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Re: Schon wieder Gleisrückbau

geschrieben von: ChrisM

Datum: 23.07.20 17:34

graetz schrieb:
Wo ist denn deine Quelle für diese Aussage:

Zitat
Das S-21-Areal hat die Stadt aus den Mitteln gekauft, die sie mit dem Verkauf ihrer Anteile an den Neckarwerken erlöste.
Aaaaaggggghhh. Du bist echt ein selten schwerer Fall. Bereits in dem Post, in dem ich auf die korrekte Sachlage hingewiesen habe, habe ich die Quelle verlinkt. Aber gerne für Dich ein zweites Mal.

Zitat
Die Stadt bezahlte 2001 rund 459 Millionen Euro für die Grundstücke, deren Verkehrswert neun Jahre später 805 Millionen Euro betragen sollte.
Dieser Satz stammt aus einem Artikel, dessen Titel lautet:
Zitat
Verkauf der Neckarwerke Kauf von Grundstücken
[www.stuttgarter-zeitung.de]

Re: Schon wieder Gleisrückbau

geschrieben von: graetz

Datum: 23.07.20 18:03

ChrisM schrieb:
graetz schrieb:
Wo ist denn deine Quelle für diese Aussage:

Zitat
Das S-21-Areal hat die Stadt aus den Mitteln gekauft, die sie mit dem Verkauf ihrer Anteile an den Neckarwerken erlöste.
Aaaaaggggghhh. Du bist echt ein selten schwerer Fall. Bereits in dem Post, in dem ich auf die korrekte Sachlage hingewiesen habe, habe ich die Quelle verlinkt. Aber gerne für Dich ein zweites Mal.

Zitat
Die Stadt bezahlte 2001 rund 459 Millionen Euro für die Grundstücke, deren Verkehrswert neun Jahre später 805 Millionen Euro betragen sollte.
Dieser Satz stammt aus einem Artikel, dessen Titel lautet:
Zitat
Verkauf der Neckarwerke Kauf von Grundstücken
[www.stuttgarter-zeitung.de]
Sehr interessant die Zahlen. Ich würde die mal alle addieren. Du kannst dann mich gerne korrigieren, aber ich komme auf 3,6 Milliarden Ausgaben, die von den 2,563 Milliarden Einnahmen bestritten wurden. Wobei ich einzelne Summen weggelassen habe, die dann ein paar Zeilen später zu einer (niedrigeren) Gesamtsumme formuliert wurden, also da noch sehr zugunsten der Einnahmen gerechnet habe.

Das Defizit ist mehr als die S21-Grundstücke gekostet haben. So gesehen, wurden diese Grundstücke nicht von diesem Geld gekauft, zumal auch der größte Grundstücksdeal 2001 war, der finale Verkauf der Stadtwerke aber erst 2002.

Re: Schon wieder Gleisrückbau

geschrieben von: cs

Datum: 23.07.20 19:45

graetz schrieb:
ChrisM schrieb:
Diese Flächen waren bislang Logistikflächen für den Erdaushub. Pläne, dort irgendetwas zu bauen, sind erst aufgekommen, als Stuttgart 21 geboren wurde. Das Projekt war auch hier Initialzündung für den Städtebau.
Ich dachte Stuttgart 21 wurde geboren, um günstigen Wohnraum zu schaffen?
Falsch gedacht: Stuttgart 21 wurde geboren, um den Bahnverkehr zwischen Kornwestheim und Ulm zu beschleunigen.

graetz schrieb:
Du drückst es so aus, als ob der Gedanke an günstigen Wohnraum geboren wurde, um Stuttgart 21 zu schaffen.
Textverständnis: mangelhaft
Richtig wäre:
ChrisM drückte es so aus, dass der Gedanke an günstigen Wohnraum erst geboren wurde, nachdem Stuttgart 21 geboren war.

