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Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 27.07.20 22:06

mental schrieb:
cs schrieb:
mental schrieb:
Die "geplanten" Umleitungen in den Hauptbahnhof sind übrigens natürlich auch absolut notwendig. Sie finden hauptsächlich in Phasen absoluter Überlastung statt, z.B. bei Frühlings- und Herbstfest...
Waren Frühlings- und Herbstfest 2019 im Januar und Februar [www.drehscheibe-online.de] oder im Juli und August [s-bahn-chaos.de] ?
Mir ist nicht ganz klar, was du mir sagen möchtest. Dass eine alternative Strecke nicht nur bei Störungen und Großveranstaltungen sondern auch bei Baumaßnahmen Sinn macht?
Nein, ich wollte zeigen, dass die "geplanten" Umleitungen anders als von Dir behauptet nicht hauptsächlich zum "Frühlings- und Herbstfest" (was auch immer Du unter Herbstfest verstehst, vielleicht das Weindorf?) stattfanden, sondern vor allem bei Baumaßnahmen.

Gab es zu "Frühlings- und Herbstfest" eigentlich überhaupt geplante S-Bahn-Umleitungen in den Kopfbahnhof?

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: mental

Datum: 27.07.20 22:30

cs schrieb:
mental schrieb:
cs schrieb:
mental schrieb:
Die "geplanten" Umleitungen in den Hauptbahnhof sind übrigens natürlich auch absolut notwendig. Sie finden hauptsächlich in Phasen absoluter Überlastung statt, z.B. bei Frühlings- und Herbstfest...
Waren Frühlings- und Herbstfest 2019 im Januar und Februar [www.drehscheibe-online.de] oder im Juli und August [s-bahn-chaos.de] ?
Mir ist nicht ganz klar, was du mir sagen möchtest. Dass eine alternative Strecke nicht nur bei Störungen und Großveranstaltungen sondern auch bei Baumaßnahmen Sinn macht?
Nein, ich wollte zeigen, dass die "geplanten" Umleitungen anders als von Dir behauptet nicht hauptsächlich zum "Frühlings- und Herbstfest" (was auch immer Du unter Herbstfest verstehst, vielleicht das Weindorf?) stattfanden, sondern vor allem bei Baumaßnahmen.

Gab es zu "Frühlings- und Herbstfest" eigentlich überhaupt geplante S-Bahn-Umleitungen in den Kopfbahnhof?
Nochmal: bei Großveranstaltungen. Das hat nichts mit dem letzten Jahr zu tun. Und ja, die gibt es. Ich saß schon öfters in diesen Zügen...

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 27.07.20 22:56

mental schrieb:
cs schrieb:
mental schrieb:
cs schrieb:
mental schrieb:
Die "geplanten" Umleitungen in den Hauptbahnhof sind übrigens natürlich auch absolut notwendig. Sie finden hauptsächlich in Phasen absoluter Überlastung statt, z.B. bei Frühlings- und Herbstfest...
Waren Frühlings- und Herbstfest 2019 im Januar und Februar [www.drehscheibe-online.de] oder im Juli und August [s-bahn-chaos.de] ?
Mir ist nicht ganz klar, was du mir sagen möchtest. Dass eine alternative Strecke nicht nur bei Störungen und Großveranstaltungen sondern auch bei Baumaßnahmen Sinn macht?
Nein, ich wollte zeigen, dass die "geplanten" Umleitungen anders als von Dir behauptet nicht hauptsächlich zum "Frühlings- und Herbstfest" (was auch immer Du unter Herbstfest verstehst, vielleicht das Weindorf?) stattfanden, sondern vor allem bei Baumaßnahmen.

Gab es zu "Frühlings- und Herbstfest" eigentlich überhaupt geplante S-Bahn-Umleitungen in den Kopfbahnhof?
Nochmal: bei Großveranstaltungen. Das hat nichts mit dem letzten Jahr zu tun. Und ja, die gibt es. Ich saß schon öfters in diesen Zügen...
Und das waren S-Bahnen und da stand im Fahrplan: Zug hält in Hbf oben, Zug hält nicht in Österfeld, Universität, Schwabstraße, Feuersee und Stadtmitte?
Waren das dann planmäßig eingesetzte Zusatzzüge, die über die in der Stammstrecke möglichen 24 Züge je Stunde hinausgingen?

