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Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: DerSteuermann

Datum: 24.07.20 08:52

Hallo zusammen,
im Stuttgarter Rathaus gibt man sich weiter unbelehrbar, was die Unterbrechung der Gäubahn angeht:
[www.stuttgarter-zeitung.de]
Alexander Kotz (CDU): Ans Umsteigen durch die Kappung der Gäubahn würden sich die Fahrgäste gewöhnen.
Meine Meinung: Ignoranz pur. Viele werden sich daran gewöhnen, auf andere Verkehrsträger umzusteigen...
Gruß, Der Steuermann

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: mental

Datum: 24.07.20 09:02

Man höre und staune:

Zitat
Florian Bitzer von der Projektgesellschaft Stuttgart-Ulm sprang in die Bresche: So ein Störfallkonzept für eine Situation Ende 2025 gebe es aus guten Gründen jetzt noch nicht. Dank der Neubauten im Rahmen von S 21 könne ohne jeden Zweifel ein vernünftiges Störfallkonzept gefahren werden. Es gehe auch keineswegs um rund 120 Störereignisse pro Jahr, wie der geistige S-21-Vater, Professor Gerhard Heimerl, sowie der Mobilitätsberater Klaus Amler im Interview mit der Stuttgarter Zeitung gesagt hatten. Aus Sicht der Bahn redet man von zehn bis 20 nennenswerten Ereignissen im Jahr, was nach Informationen unserer Zeitung allerdings auch im Landesverkehrsministerium als eine Beschönigung der Situation beurteilt wird.
S21? Beschönigung? Niemals!

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: mental

Datum: 24.07.20 09:05

wow, einfach wow:

Zitat
Das Konzept für den Bahnknoten funktioniere auch im Störfall, meinte aber auch Armin Serwani (FDP). Städtebau habe Vorrang vor weiteren verkehrlichen Ergänzungen, die in letzter Zeit gefordert wurden.
Immerhin, er sagt die Wahrheit.

Zitat
Martin Körner (SPD) sah es ähnlich: Man müsse jetzt endlich Wohnungen bauen. Dass S 21 die Verdoppelung der Fahrgastzahl im Bahnverkehr ermögliche, sei nachgewiesen. Beim Stadtbahnverkehr sehe es ganz anders aus. „Unsere zweite Stammstrecke ist die Neubaustrecke von S 21“, sagte Alexander Kotz (CDU).
Die Verdopplung ist nicht nachgewiesen. Versprochen war auch keine Verdopplung der Passagierzahl, sondern eine Verdopplung der Leistung in der Hauptverkehrszeit.

Auf die Zwischenhalte auf dieser zweiten Stammstrecke bin ich sehr gespannt...

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 24.07.20 10:14

DerSteuermann schrieb:
Hallo zusammen,
im Stuttgarter Rathaus gibt man sich weiter unbelehrbar, was die Unterbrechung der Gäubahn angeht:
[www.stuttgarter-zeitung.de]
Alexander Kotz (CDU): Ans Umsteigen durch die Kappung der Gäubahn würden sich die Fahrgäste gewöhnen.
Meine Meinung: Ignoranz pur. Viele werden sich daran gewöhnen, auf andere Verkehrsträger umzusteigen...
Gruß, Der Steuermann
Fazit: Ein ausgewiesener Bahnexperte, der eigentlich über jeden Verdacht erhaben ist, S21-"Gegner" zu sein, hat auch nur dann recht, wenn die Grundstücksausbeute maximal ist.
Selbst dem Architekten, der eine Umsetzung für möglich hält, wird über den Mund gefahren.

Und auf einmal bringt man auch Argumente gegen Tunnel, sie wären zu aufwendig und bräuchten ja "Brandschutz". Kein Problem, solange es noch Grundstücke lieferte.

Ich empfehle der Stadt mal einen Blick auf die Berliner Gropiusstadt. Dort wurde in dem "alle Elemente verbindenden Park" gleich die U-Bahn-Gleise mit reingelegt. Sehr günstig in offener Bauweise. Bis auf ein paar Metallgitter für die Notausgänge und die Belüftung sieht man dort nichts mehr davon.

Auch denke ich nicht, dass diese Menschen in der "Notfallkartei" noch geduldig 10 Jahre warten, bis - ja was? - da entstehen eh keine Wohnungen. Nur, damit sie den Park schon von Anfang an fertiggestellt sehen? Auch da reicht ein Blick in die Geschichte. Wer eine schöne neue günstige Wohnung bezieht, der freut sich über die schöne neue günstige Wohnung, auch wenn er draussen noch etwas Matsch sieht.

Wenn man diesen Menschen in der "Notfallkartei" helfen möchte, warum stehen nicht schon seit mindestens 15 Jahre günstige Wohnhäuser auf dem alten Bad Cannstatter Güterbahnhof? Aber auch da tobte nur die Großmannssucht mit Träumen von "Olympia".

