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 21 - Stuttgart 21 

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Re: Bauablauf Durchgangsbahnhof Stuttgart

geschrieben von: kmueller

Datum: 07.01.18 11:38

graetz schrieb:
[www.swr.de]
Zitat
Verkehrsminister Hermann befürchtet Verzögerungen beim Bau des Fernbahnhofs am Stuttgarter Flughafen. Seit 2016 besteht der Planfeststellungsbeschluss, 2021 soll der Bahnhof in Betrieb gehen - doch der Bau hat noch nicht begonnen.


"Uns beunruhigt, dass dort praktisch gar nichts vorangeht", sagte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) am Mittwoch dem SWR. "Kein Spatenstich, auch kein Spatenstichle, nichts ist passiert", so Hermann.
Seit dem Planfeststellungsbeschluss im letzten Jahr könnte die Abzweigung samt Fernbahnhof unter dem Flughafen auch gebaut werden, doch seitdem ist nicht viel passiert.
...
Nach SWR-Informationen wird jedoch hinter vorgehaltener Hand von Verzögerungen und einer Kostenexplosion gesprochen - und womöglich auch von neuen Plänen für die Anbindung des Flughafens.
Das war die Meldung vom 8.11.2017 Wir wissen jetzt definitiv, dass die Bahn weder weiss, wie sie bauen soll, noch, was es kosten soll und dass die Bahn das auch gar nicht mehr bauen will.
Zuvor hatte es noch geheissen, das wäre wegen der offenen Klagen. Bei den Baumfällungen hatte sich die Bahn um gerechtfertigte(!) Einwendungen nicht gekümmert.

Sie hat trotz der Klagen seit Sommer 2016 Baurecht am Flughafen. Also mehr Rechte als damals bei den Baumfällungen, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal genehmigt waren.
Das sind Steilvorlagen für Juristen, die eine eventuelle Klage auf höhere Finanzbeteiligung kontern müssen.

'Die Mehrkosten kommen daher, daß die Klägerin (Bahn) anfangs nicht nur voreilig sndern sogar illegal gehandelt hat, damit den Karren in den Dreck gefahren, und ihn jetzt nicht wieder herausbekommt. Damit hat sie auch die konstruktive Haltung des Ministers untergraben, der stets bemüht war, das Projekt wo immer möglich ein Stück voranzubringen.'

(in einem Schriftsatz ans Landgericht würde das alles natürlich vornehmer formuliert).

Re: Bauablauf Durchgangsbahnhof Stuttgart

geschrieben von: Paulson vom Dach

Datum: 07.01.18 12:12

cs schrieb:
graetz schrieb:
cs schrieb:
Also im Lenkungskreis am 30.6.2016 wurde der Verzug im PFA1.1 von 2 Jahren bereits bekanntgegeben: [www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de] pdf-Seite 7/61
Wenn bei Dir eineinhalb Jahre nicht "länger bekannt" ist, ...
Da steht nicht "Verzögerung", sondern "Gegensteuerungsbedarf".
Jetzt stell Dich nicht dümmer als Du bist!
Wenn der Balken zwei Jahre weiter geht und dahinter steht "Gegensteuerungsbedarf 2 Jahre", dann ist man 2 Jahre im Verzug, sonst gäbe es ja keinen Gegensteuerungsbedarf.

