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 21 - Stuttgart 21 

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Reaktionen auf die neueste Kostenerhöhung

geschrieben von: Traumflug

Datum: 26.01.18 22:55

Fangen wir mal mit unserem beliebten Landes-Verkehrsminister Winfried Hermann an, der scheint so langsam die Contenance zu verlieren:

Zitat
„Dieses Projekt ist und bleibt eine kapitale und folgenschwere Fehlentscheidung, alle Befürchtungen der Kritiker bewahrheiten sich. Einstweilen sind es 8,2 Milliarden und 2025, und auch das ist eine Prognose“
Quelle: [www.stuttgarter-nachrichten.de]

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Re: Reaktionen auf die neueste Kostenerhöhung

geschrieben von: Traumflug

Datum: 26.01.18 23:05

Oberbürgermeister Fritz Kuhn, er behält die Fassung:

Zitat
„Die Bürgerinnen und Bürger müssen Lärm und Staub und Verkehrsbeeinträchtigungen immer länger ertragen“
Zitat
„Die Bahn muss jetzt sicherstellen, dass die Stadt nicht jedes Jahr mit neuen Zeitverschiebungen konfrontiert ist“
Zitat:Zitat
„Die Verschiebung hat schwerwiegende Folgen für die städtebauliche Entwicklung“
Zitat
„All das [Linden-Museum, Kongress- und Konzerthalle] können wir für die Menschen in Stuttgart und der Region nun erst sehr viel später bauen“
Quelle: [www.stuttgarter-zeitung.de]

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Re: Reaktionen auf die neueste Kostenerhöhung

geschrieben von: Traumflug

Datum: 26.01.18 23:10

Eisenhart von Loeper vom Aktionsbündnis:

Zitat
"Doch tatsächlich steht es noch schlimmer um die Verantwortlichen“, befindet Rechtsanwalt Eisenhart von Loeper, Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21: Wer ohne jede öffentliche Begründung den Kostenrahmen dieses unsinnigen Projekts noch einmal auf 8,2 Milliarden Euro erhöhe und dessen Bauzeit bis Ende 2025 verlängere, sei von Blind- und Torheit gleichermaßen geschlagen. "Umso nowendiger bleibt unser Widerstand einschließlich der Untreue-Klagen gegen alle, die uns dies eingebrockt haben.“
Quelle: [www.parkschuetzer.de]

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Re: Reaktionen auf die neueste Kostenerhöhung

geschrieben von: mental

Datum: 27.01.18 01:36

Man beachte, wie die Überschrift des Artikels aus drei Katastrophen noch etwas gutes macht:

Zitat:
" Stuttgart 21
Neue Milliarden für Bahnprojekt – Strecke Ulm wird zuvor fertig"

S21 wird massiv teurer und später fertig. NBS wird massiv teurer und später fertig. NBS wird deutlich vor S21 fertig, was große Probleme bereitet. Aber irgendwie klingt das ijn Kombination als Überschrift positiv (immerhin, die NBS wird vor S21 fertig)...

PS: Der Artikel nennt ein paar spannende Vergleichszahlen:
Zitat:

"Aus der Patsche helfen könnte der Bahn ihr einziger Anteilseigner, die Bundesrepublik. Bereits 2016 hatte der damalige Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) dem Unternehmen bis 2020 rund 2,4 Milliarden Euro zusätzlich aus dem Haushalt zugesagt. Ab 2017 sollte auch die Dividende von 950 auf 600 Millionen Euro fallen. Die so fehlenden 1,4 Milliarden Euro für das Netz wollte der Bund zuschießen, und es sollte noch eine Milliarde für das Eigenkapital fließen."

Da kürzt man unter großem Getöse die Dividende und verpulvert 3 Jahre Kürzung für ein einziges S21 + NBS Problem.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.01.18 01:42.

