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 21 - Stuttgart 21 

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In dieses Forum gehören alle Diskussionen und News zum Thema "Stuttgart 21". - Eine dringende Bitte an alle Beitragsverfasser: Sachlich bleiben - ganz gleich, ob man für oder gegen dieses Projekt ist. Beleidigungen und Verleumdungen sind auch in diesem Forum NICHT gestattet!

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Traumflug schrieb:
Wenn man mal daran erinnern darf: 63% der "Leute", darunter die Hälfte der Projektbefürworter, sind so wenig von dem Projekt überzeugt, dass sie auch angesichts der ausgehobenen Baugruben lieber nach Alternativen suchen würden. Da steht diese "Zustimmung" auf tönernen Füssen.
Und schon wieder eine mit deiner Meinungsäußerung vermischte Falschfaktenaussage. 63 Prozent der Leute finden, man solle die vorgebrachte Alternative auch mal prüfen. Über Ansichten wie "so wenig überzeugt" und "lieber nach Alternativen suchen" gab es keine Erhebung. Zumal im gleichen Atemzug sich eine Mehrheit derselben Befragten angesichts der ausgehobenen Baugruben für eine Fortführung des Projekts ausgesprochen hat - was du jetzt sicher nur aus Versehen nicht erwähnt hast.
graetz schrieb:
Und das ohne Rücksicht auf die Bahnbelange, die den "Luxusbahnhof" nie begonnen haben wollte. Das unterscheidet S21 deutlich von anderen Großprojekten.
Und genau das stimmt vermutlich nicht. An der Neubaustrecke (deren Vorfinanzierung durch das Land damals wohl seitens des Landes gleich zwingend mit S21 verknüpft wurde), an dem Betriebskonzept mit Durchbindungen, an einem Durchgangsbahnhof in Stuttgart und an einer grundlegenden Modernisierung und einem Ausbau der Stuttgarter Bahnanlagen war die DB ja sehr wohl interessiert. Sie hätte das Projekt vielleicht alleine und eigeninitativ nicht mehr begonnen (eben weil es so gigantisch ist), aber sie wollte die NBS und den Ausbau in Stuttgart möglichst schnell und möglichst umfangreich bekommen, und da war das aus der Mottenkiste auferstandene S21-Projekt plötzlich wieder die planerisch und politisch nächstliegende und machbarste Lösung. Weil: mehrheitsfähig, vom Land ausdrücklich gewünscht und ein gut vermittelbares Leuchtturmprojekt, für welches sich einiges an Geld locker machen ließ. Warum hätte die DB diese sich ihr öffnende Realisierungschance ablehnen sollen? Die wären blöd gewesen!

Der Punkt ist ja auch, dass S21 zwar nicht genügend bahntechnische Vorteile bringt, um die gewaltigen Baukosten zu rechtfertigen. Aber es bringt mehr bahntechnische Vorteile als der damalige Status quo, und eine Kopfbahnhofslösung war damals eben vom Land nicht (mehr) gewünscht und schien der DB für ihre Bahnbelange wenigstens nicht aufdrängend vorteilhafter als das zur Debatte stehende S21-Konzept. Und so hat man halt dieses wieder unterstützt.
Tunnelmaus schrieb:
Und schon wieder eine mit deiner Meinungsäußerung vermischte Falschfaktenaussage. 63 Prozent der Leute finden, man solle die vorgebrachte Alternative auch mal prüfen. Über Ansichten wie "so wenig überzeugt" und "lieber nach Alternativen suchen" gab es keine Erhebung.
Keine Falschfaktenaussage, sondern aus dem Ergebnisblatt abgelesen. Wenn man von einer Variante überzeugt ist, prüft man keine Alternativen.

Tunnelmaus schrieb:
Zumal im gleichen Atemzug sich eine Mehrheit derselben Befragten angesichts der ausgehobenen Baugruben für eine Fortführung des Projekts ausgesprochen hat - was du jetzt sicher nur aus Versehen nicht erwähnt hast.
Für eine Fortführung schon, aber nicht für eine Fortführung genau wie geplant. Zumindest nicht ohne Prüfung der Alternativen.