Stattdessen glänzte und glänzt Stuttgart mit Brachen in der Innenstadt. Man scheint nicht in der Lage zu sein, tatsächlich günstige Wohnungen zu bauen und vertagt sich da lieber mit "S21" auf Sankt Nimmerlein. Quasi als ewiges Wahlversprechen, dass mit S21 dann alles ganz bestimmt gut wird. Und lässt damit die Menschen in der "Notfallkartei" jahrzehntelang hängen.

Rationales Denken sehe ich da nicht mehr. Stattdessen zeigt sich "S21" hier als Selbstläufer, der sich sogar nötigen Korrekturen verweigert.

Dann baut man eben die Erweiterungen nur um die Innenstadt herum. Damit kann der D-Takt wenigstens ausserhalb von Stuttgart funktionieren. Die Stuttgarter wollen den anscheinend nicht.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: mental

Datum: 25.07.20 10:54

Man vergleiche:

Zitat
"Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm ist eines der am besten und umfassendsten geplanten Projekte der DB AG." Oliver Schumacher, DB-Konzernsprecher, und Martin Walden, Leiter Kommunikation DB, Pressemitteilung vom 18.07.2008,[31]
Und:

Zitat
Debatte um Gäubahn und Co. Im Stuttgarter Rathaus gelten die Bahn-Pläne als gut genug

Von Josef Schunder 24. Juli 2020 - 17:58
Klarer wird der Niedergang des Projekts nicht mehr. Die Lügen und Superlative der Vergangenheit werden ersetzt durch neue Lügen zum Erreichen minimaler Standards.

Zum Vergleich an einem schönen Tag wie heute: Aus "Selbstgemacht! Bestes Eis der Stadt" wird "Industriepodukt. Löst nur in durchschnittlich wenigen Fällen Lebensmittelvergiftung aus". Enjoy!

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: schienenbieger

Datum: 25.07.20 14:11

mental schrieb:
Man vergleiche:

Zitat
"Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm ist eines der am besten und umfassendsten geplanten Projekte der DB AG." Oliver Schumacher, DB-Konzernsprecher, und Martin Walden, Leiter Kommunikation DB, Pressemitteilung vom 18.07.2008,[31]
Und:

Zitat
Debatte um Gäubahn und Co. Im Stuttgarter Rathaus gelten die Bahn-Pläne als gut genug

Von Josef Schunder 24. Juli 2020 - 17:58
Klarer wird der Niedergang des Projekts nicht mehr. Die Lügen und Superlative der Vergangenheit werden ersetzt durch neue Lügen zum Erreichen minimaler Standards.

Zum Vergleich an einem schönen Tag wie heute: Aus "Selbstgemacht! Bestes Eis der Stadt" wird "Industriepodukt. Löst nur in durchschnittlich wenigen Fällen Lebensmittelvergiftung aus". Enjoy!
Hier spiegelt sich eher der Anspruch des Stuttgarter Rathauses wider: Das Beste ist gerade gut genug.

MfG

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: kmueller

Datum: 25.07.20 14:29

schienenbieger schrieb:
mental schrieb:
Zitat
Debatte um Gäubahn und Co. Im Stuttgarter Rathaus gelten die Bahn-Pläne als gut genug

Von Josef Schunder 24. Juli 2020 - 17:58
Klarer wird der Niedergang des Projekts nicht mehr.
Hier spiegelt sich eher der Anspruch des Stuttgarter Rathauses wider: Das Beste ist gerade gut genug.
Die Beurteilung von Resultaten der eigenen Tätigkeit(!) als 'gut genug' bedeutet in der Politik: 'Nicht schlimm genug, daß es mich sofort meinen Posten kostet.'

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 25.07.20 15:03

schienenbieger schrieb:
Hier spiegelt sich eher der Anspruch des Stuttgarter Rathauses wider: Das Beste ist gerade gut genug.
"Das Beste" ist also eine Unterbrechung der Gäubahn von drei Jahren mindestens. Das ist wahrlich nur schwer zu überbieten, was wohl der Grund ist, dass man ausserhalb von Stuttgart es niemals wagen würde, eine Hauptbahn für so eine lange Zeit zu unterbrechen, obwohl die Baulogistik das gar nicht mehr erfordert. (Diese fehlende Erfordernis ist auch etwas, wo die Betonköpfe hier sich lautstark ausschweigen)

Und dabei kommt man dann auch noch mit dem Argument, dass die Wohnungssuchenden, die natürlich gerne noch einige Jahre auf eine "günstige Wohnung" warten, eh nicht nach Zürich wollen. Als ob es südlich von Stuttgart nur Zürich gibt.

"Das Beste" ist also auch das, wo ein gewisser Professor Heimerl sagt, das wäre so "gut", dass man damit Stuttgart aus dem Deutschlandtakt streichen könne.

