du irgendwie nach innen lenken kannst. Und jede zusätzliche Reflexion auf dem nackten Beton schluckt große Teile des Lichts.

Es geht auch um "bis zu 14 Stunden" Ausleuchtung - also sehr wohl um "Quantität". Man will ja sogar an trüben Wintertagen auf zusätzliche Beleuchtung verzichten können.

Das klappt nur unzureichend, wenn die Ausrichtung nicht auf den Lauf der Sonne optimiert ist. Zur Mittagszeit werden die ersten Gleise im dunklen liegen. weil1 1. - wie auf dem Foto - die Sonnenstrahlung seitwärts geht und dabei gar nicht irgendwie vom Kelch reflektiert wird und 2. weil Teile des Trogs dann im Schatten des Bonatzbau liegen.

Re: Haltestelle kommt gut an

geschrieben von: graetz

Datum: 17.09.20 09:46

schienenbieger schrieb:
Die Arbeiten am Straßentunnelrohbau ruhen seit einiger Zeit. Gut möglich, dass man den Braten schon gerochen hat. Auf den Bahntunnel hat der Entwurf keinen Einfluss, aber die Maßnahmen für die B14 werden sich nach den jetzt in BA 23 begonnenen Abrissarbeiten doch signifikant ändern.

Quelle: [www.stuttgart.de]
Nur so macht es Sinn, wenn man dabei auch konsequent darauf achtet, dass der Verkehr im gleichen Umfang sich nicht nur innerhalb der Innenstadt verlagert. Man muss die Autos aktiv aus der Innenstadt raushalten.

Nur dachte man in Stuttgart einmal anders und ob genug umdenken, muss sich noch rausstellen.
Eine Tante von mir zog einige Jahrzehnte vor mir nach Stuttgart und beschrieb mir mit Grausen, wie man praktisch Schneisen durch die Stadt schlug für breitere Straßen.

B14-Wettbewerb und S21

geschrieben von: ChrisM

Datum: 17.09.20 09:48

schienenbieger schrieb:
Hab aus dem Siegerentwurf mal die Schnittmenge von B14 und S21 rauskopiert. Das betrifft dann insbesondere den BA 23, wo ursprünglich der verlängerte B14-Tunnel entstehen sollte. Die Straße soll jetzt oben bleiben (na immerhin) und statt Tunnel gibt es eine Tiefgarage.

[attachment]

[attachment]

Die Arbeiten am Straßentunnelrohbau ruhen seit einiger Zeit. Gut möglich, dass man den Braten schon gerochen hat. Auf den Bahntunnel hat der Entwurf keinen Einfluss, aber die Maßnahmen für die B14 werden sich nach den jetzt in BA 23 begonnenen Abrissarbeiten doch signifikant ändern.

Quelle: [www.stuttgart.de]
Vielen Dank, das macht es anschaulich. Damit kollidiert der rechtlich nicht bindende Wettbewerb mit dem rechtlich bindenden Gemeinderatsbeschluss vom Mai dieses Jahres, die Unterfahrung des Gebhard-Müller-Platzes um rund 100 Meter Richtung Neckartor zu verlängern.
[www.stuttgarter-zeitung.de]
Bin gespannt, wie die Stadt diesen Konflikt auflöst.
Und im Kernerviertel wird man begeistert sein, dass die TG-Ausfahrt in die Sängerstraße führt.
Ich glaube allerdings, dass die Arbeiten am Straßentunnel nicht ruhen sondern noch gar nicht begonnen haben. Dazu muss erstmal die Willy-Brandt-Straße auf BA24/25 sowie auf die neuen Stadtbahntunnel verlegt werden. Letzteres ist nun geschehen, ersteres noch nicht. Sollte die Stadt Umplanungen an dieser Stelle fordern, würde die Bahn das sicherlich als Beleg dafür anführen, dass Verzögerungen auf externe Einflüsse zurückzuführen sind, Stichwort Mehrkostenklage.
In der Vergangenheit gab es bereits große Probleme bei der Verteilung der Finanzlasten der sog. "Kreuzungsvereinbarung" zwischen DB AG und SSB AG.
Diese "neue" Haltestelle Staatsgalerie bringt für den Nutzer der Stadtbahn keinerlei Mehrgewinn, außer frischer Luft.
Auf lange Sicht ist es auch keine Umsteige-Haltestelle mehr, da der Zugang zum sog. Kernerviertel und zur Buslinie 42 gekappt wurde.