Na gut, dieser scheinbare Widerspruch hat auch die Profi-Politiker durcheinander gebracht. Er lässt sich mit ein wenig Logik aber auflösen: es ist den Leuten wichtig, dass überhaupt was gemacht wird. Nicht, dass es unbedingt ein Tunnelbahnhof wird. Die Bürger sind eben intelligenter als so mancher Politiker, der nur "dies oder nichts" denken kann.
Traumflug schrieb:
Na gut, dann wissen wir ja, wo wir dran sind. Die subjektive, projektbetreiber-hörige Betrachtung ist also Absicht und Grundlage der Argumentation. Dass dabei nur Projektgejubel heraus kommen kann die entsprechende Folge.
In deiner Borniertheit verkennst du, dass du keineswegs objektiv, sondern lediglich auf dem genau entgegengesetzten Gleis unterwegs bist. Bei dir ist eine projektbetreiber-ablehnende Betrachtung Absicht und Grundlage deiner Argumentation. Und da kommt dann eben kein Gejubel heraus, sondern nur Projektgegeifer.

Übrigens, "nur Projektgejubel" würde ich weder Alfons noch Steuerzahler noch cs unterstellen wollen. Und mir selbst auch nicht. ;-)

Dein Problem ist m.E., dass du an S21 und dessen ganzen Umfeld (DB, Regierungsparteien und etc.) kein einziges gute Haar mehr lassen kannst. Das ist eine Radikalität, die ich hier außer bei mental, kmueller und dir bei keinem ernstzunehmenden Projektgegner beobachten kann. (Den Altbauelloktroll kann ich nicht für voll nehmen.) Andere Teilnehmer der Gegenseite wie z.B. graetz, Rondrian und in den großen politischen Fragen auch monza30 äußern sich da zum Teil doch immerhin noch wesentlich differenzierter und unvoreingenommener, zumindest nicht so ausschließlich voller Ideologie und Antipathie den Projektbetreibern und ihren Fans gegenüber - und das auch ohne ständig den anderen das Wort im Mund zu verdrehen und diese auffallend selbstgefällige Anklagerhetorik. Zudem, und das ist noch ein wesentlicher Unterschied, lehnen die genannten Teilnehmer das Projekt zwar im Grundsatz ebenfalls ab, sind aber immerhin in der Lage, dennoch die heutige Realität und die geschaffenen Fakten zu erkennen und zu berücksichtigen.
Tunnelmaus schrieb:
Traumflug schrieb:
Wenn man mal daran erinnern darf: 63% der "Leute", darunter die Hälfte der Projektbefürworter, sind so wenig von dem Projekt überzeugt, dass sie auch angesichts der ausgehobenen Baugruben lieber nach Alternativen suchen würden. Da steht diese "Zustimmung" auf tönernen Füssen.
Und schon wieder eine mit deiner Meinungsäußerung vermischte Falschfaktenaussage. 63 Prozent der Leute finden, man solle die vorgebrachte Alternative auch mal prüfen. Über Ansichten wie "so wenig überzeugt" und "lieber nach Alternativen suchen" gab es keine Erhebung. Zumal im gleichen Atemzug sich eine Mehrheit derselben Befragten angesichts der ausgehobenen Baugruben für eine Fortführung des Projekts ausgesprochen hat - was du jetzt sicher nur aus Versehen nicht erwähnt hast.
Danke, Tunnelmaus! Ich hätte wirklich keine Lust mehr gehabt, zu recherchieren, inwiefern Traumflug diese Zahl missbraucht/fehlinterpretiert/missverstanden hat...
Für mich ists jetzt auch mal gut: Das waren jetzt x Iterationen, in denen in diesem Thread Traumflug seine Aussagen um die Ohren geflogen sind - und ein Ende ist nicht zu erwarten.
Das Traurige, und da schließt sich wieder der Kreis zum eigentlichen Thema, ist, dass das letztendlich auf den gesamten Wiederstand zurück fällt: Wie in einem Posting weiter oben bereits angedeutet, gibt es eine kaum zu überblickende Anzahl von Gruppierungen. Davon tragen gleich mehrere das Wort "Parkschützer" im Namen, auch wenn es unerschiedliche Gruppen sind. Was dazu führt, dass selbst im Wiederstand ein sehr hoher Anteil der Leute nicht mehr durchblickt. Und dazu, dass am Ende doch alle in einen Topf geworfen werden. So sorgen dann Personen wie Traumflug dafür, dass nicht nur sie kein Gehör mehr finden, sondern es leiden unter dem miesen Image auch Gruppierungen wie etwa [netzwerke-21.de], die durchaus oft inhaltlich solide argumentieren.