Re: Schon wieder Gleisrückbau

geschrieben von: cs

Datum: 23.07.20 19:48

ChrisM schrieb:
graetz schrieb:
Zitat
Zitat:
Schusters größter Coup war aber 2001 der Kauf der Bahnschienen für 459 Millionen Euro, der das schon auf Eis gelegte Projekt Stuttgart 21 erst wieder in Gang brachte: 459 Millionen an Steuergeldern für Grundstücke, die sich doch vor der Bahnprivatisierung bereits in öffentlichem Besitz befunden hatten. Dieses Geld hat freilich Schusters Kämmerer Michael Föll in den folgenden zehn Jahren durch den Verkauf städtischer Grundstücke wieder hereingeholt. Die der Stadt heute fehlen, um bezahlbare Wohnungen zu errichten.
[www.kontextwochenzeitung.de]
Du hast das gelesen, was da steht?
Stadt kauft Grundstücke von Bahn.
Stadt verkauft danach andere Grundstücke.
Deine Behauptung, die Stadt habe Grundstücke verkauft, um vom Erlös das S-21-Areal zu kaufen, ist also falsch.
Komm doch graetz nicht mit Fakten: die zeitliche Reihenfolge ist ihm doch völlig egal, weil er sonst nicht so gut gegen S21 polemisieren kann.

Re: Schon wieder Gleisrückbau

geschrieben von: ChrisM

Datum: 23.07.20 20:14

graetz schrieb:

Das Defizit ist mehr als die S21-Grundstücke gekostet haben. So gesehen, wurden diese Grundstücke nicht von diesem Geld gekauft, zumal auch der größte Grundstücksdeal 2001 war, der finale Verkauf der Stadtwerke aber erst 2002.
Und was lesen wir in der Quelle, die ich Dir nun schon zweiten Mal verlinkt habe?

Zitat
1997 und 2002 hat Stuttgart in zwei Tranchen seine Stadtwerkeverkauft. 2.563.464.107 Euro hat diese Veräußerung der Technischen Werke (TWS) und späteren Neckarwerke (NWS) erbracht.
Aber wenn man „erst 2004 in die Region“ kam, können solche Wissenslücken schon mal vorkommen.

Re: Schon wieder Gleisrückbau

geschrieben von: graetz

Datum: 23.07.20 21:02

ChrisM schrieb:
graetz schrieb:
Das Defizit ist mehr als die S21-Grundstücke gekostet haben. So gesehen, wurden diese Grundstücke nicht von diesem Geld gekauft, zumal auch der größte Grundstücksdeal 2001 war, der finale Verkauf der Stadtwerke aber erst 2002.
Und was lesen wir in der Quelle, die ich Dir nun schon zweiten Mal verlinkt habe?

Zitat
1997 und 2002 hat Stuttgart in zwei Tranchen seine Stadtwerkeverkauft. 2.563.464.107 Euro hat diese Veräußerung der Technischen Werke (TWS) und späteren Neckarwerke (NWS) erbracht.
Aber wenn man „erst 2004 in die Region“ kam, können solche Wissenslücken schon mal vorkommen.
Du hast die Zahlen nicht addiert? Also solange man über eine Milliarde mehr ausgibt, als man eingenommen hat, hat dieser Artikel keine große Glaubwürdigkeit.

Ausserdem:

Zitat
Vor allem die erste Tranche in Höhe von 302 Millionen Euro aus dem Jahr 1997 wurde genutzt, Finanzlöcher zu stopfen.
Mit den 302 Millionen aus der ersten Tranche hat man also Finanzlöscher gestopft und für 489 (+ 266) Millionen Euro Grundstücke gekauft? Eher nur die Finanzlöcher gestopft. Steht im Artikel.