https://abload.de/img/s21_dfi_s212czjsx.jpg


Re: Der kleine Bruder des Tiefbahnhofs

geschrieben von: cs

Datum: 17.09.20 15:48

graetz schrieb:
pelzer schrieb:
Um über den ganzen Tag einen möglichst gleichmässige Ausleuchtung des Raumes zu bekommen, werden die Lichtöffnungen im Idealfall nach Norden ausgerichtet. Dabei geht es nicht um eine maximale, sondern eine optimale Ausleuchtung. Also Qualität und nicht um Quantität.

Gruss Pelzer
Vom Norden her bekommst du keinen Lichtstrahl, den du irgendwie nach innen lenken kannst. Und jede zusätzliche Reflexion auf dem nackten Beton schluckt große Teile des Lichts.
Warum ist es dann in einem Raum mit ausschließlich Nordfenstern tagsüber nicht stockdunkel, wenn von Norden kein Lichtstrahl kommt?

graetz schrieb:
Es geht auch um "bis zu 14 Stunden" Ausleuchtung - also sehr wohl um "Quantität". Man will ja sogar an trüben Wintertagen auf zusätzliche Beleuchtung verzichten können.
Wer außer Dir hat das noch behauptet, dass man auch an trüben Wintertagen (wie trüb ist eigentlich ein trüber Wintertag?) auf zusätzliche Beleuchtung verzichten will?

graetz schrieb:
Das klappt nur unzureichend, wenn die Ausrichtung nicht auf den Lauf der Sonne optimiert ist. Zur Mittagszeit werden die ersten Gleise im dunklen liegen. weil1 1. - wie auf dem Foto - die Sonnenstrahlung seitwärts geht und dabei gar nicht irgendwie vom Kelch reflektiert wird und 2. weil Teile des Trogs dann im Schatten des Bonatzbau liegen.
Warst Du eigentlich schon mal in einer (Fabrik-)Halle mit einem Sheddach? Da sind die Lichtbänder normalerweise nach Norden ausgerichtet und trotzdem ist es in der Halle außer an trüben Wintertagen tagsüber ausreichend hell.

Re: Der kleine Bruder des Tiefbahnhofs

geschrieben von: graetz

Datum: 17.09.20 16:26

cs schrieb:
Warum ist es dann in einem Raum mit ausschließlich Nordfenstern tagsüber nicht stockdunkel, wenn von Norden kein Lichtstrahl kommt?
Auch du versuchst wie Micha, klammheimlich das Wording zu verschieben. Aus "dunklen Ecken" machst du "stockdunkel". Das habe ich nicht gesagt! Ich sage nur, es wird nicht "lichtdurchflutet" sein, wie es die Visualisierungen suggerieren. Wir haben erste Fotos, die das bestätigen.

cs schrieb:
graetz schrieb:
Es geht auch um "bis zu 14 Stunden" Ausleuchtung - also sehr wohl um "Quantität". Man will ja sogar an trüben Wintertagen auf zusätzliche Beleuchtung verzichten können.
Wer außer Dir hat das noch behauptet, dass man auch an trüben Wintertagen (wie trüb ist eigentlich ein trüber Wintertag?) auf zusätzliche Beleuchtung verzichten will?
Ach nur das Projektbüro. Aber was wissen die schon:

Zitat
Die Lichtaugen dienen der natürlichen Beleuchtung während des Tages. Durch sie ist selbst im Winter bei Tag meist kein künstliches Licht erforderlich.
[www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de]