Aber egal: Traumflug macht nach diesem Blindflug jetzt erstmal einen Abflug auf meine Ignore-Liste.
Traumflug schrieb:
es ist den Leuten wichtig, dass überhaupt was gemacht wird. Nicht, dass es unbedingt ein Tunnelbahnhof wird.
Zu genau diesen Leuten gehöre eben auch ich, wie ich es in diesem Forum auch schon mit vielen tausend Worten und gefühlt zweihundertmal erklärt habe.

Und wenn du das, was ich oben gerade von dir zitiert habe, so zutreffend erkannt hast, müsstest du eigentlich auf verstehen, warum die Parkschützer und sonstigen Tunnelbahnhofsgegner trotz aller Argumente nie eine entscheidende Mehrheit gegen das (an-)laufende Projekt für sich gewinnen oder mit ihren ungefähren Alternativen etwas bewirken konnten: Die Leute wollen eben, dass überhaupt was gemacht wird. Ob es ein Tunnel- oder Kopfbahnhof ist, was er jetzt am Ende wirklich kosten wird und die ganzen Detailfragen der Abwägung - das interessiert die breite Masse alles nicht. Die Mehrheit befürwortet einen neuen, schönen Bahnhof, egal in welcher Form. Und ein gewisser Teil ist aus Prinzip skeptisch gegenüber jeder Veränderung.

Dazwischen stehen die fachlich interessierten Projektgegner oder -befürworter und schlagen sich ihr Detailwissen um die Ohren, ohne dass jemand wirklich zuhört, höchstens, dass mal einige markante Punkte von den Medien aufgegriffen und breiter diskutiert werden. Hat man ja auch gut während der Schlichtung gesehen, wie von den "Normalmenschen" die für unsereins unglaublich spannenden Sachdebatten mit all ihren für uns völlig normalen Fachbegriffen staunend kommentiert und mit teils amüsiertem Kopfschütteln als zuweilen kurioser Expertenstreit bewertet wurden.
Traumflug schrieb:
Wenn man von einer Variante überzeugt ist, prüft man keine Alternativen.
Für Leute wie Du, die anscheinend mit Scheuklappen durch die Welt gehen und meinen, alles am besten zu wissen, scheint das vermutlich zu stimmen. Es gibt aber auch noch andere, die offen sind für neue Ideen und nicht alles sofort ungeprüft in Bausch und Bogen ablehnen, was nicht zu hundert Prozent ihrem vorgefassten Weltbild entspricht.
Traumflug schrieb:
Die Bürger sind eben intelligenter als so mancher Politiker, der nur "dies oder nichts" denken kann.
Bist Du Politiker? Das würde vor dem Hintergrund Deiner obigen Aussage so manches erklären.
alfons95 schrieb:
Für mich ists jetzt auch mal gut: Das waren jetzt x Iterationen, in denen in diesem Thread Traumflug seine Aussagen um die Ohren geflogen sind - und ein Ende ist nicht zu erwarten.
Da musst Du lange suchen bis Du etwas findest, was mir "um die Ohren geflogen" ist. Denn wann immer ich was schreibe, habe ich die Belege schon im Kopf. Die schreibe ich nicht jedesmal hin oder suche gar die Links raus, doch vorhanden sind sie.