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 28.07.20 10:27

cs schrieb:
So "einfach zu bewerkstelligen" ist das nämlich nur, wenn man die S-Bahn für die Bauzeit dort kappt.
Es ist nur ein kurzer Abschnitt, der leicht verschwenkt werden kann, weil da auch eine Baustrasse ist. Gleis für Gleis dürfte auch möglich sein. Ein Notbetrieb sollte da möglich sein.

Und du willst das echt abwägen gegen mindestens drei Jahre Kappung einer Hauptstrecke?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.07.20 10:28.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: hjjaekel

Datum: 28.07.20 22:30

cs schrieb:
...

hjjaekel schrieb:
...
Das ist mir alles klar. Das Problem ist auch nicht das Stützmäuerchen (das bekommt man recht einfach in den Griff), sondern die neue Höhenlage der S-Bahn-Gleise im Bereich der Verschwenkung. Das kann man in dem mittleren der von Dir gezeigten Schnitte schön erkennen.
Um die S-Bahn-Gleise auf die neue Höhe zu bekommen, muss man die bestehenden Gleise einschließlich des gesamten Oberbaus entfernen. Dann muss man den Unterbau (Bahndamm) auf die neue Höhe abtragen, und ein neues Planum in der tieferen zukünftigen Lage herstellen. Darauf kann man dann den Oberbau (Schotter, Schwellen, Schienen) wieder neu herstellen und die neue Strecke befahren. Das ganze geht nicht in einer kurzen Nacht- oder Wochendsperrung, auch nicht, wenn man das für die beiden Gleise getrennt nacheinander macht.
Was da zu tun ist, das ist mir alles klar. Aber so wie Du schon schreibst, zeigt der mittlere Schnitt eine Situation bei km 2,4, an der die neue Strecke etwa 1,7m die alte Strecke verlassen hat und 60cm tiefer trassiert werden muss. Dort könnte man nur die halbe Strecke vorbereiten, selbst wenn man die alte Strecke mit niedrigen Spundwänden sichert. Aber nur 25m weiter südlich hat die neue Strecke die alte bereits um ca. 3,5m seitlich verlassen. Nach Sicherung der alten Stecke kann von der Mittnachtstraße bis dorthin die neue Strecke komplett vorbereitet werden - Unterbau und Oberbau! Es verbleiben also noch ca. 125m auf denen die von Dir beschriebenen Arbeiten durchgeführt werden müssen. Auf den nördlichen 20-30m sind Maßnahmen am Unterbau wahrscheinlich gar nicht erforderlich. Das ist an einem Wochenende durchaus machbar!

cs schrieb weiter:
Zitat:
Bei einer ebenen Verschwenkung kann man dagegen den neuen Unterbau und das neue Planunm neben dem Bestand herstellen (z. B. Bahndamm verbreitern), dann kann man den neuen Oberbau vorbereiten und muss in einer kurzen Nacht- oder Wochenendsperrung nur noch das kurze Stück der eigentlichen Überschneidung der Gleise umbauen, eventuell kann man auch eine (oder mehrere) Weiche(n) einbauen, um auf der neuen Strecke Testfahrten durchzuführen und die alte Strecke weiterhin zu benutzen. Alles das geht bei einer Verschwenkung mit gleichzeitiger Änderung der Höhenlage im BEreich der Verschwenkung eben nicht.

Falls Ihr da eine praktikable Lösung für dieses Problem gefunden habt, so lass mich Eure Lösung wissen. Falls da von Dir (oder sonst jemandem) keine plausible Lösung dargelgt wird, bleibe ich bei meiner Meinung, dass der Anschluss der neuen S-Bahn-Strecke an die Bestandsstrecke an dieser Stelle ohne mehrtägige Unterbrechung der S-Bahn oder wahlweise ohne mehrmonatige Unterbrechung der Gäubahn nicht machbar ist.
Von Weichen für Testfahrten an dieser Stelle ist weder in der Planfeststellung noch in den Dokumenten der DB (z.B. für den Kreistag Böblingen, den S21-Ausschuss GR Stuttgart) irgendeine Rede. Wie bei der auch dort dargestellten einfachen Verschwenkung (genauso wie in meiner Grafik) eine mehrmonatige Unterbrechung der Gäubahn helfen soll, dass bleibt (noch?) Dein Geheimnis.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 09.08.20 15:32

hjjaekel schrieb:
cs schrieb:
...

