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 21 - Stuttgart 21 

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In dieses Forum gehören alle Diskussionen und News zum Thema "Stuttgart 21". - Eine dringende Bitte an alle Beitragsverfasser: Sachlich bleiben - ganz gleich, ob man für oder gegen dieses Projekt ist. Beleidigungen und Verleumdungen sind auch in diesem Forum NICHT gestattet!
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[www.stuttgarter-nachrichten.de]

Zitat
Schon vor den Bauarbeiten kritisierte Veronika Kienzle, dass das Hotel nach der Fertigstellung ein Wahrzeichen der Stadt, nämlich die preisgekrönte Architektur der Stadtbibliothek komplett in den Schatten stellen werde.

...

Kienzle sollte Recht behalten. Die Schatten des Hotelturms sind nun so groß, dass die „kompromisslosen Architektenfantasie“ in den Hintergrund tritt. Und aus der Perspektive Türlenstraße ist die Stadtbibliothek, die vor allem nachts dank ihrer blauen Illuminierung ein echter Hingucker ist, quasi gar nicht mehr zu sehen.

...

Es wird ein Schandfleck werden. Man sieht, dass Politik manchmal ein bisschen hilflos ist.“ Ex-Bezirksbeirat Matthias Vinçon (SPD) meinte: „Was bleibt vom Stadtbild und der Lebensqualität übrig, wenn dieser Koloss erst mal steht?“ Diese Frage beantworten nun Passanten: wenig.

...

„Wer plant so etwas?“, fragt einer und schiebt nach: „Vor allem: Wer genehmigt so etwas?“
Die Stadt Stuttgart, die Monumente sammeln will wie andere Briefmarken. Es soll eben groß werden.

[www.kontextwochenzeitung.de]

Zitat
... die Zukunft der Stadt, so wie Schuster sie haben möchte: Der alte Bahnhof, der viele Jahrzehnte lang das Wahrzeichen der Stadt war, ist nur noch ein Torso. Die Gleisanlagen sind verschwunden. Man sieht etwas Grün, alles ist sauber, quadratisch, steril, über den ehemaligen Gleisanlagen wuchtige, klobige Gebäudekomplexe aus Glas, Beton, Stahl. Als der OB meinen erschreckten Blick auf diese Bauklötze bemerkt, sagt er schnell: "Das sind nur Modelle. Das wird viel schöner." (Anmerkung von mir: :-D )

Wenn man den Bürgermeister über seiner Stadt so wippen sieht, wird klar, um was es ihm bei S 21 vor allem geht: Da ist die Freude, ganz große Dinge tun zu dürfen. Er freut sich sehr, dass er Spuren legen kann, die keiner verwischt, Spuren für die Nachwelt. Seine Worte: Die größte Baustelle Europas, eine neue Stadt gestalten, das ist eine Jahrhundertchance – wie ein Kind freut er sich, am ganz, ganz großen Rad drehen zu können.

S 21 – das ist viel faszinierender, als eine Kita oder ein Altersheim einzuweihen. S 21 ist großer Auftritt, große Bühne, ist Tagesschau, nicht Landesschau. Ist Pyramide, nicht Einfamilienhaus.

Man stelle sich vor, man würde um die Pyramiden von Gizeh herum Hotelhochhäuser bauen. So denkt Stuttgart.

Grade für den Blick aus der Heilbronner Strasse wäre es besser gewesen, den Platz vor der Bibliothek als grünen Platz zu gestalten.

Stattdessen wird es so aussehen - die Bibliothek geht optisch unter, dafür bekommen die Hotelgäste Nachts eine blaue Dauerbeleuchtung direkt ins Zimmer:

https://tmp-stuttgart.de/wp-content/uploads/2019/06/06_Hotspot_komp.jpg

Das Bild, mit dem die Bahn selbst noch warb, verschwindet dann:
https://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/fileadmin/_migrated/pics/Bibliothek_Europaviertel_c_Andreas_Weil.JPG
[www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.08.20 22:40.
Ein Koloss? Naja bei einem Hochhausstumpen von <70m kann einem ja schon mal plötzlich schwindelig werden, da verliert man doch schon mal die Maßstäbe...
graetz schrieb:
Zitat
Und aus der Perspektive Türlenstraße ist die Stadtbibliothek, die vor allem nachts dank ihrer blauen Illuminierung ein echter Hingucker ist, quasi gar nicht mehr zu sehen.
Da dürften sich einige S21-Gegner aber freuen, wenn sie den von ihnen so genannten "Bücherknast" nicht mehr sehen müssen. ;-)

graetz schrieb:
Stattdessen wird es so aussehen - die Bibliothek geht optisch unter, dafür bekommen die Hotelgäste Nachts eine blaue Dauerbeleuchtung direkt ins Zimmer
So wie bisher bereits die Bewohner des Milaneos.

