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 21 - Stuttgart 21 

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Re: Die S-Bahnen fallen wegen Stuttgart 21 aus

geschrieben von: monza30

Datum: 03.03.17 10:33

cs schrieb:

Die ehemaligen Gleisanlagen für den Bahngüterverkehr lagen aber auch nicht bis zu den Wareneingangsrampen der Geschäfte. Da es wie Du weiter unten schriebst kein zurück zum Pferdefuhrwerk gibt, müssten die Waren auch bei einem innerstädtischen Güterbahnhof auf LKW umgeladen werden, um zu den Geschäften gebracht zu werden. Für die Innenstadt wäre es also kein Unterschied, ob die LKW schon ab Zuffenhausen auf Heilbronner Straße fahren oder erst ab der Wolframstraße.

Nö.. liegen die tatsächlich nicht. Aber dein "Argument" ist keins.... denn es geht garnicht darum, ob es ein paar Kilometer mehr oder weniger sind, es geht darum, dass es garkeine Möglichkeiten in Zukunft geben wird. Und das weißt du ganz genau. Stückgut- und Partiefrachten sind bei der Bahn GARNICHT möglich, glaubst du wirklich dass sich jemand einen Waggon irgendwo in der Pampa hinbringen lässt wo noch eine Ladestrasse liegt, dann zig Kilometer weit fährt um sich sich sein Zeugs da zu holen? Ach ja... ist die Ladestelle zig Kilometer weit weg, verbraucht dass dann mehr oder weniger Sprit und erzeugt das mehr oder weniger Schadstoffe, als wenn man die Lademöglichkeit direkt "vor der Haustür" hätte?
Und... glaubst du wirklich dass der Krempel nochmal ausserhalb des Talkessels Stuttgart umgeladen wird? Denn es geht hier nicht um einen Stadtteil sondern um den gesamten Talkessel. Die Schadstoffe in der Luft halten sich nicht an Strassenzüge oder ein paar gezeichneten Linien auf einer Landkarte. Auch nicht an Ampeln oder Verbotsschilder. Also müsste man den Strassenverkehr im gesamten Talkessel zum Erliegen bringen wenns was nützen sollte. Und riesige Parkplätze ausserhalb betonieren,w as wieder prima für die Umwelt wäre....

Re: Die S-Bahnen fallen wegen Stuttgart 21 aus

geschrieben von: monza30

Datum: 03.03.17 11:28

ach ja... wer jetzt meint dass E-Mobile die Lösung seien, sollte sich mal die Berichte ansehen/durchlesen, die sich mit der Gewinnung von Rohstoffen beschäftigen. Insbesondere die Kobaltgewinnung im Kongo (und natürlich auch anderswo und für alle Grundstoffe), wo kleine Kindern den ganzen Tag für einen Hungerlohn Schwerstarbeit leisten müssen, um den Konzernen Riesengewinne zu garantieren.
Und wieviele Rohstoffe müssten wieder hergeschafft werden, um diese Wahnidee von der Oberleitung für LKW auf unseren Autobahnen zu verwirklichen? Wieviele Hüttenwerke müssen dann wieder Schadstoffe in welcher Höhe ausstoßen, um die ganzen Kupferleitungen und Tragwerke herzustellen? Wieviele Akkus muss man dann herstellen und die Rohstoffe dafür fördern? Und wieviele ältere LKW müssen dann wieder auf den Schrott (wie damals bei dieser bescheuerten Idee mit der Abwrackprämie die alten PKW, die ohne weiterem noch Jahre unterwegs hätten sein können und somit die Gesamtökobilanz positiv beeinflussen) und durch neue ersetzt werden?
Unterm Strich bleibt bei diesen Scenarien nur eins übrig: es wird nicht besser werden.... SO auf jeden fall nicht. Im Gegenteil, die Probleme werden nur verlagert und an diesen Orten auch konzentriert. Aber Luftschadstoffe haben die unangenehme Eigenschaft, nicht an einem Ort zu bleiben. Die breiten sich aus....wie alle anderen Schadstoffe auch wenn sie die Gelegeneheit haben. Wie die, die in Leverkusen in der Deponie Dhünnaue gelagert sind. Kann man sich ja mal ansehen was da läuft. Die Gifte kommen da raus, sei es durch Hochwasser des Rheins oder eben durch die Eingriffe solcher "hochkompetenter" Institutionen wie "Strassen NRW", die haben da gerade Bohrproben für den Neubau der Autobahnbrücke genommen. Ach ja.. und die Eimer mit den BOhrproben "beweiskräftig" einfach unbewacht stehenlassen erstmal. Man weiß ja garnicht, was sich dort alles als Giftbombe befindet... deshalb will man das auch garnicht so genau wissen wo man da bauen muss/will.