Re: Reaktionen auf die neueste Kostenerhöhung

geschrieben von: Fahrkartenautomat

Datum: 27.01.18 11:17

Obwohl ich mich ja als Freund des Projekts zähle, frage ich mich schon, ob es diese Summe (bzw. eine vermutlich noch weiter steigende Summe) wirklich wert ist. Was man mit diesem Geld bahnmäßig alles hätte machen können! Problem ist, dass vermutlich die Bahn nicht so viele Zuschüsse bekommen hätte, wenn sie mit dem Geld nur etwas "langweiliges" wie Elektrifizierung oder Ausbau der Strecken oder Upgrades der Sicherungstechnik usw. geplant hätte. Dann wäre das Geld des Bundes eben in eine neue Umgehungsstraße und das Geld der anderen Investoren in ein Museum oder ein neues Flughafengebäude geflossen, dann nehme ich doch lieber S21.

Besonders unerfreulich ist für mich natürlich, dass es jetzt nur kurze Zeit nach der letzten Verschiebung schon wieder noch ein Jahr länger dauern soll. Wenn der Takt der Verschiebungen dichter ist als der Takt der Fortschritte, läuft etwas falsch. Ich möchte den neuen Bahnhof möglichst bald bestaunen und benutzen können. Und der Ausbau Ulm-Augsburg, der für mich eigentlich wichtiger ist als der Tiefbahnhof, verschiebt sich dadurch vermutlich auch um ein Jahr.

Re: Reaktionen auf die neueste Kostenerhöhung

geschrieben von: CHB

Datum: 27.01.18 12:41

Fahrkartenautomat schrieb:
Ich möchte den neuen Bahnhof möglichst bald bestaunen und benutzen können.
Das hofften die "Fans" von BER auch. Sie hoffen immer noch... :-D

Re: Reaktionen auf die neueste Kostenerhöhung

geschrieben von: Traumflug

Datum: 27.01.18 12:55

Fahrkartenautomat schrieb:
vermutlich die Bahn nicht so viele Zuschüsse bekommen hätte, wenn sie mit dem Geld nur etwas "langweiliges" wie Elektrifizierung oder Ausbau der Strecken oder Upgrades der Sicherungstechnik usw. geplant hätte.
Nimmt man mal die Elektrifizierung der Südbahn als Anhaltspunkt, dann bekommt die DB auch das mehr oder weniger "von Aussen" finanziert. ~40% vom Land, ~60% vom Bund (ohne jetzt die genauen Zahlen zu recherchieren).

Geldzuwendungen ohne Gegenleistung (vom Flughafen, "zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des Projekts") wären natürlich ausgeblieben, das ist richtig.

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Re: Reaktionen auf die neueste Kostenerhöhung

geschrieben von: monza30

Datum: 27.01.18 15:03

Fahrkartenautomat schrieb:
Dann wäre das Geld des Bundes eben in eine neue Umgehungsstraße und das Geld der anderen Investoren in ein Museum oder ein neues Flughafengebäude geflossen, dann nehme ich doch lieber S21

ich sags mal so: diese (bis jetzt) achtundeinpaarzerquetschte Milliarden zahlt eh nur einer: der Steuerzahler.... egal ob nun über hohe Fahrpreise oder direkt und indirekt über Subventionen an den Konzern. Der braucht eh die Knete für dubiose Geschäfte im Ausland.
Und das Geld hätte man besser in die Erhaltung und Instandsetzung des Kopfbahnhofs gesteckt incl. Erhaltung der Gütergleise in und rings um Stuttgart. Nur das schnelle Wegschaffen von Personen ist nicht geeignet, für die Zukunft etwas zu bringen. Schon garnicht auf der "Magistrale" Paris-Bratislava, für die dieser Mist ja ins Leben gerufen wurde angeblich. Den wichtigen Nah- und Regionalverkehr kann man hervorragend über den Kopfbahnhof abwickeln, die paar benötigten Fernzüge ja auch (wie man sehen kann). Und für den Fernverkehr alleine hätten sich wesentlich billigere und einfache Lösungen angeboten, die ja auch während der Schlichtung angesprochen wurden...
Aber warum einfach und billig wenn es auch unermesslich teuer und kompliziert geht. Und wenn man der Bevölkerung eben vorlügen kann, dass man von den Bauarbeiten nichts mitbekommen würde (ausser man steckt den Kopf in einen Gulli), jetzt aber zig Jahre mit Dreck und Verkehrsbehinderungen leben muss. Die Verantwortlichen haben das gewusst und sich schnell vom Acker gemacht. Ratten verlassen eben sinkende SChiffe....