hjjaekel schrieb:
...
Das ist mir alles klar. Das Problem ist auch nicht das Stützmäuerchen (das bekommt man recht einfach in den Griff), sondern die neue Höhenlage der S-Bahn-Gleise im Bereich der Verschwenkung. Das kann man in dem mittleren der von Dir gezeigten Schnitte schön erkennen.
Um die S-Bahn-Gleise auf die neue Höhe zu bekommen, muss man die bestehenden Gleise einschließlich des gesamten Oberbaus entfernen. Dann muss man den Unterbau (Bahndamm) auf die neue Höhe abtragen, und ein neues Planum in der tieferen zukünftigen Lage herstellen. Darauf kann man dann den Oberbau (Schotter, Schwellen, Schienen) wieder neu herstellen und die neue Strecke befahren. Das ganze geht nicht in einer kurzen Nacht- oder Wochendsperrung, auch nicht, wenn man das für die beiden Gleise getrennt nacheinander macht.
Was da zu tun ist, das ist mir alles klar. Aber so wie Du schon schreibst, zeigt der mittlere Schnitt eine Situation bei km 2,4, an der die neue Strecke etwa 1,7m die alte Strecke verlassen hat und 60cm tiefer trassiert werden muss. Dort könnte man nur die halbe Strecke vorbereiten, selbst wenn man die alte Strecke mit niedrigen Spundwänden sichert. Aber nur 25m weiter südlich hat die neue Strecke die alte bereits um ca. 3,5m seitlich verlassen. Nach Sicherung der alten Stecke kann von der Mittnachtstraße bis dorthin die neue Strecke komplett vorbereitet werden - Unterbau und Oberbau! Es verbleiben also noch ca. 125m auf denen die von Dir beschriebenen Arbeiten durchgeführt werden müssen. Auf den nördlichen 20-30m sind Maßnahmen am Unterbau wahrscheinlich gar nicht erforderlich. Das ist an einem Wochenende durchaus machbar!
Ob das jetzt 125 m oder 250 m oder 500 m sind, macht vermutlich auch keinen entscheidenden Unterschied.
Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass das auch bei nur 125 m Länge in einem Wochenende umgelegt werden kann, muss aber ehrlich zugeben, dass ich in dieser Hinsicht keine Erfahrungen habe.

Bist Du im Schienenverkehrswegebau tätig oder hast Du damit direkt zu tun, dass Du so sicher sein kannst, dass diese Umlegung an einem Wochenende machbar ist?
(falls nicht, hast Du vermutlich Beziehungen zu jemandem, der die erforderlichen Zeiten realistisch abschätzen kann)

Um Deine Zeitangabe ("an einem Wochenende") nachvollziehen zu können, wäre es hilfreich, wenn Du da mal die entsprechenden Zeiten für die einzelnen Bauschritte angeben würdest:

1. Entfernen von 4 mal 125 m Schienen
2. Entfernen von 2 mal 125 m Schwellen (ca. 600 Schwellen)
3. Entfernen von 125 m Schotteroberbau zweigleisig
4. Abtragen des Bahndamms, 125 m Länge, Abtragstärke bis zu ca. 2 m, im Mittel ca. 1 m, Breite im Mittel ca. 4 m
5. Verdichten des durch die Abgrabungen aufgelockerten Bahndamms, Fläche ca. 1000 m²
6. Lastplattendruckversuche zur Abnahme des Bahndamms und als Leistungsnachweis der Baufirma für spätere Streitfälle
7. Einbringen des Materials und Herstellung des neuen Planums, Fläche ca. 1000 m²
8. Lastplattendruckversuche zur Abnahme des Planums und als Leistungsnachweis der Baufirma für spätere Streitfälle
9. Einbringen des Schotters für 125 m zweigleisige Strecke einschließlich Herstellen der plangemäßen Oberfläche
10. Einbringen und Verlegen der Schwellen für 125 m zweigleisige Strecke
11. Einbringen und Verlegen der Schienen für 125 m zweigleisige Strecke
12. Ausrichten und Stopfen der Gleise im Kurvenbereich mit Überhöhung
13. Messfahrten zur Abnahme der korrekten Gleislage
14. Testfahrten mit den planmäßig verkehrenden Zügen