graetz schrieb:
Das Bild, mit dem die Bahn selbst noch warb, verschwindet dann
Da verschwindet nichts.
Von der Stelle, an der das von Dir gezeigte Foto aufgenommen wurde, verdeckt bereits das Milaneo die unteren Geschosse der Stadtbibliothek, das neue Gebäude ändert da nichts mehr daran, das "Hochhaus" ist aus dieser Perspektive rechts von der Stadtbibliothek.
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero
cs schrieb:
graetz schrieb:
Zitat
Und aus der Perspektive Türlenstraße ist die Stadtbibliothek, die vor allem nachts dank ihrer blauen Illuminierung ein echter Hingucker ist, quasi gar nicht mehr zu sehen.
Da dürften sich einige S21-Gegner aber freuen, wenn sie den von ihnen so genannten "Bücherknast" nicht mehr sehen müssen. ;-)

graetz schrieb:
Stattdessen wird es so aussehen - die Bibliothek geht optisch unter, dafür bekommen die Hotelgäste Nachts eine blaue Dauerbeleuchtung direkt ins Zimmer
So wie bisher bereits die Bewohner des Milaneos.

graetz schrieb:
Das Bild, mit dem die Bahn selbst noch warb, verschwindet dann
Da verschwindet nichts.
Von der Stelle, an der das von Dir gezeigte Foto aufgenommen wurde, verdeckt bereits das Milaneo die unteren Geschosse der Stadtbibliothek, das neue Gebäude ändert da nichts mehr daran, das "Hochhaus" ist aus dieser Perspektive rechts von der Stadtbibliothek.
Ist eh alles nur Fake. Laut Google-Maps ist da gar nichts. 😜

MfG
schienenbieger schrieb:
Ist eh alles nur Fake. Laut Google-Maps ist da gar nichts. 😜
Alles klar. Relativieren, sich drüber lustig machen - mehr kommt hier wohl nicht mehr.

Die Kritik kommt aber aus gleich drei politischen Ecken inklusive der CDU und zielt auch darauf hinaus, das einst vollmundige Versprechen wie hier die Begrünung des Hochhauses, sich in Luft auflösen. Übrig bleibt eine Ansammlung von Betonklötzen, was sicher nicht wirklich "attraktiv" ist.

Ich kann ja heute Nacht mal das Foto aus dem richtigen Winkel aufnehmen. Fakt bleibt, die Bibliothek wird umbaut, Sichtachsen verschwinden. Das Motto lautet "möglichst viel möglichst groß" ohne Rücksicht auf irgendwas. Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch der Rest der "freien Grundstücke" nach diesem Prinzip erschlossen werden, damit es sich irgendwie rechnet. "Das sind nur Modelle. Das wird viel schöner" kann schon jetzt als haltlose Aussage betrachtet werden. In dem Moment, wo die Stadt ihre "freien Grundstücke" verkauft haben wird - das ist ja der Plan, wird sie die Kontrolle über die Gestaltung weitgehend verlieren. Wie ja zitiert wurde:

Zitat
Klaus Wenk von der CDU meinte schon vor Baubeginn resigniert: „Die Strabag hatte noch nie Interesse, die Fassade zu begrünen. Es wird ein Schandfleck werden. Man sieht, dass Politik manchmal ein bisschen hilflos ist.“
graetz schrieb:
Die Kritik kommt aber aus gleich drei politischen Ecken inklusive der CDU und zielt auch darauf hinaus, das einst vollmundige Versprechen wie hier die Begrünung des Hochhauses, sich in Luft auflösen.
Ob begrünt oder nicht begrünt, das Bauvolumen wäre nicht anders.

graetz schrieb:
Ich kann ja heute Nacht mal das Foto aus dem richtigen Winkel aufnehmen.
Tu Dir keinen Zwang an! Wenn Du das Foto dann hier zeigst, dann wissen auch wir, was bei Dir der richtige Winkel ist.
Und wenn Du dann schon am Fotografieren bist, mach doch auch noch eine Aufnahme vom Aussichtspunkt an der Birkenwaldstraße, von dem aus auch die von Dir im Startbeitrag gezeigte Nachtaufnahme gemacht wurde, und zweige diese Aufnahme dann auch hier, dass jeder deutlich sehen kann, inwieweit Deine dieses Bild betreffende Ausssage: "Das Bild, mit dem die Bahn selbst noch warb, verschwindet dann" tatsächlich zutrifft.