Wie dieses "um die Ohren fliegen" geht zeigt im nächsten Beitrag Tunnelmaus, der meine oben geschriebene Betrachtung bestätigt. Natürlich mit seinen eigenen Schlussfolgerungen, doch das ist in Ordnung.
Traumflug schrieb:
Da musst Du lange suchen bis Du etwas findest, was mir "um die Ohren geflogen" ist. Denn wann immer ich was schreibe, habe ich die Belege schon im Kopf. Die schreibe ich nicht jedesmal hin oder suche gar die Links raus, doch vorhanden sind sie.
Du bist auch echt der Größte. ^^ Dir sind hier in den letzten Wochen dermaßen viele Falschbehauptungen und zurechtgebogene angebliche Zitate auf die Füße gefallen - die ich jetzt natürlich nicht alle hinschreibe oder verlinke, aber selbstverständlich im Kopf habe.

Zitat:
Wie dieses "um die Ohren fliegen" geht zeigt im nächsten Beitrag Tunnelmaus, der meine oben geschriebene Betrachtung bestätigt. Natürlich mit seinen eigenen Schlussfolgerungen, doch das ist in Ordnung.
Bestätigen, nur leider aus der genau entgegengesetzten Richtung. Das unterschlägst du mal wieder. Und dass die breite Masse der nicht bahnaffinen Bevölkerung sehr anfällig für Hetzer und Schaumschläger ist, dass ist ja nun auch keine wirklich fundamental neue Erkenntnis. Egal, ob da nun S21, U21, die AfD oder das bedingungslose Grundeinkommen propagiert werden: Die Leute sind zu tieferem und differenzierten Nachdenken über sie nicht interessierende Detailprobleme nur sehr bedingt bereit.
cs schrieb:
Für Leute wie Du, die anscheinend mit Scheuklappen durch die Welt gehen und meinen, alles am besten zu wissen, scheint das vermutlich zu stimmen. Es gibt aber auch noch andere, die offen sind für neue Ideen und nicht alles sofort ungeprüft in Bausch und Bogen ablehnen, was nicht zu hundert Prozent ihrem vorgefassten Weltbild entspricht.
Nun, dann lass uns doch mal sehen, wer da so was am besten weiss:

"Der jetzige Hauptbahnhof kann das Fahrgastaufkommen des Jahres 2010 in keiner Weise mehr bewältigen."
Projektmagazin / Herbst 1997

"Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm ist eines der am besten und umfassendsten geplanten Projekte der DB AG."
Oliver Schumacher, DB-Konzernsprecher

"Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm mit dem neuen Hauptbahnhof in Stuttgart ist solide geplant und steht auf finanziell sicheren Beinen."
Ministerpräsident Oettinger

"Die SPD-Landtagsfraktion steht ohne Wenn und Aber zu Stuttgart 21 – das gilt heute und auch morgen."
"S21 ist tatsächlich unumkehrbar, und das ist gut so."
SPD-Landtagsfraktionschef Claus Schmiedel

"Irgendwann muss hier ein Schlusspunkt gesetzt werden, spätestens dann, wenn die höchsten Gerichte über das Projekt entschieden haben. Ansonsten verlieren wir unsere Zukunftsfähigkeit."
Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts

"Sie sollten dem Landesvater folgen und nicht eigenständig denken."
EU-Kommissar und Ex-Ministerpräsident Günther Oettinger (zu Boris Palmer)

Zu dem Vorwurf, im Stresstest seien die Verspätungen gekappt worden: "Das ist eine falsche Behauptung, entschuldigen Sie ... das ist völliger ... entschuldigen Sie, das ist wieder so eine der Verschwörungstheorien."
Bahnchef Rüdiger Grube

"Ich bin finster entschlossen, dieses Projekt zu Ende zu führen, und zwar zu einem guten Ende. Wir werden es machen, im Rahmen der Kosten und im Rahmen der Terminpläne, die wir vereinbart haben."
Bahnchef Richard Lutz

