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Der monatliche Gebäudeschäden-Bericht

geschrieben von: Traumflug

Datum: 22.03.17 14:52

Es gab ja Leute hier die nicht glauben wollten, dass es quasi monatlich Berichte zu Gebäudeschäden durch den Tunnelbau hagelt.

Hier ist der nächste Bericht, diesmal aus Degerloch: [www.swr.de]

Einmal mehr das bekannte Konzept:

- Gebäude vor dem Tunnelbau einwandfrei.

- Gebäude zeigt während bzw. nach dem Tunnelbau Risse.

- Sprenggeräusche.

- Die DB misst was, behält die Messprotokolle aber für sich.

- DB behauptet, dass alles in Ordnung sei.

- Gegenbeweis nicht möglich.

- Hinter der Hand werden Grenzwertüberschreitungen bekannt.

- Die DB-Hotline verbindet in ein Callcenter mit Ahnungslosen.

- Die DB lehnt jede Regulierung ab.

Re: Der monatliche Gebäudeschäden-Bericht

geschrieben von: Ersatzsignal

Datum: 22.03.17 15:30

Zitat: - Gegenbeweis nicht möglich.

Du sagst ja selbst das du es 1000 prozentig weisst das es durch den Tunnelbau geschehen , somit ist doch der Beweis erbracht . Husch husch hin zur Familie die Bahn vor Gericht gezogen und fertig .

Re: Der monatliche Gebäudeschäden-Bericht

geschrieben von: zeppelinNT

Datum: 22.03.17 18:44

Traumflug schrieb:
- Die DB misst was, behält die Messprotokolle aber für sich.

Allerlei Messprotokolle gibt's hier: [www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de]

Re: Der monatliche Gebäudeschäden-Bericht

geschrieben von: ChrisM

Datum: 22.03.17 18:49

Halten wir also fest, die Zahl der Behauptungen wächst, jene der Beweise verharrt auf niedrigem Niveau.
Wer einen Schaden geltend machen möchte, muss beweisen, woher er kommt.
Und ja, ich bin selbst Immo-Besitzer in Stuttgart und das innerhalb der Beweissicherungsgrenze.

Re: Der monatliche Gebäudeschäden-Bericht

geschrieben von: E44

Datum: 22.03.17 19:00

ChrisM schrieb:

Halten wir also fest, die Zahl der Behauptungen wächst, jene der Beweise verharrt auf niedrigem Niveau.
Wer einen Schaden geltend machen möchte, muss beweisen, woher er kommt.
Und ja, ich bin selbst Immo-Besitzer in Stuttgart und das innerhalb der Beweissicherungsgrenze.

Dass du selbst Betroffner bist mag glauben wer will, da müsstest du auch erst mal Beweise liefern.
Die Bahn behauptet doch dass sie Schäden während der Bauzeit anerkennt ohne dass der Eigentümer die Beweislast tragen muss-

Re: Der monatliche Gebäudeschäden-Bericht

geschrieben von: Traumflug

Datum: 22.03.17 19:06

ChrisM schrieb:
Halten wir also fest, die Zahl der Behauptungen wächst, jene der Beweise verharrt auf niedrigem Niveau.
Wer einen Schaden geltend machen möchte, muss beweisen, woher er kommt.
Soll das jetzt Sarkasmus oder Schadenfreude sein? Gibt's demnächst Freudentänze, dass die Häuser kaputt sind, die Besitzer aber nichts nachweisen können? Das klingt ja schon ganz wie Kefer oder Oettinger, die Gutachten in den Papierkorb werfen und dann behaupten, von nichts zu wissen.

Von der DB wird man solche Beweise in hundert Jahren nicht bekommen. Egal, ob sie das aufzeichnet oder nicht. Das EBA hat zwar zu solchen Aufzeichnungen verpflichtet, doch diese Verpflichtung ist nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben steht. Die Stadt hängt sich mit ein paar Krokodilstränen mit dran und wäscht ihre Hände in Unschuld.

Bei so einer dämlichen Einstellung kann man sich eigentlich nur wünschen, dass Deine Hütte zuerst zusammenkracht.

Re: Der monatliche Gebäudeschäden-Bericht

geschrieben von: ChrisM

Datum: 22.03.17 19:11

@E44 Das ist richtig. Die Bahn hat die Beweislast zu ihren Ungunsten umgekehrt. Das bedeutet aber eben nicht, dass sie ungeprüft jede Schadensmeldung entschädigt. Kommt sie zum Ergebnis, dass die Schäden eben nicht vom Tunnelbau herrühren, gibt es kein Geld. Das weitere regelt der Rechtsweg.