graetz schrieb:
Eben als ob man sich einfach hinsetzt und beschliesst, die Bauzeit um zwei Jahre zu verkürzen, weil sich genau dieser "Bedarf" grade ergeben hat. Nur dass die Bahn nie benennen konnte, wie sie das hinbekommen will. Steht im KPMG-Bericht. Erst die Kombination aus KPMG-Bericht und den Lenkungskreisfolien erlauben den Schluss, dass es tatsächlich mindestens zwei Jahre länger dauern wird. Darauf hatte ich mehrmals hingewiesen. Nach aussen hin wurde ja auch dann noch von der Bahn offiziell kommuniziert, dass man an 2021 "festhält". Also eben, als ob es wirksame Gegensteuerungen bereits gäbe.
Siehst Du, Du hast doch auch gewusst, dass die Bahn die Gegensteuerung nicht auf die Reihe bekommt und es 2 Jahre länger dauern wird (=2 Jahre Verzug), was soll denn dann Dein Theater, wenn hier jemand schreibt, der Verzug sei schon länger bekannt gewesen?
Darum hast Du ja auch Greatz immer unterstützt, wenn er Kosten oder Zeitplan in Frage stellte?

Ach wie erbärmlich sind Deine Unterstellungen und Rechtfertigungen!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.18 12:15.

Re: Bauablauf Durchgangsbahnhof Stuttgart

geschrieben von: graetz

Datum: 07.01.18 14:21

cs schrieb:
Siehst Du, Du hast doch auch gewusst, dass die Bahn die Gegensteuerung nicht auf die Reihe bekommt und es 2 Jahre länger dauern wird (=2 Jahre Verzug), was soll denn dann Dein Theater, wenn hier jemand schreibt, der Verzug sei schon länger bekannt gewesen?
Auch die Mehrkosten waren schon "immer bekannt" - gell?
Es gab aber gleichzeitig immer eine offizielle Linie, die völlig anders lautete. Und wenn ich es wusste aufgrund der Quellenlage, wurde dieses Wissen von anderen hier meist nicht akzeptiert. Das geht dann hin bis zur angeblichen "freien Erfindung", egal, welche Belege ich dazu gebracht hatte. Akzeptiert wird das dann erst, wenn die Bahn das selbst gemäss ihrer Salamitaktik zugeben muss. Dann wird hier fleißig versucht, die Geschichte des Projekts umzuschreiben - eben hier nach dem Motto, dass man das doch schon immer wusste. So wie man ja auch die Mehrkosten schon immer wusste. Dass bei dem Thema Mehrkosten und auch bei den Mehrzeiten (kosten ja auch mehr) dieses "immer gewusst" tatsächlich strafrechtlich relevant wäre, wenn auch der Vorstand das "immer gewusst" hätte, kapieren hier einige nicht.

Spätestens seit dem KPMG-Bericht konnte es jeder wissen. Man muss da nur mal hinter der eher noch freundlichen Formulierungen schauen. Aber als diese Teile des Berichtes durchgestochen wurden, wendete der Vorstand sich auch gegen diesen Bericht, der vorher bei der selektiven Veröffentlichung noch hoch gelobt wurde. Man log also finster weiter anstatt die Dinge in dem Moment des Eintreffens gleich einzugestehen. Genau dieses Vorgehen wurde schon bei Kefer moniert und zuletzt bei Pofalla. Erinnert mich an die Fabel mit dem Skorpion und dem Frosch. Die Bahn kann anscheinend nicht mehr anders als beim Projekt zu lügen.


[coachingeffect.de]

Re: Bauablauf Durchgangsbahnhof Stuttgart

geschrieben von: cs

Datum: 07.01.18 23:37

graetz schrieb:
cs schrieb:
Ich wollte wissen, bei welchen Abschnitten die Bahn trotz noch anhängiger Klagen mit dem Bau begonnen und nicht bis zum Abschluss der Verfahren gewartet hat
Schon lange bekannt:
[de.wikipedia.org]
Zitat
Der BUND hatte vor der Räumung, am 30. September, noch versucht, die Baumfällungen zu verhindern und stellte dazu einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Stuttgart. Das Verwaltungsgericht entschied am 14. Oktober, die Bahn habe die Kosten des Verfahrens zu tragen. Hätte dem Gericht das Schreiben des Eisenbahn-Bundesamt vom 30. September vorgelegen, so wäre dem Eilantrag des BUND wahrscheinlich stattgegeben worden.[108] Das Gericht entschied nicht, ob die Baumfällarbeiten als rechtswidrig einzustufen seien. Ausschlaggebend sei ausschließlich gewesen, dass das Eisenbahn-Bundesamt davon ausgegangen sei, dass die Arbeiten erst nach Vorlage der Unterlagen beginnen dürften.[108]
Vielleicht hat die Bahn ja daraus gelernt und ist jetzt vorsichtiger geworden (um Kosten zu sparen)?