Die Verlegung und Überprüfung der Oberleitung wird als zeitlich parallel durchführbar vorausgesetzt.

hjjaekel schrieb:
cs schrieb weiter:
Zitat:
Bei einer ebenen Verschwenkung kann man dagegen den neuen Unterbau und das neue Planunm neben dem Bestand herstellen (z. B. Bahndamm verbreitern), dann kann man den neuen Oberbau vorbereiten und muss in einer kurzen Nacht- oder Wochenendsperrung nur noch das kurze Stück der eigentlichen Überschneidung der Gleise umbauen, eventuell kann man auch eine (oder mehrere) Weiche(n) einbauen, um auf der neuen Strecke Testfahrten durchzuführen und die alte Strecke weiterhin zu benutzen. Alles das geht bei einer Verschwenkung mit gleichzeitiger Änderung der Höhenlage im BEreich der Verschwenkung eben nicht.

Falls Ihr da eine praktikable Lösung für dieses Problem gefunden habt, so lass mich Eure Lösung wissen. Falls da von Dir (oder sonst jemandem) keine plausible Lösung dargelgt wird, bleibe ich bei meiner Meinung, dass der Anschluss der neuen S-Bahn-Strecke an die Bestandsstrecke an dieser Stelle ohne mehrtägige Unterbrechung der S-Bahn oder wahlweise ohne mehrmonatige Unterbrechung der Gäubahn nicht machbar ist.
Von Weichen für Testfahrten an dieser Stelle ist weder in der Planfeststellung noch in den Dokumenten der DB (z.B. für den Kreistag Böblingen, den S21-Ausschuss GR Stuttgart) irgendeine Rede.
Das mag ja sein, aber ich halte es trotzdem für sinnvoll, wenn die Verlegung so ausgeführt wird, dass man eine gewisse Zeit sowohl die alte Strecke planmäßig nutzen als auch auf der neuen Strecke Mess- und Testfahrten durchführen kann.

hjjaekel schrieb:
Wie bei der auch dort dargestellten einfachen Verschwenkung (genauso wie in meiner Grafik) eine mehrmonatige Unterbrechung der Gäubahn helfen soll, dass bleibt (noch?) Dein Geheimnis.
Wurde in irgendeinem Dokument oder bei irgendeiner Sitzung angegeben, dass die nord-westliche Umfahrung des Überwerfungsbauwerks für die Umlegung der S-Bahn-Gleise nicht mehr vorgesehen ist?
In den Dokumenten wird ja lediglich der Vorher-Nachher-Zustand dargestellt, über die Bauzustände ist da keine direkte Information enthalten. Daraus schließen zu wollen, dass die temporäre Umlegung der S-Bahn-Gleise auf die Nordwestseite des Überwerfungsbauwerks nicht mehr geplant ist, scheint mir doch etwas frei interpretiert zu sein, zumal der Abbau des Gäubahndamms für die temporäre Umverlegung in den Unterlagen ja noch gelb schraffiert dargestellt ist.

Also ich sehe bis jetzt noch keinen Beleg dafür, dass man die S-Bahn-Verschwenkung ohne Gäubahnunterbrechung und ohne mehrtägige (bis mehrwöchige) Unterbrechung der S-Bahn zwischen Nordbahnhof und Hbf "ganz einfach" durchführen könnte. Wie das gehen soll, scheint mir (noch?) Dein Geheimnis zu sein.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 09.08.20 15:40

graetz schrieb:
Es ist nur ein kurzer Abschnitt, der leicht verschwenkt werden kann, weil da auch eine Baustrasse ist. Gleis für Gleis dürfte auch möglich sein. Ein Notbetrieb sollte da möglich sein.
Ich zitiere Dich mal aus einem anderen Beitrag: Was qualifiziert dich zu dieser Ansicht? Bist du vom Fach?








Nein, ich erwarte von Dir wirklich keine zielführende Antwort, höchstens Ausreden und andere Ablenkungsmanöver.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 09.08.20 15:50

cs schrieb:
(lauter Bedenken)
Geh einfach mal davon aus, dass das Planungsbüro all diese Dinge abgewägt hat, als es zum Schluss gekommen ist, dass es "technisch leicht" durchzuführen wäre.

