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Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: DerSteuermann

Datum: 24.07.20 08:52

Hallo zusammen,
im Stuttgarter Rathaus gibt man sich weiter unbelehrbar, was die Unterbrechung der Gäubahn angeht:
[www.stuttgarter-zeitung.de]
Alexander Kotz (CDU): Ans Umsteigen durch die Kappung der Gäubahn würden sich die Fahrgäste gewöhnen.
Meine Meinung: Ignoranz pur. Viele werden sich daran gewöhnen, auf andere Verkehrsträger umzusteigen...
Gruß, Der Steuermann

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: mental

Datum: 24.07.20 09:02

Man höre und staune:

Zitat
Florian Bitzer von der Projektgesellschaft Stuttgart-Ulm sprang in die Bresche: So ein Störfallkonzept für eine Situation Ende 2025 gebe es aus guten Gründen jetzt noch nicht. Dank der Neubauten im Rahmen von S 21 könne ohne jeden Zweifel ein vernünftiges Störfallkonzept gefahren werden. Es gehe auch keineswegs um rund 120 Störereignisse pro Jahr, wie der geistige S-21-Vater, Professor Gerhard Heimerl, sowie der Mobilitätsberater Klaus Amler im Interview mit der Stuttgarter Zeitung gesagt hatten. Aus Sicht der Bahn redet man von zehn bis 20 nennenswerten Ereignissen im Jahr, was nach Informationen unserer Zeitung allerdings auch im Landesverkehrsministerium als eine Beschönigung der Situation beurteilt wird.
S21? Beschönigung? Niemals!

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: mental

Datum: 24.07.20 09:05

wow, einfach wow:

Zitat
Das Konzept für den Bahnknoten funktioniere auch im Störfall, meinte aber auch Armin Serwani (FDP). Städtebau habe Vorrang vor weiteren verkehrlichen Ergänzungen, die in letzter Zeit gefordert wurden.
Immerhin, er sagt die Wahrheit.

Zitat
Martin Körner (SPD) sah es ähnlich: Man müsse jetzt endlich Wohnungen bauen. Dass S 21 die Verdoppelung der Fahrgastzahl im Bahnverkehr ermögliche, sei nachgewiesen. Beim Stadtbahnverkehr sehe es ganz anders aus. „Unsere zweite Stammstrecke ist die Neubaustrecke von S 21“, sagte Alexander Kotz (CDU).
Die Verdopplung ist nicht nachgewiesen. Versprochen war auch keine Verdopplung der Passagierzahl, sondern eine Verdopplung der Leistung in der Hauptverkehrszeit.

Auf die Zwischenhalte auf dieser zweiten Stammstrecke bin ich sehr gespannt...

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 24.07.20 10:14

DerSteuermann schrieb:
Hallo zusammen,
im Stuttgarter Rathaus gibt man sich weiter unbelehrbar, was die Unterbrechung der Gäubahn angeht:
[www.stuttgarter-zeitung.de]
Alexander Kotz (CDU): Ans Umsteigen durch die Kappung der Gäubahn würden sich die Fahrgäste gewöhnen.
Meine Meinung: Ignoranz pur. Viele werden sich daran gewöhnen, auf andere Verkehrsträger umzusteigen...
Gruß, Der Steuermann
Fazit: Ein ausgewiesener Bahnexperte, der eigentlich über jeden Verdacht erhaben ist, S21-"Gegner" zu sein, hat auch nur dann recht, wenn die Grundstücksausbeute maximal ist.
Selbst dem Architekten, der eine Umsetzung für möglich hält, wird über den Mund gefahren.

Und auf einmal bringt man auch Argumente gegen Tunnel, sie wären zu aufwendig und bräuchten ja "Brandschutz". Kein Problem, solange es noch Grundstücke lieferte.

Ich empfehle der Stadt mal einen Blick auf die Berliner Gropiusstadt. Dort wurde in dem "alle Elemente verbindenden Park" gleich die U-Bahn-Gleise mit reingelegt. Sehr günstig in offener Bauweise. Bis auf ein paar Metallgitter für die Notausgänge und die Belüftung sieht man dort nichts mehr davon.

Auch denke ich nicht, dass diese Menschen in der "Notfallkartei" noch geduldig 10 Jahre warten, bis - ja was? - da entstehen eh keine Wohnungen. Nur, damit sie den Park schon von Anfang an fertiggestellt sehen? Auch da reicht ein Blick in die Geschichte. Wer eine schöne neue günstige Wohnung bezieht, der freut sich über die schöne neue günstige Wohnung, auch wenn er draussen noch etwas Matsch sieht.

Wenn man diesen Menschen in der "Notfallkartei" helfen möchte, warum stehen nicht schon seit mindestens 15 Jahre günstige Wohnhäuser auf dem alten Bad Cannstatter Güterbahnhof? Aber auch da tobte nur die Großmannssucht mit Träumen von "Olympia".

Stattdessen glänzte und glänzt Stuttgart mit Brachen in der Innenstadt. Man scheint nicht in der Lage zu sein, tatsächlich günstige Wohnungen zu bauen und vertagt sich da lieber mit "S21" auf Sankt Nimmerlein. Quasi als ewiges Wahlversprechen, dass mit S21 dann alles ganz bestimmt gut wird. Und lässt damit die Menschen in der "Notfallkartei" jahrzehntelang hängen.

Rationales Denken sehe ich da nicht mehr. Stattdessen zeigt sich "S21" hier als Selbstläufer, der sich sogar nötigen Korrekturen verweigert.

Dann baut man eben die Erweiterungen nur um die Innenstadt herum. Damit kann der D-Takt wenigstens ausserhalb von Stuttgart funktionieren. Die Stuttgarter wollen den anscheinend nicht.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: mental

Datum: 25.07.20 10:54

Man vergleiche:

Zitat
"Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm ist eines der am besten und umfassendsten geplanten Projekte der DB AG." Oliver Schumacher, DB-Konzernsprecher, und Martin Walden, Leiter Kommunikation DB, Pressemitteilung vom 18.07.2008,[31]
Und:

Zitat
Debatte um Gäubahn und Co. Im Stuttgarter Rathaus gelten die Bahn-Pläne als gut genug

Von Josef Schunder 24. Juli 2020 - 17:58
Klarer wird der Niedergang des Projekts nicht mehr. Die Lügen und Superlative der Vergangenheit werden ersetzt durch neue Lügen zum Erreichen minimaler Standards.

Zum Vergleich an einem schönen Tag wie heute: Aus "Selbstgemacht! Bestes Eis der Stadt" wird "Industriepodukt. Löst nur in durchschnittlich wenigen Fällen Lebensmittelvergiftung aus". Enjoy!

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: schienenbieger

Datum: 25.07.20 14:11

mental schrieb:
Man vergleiche:

Zitat
"Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm ist eines der am besten und umfassendsten geplanten Projekte der DB AG." Oliver Schumacher, DB-Konzernsprecher, und Martin Walden, Leiter Kommunikation DB, Pressemitteilung vom 18.07.2008,[31]
Und:

Zitat
Debatte um Gäubahn und Co. Im Stuttgarter Rathaus gelten die Bahn-Pläne als gut genug

Von Josef Schunder 24. Juli 2020 - 17:58
Klarer wird der Niedergang des Projekts nicht mehr. Die Lügen und Superlative der Vergangenheit werden ersetzt durch neue Lügen zum Erreichen minimaler Standards.

Zum Vergleich an einem schönen Tag wie heute: Aus "Selbstgemacht! Bestes Eis der Stadt" wird "Industriepodukt. Löst nur in durchschnittlich wenigen Fällen Lebensmittelvergiftung aus". Enjoy!
Hier spiegelt sich eher der Anspruch des Stuttgarter Rathauses wider: Das Beste ist gerade gut genug.

MfG

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: kmueller

Datum: 25.07.20 14:29

schienenbieger schrieb:
mental schrieb:
Zitat
Debatte um Gäubahn und Co. Im Stuttgarter Rathaus gelten die Bahn-Pläne als gut genug

Von Josef Schunder 24. Juli 2020 - 17:58
Klarer wird der Niedergang des Projekts nicht mehr.
Hier spiegelt sich eher der Anspruch des Stuttgarter Rathauses wider: Das Beste ist gerade gut genug.
Die Beurteilung von Resultaten der eigenen Tätigkeit(!) als 'gut genug' bedeutet in der Politik: 'Nicht schlimm genug, daß es mich sofort meinen Posten kostet.'

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 25.07.20 15:03

schienenbieger schrieb:
Hier spiegelt sich eher der Anspruch des Stuttgarter Rathauses wider: Das Beste ist gerade gut genug.
"Das Beste" ist also eine Unterbrechung der Gäubahn von drei Jahren mindestens. Das ist wahrlich nur schwer zu überbieten, was wohl der Grund ist, dass man ausserhalb von Stuttgart es niemals wagen würde, eine Hauptbahn für so eine lange Zeit zu unterbrechen, obwohl die Baulogistik das gar nicht mehr erfordert. (Diese fehlende Erfordernis ist auch etwas, wo die Betonköpfe hier sich lautstark ausschweigen)

Und dabei kommt man dann auch noch mit dem Argument, dass die Wohnungssuchenden, die natürlich gerne noch einige Jahre auf eine "günstige Wohnung" warten, eh nicht nach Zürich wollen. Als ob es südlich von Stuttgart nur Zürich gibt.

"Das Beste" ist also auch das, wo ein gewisser Professor Heimerl sagt, das wäre so "gut", dass man damit Stuttgart aus dem Deutschlandtakt streichen könne.

Allerdings ist besser als "Das Beste", wenn man beide Begehrlichkeiten, also besseren Bahnverkehr und ein Rostensteinviertel, realisieren könnte. Genau das will auch das Land (und ein gewisser Professor Heimerl). Aber man will halt nicht besser als "das Beste" und fährt selbst den Architekten über den Mund, der ausführt, dass man durchaus beides realisieren könnte: Also besseren Bahnverkehr und ein neues Stadtviertel.

Wenn du also sagst, das hier wäre "das Beste", dann erinnert das mich eher an "Doppeldenk", wo das Volk gefälligst das zu denken hat, was den Herrschenden grade in den Kram passt, egal, wie sich das mit der Wirklichkeit beisst oder nicht.

Eine Denktradition, die mit Stuttgart 21 liebevoll nur noch von der Stadt gepflegt wird, die als einziges noch jeden Quadratmeter der "freien Grundstücke" verteidigt, selbst jene, wo gar keine "günstigen Wohnungen" entstehen sollen und damit nicht vor "Argumenten" zurückschreckt, die einst noch kein Problem waren, als es noch für die freien Grundstücke ging (Tunnel sind teuer und brauchen Brandschutz, ein Paradebeispiel für "Doppeldenk"), oder dass man sogar demjenigen widerspricht, der einst als Vater von Stuttgart 21 gefeiert wurde oder "Argumente" ausführen, die absolut nichts mehr mit der Realität zu tun haben, wie eine Kartei Wohnungssuchende, die natürlich bis zu 10 Jahre darauf warten, ins Rosensteinviertel ziehen zu können, anstatt sich woanders eine Wohnung zu suchen.
Dabei sind noch nicht mal diese 10 Jahre gesetzt. Es könnte aus zwei Gründen noch länger dauern: S21 braucht länger, was niemanden überraschen würde - oder? und zweitens ist die Stadt heute schon nicht sehr effektiv im Wohnungsbau, verfügt aber über Brachflächen in der Stadt.

"Das Beste" wird dann das sein, dass die Stadt zeitnah weder über ausreichend "günstige Wohnungen" verfügen wird für die armen Karteileichen, noch über einen guten Bahnverkehr, wo man nur noch drumherum so nachbessert, dass man die Fernzüge schnell durch Stuttgart durchleitet, damit man wenigstens noch überall woanders gute Anschlüsse bekommt, aber nicht die Pendler, die es satt haben, noch weitere Jahrzehnte auf die "günstigen Wohnungen" zu warten.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.07.20 15:13.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: Traumflug

Datum: 27.07.20 00:43

DerSteuermann schrieb:
Hallo zusammen,
im Stuttgarter Rathaus gibt man sich weiter unbelehrbar, was die Unterbrechung der Gäubahn angeht:
[www.stuttgarter-zeitung.de]
Das Schauspiel im Rathaus wird langsam derart absurd, dass inzwischen sogar die Stuttgarter Zeitung rebelliert und den Ingenieuren22 einen eigenen Artikel zum Thema widmet, sogar ohne Bezahlschranke:

Streit um Zahl der Störfälle im S-Bahn-Netz (Stuttgarter Zeitung)

Zitat
Die Ingenieure22 halten dagegen. Laut der Landtagsdrucksache 16/6741 aus dem Jahr 2019 hätten 2017 an 139 Betriebstagen insgesamt 679 Züge über die Panoramabahnstrecke umgeleitet werden müssen. 2018 habe es sich um 150 Betriebstage und 988 Züge gehandelt, 2019 allein bis August um 130 Betriebstage und 3848 Züge.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: Traumflug

Datum: 27.07.20 00:49

graetz schrieb:
Wenn du also sagst, das hier wäre "das Beste", dann erinnert das mich eher an "Doppeldenk", wo das Volk gefälligst das zu denken hat, was den Herrschenden grade in den Kram passt, egal, wie sich das mit der Wirklichkeit beisst oder nicht.
Damit dürfte die Herangehensweise von Schienenbieger und ein paar Anderen, die gelegentlich hier auftauchen, gut beschrieben sein. Was die konservativen Politiker sonntags von der Kanzel verkünden ist für gut zu befinden, Ende der Geschichte.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 27.07.20 15:21

graetz schrieb:
... eine Hauptbahn für so eine lange Zeit zu unterbrechen, obwohl die Baulogistik das gar nicht mehr erfordert. (Diese fehlende Erfordernis ist auch etwas, wo die Betonköpfe hier sich lautstark ausschweigen)
Warum findet man wohl von den Vertretern dieser Behauptung nirgends nähere Angaben, wie das gemacht werden soll? Weil von denen auch keiner weiß, wie das gehen könnte? Ich denke, dass niemand diese Behauptung mit einem möglichen Bauablauf belegen kann, sondern dass das lediglich mal wieder der Versuch einiger S21-Gegner ist, gegen die S21-Planung und die S21-Planer Stimmung zu machen.

Wenn Du es allerdings so genau weißt (zumindest wiederholst Du diese Behauptung ja bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit), dass man auch ohne Gäubahnunterbrechung den S-Bahn-Umschluss am Nordbahnhof ohne mehrtägige Unterbrechung der S-Bahn zwischen Nordbahnhof und Hbf durchführen kann, so lass uns doch endlich mal wissen, wie das gehen soll.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 27.07.20 16:20

cs schrieb:
graetz schrieb:
... eine Hauptbahn für so eine lange Zeit zu unterbrechen, obwohl die Baulogistik das gar nicht mehr erfordert. (Diese fehlende Erfordernis ist auch etwas, wo die Betonköpfe hier sich lautstark ausschweigen)
Warum findet man wohl von den Vertretern dieser Behauptung nirgends nähere Angaben, wie das gemacht werden soll? Weil von denen auch keiner weiß, wie das gehen könnte? Ich denke, dass niemand diese Behauptung mit einem möglichen Bauablauf belegen kann, sondern dass das lediglich mal wieder der Versuch einiger S21-Gegner ist, gegen die S21-Planung und die S21-Planer Stimmung zu machen.

