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 21 - Stuttgart 21 

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Angemeldet: -

Die Bahn wird festgenagelt.

geschrieben von: graetz

Datum: 12.01.18 14:30

Was passiert, wenn man Politiker und geldgeile Manager tatsächlich beim Wort nimmt?
Hermann macht es vor und nagelt die Bahn fest. Die muss liefern, und zwar alles, auf eigene Kosten, die ja eigentlich niemals entstehen sollten.

Zitat
Das klare Signal, das der Konzernvorstand nun aussendet, ist: Die Bahn steht zu den geschlossenen Verträgen samt Anhängen.
Zitat
Das heißt, dass am geplanten Filderbahnhof täglich pro Richtung je 16 Fernreisezüge halten sollen, die auf der Strecke Ulm-Flughafen unterwegs sind. Ausdrücklich sollen am Flughafen nun auch ICE-Züge halten können.
Zitat
Wir sind in einer starken Position. Die Bahn hat ja eine Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet. Dazu gehört ein Anhang mit einem Betriebskonzept, das die Details zu den Fernverbindungen festlegt.
Zitat
Aber klar ist: Die Bahn baut den Filderbahnhof wie geplant – es sei denn, es gebe Einvernehmen über eine andere Lösung. Das ist aber nicht in Sicht.
Dazu einige kleine Seitenhiebe. Man sollte halt nur Dinge versprechen, die man auch halten kann:

Zitat
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Bahn ihre Zusagen für die Anbindung an den Fernverkehr in Richtung Ulm schon während des Stresstests zu Stuttgart 21 deutlich zurückgenommen hatte, ohne dass die Befürworter daran groß Kritik geübt hätten.
Zitat
Aber nur drei IC-Halte pro Tag von und nach Ulm/München, das wäre natürlich ein Schildbürgerstreich angesichts der hohen Kosten des Bahnhofs.
Zitat
Aber nach den vielen negativen Überraschungen mit diesem Projekt werde ich weiter hochaufmerksam darauf achten, dass aus den Zusagen Realität wird.
Zitat
Aber es hat na­türlich geholfen, dass ein so glühender S-21-Befürworter diese Schwachstelle öffentlich kritisieren musste. Nicht ich musste wachgerüttelt werden, sondern die Befürworter des Projekts und die Öffentlichkeit.
Und der Hammer: Obwohl der Tiefbahnhof sich schon um drei weitere Jahre verzögert, diese Aussage:
Zitat
Die Wahrscheinlichkeit, dass der Flughafenbahnhof gleichzeitig mit dem neuen Stuttgarter Hauptbahnhof fertig wird, ist schon sehr gering.
http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/filderbahnhof_-nun-sollen-auch-ice-zuege-halten-koennen-24532060.html

Re: Die Bahn wird festgenagelt.

geschrieben von: Traumflug

Datum: 12.01.18 19:59

graetz schrieb:
Zusätzlich gibt er der Klage der Schutzgemeinschaft Filder gegen den Pfb 1.3a durchaus Chancen.

Ich komme um den Eindruck nicht herum, dass Hermann die DB in die Ecke drängen will, bis sie quiekt. Was auch gut so ist, denn wenn schon Bund und DB unbedingt weiter bauen wollen, dann wenigstens zu den vereinbarten Konditionen. Nur wenn es weh tut, lässt man solche Unsinnsprojekte in Zukunft bleiben. Und nur wenn es droht, empfindlich weh zu tun, überlegt man sich in Berlin nochmal gründlich, ob man mit diesem Projekt wirklich fortfahren sollte.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Die Bahn wird festgenagelt.

geschrieben von: ingo st.

Datum: 12.01.18 22:58

Keiner will noch, aber alle machen weiter.

Re: Die Bahn wird festgenagelt.

geschrieben von: SpDrS600

Datum: 12.01.18 23:49

ingo st. schrieb:
Keiner will noch, aber alle machen weiter.
Das ist der beste Kurzbeitrag seit Jahren. Genau so ist es!