@Traumflug: Deine Sorge um meine Bleibe rührt mich. Ich halte Dich über den weiteren Fortgang auf dem Laufenden

Re: Der monatliche Gebäudeschäden-Bericht

geschrieben von: Traumflug

Datum: 22.03.17 19:14

ChrisM schrieb:
@Traumflug: Deine Sorge um meine Bleibe rührt mich. Ich halte Dich über den weiteren Fortgang auf dem Laufenden
Aha. Die Freudentänze beginnen also schon.

Re: Der monatliche Gebäudeschäden-Bericht

geschrieben von: Tunnelmaus

Datum: 22.03.17 23:24

Traumflug schrieb:

Es gab ja Leute hier die nicht glauben wollten, dass es quasi monatlich Berichte zu Gebäudeschäden durch den Tunnelbau hagelt.

Hier ist der nächste Bericht, diesmal aus Degerloch: [www.swr.de]
Der Tunnel liegt dort 122 bis 127 m unter der Oberfläche. Da würde ich als Bahn auch erstmal anzweifeln, ob das wirklich sein kann. Aber gut, die Risse sind da und die Leute fühlen sich gestört. Sollte man ernst nehmen.

Re: Der monatliche Gebäudeschäden-Bericht

geschrieben von: Traumflug

Datum: 23.03.17 01:34

Eine Story mehr, in der sich die DB erst versöhnlich zeigt und die Sichtweise der Hauseigentümer sogar bestätigt, das Gutachten 3 Wochen später dann aber jeglichen Zusammenhang von sich weist. Es geht um drei Häuser am Kriegsberg, eines davon habe ich hier schon mal beschrieben.

[netzwerke-21.de]

Das Problem ist, ....

geschrieben von: Palatino

Datum: 23.03.17 13:59

ChrisM schrieb:
Halten wir also fest, die Zahl der Behauptungen wächst, jene der Beweise verharrt auf niedrigem Niveau.
Wer einen Schaden geltend machen möchte, muss beweisen, woher er kommt.

... dass viele Organisationen selbst offenkundige Beweise ignorieren und die Angelegenheit aussitzen, in der Hoffnung, dass der deutsche Michel zu schüchtern ist, vor Gericht zu gehen.

Beispiel 1 (passt wegen der Gebäudeschäden):
In der Straße vor meinem Elternhaus wurde 2000 der Abwasserkanal erneuert, wozu bis zu 6 Meter tief gebuddelt werden musste. Da ich seit 1979 nicht mehr dort lebe, habe ich bei vorher bei einem Elternbesuch das Häuschen rundherum fotografiert, wobei keine Schäden zu erkennen waren. Nach Abschluss der Arbeiten gab es einen rund 1,5 m langen Riss an einer Giebelseite. Den hat mein Vater unter Vorlage meiner Fotos bei der Stadt angezeigt. Die Stadt rief bei ihm an und erklärte, dass sie die Fotos nicht anerkennen werde, da müsste mein Vater schon vor Gericht ziehen. Da hat er dann doch lieber einen Schwarzarbeiter beschäftigt um den Riss zu sanieren als eine Klage anzuzetteln ("gegen die Gemeinde klagen - so was macht man doch nicht!")

Beispiel 2:
Unser Flug (Air Berlin) war überbucht (das machen die gerne!), so dass wir erst mit dem nächsten Flieger und knapp 4 Std. zu spät am Zielflughafen ankamen. Also Fluggastrechte geltend gemacht, worauf nur ein Gutschein für einen AB-Flug angeboten wurde. Nachdem auf unsere Forderung auf Barerstattung nicht reagiert wurde, musste ich einen Rechtsanwalt einschalten. Dieser gratulierte mir dazu, dass ich im laufenden Monat sein 10. Kunde mit gleichem Sachverhalt gegen die AB war. Nachdem er AB angeschrieben hatte und darauf hinwies, dass er ggf. für mich, wie auch für die anderen 9 Kunden Klage erheben würde, hat AB anstandslos gezahlt.

Beispiel 3:
Aus verschiedenen Gründen, die der Vermieter zu vertreten hatte, konnten wir im Urlaub das für 14 Tage gemietete Auto nur für 10 Tage nutzen. Vom Vermittler, mit dem wir den Mietvertrag geschlossen hatten, wollten wir die anteilige Miete zurückerhalten. Allerdings kamen von dort nur aus Textbausteinen zusammengeschusterte Antworten, die total an der Sache vorbeigingen. Der eingeschaltete Anwalt hat dann fast wörtlich dasselbe geschrieben wie ich, und prompt wurde der geforderte Betrag zurückerstattet.