War das eigentlich das einzige Mal, dass die Bahn mit Bauarbeiten für einen Abschnitt trotz anhängiger Klagen gegen diesen Abschnitt begonnen hat?

graetz schrieb:
Sie hat trotz der Klagen seit Sommer 2016 Baurecht am Flughafen. Also mehr Rechte als damals bei den Baumfällungen, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal genehmigt waren.
Und sie hat, wimre, im PFA 1.3a bereits mit Leitungsverlegungen zum Freimachen des Baufelds begonnen.

Re: Bauablauf Durchgangsbahnhof Stuttgart

geschrieben von: cs

Datum: 07.01.18 23:45

graetz schrieb:
cs schrieb:
Siehst Du, Du hast doch auch gewusst, dass die Bahn die Gegensteuerung nicht auf die Reihe bekommt und es 2 Jahre länger dauern wird (=2 Jahre Verzug), was soll denn dann Dein Theater, wenn hier jemand schreibt, der Verzug sei schon länger bekannt gewesen?
Auch die Mehrkosten waren schon "immer bekannt" - gell?
Ich möchte jetzt nicht Deinem Ablenkungsmanöver folgen und aus der Termindiskussion in eine Kostendiskussion übergehen.
Nur so viel dazu: die 2 Jahre Verzug im PFA1.1 hatte die Bahn wie weiter oben von mir verlinkt und darauf hingewiesen bereits 2016 im Lenkungskreis bekanntgegeben.
Dass die Mehrkosten schon vor der vor der offiziellen Bekanngabe durch die Bahn allgemein bekannt gewesen sein sollen, hast ja Du behauptet, nicht ich. Warum soll ich Dir das jetzt in diesem Zusammenhang bestätigen?

Re: Bauablauf Durchgangsbahnhof Stuttgart

geschrieben von: graetz

Datum: 07.01.18 23:54

cs schrieb:
graetz schrieb:
cs schrieb:
Siehst Du, Du hast doch auch gewusst, dass die Bahn die Gegensteuerung nicht auf die Reihe bekommt und es 2 Jahre länger dauern wird (=2 Jahre Verzug), was soll denn dann Dein Theater, wenn hier jemand schreibt, der Verzug sei schon länger bekannt gewesen?
Auch die Mehrkosten waren schon "immer bekannt" - gell?
Ich möchte jetzt nicht Deinem Ablenkungsmanöver folgen und aus der Termindiskussion in eine Kostendiskussion übergehen.
Nur so viel dazu: die 2 Jahre Verzug im PFA1.1 hatte die Bahn wie weiter oben von mir verlinkt und darauf hingewiesen bereits 2016 im Lenkungskreis bekanntgegeben.
Dass die Mehrkosten schon vor der vor der offiziellen Bekanngabe durch die Bahn allgemein bekannt gewesen sein sollen, hast ja Du behauptet, nicht ich. Warum soll ich Dir das jetzt in diesem Zusammenhang bestätigen?
Zeitverzögerungen SIND Mehrkosten. Ich hatte hier umfassend ausgeführt, dass das Fehlen jeder zeitlichen Gegenmassnahme alleine schon Mehrkosten erzeugt, die nirgend eingepreist waren. Deswegen hat man eine zeitlichen Gegensteuerbedarf angemeldet und eben keinen "Verzug". Du kannst jetzt nicht sagen, die zwei Jahre wären doch allgemein bekanntgegeben worden, wenn man die Kostenrechnung nicht gleichzeitig entsprechend anpasst.

