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BA18

geschrieben von: ChrisM

Datum: 31.01.18 10:52

Im BA 18 hat der Aushub begonnen. Das ist der Bauabschnitt, der unmittelbar an die Gruben anschließt, in denen bereits die Bahnsteige betoniert sind.
Interessant: Ursprünglich wurde ja mit einem so starken Grundwasserandrang gerechnet, dass man nicht so viele Gruben gleichzeitig öffnen wollte. Offenbar war das verwendete Grundwassermodell entgegen anderer Meinungen doch korrekt.

Webcam vom Aushub

Re: BA18

geschrieben von: mental

Datum: 31.01.18 11:50

ChrisM schrieb:
Im BA 18 hat der Aushub begonnen. Das ist der Bauabschnitt, der unmittelbar an die Gruben anschließt, in denen bereits die Bahnsteige betoniert sind.
Interessant: Ursprünglich wurde ja mit einem so starken Grundwasserandrang gerechnet, dass man nicht so viele Gruben gleichzeitig öffnen wollte. Offenbar war das verwendete Grundwassermodell entgegen anderer Meinungen doch korrekt.

Die Kosten haben sich auch erhöht, weil anderer Verfahren benutzt werden. Beim Grundwassermanagement gab es Maximalmengen. Darüber hat man schon lange nichts gehört und die Baudauer wächst und wächst...

Hier ein Artikel mit Zahlen:
Zitat:
Die Bahn dagegen, die für den Bau der neuen Tiefstation 6,8 statt wie ursprünglich geplant drei Millionen Kubikmeter Grundwasser abpumpen will, hatte keine Notwendigkeit für eine Fortführung gesehen.

[www.stuttgarter-zeitung.de]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.01.18 11:55.

Re: BA18

geschrieben von: Traumflug

Datum: 31.01.18 13:16

ChrisM schrieb:
Ursprünglich wurde ja mit einem so starken Grundwasserandrang gerechnet, dass man nicht so viele Gruben gleichzeitig öffnen wollte.
Ursprünglich versprach man das unter Druck stehende Mineralwasser zu schützen, indem man an nur wenigen Baugruben gleichzeitig das Grundwasser abpumpt. Offensichtlich spielt das Mineralwasser keine Rolle mehr.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: BA18

geschrieben von: graetz

Datum: 31.01.18 13:24

ChrisM schrieb:
Im BA 18 hat der Aushub begonnen. Das ist der Bauabschnitt, der unmittelbar an die Gruben anschließt, in denen bereits die Bahnsteige betoniert sind.
Interessant: Ursprünglich wurde ja mit einem so starken Grundwasserandrang gerechnet, dass man nicht so viele Gruben gleichzeitig öffnen wollte. Offenbar war das verwendete Grundwassermodell entgegen anderer Meinungen doch korrekt.

Webcam vom Aushub
Der ursprüngliche Plan muss wohl komplett umgeworfen werden, da man wegen fehlender Genehmigungen eben nicht mehr "Grube für Grube" bauen kann. Man baut jetzt eben irgendwie irgendwas, was ohne Genehmigung halt geht. Das GWM ist da nebensächlich.

Re: BA18

geschrieben von: ChrisM

Datum: 31.01.18 13:51

graetz schrieb:

Das GWM ist da nebensächlich.
Wenn dem so wäre, müssten nun entweder die Gruben vollaufen (weil man das GWM überfordert) oder die Bäume verdorren (weil man das GWM hochgefahren hat).

Re: BA18

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 31.01.18 14:02

Schritt für Schritt geht es voran. Trennt man die beiden BA dann eigentlich weiter, oder werden die Gruben dann miteinander verbunden?

Re: BA18

geschrieben von: graetz

Datum: 31.01.18 14:04

ChrisM schrieb:
graetz schrieb:
Das GWM ist da nebensächlich.
Wenn dem so wäre, müssten nun entweder die Gruben vollaufen (weil man das GWM überfordert) oder die Bäume verdorren (weil man das GWM hochgefahren hat).

Oder man fördert einfach mehr als erlaubt. Die Folgen sieht man erst irgendwann später. Wir haben ja nun nicht grad aktuell trockenes Wetter.

Re: BA18

geschrieben von: Tunnelmaus

Datum: 31.01.18 17:22

graetz schrieb:
ChrisM schrieb:
graetz schrieb:
Das GWM ist da nebensächlich.
Wenn dem so wäre, müssten nun entweder die Gruben vollaufen (weil man das GWM überfordert) oder die Bäume verdorren (weil man das GWM hochgefahren hat).