Allerdings ist besser als "Das Beste", wenn man beide Begehrlichkeiten, also besseren Bahnverkehr und ein Rostensteinviertel, realisieren könnte. Genau das will auch das Land (und ein gewisser Professor Heimerl). Aber man will halt nicht besser als "das Beste" und fährt selbst den Architekten über den Mund, der ausführt, dass man durchaus beides realisieren könnte: Also besseren Bahnverkehr und ein neues Stadtviertel.

Wenn du also sagst, das hier wäre "das Beste", dann erinnert das mich eher an "Doppeldenk", wo das Volk gefälligst das zu denken hat, was den Herrschenden grade in den Kram passt, egal, wie sich das mit der Wirklichkeit beisst oder nicht.

Eine Denktradition, die mit Stuttgart 21 liebevoll nur noch von der Stadt gepflegt wird, die als einziges noch jeden Quadratmeter der "freien Grundstücke" verteidigt, selbst jene, wo gar keine "günstigen Wohnungen" entstehen sollen und damit nicht vor "Argumenten" zurückschreckt, die einst noch kein Problem waren, als es noch für die freien Grundstücke ging (Tunnel sind teuer und brauchen Brandschutz, ein Paradebeispiel für "Doppeldenk"), oder dass man sogar demjenigen widerspricht, der einst als Vater von Stuttgart 21 gefeiert wurde oder "Argumente" ausführen, die absolut nichts mehr mit der Realität zu tun haben, wie eine Kartei Wohnungssuchende, die natürlich bis zu 10 Jahre darauf warten, ins Rosensteinviertel ziehen zu können, anstatt sich woanders eine Wohnung zu suchen.
Dabei sind noch nicht mal diese 10 Jahre gesetzt. Es könnte aus zwei Gründen noch länger dauern: S21 braucht länger, was niemanden überraschen würde - oder? und zweitens ist die Stadt heute schon nicht sehr effektiv im Wohnungsbau, verfügt aber über Brachflächen in der Stadt.

"Das Beste" wird dann das sein, dass die Stadt zeitnah weder über ausreichend "günstige Wohnungen" verfügen wird für die armen Karteileichen, noch über einen guten Bahnverkehr, wo man nur noch drumherum so nachbessert, dass man die Fernzüge schnell durch Stuttgart durchleitet, damit man wenigstens noch überall woanders gute Anschlüsse bekommt, aber nicht die Pendler, die es satt haben, noch weitere Jahrzehnte auf die "günstigen Wohnungen" zu warten.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.07.20 15:13.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: Traumflug

Datum: 27.07.20 00:43

DerSteuermann schrieb:
Hallo zusammen,
im Stuttgarter Rathaus gibt man sich weiter unbelehrbar, was die Unterbrechung der Gäubahn angeht:
[www.stuttgarter-zeitung.de]
Das Schauspiel im Rathaus wird langsam derart absurd, dass inzwischen sogar die Stuttgarter Zeitung rebelliert und den Ingenieuren22 einen eigenen Artikel zum Thema widmet, sogar ohne Bezahlschranke:

Streit um Zahl der Störfälle im S-Bahn-Netz (Stuttgarter Zeitung)

Zitat
Die Ingenieure22 halten dagegen. Laut der Landtagsdrucksache 16/6741 aus dem Jahr 2019 hätten 2017 an 139 Betriebstagen insgesamt 679 Züge über die Panoramabahnstrecke umgeleitet werden müssen. 2018 habe es sich um 150 Betriebstage und 988 Züge gehandelt, 2019 allein bis August um 130 Betriebstage und 3848 Züge.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: Traumflug

Datum: 27.07.20 00:49

graetz schrieb:
Wenn du also sagst, das hier wäre "das Beste", dann erinnert das mich eher an "Doppeldenk", wo das Volk gefälligst das zu denken hat, was den Herrschenden grade in den Kram passt, egal, wie sich das mit der Wirklichkeit beisst oder nicht.
Damit dürfte die Herangehensweise von Schienenbieger und ein paar Anderen, die gelegentlich hier auftauchen, gut beschrieben sein. Was die konservativen Politiker sonntags von der Kanzel verkünden ist für gut zu befinden, Ende der Geschichte.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 27.07.20 15:21

graetz schrieb:
... eine Hauptbahn für so eine lange Zeit zu unterbrechen, obwohl die Baulogistik das gar nicht mehr erfordert. (Diese fehlende Erfordernis ist auch etwas, wo die Betonköpfe hier sich lautstark ausschweigen)
Warum findet man wohl von den Vertretern dieser Behauptung nirgends nähere Angaben, wie das gemacht werden soll? Weil von denen auch keiner weiß, wie das gehen könnte? Ich denke, dass niemand diese Behauptung mit einem möglichen Bauablauf belegen kann, sondern dass das lediglich mal wieder der Versuch einiger S21-Gegner ist, gegen die S21-Planung und die S21-Planer Stimmung zu machen.