Wenn Du es allerdings so genau weißt (zumindest wiederholst Du diese Behauptung ja bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit), dass man auch ohne Gäubahnunterbrechung den S-Bahn-Umschluss am Nordbahnhof ohne mehrtägige Unterbrechung der S-Bahn zwischen Nordbahnhof und Hbf durchführen kann, so lass uns doch endlich mal wissen, wie das gehen soll.
Habe ich. Allerdings schrieb ich nicht "nicht mehrtägig". Es geht hier um Jahre(!) der Kappung, die man vermeiden kann. Und nicht wenig überraschend in einem Thread, wo du auch mitdiskutiert hattest. Wie immer!

Ausserdem ist die Meldung schon älter, dass das Land die S21-Projektgesellschaft eine entsprechende Lösung hat ausarbeiten lassen mit dem Ergebnis, dass es "leicht" umzusetzen ist. Klingelt es da wieder? Weil du auch da schon mitdiskutiert hattest. Damals hattest du auch schon nach einem Beleg gefragt, der dir sogar von Micha dann geliefert wurde. Und im Ursprungsthread hattest du auch mitdiskuiert.

Ich mache also keine "Stimmung" und es gibt Belege für diese Aussage. Die Pläne liegen schon bereit in der Projektgesellschaft. Sogar einen Fachartikel gibt es dazu. Alles hier verlinkt. Auch in der Presse thematisiert. Es gibt keinen Grund für die jahrelange Kappung der Gäubahn.

Wenn du jetzt also aus meinem "ohne Gäubahnunterbrechung" ein "nicht mehrtägig" machen willst, so sind das nur Wortklaubereien. Es werden auf jeden Fall nicht die sechs Monate sein, die es ursprünglich mal sein sollten und noch akzeptiert wurden und auf jeden Fall(!) nicht die über drei Jahre dauernde Kappung, die hier das Thema ist und Beispiellos ist für eine Hauptbahn. oder hast du Beispiele dafür?



Die hier relevante Passage ist dann nur noch abschliessend eine Beschreibung des wie, die du eigentlich schon gelesen haben müsstest:

Zitat
Um den Anschluss an die Mittnachtstraße herzustellen, müssen die Gleise der S-Bahn zwischen dem Gäubahn-Viadukt und der Ehmann-Brücke auf einem Abschnitt von 200 m um 9,5 m seitlich und 3,4 m in der Höhe verschwenkt werden. Ist dies ohne Eingriff in den Gäubahndammmachbar? Offensichtlich ja, denn die S-Bahngleise werden nach Süden verschwenkt, während die Gäubahn nördlich verläuft. Bauingenieure der DB bestätigten, dass solche Arbeiten zum täglichen Geschäft der Bahnbauer gehören und in diesem Fall um so einfacher zu bewerkstelligen seien, weil unmittelbar daneben die Baustraße als Arbeitsplatz zur Verfügung stehe.
[rv-stuttgart.bund-bawue.de]

UPDATE: Den Artikel genau lesen. Die Gäubahn muss tatsächlich nicht gekappt werden. Auch nicht temporär.


Zitat
Es gibt eine Lösung für die Anbindung der S-Bahn an die neue Station Mittnachtstraße, ohne dass die Gäubahn unterbrochen werden muss.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.07.20 16:30.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: kmueller

Datum: 27.07.20 17:07

cs schrieb:
graetz schrieb:
... eine Hauptbahn für so eine lange Zeit zu unterbrechen, obwohl die Baulogistik das gar nicht mehr erfordert. (Diese fehlende Erfordernis ist auch etwas, wo die Betonköpfe hier sich lautstark ausschweigen)
Warum findet man wohl von den Vertretern dieser Behauptung nirgends nähere Angaben, wie das gemacht werden soll?
...
Wenn Du es allerdings so genau weißt, dass man auch ohne Gäubahnunterbrechung den S-Bahn-Umschluss am Nordbahnhof ohne mehrtägige Unterbrechung der S-Bahn zwischen Nordbahnhof und Hbf durchführen kann, so lass uns doch endlich mal wissen, wie das gehen soll.
Wenn der 'S-Bahn-Umschluß' trotz Betrieb auf der Gäubahn innerhalb einiger Tage durchgezogen werden könnte, dann sollte umgekehrt für dieselben Bauarbeiten auch eine Gäubahn-Unterbrechnung von wenigen Tagen reichen. Oder weshalb nicht?

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: hjjaekel

Datum: 27.07.20 17:24

cs schrieb:
graetz schrieb:
... eine Hauptbahn für so eine lange Zeit zu unterbrechen, obwohl die Baulogistik das gar nicht mehr erfordert. (Diese fehlende Erfordernis ist auch etwas, wo die Betonköpfe hier sich lautstark ausschweigen)
Warum findet man wohl von den Vertretern dieser Behauptung nirgends nähere Angaben, wie das gemacht werden soll? Weil von denen auch keiner weiß, wie das gehen könnte? Ich denke, dass niemand diese Behauptung mit einem möglichen Bauablauf belegen kann, sondern dass das lediglich mal wieder der Versuch einiger S21-Gegner ist, gegen die S21-Planung und die S21-Planer Stimmung zu machen.

Wenn Du es allerdings so genau weißt (zumindest wiederholst Du diese Behauptung ja bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit), dass man auch ohne Gäubahnunterbrechung den S-Bahn-Umschluss am Nordbahnhof ohne mehrtägige Unterbrechung der S-Bahn zwischen Nordbahnhof und Hbf durchführen kann, so lass uns doch endlich mal wissen, wie das gehen soll.
Auf der anderen Seite des Pragtunnels in Feuerbach hat man (allerdings ziemlich in der Ebene) x-mal gezeigt, wie an einem Wochenende die S-Bahn verschwenkt wird - übrigens auch ohne, dass jemand auch nur auf die Idee gekommen wäre, die darüber hinwegführende U6/U13 zu unterbrechen.

In der folgenden Grafik ist die Verschwenkung der S-Bahn weg von der Gäubahn dargestellt. Die Querschnitte sind den Planfeststellungsunterlagen entnommen. Es muss etwa 3-mal mehr in der Breite als in der Höhe verschwenkt werden. Ein normaler Bahndamm kommt mit 1,5:1 aus. Das ist doch alles kein Hexenwerk. Evtl. muss die kleine Stützmauer (in der Bildmitte) noch etwas abgefangen werden - aber wesentlich weniger Aufwand als die jetzige Abfabgung der S-Bahn zum Trog an der Mittnachtstraße. An der Brücke Ehmannstraße (rechts) ist sogar in der Planfeststellungsunterlage gezeigt, dass der Gäubahndamm ganz einfach zur neuen Strecke vergrößert werden kann.

Verschwenkung.jpg



Ursprünglich war mal geplant, die Gleise der S-Bahn temporär über den Gäubahndamm zu führen und dann nördlich des Gäubahnviadukts vorbei auf die Bestandstrecke an der Nordbahnhofstraße anzubinden. Das hätte die Zerstörung der Gäubahn wirklich erfordert, aber so wie jetzt gebaut werden soll, da gibt es keinen Zwang, die Gäubahn anzutasten.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: mental

Datum: 27.07.20 17:32

cs schrieb:
graetz schrieb:
... eine Hauptbahn für so eine lange Zeit zu unterbrechen, obwohl die Baulogistik das gar nicht mehr erfordert. (Diese fehlende Erfordernis ist auch etwas, wo die Betonköpfe hier sich lautstark ausschweigen)
Warum findet man wohl von den Vertretern dieser Behauptung nirgends nähere Angaben, wie das gemacht werden soll? Weil von denen auch keiner weiß, wie das gehen könnte? Ich denke, dass niemand diese Behauptung mit einem möglichen Bauablauf belegen kann, sondern dass das lediglich mal wieder der Versuch einiger S21-Gegner ist, gegen die S21-Planung und die S21-Planer Stimmung zu machen.

Wenn Du es allerdings so genau weißt (zumindest wiederholst Du diese Behauptung ja bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit), dass man auch ohne Gäubahnunterbrechung den S-Bahn-Umschluss am Nordbahnhof ohne mehrtägige Unterbrechung der S-Bahn zwischen Nordbahnhof und Hbf durchführen kann, so lass uns doch endlich mal wissen, wie das gehen soll.
Warum braucht ein Projekt das offiziell als bestgeplant bezeichnet wurde die Mithilfe der S21 Gegner bei der Planung?

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: mental

Datum: 27.07.20 17:34

Traumflug schrieb:
DerSteuermann schrieb:
Hallo zusammen,
im Stuttgarter Rathaus gibt man sich weiter unbelehrbar, was die Unterbrechung der Gäubahn angeht:
[www.stuttgarter-zeitung.de]
Das Schauspiel im Rathaus wird langsam derart absurd, dass inzwischen sogar die Stuttgarter Zeitung rebelliert und den Ingenieuren22 einen eigenen Artikel zum Thema widmet, sogar ohne Bezahlschranke:

Streit um Zahl der Störfälle im S-Bahn-Netz (Stuttgarter Zeitung)

Zitat
Die Ingenieure22 halten dagegen. Laut der Landtagsdrucksache 16/6741 aus dem Jahr 2019 hätten 2017 an 139 Betriebstagen insgesamt 679 Züge über die Panoramabahnstrecke umgeleitet werden müssen. 2018 habe es sich um 150 Betriebstage und 988 Züge gehandelt, 2019 allein bis August um 130 Betriebstage und 3848 Züge.
Die "geplanten" Umleitungen in den Hauptbahnhof sind übrigens natürlich auch absolut notwendig. Sie finden hauptsächlich in Phasen absoluter Überlastung statt, z.B. bei Frühlings- und Herbstfest...

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 27.07.20 19:04

graetz schrieb:
cs schrieb:
graetz schrieb:
... eine Hauptbahn für so eine lange Zeit zu unterbrechen, obwohl die Baulogistik das gar nicht mehr erfordert. (Diese fehlende Erfordernis ist auch etwas, wo die Betonköpfe hier sich lautstark ausschweigen)
Warum findet man wohl von den Vertretern dieser Behauptung nirgends nähere Angaben, wie das gemacht werden soll? Weil von denen auch keiner weiß, wie das gehen könnte? Ich denke, dass niemand diese Behauptung mit einem möglichen Bauablauf belegen kann, sondern dass das lediglich mal wieder der Versuch einiger S21-Gegner ist, gegen die S21-Planung und die S21-Planer Stimmung zu machen.

Wenn Du es allerdings so genau weißt (zumindest wiederholst Du diese Behauptung ja bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit), dass man auch ohne Gäubahnunterbrechung den S-Bahn-Umschluss am Nordbahnhof ohne mehrtägige Unterbrechung der S-Bahn zwischen Nordbahnhof und Hbf durchführen kann, so lass uns doch endlich mal wissen, wie das gehen soll.
Habe ich.
Was hast Du?

graetz schrieb:
Allerdings schrieb ich nicht "nicht mehrtägig". Es geht hier um Jahre(!) der Kappung, die man vermeiden kann. Und nicht wenig überraschend in einem Thread, wo du auch mitdiskutiert hattest. Wie immer!
Lies bitte doch zukünftig meine Beiträge komplettt und richtig durch, bevor Du antwortest.
Mit mehrtägig bezeiochnete ich nicht die Unterbrechung der Gäubahn sondern die Unterbrechung der S-Bahn. Der Unterschied ist Dir doch hoffentlich klar?

graetz schrieb:
Ausserdem ist die Meldung schon älter, dass das Land die S21-Projektgesellschaft eine entsprechende Lösung hat ausarbeiten lassen mit dem Ergebnis, dass es "leicht" umzusetzen ist. Klingelt es da wieder? Weil du auch da schon mitdiskutiert hattest. Damals hattest du auch schon nach einem Beleg gefragt, der dir sogar von Micha dann geliefert wurde. Und im Ursprungsthread hattest du auch mitdiskuiert.
Richtig, das wurde hier in DSO schon diskutiert, aber ich habe noch nirgends Angaben dazu gesehen, wie das gemacht werden soll, lediglich die Behauptung, es sei technisch leicht umzusetzen. Und nein, die Ausarbeitung stammte meiner Erinnerung nach nicht von der Projektgesellschaft, aondern beruhte auf einem Vorschlag des VCD, wie dies auch in dem von Dir verlinkten Arnoldi-Artikel im Bahn-Report nachzulesen ist. Leider steht dort aber nicht, wie der VCD sich das vorstellte und auch sonst habe ich nirgends Angaben dazu gefunden.


graetz schrieb:
Ich mache also keine "Stimmung" und es gibt Belege für diese Aussage.
Ich habe auch nicht behauptet, dass Du "Stimmung machst", da hast Du mich falsch verstanden. Um wirklich die Stimmung beeinflussen zu können, ist DSO auch zu unbedeutend und hat zu wenig Reichweite. Ich bezog mich damit vor allem auf den BUND und den VCD, die dies an die Presse brachten.
Auch H-J Jäkel wird in dem StZ-Artikel zu diesem Thema vom 23.01. zitiert, vielleicht könnte der ja mal erklären, wie das vom VCD vorgesehen ist, zumindest manchmal liest er ja in diesem Forum noch mit.

Edit: Ich habe erst nach absenden dieses Beitrags gesehen, dass H-J Jäkel inzwischen bereits auf meinen vorherigen Beitrag geantwortet hat - ist halt ungeschickt, wenn man so lange für einen Beitrag braucht, wie ich manchmal :-(


graetz schrieb:
Die Pläne liegen schon bereit in der Projektgesellschaft. Sogar einen Fachartikel gibt es dazu. Alles hier verlinkt. Auch in der Presse thematisiert. Es gibt keinen Grund für die jahrelange Kappung der Gäubahn.
Nur hat noch niemand hier diese angeblichen Pläne gesehen. Sonst bist Du doch auch immer skeptisch, wenn es um Pläne der Projektgesellschaft geht, warum glaubst Du hier unbesehen, dass das alles so geht, wie Du es Dir wünschst?

graetz schrieb:
Wenn du jetzt also aus meinem "ohne Gäubahnunterbrechung" ein "nicht mehrtägig" machen willst, so sind das nur Wortklaubereien.
Wie ich bereits weiter oben geschrieben habe: Lies bitte bevor Du antwortest meine Beiträge vollständig und aufmerksam durch, dass Du auch verstehst, was ich geschrieben habe. Ich schreibe nämlich ab und zu etwas anderes, als Du erwartest.

graetz schrieb:
Die hier relevante Passage ist dann nur noch abschliessend eine Beschreibung des wie, die du eigentlich schon gelesen haben müsstest:

Zitat
Um den Anschluss an die Mittnachtstraße herzustellen, müssen die Gleise der S-Bahn zwischen dem Gäubahn-Viadukt und der Ehmann-Brücke auf einem Abschnitt von 200 m um 9,5 m seitlich und 3,4 m in der Höhe verschwenkt werden. Ist dies ohne Eingriff in den Gäubahndammmachbar? Offensichtlich ja, denn die S-Bahngleise werden nach Süden verschwenkt, während die Gäubahn nördlich verläuft. Bauingenieure der DB bestätigten, dass solche Arbeiten zum täglichen Geschäft der Bahnbauer gehören und in diesem Fall um so einfacher zu bewerkstelligen seien, weil unmittelbar daneben die Baustraße als Arbeitsplatz zur Verfügung stehe.
[rv-stuttgart.bund-bawue.de]

UPDATE: Den Artikel genau lesen. Die Gäubahn muss tatsächlich nicht gekappt werden. Auch nicht temporär.