graetz schrieb:
Fakt bleibt, die Bibliothek wird umbaut, Sichtachsen verschwinden.
Das war schon immer so geplant. Wer das nicht wusste, hat eben die Planung nicht verstanden. Die Stadtbibliothek durfte (und sollte) ja extra deswegen höher sein als die benachbarten Gebäude, dass sie noch über die andere Bebauung hinausragt und von den Hängen dauerhaft sichtbar bleibt
Klar stellt sich die Frage, wie sinnvoll es ist, einen vor allem mit Abstand als Solitär so richtig wirkenden Entwurf als Wettbewerbssieger für ein Baugrundstück inmitten anderer großer Gebäude auszuwählen. Ich erinnere mich jetzt nicht mehr an die anderen Wettbewerbsentwürfe, ob die besser auf die Umgebung eingegangen wären, aber so konnten wir die Bibliothek wenigstens für einige Jahre als Solitär in ihrer vollen Größe betrachten.

graetz schrieb:
Das Motto lautet "möglichst viel möglichst groß" ohne Rücksicht auf irgendwas.
Ganz so ist es dann auch nicht, der Bebauungsplan gab schon Grenzen vor, die eingehalten werden müssen.

graetz schrieb:
Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch der Rest der "freien Grundstücke" nach diesem Prinzip erschlossen werden, damit es sich irgendwie rechnet.
Was hat die Erschließung eines Grundstücks mit der Kubatur von dessen Bebauung zu tun?

graetz schrieb:
"Das sind nur Modelle. Das wird viel schöner" kann schon jetzt als haltlose Aussage betrachtet werden. In dem Moment, wo die Stadt ihre "freien Grundstücke" verkauft haben wird - das ist ja der Plan, wird sie die Kontrolle über die Gestaltung weitgehend verlieren.
Das kommt darauf an, wie die Kaufverträge und die Bebauungspläne aussehen.

graetz schrieb:
Wie ja zitiert wurde:

Zitat
Klaus Wenk von der CDU meinte schon vor Baubeginn resigniert: „Die Strabag hatte noch nie Interesse, die Fassade zu begrünen. Es wird ein Schandfleck werden. Man sieht, dass Politik manchmal ein bisschen hilflos ist.“
Das betreffende Grundstück gehörte nicht der Stadt Stuttgart, somit hatte sie sehr viel weniger Einflussmöglichkeiten.
Dass die Fassadenbegrünung aus dem Wettbewerb baurechtlich aus Brandschutzgründen wohl nicht genehmigungsfähig war, sehe ich aber auch als ein ganz schwaches Bild von Preisträgern, Wettbewerbsjury und Baurechtsamt.
Da hätte m. E. im Vorfeld einiges geklärt werden können und müssen, um die Fassadenbegrünung brandschutzrechtlich genehmigungsfähig zu planen.
Klar, dass es dem Investor egal bis angenehm ist, dass die vorgesehene Fassadenbegrünung nicht genehmigungfähig ist, erspart er sich so doch spürbar Kosten.
Ja, ein symbol für S21. so wird es weiter laufen, wieder und wieder und wieder.
cs schrieb:
Das war schon immer so geplant.
"Geplant" war ein anderes Highlight. Nämlich eine begrünte Fassade. Kommen wird ein Betonklotz. Also wird ein Highlight zugebaut und das andere kommt erst gar nicht. Das ist die Kritik.

cs schrieb:
Das betreffende Grundstück gehörte nicht der Stadt Stuttgart, somit hatte sie sehr viel weniger Einflussmöglichkeiten.
Die anderen Grundstücke werden dann auch nicht mehr der Stadt gehören. Liess die Quelle und die Kritik. Die läuft darauf hinaus, dass der Bauunternehmer mit Versprechungen lockt und die dann nicht einhält. Und dass die Politik dann nichts mehr dagegen machen kann. Wenn der Bauunternehmer sagt "Tut uns leid, geht doch nicht so", dann kannst du nichts mehr machen. Da sind da auch schon genug Fakten geschaffen worden. Das Prinzip S21 wirkt sich hier dann gegen die Stadt aus.