Also alles so wie in Stuttgart auch.... rücksichtslose Leute basteln sich eine Welt zusammen, egal ob nützlich oder eben nicht.

Re: Die S-Bahnen fallen wegen Stuttgart 21 aus

geschrieben von: Traumflug

Datum: 03.03.17 12:27

monza30 schrieb:
ach ja... wer jetzt meint dass E-Mobile die Lösung seien, sollte sich mal die Berichte ansehen/durchlesen, die sich mit der Gewinnung von Rohstoffen beschäftigen. Insbesondere die Kobaltgewinnung im Kongo (und natürlich auch anderswo und für alle Grundstoffe), wo kleine Kindern den ganzen Tag für einen Hungerlohn Schwerstarbeit leisten müssen, um den Konzernen Riesengewinne zu garantieren.
Es gibt Neuigkeiten [news.utexas.edu] :

Ein neuer Akkutyp, der

- die dreifache Ladungsdichte gegenüber Li-Ion-Akkus hat,

- in Minuten statt Stunden geladen werden kann (wenn es das Ladegerät hergibt),

- auch bei -20°C funktioniert,

- das Lithium durch Natrium (kann aus Kochsalz/Meerwasser gewonnen werden) ersetzt hat,

- nicht mehr entflammbar ist, weil er keine Flüssigkeiten mehr enthält und

- schon als Prototyp 1200 Ladezyklen geschafft hat (bei Li-Ion waren es 300).

"Erfinder" ist übrigens ein Team um den gleichen Menschen, der auch die Li-Ion-Akkus mit erfunden hat. Er ist inzwischen 94 Jahre alt.

Re: Die S-Bahnen fallen wegen Stuttgart 21 aus

geschrieben von: graetz

Datum: 03.03.17 14:13

cs schrieb:

Die ehemaligen Gleisanlagen für den Bahngüterverkehr lagen aber auch nicht bis zu den Wareneingangsrampen der Geschäfte. Da es wie Du weiter unten schriebst kein zurück zum Pferdefuhrwerk gibt, müssten die Waren auch bei einem innerstädtischen Güterbahnhof auf LKW umgeladen werden, um zu den Geschäften gebracht zu werden. Für die Innenstadt wäre es also kein Unterschied, ob die LKW schon ab Zuffenhausen auf Heilbronner Straße fahren oder erst ab der Wolframstraße.

LKWs, die weiter entfernt liegende Umschlagplätze anfahren müssen, müssen dafür auch grösser und stabiler gebaut werden.
Andersrum wäre ein innerstädtischer Umschlagplatz, also genau das, was der Güterbahnhof mal war, ein Beitrag zu einer neuen gesamtheitlichen Lösung, die z.B. in Kombination mit Güterstrassenbahnen wie in Dresden oder :-) in Stuttgart [www.stuttgarter-nachrichten.de] und anderen Ansätzen die (schweren) LKWs und Transporter aus der Innenstadt raushalten.