Zitat
Es gibt eine Lösung für die Anbindung der S-Bahn an die neue Station Mittnachtstraße, ohne dass die Gäubahn unterbrochen werden muss.
Und wo steht da, dass auch die S-Bahn dafür nicht mehrere Tage zwischen Nordbahnhof und Hbf unterbrochen werden muss?

So "einfach zu bewerkstelligen" ist das nämlich nur, wenn man die S-Bahn für die Bauzeit dort kappt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.07.20 19:08.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 27.07.20 19:36

hjjaekel schrieb:
Auf der anderen Seite des Pragtunnels in Feuerbach hat man (allerdings ziemlich in der Ebene) x-mal gezeigt, wie an einem Wochenende die S-Bahn verschwenkt wird - übrigens auch ohne, dass jemand auch nur auf die Idee gekommen wäre, die darüber hinwegführende U6/U13 zu unterbrechen.
Richtig, "in der Ebene", da ist es auch deutlich einfacher.
Das hat übrigens auch die SSB bemerkt:
Heilbronner Str.: beide Anschlüsse "ziemlich in der Ebene" - kurze Sperrpausen
Staatsgalerie vor dem Ministerium: "ziemlich in der Ebene" - kurze Sperrpausen
Staatsgalerie vor dem Katharinenstift: "mit Änderung der Längsneigung im Verschwenkungsbereich" - Bestandsstrecke mehrere Monate unterbrochen

hjjaekel schrieb:
In der folgenden Grafik ist die Verschwenkung der S-Bahn weg von der Gäubahn dargestellt. Die Querschnitte sind den Planfeststellungsunterlagen entnommen. Es muss etwa 3-mal mehr in der Breite als in der Höhe verschwenkt werden. Ein normaler Bahndamm kommt mit 1,5:1 aus. Das ist doch alles kein Hexenwerk. Evtl. muss die kleine Stützmauer (in der Bildmitte) noch etwas abgefangen werden - aber wesentlich weniger Aufwand als die jetzige Abfabgung der S-Bahn zum Trog an der Mittnachtstraße. An der Brücke Ehmannstraße (rechts) ist sogar in der Planfeststellungsunterlage gezeigt, dass der Gäubahndamm ganz einfach zur neuen Strecke vergrößert werden kann.

[attachment]

Ursprünglich war mal geplant, die Gleise der S-Bahn temporär über den Gäubahndamm zu führen und dann nördlich des Gäubahnviadukts vorbei auf die Bestandstrecke an der Nordbahnhofstraße anzubinden. Das hätte die Zerstörung der Gäubahn wirklich erfordert, aber so wie jetzt gebaut werden soll, da gibt es keinen Zwang, die Gäubahn anzutasten.
Das ist mir alles klar. Das Problem ist auch nicht das Stützmäuerchen (das bekommt man recht einfach in den Griff), sondern die neue Höhenlage der S-Bahn-Gleise im Bereich der Verschwenkung. Das kann man in dem mittleren der von Dir gezeigten Schnitte schön erkennen.
Um die S-Bahn-Gleise auf die neue Höhe zu bekommen, muss man die bestehenden Gleise einschließlich des gesamten Oberbaus entfernen. Dann muss man den Unterbau (Bahndamm) auf die neue Höhe abtragen, une ein neuse Planum in der tiefferen zukünftigen Lage herstellen. Darauf kann man dann den Oberbau (Schotter, Schwellen, Schienen) wieder neu herstellen und die neue Strecke befahren. Das ganze geht nicht in einer kurzen Nacht- oder Wochendsperrung, auch nicht, wenn man das für die beiden Gleise getrennt nacheinander macht.
Bei einer ebenen Verschwenkung kann man dagegen den neuen Unterbau und das neue Planunm neben dem Bestand herstellen (z. B. Bahndamm verbreitern), dann kann man den neuen Oberbau vorbereiten und muss in einer kurzen Nacht- oder Wochenendsperrung nur noch das kurze Stück der eigentlichen Überschneidung der Gleise umbauen, eventuell kann man auch eine (oder mehrere) Weiche(n) einbauen, um auf der neuen Strecke Testfahrten durchzuführen und die alte Strecke weiterhin zu benutzen. Alles das geht bei einer Verschwenkung mit gleichzeitiger Änderung der Höhenlage im BEreich der Verschwenkung eben nicht.

Falls Ihr da eine praktikable Lösung für dieses Problem gefunden habt, so lass mich Eure Lösung wissen. Falls da von Dir (oder sonst jemandem) keine plausible Lösung dargelgt wird, bleibe ich bei meiner Meinung, dass der Anschluss der neuen S-Bahn-Strecke an die Bestandsstrecke an dieser Stelle ohne mehrtägige Unterbrechung der S-Bahn oder wahlweise ohne mehrmonatige Unterbrechung der Gäubahn nicht machbar ist.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 27.07.20 19:48

mental schrieb:
Traumflug schrieb:
DerSteuermann schrieb:
Hallo zusammen,
im Stuttgarter Rathaus gibt man sich weiter unbelehrbar, was die Unterbrechung der Gäubahn angeht:
[www.stuttgarter-zeitung.de]
Das Schauspiel im Rathaus wird langsam derart absurd, dass inzwischen sogar die Stuttgarter Zeitung rebelliert und den Ingenieuren22 einen eigenen Artikel zum Thema widmet, sogar ohne Bezahlschranke:

Streit um Zahl der Störfälle im S-Bahn-Netz (Stuttgarter Zeitung)

Zitat
Die Ingenieure22 halten dagegen. Laut der Landtagsdrucksache 16/6741 aus dem Jahr 2019 hätten 2017 an 139 Betriebstagen insgesamt 679 Züge über die Panoramabahnstrecke umgeleitet werden müssen. 2018 habe es sich um 150 Betriebstage und 988 Züge gehandelt, 2019 allein bis August um 130 Betriebstage und 3848 Züge.
Die "geplanten" Umleitungen in den Hauptbahnhof sind übrigens natürlich auch absolut notwendig. Sie finden hauptsächlich in Phasen absoluter Überlastung statt, z.B. bei Frühlings- und Herbstfest...
Waren Frühlings- und Herbstfest 2019 im Januar und Februar [www.drehscheibe-online.de] oder im Juli und August [s-bahn-chaos.de] ?

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: mental

Datum: 27.07.20 20:44

cs schrieb:
mental schrieb:
Die "geplanten" Umleitungen in den Hauptbahnhof sind übrigens natürlich auch absolut notwendig. Sie finden hauptsächlich in Phasen absoluter Überlastung statt, z.B. bei Frühlings- und Herbstfest...
Waren Frühlings- und Herbstfest 2019 im Januar und Februar [www.drehscheibe-online.de] oder im Juli und August [s-bahn-chaos.de] ?
Mir ist nicht ganz klar, was du mir sagen möchtest. Dass eine alternative Strecke nicht nur bei Störungen und Großveranstaltungen sondern auch bei Baumaßnahmen Sinn macht?

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 27.07.20 22:06

mental schrieb:
cs schrieb:
mental schrieb:
Die "geplanten" Umleitungen in den Hauptbahnhof sind übrigens natürlich auch absolut notwendig. Sie finden hauptsächlich in Phasen absoluter Überlastung statt, z.B. bei Frühlings- und Herbstfest...
Waren Frühlings- und Herbstfest 2019 im Januar und Februar [www.drehscheibe-online.de] oder im Juli und August [s-bahn-chaos.de] ?
Mir ist nicht ganz klar, was du mir sagen möchtest. Dass eine alternative Strecke nicht nur bei Störungen und Großveranstaltungen sondern auch bei Baumaßnahmen Sinn macht?
Nein, ich wollte zeigen, dass die "geplanten" Umleitungen anders als von Dir behauptet nicht hauptsächlich zum "Frühlings- und Herbstfest" (was auch immer Du unter Herbstfest verstehst, vielleicht das Weindorf?) stattfanden, sondern vor allem bei Baumaßnahmen.

Gab es zu "Frühlings- und Herbstfest" eigentlich überhaupt geplante S-Bahn-Umleitungen in den Kopfbahnhof?

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: mental

Datum: 27.07.20 22:30

cs schrieb:
mental schrieb:
cs schrieb:
mental schrieb:
Die "geplanten" Umleitungen in den Hauptbahnhof sind übrigens natürlich auch absolut notwendig. Sie finden hauptsächlich in Phasen absoluter Überlastung statt, z.B. bei Frühlings- und Herbstfest...
Waren Frühlings- und Herbstfest 2019 im Januar und Februar [www.drehscheibe-online.de] oder im Juli und August [s-bahn-chaos.de] ?
Mir ist nicht ganz klar, was du mir sagen möchtest. Dass eine alternative Strecke nicht nur bei Störungen und Großveranstaltungen sondern auch bei Baumaßnahmen Sinn macht?
Nein, ich wollte zeigen, dass die "geplanten" Umleitungen anders als von Dir behauptet nicht hauptsächlich zum "Frühlings- und Herbstfest" (was auch immer Du unter Herbstfest verstehst, vielleicht das Weindorf?) stattfanden, sondern vor allem bei Baumaßnahmen.

Gab es zu "Frühlings- und Herbstfest" eigentlich überhaupt geplante S-Bahn-Umleitungen in den Kopfbahnhof?
Nochmal: bei Großveranstaltungen. Das hat nichts mit dem letzten Jahr zu tun. Und ja, die gibt es. Ich saß schon öfters in diesen Zügen...

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 27.07.20 22:56

mental schrieb:
cs schrieb:
mental schrieb:
cs schrieb:
mental schrieb:
Die "geplanten" Umleitungen in den Hauptbahnhof sind übrigens natürlich auch absolut notwendig. Sie finden hauptsächlich in Phasen absoluter Überlastung statt, z.B. bei Frühlings- und Herbstfest...
Waren Frühlings- und Herbstfest 2019 im Januar und Februar [www.drehscheibe-online.de] oder im Juli und August [s-bahn-chaos.de] ?
Mir ist nicht ganz klar, was du mir sagen möchtest. Dass eine alternative Strecke nicht nur bei Störungen und Großveranstaltungen sondern auch bei Baumaßnahmen Sinn macht?
Nein, ich wollte zeigen, dass die "geplanten" Umleitungen anders als von Dir behauptet nicht hauptsächlich zum "Frühlings- und Herbstfest" (was auch immer Du unter Herbstfest verstehst, vielleicht das Weindorf?) stattfanden, sondern vor allem bei Baumaßnahmen.

Gab es zu "Frühlings- und Herbstfest" eigentlich überhaupt geplante S-Bahn-Umleitungen in den Kopfbahnhof?
Nochmal: bei Großveranstaltungen. Das hat nichts mit dem letzten Jahr zu tun. Und ja, die gibt es. Ich saß schon öfters in diesen Zügen...
Und das waren S-Bahnen und da stand im Fahrplan: Zug hält in Hbf oben, Zug hält nicht in Österfeld, Universität, Schwabstraße, Feuersee und Stadtmitte?
Waren das dann planmäßig eingesetzte Zusatzzüge, die über die in der Stammstrecke möglichen 24 Züge je Stunde hinausgingen?

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 28.07.20 10:27

cs schrieb:
So "einfach zu bewerkstelligen" ist das nämlich nur, wenn man die S-Bahn für die Bauzeit dort kappt.
Es ist nur ein kurzer Abschnitt, der leicht verschwenkt werden kann, weil da auch eine Baustrasse ist. Gleis für Gleis dürfte auch möglich sein. Ein Notbetrieb sollte da möglich sein.

Und du willst das echt abwägen gegen mindestens drei Jahre Kappung einer Hauptstrecke?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.07.20 10:28.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: hjjaekel

Datum: 28.07.20 22:30

cs schrieb:
...

hjjaekel schrieb:
...
Das ist mir alles klar. Das Problem ist auch nicht das Stützmäuerchen (das bekommt man recht einfach in den Griff), sondern die neue Höhenlage der S-Bahn-Gleise im Bereich der Verschwenkung. Das kann man in dem mittleren der von Dir gezeigten Schnitte schön erkennen.
Um die S-Bahn-Gleise auf die neue Höhe zu bekommen, muss man die bestehenden Gleise einschließlich des gesamten Oberbaus entfernen. Dann muss man den Unterbau (Bahndamm) auf die neue Höhe abtragen, und ein neues Planum in der tieferen zukünftigen Lage herstellen. Darauf kann man dann den Oberbau (Schotter, Schwellen, Schienen) wieder neu herstellen und die neue Strecke befahren. Das ganze geht nicht in einer kurzen Nacht- oder Wochendsperrung, auch nicht, wenn man das für die beiden Gleise getrennt nacheinander macht.
Was da zu tun ist, das ist mir alles klar. Aber so wie Du schon schreibst, zeigt der mittlere Schnitt eine Situation bei km 2,4, an der die neue Strecke etwa 1,7m die alte Strecke verlassen hat und 60cm tiefer trassiert werden muss. Dort könnte man nur die halbe Strecke vorbereiten, selbst wenn man die alte Strecke mit niedrigen Spundwänden sichert. Aber nur 25m weiter südlich hat die neue Strecke die alte bereits um ca. 3,5m seitlich verlassen. Nach Sicherung der alten Stecke kann von der Mittnachtstraße bis dorthin die neue Strecke komplett vorbereitet werden - Unterbau und Oberbau! Es verbleiben also noch ca. 125m auf denen die von Dir beschriebenen Arbeiten durchgeführt werden müssen. Auf den nördlichen 20-30m sind Maßnahmen am Unterbau wahrscheinlich gar nicht erforderlich. Das ist an einem Wochenende durchaus machbar!

cs schrieb weiter:
Zitat:
Bei einer ebenen Verschwenkung kann man dagegen den neuen Unterbau und das neue Planunm neben dem Bestand herstellen (z. B. Bahndamm verbreitern), dann kann man den neuen Oberbau vorbereiten und muss in einer kurzen Nacht- oder Wochenendsperrung nur noch das kurze Stück der eigentlichen Überschneidung der Gleise umbauen, eventuell kann man auch eine (oder mehrere) Weiche(n) einbauen, um auf der neuen Strecke Testfahrten durchzuführen und die alte Strecke weiterhin zu benutzen. Alles das geht bei einer Verschwenkung mit gleichzeitiger Änderung der Höhenlage im BEreich der Verschwenkung eben nicht.