Es ist auf jeden Fall besser, als über drei Jahre eine Hauptbahn zu sperren. Nach wie vor scheint niemand hier in der Lage zu sein, auch nur einen vergleichbaren Fall zu zeigen, wo man das tatsächlich ohne Not gemacht hätte. Die Art der Ausführung dort entspricht schon längst nicht mehr der ursprünglich geplanten Ausführung. Die Kappung macht definitiv keinen Sinn mehr. Nirgends(!) liest man dabei, dass eine Sperrung der S-Bahn ein grosses Problem wäre. Nur hier in der Forumsblase liest man sowas - ohne Substanz dahinter. Und selbst die Stadt argumentiert anders.

Und du vergisst, dass man in Bad Cannstatt auch an zwei Wochenenden die S-Bahn sperren möchte und die restlichen Gleise kappt man sogar für Monate. Damit hast du wohl kein Problem? Betrifft ja auch keine "freien Grundstücke".

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 09.08.20 15:51

cs schrieb:
graetz schrieb:
Es ist nur ein kurzer Abschnitt, der leicht verschwenkt werden kann, weil da auch eine Baustrasse ist. Gleis für Gleis dürfte auch möglich sein. Ein Notbetrieb sollte da möglich sein.
Ich zitiere Dich mal aus einem anderen Beitrag: Was qualifiziert dich zu dieser Ansicht? Bist du vom Fach?








Nein, ich erwarte von Dir wirklich keine zielführende Antwort, höchstens Ausreden und andere Ablenkungsmanöver.

Ich habe bewusst im Konjunktiv geschrieben. Aber das Planungsbüro teilt deine Bedenken wohl nicht. Sind die nicht vom Fach?

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: Micha-0815

Datum: 09.08.20 17:18

graetz schrieb:
cs schrieb:
(lauter Bedenken)
Geh einfach mal davon aus, dass das Planungsbüro all diese Dinge abgewägt hat, als es zum Schluss gekommen ist, dass es "technisch leicht" durchzuführen wäre.
"Es" handelte ja davon, dass die Verlegung an nur einem Wochenende machbar sei. Wie kommst Du nun also dazu, dass das Plannungsbüro dies innerhalb eines Wochenendes für "technisch leicht" durchzuführen hält?

Ich tippe mal auf das Übliche: von Dir frei erfunden, bzw. den Wortfetzen "technisch leicht" einfach aus dem Zusammenhang gerissen und für Deine Zwecke frei rekombiniert?

PS: ich entnehme graetz Antwort-Geschwurbel unten, dass ich richtig getippt hatte.

Gruß, Micha
Meinungsfreiheit bedeutet, dass man fast alles behaupten darf. Es bedeutet nicht, dass sich jemand den Mist anhören muss.
(Kommentar im Tagesspiegel zu Verschwörungsgläubigen)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.20 23:11.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 09.08.20 17:43

Micha-0815 schrieb:
graetz schrieb:
cs schrieb:
(lauter Bedenken)
Geh einfach mal davon aus, dass das Planungsbüro all diese Dinge abgewägt hat, als es zum Schluss gekommen ist, dass es "technisch leicht" durchzuführen wäre.
"Es" handelte ja davon, dass die Verlegung an nur einem Wochenende machbar sei. Wie kommst Du nun also dazu, dass das Plannungsbüro dies innerhalb eines Wochenendes für "technisch leicht" durchzuführen hält?

Ich tippe mal auf das Übliche: von Dir frei erfunden, bzw. den Wortfetzen "technisch leicht" einfach aus dem Zusammenhang gerissen und für Deine Zwecke frei rekombiniert?
Diese Zeitvorgaben werft ihr hier als Nebelkerze in den Ring. Aber nirgends in keiner Ausführung ist zu lesen, dass eine Sperrung der S-Bahn da ein "No-Go" wäre. Es geht also um die grundsätzliche Ausführbarkeit. Die ist "technisch leicht" durchzuführen. Und woanders sind sogar zwei Wochenenden kein Problem.