Beispiel 4:
Nach dem Tod meiner Eltern habe ich einen Sparvertrag weiter bedient. Als dieser Ende 2016 auslief, kam mir die ausgezahlte Summe sehr niedrig vor. Beim Überprüfen bemerkte ich, dass die Bank die im Sparvertrag vereinbarte Prämie schon von Beginn der Laufzeit an völlig falsch zu Ungunsten der Sparer berechnet und somit die Vereinbarungen des Sparvertrages missachtet hat. Auf meinen Anruf bei der Bank, ob da wohl ein Irrtum vorliege, wurde ich nur verärgert abgekanzelt. Nachdem auf meine Schreiben keinerlei Reaktion erfolgt ist, habe ich einen Anwalt eingeschaltet. Die Angelegenheit läuft noch, aber immerhin hat die Bank inzwischen die Bereitschaft erklärt, den Fall zu bearbeiten.

Diese Fälle zeigen mir, dass es heutzutage nicht mehr ausreicht, seine Forderungen anzumelden, selbst wenn man noch so stichfeste Beweise vorlegen kann. Es wird gemauert wo es geht und darauf gehofft, dass der deutsche Normalbürger zu bequem, ängstlich oder unwissend ist, seine Rechte zur Not per Gericht durchzusetzen. Eine gute Rechtschutzversicherung gehört daher heute schon fast zur Standardausrüstung.

Grüße aus der Pfalz
Hubert

Re: Das Problem ist, ....

geschrieben von: kmueller

Datum: 23.03.17 14:27

Palatino schrieb:
Diese Fälle zeigen mir, dass es heutzutage nicht mehr ausreicht, seine Forderungen anzumelden, selbst wenn man noch so stichfeste Beweise vorlegen kann. Es wird gemauert wo es geht und darauf gehofft, dass der deutsche Normalbürger zu bequem, ängstlich oder unwissend ist, seine Rechte zur Not per Gericht durchzusetzen. Eine gute Rechtschutzversicherung gehört daher heute schon fast zur Standardausrüstung.
Ergänzendes Beispiel:

1. Geparkter Wagen einer/s Verwandten wird von Schlechtausparker beschädigt. Der macht sich davon, aber ein Anwohner, der den Vorgang zufällig sieht, schreibt sich das Kennzeichen auf.

2. Versicherung weigert sich den Schaden bzw. Kostenvoranschlag der Werkstatt anzuerkennen, weil erst der Ausgang des Fahrerflucht-Verfahrens abzuwarten sei. Darauf wir: es kommt darauf an, daß der von ihr versicherte Wagen den Schaden verursacht hat, nicht darauf, wer ihn fuhr, und ob es ein Urteil wegen Fahrerflucht gibt. Antwort:Textbausteine.

3. Rechtsanwalt schreibt Brief an Versicherung, kündigt darin Klage am x.y. an, legt (ordentliche) Rechnung über bisherige(!) eigene Bemühungen dazu, und bittet um Auskunft, welche(n) Gutachter die Versicherung auf ihre Kosten beizuziehen wünscht, wenn ihr die Stellungnahme der Werkstatt nicht reiche.

4. Fünf Tage später war das Geld da.

Re: Das Problem ist, ....

geschrieben von: Tunnelmaus

Datum: 23.03.17 18:30

Palatino schrieb:
Diese Fälle zeigen mir, dass es heutzutage nicht mehr ausreicht, seine Forderungen anzumelden, selbst wenn man noch so stichfeste Beweise vorlegen kann.
Heutzutage? War das früher anders? Oder hat man es nur nicht so häufig mitbekommen?

Re: Der monatliche Gebäudeschäden-Bericht

geschrieben von: CHB

Datum: 26.03.17 19:34

Tunnelmaus schrieb:
Der Tunnel liegt dort 122 bis 127 m unter der Oberfläche. Da würde ich als Bahn auch erstmal anzweifeln, ob das wirklich sein kann. Aber gut, die Risse sind da und die Leute fühlen sich gestört. Sollte man ernst nehmen.
Selbst wenn der Tunnel 500m unter dem Haus liegt, kann nachsackendes Erdreich massive Schäden verursachen. Um darüber Gewissheit zu erlangen bedarf es nicht mal geologischer Gutachten, sondern nur ein paar Unterhaltungen mit Hausbesitzern aus dem mittleren bis nördlichen Ruhrgebiet, welche einem genau das bestätigen können.

.