Falls Ihr da eine praktikable Lösung für dieses Problem gefunden habt, so lass mich Eure Lösung wissen. Falls da von Dir (oder sonst jemandem) keine plausible Lösung dargelgt wird, bleibe ich bei meiner Meinung, dass der Anschluss der neuen S-Bahn-Strecke an die Bestandsstrecke an dieser Stelle ohne mehrtägige Unterbrechung der S-Bahn oder wahlweise ohne mehrmonatige Unterbrechung der Gäubahn nicht machbar ist.
Von Weichen für Testfahrten an dieser Stelle ist weder in der Planfeststellung noch in den Dokumenten der DB (z.B. für den Kreistag Böblingen, den S21-Ausschuss GR Stuttgart) irgendeine Rede. Wie bei der auch dort dargestellten einfachen Verschwenkung (genauso wie in meiner Grafik) eine mehrmonatige Unterbrechung der Gäubahn helfen soll, dass bleibt (noch?) Dein Geheimnis.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 09.08.20 15:32

hjjaekel schrieb:
cs schrieb:
...

hjjaekel schrieb:
...
Das ist mir alles klar. Das Problem ist auch nicht das Stützmäuerchen (das bekommt man recht einfach in den Griff), sondern die neue Höhenlage der S-Bahn-Gleise im Bereich der Verschwenkung. Das kann man in dem mittleren der von Dir gezeigten Schnitte schön erkennen.
Um die S-Bahn-Gleise auf die neue Höhe zu bekommen, muss man die bestehenden Gleise einschließlich des gesamten Oberbaus entfernen. Dann muss man den Unterbau (Bahndamm) auf die neue Höhe abtragen, und ein neues Planum in der tieferen zukünftigen Lage herstellen. Darauf kann man dann den Oberbau (Schotter, Schwellen, Schienen) wieder neu herstellen und die neue Strecke befahren. Das ganze geht nicht in einer kurzen Nacht- oder Wochendsperrung, auch nicht, wenn man das für die beiden Gleise getrennt nacheinander macht.
Was da zu tun ist, das ist mir alles klar. Aber so wie Du schon schreibst, zeigt der mittlere Schnitt eine Situation bei km 2,4, an der die neue Strecke etwa 1,7m die alte Strecke verlassen hat und 60cm tiefer trassiert werden muss. Dort könnte man nur die halbe Strecke vorbereiten, selbst wenn man die alte Strecke mit niedrigen Spundwänden sichert. Aber nur 25m weiter südlich hat die neue Strecke die alte bereits um ca. 3,5m seitlich verlassen. Nach Sicherung der alten Stecke kann von der Mittnachtstraße bis dorthin die neue Strecke komplett vorbereitet werden - Unterbau und Oberbau! Es verbleiben also noch ca. 125m auf denen die von Dir beschriebenen Arbeiten durchgeführt werden müssen. Auf den nördlichen 20-30m sind Maßnahmen am Unterbau wahrscheinlich gar nicht erforderlich. Das ist an einem Wochenende durchaus machbar!
Ob das jetzt 125 m oder 250 m oder 500 m sind, macht vermutlich auch keinen entscheidenden Unterschied.
Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass das auch bei nur 125 m Länge in einem Wochenende umgelegt werden kann, muss aber ehrlich zugeben, dass ich in dieser Hinsicht keine Erfahrungen habe.

Bist Du im Schienenverkehrswegebau tätig oder hast Du damit direkt zu tun, dass Du so sicher sein kannst, dass diese Umlegung an einem Wochenende machbar ist?
(falls nicht, hast Du vermutlich Beziehungen zu jemandem, der die erforderlichen Zeiten realistisch abschätzen kann)

Um Deine Zeitangabe ("an einem Wochenende") nachvollziehen zu können, wäre es hilfreich, wenn Du da mal die entsprechenden Zeiten für die einzelnen Bauschritte angeben würdest:

1. Entfernen von 4 mal 125 m Schienen
2. Entfernen von 2 mal 125 m Schwellen (ca. 600 Schwellen)
3. Entfernen von 125 m Schotteroberbau zweigleisig
4. Abtragen des Bahndamms, 125 m Länge, Abtragstärke bis zu ca. 2 m, im Mittel ca. 1 m, Breite im Mittel ca. 4 m
5. Verdichten des durch die Abgrabungen aufgelockerten Bahndamms, Fläche ca. 1000 m²
6. Lastplattendruckversuche zur Abnahme des Bahndamms und als Leistungsnachweis der Baufirma für spätere Streitfälle
7. Einbringen des Materials und Herstellung des neuen Planums, Fläche ca. 1000 m²
8. Lastplattendruckversuche zur Abnahme des Planums und als Leistungsnachweis der Baufirma für spätere Streitfälle
9. Einbringen des Schotters für 125 m zweigleisige Strecke einschließlich Herstellen der plangemäßen Oberfläche
10. Einbringen und Verlegen der Schwellen für 125 m zweigleisige Strecke
11. Einbringen und Verlegen der Schienen für 125 m zweigleisige Strecke
12. Ausrichten und Stopfen der Gleise im Kurvenbereich mit Überhöhung
13. Messfahrten zur Abnahme der korrekten Gleislage
14. Testfahrten mit den planmäßig verkehrenden Zügen

Die Verlegung und Überprüfung der Oberleitung wird als zeitlich parallel durchführbar vorausgesetzt.

hjjaekel schrieb:
cs schrieb weiter:
Zitat:
Bei einer ebenen Verschwenkung kann man dagegen den neuen Unterbau und das neue Planunm neben dem Bestand herstellen (z. B. Bahndamm verbreitern), dann kann man den neuen Oberbau vorbereiten und muss in einer kurzen Nacht- oder Wochenendsperrung nur noch das kurze Stück der eigentlichen Überschneidung der Gleise umbauen, eventuell kann man auch eine (oder mehrere) Weiche(n) einbauen, um auf der neuen Strecke Testfahrten durchzuführen und die alte Strecke weiterhin zu benutzen. Alles das geht bei einer Verschwenkung mit gleichzeitiger Änderung der Höhenlage im BEreich der Verschwenkung eben nicht.

Falls Ihr da eine praktikable Lösung für dieses Problem gefunden habt, so lass mich Eure Lösung wissen. Falls da von Dir (oder sonst jemandem) keine plausible Lösung dargelgt wird, bleibe ich bei meiner Meinung, dass der Anschluss der neuen S-Bahn-Strecke an die Bestandsstrecke an dieser Stelle ohne mehrtägige Unterbrechung der S-Bahn oder wahlweise ohne mehrmonatige Unterbrechung der Gäubahn nicht machbar ist.
Von Weichen für Testfahrten an dieser Stelle ist weder in der Planfeststellung noch in den Dokumenten der DB (z.B. für den Kreistag Böblingen, den S21-Ausschuss GR Stuttgart) irgendeine Rede.
Das mag ja sein, aber ich halte es trotzdem für sinnvoll, wenn die Verlegung so ausgeführt wird, dass man eine gewisse Zeit sowohl die alte Strecke planmäßig nutzen als auch auf der neuen Strecke Mess- und Testfahrten durchführen kann.

hjjaekel schrieb:
Wie bei der auch dort dargestellten einfachen Verschwenkung (genauso wie in meiner Grafik) eine mehrmonatige Unterbrechung der Gäubahn helfen soll, dass bleibt (noch?) Dein Geheimnis.
Wurde in irgendeinem Dokument oder bei irgendeiner Sitzung angegeben, dass die nord-westliche Umfahrung des Überwerfungsbauwerks für die Umlegung der S-Bahn-Gleise nicht mehr vorgesehen ist?
In den Dokumenten wird ja lediglich der Vorher-Nachher-Zustand dargestellt, über die Bauzustände ist da keine direkte Information enthalten. Daraus schließen zu wollen, dass die temporäre Umlegung der S-Bahn-Gleise auf die Nordwestseite des Überwerfungsbauwerks nicht mehr geplant ist, scheint mir doch etwas frei interpretiert zu sein, zumal der Abbau des Gäubahndamms für die temporäre Umverlegung in den Unterlagen ja noch gelb schraffiert dargestellt ist.

Also ich sehe bis jetzt noch keinen Beleg dafür, dass man die S-Bahn-Verschwenkung ohne Gäubahnunterbrechung und ohne mehrtägige (bis mehrwöchige) Unterbrechung der S-Bahn zwischen Nordbahnhof und Hbf "ganz einfach" durchführen könnte. Wie das gehen soll, scheint mir (noch?) Dein Geheimnis zu sein.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 09.08.20 15:40

graetz schrieb:
Es ist nur ein kurzer Abschnitt, der leicht verschwenkt werden kann, weil da auch eine Baustrasse ist. Gleis für Gleis dürfte auch möglich sein. Ein Notbetrieb sollte da möglich sein.
Ich zitiere Dich mal aus einem anderen Beitrag: Was qualifiziert dich zu dieser Ansicht? Bist du vom Fach?








Nein, ich erwarte von Dir wirklich keine zielführende Antwort, höchstens Ausreden und andere Ablenkungsmanöver.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 09.08.20 15:50

cs schrieb:
(lauter Bedenken)
Geh einfach mal davon aus, dass das Planungsbüro all diese Dinge abgewägt hat, als es zum Schluss gekommen ist, dass es "technisch leicht" durchzuführen wäre.

Es ist auf jeden Fall besser, als über drei Jahre eine Hauptbahn zu sperren. Nach wie vor scheint niemand hier in der Lage zu sein, auch nur einen vergleichbaren Fall zu zeigen, wo man das tatsächlich ohne Not gemacht hätte. Die Art der Ausführung dort entspricht schon längst nicht mehr der ursprünglich geplanten Ausführung. Die Kappung macht definitiv keinen Sinn mehr. Nirgends(!) liest man dabei, dass eine Sperrung der S-Bahn ein grosses Problem wäre. Nur hier in der Forumsblase liest man sowas - ohne Substanz dahinter. Und selbst die Stadt argumentiert anders.

Und du vergisst, dass man in Bad Cannstatt auch an zwei Wochenenden die S-Bahn sperren möchte und die restlichen Gleise kappt man sogar für Monate. Damit hast du wohl kein Problem? Betrifft ja auch keine "freien Grundstücke".

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 09.08.20 15:51

cs schrieb:
graetz schrieb:
Es ist nur ein kurzer Abschnitt, der leicht verschwenkt werden kann, weil da auch eine Baustrasse ist. Gleis für Gleis dürfte auch möglich sein. Ein Notbetrieb sollte da möglich sein.
Ich zitiere Dich mal aus einem anderen Beitrag: Was qualifiziert dich zu dieser Ansicht? Bist du vom Fach?








Nein, ich erwarte von Dir wirklich keine zielführende Antwort, höchstens Ausreden und andere Ablenkungsmanöver.

Ich habe bewusst im Konjunktiv geschrieben. Aber das Planungsbüro teilt deine Bedenken wohl nicht. Sind die nicht vom Fach?

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: Micha-0815

Datum: 09.08.20 17:18

graetz schrieb:
cs schrieb:
(lauter Bedenken)
Geh einfach mal davon aus, dass das Planungsbüro all diese Dinge abgewägt hat, als es zum Schluss gekommen ist, dass es "technisch leicht" durchzuführen wäre.
"Es" handelte ja davon, dass die Verlegung an nur einem Wochenende machbar sei. Wie kommst Du nun also dazu, dass das Plannungsbüro dies innerhalb eines Wochenendes für "technisch leicht" durchzuführen hält?

Ich tippe mal auf das Übliche: von Dir frei erfunden, bzw. den Wortfetzen "technisch leicht" einfach aus dem Zusammenhang gerissen und für Deine Zwecke frei rekombiniert?

PS: ich entnehme graetz Antwort-Geschwurbel unten, dass ich richtig getippt hatte.

Gruß, Micha
Meinungsfreiheit bedeutet, dass man fast alles behaupten darf. Es bedeutet nicht, dass sich jemand den Mist anhören muss.
(Kommentar im Tagesspiegel zu Verschwörungsgläubigen)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.20 23:11.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 09.08.20 17:43

Micha-0815 schrieb:
graetz schrieb:
cs schrieb:
(lauter Bedenken)
Geh einfach mal davon aus, dass das Planungsbüro all diese Dinge abgewägt hat, als es zum Schluss gekommen ist, dass es "technisch leicht" durchzuführen wäre.
"Es" handelte ja davon, dass die Verlegung an nur einem Wochenende machbar sei. Wie kommst Du nun also dazu, dass das Plannungsbüro dies innerhalb eines Wochenendes für "technisch leicht" durchzuführen hält?

Ich tippe mal auf das Übliche: von Dir frei erfunden, bzw. den Wortfetzen "technisch leicht" einfach aus dem Zusammenhang gerissen und für Deine Zwecke frei rekombiniert?
Diese Zeitvorgaben werft ihr hier als Nebelkerze in den Ring. Aber nirgends in keiner Ausführung ist zu lesen, dass eine Sperrung der S-Bahn da ein "No-Go" wäre. Es geht also um die grundsätzliche Ausführbarkeit. Die ist "technisch leicht" durchzuführen. Und woanders sind sogar zwei Wochenenden kein Problem.

Also nichts als Geschwurbel hier von euch, das wie immer nirgends sonst thematisiert wird. Weder die Bahn, noch das Planungsbüro, noch die Stadt argumentieren so. Sie argumentieren aber. Und wenn die S-Bahn da ein Problem wäre, wäre es mindestens bei der Stadt auch ein Argument, das irgendwie glaubwürdiger wäre als dass man unbedingt diesen Grundstücksstreifen braucht für eine Baulogistik, wo da noch gar nichts konkret geplant ist.

Es bleibt also dabei: Die Kappung der Gäubahn ist nicht mehr notwendig. Die ursprünglich mal planfestgestellte Ausführung wurde schon längst verändert, die Verschwenkung der S-Bahn wäre "technisch leicht" möglich und ist auch alltägliches Handwerk.

Ich warte immer noch auf ein Beispiel, wo man stattdessen lieber eine Hauptbahn jahrelang gesperrt hat. Das ist mal wieder eine absurde Diskussion, die nur diesem Immobilenprojekt geschuldet ist und auf Bahnverkehr keine Rücksicht nimmt.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: Manu Chao

Datum: 09.08.20 20:02

cs schrieb:
Das mag ja sein, aber ich halte es trotzdem für sinnvoll, wenn die Verlegung so ausgeführt wird, dass man eine gewisse Zeit sowohl die alte Strecke planmäßig nutzen als auch auf der neuen Strecke Mess- und Testfahrten durchführen kann.
Man kann die Frage auch anders angehen: Wie lange müsste die Anbindung des Kopfbahnhofs an die Panoramastrecke maximal unterbrochen werden um die S-Bahn zu verlegen? Selbst wenn dies einige Wochen brauchte, wäre dies immer noch massiv besser als drei Jahre Unterbruch für die Gäubahnzüge (oder vielleicht sogar fünf Jahre wenn der Gäubahntunnel auf den Fildern kommt).

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 09.08.20 22:05

graetz schrieb:
cs schrieb:
graetz schrieb:
Es ist nur ein kurzer Abschnitt, der leicht verschwenkt werden kann, weil da auch eine Baustrasse ist. Gleis für Gleis dürfte auch möglich sein. Ein Notbetrieb sollte da möglich sein.
Ich zitiere Dich mal aus einem anderen Beitrag: Was qualifiziert dich zu dieser Ansicht? Bist du vom Fach?