Also nichts als Geschwurbel hier von euch, das wie immer nirgends sonst thematisiert wird. Weder die Bahn, noch das Planungsbüro, noch die Stadt argumentieren so. Sie argumentieren aber. Und wenn die S-Bahn da ein Problem wäre, wäre es mindestens bei der Stadt auch ein Argument, das irgendwie glaubwürdiger wäre als dass man unbedingt diesen Grundstücksstreifen braucht für eine Baulogistik, wo da noch gar nichts konkret geplant ist.

Es bleibt also dabei: Die Kappung der Gäubahn ist nicht mehr notwendig. Die ursprünglich mal planfestgestellte Ausführung wurde schon längst verändert, die Verschwenkung der S-Bahn wäre "technisch leicht" möglich und ist auch alltägliches Handwerk.

Ich warte immer noch auf ein Beispiel, wo man stattdessen lieber eine Hauptbahn jahrelang gesperrt hat. Das ist mal wieder eine absurde Diskussion, die nur diesem Immobilenprojekt geschuldet ist und auf Bahnverkehr keine Rücksicht nimmt.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: Manu Chao

Datum: 09.08.20 20:02

cs schrieb:
Das mag ja sein, aber ich halte es trotzdem für sinnvoll, wenn die Verlegung so ausgeführt wird, dass man eine gewisse Zeit sowohl die alte Strecke planmäßig nutzen als auch auf der neuen Strecke Mess- und Testfahrten durchführen kann.
Man kann die Frage auch anders angehen: Wie lange müsste die Anbindung des Kopfbahnhofs an die Panoramastrecke maximal unterbrochen werden um die S-Bahn zu verlegen? Selbst wenn dies einige Wochen brauchte, wäre dies immer noch massiv besser als drei Jahre Unterbruch für die Gäubahnzüge (oder vielleicht sogar fünf Jahre wenn der Gäubahntunnel auf den Fildern kommt).

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 09.08.20 22:05

graetz schrieb:
cs schrieb:
graetz schrieb:
Es ist nur ein kurzer Abschnitt, der leicht verschwenkt werden kann, weil da auch eine Baustrasse ist. Gleis für Gleis dürfte auch möglich sein. Ein Notbetrieb sollte da möglich sein.
Ich zitiere Dich mal aus einem anderen Beitrag: Was qualifiziert dich zu dieser Ansicht? Bist du vom Fach?

Ich habe bewusst im Konjunktiv geschrieben. Aber das Planungsbüro teilt deine Bedenken wohl nicht. Sind die nicht vom Fach?
Ich kenne keine Aussage des 'Planungsbüros', dass es keine derartigen Bedenken habe. Ich kenne lediglich die Aussage von Dritten, dass "das Planungsbüro" die Verlegung als technisch einfach bestätigt habe. Zur Dauer dieser technisch einfachen Umlegung und der dafür notwendigen Sperrmaßnahmen kenne ich keine Äußerungen des 'Planungsbüros', weder direkt noch indirekt.
Wenn Du da tatsächlich mehr weißt, dann lass es wissen, wer vom 'Planungsbüro' da wann und wo sich dahingehend geäußert hatte.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 10.08.20 01:33

graetz schrieb:
cs schrieb:
(lauter Bedenken)
Dass Du meine Ausführungen zum Bauablauf als "lauter Bedenken" abtust, zeigt lediglich, dass Du nicht verstanden hast, was ich da geschrieben habe und um was es da tatsächlich geht.

graetz schrieb:
Geh einfach mal davon aus, dass das Planungsbüro all diese Dinge abgewägt hat, als es zum Schluss gekommen ist, dass es "technisch leicht" durchzuführen wäre.
Ich habe nirgends geschrieben, dass es nicht "technisch leicht" umzusetzen wäre. Willst Du meine Aussagen lediglich nicht verstehen, oder bist Du damit tatsächlich überfordert?

graetz schrieb:
Es ist auf jeden Fall besser, als über drei Jahre eine Hauptbahn zu sperren.
Wenn Du zwei Wochen S-Bahn-Komplettsperrung eines von täglich rund 80 000 Fahrgästen benutzten Hauptzulaufs zwischen Nordbahnhof und Hbf ohne Umleitungsmöglichkeit oder Ersatzverkehr auf der Schiene (sprich: Schienenersatzverkehr mit im Stau stehenden Bussen) und dazuhin noch drei Jahre Verzögerung beim Bau von dringend benötigten Wohnungen und Bürogebäuden als besser ansiehst, als für rund 7000 Fahrgäste drei Jahre zusätzlichen Umstieg in S-Bahnen mit dichtem Takt und ungefähr der gleichen Fahrzeit, so bleibt Dir das unbenommen. Aber genauso musst Du eben auch die gegenteilige Meinung akzeptieren.

