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Re: Doch U-Profil im Fildertunnel?

geschrieben von: graetz

Datum: 11.03.17 09:31

schienenbieger schrieb:

Selbstverständlich sind auch im Fildertunnel Sicherungsmaßnahmen notwendig, nämlich dickere Tunnelwände (und damit andere Tunnelquerschnitte), Abdichtungsringe und Injektionen.
Hierbei handelt es sich aber um die ursprünglich geplanten Verfahren.

Das U-Profil soll nur die Tunnelquerschnitte mit Ausweichverfahren ersetzen. Und die gibt es nur im PFA 1.5.

"Ursprünglich" geplant waren dünnere Wände.
Zitat:
Das Gestein im Talkessel und hoch auf die Fildern stellt in jedem Fall hohe Ansprüche an die Mineure. 40 Prozent des Filder- und 80 Prozent des Tunnels zum Neckar liegen im Gipskeuper. Er quillt bei Wasserzutritt auf wie Hefeteig. Um die Druckkräfte auf Dauer beherrschen zu können müssten Tunnelwände dann wesentlich verstärkt oder Puffer um die Wände gelegt werden, was die Kosten nach oben treiben würde. Die Bahn plant in die andere Richtung: Sie will laut Rüdiger Grube versuchen, durch dünnere und damit weniger druckdichte Wände Geld zu sparen.

[www.stuttgarter-nachrichten.de]

Sofern stimmt der BRH-Bericht also, dass mit dünneren Wänden kalkuliert wurde, aber auf den Fildern - wenn schon nicht U-Profile - trotzdem dicker gebaut wird, ohne dass die Bahn das in den Kosten kalkuliert hatte. Nach wie vor fehlt die Erläuterung zu dieser Diskrepanz. Die, das das erklären sollten, haben das Unternehmen fluchtartig verlassen.

Re: Doch U-Profil im Fildertunnel?

geschrieben von: cs

Datum: 11.03.17 12:48

graetz schrieb:
cs schrieb:
Mir liegt der BRH-Bericht nicht vor, kannst Du einen Link dazu angeben oder wenigstens den entsprechenden Abschnitt zitieren, in dem steht, dass der BRH meint, für den Fildertunnel müsse auf volle Länge des Anhydritbereichs das U-Profil hergestellt werden?
Der Bericht wurde hier schon mehrfach verlinkt.

Der BRH schreibt, dass die neu beschlossenen Massnahmen, die schon in den anderen Tunnel zu mehr Mehrkosten geführt hatten, als durch die ursprünglich geplanten dünnen Betonwände eingespart werden sollte, in allen anderen betroffen Tunneln auch angewandt werden müssen, diese Mehrkosten aber die Bahn noch nicht in ihren Kalkulationen hat.
[www.drehscheibe-online.de]
Zitat:
Solche Massnahmen sind aber auch in den anderen Planfeststellungsabschnitten vorgeschrieben, deren Tunnelstrecken durch den unausgelaugten Gipskeuper verlaufen.
Danke für den Link, ich kann (und will) mir nicht alles merken, was hier in DSO schon mal geschrieben und verlinkt wurde.

Kannst du auch noch angeben, wo die entsprechende Vorschrift steht, auf die sich der BRH anscheinend bezieht?
Gibt es da irgendeine Norm, ein Gesetz oder eine Verordnung, die dieses U-Profil vorschreibt?

Re: Doch U-Profil im Fildertunnel?

geschrieben von: kmueller

Datum: 11.03.17 13:07

mcrx schrieb:
Das U-Profil wurde entwickelt, um zu verhindern, dass Wasser aus dem wasserführenden und daher anhydritfreien... in den trockenen, anhydritführenden, im unteren Teil des Tunnelquerschnitt anstehenden bzw. unter dem Tunnel liegenden Gebirge eindringt.

Die Bahn hat zu dem Zeitpunkt die Bauweise geändert, als die Ergebnisse aus der Untersuchung des Engelbergtunnels ausgewertet und das neue Bauverfahren ausgedacht war.
Das Verfahren wurde also adhoc für S21 entwickelt? Oder doch woanders für irgendein anderes Projekt?

Re: Doch U-Profil im Fildertunnel?

geschrieben von: cs

Datum: 11.03.17 14:22

kmueller schrieb:
Das Verfahren wurde also adhoc für S21 entwickelt? Oder doch woanders für irgendein anderes Projekt?
Es wurde aus Erfahrungen mit anderen Projekten entwickelt und in Stuttgart offensichtlich zum ersten Mal angewendet.

Re: Doch U-Profil im Fildertunnel?

geschrieben von: graetz

Datum: 11.03.17 14:38

cs schrieb:

Es wurde aus Erfahrungen mit anderen Projekten entwickelt und in Stuttgart offensichtlich zum ersten Mal angewendet.

Ist ja auch die beste Gelegenheit, dieses neue Verfahren auf einer Tunnellänge zu testen, die der Gesamtänge aller bis jetzt gebauten Anhydrittunnel in der Region entsprechen, wo die Tunnel dazu noch weitgehend redunzanzfrei sind und das im Rahmen eines 10 Mrd.-Projekts, das auch so schon unwirtschaftlich ist.
Wenn es klappt: Glück gehabt! Wenn nicht: Stuttgart ist dann tatsächlich vom Bahnverkehr abgeschnitten und irgendwer muss noch mal richtig viel Geld nachschiessen. Und das dann wahrscheinlich regelmässig.

Re: Doch U-Profil im Fildertunnel?

geschrieben von: Tunnelmaus

Datum: 13.03.17 21:07

Eventuell ist noch dieser Link interessant: Tunnelbautechnisches Gutachten TVM-Vortrieb Fildertunnel von Professor Wittke/WBI aus dem Jahr 2010.

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