Re: Der monatliche Gebäudeschäden-Bericht

geschrieben von: Traumflug

Datum: 30.03.17 17:55

In der Kunstakademie ist eine Decke eingestürzt: [www.stuttgarter-zeitung.de]

Der Vorgang:
Es begann mit einem leisen Grummeln. Lucia Gödicke und ihre Kommilitonin Blerta Osmani saßen am 21. März, einem Dienstag, in einem Atelier im Obergeschoss des dreigeschossigen Bildhauerbaus an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste am Killesberg in Stuttgart. Der Hund zu Füßen der beiden Studentinnen, die sich auf einem Sofa in der hintersten Ecke des Raums befanden, fing an zu bellen. Das Grummeln ging in ein bedrohliches Grollen über. „Raus hier“, rief Lucia Gödicke intuitiv. Als die 23-Jährige als erste die Tür erreichte, stürzte die Decke des Ateliers ein. „Ich habe nur noch eine riesige Staubwolke gesehen“, sagt sie. Ihre 25-jährige Kommilitonin kam kurz nach ihr aus dem Atelier. „Ich weiß nur noch, wie ich was auf den Kopf bekommen habe, meine Hände über den Kopf hielt – und im nächsten Moment lag ich plötzlich auf dem Boden und krabbelte durch den Schutt und die Staubwolke hysterisch aus dem Raum heraus“, sagt Blerta Osmani.
[...]
Blerta Osmani berichtet, dass es bereits vor dem Einsturz große Risse an den Wänden und Decken gegeben hätte – und zwar nicht nur in besagtem Atelierraum. „Im Altbau sind auch einige Räume mit Rissen an den Decken zu finden“, behauptet die Studentin.
Vermutete Ursachen:
„An diesem Dienstagnachmittag fand um 15.50 Uhr eine Sprengung im Bereich Killesberg statt – um 16.30 Uhr ist dann die Decke eingestürzt“, sagt Gödicke. „Klar, die Akademie steht auf dem Tunnel“, räumt der Kanzler ein
Die üblichen Beschwichtigungen von Stadt, Land und DB:
räumt der Kanzler ein, „aber einen Zusammenhang zu Stuttgart 21 herzustellen, das wäre reine Spekulation.“
[...]
Die Oberflächensetzung, also die Erschütterung, sei sehr schwach, da innerhalb des gesetzlichen Rahmens. „Ich kenne den Schaden nicht, aber die Werte, die uns vorliegen, deuten nicht auf einen Zusammenhang zwischen Sprengung und dem Deckeneinsturz hin“, so der DB-Sprecher.
[...]
Roland Wenk hingegen gibt an, dass keine andere Gebäude betroffen oder gefährdet wären.

Alles wie gehabt: Gebäudeschäden sind seit 2 Jahren entweder eine Illusion oder die normalste Sache der (Stuttgarter) Welt.

Re: Der monatliche Gebäudeschäden-Bericht

geschrieben von: Ersatzsignal

Datum: 30.03.17 19:04

Du hast vergessen zu erwähnen , der Sachverständige der zu einem anderen Ergebnis kommt , ist von der Bahn und Behörden und Justiz bestochen worden , und hat ein Gefälligkeitsgutachten erstellt .

Naja Bildhauer und Decke , ich würd da ja keinen Zusammenhang entdecken . ;-)

Re: Der monatliche Gebäudeschäden-Bericht

geschrieben von: E44

Datum: 30.03.17 20:02

Traumflug schrieb:

In der Kunstakademie ist eine Decke eingestürzt: [www.stuttgarter-zeitung.de]