Ich habe bewusst im Konjunktiv geschrieben. Aber das Planungsbüro teilt deine Bedenken wohl nicht. Sind die nicht vom Fach?
Ich kenne keine Aussage des 'Planungsbüros', dass es keine derartigen Bedenken habe. Ich kenne lediglich die Aussage von Dritten, dass "das Planungsbüro" die Verlegung als technisch einfach bestätigt habe. Zur Dauer dieser technisch einfachen Umlegung und der dafür notwendigen Sperrmaßnahmen kenne ich keine Äußerungen des 'Planungsbüros', weder direkt noch indirekt.
Wenn Du da tatsächlich mehr weißt, dann lass es wissen, wer vom 'Planungsbüro' da wann und wo sich dahingehend geäußert hatte.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 10.08.20 01:33

graetz schrieb:
cs schrieb:
(lauter Bedenken)
Dass Du meine Ausführungen zum Bauablauf als "lauter Bedenken" abtust, zeigt lediglich, dass Du nicht verstanden hast, was ich da geschrieben habe und um was es da tatsächlich geht.

graetz schrieb:
Geh einfach mal davon aus, dass das Planungsbüro all diese Dinge abgewägt hat, als es zum Schluss gekommen ist, dass es "technisch leicht" durchzuführen wäre.
Ich habe nirgends geschrieben, dass es nicht "technisch leicht" umzusetzen wäre. Willst Du meine Aussagen lediglich nicht verstehen, oder bist Du damit tatsächlich überfordert?

graetz schrieb:
Es ist auf jeden Fall besser, als über drei Jahre eine Hauptbahn zu sperren.
Wenn Du zwei Wochen S-Bahn-Komplettsperrung eines von täglich rund 80 000 Fahrgästen benutzten Hauptzulaufs zwischen Nordbahnhof und Hbf ohne Umleitungsmöglichkeit oder Ersatzverkehr auf der Schiene (sprich: Schienenersatzverkehr mit im Stau stehenden Bussen) und dazuhin noch drei Jahre Verzögerung beim Bau von dringend benötigten Wohnungen und Bürogebäuden als besser ansiehst, als für rund 7000 Fahrgäste drei Jahre zusätzlichen Umstieg in S-Bahnen mit dichtem Takt und ungefähr der gleichen Fahrzeit, so bleibt Dir das unbenommen. Aber genauso musst Du eben auch die gegenteilige Meinung akzeptieren.

graetz schrieb:
Die Art der Ausführung dort entspricht schon längst nicht mehr der ursprünglich geplanten Ausführung.
Wo gibt es Unterlagen, die die inzwischen geplante Art der Ausführung beschreiben?

graetz schrieb:
Die Kappung macht definitiv keinen Sinn mehr. Nirgends(!) liest man dabei, dass eine Sperrung der S-Bahn ein grosses Problem wäre. Nur hier in der Forumsblase liest man sowas - ohne Substanz dahinter. Und selbst die Stadt argumentiert anders.
Wo sollte man auch sonst davon lesen, dass die Sperrung der S-Bahn ein großes Problem wäre? Außer hier bei DSO hat ja noch niemand auf die im Fall eines Verzichts auf die Gäubahnunterbrechung notwendige Sperrung der S-Bahn hingewiesen. Da die Gäubahnunterbrechung offensichtlich gesetzt ist, hat sich da doch vermutlich sonst kaum jemand Gedanken darüber gemacht. Warum auch?

graetz schrieb:
Und du vergisst, dass man in Bad Cannstatt auch an zwei Wochenenden die S-Bahn sperren möchte
Wochenendsperrungen sind bei Gleisumlegungen auch sonst üblich und unvermeidbar, am Nordbahnhof geht es aber bei Verzicht auf die Gäubahnunterbrechung nicht um ein oder zwei Wochenendsperrungen sondern um mindestens ein oder zwei Wochen Unterbrechung eines der wichtigsten Abschnitte der S-Bahn.

graetz schrieb:
und die restlichen Gleise kappt man sogar für Monate. Damit hast du wohl kein Problem?
Man kappt die Gleise nicht nur für Monate, nein, man kappt sie sogar dauerhaft ;-)

graetz schrieb:
Betrifft ja auch keine "freien Grundstücke".
Ganz zum Schluss kommt es doch noch, das "Argument" 1: freie Grundstücke

Was in Deinem Beitrag noch fehlt: "Argument" 2: 10 Milliarden Euro

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 10.08.20 02:04

Manu Chao schrieb:
cs schrieb:
Das mag ja sein, aber ich halte es trotzdem für sinnvoll, wenn die Verlegung so ausgeführt wird, dass man eine gewisse Zeit sowohl die alte Strecke planmäßig nutzen als auch auf der neuen Strecke Mess- und Testfahrten durchführen kann.
Man kann die Frage auch anders angehen: Wie lange müsste die Anbindung des Kopfbahnhofs an die Panoramastrecke maximal unterbrochen werden um die S-Bahn zu verlegen?
Also bisher war die Unterbrechung der Gäubahn 6 Monate vor Inbetriebnahme von S21 vorgesehen. Nach Inbetriebnahme müsste man dann den Bahndamm für die Gäubahn wieder herstellen.
Bei der U6-Strecke zum Flughafen wurde von den SSB angegeben, dass die beiden Bahndämme zur neuen Brücke über die Autobahn nach der Aufschüttung "wie üblich drei bis vier Monate ruhen" müssen, um sich vollends zu setzen, bevor mit dem weiteren Ausbau begonnen werden kann. Ich schätze, dass man bei der Gäubahn also insgesamt mit rund einem Jahr Unterbrechung rechnen müsste.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 10.08.20 02:18

Du schwurbelst nur noch rum und wirfst jetzt wild mit Sperrzeiten um dich ohne Belege.

Unter den Projektpartnern gibt es schon längst eine Diskussion. Pläne liegen fertig in der Schublade. Wir kennen die vorgebrachten Argumente.

“S-Bahn Sperre“ ist da nirgends ein Thema oder ein Argument, obwohl das ja für dich ein prima Argument zu sein scheint.

Stattdessen schwurbelt auch die Stadt rum von Menschen, die dringend (also in 10 Jahren) eine Wohnung brauchen aber keinesfalls nach Zürich fahren. Oder behauptet, dass diese Fläche, wo ja gar keine einzige Wohnung entstehen soll, dringend gebraucht würde für die Baulogistik - obwohl noch keine Logistik geplant ist und auch noch andere Randgebiete mit Strassenanschluss existieren.
Oder redet davon, dass ja künftig alle in der Stuttgarter Innenstadt wohnen und daher gar nicht mehr pendeln müssen.
Und dabei steht ja noch nicht mal fest, ob das Gelände wirklich schon so früh frei wird und nicht erst 2030.
Es wäre viel einfacher, statt mit diesen bescheuerten Argumenten mit einer S-Bahn Sperre zu argumentieren. Am Flughafen ist die Einjahressperre ja auch ein Aufreger.


Also geh davon aus, dass die S-Bahn da kein Problem ist. Sonst wüssten wir es bereits.

Abgesehen davon: ein Notbetrieb geht immer. K20 ist noch so freizügig.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 10.08.20 03:31

cs schrieb:
Bei der U6-Strecke zum Flughafen wurde von den SSB angegeben, dass die beiden Bahndämme zur neuen Brücke über die Autobahn nach der Aufschüttung "wie üblich drei bis vier Monate ruhen" müssen, um sich vollends zu setzen, bevor mit dem weiteren Ausbau begonnen werden kann. Ich schätze, dass man bei der Gäubahn also insgesamt mit rund einem Jahr Unterbrechung rechnen müsste.
Dann ist es wohl leichter, einfach die S-Bahngleise zu verschwenken. Da geht es nämlich nicht auf einen neuen Bahndamm und nichts muss erst aufgeschüttet werden. Schau dir einfach die Bilder noch mal an. Da die neue S-Bahnbrücke schon fertig ist - auch entgegen der ursprünglichen Planung - müssen nur noch 200m Gleise verschwenkt werden. Das ist machbar und wäre ja nicht die einzige Stelle. Am HBF und in Bad Cannstatt müssen ja auch die Gleise verschwenkt werden. Wir wissen, dass es in Bad Cannstatt an zwei Wochenenden passieren wird.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: rad3m

Datum: 10.08.20 06:37

Invertierte Diskussions- Effektivität: Sonst war es meistens unergiebig, solche Nachtdiskussionen zu lesen. Aber in den Nächten nach brütenden Hundstagen kommen manche Köpfe endlich auf gesündere Temperaturen. Stattdessen kann man über 17-Uhr Ideen hinweg scrollen.

Hier in Ulm sind gemäßigtere Temperaturen. Zum Radeln ist es mir gerade sogar noch zu frisch. Da kann ich noch meinen Gesamteindruck zum Thema "Die DB-AG und das Sperren von Hauptstrecken" loswerden. Ihr kommt wohl zu selten aus Eurer S21- Blase heraus? Lest regelmäßiger auch News- und Allgemeines Forum! Ich erinnere mich z.B. an die Ankündigung: "Wegen des Ausbaus zur Schnellfahrstrecke in Verlängerung der SFS von Erfurt wird Bamberg- Nürnberg für Jahre komplett gesperrt. Regional SEV, Fernverkehr weiträumig umgeleitet." Zwischen dieser Ankündigung und der dann folgenden Realität gab es glücklicherweise gewisse Unterschiede, was ich allerdings nicht im Detail verfolgt habe. Mit der hiesigen Südbahn- Elektrifizierung war es ähnlich gelaufen. Ankündigung der totalen Katastrophe, damit man dann später froh ist, wenn doch weitgehend fast normaler Fahrplan läuft. Für Betroffene bleiben natürlich viele Ärgernisse, aber man sieht doch die Bemühungen, die Belastungen einigermaßen gerecht auf die Nutzergruppen (und zeitlich) zu verteilen.

Kommt Zeit, kommt Rat! Kein Grund, hier und jetzt S-Bahn- gegen Gäubahnnutzer aufzuhetzen. Jeder wird mal zeitweise SEV in Kauf nehmen müssen. Keiner wird immer ganz ohne Zeitverluste bleiben. Das bringt eine Großstadt mit Dauer- Großbaustellen so mit sich. Jeder weiß das...

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 10.08.20 10:01

cs schrieb:
Ganz zum Schluss kommt es doch noch, das "Argument" 1: freie Grundstücke
Ja, ein untaugliches Argument. Es kommt aber nicht von mir, sondern von der Stadt. Ich akzeptiere dieses Argument ja auch nicht.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 10.08.20 10:06

rad3m schrieb:
Ankündigung der totalen Katastrophe, damit man dann später froh ist, wenn doch weitgehend fast normaler Fahrplan läuft.
Ja, so ist das ausserhalb von Stuttgart. Nur in Stuttgart wurden die Ankündigungen immer schlimmer (von 6 Monate auf über drei Jahre) und jetzt, wo man diese Zeit auf "0" reduzieren könnte, sperren sich die Grundstücksfetischisten. Wo gibt es das sonst?

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 10.08.20 10:29

Micha-0815 schrieb:
PS: ich entnehme graetz Antwort-Geschwurbel unten, dass ich richtig getippt hatte.
Was du für "Geschwurbel" hältst, sind die belegten Fakten. Dann erkläre du uns doch mal, wo das Problem liegt bei der Verschwenkung von 200m Gleisen!

Immerhin ist das ja nicht die einzige Stelle, wo die S-Bahn verschwenkt werden muss. Woanders geht es auch ohne die Sperrung einer Hauptstrecke von über drei Jahren oder dass es einen Aufstand gibt wegen der S-Bahn-Sperrung.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: Manu Chao

Datum: 10.08.20 11:05

cs schrieb:
Manu Chao schrieb:
Man kann die Frage auch anders angehen: Wie lange müsste die Anbindung des Kopfbahnhofs an die Panoramastrecke maximal unterbrochen werden um die S-Bahn zu verlegen?
Also bisher war die Unterbrechung der Gäubahn 6 Monate vor Inbetriebnahme von S21 vorgesehen. Nach Inbetriebnahme müsste man dann den Bahndamm für die Gäubahn wieder herstellen.
Bei der U6-Strecke zum Flughafen wurde von den SSB angegeben, dass die beiden Bahndämme zur neuen Brücke über die Autobahn nach der Aufschüttung "wie üblich drei bis vier Monate ruhen" müssen, um sich vollends zu setzen, bevor mit dem weiteren Ausbau begonnen werden kann. Ich schätze, dass man bei der Gäubahn also insgesamt mit rund einem Jahr Unterbrechung rechnen müsste.
Wobei diese 6 Monate ja nicht unbedingt heissen dass man 6 Monate für die Verschwenkung der S-Bahn benötigt, sondern nur dass man 6 Monate vor Inbetriebnahme mit (den Vorbereitungen zur) Verschwenkung anfangen will. Gibt es denn Informationen wann die S-Bahn auf ihren neuen Gleisen fahren soll? Sie kann dies ja schon machen bevor der Tiefbahnhof in Betrieb genommen wird. Wenn man sich das Ziel vorgibt die Gäubahn wieder an den Kopfbahnhof anzuschliessen, kann ich mir nicht vorstellen dass sich diese 6 Monate nicht merklich verkürzen lassen. Eine Halbierung auf 3 Monate sollte realistisch sein.

Genauso sollte sich zum einen die Länge des Bahndamms der Panoramastreckenanbindung die für die S-Bahnverschwenkung abgetragen werden muss minimieren wenn man deren Minimierung als eine Zielvorgebung in die Bauplanung mit aufnimmt. Und mit einer solchen Minimierung dürfte eine Hilfsbrücke (anstelle des Wiederherstellens des Bahndamms) eine realistischere Lösung werden.

Als Worst Case könnte Deine Ein-Jahr-Schätzung durchaus stimmen, unter der Annahme dass man die Bauplanung komplett auf die Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs und minimale Kosten optimiert mit Null Rücksicht auf eine eventuelle Wiederherstellung der Panoramastreckenanbindung. Dass sich dies aber wenn man eine andere Zielsetzung hat nicht mindestens halbieren liesse, erscheint mir ziemlich unwahrscheinlich.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.20 11:34.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: Micha-0815

Datum: 10.08.20 11:23

graetz schrieb:
Micha-0815 schrieb:
PS: ich entnehme graetz Antwort-Geschwurbel unten, dass ich richtig getippt hatte.
Was du für "Geschwurbel" hältst, sind die belegten Fakten. Dann erkläre du uns doch mal, wo das Problem liegt bei der Verschwenkung von 200m Gleisen!
Warum soll ich das, cs hat da doch z.B. eine differenzierte Liste aufgestellt, warum das wahrscheinlich nicht an einem Wochenende zu leisten ist. Aber die Liste hast Du bereits abgetan mit der Lüge, dass das Plannungsbüro das (also die Verschwenkung innnerhalb eines Wochenendes) als "technisch leicht" bezeichnet hätte.

Wie so oft diskutierst Du also nicht mit und über die Fakten, sondern Du erfindest dazu angebliche Aussagen von kompetenten Personen oder Stellen, denen Du Deine abstrusen Gedanken anhängst.

Hör doch einfach mit solchen Lügen auf, dann ist doch alles gut!

Gruß, Micha
Meinungsfreiheit bedeutet, dass man fast alles behaupten darf. Es bedeutet nicht, dass sich jemand den Mist anhören muss.
(Kommentar im Tagesspiegel zu Verschwörungsgläubigen)

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 10.08.20 11:37

Micha-0815 schrieb:
graetz schrieb:
Micha-0815 schrieb:
PS: ich entnehme graetz Antwort-Geschwurbel unten, dass ich richtig getippt hatte.
Was du für "Geschwurbel" hältst, sind die belegten Fakten. Dann erkläre du uns doch mal, wo das Problem liegt bei der Verschwenkung von 200m Gleisen!
Warum soll ich das, cs hat da doch z.B. eine differenzierte Liste aufgestellt, warum das wahrscheinlich nicht an einem Wochenende zu leisten ist. Aber die Liste hast Du bereits abgetan mit der Lüge, dass das Plannungsbüro das (also die Verschwenkung innnerhalb eines Wochenendes) als "technisch leicht" bezeichnet hätte.

Wie so oft diskutierst Du also nicht mit und über die Fakten, sondern Du erfindest dazu angebliche Aussagen von kompetenten Personen oder Stellen, denen Du Deine abstrusen Gedanken anhängst.