Mit der zweiten Tranche hatte man dann 2002 2.261.46.4107 Euro eingenommen, von denen man 1,37 Milliarden in die LBBW gesteckt, 550 Millionen alleine schon in einem Wertpapierfond geparkt und für 239 Millionen Euro Gebäude gebaut hatte. Dazu noch etwas Kleinkram und von den ca. 100 Millionen Euro, die man nach der Teil-Rückabwicklung des NWS-Kaufs noch übrig hatte, hatte man dann wirklich im Jahr 2001 755 Millionen Euro für S21-Grundstücke ausgegeben.
Ganz sicher! Und das ist immer noch nur grob gerechnet zugunsten der Einnahmen. Ich lasse mich nach wie vor gerne korrigieren, weil ich eigentlich nicht denke, dass Profis ihren Job nicht richtig machen können. Hier also die beiden Reporter Thomas Faltin und Jörg Nauke.

Aber wenn die Zahlen auch nur annähernd stimmen, ist es doch plausibel, dass die Stadt für ihre S21-Begehrlichkeiten noch ein paar andere Grundstücke auf den Markt warf, um ihr Defizit auszugleichen.

Re: Schon wieder Gleisrückbau

geschrieben von: graetz

Datum: 23.07.20 21:03

cs schrieb:
ChrisM schrieb:
graetz schrieb:
Zitat
Zitat:
Schusters größter Coup war aber 2001 der Kauf der Bahnschienen für 459 Millionen Euro, der das schon auf Eis gelegte Projekt Stuttgart 21 erst wieder in Gang brachte: 459 Millionen an Steuergeldern für Grundstücke, die sich doch vor der Bahnprivatisierung bereits in öffentlichem Besitz befunden hatten. Dieses Geld hat freilich Schusters Kämmerer Michael Föll in den folgenden zehn Jahren durch den Verkauf städtischer Grundstücke wieder hereingeholt. Die der Stadt heute fehlen, um bezahlbare Wohnungen zu errichten.
[www.kontextwochenzeitung.de]
Du hast das gelesen, was da steht?
Stadt kauft Grundstücke von Bahn.
Stadt verkauft danach andere Grundstücke.
Deine Behauptung, die Stadt habe Grundstücke verkauft, um vom Erlös das S-21-Areal zu kaufen, ist also falsch.
Komm doch graetz nicht mit Fakten: die zeitliche Reihenfolge ist ihm doch völlig egal, weil er sonst nicht so gut gegen S21 polemisieren kann.
Laut ChrisMs eigener Quelle hatte die Stadt erst die Grundstücke bezahlt und dann erst Einnahmen bekommen, die aber in den Summen niemals ausreichten. Wenn ich das schreibe ist es mies, wenn ChrisM das schreibt, ist es gut?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.07.20 21:07.

Re: Schon wieder Gleisrückbau

geschrieben von: cs

Datum: 23.07.20 21:17

graetz schrieb:
ChrisM schrieb:
graetz schrieb:
Wo ist denn deine Quelle für diese Aussage:

Zitat
Das S-21-Areal hat die Stadt aus den Mitteln gekauft, die sie mit dem Verkauf ihrer Anteile an den Neckarwerken erlöste.
Aaaaaggggghhh. Du bist echt ein selten schwerer Fall. Bereits in dem Post, in dem ich auf die korrekte Sachlage hingewiesen habe, habe ich die Quelle verlinkt. Aber gerne für Dich ein zweites Mal.

Zitat
Die Stadt bezahlte 2001 rund 459 Millionen Euro für die Grundstücke, deren Verkehrswert neun Jahre später 805 Millionen Euro betragen sollte.
Dieser Satz stammt aus einem Artikel, dessen Titel lautet:
Zitat
Verkauf der Neckarwerke Kauf von Grundstücken
[www.stuttgarter-zeitung.de]
Sehr interessant die Zahlen. Ich würde die mal alle addieren. Du kannst dann mich gerne korrigieren, aber ich komme auf 3,6 Milliarden Ausgaben, die von den 2,563 Milliarden Einnahmen bestritten wurden. Wobei ich einzelne Summen weggelassen habe, die dann ein paar Zeilen später zu einer (niedrigeren) Gesamtsumme formuliert wurden, also da noch sehr zugunsten der Einnahmen gerechnet habe.
Also ich komme in der Summe nur auf rund 2,98 G€ Ausgaben, also rund 16 % mehr als die Einnahmen. Da die Einnahmen von der Stadt wahrscheinlich so angelegt wurden, dass es eine gewisse Rendite gab, dürfte das Kapital aus dem TWS/NWS-Verkauf während der Zeit, in der man davon etwas ausgab, durchaus auch noch angewachsen sein.


