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Präsentantionen zum S-21-Ausschuss der Stadt

geschrieben von: Traumflug

Datum: 28.07.20 14:42

Die Präsentationen aus dem Ausschuss kann man herunter laden, allerdings nur bis nächste Woche:

[vps.kdrs.de]

Darunter auch das VWI-Gutachten zur Gäubahnunterbrechung. Der Zustand vor Eröffnung von S 21, also Halt in Vaihingen mit Weiterfahrt in den Kopfbahnhof, wird erst gar nicht erwähnt und auf Seite 15 werden ICs nach Nürnberg und Würzburg erfunden. Ein typisches Gefälligkeitsgutachten.

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Re: Präsentantionen zum S-21-Ausschuss der Stadt

geschrieben von: ChrisM

Datum: 28.07.20 15:48

Traumflug schrieb:
Die Präsentationen aus dem Ausschuss kann man herunter laden, allerdings nur bis nächste Woche:

[vps.kdrs.de]

Darunter auch das VWI-Gutachten zur Gäubahnunterbrechung. Der Zustand vor Eröffnung von S 21, also Halt in Vaihingen mit Weiterfahrt in den Kopfbahnhof, wird erst gar nicht erwähnt und auf Seite 15 werden ICs nach Nürnberg und Würzburg erfunden. Ein typisches Gefälligkeitsgutachten.
Nach Nürnberg fahren heute schon sieben tägliche IC, gerade Stunde, Minute 07.

Das ist aber auf Seite 15 mit dem Hinweis auf den langsamen und den schnellen IC gar nicht gemeint. Da geht es um die Gäubahn-ICs und darum, wie deren Fahrgäste weiter kommen (u.a. nach Nürnberg und Würzburg), wenn die Gäubahn baubedingt in Stuttgart unterbrochen wird.
Ehe man ein vernichtendes Urteil ("typisches Gefälligkeitsgutachten) fällt, sollte man erst einmal versuchen, das Papier zu verstehen.
Darüberhinaus bleibt die Frage, warum der Auftraggeber (in diesem Fall die SSB) Wert auf eine derartige Gefälligkeit legen sollte?

Re: Präsentantionen zum S-21-Ausschuss der Stadt

geschrieben von: graetz

Datum: 28.07.20 16:00

Traumflug schrieb:
Die Präsentationen aus dem Ausschuss kann man herunter laden, allerdings nur bis nächste Woche:

[vps.kdrs.de]

Darunter auch das VWI-Gutachten zur Gäubahnunterbrechung. Der Zustand vor Eröffnung von S 21, also Halt in Vaihingen mit Weiterfahrt in den Kopfbahnhof, wird erst gar nicht erwähnt und auf Seite 15 werden ICs nach Nürnberg und Würzburg erfunden. Ein typisches Gefälligkeitsgutachten.
Die zücken noch immer Schwanhäußer und Heimerl von 1994, wo die dargestellten Betriebsprogramme nichts mit dem Deutschlandtakt zu tun haben, aber ignorieren die Statements von Schwanhäußer 2018 und Heimerl 2020. Das ist pure Ignoranz. Vor allem, weil schon andere Engpässe identifiziert und angegangen werden, womit der 1994er Stand eh schon kassiert wurde.

Und auch das Gutachten für die Fahrzeiten setzt am Anfang die Prämisse "fiktiv" für einen Fall, der leicht umzusetzen und die mehrjährige Sperrung gar nicht erst nötig machen - also ausserhalb von Stuttgart natürlich so und nicht anders realisiert würde.

Der Rest des Gutachtens ist als nichts anderes als konstruiert, da schon die Prämisse falsch ist.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.07.20 16:01.

Re: Präsentantionen zum S-21-Ausschuss der Stadt

geschrieben von: ServiceStore

Datum: 28.07.20 16:19

In bunt auf weiß die Bestätigung, dass sich der jahrelange Einsatz für die Aufwertung des Bahnhofes im schönen Stadtteil Vaihingen mehr als gelohnt hat. In Vaihingen halten zukünftig neben S-Bahnen nicht nur Regionalzüge, der Bahnhof empfängt sogar den Fernverkehr. Eine wunderbare Eskalation.

Re: Präsentantionen zum S-21-Ausschuss der Stadt

geschrieben von: cs

Datum: 28.07.20 18:19

ChrisM schrieb:
Traumflug schrieb:
Ein typisches Gefälligkeitsgutachten.
Ehe man ein vernichtendes Urteil ("typisches Gefälligkeitsgutachten) fällt, sollte man erst einmal versuchen, das Papier zu verstehen.
Das wäre für Traumflug ja mal was völlig neues.