Wenn damals der Stadt tatsächlich an "günstigen Wohnungen" gelegen wäre die auch noch schnell hätte kommen müssen, hätte sie A1 von der Bahn abgekauft und schon längst diese bauen können anstelle von einem Einkaufszentrum, dass die Innenstadt kannibalisiert, sowie noch mehr Hotels und Bankpaläste.


cs schrieb:
Klar, dass es dem Investor egal bis angenehm ist, dass die vorgesehene Fassadenbegrünung nicht genehmigungfähig ist, erspart er sich so doch spürbar Kosten.
Ja das Prinzip S21: Viel versprechen, was nicht haltbar ist.

Du scheinst das Problem nicht sehen zu wollen oder zu können. auf ersteres lässt deine Wortklauberei mit dem Blickwinkel schliessen. Dass eine Sichtachse verschwindet, ist Fakt. Dass die Google-Bildersuche nicht den Wunschwinkel liefert, auch. Man wird in Zukunft kaum noch einen Winkel finden, wo der Bau noch so zu sehen ist wie auf dem Bild. Man wird aber sehr viele Winkel finden, die einen Anblick auf eine heillos zusammengewürfelte Betonwüste liefert.

Niemand(!) ist damit zufrieden, ausser die S21 Fanboys hier wie es scheint.

Es ist eine Blaupause für das, was noch kommen kann. - schadet also sogar jetzt noch dem Immobilienprojekt. Das letzte, was an S21 noch nicht schiefgegangen ist. Damit würde S21 dann zum kompletten Fiasko.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.08.20 18:45.
graetz schrieb:

Du scheinst das Problem nicht sehen zu wollen oder zu können.
Exakt so ist es. cs sieht nur, was er sehen will - aber angeblich vorurteilsfrei....
Paulson vom Dach schrieb:
graetz schrieb:
Du scheinst das Problem nicht sehen zu wollen oder zu können.
Exakt so ist es. cs sieht nur, was er sehen will - aber angeblich vorurteilsfrei....
Das ist eben der Unterschied zwischen Euch und mir: Ihr seid nicht vorurteilsfrei und seht deshalb alles nur so, wie es Euch passt. (Nein das ist jetzt kein Vorurteil von mir, sondern Erfahrung aus vielen Eurer Beiträge hier im Forum.)
cs schrieb:
Paulson vom Dach schrieb:
graetz schrieb:
Du scheinst das Problem nicht sehen zu wollen oder zu können.
Exakt so ist es. cs sieht nur, was er sehen will - aber angeblich vorurteilsfrei....
Das ist eben der Unterschied zwischen Euch und mir: Ihr seid nicht vorurteilsfrei und seht deshalb alles nur so, wie es Euch passt. (Nein das ist jetzt kein Vorurteil von mir, sondern Erfahrung aus vielen Eurer Beiträge hier im Forum.)
Wer immer "Euch" sei: Auch Du bist nur ein verfechter Deiner ziemlich festzementierten Ansichten.
Und mitnichten vorurteilsfrei.
Ist ok, jeder darf seine Meinung haben, aber bitte: Hör auf Dich für Vorurteilsfrei zu verkaufen. Du biegst Dir hier genauso die Wahrheiten zurecht wie Schienen(Wahrheits)bieger
cs schrieb:
Paulson vom Dach schrieb:
graetz schrieb:
Du scheinst das Problem nicht sehen zu wollen oder zu können.
Exakt so ist es. cs sieht nur, was er sehen will - aber angeblich vorurteilsfrei....
Das ist eben der Unterschied zwischen Euch und mir: Ihr seid nicht vorurteilsfrei und seht deshalb alles nur so, wie es Euch passt. (Nein das ist jetzt kein Vorurteil von mir, sondern Erfahrung aus vielen Eurer Beiträge hier im Forum.)
Wenn du tatsächlich diese Einstellung hättest, dann vermisse ich sehr viele Einwände von dir zu Michas Geschwurbel.
Der Turm wurde schon vor der Stadtbücherei dort eingeplant, hier ein Foto eines Modells von 1997 (Wettbewerbsgewinner Trojan Trojan + Partner 1997). Manch einer hätte also vorher wissen können, dass die Bibliothek im Schatten des Turmes stehen wird.
http://abload.de/img/stndtebau_stuttgart21qrswh.jpg
Stoff schrieb:
Der Turm wurde schon vor der Stadtbücherei dort eingeplant, hier ein Foto eines Modells von 1997 (Wettbewerbsgewinner Trojan Trojan + Partner 1997). Manch einer hätte also vorher wissen können, dass die Bibliothek im Schatten des Turmes stehen wird.
Welchen teil von "begrünter Fassade" versteht ihr Befürworter nicht?
Stoff schrieb:
Der Turm wurde schon vor der Stadtbücherei dort eingeplant, hier ein Foto eines Modells von 1997 (Wettbewerbsgewinner Trojan Trojan + Partner 1997). Manch einer hätte also vorher wissen können, dass die Bibliothek im Schatten des Turmes stehen wird.
[abload.de]
Aber OB Schuster sagte doch, es würde "schöner werden" als diese Modelle. Nein, wird es nicht. Die Fassade wird eben nicht grün.