Oder man fördert einfach mehr als erlaubt. Die Folgen sieht man erst irgendwann später. Wir haben ja nun nicht grad aktuell trockenes Wetter.
Für die Überwachung der Fördermenge war doch der Parkschutz zuständig? Warum melden die sich nicht?

Und nun ernsthaft: Warum wohl hat man im BA 16 die nördliche Böschung durch eine halbhohe, mittels Folie abgedichtete Bohlwand ersetzt? Außerdem läuft der jetzige Aushub im BA 18 noch deutlich oberhalb des Grundwasserspiegels.

Die Baugruben für Nesenbachdüker und BA 22, werden die überhaupt noch trocken gehalten? Dem Rohbau in BA 22 würde es ja nicht schaden, wenn er solange im Grundwasser steht, bis die Nachbarabschnitte geöffnet werden. Und der "tiefe" Restaushub des Dükers im südlichen Abschnitt soll bekanntlich mit Unterwassersohle erfolgen.

Re: BA18

geschrieben von: graetz

Datum: 31.01.18 17:24

Tunnelmaus schrieb:
graetz schrieb:
ChrisM schrieb:
graetz schrieb:
Das GWM ist da nebensächlich.
Wenn dem so wäre, müssten nun entweder die Gruben vollaufen (weil man das GWM überfordert) oder die Bäume verdorren (weil man das GWM hochgefahren hat).

Oder man fördert einfach mehr als erlaubt. Die Folgen sieht man erst irgendwann später. Wir haben ja nun nicht grad aktuell trockenes Wetter.
Für die Überwachung der Fördermenge war doch der Parkschutz zuständig? Warum melden die sich nicht?

Und nun ernsthaft: Warum wohl hat man im BA 16 die nördliche Böschung durch eine halbhohe, mittels Folie abgedichtete Bohlwand ersetzt? Außerdem läuft der jetzige Aushub im BA 18 noch deutlich oberhalb des Grundwasserspiegels.

Die Baugruben für Nesenbachdüker und BA 22, werden die überhaupt noch trocken gehalten? Dem Rohbau in BA 22 würde es ja nicht schaden, wenn er solange im Grundwasser steht, bis die Nachbarabschnitte geöffnet werden. Und der "tiefe" Restaushub des Dükers im südlichen Abschnitt soll bekanntlich mit Unterwassersohle erfolgen.
Sehr viele Dinge, die nicht geplant waren - weil man immer noch nicht alle Genehmigungen hat. Der aktuelle Brandschutz ist jetzt auch wieder bald ein Jahr überfällig.

Re: BA18

geschrieben von: cs

Datum: 31.01.18 21:25

ChrisM schrieb:
Im BA 18 hat der Aushub begonnen. Das ist der Bauabschnitt, der unmittelbar an die Gruben anschließt, in denen bereits die Bahnsteige betoniert sind.
Interessant: Ursprünglich wurde ja mit einem so starken Grundwasserandrang gerechnet, dass man nicht so viele Gruben gleichzeitig öffnen wollte. Offenbar war das verwendete Grundwassermodell entgegen anderer Meinungen doch korrekt.

Webcam vom Aushub
Ich gehe davon aus, dass die Grundwasserabsenkung zumindest im BA16 schon länger außer Betrieb oder zumindest auf ein höheres Niveau eingestellt ist. Deshalb hat man ja die provisorische Wand am Ende zum BA 15 errichtet und vermutlich auch aus diesem Grund die Gleiströge mit Schotter verfüllt, sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe: erstens zusätzlichen Ballast gegen den Auftrieb beim Zurückfahren der Grundwasserabsenkung und zweitens eine ebene, stabile Fläche für die Rüstungstürme für das Dach.

Re: BA18

geschrieben von: Tunnelmaus

Datum: 31.01.18 21:50

graetz schrieb:
Sehr viele Dinge, die nicht geplant waren - weil man immer noch nicht alle Genehmigungen hat. Der aktuelle Brandschutz ist jetzt auch wieder bald ein Jahr überfällig.
Zumindest der Unterwasseraushub des südlichen Dükerteils war von Anfang an geplant.

Brandschutz nur ein Jahr überfällig? Mir war so, als wenn das jetzt schon bald zwei Jahre sind, dass es hieß, die Genehmigung des "neuen" Entrauchungs- und Evakuierungskonzepts stehe unmittelbar bevor, plus diese ominöse übergreifende Brandschutzgenehmigung.

Die darauf aufbauende PÄ für die Kelchoberteile ohne Fluchttreppen hätte ja eigentlich "spätenstens September 2017" vorliegen sollen, so die Aussage letztes Frühjahr, seitdem ist auch die überfällig.