Re: Die Bahn wird festgenagelt.

geschrieben von: monza30

Datum: 12.01.18 23:53

ingo st. schrieb:
Keiner will noch, aber alle machen weiter.


hab ich schonmal geschrieben: ist wie bei "Mikado": wer (sich) zuerst bewegt hat verloren.... übersetzt: wer als erstes aussteigt hat die gesamte Zeche am Kofferraum kleben

Puhh...

geschrieben von: J-C

Datum: 13.01.18 02:20

Wieso sollte die Bahn von sich aus auch dort mehr Züge halten lassen, wenn A) die Situation, mit der sie kalkuliert hat, nicht eintrat (bezüglich der NBS) und B) das ganze auch noch eigenwirtschaftlich läuft. H

Zudem hätte ich gerne Klarheit, ob sich die Bahn verbindlich zu einem entsprechenden Bahn verpflichtete oder ob es nicht eher eine Absichtserklärung war...

Re: Puhh...

geschrieben von: Traumflug

Datum: 13.01.18 03:09

J-C schrieb:
Wieso sollte die Bahn von sich aus auch dort mehr Züge halten lassen, wenn A) die Situation, mit der sie kalkuliert hat, nicht eintrat (bezüglich der NBS) und B) das ganze auch noch eigenwirtschaftlich läuft. H
Solche Fragen hätte sich die DB vorher überlegen müssen. Mit 64 Zügen fett Werbung machen und dann nur 6 Züge schicken ist nicht lauter.

Der entscheidende Satz von Hermann in der obigen Zusammenstellung ist der hier: "Nicht ich musste wachgerüttelt werden, sondern die Befürworter des Projekts"

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Puhh...

geschrieben von: Meterspurgleisbauer

Datum: 13.01.18 07:21

J-C schrieb:
Wieso sollte die Bahn von sich aus auch dort mehr Züge halten lassen, wenn A) die Situation, mit der sie kalkuliert hat, nicht eintrat (bezüglich der NBS) und B) das ganze auch noch eigenwirtschaftlich läuft. H

Zudem hätte ich gerne Klarheit, ob sich die Bahn verbindlich zu einem entsprechenden Bahn verpflichtete oder ob es nicht eher eine Absichtserklärung war...
Die Bahn hat den ganzen Schwachsinn doch genau mit der Notwendigkeit, den Flughafen ans Fernverkehrsnetz anzuschliessen, begründet.
Als die Kritiker diese Notwendigkeit bestritten haben, wurden sie von den Befürwortern als rückständig und technikfeindlich belacht, und nun ist die Bahn plötzlich der Meinung, man bräuchte den Verkehr gar nicht.
Das heisst entweder, wir wurden von Anfang an belogen, ode die Verkehrsstromanalytiker haben voll daneben gegriffen.

Gerald

Re: Puhh...

geschrieben von: mental

Datum: 13.01.18 07:59

J-C schrieb:
Wieso sollte die Bahn von sich aus auch dort mehr Züge halten lassen, wenn A) die Situation, mit der sie kalkuliert hat, nicht eintrat (bezüglich der NBS) und B) das ganze auch noch eigenwirtschaftlich läuft. H

Zudem hätte ich gerne Klarheit, ob sich die Bahn verbindlich zu einem entsprechenden Bahn verpflichtete oder ob es nicht eher eine Absichtserklärung war...

Gute Frage, das kann ich dir leider beantworten. Die S21 Verträge sind wachsweich. Würden im deutschen Rechtssystem Wirtschaftsstraftaten ähnlich verfolgt und bestraft wie Verkehrsdelikte, säßen die meisten der an der Aushandlung beteiligten Personen im Gefängnis, bis lange nach der Inbetriebnahme von S21 (und mit dieser rechne ich nicht wirklich vor 2030).