Wenn Du es allerdings so genau weißt (zumindest wiederholst Du diese Behauptung ja bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit), dass man auch ohne Gäubahnunterbrechung den S-Bahn-Umschluss am Nordbahnhof ohne mehrtägige Unterbrechung der S-Bahn zwischen Nordbahnhof und Hbf durchführen kann, so lass uns doch endlich mal wissen, wie das gehen soll.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: graetz

Datum: 27.07.20 16:20

cs schrieb:
graetz schrieb:
... eine Hauptbahn für so eine lange Zeit zu unterbrechen, obwohl die Baulogistik das gar nicht mehr erfordert. (Diese fehlende Erfordernis ist auch etwas, wo die Betonköpfe hier sich lautstark ausschweigen)
Warum findet man wohl von den Vertretern dieser Behauptung nirgends nähere Angaben, wie das gemacht werden soll? Weil von denen auch keiner weiß, wie das gehen könnte? Ich denke, dass niemand diese Behauptung mit einem möglichen Bauablauf belegen kann, sondern dass das lediglich mal wieder der Versuch einiger S21-Gegner ist, gegen die S21-Planung und die S21-Planer Stimmung zu machen.

Wenn Du es allerdings so genau weißt (zumindest wiederholst Du diese Behauptung ja bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit), dass man auch ohne Gäubahnunterbrechung den S-Bahn-Umschluss am Nordbahnhof ohne mehrtägige Unterbrechung der S-Bahn zwischen Nordbahnhof und Hbf durchführen kann, so lass uns doch endlich mal wissen, wie das gehen soll.
Habe ich. Allerdings schrieb ich nicht "nicht mehrtägig". Es geht hier um Jahre(!) der Kappung, die man vermeiden kann. Und nicht wenig überraschend in einem Thread, wo du auch mitdiskutiert hattest. Wie immer!

Ausserdem ist die Meldung schon älter, dass das Land die S21-Projektgesellschaft eine entsprechende Lösung hat ausarbeiten lassen mit dem Ergebnis, dass es "leicht" umzusetzen ist. Klingelt es da wieder? Weil du auch da schon mitdiskutiert hattest. Damals hattest du auch schon nach einem Beleg gefragt, der dir sogar von Micha dann geliefert wurde. Und im Ursprungsthread hattest du auch mitdiskuiert.

Ich mache also keine "Stimmung" und es gibt Belege für diese Aussage. Die Pläne liegen schon bereit in der Projektgesellschaft. Sogar einen Fachartikel gibt es dazu. Alles hier verlinkt. Auch in der Presse thematisiert. Es gibt keinen Grund für die jahrelange Kappung der Gäubahn.

Wenn du jetzt also aus meinem "ohne Gäubahnunterbrechung" ein "nicht mehrtägig" machen willst, so sind das nur Wortklaubereien. Es werden auf jeden Fall nicht die sechs Monate sein, die es ursprünglich mal sein sollten und noch akzeptiert wurden und auf jeden Fall(!) nicht die über drei Jahre dauernde Kappung, die hier das Thema ist und Beispiellos ist für eine Hauptbahn. oder hast du Beispiele dafür?



Die hier relevante Passage ist dann nur noch abschliessend eine Beschreibung des wie, die du eigentlich schon gelesen haben müsstest:

Zitat
Um den Anschluss an die Mittnachtstraße herzustellen, müssen die Gleise der S-Bahn zwischen dem Gäubahn-Viadukt und der Ehmann-Brücke auf einem Abschnitt von 200 m um 9,5 m seitlich und 3,4 m in der Höhe verschwenkt werden. Ist dies ohne Eingriff in den Gäubahndammmachbar? Offensichtlich ja, denn die S-Bahngleise werden nach Süden verschwenkt, während die Gäubahn nördlich verläuft. Bauingenieure der DB bestätigten, dass solche Arbeiten zum täglichen Geschäft der Bahnbauer gehören und in diesem Fall um so einfacher zu bewerkstelligen seien, weil unmittelbar daneben die Baustraße als Arbeitsplatz zur Verfügung stehe.
[rv-stuttgart.bund-bawue.de]

UPDATE: Den Artikel genau lesen. Die Gäubahn muss tatsächlich nicht gekappt werden. Auch nicht temporär.