Für die letzten 100m gibt es dann auch schon neue Ansätze, die die Nachfolge der früheren Pferdefuhrwerke antreten könnten:
[www.heise.de]
https://1.f.ix.de/scale/geometry/695/q75/imgs/18/2/1/5/4/0/0/0/Bildschirmfoto_2017-03-03_um_11-65e7fcdd880c4bc2.jpeg

Mit neuen Akkus mit besseren Wirkungsgrad und besser Umweltbilanz ist das alles im Bereich des möglichen. Die Digitalisierung erlaubt es dann auch, alle diese Systeme besser miteinander zu vernetzen. Eine Kombilösung könnte neben oberirdischen Regiogleisen auch einen neuen Güterbahnhof beinhalten.
Wie ich schon sagte: Man muss bereit sein, radikal umzudenken und es wird auch manchen vielleicht schmerzen, aber die Probleme sind nun mal absehbar oder schon da. Stuttgart weiter zuzubauen, Schienen zu demontieren und stattdessen mehr Strassen zu bauen ist keine nachhaltige Lösung.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:03:03:14:14:37.

Re: Die S-Bahnen fallen wegen Stuttgart 21 aus

geschrieben von: monza30

Datum: 03.03.17 15:07

Traumflug schrieb:
Es gibt Neuigkeiten

ja klar.... und die sind natürlich völlig ohne die Grundstoffe baubar, die heute schon selten sind und umweltfreundlich gewonnen werden können. warum ist da nur noch nie einer drauf gekommen, dass alles so einfach ist?
Und warum hat man den umweltfreundlichen Wassermotor nie gebaut? Ach ja... da hat ja die Mineralölindustrie die Pläne geklaut und in irgendeinem Trsor gebunkert....

Re: Die S-Bahnen fallen wegen Stuttgart 21 aus

geschrieben von: monza30

Datum: 03.03.17 15:17

graetz schrieb:

Stuttgart weiter zuzubauen, Schienen zu demontieren und stattdessen mehr Strassen zu bauen ist keine nachhaltige Lösung.

Es geht bei dem Thema ja nicht nur um Stuttgart und die Vernichtung von Infrastruktur..... du kennst ja mit Sicherheit den Aufwand, den man für Stückgüter und deren Umschlag hat. Da braucht es eine grosse Anlage für, in die man viele Güterwagen stellen kann. Und man braucht viel Platz um die Güter zu sortieren. Das hatte die Deutsche Bahn alles, es gab ja ein gut funktionierendes Stückgutnetz, wie es auch ein gut funktionierendes Expressgutnetz gab. Beides hat die Bahn zerschlagen, abgebaut, vernichtet. Ein paar Anlagen sind noch vorhanden, auch Schienenanlagen, an die man wieder neue Hallen/Umschlagplätze bauen könnte. OHNE solche Umladehallen wird es keinen Stückgutverkehr auf der SChiene geben können. Man kann nicht für zwei-drei Paletten mit Waren eines Versenders einen ganzen Stückgutwagen zum Bestimmungsort fahren. Wieviele Wagen würde man dann wohl brauchen? Die Geschäfte bekommen ihre Waren ja aus allen Himmelsrichtungen geliefert. Die anliefernden LKW haben ja nicht nur für den einen Empfänger Zeugs geladen.

In den Zeiten, als die Bahn noch Stückgutverkehr machte, wurden natürlich kleinere LKW gebraucht, die die Feinverteilung machten. Im nahen Umkreis kann man - wie du ja richtig schreibst - selbstverständlich auch mit alternativen Antrieben JETZT schon arbeiten, die Post machts vor. Das geht natürlich nicht "über Land"....
Aber wie auch immer: die Bahn baut alles ab, wo sie nichts mit zu tun haben will. Da wird dann eben die Zukunft verbaut. Wo einmal die Schienen weg sind, die Grundstücke verkauft, kommt nie wieder Eisenbahn hin.