graetz schrieb:
Das Defizit ist mehr als die S21-Grundstücke gekostet haben. So gesehen, wurden diese Grundstücke nicht von diesem Geld gekauft, zumal auch der größte Grundstücksdeal 2001 war, der finale Verkauf der Stadtwerke aber erst 2002.
Das habe ich jetzt glaube ich verstanden: Die Einnahmen aus dem NWS-Verkauf können nicht für die S21-Grundstücke verwendet worden sein, da die S21-Grundstücke gekauft wurden, bevor die Stadt diese Einnahmen hatte. Deshalb ist Deine Behauptung richtig, dass die S21-Grundstücke von der Stadt mit dem Geld gekauft wurden, das die Stadt zwischen 2001 und 2011 durch Immobilienverkäufe eingenommen hat, das war nämlich vor dem Kauf der S21-Grundstücke - äh - oder etwa doch nicht?

Re: Schon wieder Gleisrückbau

geschrieben von: graetz

Datum: 23.07.20 21:28

cs schrieb:
Also ich komme in der Summe nur auf rund 2,98 G€ Ausgaben, also rund 16 % mehr als die Einnahmen. Da die Einnahmen von der Stadt wahrscheinlich so angelegt wurden, dass es eine gewisse Rendite gab, dürfte das Kapital aus dem TWS/NWS-Verkauf während der Zeit, in der man davon etwas ausgab, durchaus auch noch angewachsen sein.
Mit angelegten Geld kannst du keine Rechnungen bezahlen. Die "Zeit", in der man Zinseinnahmen für die S21-Käufe generieren konnte, betrug -1 Jahre. Die Anlagestrategie zeig mir mal bitte, da bin ich sofort dabei!


cs schrieb:
graetz schrieb:
Das Defizit ist mehr als die S21-Grundstücke gekostet haben. So gesehen, wurden diese Grundstücke nicht von diesem Geld gekauft, zumal auch der größte Grundstücksdeal 2001 war, der finale Verkauf der Stadtwerke aber erst 2002.
Das habe ich jetzt glaube ich verstanden: Die Einnahmen aus dem NWS-Verkauf können nicht für die S21-Grundstücke verwendet worden sein, da die S21-Grundstücke gekauft wurden, bevor die Stadt diese Einnahmen hatte. Deshalb ist Deine Behauptung richtig, dass die S21-Grundstücke von der Stadt mit dem Geld gekauft wurden, das die Stadt zwischen 2001 und 2011 durch Immobilienverkäufe eingenommen hat, das war nämlich vor dem Kauf der S21-Grundstücke - äh - oder etwa doch nicht?
Wie immer wenn ich etwas schon häufig zitiertest nur gekürzt wiedergebe, stürzt ihr euch auf jedes Detail der Formulierung.
Also nochmal: Um das Defizit wieder auszugleichen, das durch den Grundstückskauf entstanden ist, verkaufte die Stadt andere Grundstücke. Das steht so in der Quelle, die hier nicht zum ersten mal verlinkt wurde.

Vor allem: Es geht darum, dass die Stadt bereits "freie Grundstücke" besass! Demnach besass die Stadt also auch nach dem S21-Kauf noch "freie Grundstücke", die aber sofort verfügbar waren. Aber anstatt diese zu bebauen, verkaufte man sie, um das Geld für die Großmannsssucht kurzfristig wieder reinzubekommen, während man den Wohnungsbau auf nach 2025 vertagte.