Zitat
Es gibt eine Lösung für die Anbindung der S-Bahn an die neue Station Mittnachtstraße, ohne dass die Gäubahn unterbrochen werden muss.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.07.20 16:30.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: kmueller

Datum: 27.07.20 17:07

cs schrieb:
graetz schrieb:
... eine Hauptbahn für so eine lange Zeit zu unterbrechen, obwohl die Baulogistik das gar nicht mehr erfordert. (Diese fehlende Erfordernis ist auch etwas, wo die Betonköpfe hier sich lautstark ausschweigen)
Warum findet man wohl von den Vertretern dieser Behauptung nirgends nähere Angaben, wie das gemacht werden soll?
...
Wenn Du es allerdings so genau weißt, dass man auch ohne Gäubahnunterbrechung den S-Bahn-Umschluss am Nordbahnhof ohne mehrtägige Unterbrechung der S-Bahn zwischen Nordbahnhof und Hbf durchführen kann, so lass uns doch endlich mal wissen, wie das gehen soll.
Wenn der 'S-Bahn-Umschluß' trotz Betrieb auf der Gäubahn innerhalb einiger Tage durchgezogen werden könnte, dann sollte umgekehrt für dieselben Bauarbeiten auch eine Gäubahn-Unterbrechnung von wenigen Tagen reichen. Oder weshalb nicht?

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: hjjaekel

Datum: 27.07.20 17:24

cs schrieb:
graetz schrieb:
... eine Hauptbahn für so eine lange Zeit zu unterbrechen, obwohl die Baulogistik das gar nicht mehr erfordert. (Diese fehlende Erfordernis ist auch etwas, wo die Betonköpfe hier sich lautstark ausschweigen)
Warum findet man wohl von den Vertretern dieser Behauptung nirgends nähere Angaben, wie das gemacht werden soll? Weil von denen auch keiner weiß, wie das gehen könnte? Ich denke, dass niemand diese Behauptung mit einem möglichen Bauablauf belegen kann, sondern dass das lediglich mal wieder der Versuch einiger S21-Gegner ist, gegen die S21-Planung und die S21-Planer Stimmung zu machen.

Wenn Du es allerdings so genau weißt (zumindest wiederholst Du diese Behauptung ja bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit), dass man auch ohne Gäubahnunterbrechung den S-Bahn-Umschluss am Nordbahnhof ohne mehrtägige Unterbrechung der S-Bahn zwischen Nordbahnhof und Hbf durchführen kann, so lass uns doch endlich mal wissen, wie das gehen soll.
Auf der anderen Seite des Pragtunnels in Feuerbach hat man (allerdings ziemlich in der Ebene) x-mal gezeigt, wie an einem Wochenende die S-Bahn verschwenkt wird - übrigens auch ohne, dass jemand auch nur auf die Idee gekommen wäre, die darüber hinwegführende U6/U13 zu unterbrechen.

In der folgenden Grafik ist die Verschwenkung der S-Bahn weg von der Gäubahn dargestellt. Die Querschnitte sind den Planfeststellungsunterlagen entnommen. Es muss etwa 3-mal mehr in der Breite als in der Höhe verschwenkt werden. Ein normaler Bahndamm kommt mit 1,5:1 aus. Das ist doch alles kein Hexenwerk. Evtl. muss die kleine Stützmauer (in der Bildmitte) noch etwas abgefangen werden - aber wesentlich weniger Aufwand als die jetzige Abfabgung der S-Bahn zum Trog an der Mittnachtstraße. An der Brücke Ehmannstraße (rechts) ist sogar in der Planfeststellungsunterlage gezeigt, dass der Gäubahndamm ganz einfach zur neuen Strecke vergrößert werden kann.

Verschwenkung.jpg



Ursprünglich war mal geplant, die Gleise der S-Bahn temporär über den Gäubahndamm zu führen und dann nördlich des Gäubahnviadukts vorbei auf die Bestandstrecke an der Nordbahnhofstraße anzubinden. Das hätte die Zerstörung der Gäubahn wirklich erfordert, aber so wie jetzt gebaut werden soll, da gibt es keinen Zwang, die Gäubahn anzutasten.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: mental

Datum: 27.07.20 17:32

cs schrieb:
graetz schrieb:
... eine Hauptbahn für so eine lange Zeit zu unterbrechen, obwohl die Baulogistik das gar nicht mehr erfordert. (Diese fehlende Erfordernis ist auch etwas, wo die Betonköpfe hier sich lautstark ausschweigen)
Warum findet man wohl von den Vertretern dieser Behauptung nirgends nähere Angaben, wie das gemacht werden soll? Weil von denen auch keiner weiß, wie das gehen könnte? Ich denke, dass niemand diese Behauptung mit einem möglichen Bauablauf belegen kann, sondern dass das lediglich mal wieder der Versuch einiger S21-Gegner ist, gegen die S21-Planung und die S21-Planer Stimmung zu machen.

Wenn Du es allerdings so genau weißt (zumindest wiederholst Du diese Behauptung ja bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit), dass man auch ohne Gäubahnunterbrechung den S-Bahn-Umschluss am Nordbahnhof ohne mehrtägige Unterbrechung der S-Bahn zwischen Nordbahnhof und Hbf durchführen kann, so lass uns doch endlich mal wissen, wie das gehen soll.
Warum braucht ein Projekt das offiziell als bestgeplant bezeichnet wurde die Mithilfe der S21 Gegner bei der Planung?