Re: Die S-Bahnen fallen wegen Stuttgart 21 aus

geschrieben von: cs

Datum: 03.03.17 22:54

monza30 schrieb:
Und ja... genau dein Argument schreibe ich ja überall: die FuZos müssen weiter beliefert werden. Kommen eben noch weitere Einschränkungen in der Lieferzeit. Aus eigener Erfahrung sage ich dir jetzt: dadurch hast du nicht weniger sondern mehr Schadstoffe in der Luft. Versuch mal in der Neusser FuZo zu liefern. Wir fahren mittlerweile mit 3,5Tonnern dahin. Ok, werden mehrere Fahrten fällig, aber immerhin kriegste so vielleicht schon nach drei "Ehrenrunden" um die Innenstadt einen Platz, an dem du dann abladen kannst. Macht aber nichts.... man kriegt die Zeit ja bezahlt. Oft suchst du allerdings solange nach einem Platz, dass die Lieferzeit überschritten und die Innenstadt "geschlossen" ist. Dann hast du noch mehr Ehrenrunden zu drehen, Parkplätze für Lieferanten sind zwar ein paar ausgeschildert, aber grundsätzlich zugeparkt oder belegt. Sind auch nicht viele, manche muss man sich mit Taxis teilen. Nein, das Konzept funktioniert NICHT im Sinne von "vernünftigem Konzept"
Dann ist das aber nicht ein Problem der Fußgängerzone an sich sondern ein Problem der Stadt Neuss, die (wie vermutlich die meisten Städte) einfach nicht konsequent ist.
Wollte die Stadt das Problem wirklich in den Griff bekommen, müsste sie mehr Ladeplätze für die Anlieferer bereitstellen und diese konsequent überwachen. Da müssten eben regelmäßig zu den üblichen Anlieferzeiten ausreichend Mitarbeiter des Ordnungsamts unterwegs sein und jedem der unbefugt einen Ladeplatz belegt einen Strafzettel hinter den Scheibenwischer klemmen und nach 20 Minuten dann den Abschlepper holen. Das spricht sich dann schnell herum und die Ladeplätze sind für die Anlieferer frei.
Aber vermutlich hat die Stadtverwaltung Angst vor dem öffentlichen Geschrei, wenn man sein heiligs Blechle nicht mehr "nur 10 Minuten" im Halteverbot abstellen darf um nur "ganz kurz" zum Arzt zu gehen / einzukaufen / einen Beratungstermin beim Versicherungsvertreter oder in der Bank wahrzunehmen.

Re: Die S-Bahnen fallen wegen Stuttgart 21 aus

geschrieben von: monza30

Datum: 03.03.17 23:51

[quote=cs schrieb:]

[/quote]
Dann ist das aber nicht ein Problem der Fußgängerzone an sich sondern ein Problem der Stadt Neuss, die (wie vermutlich die meisten Städte) einfach nicht konsequent ist.
[/quote]

nicht immer am eigentlichen Thema vorbei reden.... Neuss ist nur ein Beispiel. Sowas ist überall so, nicht nur in Neuss/Düsseldorf. Die Städte waren nunmal eher da als die FuZo's. Und die Eisenbahnanlagen zum Güterverkehr ebenso. Und genau wie die Geschäfte und Firmen... alles zuerst da, die FuZos kamen erst später. Wie konsequent darf es denn sein um den Rückzug der Güterbahn zu rechtfertigen? Soll man tatsächlich alle Geschäfte und Firmen aus den Städten rauswerfen? Oder warten, bis die mangels Masse nichts mehr verkaufen und pleite machen? Alle Geschäfte auf die grüne Wiese vor den Stadtmauern auslagern?
Macht doch eure Augen nicht vor diesen Problemen zu. Ihr wollt doch auch einkaufen oder in Restaurants und Cafes sitzen. Auch die brauchen Produkte die geliefert werden müssen....
Nur das ist den Schrottgart21-Jüngern ja egal.... Schrott21 hat ja mit Güterverkehr garnichts mehr am Hut, der wird ja komplett zurückgebaut in der Innenstadt. Und die kümmerlichen Reste haben mit der Versorgung der Stadt mit täglichen Ge- und Verbrauchsgütern auch nicht wirklich was zu tun. Hauptsache es werden ein paar Milliarden aus dem fenster gehauen für nichts.

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