Re: BA18

geschrieben von: Tunnelmaus

Datum: 31.01.18 21:53

cs schrieb:
und zweitens eine ebene, stabile Fläche für die Rüstungstürme für das Dach.
Dafür war diese Verfüllung m.W. schon immer geplant. Es gab mal eine Präsentation vom Züblin zum Bauablauf im BA 16, in der das schon enthalten war, aus dem August 2014.

Re: BA18

geschrieben von: graetz

Datum: 01.02.18 09:42

Tunnelmaus schrieb:
graetz schrieb:
Sehr viele Dinge, die nicht geplant waren - weil man immer noch nicht alle Genehmigungen hat. Der aktuelle Brandschutz ist jetzt auch wieder bald ein Jahr überfällig.
Zumindest der Unterwasseraushub des südlichen Dükerteils war von Anfang an geplant.

Brandschutz nur ein Jahr überfällig? Mir war so, als wenn das jetzt schon bald zwei Jahre sind, dass es hieß, die Genehmigung des "neuen" Entrauchungs- und Evakuierungskonzepts stehe unmittelbar bevor, plus diese ominöse übergreifende Brandschutzgenehmigung.

Die darauf aufbauende PÄ für die Kelchoberteile ohne Fluchttreppen hätte ja eigentlich "spätenstens September 2017" vorliegen sollen, so die Aussage letztes Frühjahr, seitdem ist auch die überfällig.
Ich gehe von den Lenkungskreisfolien aus, wo zuerst "April 2017" genannt wurde. Bis dahin wollte man die Fundamente so bauen, dass die alte und die neue Variante geht. Jetzt kann man kaum was anderes bauen als Fundamente - entgegen der ursprünglichen Planung, Grube für Grube mitsamt den kompletten Kelchen hochzuziehen. Das GWM ist dafür aber nicht ausgelegt gewesen. Es wird seinen Dienst tun, aber ich bezweifle, dass damit die Maximalmengen eingehalten werden.

Re: BA18

geschrieben von: E 19 01

Datum: 01.02.18 13:16

Traumflug schrieb:
ChrisM schrieb:
Ursprünglich wurde ja mit einem so starken Grundwasserandrang gerechnet, dass man nicht so viele Gruben gleichzeitig öffnen wollte.
Ursprünglich versprach man das unter Druck stehende Mineralwasser zu schützen, indem man an nur wenigen Baugruben gleichzeitig das Grundwasser abpumpt. Offensichtlich spielt das Mineralwasser keine Rolle mehr.
Seitdem trinken die Stuttgarter den Trollinger zwangsweise unverdünnt.

Re: BA18

geschrieben von: ChrisM

Datum: 01.02.18 17:35

Vielen Dank für die Erklärungen. Ich finde es einleuchtend, dass dort die Wasserhaltung zurückgefahren werden kann, wo durch Betonage und/oder zusätzlicher Ballastierung die Gefahr des Aufschwimmens gebannt ist.

Re: BA18

geschrieben von: Sauerbach

Datum: 01.02.18 17:57

Ich habe mit Herrn Pradel (Abschnittsleiter PfA 1.1) ein paar Wörter am Tag der offenen Baustelle gewechselt. Laut seiner Aussage ist die Wasserhaltung in BA16 und BA17 eingestellt, d.h. es wird kein Grundwasser mehr abgepumpt. Dies ist möglich, sobald die Bodenplatte inklusive Verfüllung der Gleisbereiche abgeschlossen ist. Die Wände seien laut seiner Aussage hierfür nicht nötig. Des Weiteren hat er gesagt, dass es falsch sei, dass keine zwei nebeneinander liegende Bauabschnitte gleichzeitig ausgehoben werden dürfen. Laut PfA ist die maximale Grundwasserentnahme, wie bekannt, limitiert. Die Anzahl der gleichzeitigen Bauabschnitte sei rein durch die maximale Grundwasserentnahme begrenzt. Die momentane Kapazität des GWM ist so ausgelegt, dass gar nicht mehr Grundwasser abgepumpt werden könne wie genehmigt.

Des Weiteren werden die BA 18 und 19 zusammen ausgehoben um Zeit zu sparen. Für den Aushub werden 6 Monate eingeplant. Es werden, wie bereits im BA16 archäologische Funde in diesen Abschnitten vermutet. Wenn dies tatsächlich der Fall ist, rücken die Archäologen an und legen die Funde mit dem Pinsel frei. In dieser Zeit ruht der Aushub. Befinden sich wiedererwartend keine Funde in diesem Bereich, erfolgt der Aushub dementsprechend schneller.