Die Selbstverpflichtungen der bahn liegen tatsächlich auf dem Niveau, welches Befürworter hier beschreiben: Am Flughafen muss ein ICE Halt möglich sein. Dies wird wohl baulich erfüllt werden. Ob tatsächlich ein Fernzug (ohne Landeszuschüsse) dort hält, steht in den Sternen. Die Bahn wird dies zunächst nur dann tun, wenn es für sie wirtschaftlich sinnvoll ist. So ist auch die Pressemeldung der bahn zu verstehen, eine reine Vertagung der Entscheidung in die weite Zukunft (ca. 2028)

Die rein rechtliche Situation ist aber nicht das einzige, was derzeit zählt (am Ende aber vielleicht schon). Die Reaktion der Befürworter war überraschend heftig. Außerdem drohen der bahn harte Verhandlungen ums Geld, welches derzeit einfach nicht ausreicht. In diesen Verhandlungen, die eben nicht nur vor Gericht statt finden, ist schon der Anschein von Vertragsbrüchigkeit zu vermeiden. Deshalb auch die Reaktion der Bahn.

PS: Zu Situationen die nicht eingetreten sind, haben wir Gegner während der Schlichtung viel gesagt. Es war ein Hauptpunkt der Verhandlungen, dass der Rest des Netzes das eigentliche Problem ist und dass S21 eben nicht flexibel genug ist, um mit Störungen dort umzugehen. Darum gelten alle diese Ausreden in Wahrheit heute nicht.

Re: Puhh...

geschrieben von: Micha-0815

Datum: 13.01.18 09:57

Traumflug schrieb:
Solche Fragen hätte sich die DB vorher überlegen müssen. Mit 64 Zügen fett Werbung machen und dann nur 6 Züge schicken ist nicht lauter.


Prima, von 100 bist Du inzwischen runter. Wo genau wurde nun mit 64 Zughalten "fett Werbung" gemacht?

Ich schreibe Zughalt, weil du die "Züge" -- die im Sinne von addierten Anfahrt und Abkünften gemeint sind -- immer noch mit den 6 physikalischen Zügen (aus 3 Zugpaaren) vergleichst.

Gruß, Micha

Re: Puhh...

geschrieben von: Paulson vom Dach

Datum: 13.01.18 10:15

Micha-0815 schrieb:
Wo genau wurde nun mit 64 Zughalten "fett Werbung" gemacht?


Apropos fett Werbung:



"Mit 24 Minuten Fahrzeit vom Hauptbahnhof Ulm wird der Flughafen Stuttgart auch zum Flughafen Ulm. Zum Vergleich: Von der Münchner Innenstadt bis zum Flughafen benötigt man mit der S-Bahn 43 Minuten"

So stand es auf dem Plakat, mit dem für das Kreuz an der "richtigen Stelle" bei der sogenannten Volksabstimmung geworben wurde.

So als ganz unvoreingenommmener Betrachter würde ich nach diesen Worten sagen: Im Gegensatz zu München haben die Ulmer das Große Los, was Flughafenanbindung anbetrifft, gezogen.

Aber nach Deiner Version hatte man ja offensichtlich nie vor dieses Versprechen umzusetzen!!!!!!
Also log man damals?

P..S.: Bitte um klare Stellungnahme - wenn möglich ohne viel blabla und heiße Luft.

P.P.S.: War ich wieder böse?



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.18 10:27.

Re: Puhh...

geschrieben von: SpDrS600

Datum: 13.01.18 12:10

Man kann es in wenige Worte fassen: Volksveraschung durch das Lügenpack!

Re: Puhh...

geschrieben von: Micha-0815

Datum: 13.01.18 12:15

Meterspurgleisbauer schrieb:
Die Bahn hat den ganzen Schwachsinn doch genau mit der Notwendigkeit, den Flughafen ans Fernverkehrsnetz anzuschliessen, begründet.

Nein. Die Notwendigkeit eines Flughafenanschlusses war Ansicht des Landes, nicht der Bahn.

Gruß, Micha

Re: Puhh...

geschrieben von: J-C

Datum: 13.01.18 12:26

Dann könnte man meinen, dass man gesagt hat, diese Kapazität soll der Bahnhof haben können (Vielleicht weil es keine dumme Idee ist, bei Tunnelbahnhöfen langfristig zu planen, vielleicht würde sich irgendwann ein entsprechender Bedarf einstellen) und die Öffentlichkeit glaubte dann prompt, dass die DB die hypothetische Frequenz auch tatsächlich sofort erbringen würde...

Zumal, wie sollte man die 3 Fernzüge sonst unterbringen?