Du kannst natürlich jetzt wortklauben über "trüb", aber im Winter kommen die Sonnenstrahlen auf jeden Fall flacher rein, der Bonatzbau wirft umso mehr Schatten. Es wird also auf jeden Fall "trüb" im Sinne von "dunkler" oder "düster", was Synonyme für "trüb" sind.

cs schrieb:
Warst Du eigentlich schon mal in einer (Fabrik-)Halle mit einem Sheddach? Da sind die Lichtbänder normalerweise nach Norden ausgerichtet und trotzdem ist es in der Halle außer an trüben Wintertagen tagsüber ausreichend hell.
Diese Form hat aber das Dach von S21 nicht. Dort will man das Licht an den Kelchinnenseiten reflektieren. Dazu müssen sie optimal auf Süden ausgerichtet sein.
Sheddächer haben auch mehr Lichtdurchlass als die 14% vom Trogbahnhof. Und die zahlreichen Werke weltweit, die ich gesehen habe, haben immer auch zusätzliches Licht, um den Montageplatz optimal auszuleuchten. Wir sind ja nicht mehr im 19. Jahrhundert.

Hier ein Beispiel von sehr vielen - obwohl hier relativ mehr Licht durch das Dach kommt als bei S21.:
https://m.kn-online.de/var/storage/images/kn/kiel/berufsschule-kiel-millioneninvestion-fuer-neue-werkhalle/707660375-1-ger-DE/Neue-Halle-kostet-einige-Millionen-Euro_mobile_default_2_1@2x.jpg


Ausserdem ist es prinzipiell egal, ob man von einer Ausrichtung nach "Norden" oder "Süden" spricht. Beides folgt dem Prinzip, sich nach dem Lauf der Sonne zu orientieren. Sagen wir also allgemein, die "Nord-Süd" Ausrichtung ist optimal - je nach Anforderung nach Norden oder nach Süden. Und S21 hat keine dieser Ausrichtungen.

Re: Der kleine Bruder des Tiefbahnhofs

geschrieben von: cs

Datum: 17.09.20 17:06

graetz schrieb:
cs schrieb:
Warum ist es dann in einem Raum mit ausschließlich Nordfenstern tagsüber nicht stockdunkel, wenn von Norden kein Lichtstrahl kommt?
Auch du versuchst wie Micha, klammheimlich das Wording zu verschieben. Aus "dunklen Ecken" machst du "stockdunkel". Das habe ich nicht gesagt! Ich sage nur, es wird nicht "lichtdurchflutet" sein, wie es die Visualisierungen suggerieren.
Nein graetz, es stimmt zwar, dass Du hier bei DSO nichts gesagt hast, aber Du hast geschrieben: "Vom Norden her bekommst du keinen Lichtstrahl, den du irgendwie nach innen lenken kannst." Und genau darauf habe ich geantwortet und habe in meiner Antwort Deine Aussage auch vollständig zitiert, dass jeder erkennen kann, worauf ich geantwortet habe: nämlich nicht auf "nicht lichtdurchflutet" sondern auf "kein Lichtstrahl".
Warum versuchst Du eigentlich selbst bei für jeden Leser einfach nachprüfbaren und offensichtlichen Aussagen von Dir mit Falschaussagen abzulenken?
Wenn man tatsächlich keinen Lichtstrahl von Norden nach innen gelenkt bekommt, wie Du das behauptetest, dann müsste ein Raum mit ausschließlich Nordfenstern stockdunkel sein (ja, das Wort stockdunkel ist kein Zitat einer Aussage von Dir, das habe ich aber in meinem vorherigen Beitrag auch nicht behauptet) denn: kein Lichtstrahl ins Innere gelenkt = stockdunkel im Inneren (so wie im Schildaer Rathaus)


graetz schrieb:
cs schrieb:
graetz schrieb:
Es geht auch um "bis zu 14 Stunden" Ausleuchtung - also sehr wohl um "Quantität". Man will ja sogar an trüben Wintertagen auf zusätzliche Beleuchtung verzichten können.
Wer außer Dir hat das noch behauptet, dass man auch an trüben Wintertagen (wie trüb ist eigentlich ein trüber Wintertag?) auf zusätzliche Beleuchtung verzichten will?
Ach nur das Projektbüro. Aber was wissen die schon:

Zitat
Die Lichtaugen dienen der natürlichen Beleuchtung während des Tages. Durch sie ist selbst im Winter bei Tag meist kein künstliches Licht erforderlich.
[www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de]

Du kannst natürlich jetzt wortklauben über "trüb", aber im Winter kommen die Sonnenstrahlen auf jeden Fall flacher rein, der Bonatzbau wirft umso mehr Schatten. Es wird also auf jeden Fall "trüb" im Sinne von "dunkler" oder "düster", was Synonyme für "trüb" sind.
Den Unterschied zwischen Deinem Zitat der Aussage des Projektbüros (die übrigens auf der von Dir verlinkten Seite nicht zu finden ist) und Deiner Aussage hast Du ja wohl auch erkannt, so wie Du jetzt versuchst, alle Wintertage als trübe Wintertage zu definieren, nur um nicht zugeben zu müssen, dass Deine Aussage wohl falsch war.

Re: Der kleine Bruder des Tiefbahnhofs

geschrieben von: cs

Datum: 17.09.20 17:17

graetz schrieb:
Er hat die Stütze mitten auf einen Hohlraum gestellt. Da kannst du gerne rumschwurbeln, welcher Hohlraum das genau ist oder auch nicht.
Ich habe das schon einmal erklärt: Im Wettbewerb gab es keine direkte Verbindung zwischen den Fernbahnsteigen und dem S-Bahn-Bahnsteig. Damals ging man noch davon aus, dass dies geometrisch nicht machbar ist. Deshalb hat Ingenhoven die Stützen sinnvollerweise genau mittig zwischen die beiden S-Bahn-Tunnelröhren gestellt, um sie dort ohne Belastung des S-Bahn-Tunnels gründen zu können.
Auch wenn Du noch so oft rumschwurbelst, dass Ingenhoven (und/oder die Tragwerksplaner) den S-Bahn-Tunnel vergessen hätten, stimmen tut Deine Aussage trotzdem nicht.

Re: Der kleine Bruder des Tiefbahnhofs

geschrieben von: graetz

Datum: 17.09.20 17:46

cs schrieb:
Ich habe das schon einmal erklärt: Im Wettbewerb gab es keine direkte Verbindung zwischen den Fernbahnsteigen und dem S-Bahn-Bahnsteig. Damals ging man noch davon aus, dass dies geometrisch nicht machbar ist. Deshalb hat Ingenhoven die Stützen sinnvollerweise genau mittig zwischen die beiden S-Bahn-Tunnelröhren gestellt, um sie dort ohne Belastung des S-Bahn-Tunnels gründen zu können.
Auch wenn Du noch so oft rumschwurbelst, dass Ingenhoven (und/oder die Tragwerksplaner) den S-Bahn-Tunnel vergessen hätten, stimmen tut Deine Aussage trotzdem nicht.
Du erklärst hier grade, dass man beim Wettbewerb überhaupt nicht mal an eine Möglichkeit dachte, anstatt das zur Vorgabe zu machen. Dort, wo dieser Quertunnel ist, gab es schon früher einen Gang zu einem Quertunnel unterhalb der Kopfbahnhofgleise. Und zwar in der gleichen Länge wie bei S21! Ich bin dort täglich durch. Sogar Platz für eine Packstation war dort. Was sollte da also "geometrisch nicht machbar" gewesen sein?

Der Bahnhof der angeblich kurzen Wege sollte also ursprünglich keine solche Verbindung haben? Deutlicher kann man ja kaum zeigen, dass "Bahnverkehr" nicht im Vordergrund stand bei der Planung. Ob das nun Ingenhoven verbockt hat oder andere: Der logische Menschenverstand plus Kenntnisse, wie K20 funktioniert, hätte dort eine tragende Säule verboten.