graetz schrieb:
Die Art der Ausführung dort entspricht schon längst nicht mehr der ursprünglich geplanten Ausführung.
Wo gibt es Unterlagen, die die inzwischen geplante Art der Ausführung beschreiben?

graetz schrieb:
Die Kappung macht definitiv keinen Sinn mehr. Nirgends(!) liest man dabei, dass eine Sperrung der S-Bahn ein grosses Problem wäre. Nur hier in der Forumsblase liest man sowas - ohne Substanz dahinter. Und selbst die Stadt argumentiert anders.
Wo sollte man auch sonst davon lesen, dass die Sperrung der S-Bahn ein großes Problem wäre? Außer hier bei DSO hat ja noch niemand auf die im Fall eines Verzichts auf die Gäubahnunterbrechung notwendige Sperrung der S-Bahn hingewiesen. Da die Gäubahnunterbrechung offensichtlich gesetzt ist, hat sich da doch vermutlich sonst kaum jemand Gedanken darüber gemacht. Warum auch?

graetz schrieb:
Und du vergisst, dass man in Bad Cannstatt auch an zwei Wochenenden die S-Bahn sperren möchte
Wochenendsperrungen sind bei Gleisumlegungen auch sonst üblich und unvermeidbar, am Nordbahnhof geht es aber bei Verzicht auf die Gäubahnunterbrechung nicht um ein oder zwei Wochenendsperrungen sondern um mindestens ein oder zwei Wochen Unterbrechung eines der wichtigsten Abschnitte der S-Bahn.

graetz schrieb:
und die restlichen Gleise kappt man sogar für Monate. Damit hast du wohl kein Problem?
Man kappt die Gleise nicht nur für Monate, nein, man kappt sie sogar dauerhaft ;-)

graetz schrieb:
Betrifft ja auch keine "freien Grundstücke".
Ganz zum Schluss kommt es doch noch, das "Argument" 1: freie Grundstücke

Was in Deinem Beitrag noch fehlt: "Argument" 2: 10 Milliarden Euro

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 10.08.20 02:04

Manu Chao schrieb:
cs schrieb:
Das mag ja sein, aber ich halte es trotzdem für sinnvoll, wenn die Verlegung so ausgeführt wird, dass man eine gewisse Zeit sowohl die alte Strecke planmäßig nutzen als auch auf der neuen Strecke Mess- und Testfahrten durchführen kann.
Man kann die Frage auch anders angehen: Wie lange müsste die Anbindung des Kopfbahnhofs an die Panoramastrecke maximal unterbrochen werden um die S-Bahn zu verlegen?
Also bisher war die Unterbrechung der Gäubahn 6 Monate vor Inbetriebnahme von S21 vorgesehen. Nach Inbetriebnahme müsste man dann den Bahndamm für die Gäubahn wieder herstellen.
Bei der U6-Strecke zum Flughafen wurde von den SSB angegeben, dass die beiden Bahndämme zur neuen Brücke über die Autobahn nach der Aufschüttung "wie üblich drei bis vier Monate ruhen" müssen, um sich vollends zu setzen, bevor mit dem weiteren Ausbau begonnen werden kann. Ich schätze, dass man bei der Gäubahn also insgesamt mit rund einem Jahr Unterbrechung rechnen müsste.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 10.08.20 02:18

Du schwurbelst nur noch rum und wirfst jetzt wild mit Sperrzeiten um dich ohne Belege.

Unter den Projektpartnern gibt es schon längst eine Diskussion. Pläne liegen fertig in der Schublade. Wir kennen die vorgebrachten Argumente.

“S-Bahn Sperre“ ist da nirgends ein Thema oder ein Argument, obwohl das ja für dich ein prima Argument zu sein scheint.

