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 21 - Stuttgart 21 

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Die Schatten der Vergangenheit...

geschrieben von: Bittenfelder

Datum: 17.01.18 22:45

Zwei Videos, die man sich wirklich genau anhören sollte, auch wenn es manchmal schwer fällt...

Die Aussagen von Dürr sind überaus erhellend, denn sie liefern bereits 1998 die Argumente für S21, die ungeprüft immer weiterverbreitet wurden.
Kaum eine Minute, in der er nicht auf die Vermarktung der Grundstücke hinweist...

Ein Highlight aus Teil 1, Minute 11:40 "..ins Stuttgart kommt uns absolut die Topografie entgegen"!

[www.youtube.com]

Das nächste Highlight in Teil 2: Gleich am Anfang :" Der Verkehr kann....verdoppelt werden "!

[www.youtube.com]

Wichtig bei Minute 8:40 " Nun wollen die....auf den Fildern einen Bahnhof...des koschtet 170 Mio. mehr.."

Re: Die Schatten der Vergangenheit...

geschrieben von: mental

Datum: 17.01.18 22:59

Gleise brauchen wir in einer modernen Eisenbahn nicht mehr. (etwa Minute 1. Diese "Grundlogik" ist der Hammer!)

Danke für das Video!

Re: Die Schatten der Vergangenheit...

geschrieben von: Paulson vom Dach

Datum: 18.01.18 00:37

mental schrieb:
Gleise brauchen wir in einer modernen Eisenbahn nicht mehr. (etwa Minute 1. Diese "Grundlogik" ist der Hammer!)

Der Witz ist ja, daß heute, fast zwanzig Jahre später, noch immer viele meinen, daß sie auf diesen Leim ( Gleise brauchen wir in einer modernen Eisenbahn nicht mehr), unbedingt gehen müssen..........



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.01.18 01:27.

Re: Die Schatten der Vergangenheit...

geschrieben von: graetz

Datum: 18.01.18 09:43

Bittenfelder schrieb:
Zwei Videos, die man sich wirklich genau anhören sollte, auch wenn es manchmal schwer fällt...

Die Aussagen von Dürr sind überaus erhellend, denn sie liefern bereits 1998 die Argumente für S21, die ungeprüft immer weiterverbreitet wurden.
Kaum eine Minute, in der er nicht auf die Vermarktung der Grundstücke hinweist...

Ein Highlight aus Teil 1, Minute 11:40 "..ins Stuttgart kommt uns absolut die Topografie entgegen"!

[www.youtube.com]

Das nächste Highlight in Teil 2: Gleich am Anfang :" Der Verkehr kann....verdoppelt werden "!

[www.youtube.com]

Wichtig bei Minute 8:40 " Nun wollen die....auf den Fildern einen Bahnhof...des koschtet 170 Mio. mehr.."
Alle diese "guten" Argumente - für die Tonne, da er kurz darauf abtreten musste und sein Nachfolger das Projekt wieder gestoppt hatte: zu groß und zu teuer. Und damit war dann wirklich alles (richtig) gesagt. Und es sollte einem auch zu denken geben, dass die anderen x21 Projekte, die er ja hier noch erwähnt, allesamt abgeblasen wurden. (Auch bei "Lindau21" bleibt der Kopfbahnhof erhalten)

Im einzelnen: Die vielen Weichen, die nicht gebraucht werden, die hätte man auch - wie anderswo - abbauen können. Natürlich mit den Nachteilen, die anderswo auch entstehen, wenn Redundanz vernichtet wird. Die Folge bei S21 ist der Zwang zu Durchbindungen, die sich aber fahrplantechnisch wohl doch nicht realisieren lassen.
Auch der Abstellbahnhof wird ja nicht nicht mehr gebraucht - er wird nur weiter weg verlagert. Auch dazu hätte man den Kopfbahnhof nicht abreissen müssen. Die ICEs zu laut? Dann müsste man auch die Berliner Stadtbahn sofort unter die Erde legen. Die fährt tatsächlich zwischen Wohnhäusern in nur wenigen Metern Entfernung.
Ohne S21 würden die ICEs an Stuttgart vorbeifahren? Weil in Zukunft alle nur noch nach Ulm oder München wollen? Dass der da keine Kopfschmerzen bekommt als "Bahnchef".
Der Verweis auf die freien Grundstücke offenbart natürlich die wirkliche Absicht. Auch gibt es ja von ihm auch das Zitat, dass die Bahn S21 nicht braucht, aber die Stadt freie Grundstücke "geschenkt" bekommt. Angesichts der Kostenverteilung dieser freien Grundstücke ist das ein sehr teures Geschenk für die Bahn. Deswegen wurde es ja abgesagt.

Re: Die Schatten der Vergangenheit...

geschrieben von: Traumflug

Datum: 18.01.18 09:53

Bittenfelder schrieb:
Besten Dank. Kennt man die Realität, ist das das reinste Kabarett.

2. Teil, 4:25: "wenn wir nichts machen, müssen wir die nächsten 20 Jahre auch 2 Milliarden investieren."

Hihi. Das wäre wohl die teuerste Gleisvorfeld-Instandhaltung der Welt. Und die Weichenfelder des Tiefbahnhofs sind selbstverständlich komplett gratis im Unterhalt.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Die Schatten der Vergangenheit...

geschrieben von: graetz

Datum: 18.01.18 10:10

Traumflug schrieb:
Bittenfelder schrieb:
Besten Dank. Kennt man die Realität, ist das das reinste Kabarett.

2. Teil, 4:25: "wenn wir nichts machen, müssen wir die nächsten 20 Jahre auch 2 Milliarden investieren."

Hihi. Das wäre wohl die teuerste Gleisvorfeld-Instandhaltung der Welt. Und die Weichenfelder des Tiefbahnhofs sind selbstverständlich komplett gratis im Unterhalt.
Die Bahn würde sich freuen, wenn sie tatsächlich bis heute nur 2 Milliarden DM(!) hätte investieren "müssen".

Re: Die Schatten der Vergangenheit...

geschrieben von: mental

Datum: 18.01.18 10:36

graetz schrieb:
Die Bahn würde sich freuen, wenn sie tatsächlich bis heute nur 2 Milliarden DM(!) hätte investieren "müssen".

Also 6,5 Milliarden Euro gespart.

Oder zählen wir ankommendes und abgehendes Geld getrennt und sparen also noch einmal eine halbe Milliarde Euro (neuer Umrechnungsfaktor durch 4....)?

Re: Die Schatten der Vergangenheit...

geschrieben von: monza30

Datum: 18.01.18 12:21

mental schrieb:

Oder zählen wir ankommendes und abgehendes Geld getrennt und sparen also noch einmal eine halbe Milliarde Euro (neuer Umrechnungsfaktor durch 4....)?

das Problem dabei ist, dass es der Bahn völlig egal ist, wieviel der Mist kostet. das einzigste was juckt ist eventuell die Bonität gegenüber Lieferanten und anderen Firmen, könnte ja sein dass man Betriebsstoffe wie Diesel auch wieder nur (wie ja schonmal) gegen Barzahlung bekommt. Aber die Schulden AN SICH jucken niemanden. Das zahlt der Steuerzahler eh alles