Re: Der kleine Bruder des Tiefbahnhofs

geschrieben von: cs

Datum: 17.09.20 17:49

graetz schrieb:
Sorry, dass ich beim Kopieren aus versehen das, was du übersehen hattest, als dein Zitat ausgegeben habe. Das war keine Absicht. Aber dein Vergleich funktioniert eben deswegen nicht. Wie gesagt, hatte Schienenbieger das auch schon mal probiert.
Wie kommst Du darauf, dass ich das übersehen habe? Und warum soll mein Vergleich deswegen nicht funktionieren? Sowohl dass ich das übersehen hätte als auch dass der Vergleich deswegen nicht funktioniert ist erstens grundsätzlich falsch und zweitens ist das Titandioxid für die Aussage meines Beitrags, dass das von mir verlinkte Gebäude anscheinend einen helleren Beton hat als die neue Bahnsteighalle, tatsächlich völlig unwichtig. Es ging nicht um das 'Warum' sondern um das 'Dass'.

Versuch mal, meine Beiträge und worauf diese sich beziehen auch zu verstehen, bevor Du darauf antwortest. Üblicherweise zitiere ich in meinen Beiträgen die Abschnitte auf die ich antworte, Du musst also nicht mehrere Beiträge lesen, um verstehen zu können, was ich meine.

Re: Der kleine Bruder des Tiefbahnhofs

geschrieben von: graetz

Datum: 17.09.20 17:57

cs schrieb:
Nein graetz, es stimmt zwar, dass Du hier bei DSO nichts gesagt hast, aber Du hast geschrieben: "Vom Norden her bekommst du keinen Lichtstrahl, den du irgendwie nach innen lenken kannst."
Ja, keinen Lichtstrahl den du so auf die Innenkelche lenken kannst, dass damit irgendwas "lichtdurchflutend" illuminiert wird. Du kannst es drehen und wenden wie du es willst. S21 ist weder eine Halle mit Sheddach oder ein Zimmer mit Fenstern. Es ist ein Trog aus Beton, der runde "Lichtaugen" hat, die grade mal 14% der Dachfläche ausmachen und an der Oberfläche sehr plan liegen. Das sind also mehr Oberlichter. Und davon sind es zu wenige für eine Beleuchtung, die man "lichtdurchflutet" nennen kann. Aber genau so nennt es Ingenhoven.



cs schrieb:
Den Unterschied zwischen Deinem Zitat der Aussage des Projektbüros (die übrigens auf der von Dir verlinkten Seite nicht zu finden ist) und Deiner Aussage hast Du ja wohl auch erkannt, so wie Du jetzt versuchst, alle Wintertage als trübe Wintertage zu definieren, nur um nicht zugeben zu müssen, dass Deine Aussage wohl falsch war.
Also doch wortklauben. Schau selbst in die Wörterbücher. Beim Link muss ich danebengeklickt haben. Es steht in einem Flyer, den es nur als PDF gibt. Man wird weder "14 Stunden" noch an "Wintertagen" nicht ohne zusätzliche Beleuchtung auskommen. Man schafft es ja noch nicht mal in der Station Staatsgalerie. Es sei denn, dunkle Ecken sind das neue "lichtdurchflutet".

[www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de]

Zitat
Der Bahnhof soll eine angenehme Aufenthaltsqualität haben, viel Tagelicht, keine Heizung oder Kühlung benötigen. „Wir wollten einen sehr schönen, poetischen, lichtdurchfluteten Raum schaffen“, sagt Ingenhoven
[www.stuttgarter-nachrichten.de]

Und du klaubst hier rum mit "Trüb" oder "Stockdunkel". Es wird nicht "lichtdurchflutet" sein. Das zeigen die ersten Fotos.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.09.20 18:24.