Es kommt also für das eigentliche Thema noch nicht mal auf die Reihenfolge an. Es ist Fakt, dass die Stadt über "freie Grundstücke" verfügte, diese aber nicht bebaute. Das ist meine Kritik. Was sagt ihr dazu?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.07.20 21:38.

Re: Schon wieder Gleisrückbau

geschrieben von: Micha-0815

Datum: 23.07.20 22:37

graetz schrieb:
Es kommt also für das eigentliche Thema noch nicht mal auf die Reihenfolge an. Es ist Fakt, dass die Stadt über "freie Grundstücke" verfügte, diese aber nicht bebaute. Das ist meine Kritik. Was sagt ihr dazu?

Wer hat denn diese Grundstücke gekauft, und was ist dann damit passiert?

Gruß, Micha
Meinungsfreiheit bedeutet, dass man fast alles behaupten darf. Es bedeutet nicht, dass sich jemand den Mist anhören muss.
(Kommentar im Tagesspiegel zu Verschwörungsgläubigen)

Re: Schon wieder Gleisrückbau

geschrieben von: mobaz

Datum: 23.07.20 23:09

So ein Blödsinn, da wäre auch ohne S21 gebaut worden. Und da die fläche jetzt wieder frei wird und in Stuttgart Wohnungen gebraucht werden, wird dort gebaut. Natürlich kann man einen Zusammenhang mit S21 herstellen. Auch die Aussage von Graetz ist in diesem Zusammenhang schlüssig, passt aber nicht so sehr in das Verständniss einiger Leute.
Schönen Gruß
Maik

Re: Schon wieder Gleisrückbau

geschrieben von: kmueller

Datum: 24.07.20 11:00

cs schrieb:
graetz schrieb:
Ich dachte Stuttgart 21 wurde geboren, um günstigen Wohnraum zu schaffen?
Falsch gedacht: Stuttgart 21 wurde geboren, um den Bahnverkehr zwischen Kornwestheim und Ulm zu beschleunigen.
Sowie den nach Zürich (und die innerstädtische Stadtbahn) zu kappen.

Re: Schon wieder Gleisrückbau

geschrieben von: graetz

Datum: 24.07.20 11:34

cs schrieb:
Falsch gedacht: Stuttgart 21 wurde geboren, um den Bahnverkehr zwischen Kornwestheim und Ulm zu beschleunigen.

Nach Heimerl hätte man dazu in Zuffenhausen ansetzen müssen. Das war auch mal geplant, aber mit S21 wurde das dann aktiv gestrichen. Das soll jetzt ein neuer Tunnel richten. Also "S21" war nicht dazu gedacht. S21 ist optimiert auf freie Grundstücke, aber nicht für besseren Bahnverkehr.

Wie wichtig Bahnverkehr dabei ist, liest man in solchen Sätzen:

Zitat
Man wolle den Wohnungsbau forcieren: Die Menschen in der Notfallkartei der Stadt wollten Wohnungen, „sie wollen nicht nach Zürich fahren“
Und der Witz dabei ist: Wer jetzt in dieser Kartei ist, der wird sicher nicht 10 Jahre auf eine Wohnung im Rosensteinviertel warten. Das ist absolut lebensfremd.

Re: Schon wieder Gleisrückbau

geschrieben von: kmueller

Datum: 24.07.20 12:40

graetz schrieb:
Wie wichtig Bahnverkehr dabei ist, liest man in solchen Sätzen:

Zitat
Man wolle den Wohnungsbau forcieren: Die Menschen in der Notfallkartei der Stadt wollten Wohnungen, „sie wollen nicht nach Zürich fahren“
Und der Witz dabei ist: Wer jetzt in dieser Kartei ist, der wird sicher nicht 10 Jahre auf eine Wohnung im Rosensteinviertel warten. Das ist absolut lebensfremd.
Es ist aber egal. Schlimmer ist, daß der Gewinn (wenn überhaupt) erst viel später gemacht wird.