Re: Puhh...

geschrieben von: monza30

Datum: 13.01.18 13:06

Micha-0815 schrieb:
Meterspurgleisbauer schrieb:
Die Bahn hat den ganzen Schwachsinn doch genau mit der Notwendigkeit, den Flughafen ans Fernverkehrsnetz anzuschliessen, begründet.

Nein. Die Notwendigkeit eines Flughafenanschlusses war Ansicht des Landes, nicht der Bahn.


ääähhh.... die Bahn wollte Knete vom Flughafen. Und auch jede Menge eigenwirtschaftlichen Verkehr (also FERNverkehr) dort fahren lassen. Und zwar hochwertigen. Deshalb hat sich der Flughafen ja breitschlagen lassen, sich mit viel Knete zu beteiligen. Bei zwei-drei Bimmelbähnchen hätte der Flughafen der Bahn einen Vogel gezeigt.
Ach ja... bevor ich es vergesse: gerade ihr Befürworter (und Bots) habt ja immer geschrieben, dass eine Fernverkehrsanbindungs-Ausweitung (und damit der ganze Bau) unbedingt erfolgen muss, da man ja erwartet, am Flughafen MILLIONEN neuer Nutzer zu haben. Wegen der Messe und anderen Veranstaltungen z.B. Und weil die Leute nicht in der Lage wären, andere Großflughäfen zu nutzen, müsse man unbedingt auch den Flughafen in einen Fluchhafen verwandeln, damit der mit den MILLIONEN Neunutzern fertig würde. Und dazu bräuche man auch einen entsprechend angebundenen Bahnhof. Weil die Leute da natürlich in den Fernverkehr steigen wollen/müssen um auch wieder nach Frankfurt und München und Köln zu kommen, also in Städte, die keine Flughäfen in der Nähe haben....

Wobei ich immer meine: BERLIN wäre ein dankbares Ziel.... da dümpelt - wie in Stuttgart - auch eine schwachsinnige Baustelle vor sich hin.
Muss man sich mal überlegen.... ein Flughafen und eine Tiefschräghaltestelle für schlappe 20 Milliarden.... wieviel SINNVOLLES man mit dem Haufen Knete hätte bauen können....

Re: Puhh...

geschrieben von: kmueller

Datum: 13.01.18 13:16

monza30 schrieb:
Wobei ich immer meine: BERLIN wäre ein dankbares Ziel.... da dümpelt - wie in Stuttgart - auch eine schwachsinnige Baustelle vor sich hin.
Muss man sich mal überlegen.... ein Flughafen und eine Tiefschräghaltestelle für schlappe 20 Milliarden.... wieviel SINNVOLLES man mit dem Haufen Knete hätte bauen können....
Ich werfe in die Debatte: einen Transrapid als Zubringer von Berlin zum neuen Hauptstadtflughafen im Schwäbischen...

Re: Puhh...

geschrieben von: graetz

Datum: 13.01.18 13:30

Micha-0815 schrieb:
Meterspurgleisbauer schrieb:
Die Bahn hat den ganzen Schwachsinn doch genau mit der Notwendigkeit, den Flughafen ans Fernverkehrsnetz anzuschliessen, begründet.

Nein. Die Notwendigkeit eines Flughafenanschlusses war Ansicht des Landes, nicht der Bahn.
@Alfons: Wieder ein Beispiel für den politischen Druck damals. Das Land wollte den Flughafenbahnhof. Die Bahn nicht.
Damit entfiele aber auch die Notwendigkeit, den Tiefbahnhof zu bauen, weil nur der Flughafenbahnhof es erforderte, Stuttgart HBF um 90 Grad zu drehen. Die Bahn wollte eben nicht über den Flughafen trassieren und damit K20 erhalten.