Hör doch einfach mit solchen Lügen auf, dann ist doch alles gut!
Wie gesagt: "Ein Wochenende" ist nur ein Nebelkerze. In Bad Cannstatt sind es zwei. Und wenn es drei oder vier wären, wäre es auch egal. 200m Gleise zu verlegen ist aber eben kein Hexenwerk, sondern "tägliches Geschäft". Es wird auch betont, dass dort die parallel liegende Baustrasse die Arbeiten erleichtert.
cs tut so, als ob man alles auf einmal machen muss. Belege dafür liefert er nicht. Und es ist eben so, dass es schon längst thematisiert wäre, wenn es da eine überlange Sperrung der S-Bahn geben würde. Es wäre ein besseres Argument als alle Argumente, die die Stadt jetzt liefert und die mit "Bahnverkehr" so überhaupt nichts zu tun haben.

Das sind die Fakten, gegen die ihr nur mit euren Mutmassungen versucht anzugehen. Man hätte von Anfang an eine andere Ausführung geplant, wenn man gewusst hätte, dass die Panoramabahn noch auf Jahre gebraucht würde. Und man hat schon jetzt so gearbeitet, als wenn man das schon immer gewusst hätte. Nicht mit Absicht, sondern einfach, weil es sich so ergeben hat. Nur der letzte Schritt der Änderung wird nicht vollzogen wegen eines Immobilienprojekts.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: Micha-0815

Datum: 10.08.20 11:47

graetz schrieb:
Micha-0815 schrieb:
graetz schrieb:
Micha-0815 schrieb:
PS: ich entnehme graetz Antwort-Geschwurbel unten, dass ich richtig getippt hatte.
Was du für "Geschwurbel" hältst, sind die belegten Fakten. Dann erkläre du uns doch mal, wo das Problem liegt bei der Verschwenkung von 200m Gleisen!
Warum soll ich das, cs hat da doch z.B. eine differenzierte Liste aufgestellt, warum das wahrscheinlich nicht an einem Wochenende zu leisten ist. Aber die Liste hast Du bereits abgetan mit der Lüge, dass das Plannungsbüro das (also die Verschwenkung innnerhalb eines Wochenendes) als "technisch leicht" bezeichnet hätte.

Wie so oft diskutierst Du also nicht mit und über die Fakten, sondern Du erfindest dazu angebliche Aussagen von kompetenten Personen oder Stellen, denen Du Deine abstrusen Gedanken anhängst.

Hör doch einfach mit solchen Lügen auf, dann ist doch alles gut!
Wie gesagt: "Ein Wochenende" ist nur ein Nebelkerze. (...)
Ja wenn Du es für unwichtig hältst, dann schreib das doch einfach direkt, statt erst mal darüber zu lügen, und angebliche Aussagen des Planungsbüros dazu zu erfinden.

Deine Meinung ist mir wirklich herzlich egal. Was mich stört, sind Deine ständigen, oft vorsätzlichen, falschen Tatsachenbehauptungen und Erfindungen zu angeblichen Aussagen anderer.

Gruß, Micha
Meinungsfreiheit bedeutet, dass man fast alles behaupten darf. Es bedeutet nicht, dass sich jemand den Mist anhören muss.
(Kommentar im Tagesspiegel zu Verschwörungsgläubigen)

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 10.08.20 11:57

Micha-0815 schrieb:
graetz schrieb:
Wie gesagt: "Ein Wochenende" ist nur ein Nebelkerze. (...)
Ja wenn Du es für unwichtig hältst, dann schreib das doch einfach direkt, statt erst mal darüber zu lügen, und angebliche Aussagen des Planungsbüros dazu zu erfinden.

Deine Meinung ist mir wirklich herzlich egal. Was mich stört, sind Deine ständigen, oft vorsätzlichen, falschen Tatsachenbehauptungen und Erfindungen zu angeblichen Aussagen anderer.
Nur habe ich nirgends(!) geschrieben oder bestätigt, dass die S-Bahn nicht gesperrt werden muss oder auch nur für ein Wochenende. Wie sollte ich also dazu "lügen"?

Stattdessen versucht ihr, mir euer Geschwurbel als meine Aussagen unterzuschieben und entfernt euch damit von den tatsächlichen Fakten, wo diese Verschwenkung "tägliches Geschäft" ist, was dann eben bedeutet, es gibt aus bahntechnischer Sicht keinen Grund, es nicht so zu machen.

Und tatsächlich argumentiert man offiziell nicht mit "Bahntechnik" oder sogar konkret mit "S-Bahn Sperrung", sondern nur mit dem Immmobilenprojekt.

Ihr habt einfach keine Argumente mehr und macht deswegen das selbe wie die Stadt: Argumente konstruieren. Ausserhalb von Stuttgart gäbe es diese Diskussion gar nicht, weil man natürlich die Ausführung wählen würde, die die Streckensperrungen insgesamt am deutlichsten reduzieren würde.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: Micha-0815

Datum: 10.08.20 12:05

graetz schrieb:
Micha-0815 schrieb:
graetz schrieb:
Wie gesagt: "Ein Wochenende" ist nur ein Nebelkerze. (...)
Ja wenn Du es für unwichtig hältst, dann schreib das doch einfach direkt, statt erst mal darüber zu lügen, und angebliche Aussagen des Planungsbüros dazu zu erfinden.

Deine Meinung ist mir wirklich herzlich egal. Was mich stört, sind Deine ständigen, oft vorsätzlichen, falschen Tatsachenbehauptungen und Erfindungen zu angeblichen Aussagen anderer.
Nur habe ich nirgends(!) geschrieben oder bestätigt, dass die S-Bahn nicht gesperrt werden muss oder auch nur für ein Wochenende. Wie sollte ich also dazu "lügen"?
Siehe [www.drehscheibe-online.de]

Und weil das eh nichts bringt, da Du mit Deinen notorischen Falschaussagen sowieso weiter machen wirst, bin ich hier raus.

Gruß, Micha
Meinungsfreiheit bedeutet, dass man fast alles behaupten darf. Es bedeutet nicht, dass sich jemand den Mist anhören muss.
(Kommentar im Tagesspiegel zu Verschwörungsgläubigen)

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: kmueller

Datum: 10.08.20 12:13

Manu Chao schrieb:
Wobei diese 6 Monate ja nicht unbedingt heissen dass man 6 Monate für die Verschwenkung der S-Bahn benötigt, sondern nur dass man 6 Monate vor Inbetriebnahme mit (den Vorbereitungen zur) Verschwenkung anfangen will. Gibt es denn Informationen wann die S-Bahn auf ihren neuen Gleisen fahren soll? Sie kann dies ja schon machen bevor der Tiefbahnhof in Betrieb genommen wird. Wenn man sich das Ziel vorgibt die Gäubahn wieder an den Kopfbahnhof anzuschliessen, kann ich mir nicht vorstellen dass sich diese 6 Monate nicht merklich verkürzen lassen. Eine Halbierung auf 3 Monate sollte realistisch sein.

Genauso sollte sich zum einen die Länge des Bahndamms der Panoramastreckenanbindung die für die S-Bahnverschwenkung abgetragen werden muss minimieren wenn man deren Minimierung als eine Zielvorgebung in die Bauplanung mit aufnimmt. Und mit einer solchen Minimierung dürfte eine Hilfsbrücke (anstelle des Wiederherstellens des Bahndamms) eine realistischere Lösung werden.

Als Worst Case könnte Deine Ein-Jahr-Schätzung durchaus stimmen, unter der Annahme dass man die Bauplanung komplett auf die Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs und minimale Kosten optimiert mit Null Rücksicht auf eine eventuelle Wiederherstellung der Panoramastreckenanbindung. Dass sich dies aber wenn man eine andere Zielsetzung hat nicht mindestens halbieren liesse, erscheint mir ziemlich unwahrscheinlich.
Auf Deutsch: wir fangen einfach an. Ob - und wie und wann- das Ganze einmal fertig wird, finden wir anschließend heraus. Irgendwie wirds schon gehen, notfalls müssen halt die nächsten 10 Mrd. reingebuttert werden.

Irgendwo habe ich schon Beispiele für solche Konzepte gelesen. Aber wo nur?

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 10.08.20 12:19

Micha-0815 schrieb:
graetz schrieb:
Micha-0815 schrieb:
graetz schrieb:
Wie gesagt: "Ein Wochenende" ist nur ein Nebelkerze. (...)
Ja wenn Du es für unwichtig hältst, dann schreib das doch einfach direkt, statt erst mal darüber zu lügen, und angebliche Aussagen des Planungsbüros dazu zu erfinden.

Deine Meinung ist mir wirklich herzlich egal. Was mich stört, sind Deine ständigen, oft vorsätzlichen, falschen Tatsachenbehauptungen und Erfindungen zu angeblichen Aussagen anderer.
Nur habe ich nirgends(!) geschrieben oder bestätigt, dass die S-Bahn nicht gesperrt werden muss oder auch nur für ein Wochenende. Wie sollte ich also dazu "lügen"?
Siehe [www.drehscheibe-online.de]

Und weil das eh nichts bringt, da Du mit Deinen notorischen Falschaussagen sowieso weiter machen wirst, bin ich hier raus.
Du verweist direkt auf deine Unterstellung. Damit bist du zurecht "raus", weil du keine Argumente mehr hast und dein Geschwurbel offensichtlich ist.
ich schrieb nur, dass eine Sperrung der S-Bahn offensichtlich kein Problem ist, sonst wäre sie thematisiert. Im Gegenteil ist das "tägliches Geschäft". Wie immer wirfst du mir Faktenferne vor, während ich nur zitiere und du oder hier auch cs Dinge frei erfindet und ihr euch damit selbst von den Fakten entfernt.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 10.08.20 19:37

Manu Chao schrieb:
cs schrieb:
Manu Chao schrieb:
Man kann die Frage auch anders angehen: Wie lange müsste die Anbindung des Kopfbahnhofs an die Panoramastrecke maximal unterbrochen werden um die S-Bahn zu verlegen?
Also bisher war die Unterbrechung der Gäubahn 6 Monate vor Inbetriebnahme von S21 vorgesehen. Nach Inbetriebnahme müsste man dann den Bahndamm für die Gäubahn wieder herstellen.
Bei der U6-Strecke zum Flughafen wurde von den SSB angegeben, dass die beiden Bahndämme zur neuen Brücke über die Autobahn nach der Aufschüttung "wie üblich drei bis vier Monate ruhen" müssen, um sich vollends zu setzen, bevor mit dem weiteren Ausbau begonnen werden kann. Ich schätze, dass man bei der Gäubahn also insgesamt mit rund einem Jahr Unterbrechung rechnen müsste.
Wobei diese 6 Monate ja nicht unbedingt heissen dass man 6 Monate für die Verschwenkung der S-Bahn benötigt, sondern nur dass man 6 Monate vor Inbetriebnahme mit (den Vorbereitungen zur) Verschwenkung anfangen will.
Richtig, und was man von offiziellen Zeitangaben beim Projekt S21 hält, kann jeder für sich überlegen. (ob da 6 Monate wohl tatsächlich ausreichend sind?)

Manu Chao schrieb:
Gibt es denn Informationen wann die S-Bahn auf ihren neuen Gleisen fahren soll? Sie kann dies ja schon machen bevor der Tiefbahnhof in Betrieb genommen wird. Wenn man sich das Ziel vorgibt die Gäubahn wieder an den Kopfbahnhof anzuschliessen, kann ich mir nicht vorstellen dass sich diese 6 Monate nicht merklich verkürzen lassen. Eine Halbierung auf 3 Monate sollte realistisch sein.

Genauso sollte sich zum einen die Länge des Bahndamms der Panoramastreckenanbindung die für die S-Bahnverschwenkung abgetragen werden muss minimieren wenn man deren Minimierung als eine Zielvorgebung in die Bauplanung mit aufnimmt. Und mit einer solchen Minimierung dürfte eine Hilfsbrücke (anstelle des Wiederherstellens des Bahndamms) eine realistischere Lösung werden.

Als Worst Case könnte Deine Ein-Jahr-Schätzung durchaus stimmen, unter der Annahme dass man die Bauplanung komplett auf die Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs und minimale Kosten optimiert mit Null Rücksicht auf eine eventuelle Wiederherstellung der Panoramastreckenanbindung. Dass sich dies aber wenn man eine andere Zielsetzung hat nicht mindestens halbieren liesse, erscheint mir ziemlich unwahrscheinlich.
Hier ein Lageplan zum besseren Verständnis der erforderlichen Maßnahmen:

S-Bahn-Verlegung Rosensteinstr.-Ehmannstr..png


Um die S-Bahn von der derzeitigen Lage (blaue Linien) an die neue Lage (grüne Linien) anzubinden müssen die Gleise verschwenkt und abgesenkt werden (rote Linien)
Dazu wird die Gäubahn (violette Linien) unterbrochen und deren Bahndamm im gelb schraffierten Bereich abgebaut, um die beiden S-Bahn-Gleise um das Überwerfungsbauwerk herum zu führen (von mir vereinfacht dargestellt als eine einzige orange Linie).

Damit das ganze nicht allzu einfach wird, ist beim Abbau des Bahndamms dabei eine Zufahrt zur Baustelle und eine Abfuhr und Anlieferung von Material lediglich über die (unterbrochenen) Gäubahngleise möglich, da auf den beidseits der Baustelle vorhandenen Gleisen (S-Bahn und Fernbahn) noch planmäßiger Zugverkehr stattfindet und die beiden querenden Straßen deutlich tiefer als die Bahntrasse liegen, wodurch eine Zufahrt von diesen Straßen nicht möglich ist.

Da die Verschwenkungen auf die temporäre Umfahrung jeweils auf gleicher Ebene stattfinden, ist diese Umlegung in einer Wochendendsperrung durchführbar (analog zu den Verschwenkungen im Bahnhof Feuerbach).
Wenn man im Zuge dieser Verschwenkung auf der im Bild linken Seite eine Weiche in das Stadteinwärtsgleis einbaut, kann man sowohl die Umfahrung benutzen als auch das "alte" Gleis unter dem Überwerfungsbauwerk und somit nach Herstellung der rot dargestellten Verbindung in die neue S-Bahn-Strecke einfahren und dort z. B. Abnahme-, Test- und Schulungsfahrten durchführen.
Nach der Führung der S-Bahn auf der temporären Umfahrung kann dann der eigntliche Verschwenkungsbereich hergestellt werden, den groben Ablauf habe ich weiter oben bereits aufgeführt.
Wenn dann der S-Bahn-Betrieb endgültig auf der neuen Infrastruktur erfolgt, kann die temporäre Umfahrung wieder entfernt werden und wenn man das möchte entweder der Bahndamm der Gäubahn wieder hergestellt oder eine Behelfsbrücke eingebaut werden.

Soviel ich weiß (und ich sehe auch keine sinnvolle andere Vorgehensweise) würde die Bahn, ähnlich wie die SSB unter der Heilbronner Straße, zuerst die Stadteinwärtsrichtung in Cannstatt, am Nordbahnhof und in der Tunnelrampe anschließen und in Betrieb nehmen, einige Tage oder Wochen später dann die Stadtauswärtsrichtung.


Ob die Bahn derartige Baumaßnahmen einschließlich der erforderlichen Pufferzeiten für Unvorhergesehenes tatsächlich in deutlich kürzerer Zeit als einem Jahr erfolgreich durchführen kann, kann ich mir nicht vorstellen.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: Manu Chao

Datum: 10.08.20 20:04

cs schrieb:
Wenn dann der S-Bahn-Betrieb endgültig auf der neuen Infrastruktur erfolgt, kann die temporäre Umfahrung wieder entfernt werden und wenn man das möchte entweder der Bahndamm der Gäubahn wieder hergestellt oder eine Behelfsbrücke eingebaut werden.