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: mental

Datum: 27.07.20 17:34

Traumflug schrieb:
DerSteuermann schrieb:
Hallo zusammen,
im Stuttgarter Rathaus gibt man sich weiter unbelehrbar, was die Unterbrechung der Gäubahn angeht:
[www.stuttgarter-zeitung.de]
Das Schauspiel im Rathaus wird langsam derart absurd, dass inzwischen sogar die Stuttgarter Zeitung rebelliert und den Ingenieuren22 einen eigenen Artikel zum Thema widmet, sogar ohne Bezahlschranke:

Streit um Zahl der Störfälle im S-Bahn-Netz (Stuttgarter Zeitung)

Zitat
Die Ingenieure22 halten dagegen. Laut der Landtagsdrucksache 16/6741 aus dem Jahr 2019 hätten 2017 an 139 Betriebstagen insgesamt 679 Züge über die Panoramabahnstrecke umgeleitet werden müssen. 2018 habe es sich um 150 Betriebstage und 988 Züge gehandelt, 2019 allein bis August um 130 Betriebstage und 3848 Züge.
Die "geplanten" Umleitungen in den Hauptbahnhof sind übrigens natürlich auch absolut notwendig. Sie finden hauptsächlich in Phasen absoluter Überlastung statt, z.B. bei Frühlings- und Herbstfest...

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 27.07.20 19:04

graetz schrieb:
cs schrieb:
graetz schrieb:
... eine Hauptbahn für so eine lange Zeit zu unterbrechen, obwohl die Baulogistik das gar nicht mehr erfordert. (Diese fehlende Erfordernis ist auch etwas, wo die Betonköpfe hier sich lautstark ausschweigen)
Warum findet man wohl von den Vertretern dieser Behauptung nirgends nähere Angaben, wie das gemacht werden soll? Weil von denen auch keiner weiß, wie das gehen könnte? Ich denke, dass niemand diese Behauptung mit einem möglichen Bauablauf belegen kann, sondern dass das lediglich mal wieder der Versuch einiger S21-Gegner ist, gegen die S21-Planung und die S21-Planer Stimmung zu machen.

Wenn Du es allerdings so genau weißt (zumindest wiederholst Du diese Behauptung ja bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit), dass man auch ohne Gäubahnunterbrechung den S-Bahn-Umschluss am Nordbahnhof ohne mehrtägige Unterbrechung der S-Bahn zwischen Nordbahnhof und Hbf durchführen kann, so lass uns doch endlich mal wissen, wie das gehen soll.
Habe ich.
Was hast Du?

graetz schrieb:
Allerdings schrieb ich nicht "nicht mehrtägig". Es geht hier um Jahre(!) der Kappung, die man vermeiden kann. Und nicht wenig überraschend in einem Thread, wo du auch mitdiskutiert hattest. Wie immer!
Lies bitte doch zukünftig meine Beiträge komplettt und richtig durch, bevor Du antwortest.
Mit mehrtägig bezeiochnete ich nicht die Unterbrechung der Gäubahn sondern die Unterbrechung der S-Bahn. Der Unterschied ist Dir doch hoffentlich klar?

graetz schrieb:
Ausserdem ist die Meldung schon älter, dass das Land die S21-Projektgesellschaft eine entsprechende Lösung hat ausarbeiten lassen mit dem Ergebnis, dass es "leicht" umzusetzen ist. Klingelt es da wieder? Weil du auch da schon mitdiskutiert hattest. Damals hattest du auch schon nach einem Beleg gefragt, der dir sogar von Micha dann geliefert wurde. Und im Ursprungsthread hattest du auch mitdiskuiert.
Richtig, das wurde hier in DSO schon diskutiert, aber ich habe noch nirgends Angaben dazu gesehen, wie das gemacht werden soll, lediglich die Behauptung, es sei technisch leicht umzusetzen. Und nein, die Ausarbeitung stammte meiner Erinnerung nach nicht von der Projektgesellschaft, aondern beruhte auf einem Vorschlag des VCD, wie dies auch in dem von Dir verlinkten Arnoldi-Artikel im Bahn-Report nachzulesen ist. Leider steht dort aber nicht, wie der VCD sich das vorstellte und auch sonst habe ich nirgends Angaben dazu gefunden.


graetz schrieb:
Ich mache also keine "Stimmung" und es gibt Belege für diese Aussage.
Ich habe auch nicht behauptet, dass Du "Stimmung machst", da hast Du mich falsch verstanden. Um wirklich die Stimmung beeinflussen zu können, ist DSO auch zu unbedeutend und hat zu wenig Reichweite. Ich bezog mich damit vor allem auf den BUND und den VCD, die dies an die Presse brachten.
Auch H-J Jäkel wird in dem StZ-Artikel zu diesem Thema vom 23.01. zitiert, vielleicht könnte der ja mal erklären, wie das vom VCD vorgesehen ist, zumindest manchmal liest er ja in diesem Forum noch mit.