Dazu das Verhalten bei der Schlichtung, diversen Anhörungen, dem Filderdialog. Braucht es noch mehr Beweise, dass die Projektbetreiber nicht einen Millimeter von ihren Planungen abweichen, geschweige denn Kritik zur Kenntnis nehmen oder gar über Alternativen nachdenken? Hinweise, dass auf Anregung der Bürger zwei oder drei Bäume umgepflanzt statt gefällt wurden kann man sich gerne sparen.
Tunnelmaus schrieb:
Du bist auch echt der Größte. ^^ Dir sind hier in den letzten Wochen dermaßen viele Falschbehauptungen und zurechtgebogene angebliche Zitate auf die Füße gefallen - die ich jetzt natürlich nicht alle hinschreibe oder verlinke, aber selbstverständlich im Kopf habe.
Einen goldenen Schimpansen fürs nachäffen an Tunnelmaus!
Traumflug schrieb:
cs schrieb:
Für Leute wie Du, die anscheinend mit Scheuklappen durch die Welt gehen und meinen, alles am besten zu wissen, scheint das vermutlich zu stimmen. Es gibt aber auch noch andere, die offen sind für neue Ideen und nicht alles sofort ungeprüft in Bausch und Bogen ablehnen, was nicht zu hundert Prozent ihrem vorgefassten Weltbild entspricht.
Nun, dann lass uns doch mal sehen, wer da so was am besten weiss:
Die Auflistung der Zitate lasse ich jetzt mal weg, da sie nichts am Wahrheitsgehalt meiner Aussage ändern

Traumflug schrieb:
Dazu das Verhalten bei der Schlichtung, diversen Anhörungen, dem Filderdialog. Braucht es noch mehr Beweise, dass die Projektbetreiber nicht einen Millimeter von ihren Planungen abweichen, geschweige denn Kritik zur Kenntnis nehmen oder gar über Alternativen nachdenken?
Auch dieses Zitat ändert nichts am Wahrheitsgehalt meiner Aussage.

Traumflug schrieb:
Hinweise, dass auf Anregung der Bürger zwei oder drei Bäume umgepflanzt statt gefällt wurden kann man sich gerne sparen.
Ich hätte jetzt gerne einen Hinweis auf zwei oder drei verpflanzte Bäume gebracht, aber wenn Du es nicht willst, dann bringe ich mal keinen Hinweis auf zwei oder drei umgepflanzte Bäume.
Aber folgenden Hinweis spare ich mir nicht:
Im Rahmen der Schlichtung wurde festgelgt, dass die Verbindung zwischen Fildertunnel und Haltepunkt NBS abweichend von der bisherigen Planung zweigleisig ausgebaut werden soll, nachdem deutlich gemacht wurde, dass sonst ein Engpass entsteht, der große Fahrplankonflikte auslöst.
Beim Gäubahnanschluss an die NBS wurde sowohl im letztlich ergebnislosen Filderdialog als auch später aufgrund des von L-E veranlassten Gutachtens durchaus über Alternativplanungen nachgedacht. Dies führte am Ende sogar dazu, dass von den Projektbetreibern die Planung in diesem Bereich geändert wurde, und zwar um mehr als nur einen Millimeter.

Du weißt schon, dass bereits ein Gegenbeispiel eine noch so schön und gelungen erscheinende Beweisführung zur Makulatur macht?
Traumflug schrieb:
Tunnelmaus schrieb:
Du bist auch echt der Größte. ^^ Dir sind hier in den letzten Wochen dermaßen viele Falschbehauptungen und zurechtgebogene angebliche Zitate auf die Füße gefallen - die ich jetzt natürlich nicht alle hinschreibe oder verlinke, aber selbstverständlich im Kopf habe.
Einen goldenen Schimpansen fürs nachäffen an Tunnelmaus!
Schick der Tunnelmaus doch eine Rechnung und verlange Lizenzgebühr. Falls die Tunnelmaus nicht bezahlt, kannst Du ja versuchen, bei Gericht Dein Urheberrecht durchzusetzen.
cs schrieb:
Ich hätte jetzt gerne einen Hinweis auf zwei oder drei verpflanzte Bäume gebracht, aber wenn Du es nicht willst, dann bringe ich mal keinen Hinweis auf zwei oder drei umgepflanzte Bäume.
Pass bloß auf, dass dir nicht auch ein goldener Schimpanse versprochen wird! ;-) Ich bin nämlich gar nicht sicher, ob Traumflug zwei von den Dingern bezahlen kann, wo er doch immer so aufs Geld achtet. Eigentlich bin ich nichtmal bei einem sicher. Wäre als Belohnung allerdings auch mit einem etwas größeren Stück Höhlenkäse und einem weiteren original Paulson-Taschentuch zufrieden.
versehentlicher Doppelbeitrag ;-)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:04:25:23:08:11.
Steuerzahler schrieb:

Traumflug schrieb:

cs schrieb:
Für Leute wie Du, die anscheinend mit Scheuklappen durch die Welt gehen und meinen, alles am besten zu wissen, scheint das vermutlich zu stimmen. Es gibt aber auch noch andere, die offen sind für neue Ideen und nicht alles sofort ungeprüft in Bausch und Bogen ablehnen, was nicht zu hundert Prozent ihrem vorgefassten Weltbild entspricht.
Nun, dann lass uns doch mal sehen, wer da so was am besten weiss:

"Der jetzige Hauptbahnhof kann das Fahrgastaufkommen des Jahres 2010 in keiner Weise mehr bewältigen."
Projektmagazin / Herbst 1997

"Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm ist eines der am besten und umfassendsten geplanten Projekte der DB AG."
Oliver Schumacher, DB-Konzernsprecher

"Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm mit dem neuen Hauptbahnhof in Stuttgart ist solide geplant und steht auf finanziell sicheren Beinen."
Ministerpräsident Oettinger

"Die SPD-Landtagsfraktion steht ohne Wenn und Aber zu Stuttgart 21 – das gilt heute und auch morgen."
"S21 ist tatsächlich unumkehrbar, und das ist gut so."
SPD-Landtagsfraktionschef Claus Schmiedel

"Irgendwann muss hier ein Schlusspunkt gesetzt werden, spätestens dann, wenn die höchsten Gerichte über das Projekt entschieden haben. Ansonsten verlieren wir unsere Zukunftsfähigkeit."
Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts

"Sie sollten dem Landesvater folgen und nicht eigenständig denken."
EU-Kommissar und Ex-Ministerpräsident Günther Oettinger (zu Boris Palmer)

Zu dem Vorwurf, im Stresstest seien die Verspätungen gekappt worden: "Das ist eine falsche Behauptung, entschuldigen Sie ... das ist völliger ... entschuldigen Sie, das ist wieder so eine der Verschwörungstheorien."
Bahnchef Rüdiger Grube

"Ich bin finster entschlossen, dieses Projekt zu Ende zu führen, und zwar zu einem guten Ende. Wir werden es machen, im Rahmen der Kosten und im Rahmen der Terminpläne, die wir vereinbart haben."
Bahnchef Richard Lutz

Dazu das Verhalten bei der Schlichtung, diversen Anhörungen, dem Filderdialog. Braucht es noch mehr Beweise, dass die Projektbetreiber nicht einen Millimeter von ihren Planungen abweichen, geschweige denn Kritik zur Kenntnis nehmen oder gar über Alternativen nachdenken? Hinweise, dass auf Anregung der Bürger zwei oder drei Bäume umgepflanzt statt gefällt wurden kann man sich gerne sparen.