Ob die Bahn derartige Baumaßnahmen einschließlich der erforderlichen Pufferzeiten für Unvorhergesehenes tatsächlich in deutlich kürzerer Zeit als einem Jahr erfolgreich durchführen kann, kann ich mir nicht vorstellen.
Selbst wenn der erste Teil (S-Bahngleise in neuer Lage) die vollen sechs Monate brauchen sollte, verstehe ich nicht wieso eine Behelfsbrücke weitere sechs Monate Bauzeit haben soll.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.20 20:04.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 10.08.20 21:19

Tja - alles unnötig. Eine direkte Verschwenkung ist „technisch leicht“ möglich und „tägliches Geschäft“.
Du zitierst eine Planung, die noch davon ausging, dass die neue Brücke dann auch erst gebaut würde. Die ist aber in genau dieser engen Lage schon fertiggestellt worden.
Es geht nur noch um ein letztes Stück. Und das ist leicht anzugehen durch die parallel führende Baustrasse.

Eine zu lange Sperrung der S-Bahn wurde dabei nicht thematisiert, obwohl das das beste Argument für die Stadt wäre, da es ausnahmsweise ein echtes bahntechnisches Argument wäre. Aber das würde man dann auch nicht mehr mit „technisch leicht“ beschreiben.

Also nochmal: geh davon aus, dass bei der neuen Planung all das bereits berücksichtigt wurde und es trotzdem kein Show-Stopper ist.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 11.08.20 02:25

cs schrieb:
Um Deine Zeitangabe ("an einem Wochenende") nachvollziehen zu können, wäre es hilfreich, wenn Du da mal die entsprechenden Zeiten für die einzelnen Bauschritte angeben würdest:

1. Entfernen von 4 mal 125 m Schienen
2. Entfernen von 2 mal 125 m Schwellen (ca. 600 Schwellen)
3. Entfernen von 125 m Schotteroberbau zweigleisig
4. Abtragen des Bahndamms, 125 m Länge, Abtragstärke bis zu ca. 2 m, im Mittel ca. 1 m, Breite im Mittel ca. 4 m
5. Verdichten des durch die Abgrabungen aufgelockerten Bahndamms, Fläche ca. 1000 m²
6. Lastplattendruckversuche zur Abnahme des Bahndamms und als Leistungsnachweis der Baufirma für spätere Streitfälle
7. Einbringen des Materials und Herstellung des neuen Planums, Fläche ca. 1000 m²
8. Lastplattendruckversuche zur Abnahme des Planums und als Leistungsnachweis der Baufirma für spätere Streitfälle
9. Einbringen des Schotters für 125 m zweigleisige Strecke einschließlich Herstellen der plangemäßen Oberfläche
10. Einbringen und Verlegen der Schwellen für 125 m zweigleisige Strecke
11. Einbringen und Verlegen der Schienen für 125 m zweigleisige Strecke
12. Ausrichten und Stopfen der Gleise im Kurvenbereich mit Überhöhung
13. Messfahrten zur Abnahme der korrekten Gleislage
14. Testfahrten mit den planmäßig verkehrenden Zügen

Schon diese Aufzählung ist so wie hier falsch - es werden nämlich die Hälfte dieser Arbeiten (sollte diese Aufzählung korrekt sein) auf jeden Fall durchgeführt:

Zitat
Gemäß dem Planfeststellungsbeschluss von 2006 sollte die Gäubahn unterbrochen werden, um auf deren Trasse vorübergehend beide S-Bahngleise um das Gäubahn-Viadukt herum legen zu können. Dadurch wäre Platz für die Baulogistik geschaffen worden, um die Rampe zur Mittnachtstraße zu bauen. Der geplante Bauablauf in sechs Phasen ist in den originalen Planungsunterlagen der Anlage 14.1 erläutert (Kapitel 14.1.2.3.5 S-Bahn-Anbindung Stuttgart Nord, S. 17ff.). Anzumerken ist, dass dieser Bauab- lauf nicht verbindlich, sondern lediglich„Nur zur Information“ beigelegt ist.
Ein derartiges Bauverfahren wäre jedoch sehr aufwändig. Nicht nur, weil der Gäubahn-Damm weggebaggert werden müsste, sondern auch, weil für die Gleise eine mehrfache Verschwenkung nötig wird. Das hat die Projektgesellschaft zwischenzeitlich erkannt und ist von dieser Bauweise abgewichen. Sie plante nur noch„das S-Bahn-Richtungsgleis vom Hauptbahnhof zum Nordbahnhof über einen Damm der bestehen- den Gäubahn am Gäubahn-Viadukt vorbei zum Nordbahnhof zu führen“.

Quellenangabe: Übergangskonzept für Gäubahn-Verkehre zwischen der Inbetriebnahme der Planfeststellungsabschnitte 1.3a und 1.3b, DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH, 21. Dezember 2015.
[rv-stuttgart.bund-bawue.de]

Das Gleis zum HBF wird also schon auf jeden Fall einfach verschwenkt. Dafür ist schon jetzt keine Kappung der Gäubahn nötig.
Es würden nur noch die Hälfte der von dir aufgezählten Arbeiten noch durchzuführen sein.

Und weiter:

Zitat
Doch auch dieses Bauverfahren ist zwischenzeitlich überholt. Im März 2019 stellte die DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH dem Kreistag von Böblingen eine weitere Bauvariante vor, in der auch auf die Verlegung des stadtauswärts führenden S-Bahngleises während der Bauphase verzichtet wird.
Eine einfache Verschwenkung schon eines Gleises wurde also schon seit 2015 geplant. Wo ist die Diskussion über eine lange Sperrung der S-Bahn-Strecke deswegen? Sie müsste seit über vier Jahren laufen, wenn es nach dir ginge.
Das zweite Gleis auch noch auf die gleiche Art zu verschwenken, wurde schon vor über ein Jahr vorgestellt. Wo ist da die Diskussion über eine lange S-Bahnsperre?

Du siehst, du entfachst hier nur ein Sturm im Wasserglas. Seit über vier Jahren plant man eh eine einfache Verschwenkung, wo du hier dir Aufwände ausdenkst, die keinesfalls irgendwie als Argument "dagegen" taugen können. Nirgendwo regte sich bei den Projektpartnern in den letzten vier Jahren Widerstand gegen dieses Verfahren und einer angeblich langen Sperrung der S-Bahn. Auch nicht bei der Stadt, weil ja die Kappung der Gäubahn weiter gesetzt war. Wäre die Sperre ein Problem, hätte man schon 2015 dem neuen Verfahren widersprechen können.

Dass die Kappung unnötig ist, ist ja auch schon länger bekannt. Aber in der ganzen Zeit argumentiert die Stadt nur mit "freien Grundstücken" und nicht mit "S-Bahn Sperre" und Hermann sagt dann dazu, dass die Stadt Angst hat, ein Verzicht auf die Kappung würde einen ergänzenden Kopfbahnhof gesetzt machen.

Und auch jetzt, wo die Stadt quasi mit dem Rücken zur Wand steht, holt sie alte Gutachten aus dem letzten Jahrhundert raus und schwadroniert über Pendler und Wohnungssuchende, die die Gäubahn eh nicht benutzen wollen anstatt auch nur einmal zu erwähnen, dass ohne die Kappung der Gäubahn die S-Bahn unverhältnismässig lange gesperrt werden müsste.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.20 10:00.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: rad3m

Datum: 11.08.20 06:30

graetz schrieb:
Zitat
Und weiter:

Zitat
Doch auch dieses Bauverfahren ist zwischenzeitlich überholt. Im März 2019 stellte die DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH dem Kreistag von Böblingen eine weitere Bauvariante vor, in der auch auf die Verlegung des stadtauswärts führenden S-Bahngleises während der Bauphase verzichtet wird.
Eine einfache Verschwenkung schon eines Gleises wurde also schon seit 2015 geplant. Wo ist die Diskussion über eine lange Sperrung der S-Bahn-Strecke deswegen? Sie müsste seit über vier Jahren laufen, wenn es nach dir ginge.
Das zweite Gleis auch noch auf die gleiche Art zu verschwenken, wurde schon vor über ein Jahr vorgestellt. Wo ist da die Diskussion über eine lange S-Bahnsperre?
Ja, dunkel erinnere ich mich an die damaligen Zitate. Habe das aber ganz anders gelesen und interpretiert. Ich gehöre natürlich auch zu denen, die interpretieren, wie es in ihr Weltbild passt. Und meines liest da: Eine Strecke muss für längere Zeit stillgelegt und durch Schienenersatzverkehr überbrückt werden. Gerne verzichtet man im Interesse von Böblingen auf die vorübergehende Verlegung der S-Bahn-Gleise und unterbricht stattdessen für längere Zeit die S-Bahn. Denn das ist sicher die billigste Variante.

Wo ist da die Diskussion geblieben?

Schon damals gab es überall solche Ankündigungen. Ein Fingerzeig, dass eine Sperrung auch anderswo Unterstützung findet, und diese rechtzeitig angekündigt, und alle Türen stehen offen. Allerdings kam es dann meistens doch nicht so brutal, wie oben schon geschrieben. Der Widerstand muss sich nur erst finden. Bis abgeklärt ist, wie das geringste Übel wirklich erreicht wird, dauert eben auch seine Zeit. Ich schrieb damals (müsste das wirklich mal wieder suchen - es gab aber keine Antworten dazu, war wohl zu unverständlich): Der beste SEV ist meistens der kürzeste. Also zwischen Nordbahnhof und Hauptbahnhof, falls nicht die neue S-Bahn Strecke von Bad Cannstatt zum Hbf schon vorher in Betrieb genommen wäre. Dann müsste man nicht zum Hbf, wo ein SEV-Ende problematischer wäre als bei der neuen S-Bahnstation auf halber Länge. Mein damaliger Vorschlag für den kurzen SEV: Eine Fahrtrichtung über die nicht mehr benötigte Baustraße. Die Busse könnten in Sichtabstand im Kreis herumfahren. Immer nur rechts abbiegen. So könnten auch volle S-Bahnen im Berufsverkehr bewältigt werden.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: Manu Chao

Datum: 11.08.20 10:56

rad3m schrieb:
Und meines liest da: Eine Strecke muss für längere Zeit stillgelegt und durch Schienenersatzverkehr überbrückt werden. Gerne verzichtet man im Interesse von Böblingen auf die vorübergehende Verlegung der S-Bahn-Gleise und unterbricht stattdessen für längere Zeit die S-Bahn. Denn das ist sicher die billigste Variante.
Ist da ein Tippfehler passiert oder meintest Du beide Mal die S-Bahn?

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: Manu Chao

Datum: 11.08.20 11:31

graetz schrieb:
Zitat
Gemäß dem Planfeststellungsbeschluss von 2006 sollte die Gäubahn unterbrochen werden, um auf deren Trasse vorübergehend beide S-Bahngleise um das Gäubahn-Viadukt herum legen zu können. Dadurch wäre Platz für die Baulogistik geschaffen worden, um die Rampe zur Mittnachtstraße zu bauen. Der geplante Bauablauf in sechs Phasen ist in den originalen Planungsunterlagen der Anlage 14.1 erläutert (Kapitel 14.1.2.3.5 S-Bahn-Anbindung Stuttgart Nord, S. 17ff.). Anzumerken ist, dass dieser Bauab- lauf nicht verbindlich, sondern lediglich„Nur zur Information“ beigelegt ist.
Ein derartiges Bauverfahren wäre jedoch sehr aufwändig. Nicht nur, weil der Gäubahn-Damm weggebaggert werden müsste, sondern auch, weil für die Gleise eine mehrfache Verschwenkung nötig wird. Das hat die Projektgesellschaft zwischenzeitlich erkannt und ist von dieser Bauweise abgewichen. Sie plante nur noch„das S-Bahn-Richtungsgleis vom Hauptbahnhof zum Nordbahnhof über einen Damm der bestehen- den Gäubahn am Gäubahn-Viadukt vorbei zum Nordbahnhof zu führen“.

Quellenangabe: Übergangskonzept für Gäubahn-Verkehre zwischen der Inbetriebnahme der Planfeststellungsabschnitte 1.3a und 1.3b, DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH, 21. Dezember 2015.
[rv-stuttgart.bund-bawue.de]

Das Gleis zum HBF wird also schon auf jeden Fall einfach verschwenkt. Dafür ist schon jetzt keine Kappung der Gäubahn nötig.
Ob jetzt nur ein oder zwei Gleise über die orange Linie geführt würden, würde doch relativ wenig daran ändern dass ein Teil des Gäubahndamms weggebaggert werden müsste? Allerdings ist diese Frage nach neustem Stand auch wieder hinfällig wie Du weiter unten zitierst.

Zitat:
Zitat
Doch auch dieses Bauverfahren ist zwischenzeitlich überholt. Im März 2019 stellte die DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH dem Kreistag von Böblingen eine weitere Bauvariante vor, in der auch auf die Verlegung des stadtauswärts führenden S-Bahngleises während der Bauphase verzichtet wird.
Meine Vorstellung dieses Verfahrens könnte dann sein dass man, wenn nötig, zusätzliche Weichenverbindungen einbaut. Dann das kurveninnere Gleis der S-Bahn sperrt. Eine Spundwand zwischen die beiden S-Bahngleise setzt. Dann das kurveninnere Gleis abbaut, denn Untergrund abbaggert bis man das Niveau der neuen Ehmannstrassenbrücke erreicht hat und dann das kurveninnere Gleis verschwenkt. Sobald dann Mittnachstrasse in Betrieb geht kann die S-Bahn vom Hauptbahnhof zur Strecke an die Mittnachstrasse verschwenkt werden und das kurveninnere Gleis der neuen S-Bahntrassierung in Betrieb genommen werden. Danach kann man dann das kurvenäussere Gleis angehen. Und nur im Zuge dessen müsste man den Gäubahndamm mit der famosen Stützmauer neu abstützen. Habe ich da irgendetwas übersehen?

Bis zu diesem Moment hat die Stadt ja eigentlich nichts zu sagen (sie kann nur die Bahn bitten doch ihre Bauweise so anzupassen dass die Gäubahntrasse unterbrochen wird weil sie dann den Unterbruch als baulogistisch notwendig darstellen kann). Wenn dann im Dezember 2025 die Weichen umgestellt werden und der Tiefbahnhof in Betrieb genommen wird stellt sich erst einmal die Frage ob alle Zufahrten auf einem Schlag umgestellt werden oder die Züge von der Fils- und Remstalbahn erst ein paar Monate später folgen. Erst dann, wenn alles bis auf die Gäubahn in den Tiefbahnhof fährt kann die Stadt die Bahn angehen und verlangen dass wegen dieser einen Strecke man doch nicht den Kopfbahnhof (in Teilen) weiterbetreiben müsse.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.20 13:28.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 11.08.20 11:37

Manu Chao schrieb:
Meine Vorstellung dieses Verfahrens könnte dann sein dass man, wenn nötig, zusätzliche Weichenverbindungen einbaut.
Heimerl fordert ja eine Machbarkeitsstudie, in der ein Weg gefunden werden soll, die S-Bahn auch künftig in Gleise "oben" (er meint Ebene-1 - der neue ergänzende Kopfbahnhof) führen zu können. Statt einer Verschwenkung bräuchte es also eh eine Weichenverbindung, so dass man quasi auf Tastendruck die neue Verbindung herstellt, die alte Verbindung aber erhalten bleibt für den Falle einer Stammstreckensperrung.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 11.08.20 12:48

graetz schrieb:
Tja - alles unnötig. Eine direkte Verschwenkung ist „technisch leicht“ möglich und „tägliches Geschäft“.
Du zitierst eine Planung, die noch davon ausging, dass die neue Brücke dann auch erst gebaut würde. Die ist aber in genau dieser engen Lage schon fertiggestellt worden.
Es geht nur noch um ein letztes Stück. Und das ist leicht anzugehen durch die parallel führende Baustrasse.