Und @Micha: Deine Windungen hier bezeugen immer mehr die Unsinnigkeit von S21. Auf einmal weiss man seit 2010, dass der Bedarf viel niedriger ist, die Leistung von S21 also nicht gebraucht wird. Auf einmal wollte die Bahn den Flughafenbahnhof nicht, der aber die Trassierung von S21 erst begründete. Aus Sicht der Bahn hätte es also das ganze Konzept "S21" nie gebraucht. Stattdessen leidet die Bahn jetzt unter den Mehrkosten und gibt zu, das es woanders Engpässe gibt. Und sie gibt zu, dass der Tiefbahnhof nicht so flexibel ist, wie er sein sollte für den Hauptbahnhof einer Metropolregion. Das Projekt zerbröselt immer mehr. Es war nie notwendig, es ist zu teuer, die Projektpartner kämpfen gegeneinander vor Gericht.

Re: Puhh...

geschrieben von: Paulson vom Dach

Datum: 13.01.18 13:45

Micha-0815 schrieb:
viel "blubbblub", wie immer
CDU BW verabschiedet einstimmig eine Resolution:

[www.stuttgarter-zeitung.de]

„Die Anbindung des Flughafens an die Neubaustrecke im Zwei-Stunden-Takt war Grundlage für Stresstest und Volksabstimmung“, heißt es in der Resolution.
"
man erwarte, dass die Bahn ihre Zusagen vorbehaltlos einhalte."


Aber auch die CDU hat natürlich keine Ahnung......

P.S.: War ich wieder böse?



5-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.18 13:54.

Re: Puhh...

geschrieben von: Micha-0815

Datum: 13.01.18 13:52

graetz schrieb:

Und @Micha: Deine Windungen hier bezeugen immer mehr die Unsinnigkeit von S21. Auf einmal weiss man seit 2010, dass der Bedarf viel niedriger ist, die Leistung von S21 also nicht gebraucht wird. Auf einmal wollte die Bahn den Flughafenbahnhof nicht, der aber die Trassierung von S21 erst begründete.
Quatsch. Du bezeugst nur wieder einmal, dass Du gar nicht nachdenkst, bevor Du was behauptest.

Denn dass sich der Bedarf für Flughafenhalte für Fernverkehrsreisende außerhalb des Regional Einzugsgebiets von S21 (denn für die bieten sich meist eher die Regionalzüge an), hat mal mit dem sonstigen Bedarf einer Leistungssteigerung die von S21 erbracht wird mal so gar nichts zu tun. Daran ändert sich ja nichts dadurch, dass da eine Fernverkehrslinie mehr oder weniger hält statt durchfährt.

Die Bahn hat nie den Flughafenhalt getrieben. Die Bahn hat nach eine Lösung gesucht, die Anforderungen aller Beteiligten unter einen Hut zu bringen. Das Land wollte einen Flughafenanschluss, die Bahn wollte einen Durchgangsbahnhof in Stuttgart selbst (gerne auch am Rosenstein), beide wollten eine neue Schnellfahrstrecke, und die Stadt wollte einen Bahnhof in Stuttgart an alter Stelle. S21 war eine Lösung das alles zu vereinen, und nebenbei der Stadt noch in der Innenstadt Grundstücke freizumachen, und mit deren Erlös den Mehraufwand für die Beibehaltung des Hbfs in der City abzudecken (was anscheinend aber nun nicht aufgeht).

Apropos Windungen: Ist S21 nun zu leistungsschwach und nicht zukunftsfähig, wie lange von Dir behauptet, oder wird gegenüber heute gar keine Leistungssteigerung gebraucht, wie Du nun oben geschrieben hast? Wie steht der Wind gerade bei Dir?

Gruß, Micha

Re: Puhh...

geschrieben von: kmueller

Datum: 13.01.18 13:55

Micha-0815 schrieb:
Meterspurgleisbauer schrieb:
Die Bahn hat den ganzen Schwachsinn doch genau mit der Notwendigkeit, den Flughafen ans Fernverkehrsnetz anzuschliessen, begründet.
Nein. Die Notwendigkeit eines Flughafenanschlusses war Ansicht des Landes, nicht der Bahn.
Du meinst also, das Land befand sich offensichtlich in dem Irrtum, das Gesamtprojekt würde dem Flughafen eine gute Anbindung an den HG-Verkehr bescheren? Und die Bahn nutzte diesen Irrtum aus, um aus dem Landesetat einen Milliardenbetrag herauszuleiern?

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