Eben mit der Planung der Bibliothek hätte man auf bessere Sichtachsen achten müssen, damit sich dieser Aufwand überhaupt lohnt.
Stattdessen dengelte man die rein, weil die Investoren Druck machten, dass die Stadt selbst einige Anziehungspukte liefert, liess aber alles andere wie gehabt. Das ist Planung ohne Sinn und Verstand. Eine Aneinanderreihung von Betonklötzen zur maximalen Ausbeute der "freien Grundstücke".



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.09.20 09:33.
@mental: Lies den Text in Baumansicht. In dem Teil, auf den ich antwortete, kommt "begrünte Fassade" nicht vor.

Ich antwortete direkt auf graetz' Beitrag:
Die Stadt Stuttgart, die Monumente sammeln will wie andere Briefmarken. Es soll eben groß werden.
Man stelle sich vor, man würde um die Pyramiden von Gizeh herum Hotelhochhäuser bauen. So denkt Stuttgart.
Grade für den Blick aus der Heilbronner Strasse wäre es besser gewesen, den Platz vor der Bibliothek als grünen Platz zu gestalten.
Stattdessen wird es so aussehen - die Bibliothek geht optisch unter, dafür bekommen die Hotelgäste Nachts eine blaue Dauerbeleuchtung direkt ins Zimmer:


graetz schrieb:
Man stelle sich vor, man würde um die Pyramiden von Gizeh herum Hotelhochhäuser bauen. So denkt Stuttgart.
Guck dir die mal auf Google Maps an. Dann wirst du sehen, dass die zwar noch nicht eingehaust sind, aber schon einigermaßen umbaut. Diese schöne Ansicht der vermeintlich frei stehenden Pyramiden in der Wüste bekommt man nur noch aus einem doch eher kleinen Bereich zu sehen. War selbst einigermaßen schockiert als ich sah, wie das vor Ort wirklich aussieht.