Re: Präsentantionen zum S-21-Ausschuss der Stadt

geschrieben von: kmueller

Datum: 28.07.20 18:43

ChrisM schrieb:
Darüberhinaus bleibt die Frage, warum der Auftraggeber (in diesem Fall die SSB) Wert auf eine derartige Gefälligkeit legen sollte?
Weil er faktisch ein Teil der Stadtverwaltung ist.

Auch die politische Karriere des Oskar Lafontaine begann mit einem Posten bei der Saarbrücker Straßenbahngesellschaft nach erfolgreichem Physik-Abschluß.

Re: Präsentantionen zum S-21-Ausschuss der Stadt

geschrieben von: kmueller

Datum: 28.07.20 18:46

ChrisM schrieb:
Nach Nürnberg fahren heute schon sieben tägliche IC, gerade Stunde, Minute 07.

Das ist aber auf Seite 15 mit dem Hinweis auf den langsamen und den schnellen IC gar nicht gemeint. Da geht es um die Gäubahn-ICs und darum, wie deren Fahrgäste weiter kommen (u.a. nach Nürnberg und Würzburg), wenn die Gäubahn baubedingt in Stuttgart unterbrochen wird.
Nahe läge Kopfmachen in Vaihingen. Wenn man diesen Bahnhof dafür großzügig ausbaut, könnte er vielleicht später als 'zweiter Hbf' die Enge in S21 lindern (analog zu Köln-Deutz).

Nachtrag: Ich lese gerade, daß @ServiceStore einen sehr ähnlichen Gedankengang hatte.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.07.20 18:47.

Re: Präsentantionen zum S-21-Ausschuss der Stadt

geschrieben von: Traumflug

Datum: 28.07.20 21:31

ChrisM schrieb:
Das ist aber auf Seite 15 mit dem Hinweis auf den langsamen und den schnellen IC gar nicht gemeint. Da geht es um die Gäubahn-ICs und darum, wie deren Fahrgäste weiter kommen (u.a. nach Nürnberg und Würzburg), wenn die Gäubahn baubedingt in Stuttgart unterbrochen wird.
Das erklärt noch immer nicht diese ominösen Verzögerungen zur "Spitzenstunde". Züge fahren immer gleich schnell, egal wie voll sie sind. Verstärkerzüge können die Fahrzeit nur verkürzen.

ChrisM schrieb:
Ehe man ein vernichtendes Urteil ("typisches Gefälligkeitsgutachten) fällt, sollte man erst einmal versuchen, das Papier zu verstehen.
Für die Feststellung genügt schon der Umstand, dass der tatsächliche Zustand 2024 fehlt und eine der untersuchten Varianten als "Diesen Zustand wird es in der Realität [...] nicht geben" bezeichnet, obwohl man die Plausibilität genau dieses Zustandes untersuchen soll.

ChrisM schrieb:
Darüberhinaus bleibt die Frage, warum der Auftraggeber (in diesem Fall die SSB) Wert auf eine derartige Gefälligkeit legen sollte?
Wer Zeitung liest weiss das: [www.drehscheibe-online.de]