Edit: Ich habe erst nach absenden dieses Beitrags gesehen, dass H-J Jäkel inzwischen bereits auf meinen vorherigen Beitrag geantwortet hat - ist halt ungeschickt, wenn man so lange für einen Beitrag braucht, wie ich manchmal :-(


graetz schrieb:
Die Pläne liegen schon bereit in der Projektgesellschaft. Sogar einen Fachartikel gibt es dazu. Alles hier verlinkt. Auch in der Presse thematisiert. Es gibt keinen Grund für die jahrelange Kappung der Gäubahn.
Nur hat noch niemand hier diese angeblichen Pläne gesehen. Sonst bist Du doch auch immer skeptisch, wenn es um Pläne der Projektgesellschaft geht, warum glaubst Du hier unbesehen, dass das alles so geht, wie Du es Dir wünschst?

graetz schrieb:
Wenn du jetzt also aus meinem "ohne Gäubahnunterbrechung" ein "nicht mehrtägig" machen willst, so sind das nur Wortklaubereien.
Wie ich bereits weiter oben geschrieben habe: Lies bitte bevor Du antwortest meine Beiträge vollständig und aufmerksam durch, dass Du auch verstehst, was ich geschrieben habe. Ich schreibe nämlich ab und zu etwas anderes, als Du erwartest.

graetz schrieb:
Die hier relevante Passage ist dann nur noch abschliessend eine Beschreibung des wie, die du eigentlich schon gelesen haben müsstest:

Zitat
Um den Anschluss an die Mittnachtstraße herzustellen, müssen die Gleise der S-Bahn zwischen dem Gäubahn-Viadukt und der Ehmann-Brücke auf einem Abschnitt von 200 m um 9,5 m seitlich und 3,4 m in der Höhe verschwenkt werden. Ist dies ohne Eingriff in den Gäubahndammmachbar? Offensichtlich ja, denn die S-Bahngleise werden nach Süden verschwenkt, während die Gäubahn nördlich verläuft. Bauingenieure der DB bestätigten, dass solche Arbeiten zum täglichen Geschäft der Bahnbauer gehören und in diesem Fall um so einfacher zu bewerkstelligen seien, weil unmittelbar daneben die Baustraße als Arbeitsplatz zur Verfügung stehe.
[rv-stuttgart.bund-bawue.de]

UPDATE: Den Artikel genau lesen. Die Gäubahn muss tatsächlich nicht gekappt werden. Auch nicht temporär.


Zitat
Es gibt eine Lösung für die Anbindung der S-Bahn an die neue Station Mittnachtstraße, ohne dass die Gäubahn unterbrochen werden muss.
Und wo steht da, dass auch die S-Bahn dafür nicht mehrere Tage zwischen Nordbahnhof und Hbf unterbrochen werden muss?

So "einfach zu bewerkstelligen" ist das nämlich nur, wenn man die S-Bahn für die Bauzeit dort kappt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.07.20 19:08.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 27.07.20 19:36

hjjaekel schrieb:
Auf der anderen Seite des Pragtunnels in Feuerbach hat man (allerdings ziemlich in der Ebene) x-mal gezeigt, wie an einem Wochenende die S-Bahn verschwenkt wird - übrigens auch ohne, dass jemand auch nur auf die Idee gekommen wäre, die darüber hinwegführende U6/U13 zu unterbrechen.
Richtig, "in der Ebene", da ist es auch deutlich einfacher.
Das hat übrigens auch die SSB bemerkt:
Heilbronner Str.: beide Anschlüsse "ziemlich in der Ebene" - kurze Sperrpausen
Staatsgalerie vor dem Ministerium: "ziemlich in der Ebene" - kurze Sperrpausen
Staatsgalerie vor dem Katharinenstift: "mit Änderung der Längsneigung im Verschwenkungsbereich" - Bestandsstrecke mehrere Monate unterbrochen

hjjaekel schrieb:
In der folgenden Grafik ist die Verschwenkung der S-Bahn weg von der Gäubahn dargestellt. Die Querschnitte sind den Planfeststellungsunterlagen entnommen. Es muss etwa 3-mal mehr in der Breite als in der Höhe verschwenkt werden. Ein normaler Bahndamm kommt mit 1,5:1 aus. Das ist doch alles kein Hexenwerk. Evtl. muss die kleine Stützmauer (in der Bildmitte) noch etwas abgefangen werden - aber wesentlich weniger Aufwand als die jetzige Abfabgung der S-Bahn zum Trog an der Mittnachtstraße. An der Brücke Ehmannstraße (rechts) ist sogar in der Planfeststellungsunterlage gezeigt, dass der Gäubahndamm ganz einfach zur neuen Strecke vergrößert werden kann.