Und was Zürich angeht, hatten die Projektbetreiber ausnahmsweise mal den richtigen Riecher: die Stuttgarter wollten nach Paris und Bratislava fahren, zumindest damals bei Projektbeginn.

Re: Schon wieder Gleisrückbau

geschrieben von: cs

Datum: 27.07.20 20:31

graetz schrieb:
cs schrieb:
graetz schrieb:
Das Defizit ist mehr als die S21-Grundstücke gekostet haben. So gesehen, wurden diese Grundstücke nicht von diesem Geld gekauft, zumal auch der größte Grundstücksdeal 2001 war, der finale Verkauf der Stadtwerke aber erst 2002.
Das habe ich jetzt glaube ich verstanden: Die Einnahmen aus dem NWS-Verkauf können nicht für die S21-Grundstücke verwendet worden sein, da die S21-Grundstücke gekauft wurden, bevor die Stadt diese Einnahmen hatte. Deshalb ist Deine Behauptung richtig, dass die S21-Grundstücke von der Stadt mit dem Geld gekauft wurden, das die Stadt zwischen 2001 und 2011 durch Immobilienverkäufe eingenommen hat, das war nämlich vor dem Kauf der S21-Grundstücke - äh - oder etwa doch nicht?
Wie immer wenn ich etwas schon häufig zitiertest nur gekürzt wiedergebe, stürzt ihr euch auf jedes Detail der Formulierung.
Also nochmal: Um das Defizit wieder auszugleichen, das durch den Grundstückskauf entstanden ist, verkaufte die Stadt andere Grundstücke.
Falls tatsächlich ein Defizit entstand, weil man angeblich mehr mit dem Geld aus dem Verkauf von TWS/NWS bezahlte, als durch den Verkauf erlöst wurde, so waren dafür nicht die Grundstückskäufe bei S21 verantwortlich, sondern die Ausgaben, die man in den Folgejahren angeblich ebenfalls mit diesen Einnahmen bezahlt hatte. Nach den S21-Grundstückskäufen war ja davon noch Geld übrig.

graetz schrieb:
Das steht so in der Quelle, die hier nicht zum ersten mal verlinkt wurde.
Dass die Stadt nach dem Kauf der S21-Grundstücke durch Immobilienverkäufe angeblich ungefähr die gleiche Summe eingenommen hat, heißt aber noch lange nicht, dass die Stadt damit den Kauf der S21-Grundstücke inanziert hat, das steht so nicht einmal in dem von Dir verlinkten Kontext-Artikel drin, das ist lediglich Deine (falsche) Schlussfolgerung.

graetz schrieb:
Vor allem: Es geht darum, dass die Stadt bereits "freie Grundstücke" besass! Demnach besass die Stadt also auch nach dem S21-Kauf noch "freie Grundstücke", die aber sofort verfügbar waren. Aber anstatt diese zu bebauen, verkaufte man sie, um das Geld für die Großmannsssucht kurzfristig wieder reinzubekommen, während man den Wohnungsbau auf nach 2025 vertagte.
Und auch dass es sich bei den verkauften Immobilien vor allem um "freie Grundstücke" handelte, ist in dem kontext-Artikel nirgends belegt, unabhängig davon, dass von der Stadt verkaufte "freie Grundstücke" von den Erwerbern wohl umgehend bebaut und damit auch Wohnungen geschaffen wurden.

graetz schrieb:
Es kommt also für das eigentliche Thema noch nicht mal auf die Reihenfolge an.
Wenn Du meinst ...
Dass es für Dich nicht auf eine Reihenfolge ankommt wenn Dir die Reihenfolge nicht ins Konzept poasst, konnte man ja schon mehrfach aus Deinen Beiträgen entnehmen.

graetz schrieb:
Es ist Fakt, dass die Stadt über "freie Grundstücke" verfügte, diese aber nicht bebaute. Das ist meine Kritik. Was sagt ihr dazu?
Der Fakt, dass diese Grundstücke dann anstatt von der Stadt eben von anderen bebaut wurden, ist Dir aber schon klar? Und dass das auch nicht der Tatsache widerspricht, dass die Stadt die
S21-Grundstücke aus den Einnahmen des TWS-/NWS-Verkaufs bezahlt hat, ist auch offensichtlich (zumindest vermutlich für alle anderen außer für Dich).