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Die geistigen Väter von Stuttgart 21 wirkten bekanntlich an der Universität Stuttgart und bei den Stuttgarter Straßenbahnen SSB. Im Rahmen ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit verlieh die Universität eine ganze Reihe akademischer Ehrentitel an verdiente Verkehrswissenschaftler und organisierte zukunftsgewandte Machbarkeitsstudien; die SSB pflegten den kurzen Draht zur Politik. Ihre ideelle Tochter VWI (unterscheide Verein und Institut) erfreute sich als Lobbyorganisation pro S21 eines breiten Zuspruchs geneigter Wirtschaftkreise. Ein Leuchtturm dieses fruchtbaren Zusammenwirkens ist die "Verkehrsdrehscheibe auf den Fildern". Bedauerlicherweise mag sich diese regionale Drehscheibe mittlerweile nicht mehr so recht in das Fernverkehrskonzept des Deutschlandtakts einfügen. Manch kritischer Leserbeitrag zum Deutschlandtakt will diesen Makel übertünchen. Zugleich wird nachvollziehbar, warum ein naheliegender Weiterbetrieb der bestehenden Gäubahn im Stuttgarter Stadtgebiet nicht möglich ist: Er würde die Bedeutung der Filder-Verkehrsdrehscheibe schmälern. Unglücklicherweise Weise kündigte der greise Professor Gerhard Heimerl seinen wackeren S21-Mitstreitern jüngst die Loyalität auf, indem er vor dem Hintergrund des avisierten Deutschlandtaktes dringend eine Machbarkeitsstudie für einen unterirdischen Ergänzungsbahnhof des Tiefbahnhofs einforderte. Damit bestätigte er öffentlich die unzureichende Kapazität der 8-gleisigen Schienenstation! Vor allem verweist Heimerl auf gravierende Konsequenzen des neu zur Diskussion gestellten, zwölf Kilometer langen Gäubahntunnels auf den Fildern im Falle einer Sperrung der S-Bahn-Stammstrecke. Folglich fordert er einen Weiterbetrieb der Gäubahn-Panoramastrecke. Vorsorglich haben die SSB - pardon der Stuttgarter Oberbürgermeister - die Fortführung dieser Schienenstrecke in einen zentralen Ergänzungsbahnhof (unter Einbeziehung der existierenden Schienenverbindungen des Kopfbahnhofs) kategorisch abgelehnt. Damit soll Stuttgart eine Sonderrolle im D-Takt zukommen, Begründungen siehe oben. Mit seiner fadenscheinigen Verweigerungshaltung für einen erweiterten, D-Takt-tauglichen Hauptbahnhof will OB Fritz Kuhn offensichtlich den Bau des milliardenteuren Gäubahntunnels auf den Fildern erzwingen. Eine praktische Lösung, die der Stadt Stuttgart in Zeiten der wirtschaftlichen Rezession gar manches Finanzierungsproblem ersparte. Den Tunnel müsste nämlich die Bundesregierung bezahlen, wie Staatssekretär Steffen Bilger bereits versprach …
Trevithick schrieb:
...
Den Tunnel müsste nämlich die Bundesregierung bezahlen, wie Staatssekretär Steffen Bilger bereits versprach …

Jeden Moment müsste eigentlich die Wirtschaftlichkeitsberechnung kommen.
In letzter Konsequenz müsste es eigentlich heissen, dass der Gäubahntunnel sich nicht rechnet, da es bereits eine eigene Anbindung der Gäubahn zum HBF gibt, die dann in einen eh notwendigen Ergänzungsbahnhof münden könnte. Solange dort Schienen liegen, kann die Stadt eh nur höflich Wünsche äussern, was später mal auf ihren vorschnell gekauften Grundstücken passieren soll. Auch, wenn die Stadt sich da grade anders gebiert.
graetz schrieb:
Trevithick schrieb:
...
Den Tunnel müsste nämlich die Bundesregierung bezahlen, wie Staatssekretär Steffen Bilger bereits versprach …
Jeden Moment müsste eigentlich die Wirtschaftlichkeitsberechnung kommen.
Kannste vergessen. Das Projekt ist nicht im BVWP und noch nicht einmal in der Liste der als nächstes anzugehenden Projekte [www.bmvi.de]. Das sieht ganz nach einer 30-Jahre-Hängepartie á la Südbahnelektrifizierung aus. In Sachen Versprechungen machen ohne die Umsetzung anzugehen ist Bilgers Partei ja nichts zu peinlich.

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graetz schrieb:
In letzter Konsequenz müsste es eigentlich heissen, dass der Gäubahntunnel sich nicht rechnet, da es bereits eine eigene Anbindung der Gäubahn zum HBF gibt, die dann in einen eh notwendigen Ergänzungsbahnhof münden könnte.
Die Kuhn-Bopp-Bilger-Lösung: Man macht ein Gutachten für den neuen Kopfbahnhof, ohne die Notwendigkeit für eine Lösung auf den Fildern zu beachten. Ergebnis: unwirtschaftlich/nicht machbar/wasauchimmer, wird per Beschluss abgelehnt. Ein halbes Jahr später macht man ein Gutachten für den Fildertunnel. Die Berücksichtigung eines möglichen neuen Kopfbahnhofes wird abgelehnt, da dieser per Beschluss bereits abgelehnt wurde. Und schwupps, hat man jedes Stückchen Käsekuchen so zurecht gerückt, wie man es braucht.

Einfach das denken von 12 bis mittags verbieten, dann klappt das.

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