Stattdessen schwurbelt auch die Stadt rum von Menschen, die dringend (also in 10 Jahren) eine Wohnung brauchen aber keinesfalls nach Zürich fahren. Oder behauptet, dass diese Fläche, wo ja gar keine einzige Wohnung entstehen soll, dringend gebraucht würde für die Baulogistik - obwohl noch keine Logistik geplant ist und auch noch andere Randgebiete mit Strassenanschluss existieren.
Oder redet davon, dass ja künftig alle in der Stuttgarter Innenstadt wohnen und daher gar nicht mehr pendeln müssen.
Und dabei steht ja noch nicht mal fest, ob das Gelände wirklich schon so früh frei wird und nicht erst 2030.
Es wäre viel einfacher, statt mit diesen bescheuerten Argumenten mit einer S-Bahn Sperre zu argumentieren. Am Flughafen ist die Einjahressperre ja auch ein Aufreger.


Also geh davon aus, dass die S-Bahn da kein Problem ist. Sonst wüssten wir es bereits.

Abgesehen davon: ein Notbetrieb geht immer. K20 ist noch so freizügig.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 10.08.20 03:31

cs schrieb:
Bei der U6-Strecke zum Flughafen wurde von den SSB angegeben, dass die beiden Bahndämme zur neuen Brücke über die Autobahn nach der Aufschüttung "wie üblich drei bis vier Monate ruhen" müssen, um sich vollends zu setzen, bevor mit dem weiteren Ausbau begonnen werden kann. Ich schätze, dass man bei der Gäubahn also insgesamt mit rund einem Jahr Unterbrechung rechnen müsste.
Dann ist es wohl leichter, einfach die S-Bahngleise zu verschwenken. Da geht es nämlich nicht auf einen neuen Bahndamm und nichts muss erst aufgeschüttet werden. Schau dir einfach die Bilder noch mal an. Da die neue S-Bahnbrücke schon fertig ist - auch entgegen der ursprünglichen Planung - müssen nur noch 200m Gleise verschwenkt werden. Das ist machbar und wäre ja nicht die einzige Stelle. Am HBF und in Bad Cannstatt müssen ja auch die Gleise verschwenkt werden. Wir wissen, dass es in Bad Cannstatt an zwei Wochenenden passieren wird.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: rad3m

Datum: 10.08.20 06:37

Invertierte Diskussions- Effektivität: Sonst war es meistens unergiebig, solche Nachtdiskussionen zu lesen. Aber in den Nächten nach brütenden Hundstagen kommen manche Köpfe endlich auf gesündere Temperaturen. Stattdessen kann man über 17-Uhr Ideen hinweg scrollen.

Hier in Ulm sind gemäßigtere Temperaturen. Zum Radeln ist es mir gerade sogar noch zu frisch. Da kann ich noch meinen Gesamteindruck zum Thema "Die DB-AG und das Sperren von Hauptstrecken" loswerden. Ihr kommt wohl zu selten aus Eurer S21- Blase heraus? Lest regelmäßiger auch News- und Allgemeines Forum! Ich erinnere mich z.B. an die Ankündigung: "Wegen des Ausbaus zur Schnellfahrstrecke in Verlängerung der SFS von Erfurt wird Bamberg- Nürnberg für Jahre komplett gesperrt. Regional SEV, Fernverkehr weiträumig umgeleitet." Zwischen dieser Ankündigung und der dann folgenden Realität gab es glücklicherweise gewisse Unterschiede, was ich allerdings nicht im Detail verfolgt habe. Mit der hiesigen Südbahn- Elektrifizierung war es ähnlich gelaufen. Ankündigung der totalen Katastrophe, damit man dann später froh ist, wenn doch weitgehend fast normaler Fahrplan läuft. Für Betroffene bleiben natürlich viele Ärgernisse, aber man sieht doch die Bemühungen, die Belastungen einigermaßen gerecht auf die Nutzergruppen (und zeitlich) zu verteilen.

Kommt Zeit, kommt Rat! Kein Grund, hier und jetzt S-Bahn- gegen Gäubahnnutzer aufzuhetzen. Jeder wird mal zeitweise SEV in Kauf nehmen müssen. Keiner wird immer ganz ohne Zeitverluste bleiben. Das bringt eine Großstadt mit Dauer- Großbaustellen so mit sich. Jeder weiß das...
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