Re: Schon wieder Gleisrückbau

geschrieben von: cs

Datum: 27.07.20 21:52

graetz schrieb:
cs schrieb:
Falsch gedacht: Stuttgart 21 wurde geboren, um den Bahnverkehr zwischen Kornwestheim und Ulm zu beschleunigen.

Nach Heimerl hätte man dazu in Zuffenhausen ansetzen müssen. Das war auch mal geplant, aber mit S21 wurde das dann aktiv gestrichen.
Heimerl sagte, dass man zumindest in der Planung dort ansetzen musste, "ob man es in der Realisierung dann so macht - gleich oder nicht, steht ja auf einem andern Blatt - [...] nämlich in Kornwestheim und nicht in Plochingen" [www.youtube.com]

Und genau das hat man mit S21 gemacht, indem man in der Planung die P-Option vorgesehen hat, also zusätzliche Gleise ab dem Ende der SFS Mannheim - Stuttgart bei Kornwestheim. Da wurde nichts aktiv gestrichen, nur teilweise entsprechend Heimerls Intention auf später verschoben.

graetz schrieb:
Das soll jetzt ein neuer Tunnel richten. Also "S21" war nicht dazu gedacht.
Doch, siehe oben.

graetz schrieb:
S21 ist optimiert auf freie Grundstücke, aber nicht für besseren Bahnverkehr.
Auch durch noch so häufiges Wiederholen schaffst Du es nicht, dass Deine falschen Behauptungen richtiger werden.

Weitere Informationen aus erster Hand siehe z. B. Heimerl in [www.sudetendeutsche-akademie.eu] :
Das Konzept „Stuttgart 21“ als umfassendes Synergiekonzept von Verkehr und Städtebau geht also über die ursprünglichen Anregungen des Verfassers zur Schnellbahnstrecke aus den 80er Jahren erheblich hinaus; es enthält aber alle Komponenten des ursprünglichen Vorschlags von 1988 für eine zukunftsbeständige Lösung.

Re: Schon wieder Gleisrückbau

geschrieben von: kmueller

Datum: 28.07.20 10:31

cs schrieb:
genau das hat man mit S21 gemacht, indem man in der Planung die P-Option vorgesehen hat, also zusätzliche Gleise ab dem Ende der SFS Mannheim - Stuttgart bei Kornwestheim. Da wurde nichts aktiv gestrichen, nur teilweise entsprechend Heimerls Intention auf später verschoben.
Wurde nicht mittlerweileS21 komplett auf (ein noch nicht bekanntes) 'Später' verschoben.

Zitat:
Auch durch noch so häufiges Wiederholen schaffst Du es nicht, dass Deine falschen Behauptungen richtiger werden.

Weitere Informationen aus erster Hand siehe z. B. Heimerl in [www.sudetendeutsche-akademie.eu] :
Das Konzept „Stuttgart 21“ als umfassendes Synergiekonzept von Verkehr und Städtebau geht also über die ursprünglichen Anregungen des Verfassers zur Schnellbahnstrecke aus den 80er Jahren erheblich hinaus; es enthält aber alle Komponenten des ursprünglichen Vorschlags von 1988 für eine zukunftsbeständige Lösung.
Die oben zitierten 'falschen' Aussagen aus den letzten Jahren hat Heimerl also mittlerweile korrigiert, um wieder auf diejenigen von 1988 zurückzugehen? Wo?