Eine zu lange Sperrung der S-Bahn wurde dabei nicht thematisiert, obwohl das das beste Argument für die Stadt wäre, da es ausnahmsweise ein echtes bahntechnisches Argument wäre. Aber das würde man dann auch nicht mehr mit „technisch leicht“ beschreiben.

Also nochmal: geh davon aus, dass bei der neuen Planung all das bereits berücksichtigt wurde und es trotzdem kein Show-Stopper ist.
Wir haben in Deutschland Glaubensfreiheit, deshalb: Glaub doch was Du willst - dass Du keine Ahnung von der Materie hast, hast Du ja oft genug gezeigt.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 11.08.20 13:01

cs schrieb:
graetz schrieb:
Tja - alles unnötig. Eine direkte Verschwenkung ist „technisch leicht“ möglich und „tägliches Geschäft“.
Du zitierst eine Planung, die noch davon ausging, dass die neue Brücke dann auch erst gebaut würde. Die ist aber in genau dieser engen Lage schon fertiggestellt worden.
Es geht nur noch um ein letztes Stück. Und das ist leicht anzugehen durch die parallel führende Baustrasse.

Eine zu lange Sperrung der S-Bahn wurde dabei nicht thematisiert, obwohl das das beste Argument für die Stadt wäre, da es ausnahmsweise ein echtes bahntechnisches Argument wäre. Aber das würde man dann auch nicht mehr mit „technisch leicht“ beschreiben.

Also nochmal: geh davon aus, dass bei der neuen Planung all das bereits berücksichtigt wurde und es trotzdem kein Show-Stopper ist.
Wir haben in Deutschland Glaubensfreiheit, deshalb: Glaub doch was Du willst - dass Du keine Ahnung von der Materie hast, hast Du ja oft genug gezeigt.
Wieso glaube ich? Es ist die Projektgesellschaft, die das glaubt. Es gibt keine Diskussion über eine S-Bahnsperre, obwohl es sie seit über vier Jahren deiner Ansicht nach geben müsste. Mal wieder gehst du nur den Überbringer der Nachricht an.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 11.08.20 14:56

graetz schrieb:
cs schrieb:
graetz schrieb:
Tja - alles unnötig. Eine direkte Verschwenkung ist „technisch leicht“ möglich und „tägliches Geschäft“.
Du zitierst eine Planung, die noch davon ausging, dass die neue Brücke dann auch erst gebaut würde. Die ist aber in genau dieser engen Lage schon fertiggestellt worden.
Es geht nur noch um ein letztes Stück. Und das ist leicht anzugehen durch die parallel führende Baustrasse.

Eine zu lange Sperrung der S-Bahn wurde dabei nicht thematisiert, obwohl das das beste Argument für die Stadt wäre, da es ausnahmsweise ein echtes bahntechnisches Argument wäre. Aber das würde man dann auch nicht mehr mit „technisch leicht“ beschreiben.

Also nochmal: geh davon aus, dass bei der neuen Planung all das bereits berücksichtigt wurde und es trotzdem kein Show-Stopper ist.
Wir haben in Deutschland Glaubensfreiheit, deshalb: Glaub doch was Du willst - dass Du keine Ahnung von der Materie hast, hast Du ja oft genug gezeigt.
Wieso glaube ich?
Wieso Du das glaubst? Vermutlich weil es Dir so am besten in Dein Weltbild passt.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 11.08.20 15:17

cs schrieb:
graetz schrieb:
cs schrieb:
graetz schrieb:
Tja - alles unnötig. Eine direkte Verschwenkung ist „technisch leicht“ möglich und „tägliches Geschäft“.
Du zitierst eine Planung, die noch davon ausging, dass die neue Brücke dann auch erst gebaut würde. Die ist aber in genau dieser engen Lage schon fertiggestellt worden.
Es geht nur noch um ein letztes Stück. Und das ist leicht anzugehen durch die parallel führende Baustrasse.

Eine zu lange Sperrung der S-Bahn wurde dabei nicht thematisiert, obwohl das das beste Argument für die Stadt wäre, da es ausnahmsweise ein echtes bahntechnisches Argument wäre. Aber das würde man dann auch nicht mehr mit „technisch leicht“ beschreiben.

Also nochmal: geh davon aus, dass bei der neuen Planung all das bereits berücksichtigt wurde und es trotzdem kein Show-Stopper ist.
Wir haben in Deutschland Glaubensfreiheit, deshalb: Glaub doch was Du willst - dass Du keine Ahnung von der Materie hast, hast Du ja oft genug gezeigt.
Wieso glaube ich?
Wieso Du das glaubst? Vermutlich weil es Dir so am besten in Dein Weltbild passt.
cs, die Projektgesellschaft hatte schon 2015 beschlossen, zumindest schon ein Gleis auf die Art zu verschwenken, wo du hier unannehmbare Probleme sehen willst. 2019 hatte die Projektgesellschaft den Plan aufgezeigt, auch das zweite Gleis so zu verschwenken. Haben die etwa auch keine Ahnung von der Materie?

Der "Glaube" liegt also bei dir, weil die Realität zeigt, dass hier kein Problem existiert. Es ist dein Weltbild, das hier unverrückbar fest steht und das du dir hier passend schreibst, was der Ansicht der beteiligten Fachleute eben widerspricht!

Man muss kein Fachmann sein, wenn man die Fachmänner nur zitiert. Wo sind deine Belege?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.20 15:37.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: rad3m

Datum: 11.08.20 18:38

Manu Chao schrieb:
rad3m schrieb:
Und meines liest da: Eine Strecke muss für längere Zeit stillgelegt und durch Schienenersatzverkehr überbrückt werden (eingefügt: nämlich entweder die S-Bahn oder die Panoramabahn). Gerne verzichtet man im Interesse von Böblingen auf die vorübergehende Verlegung der S-Bahn-Gleise und unterbricht stattdessen für längere Zeit die S-Bahn. Denn das ist sicher die billigste Variante.
Ist da ein Tippfehler passiert oder meintest Du beide Mal die S-Bahn?
Kein Tippfehler, wenn man andere Worte hervorhebt.

Wenn ich mich in Böblinger und andere Gäubahnbenutzer hineinversetzte, interessieren mich die S-Bahn- Linien nach Feuerbach, Zuffenhausen usw. viel weniger als die ununterbrochene Nutzung der Panoramabahn zum Hbf, bis endlich S21 über den Flughafen anfahrbar ist. Zwischen Nordbahnhof und Mittnachtstraße müssen die S-Bahngleise verschwenkt und abgesenkt werden. Das wurde von Anfang an so geplant, dass man das Viadukt der Panoramabahn über die S-Bahn nicht ändern muss. Von den zwei Gleisen auf dem Viadukt kann man (eigentlich auch jetzt schon) auf das Kurven-innere verzichten, wenn man die Weiche zur Fahrtrichtungstrennung nach oberhalb des Viaduktes verlegt. Damit wäre die Diskussion um die Stützmauer östlich des Viaduktendes am alten Bahndamm entschärft. Die S-Bahn Gleise können also ohne Unterbrechung der Panoramabahn gebaut werden. Allerdings muss dann die Unterbrechung der S-Bahn länger durch SEV zu überbrückt werden, als wenn man eine der verschiedenen Lösungen mit S-Bahn- Umleitungsgleisen wählt. Dann würden für die S-Bahn einige kürzere SEV- Perioden reichen. Und Böblingen wäre unvoraussehbar lange abgehängt.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: Manu Chao

Datum: 11.08.20 19:59

rad3m schrieb:
Wenn ich mich in Böblinger und andere Gäubahnbenutzer hineinversetzte, interessieren mich die S-Bahn- Linien nach Feuerbach, Zuffenhausen usw. viel weniger als die ununterbrochene Nutzung der Panoramabahn zum Hbf, bis endlich S21 über den Flughafen anfahrbar ist. Zwischen Nordbahnhof und Mittnachtstraße müssen die S-Bahngleise verschwenkt und abgesenkt werden. Das wurde von Anfang an so geplant, dass man das Viadukt der Panoramabahn über die S-Bahn nicht ändern muss. Von den zwei Gleisen auf dem Viadukt kann man (eigentlich auch jetzt schon) auf das Kurven-innere verzichten, wenn man die Weiche zur Fahrtrichtungstrennung nach oberhalb des Viaduktes verlegt. Damit wäre die Diskussion um die Stützmauer östlich des Viaduktendes am alten Bahndamm entschärft. Die S-Bahn Gleise können also ohne Unterbrechung der Panoramabahn gebaut werden. Allerdings muss dann die Unterbrechung der S-Bahn länger durch SEV zu überbrückt werden, als wenn man eine der verschiedenen Lösungen mit S-Bahn- Umleitungsgleisen wählt. Dann würden für die S-Bahn einige kürzere SEV- Perioden reichen. Und Böblingen wäre unvoraussehbar lange abgehängt.
Danke für die Erläuterung. Für wie realistisch hälst du meine Überlegung die S-Bahn auf ein paar Hundert Metern eingleisig zu führen, d.h. die beiden S-Bahngleise nacheinander zu “verschwenken” (durchaus auch zusammen mit deinem Vorschlag die Eingleisigkeit der Anbindung der Panoramastrecke um ein paar Hundert Meter zu verlängern)?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.20 23:43.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 15.08.20 13:00

Manu Chao schrieb:
Meine Vorstellung dieses Verfahrens könnte dann sein dass man, wenn nötig, zusätzliche Weichenverbindungen einbaut. Dann das kurveninnere Gleis der S-Bahn sperrt. Eine Spundwand zwischen die beiden S-Bahngleise setzt. Dann das kurveninnere Gleis abbaut, denn Untergrund abbaggert bis man das Niveau der neuen Ehmannstrassenbrücke erreicht hat und dann das kurveninnere Gleis verschwenkt. Sobald dann Mittnachstrasse in Betrieb geht kann die S-Bahn vom Hauptbahnhof zur Strecke an die Mittnachstrasse verschwenkt werden und das kurveninnere Gleis der neuen S-Bahntrassierung in Betrieb genommen werden. Danach kann man dann das kurvenäussere Gleis angehen. Und nur im Zuge dessen müsste man den Gäubahndamm mit der famosen Stützmauer neu abstützen. Habe ich da irgendetwas übersehen?
Ob Du etwas übersehen hast, kann ich nicht beurteilen, aber Dein Vorschlag würde vor und nach der Inbetriebnahme der Station Mittnachtstraße über längere Zeit eine eingleisige S-Bahn-Führung im Baustellenbereich erfordern.

Bei einer minimalen Zugfolgezeit von im besten Fall vermutlich knapp 4 Minuten (von Abfahrt am Nordbahnhof Richtung Hbf über Fahrt Gegenzug bis zur nächsten Abfahrt am Nordbahnhof Richtung Hbf) dürfte die Betriebsqualität bei dem an dieser Stelle über rund 14 Stunden am Tag durchgehend vorhandenen 5-Minuten-Takt nicht zufriedenstellend sein.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 15.08.20 13:12

Manu Chao schrieb:
cs schrieb:
Wenn dann der S-Bahn-Betrieb endgültig auf der neuen Infrastruktur erfolgt, kann die temporäre Umfahrung wieder entfernt werden und wenn man das möchte entweder der Bahndamm der Gäubahn wieder hergestellt oder eine Behelfsbrücke eingebaut werden.

Ob die Bahn derartige Baumaßnahmen einschließlich der erforderlichen Pufferzeiten für Unvorhergesehenes tatsächlich in deutlich kürzerer Zeit als einem Jahr erfolgreich durchführen kann, kann ich mir nicht vorstellen.
Selbst wenn der erste Teil (S-Bahngleise in neuer Lage) die vollen sechs Monate brauchen sollte, verstehe ich nicht wieso eine Behelfsbrücke weitere sechs Monate Bauzeit haben soll.
Man kann ja nicht nur einfach eine Behelfsbrücke einheben, man muss ja auch vorher noch die beiden Brückenwiderlager und bei der Länge der Brücke wahrscheinlich auch noch mehrere Fundamente für Zwischenstützen herstellen, und das alles in einem über 100 Jahre alten Bahndamm. Eingriffe in so alte Bahndämme sind immer problematisch, da bei den damals hergestellten Böschungsneigungen in den allermeisten Fällen bei den heutigen Vorschriften eine ausreichende Sicherheit der Böschung nicht mehr nachgewiesen werden kann und bei einem Eingriff erlischt der Bestandsschutz und alle Bereiche, die durch den Eingriff betroffen sind, müssen nach aktueller Vorschriftenlage nachgewiesen werden.

Kleiner Nachtrag

geschrieben von: graetz

Datum: 01.09.20 10:33

cs schrieb:
Falls Ihr da eine praktikable Lösung für dieses Problem gefunden habt, so lass mich Eure Lösung wissen. Falls da von Dir (oder sonst jemandem) keine plausible Lösung dargelgt wird, bleibe ich bei meiner Meinung, dass der Anschluss der neuen S-Bahn-Strecke an die Bestandsstrecke an dieser Stelle ohne mehrtägige Unterbrechung der S-Bahn oder wahlweise ohne mehrmonatige Unterbrechung der Gäubahn nicht machbar ist.
Dazu ein kleiner Nachtrag:

Zitat
In den gesamten Sommerferien der Jahre 2021-2023 wird jeweils die gesamte (erweiterte) Stammstrecke zwischen Stuttgart-Hbf (tief) und Stuttgart-Österfeld (jeweils einschließlich) für den S-Bahn-Verkehr wegen der nach 40 Jahren erforderlichen Sanierung und weiterer Arbeiten komplett gesperrt
[s-bahn-chaos.de]

Und du hast echt ein Problem mit einer nur mehrtägigen Sperrung der S-Bahn? Um damit einen absolut unnötigen Abbau einer Infrastruktur die Stange zu halten, die genau bei dieser Sanierung der Stammstrecke sich als unverzichtbar erweist? Muss die Stammstrecke in aller Zukunft dann nie wieder saniert werden?

https://s-bahn-chaos.de/wp-content/uploads/2020/02/Sperrung-S-Bahn-Sommer-regul%C3%A4r-Druck.png



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.09.20 10:34.

Re: Kleiner Nachtrag

geschrieben von: Andy0711

Datum: 01.09.20 13:58

graetz schrieb:
[s-bahn-chaos.de]

Und du hast echt ein Problem mit einer nur mehrtägigen Sperrung der S-Bahn? Um damit einen absolut unnötigen Abbau einer Infrastruktur die Stange zu halten, die genau bei dieser Sanierung der Stammstrecke sich als unverzichtbar erweist? Muss die Stammstrecke in aller Zukunft dann nie wieder saniert werden?

Der Vollständigkeit halber der aktuelle Plan inklusive S12 - wird dadurch nicht wesentlich besser, aber entspricht wenigstens dem aktuellen Stand:
https://s-bahn-chaos.de/wp-content/uploads/2020/08/Sperrung-S-Bahn-Sommer-regulaer-Druck-neu-S12-Esslingen-2048x1362.png



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.09.20 13:59.