Der Vorgang:
Es begann mit einem leisen Grummeln. Lucia Gödicke und ihre Kommilitonin Blerta Osmani saßen am 21. März, einem Dienstag, in einem Atelier im Obergeschoss des dreigeschossigen Bildhauerbaus an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste am Killesberg in Stuttgart. Der Hund zu Füßen der beiden Studentinnen, die sich auf einem Sofa in der hintersten Ecke des Raums befanden, fing an zu bellen. Das Grummeln ging in ein bedrohliches Grollen über. „Raus hier“, rief Lucia Gödicke intuitiv. Als die 23-Jährige als erste die Tür erreichte, stürzte die Decke des Ateliers ein. „Ich habe nur noch eine riesige Staubwolke gesehen“, sagt sie. Ihre 25-jährige Kommilitonin kam kurz nach ihr aus dem Atelier. „Ich weiß nur noch, wie ich was auf den Kopf bekommen habe, meine Hände über den Kopf hielt – und im nächsten Moment lag ich plötzlich auf dem Boden und krabbelte durch den Schutt und die Staubwolke hysterisch aus dem Raum heraus“, sagt Blerta Osmani.
[...]
Blerta Osmani berichtet, dass es bereits vor dem Einsturz große Risse an den Wänden und Decken gegeben hätte – und zwar nicht nur in besagtem Atelierraum. „Im Altbau sind auch einige Räume mit Rissen an den Decken zu finden“, behauptet die Studentin.
Vermutete Ursachen:
„An diesem Dienstagnachmittag fand um 15.50 Uhr eine Sprengung im Bereich Killesberg statt – um 16.30 Uhr ist dann die Decke eingestürzt“, sagt Gödicke. „Klar, die Akademie steht auf dem Tunnel“, räumt der Kanzler ein
Die üblichen Beschwichtigungen von Stadt, Land und DB:
räumt der Kanzler ein, „aber einen Zusammenhang zu Stuttgart 21 herzustellen, das wäre reine Spekulation.“
[...]
Die Oberflächensetzung, also die Erschütterung, sei sehr schwach, da innerhalb des gesetzlichen Rahmens. „Ich kenne den Schaden nicht, aber die Werte, die uns vorliegen, deuten nicht auf einen Zusammenhang zwischen Sprengung und dem Deckeneinsturz hin“, so der DB-Sprecher.
[...]
Roland Wenk hingegen gibt an, dass keine andere Gebäude betroffen oder gefährdet wären.

Alles wie gehabt: Gebäudeschäden sind seit 2 Jahren entweder eine Illusion oder die normalste Sache der (Stuttgarter) Welt.

Der kanzler wäre eigentlich verpflichtet eine Strafanzeige einzuleiten und nicht zu quasseln.

Re: Der monatliche Gebäudeschäden-Bericht

geschrieben von: Tunnelmaus

Datum: 30.03.17 21:47

Traumflug schrieb:
In der Kunstakademie ist eine Decke eingestürzt: [www.stuttgarter-zeitung.de]
Gesprengt wurde laut Bahn an diesem Tag allerdings in 250 m Entfernung, die Tunnel liegen an dieser Stelle etwa 85 m unter der Oberfläche. Insofern spricht das tatsächlich erstmal gegen einen Zusammenhang.

Dafür spricht allerdings, dass der Tunnel einige Monate vorher quasi direkt unter den Gebäuden hindurchgebaut wurde.

Laut Artikel war es übrigens eine Holzdecke, von deren Unterseite wohl der Putz und der Putzträger heruntergekommen sind. Demnach hätte die Verbindung zwischen Putzträger und darüber befindlichen Deckenbalken großflächig versagt. Könnte das durch den Tunnelbau und seine Erschütterungen über Wochen schleichend passiert sein? Immerhin ist dieser Bereich nicht einsehbar, der Schaden konnte sich dort über längere Zeit entwickeln. Zumal ja auch schon massive Vorschädigungen durch gebäudenutzungsbedingte Erschütterungen in den darüber liegenden Räumen bestanden haben können, so dass diese Deckenunterkonstruktionen den an sich "harmlosen" Belastungen des Tunnelbaus nicht mehr gewachsen war.

Das wäre so meine Theorie. Zu untersuchen wären also auf jeden Fall auch die Messwerte vor, während und nach dieser Gebäudeunterfahrung, nicht nur die von gestern.

Re: Der monatliche Gebäudeschäden-Bericht

geschrieben von: Traumflug

Datum: 30.03.17 22:01

E44 schrieb:
Der kanzler wäre eigentlich verpflichtet eine Strafanzeige einzuleiten und nicht zu quasseln.
Man kann das Verhalten des Kanzlers eigentlich nur mit religiöser Verehrung der Obrigkeit erklären. Die Obrigkeit, die bekanntlich erklärt hat, dass durch das bohren der Tunnel, mit Hinweis auf Aussagen der DB, nichts passieren wird.

Wie im Mittelalter. Da wurde mit vergleichbarer religiöser Verehrung der Obrigkeit angenommen, dass die Erde eine Scheibe sei. Die Obrigkeit, die bekanntlich erklärt hatte, dass, mit Hinweis auf Aussagen der Bibel, die Erde flach sei. Gleiches Schema.

Re: Der monatliche Gebäudeschäden-Bericht

geschrieben von: cs

Datum: 31.03.17 00:11

Traumflug schrieb:
Wie im Mittelalter. Da wurde mit vergleichbarer religiöser Verehrung der Obrigkeit angenommen, dass die Erde eine Scheibe sei.
Du verbreitest mal wieder Fakenews, neuerdings auch alternative Fakten genannt.
Die tatsächlichen Fakten kann man z.B. hier nachlesen: [www.spiegel.de] [de.wikipedia.org]

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