Re: Schon wieder Gleisrückbau

geschrieben von: graetz

Datum: 28.07.20 11:03

cs schrieb:
graetz schrieb:
cs schrieb:
Falsch gedacht: Stuttgart 21 wurde geboren, um den Bahnverkehr zwischen Kornwestheim und Ulm zu beschleunigen.

Nach Heimerl hätte man dazu in Zuffenhausen ansetzen müssen. Das war auch mal geplant, aber mit S21 wurde das dann aktiv gestrichen.
Heimerl sagte, dass man zumindest in der Planung dort ansetzen musste, "ob man es in der Realisierung dann so macht - gleich oder nicht, steht ja auf einem andern Blatt - [...] nämlich in Kornwestheim und nicht in Plochingen" [www.youtube.com]

Und genau das hat man mit S21 gemacht, indem man in der Planung die P-Option vorgesehen hat, also zusätzliche Gleise ab dem Ende der SFS Mannheim - Stuttgart bei Kornwestheim. Da wurde nichts aktiv gestrichen, nur teilweise entsprechend Heimerls Intention auf später verschoben.
Nein. Schau dir mal auf dem Video selbst die Planungsentwicklung an. Man versuchte, so nah wie möglich am HBF den Tunnel anzusetzen und vereinfachte nur den Tunnel, indem er in Feuerbach beginnt. Die P-Option ist auch lange nicht ausreichend und verkompliziert sogar die restliche Ausführung. Das wurde im News-Forum schon mal thematisiert und ich hatte es hier auch verlinkt. Der eigentliche Engpass wurde nie angegangen, wie Leger es ja auch zugegeben hatte (ohne dabei die P-Option zu erwähnen, wie es die Helden hier immer tun, was eben Gründe hat). Und Heimerl hatte das in seiner Planung schon 1988 gemacht. 1992 wurde beschlossen, den Engpass zu beseitigen. Die Not war immer da. Das interessierte nur nicht bei der Ermittlung der Grundstücksausbeute. Da wurde das dann gestrichen.

cs schrieb:
Das Konzept „Stuttgart 21“ als umfassendes Synergiekonzept von Verkehr und Städtebau geht also über die ursprünglichen Anregungen des Verfassers zur Schnellbahnstrecke aus den 80er Jahren erheblich hinaus; es enthält aber alle Komponenten des ursprünglichen Vorschlags von 1988 für eine zukunftsbeständige Lösung.

Das ist Blödsinn. "Alle Komponenten" bedeutet eine durchgängige NBS von Kornwestheim bis zur NBS Wendlingen-Ulm und eine konsequente Entmischung von Fern- und Regionalverkehr, der sich erst in einem 20-gleisigen HBF trifft.

S21 strich das zusammen auf eine NBS vom HBF Richtung Wendlingen, die Reduktion des HBF auf 8 Gleise, zusätzliche Mischverkehre und einen weit weg liegenden Abstellbahnhof, der nur über die regulären Zuläufe zu erreichen ist.

Re: Schon wieder Gleisrückbau

geschrieben von: fuesssteller

Datum: 04.08.20 17:48

Es geht doch um den Nordbahnhof von wo der Aushub abtransportiert wurde.
Vorher waren dort verschiedene Entsorgungsunternehmen beheimatet wie Karle oder Pfleiderer, wo sollen dort Bankenklötze oder ähnliche stehen ?
Das einzigst größere in der Nähe ist der Bulowbogen oder die AOK.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.08.20 17:49.

Re: Schon wieder Gleisrückbau

geschrieben von: Traumflug

Datum: 09.08.20 12:56

ChrisM schrieb:
Mal abgesehen davon, dass Stuttgart eine der wenigen Großstädte ist, die schuldenfrei ist [www.stuttgarter-nachrichten.de] ,
Guck mal auf das Datum dieses Artikel :-)

2018 erstmals schuldenfrei. Zur Zeit der Grundstücksdeals also nicht.

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