[attachment]

Ursprünglich war mal geplant, die Gleise der S-Bahn temporär über den Gäubahndamm zu führen und dann nördlich des Gäubahnviadukts vorbei auf die Bestandstrecke an der Nordbahnhofstraße anzubinden. Das hätte die Zerstörung der Gäubahn wirklich erfordert, aber so wie jetzt gebaut werden soll, da gibt es keinen Zwang, die Gäubahn anzutasten.
Das ist mir alles klar. Das Problem ist auch nicht das Stützmäuerchen (das bekommt man recht einfach in den Griff), sondern die neue Höhenlage der S-Bahn-Gleise im Bereich der Verschwenkung. Das kann man in dem mittleren der von Dir gezeigten Schnitte schön erkennen.
Um die S-Bahn-Gleise auf die neue Höhe zu bekommen, muss man die bestehenden Gleise einschließlich des gesamten Oberbaus entfernen. Dann muss man den Unterbau (Bahndamm) auf die neue Höhe abtragen, une ein neuse Planum in der tiefferen zukünftigen Lage herstellen. Darauf kann man dann den Oberbau (Schotter, Schwellen, Schienen) wieder neu herstellen und die neue Strecke befahren. Das ganze geht nicht in einer kurzen Nacht- oder Wochendsperrung, auch nicht, wenn man das für die beiden Gleise getrennt nacheinander macht.
Bei einer ebenen Verschwenkung kann man dagegen den neuen Unterbau und das neue Planunm neben dem Bestand herstellen (z. B. Bahndamm verbreitern), dann kann man den neuen Oberbau vorbereiten und muss in einer kurzen Nacht- oder Wochenendsperrung nur noch das kurze Stück der eigentlichen Überschneidung der Gleise umbauen, eventuell kann man auch eine (oder mehrere) Weiche(n) einbauen, um auf der neuen Strecke Testfahrten durchzuführen und die alte Strecke weiterhin zu benutzen. Alles das geht bei einer Verschwenkung mit gleichzeitiger Änderung der Höhenlage im BEreich der Verschwenkung eben nicht.

Falls Ihr da eine praktikable Lösung für dieses Problem gefunden habt, so lass mich Eure Lösung wissen. Falls da von Dir (oder sonst jemandem) keine plausible Lösung dargelgt wird, bleibe ich bei meiner Meinung, dass der Anschluss der neuen S-Bahn-Strecke an die Bestandsstrecke an dieser Stelle ohne mehrtägige Unterbrechung der S-Bahn oder wahlweise ohne mehrmonatige Unterbrechung der Gäubahn nicht machbar ist.

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: cs

Datum: 27.07.20 19:48

mental schrieb:
Traumflug schrieb:
DerSteuermann schrieb:
Hallo zusammen,
im Stuttgarter Rathaus gibt man sich weiter unbelehrbar, was die Unterbrechung der Gäubahn angeht:
[www.stuttgarter-zeitung.de]
Das Schauspiel im Rathaus wird langsam derart absurd, dass inzwischen sogar die Stuttgarter Zeitung rebelliert und den Ingenieuren22 einen eigenen Artikel zum Thema widmet, sogar ohne Bezahlschranke:

Streit um Zahl der Störfälle im S-Bahn-Netz (Stuttgarter Zeitung)

Zitat
Die Ingenieure22 halten dagegen. Laut der Landtagsdrucksache 16/6741 aus dem Jahr 2019 hätten 2017 an 139 Betriebstagen insgesamt 679 Züge über die Panoramabahnstrecke umgeleitet werden müssen. 2018 habe es sich um 150 Betriebstage und 988 Züge gehandelt, 2019 allein bis August um 130 Betriebstage und 3848 Züge.
Die "geplanten" Umleitungen in den Hauptbahnhof sind übrigens natürlich auch absolut notwendig. Sie finden hauptsächlich in Phasen absoluter Überlastung statt, z.B. bei Frühlings- und Herbstfest...
Waren Frühlings- und Herbstfest 2019 im Januar und Februar [www.drehscheibe-online.de] oder im Juli und August [s-bahn-chaos.de] ?

Re: Stuttgarter Rathaus: Bahn-Pläne gut genug

geschrieben von: mental

Datum: 27.07.20 20:44

cs schrieb:
mental schrieb:
Die "geplanten" Umleitungen in den Hauptbahnhof sind übrigens natürlich auch absolut notwendig. Sie finden hauptsächlich in Phasen absoluter Überlastung statt, z.B. bei Frühlings- und Herbstfest...
Waren Frühlings- und Herbstfest 2019 im Januar und Februar [www.drehscheibe-online.de] oder im Juli und August [s-bahn-chaos.de] ?
Mir ist nicht ganz klar, was du mir sagen möchtest. Dass eine alternative Strecke nicht nur bei Störungen und Großveranstaltungen sondern auch bei Baumaßnahmen Sinn macht?
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