Re: Der kleine Bruder des Tiefbahnhofs

geschrieben von: graetz

Datum: 17.09.20 17:58

cs schrieb:
(Äpfel und Birnen)
Du bekommst jede Oberfläche "strahlend weiss" mit einer entsprechendne Behandlung - die aber bei S21 ausdrücklich ausgenommen ist. Daher ein untauglicher Versuch eines Vergleichs.

Re: Der kleine Bruder des Tiefbahnhofs

geschrieben von: kmueller

Datum: 17.09.20 19:12

cs schrieb:
Warum ist es dann in einem Raum mit ausschließlich Nordfenstern tagsüber nicht stockdunkel, wenn von Norden kein Lichtstrahl kommt?

Warst Du eigentlich schon mal in einer (Fabrik-)Halle mit einem Sheddach? Da sind die Lichtbänder normalerweise nach Norden ausgerichtet und trotzdem ist es in der Halle außer an trüben Wintertagen tagsüber ausreichend hell.
'Dunkel',also auch 'stockdunkel' ist ein subjektiver Begriff, der stark davon geprägt ist, daß das Auge Lichtintensität logarithmisch wahrnimmt, 'Abdunkeln' also schwächer als ein Meßgerät.

Was das Ambiente im fertigen Tiefbf. angeht, dürfte @graetz' Erwartung gar nicht weit ab von deiner ("Fabrikhalle mit Sheddach") liegen.

Nachtrag: sollten beide Erwartungen noch zu weit auseinanderliegen, könnte man sie sicherlich annähern, indem das Verhältnis 'Fenster' zu Dachfläche an das Verhältnis Lichtaugenfläche zu Dachfläche angepaßt, wird.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.09.20 19:16.

Re: Der kleine Bruder des Tiefbahnhofs

geschrieben von: Micha-0815

Datum: 20.09.20 13:08

kmueller schrieb:
cs schrieb:
Warum ist es dann in einem Raum mit ausschließlich Nordfenstern tagsüber nicht stockdunkel, wenn von Norden kein Lichtstrahl kommt?

Warst Du eigentlich schon mal in einer (Fabrik-)Halle mit einem Sheddach? Da sind die Lichtbänder normalerweise nach Norden ausgerichtet und trotzdem ist es in der Halle außer an trüben Wintertagen tagsüber ausreichend hell.
'Dunkel',also auch 'stockdunkel' ist ein subjektiver Begriff, der stark davon geprägt ist, daß das Auge Lichtintensität logarithmisch wahrnimmt, 'Abdunkeln' also schwächer als ein Meßgerät.

Was das Ambiente im fertigen Tiefbf. angeht, dürfte @graetz' Erwartung gar nicht weit ab von deiner ("Fabrikhalle mit Sheddach") liegen.
Nun fangen aber die Lichtaugen bei Sonnenschein doch zusätzlich direktes Sonnenlicht ein, und reflektieren es in den Raum. Zusätzlich wird auch über weite Teile des Tages direktes Sonnenlicht tiefer in die Bahnsteighalle hinableuchten. Was soll das mit einer stets nur indirekt beleuchteten Fabrikhalle gemein haben?

Gruß, Micha
Meinungsfreiheit bedeutet, dass man fast alles behaupten darf. Es bedeutet nicht, dass sich jemand den Mist anhören muss.
(Kommentar im Tagesspiegel zu Verschwörungsgläubigen)

Re: Der kleine Bruder des Tiefbahnhofs

geschrieben von: graetz

Datum: 20.09.20 13:16

Micha-0815 schrieb:
Nun fangen aber die Lichtaugen bei Sonnenschein doch zusätzlich direktes Sonnenlicht ein, und reflektieren es in den Raum. Zusätzlich wird auch über weite Teile des Tages direktes Sonnenlicht tiefer in die Bahnsteighalle hinableuchten. Was soll das mit einer stets nur indirekt beleuchteten Fabrikhalle gemein haben?
Du hast die Werte zur Reflexion gelesen? Da wird nichts mehr groß reflektiert. Und die "Lichtaugen" sind einfach nur runde klarsicht-verglaste Löcher im Dach. Die "reflektieren" auch nichts. Und was dort passiert, sieht man eben auf dem Foto: Ein kreisrunder Lichtstrahl, der nirgends mehr reflektiert wird, sondern einfach die Umrisses des Loches an die Wand projiziert. Bei "direktem Sonnenlicht"!