Ansonsten (und das ist jetzt nicht gegen graetz gerichtet, bevor der gleich wieder steil geht, weil ich zu faul bin zu rauszusuchen, ob und wie er sich früher über die Bibliothek geäßert hat):
Wurde nicht gerade aus der Ecke der Gegnerschaft die Bücherei als unerträglicher Betonklotz und damit als Vorbote von S21 beschimpft...? Insofern ist es jetzt einigermaßen verlogen, sich darüber zu erregen, dass dass deren Ansicht jetzt verschandelt wird.
Die Sinnhaftigkeit eines Hotels in Frage zu stellen ist idiotisch: Ja, derzeit läuft dieses Gewerbe nicht so - aber es werden auch wieder andere Zeiten kommen.
Wenn man sich die Modelle in Verbindung mit der Argumentation, dass jetzt ausgerechnet dieses Hotel die Architektur entwertet, ansieht, so wirkt das ebenfalls einigermaßen dubios: Die Bücherei wurde offensichtlich zu jedem Zeitpunkt als voll umbaut geplant. Dass das die Architektur "entwertet", ist klar - da hätte man von Anfang an etwa eine Grünfläche o.Ä. drum rum planen müssen. Der Turm des Hotels hat auch etwas Abstand...dass jetzt ausgerechnet dieses Hotel dran schuld sein soll ist nur bedingt nachvollziehbar, insbesondere, wenn man sich den Rest des Areals ansieht.
Dass die Kontext Wochenzeitung den alten Bahnhof allen Ernstes als das(!!) Wahrzeichen Stuttgarts darstellt, ist ein schlechter Scherz - aber, gut, das ist ja auch ein Kampagnen-Blatt, was soll man da erwarten?!
Und: Zu behaupten, "[...] dass man ein weltweit bekanntes Stadt- und Kulturgebäude nun nicht mehr sieht", wie die gute Dame von den Grünen, ist faktisch schlicht falsch, ganz besonders im Kontext des Hotels, das ja den Blick auf die Bücherei aus nur einem Winkel verbauen wird, aber eben nicht grundsätzlich.
Andererseits:
Ja, wie oben erwähnt hätte man etwas Freiraum um die Bücherei lassen sollen, von Anfang an. Das war schonmal der erste Fehler.
Es ist immer drollig, wenn man sich auf "Versprechen" beruft, so wie jetzt der Bezirksvorstand mit der Begrünung der Fassade. "Selbst schuld!", wenn man das nicht in die Verträge mit rein schreibt, möchte man da sagen. Dass aber das Hotel hier wohl ein dreistes Spiel gespielt hat, ist frech und zu verurteilen. Wenn jetzt eine Wissenschaftlerin sagt, dass das Brandschutzproblem lösbar sei, "wenn die richtigen Leute zusammensitzen", bedeutet wohl nichts Anderes, als dass das halt kostspielig wird - dumm nur, dass man das jetzt anscheinend nicht vertraglich einfordern kann - da hat wohl jemand gepennt. Aber, nochmal: Dass dann das Hotel über Jahrzente so tut, als würde das begrünt, nur um dann im letzten Moment einen Rückzieher zu machen, ist unredlich. Viele Gefallen oder Entgegenkommen der Stadt kann man sich da auf Seiten des Hotels nicht mehr erhoffen. Und wer weiß, vielleicht schafft man es im Rathaus vielleicht doch noch, etwas Druck aufzubauen um das Hotel dazu zu "überreden", das notwendige Geld in die Hand zu nehmen, um zumindest noch die Fassade begrünt zu bekommen...
alfons95 schrieb:
Ansonsten (und das ist jetzt nicht gegen graetz gerichtet, bevor der gleich wieder steil geht, weil ich zu faul bin zu rauszusuchen, ob und wie er sich früher über die Bibliothek geäßert hat):

Es stimmt, dass ich den Bau auch nicht so prickelnd fand. Meine Kritik damals richtete sich aber auch eher gegen Sparmassnahmen in Form von zuwenig Aufzügen. Aber zumindest die Ilumination reisst da einiges raus. Was bleibt, ist dann eben (tagsüber) eine Anhäufung von Betonklötzen. Auf diese Art schafft man keine Erlebnisräume. Ähnliches sieht man z.B. in Berlin im "Sony-Center", das jetzt ein Raum ohne Erlebnis geworden ist.

Wenn man schon das Immobilienprojekt preist, dann sollte man mehr davon erwarten als maximale Verwertung durch maximale Verdichtung. Man kann nur hoffen, dass die Stadt daraus lernt und bei den anderen Baufeldern die Zügel wesentlich fester halten wird. Es wird sich nur widersprechen zu den "günstigen Wohnungen". Wir werden da sicher noch einige Tricks erleben. Anders ist es auf der anderen Seite des Bahnhofs mit dem großzügigen Platz vor dem Schloss. Da wirken die Gebäude und es ist ein echter Erlebnisort.

Ich kenne einen Wohnpark im Süden Berlins, der nur "das Ghetto" genannt wird. Auch das eine Folge der maximalen Verwertung. Der Verwalter tut was er kann, um den Ort attraktiver zu machen, aber die sehr geringen Hausabstände bleiben halt auf ewig.
Stoff schrieb:
@mental: Lies den Text in Baumansicht. In dem Teil, auf den ich antwortete, kommt "begrünte Fassade" nicht vor.

Ich antwortete direkt auf graetz' Beitrag:
Die Stadt Stuttgart, die Monumente sammeln will wie andere Briefmarken. Es soll eben groß werden.
Man stelle sich vor, man würde um die Pyramiden von Gizeh herum Hotelhochhäuser bauen. So denkt Stuttgart.
Grade für den Blick aus der Heilbronner Strasse wäre es besser gewesen, den Platz vor der Bibliothek als grünen Platz zu gestalten.
Stattdessen wird es so aussehen - die Bibliothek geht optisch unter, dafür bekommen die Hotelgäste Nachts eine blaue Dauerbeleuchtung direkt ins Zimmer:
Mir ist nicht klar, was du damit sagen willst. Versprechen gebrochen.
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