Re: Bauablauf Durchgangsbahnhof Stuttgart

geschrieben von: cs

Datum: 08.01.18 00:58

graetz schrieb:
Zeitverzögerungen SIND Mehrkosten. Ich hatte hier umfassend ausgeführt, dass das Fehlen jeder zeitlichen Gegenmassnahme alleine schon Mehrkosten erzeugt, die nirgend eingepreist waren. Deswegen hat man eine zeitlichen Gegensteuerbedarf angemeldet und eben keinen "Verzug". Du kannst jetzt nicht sagen, die zwei Jahre wären doch allgemein bekanntgegeben worden, wenn man die Kostenrechnung nicht gleichzeitig entsprechend anpasst.
Doch, kann ich ;-)
Wenn Du sagen kannst, die Mehrkosten seien schon allgemein bekannt gewesen, kann ich auch sagen, der Verzug sei schon allgemein bekanntgegeben worden.
Das nicht erfolgte Einpreisen des Bauverzugs hat doch nichts damit zu tun, dass man den Bauverzug bekanntgegeben hat, das zeigt höchstens die Mangelhaftigkeit der Kostenangabe an. Hätte es keinen Verzug gegeben, wären auch keine Gegensteuerungsmaßnahmen notwendig.

Re: Bauablauf Durchgangsbahnhof Stuttgart

geschrieben von: graetz

Datum: 08.01.18 11:46

cs schrieb:
graetz schrieb:
Zeitverzögerungen SIND Mehrkosten. Ich hatte hier umfassend ausgeführt, dass das Fehlen jeder zeitlichen Gegenmassnahme alleine schon Mehrkosten erzeugt, die nirgend eingepreist waren. Deswegen hat man eine zeitlichen Gegensteuerbedarf angemeldet und eben keinen "Verzug". Du kannst jetzt nicht sagen, die zwei Jahre wären doch allgemein bekanntgegeben worden, wenn man die Kostenrechnung nicht gleichzeitig entsprechend anpasst.
Doch, kann ich ;-)
Wenn Du sagen kannst, die Mehrkosten seien schon allgemein bekannt gewesen, kann ich auch sagen, der Verzug sei schon allgemein bekanntgegeben worden.
Das nicht erfolgte Einpreisen des Bauverzugs hat doch nichts damit zu tun, dass man den Bauverzug bekanntgegeben hat, das zeigt höchstens die Mangelhaftigkeit der Kostenangabe an. Hätte es keinen Verzug gegeben, wären auch keine Gegensteuerungsmaßnahmen notwendig.

Der Unterschied ist aber der Buchungstrick, nachdem man die Gegensteuerungen schon als "wirksam" verbucht hatte, ohne tatsächlich eine Ahnung zu haben, wie das gehen soll. Das mündete ja in die verzweifelte Aussage Pofallas, dass er den AR nur deswegen nicht korrekt über die Mehrkosten informiert hätte, um bei den ausführenden Firmen "Druck" zu machen. Also letztendlich doch zugeben musste, falsch informiert zu haben. Deswegen hatte er ja die Compliance am Hals. Das schien aber wohl der einzige Plan der Bahn gewesen zu sein: Auf die Firmen "Druck" auszuüben. Der BRH hatte sich dahingehend schon geäussert und darin sogar eine weitere Quelle für Mehrkosten gesehen, nämlich für die Ausbesserungen nach Fertigstellung, sollte durch Kosten- und Zeitdruck nur noch Pfusch geliefert werden.
Also nein, die offizielle Kommunikation hatte nicht Verzögerungen angekündigt sondern bereits wirksame Gegensteuerungen ohne tatsächlich etwas in der Richtung zu haben. In den Lenkungskreisfolien wurden zwar "erfolgreiche" Gegensteuerungen aufgezählt, aber das waren eher homöopathische "Erfolge".

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