Eine Fabrikhalle mit Sheddach wird da besser beleuchtet. Hätte man auch bei S21 machen können - aber man wollte ja das Dach als Platz nutzen können. Das kollidiert direkt mit der Absicht, irgendwie durch kleine Lichtaugen die Halle darunter mit Licht zu "durchfluten".



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.09.20 13:33.

Re: Der kleine Bruder des Tiefbahnhofs

geschrieben von: Micha-0815

Datum: 20.09.20 13:45

graetz schrieb:
Micha-0815 schrieb:
Nun fangen aber die Lichtaugen bei Sonnenschein doch zusätzlich direktes Sonnenlicht ein, und reflektieren es in den Raum. Zusätzlich wird auch über weite Teile des Tages direktes Sonnenlicht tiefer in die Bahnsteighalle hinableuchten. Was soll das mit einer stets nur indirekt beleuchteten Fabrikhalle gemein haben?
Du hast die Werte zur Reflexion gelesen? Da wird nichts mehr groß reflektiert. Und die "Lichtaugen" sind einfach nur runde klarsicht-verglaste Löcher im Dach. Die "reflektieren" auch nichts. Und was dort passiert, sieht man eben auf dem Foto: Ein kreisrunder Lichtstrahl, der nirgends mehr reflektiert wird, sondern einfach die Umrisses des Loches an die Wand projiziert. Bei "direktem Sonnenschein"!

Eine Fabrikhalle mit Sheddach wird da besser beleuchtet. Hätte man auch bei S21 machen können - aber man wollte ja das Dach als Platz nutzen können. Das kollidiert direkt mit der Absicht, irgendwie durch kleine Lichtaugen die Halle darunter mit Licht zu "durchfluten".
Die Innenseite der Lichtaugen wird beleuchtet, und das Licht wird von dort diffus in den Raum reflektiert. Ob das zu 100%, oder nur 75% geschieht, ist da erst einmal unerheblich, denn das ist in jedem Fall erheblich heller als die Reflexion des blauen Himmels.

Ich habe z.B. eben mal ein paar Vergleichsfotos gemacht:

a) Außen, Szene vornehmlich im Sonnenschein: ISO 125, Blende f/4, 1/640 s
b) Außen, Szene vornehmlich im Schatten: ISO 125, Blende f/4, 1/125 s
c) Innen, durch schattiges Fenster indirekt beleuchtet ISO 800, f/2.8, 1/50 s

Daraus folgt:

Helligkeit von Schatten verglichen mit direktem Sonnenlicht, 125/640 = 20 %
Helligkeit von Innen verglichen mit Schatten, 125/800 * 2,8^2 / 4^2 * 50/125 = 3 %.
Helligkeit von Innen verglichen mit direktem Sonnenlicht = 20 % * 3 % = 0,6 %.

Die 0,6 % sind übrigens immer noch erheblich heller als eine übliche Zimmerbeleuchtung durch künstliches Licht.

Ob die deutlich mehr als 100 mal hellere Beleuchtung durch direktes Sonnenlicht nur zu 100%, 75% oder gar nur 50% reflektiert wird, ist für deren relativen Wahrnehmung von innerhalb der Bahnsteighalle als "sehr hell" daher völlig unerheblich.

Gruß, Micha
Meinungsfreiheit bedeutet, dass man fast alles behaupten darf. Es bedeutet nicht, dass sich jemand den Mist anhören muss.
(Kommentar im Tagesspiegel zu Verschwörungsgläubigen)
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