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Re: Fernverkehr der in Nürtingen wendet

geschrieben von: graetz

Datum: 23.07.20 13:22

Manu Chao schrieb:
graetz schrieb:
Wie gut wäre es da, einen Abstellbahnhof zu haben, der auf separaten Zuläufen zu erreichen wäre. Oder einfach im Trog ein paar Gleise mehr vorhalten. Damit würde man sich eine ca. 50 km lange Leerfahrt sparen. Aber "freie Grundstücke" haben natürlich Vorrang.
Das 9. und 10. Gleis im Trog sind wohl kaum am Flächenverbrauch gescheitert sondern an den Kosten. Freie Grundstücke mögen der wichtigste Grund für die Entscheidung für S21 gewesen sein, das heißt aber nicht dass alle Unzulänglichkeiten von S21 eine direkte unvermeidliche Folge des Ziels der Freistellung von Grundstücken sind.
Die Kosten wären im unteren 3-stelligen Millionenbereich gewesen. Also ca. ein fünfzigstel der Projektkosten.
Eine offizielle Begründung der Bahn war auch, dass man den Fahrgast nicht mit so vielen Gleisen verwirren möchte.

In einem Vortrag der IG-Bürger hiess es, dass die erste Betrachtung des Areals Platz genug für acht Gleise ergeben hätte. 10 Gleise in gleicher Länge wie die übrigen acht hätten ein verlängertes Vorfeld gebraucht. Damit wäre man unterhalb des LBBW-Gebäudes gekommen. Die hatten damals eh schon Stress gemacht wegen der Erschütterungen beim Bau, weil da im Keller ein Rechenzentrum ist. Dort hab ich selbst schon mal gearbeitet.
>[...] FV 6.a, 45 und 47 a werden in eine Wendeanlage geführt. Die genaue Lage ist noch zu bestimmen. [...]< [assets.ctfassets.net] (Folie 162)

347685-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.05.20 18:53.

Re: Fernverkehr der in Nürtingen wendet

geschrieben von: Manu Chao

Datum: 23.07.20 16:45

graetz schrieb:
Manu Chao schrieb:
graetz schrieb:
Wie gut wäre es da, einen Abstellbahnhof zu haben, der auf separaten Zuläufen zu erreichen wäre. Oder einfach im Trog ein paar Gleise mehr vorhalten. Damit würde man sich eine ca. 50 km lange Leerfahrt sparen. Aber "freie Grundstücke" haben natürlich Vorrang.
Das 9. und 10. Gleis im Trog sind wohl kaum am Flächenverbrauch gescheitert sondern an den Kosten. Freie Grundstücke mögen der wichtigste Grund für die Entscheidung für S21 gewesen sein, das heißt aber nicht dass alle Unzulänglichkeiten von S21 eine direkte unvermeidliche Folge des Ziels der Freistellung von Grundstücken sind.
Die Kosten wären im unteren 3-stelligen Millionenbereich gewesen. Also ca. ein fünfzigstel der Projektkosten.
Eine offizielle Begründung der Bahn war auch, dass man den Fahrgast nicht mit so vielen Gleisen verwirren möchte.

In einem Vortrag der IG-Bürger hiess es, dass die erste Betrachtung des Areals Platz genug für acht Gleise ergeben hätte. 10 Gleise in gleicher Länge wie die übrigen acht hätten ein verlängertes Vorfeld gebraucht. Damit wäre man unterhalb des LBBW-Gebäudes gekommen. Die hatten damals eh schon Stress gemacht wegen der Erschütterungen beim Bau, weil da im Keller ein Rechenzentrum ist. Dort hab ich selbst schon mal gearbeitet.
Selbstverständlich hätte es ein längeres Vorfeld gebraucht (es sein denn man hätte die beiden äussersten Gleise kürzer gemacht, wobei selbst dies, kürzere 9. und 10. Gleise, bei der Fahrplangestaltung deutlich helfen würde). Und weil damit noch mehr vom Vorfeld in die Talhänge geschoben hätte werden müssen und mehr bestehende Gebäude betroffen gewesen wären (u.a. eben auch möglicherweise das LBBW-Gebäude). Der breitere Trog und das längere Vorfeld wären damit nur für einen Teil der Mehrkosten verantwortlich gewesen, die aufwendigere Bauweise im 'Berg' und die stärkere Tangierung bestehender Gebäude hätten auch einen Beitrag geliefert. Unter Umständen hätten auch Stadtbahntunnel noch aufwendiger neugebaut werden müssen.

Re: Fernverkehr der in Nürtingen wendet

geschrieben von: graetz

Datum: 23.07.20 16:53

Manu Chao schrieb:
Selbstverständlich hätte es ein längeres Vorfeld gebraucht (es sein denn man hätte die beiden äussersten Gleise kürzer gemacht, wobei selbst dies, kürzere 9. und 10. Gleise, bei der Fahrplangestaltung deutlich helfen würde). Und weil damit noch mehr vom Vorfeld in die Talhänge geschoben hätte werden müssen und mehr bestehende Gebäude betroffen gewesen wären (u.a. eben auch möglicherweise das LBBW-Gebäude). Der breitere Trog und das längere Vorfeld wären damit nur für einen Teil der Mehrkosten verantwortlich gewesen, die aufwendigere Bauweise im 'Berg' und die stärkere Tangierung bestehender Gebäude hätten auch einen Beitrag geliefert. Unter Umständen hätten auch Stadtbahntunnel noch aufwendiger neugebaut werden müssen.
Das erklärt, warum Schwanhäußer zuerst mit 10 Gleisen und danach dann auf 8 Gleise passend rechnete. Das Ergebnis "Wir brauchen 10 Gleise" hätte das Projekt beerdigt. Dass acht Gleise nicht reichen, gab er vor zwei Jahren ja zu.

Aber "am Küchentisch" kam man von Anfang auf die Aussage, dass man acht Gleise realisieren kann. Also rein intuitiv zeigt sich, dass bei S21 die Form die Funktion bestimmt. 10 Gleise waren nie eine Option und auch die Behauptung der Bahn, diese seien leicht nachzurüsten bezog sich nur auf eine Variante, die Doppelbelegungen auf den Gleisen 1 und 8 ersetzt hätte durch jeweils zwei Bahnsteige, die auch nur kurze Züge aufnehmen könnten, also nicht zusätzliche Kapazitäten schafft sondern nur etwas mehr Freizügigkeit.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.07.20 17:24.
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