Du machst einen großen Fehler. Du zitierst hier (zum Teil gewesene) Politiker- und Bahngrößen und ihre Ansichten, die teilweise blauäugig, teilweise gelogen sind. Dann gehst du davon aus, dass diese Gedanken von Befürwortern dieses Projektes geäußert worden sind (was meiner Ansicht nach stimmt). Jetzt teils du dieses Forum nach Befürwortern und Gegner auf (was ungenau ist: wenn ich gegen etwas bin, muss ich kein Gegner sein), und wirfst alles, was in deinen Augen nach Befürwortern aussieht, in einen Topf (Gegner, Lügner, Verschwender, Faktenblinde, Volksverdummer, usw). Egal ob Politiker oder Rentner, die Hauptsache ist für dich, er ist zu hundert Prozent gegen S21 eingestellt. Ansonsten kommen deine "Argumente", dass Derjenige, der nicht gegen dieses Projekt ist, irgendwo nicht ganz echt sein kann( siehe Topfinhalt). Damit kannst du den einzelnen Beiträgen nicht gerecht werden und noch viel weniger Denjenigen, die diese Beiträge verfassen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:04:25:23:11:22.
Tunnelmaus schrieb:
Die Leute wollen eben, dass überhaupt was gemacht wird. Ob es ein Tunnel- oder Kopfbahnhof ist, was er jetzt am Ende wirklich kosten wird und die ganzen Detailfragen der Abwägung - das interessiert die breite Masse alles nicht. Die Mehrheit befürwortet einen neuen, schönen Bahnhof, egal in welcher Form. Und ein gewisser Teil ist aus Prinzip skeptisch gegenüber jeder Veränderung.
Angenommen, man hätte sich im Rahmen der Schlichtung entschlossen, S21 abzubrechen und K21 zu bauen. Hätte eine Dekade für den ganzen Vorlauf (Planungen, Planfeststellungen, Ausschreibungen, etc.) gereicht, bis man auch nur mit den Arbeiten hätte beginnen können...? Nicht, dass man deswegen zwingend S21 hätte bauen müssen.
Hier mal ein Beispiel vom Schindhaubasistunnel, bei dem es so gelaufen ist: [www.stuttgarter-nachrichten.de]
Zitat:
So groß bisher die Euphorie bei den beteiligten Bürgern ist, etwas bewegen zu können in der Politik, so schnell könnte sie wieder verfliegen, wenn man den Zeitplan betrachtet. Bei der jüngsten Anhörung Ende Januar musste Ulrich Kunze, verantwortlicher Verkehrsplaner des RP, Wasser in den Wein gießen. Durch das Bürgerbeteiligungsverfahren stehe das Projekt praktisch wieder ganz am Anfang und werde sich bis zur Realisierung noch Jahre hinziehen. Zwar sei die Tunnelplanung fast fertig, die alten Pläne für die Knoten aber seien reif für die Tonne.

Für die Fertigstellung der neuen Pläne für die Knoten samt allen Berechnungen, für die Prüfung durch Land und Bund und für das anschließende Planfeststellungsverfahren rechnet er mit mindestens fünf Jahren – oder bei Einsprüchen auch mit deutlich mehr. Hinzu kämen die Ausführungsplanung und die Bauzeit von rund acht Jahren. Bis die Umfahrung im Tunnel schließlich genutzt werden kann, könnten noch 20 Jahre ins Land gehen.
alfons95 schrieb:
graetz schrieb:
Jedem ist klar, dass die Kosten für ein politisches Projekt in D exorbitant steigen.
Nicht nur für politische Projekte...
Warum eigentlich?

Wenn die tagtäglich von kompetenten Experten verbreiteten Wirtschaftsweisheiten stimmen, dann müßten in gleichem Umfang und Tempo auch die Löhne und Gehälter steigen. Tun sie das womöglich, und es wurde nur bisher von keinem bemerkt?
Tunnelmaus schrieb:
Woraus schließt du, dass S21 nicht dem Bahnverkehr dient, nur weil in Köln, Hamburg oder Frankfurt nicht noch teurer oder noch schneller etwas gebaut wird, was Engpässe oder Modernisierungsbedarf auflösen könnte?
Ich schließe es daraus, daß man auch dort den Standard herunterkommen läßt statt ihn anzuheben. Indem man nicht einmal das tut, was du selber für nötig erklärst (Hervorhebungen von mir):

Tunnelmaus schrieb:
Übrigens, wenn man Hamburg Hbf wie S21 betreiben würde, gäbe es dort keinen Engpass. Dafür fehlen dort aber zwei nördliche Zulaufgleise und ein Kreuzungsbauwerk. (Plus einige Kleinigkeiten im Hannoverschen und Berliner Südkopf.) Und auch Köln Hbf hätte noch etwas mehr Luft, wenn man eine NBS von Köln Hbf über Nippes und mit einer Rheinquerung zu den Strecken nach Düsseldorf und Solingen hinbekommen würde und somit die leidigen ICE-Fahrtrichtungswechsel entfallen könnten.

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