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 21 - Stuttgart 21 

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ecke2010 schrieb:

Neulich habe ich in der Zeitung gelesen, das in Stuttgart Wohnungsnot herrscht, das wird auch weiterhin so bleiben.
Das stimmt. S21 wird so teuer, dass Wohnungen - vielleicht sogar bezahlbare Wohnungen - nicht reichen werden, um die von der Bahn in ein paar Jahren erpressten Zuschüsse wieder zu erwirtschaften. Also noch mehr Hotels und noch mehr Bürohäuser. Die Wohnungsnot bleibt. Ich frage mich dagegen, wer überhaupt noch in die Feinstaub-Hauptstadt Europas ziehen möchte. Wer das nicht nachvollziehen kann, dem empfehle ich einen Aufenthalt in einer der chinesischen Sonderwirtschaftszonen.
Hmm, mit diesem Argument könnte man aber auch vorschlagen, die gesammelten Daimler-Werke zwischen Canstatt und Esslingen zu schließen und in Wohnraum umzuwandeln. Oder man könnte das Daimler-Stadion schließen (der VfB ist ja jetzt eh abgestiegen und kann genauso gut auf der Waldau spielen). Aber wieso ausgerechnet den Bahnhof verlegen, wo es doch bereits ohne die zusätzlichen Wohnungen massive Feinstaubprobleme gibt?
Gruß, Der Steuermann



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:07:11:15:47:21.
ecke2010 schrieb:
Deshalb finde ich es gut, wenn diese Gleisfläche von ca. 40 ha irgendwann einmal für Wohnbebauung freigegeben wird. Falls der Bahnhof nicht gebaut wird, fehlt diese Fläche.
Die durch den Tiefbahnhof zusätzlich frei werdende Gleisfläche beträgt nur etwa 25 ha und liesse man S 21 bleiben, stünden die restlichen 60 ha nicht irgendwann in 10 Jahren, sondern sofort zur Verfügung. 15 ha sind bereits bebaut. Das Projekt ist also beim Wohnungsbau mehr eine Bremse als ein Nutzen.

Davon abgesehen ist es mehr als unklar, ob die Gleisflächen überhaupt jemals frei werden. Entwidmet sind die noch lange nicht, es gibt Interessenten dafür.

Es ist eben wie immer: entweder man ist für Stuttgart 21 oder man kennt Stuttgart 21.
Mir fiel da sofort was ein: Abriß der neuen Stadtbibliothek, des Milaneums, des Gerbers und Umwandlung in Sozialwohnungen.
ecke2010 schrieb:

Neulich habe ich in der Zeitung gelesen, das in Stuttgart Wohnungsnot herrscht, das wird auch weiterhin so bleiben. Deshalb finde ich es gut, wenn diese Gleisfläche von ca. 40 ha irgendwann einmal für Wohnbebauung freigegeben wird. Falls der Bahnhof nicht gebaut wird, fehlt diese Fläche. Vielleicht könnte einmal jemand von Euch in eine Karte von Stuttgart eingezeichnen, welche Weinberge, Schrebergärten und Waldflächen in Wohngebiete umgewandelt werden sollen.

In diesem großartigen pdf kann man einen Kartenvergleich auf der pdf Seite 55 sehen:

[www.leben-in-stuttgart.de]
Stupor Mundi schrieb:

Mir fiel da sofort was ein: Abriß der neuen Stadtbibliothek, des Milaneums, des Gerbers und Umwandlung in Sozialwohnungen.

Unterstütze ich sofort.

Allerdings ist eindeutig klar, dass im absoluten Stadtzentrum gar nie Sozialwohnungen entstehen werden (es sei denn man baut mit 50 Stockwerken einen Plattenbau dort hin).

Was Kuhn mit seiner sozialen Durchmischung im besten Fall erreichen kann, sind Dienstbotenwohnungen für die Diener der Penthausbesitzer. Bei 6000 Euro pro qm ist es schlicht unmöglich, den Preis dauerhaft niedrig zu halten (der Mieter einer Sozialwohnung dort könnte direkt das Doppelte seiner Miete dafür bekommen, dass er seine Wohnung dem Luxusmieter neben an als Rumpelkammer zur Verfügung stellt).

Eine kleine Mietwohnung in dieser Lage kann sich eine Normalfamilie (sagen wir er Arzt, sie Anwältin) nur dann leisten, wenn irgend etwas im Umfeld (sagen wir z.B. große oberirdische Gleisanlagen) den Satdtmittepreis künstlich nach unten drückt. Ich empfehle also den Bau einer Modelleisenbahnanlage im Orginalmaßstab in der Mitte des neuen Stadtviertels (alternativ könnte man dort auch einen zentralen Drogenumschlagplatz einrichten).

PS: Fast hätte ich vergessen, Asylsuchende haben ebenfalls eine große Lenkungswirkung, was Grundstückspreise betrifft. Eine größere Flüchtlingsunterkunft könnte in großer räumlicher Nähe zu einer großen Zahl Sozialwohnungen tatsächlich einen städtischen Brennpunkt mit relativ niedrigen Preisen formen. Diese Kombination könnte auch dauerhaft verhindern, dass dort zufällig eine kleine Veränderung im Bebauungsplan aus "Sozialwohnungen, Parkerweiterung und ökologisch musterhaft" ganz einfach "Luxushotels und high-end-Bürofläche" macht.

PPS: um noch ein paar andere Optionen zu nennen: Im neuen Viertel könnte ebenfalls das neue Atommüllendlager (da wir ja sowieso schon beim graben sind...) angesiedelt werden. Gut eignet sich auch eine sehr große Schweinemastanlage oder ein größerer Windpark.



6-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:07:11:19:39:35.
mental schrieb:
Eine kleine Mietwohnung in dieser Lage kann sich eine Normalfamilie (sagen wir er Arzt, sie Anwältin) nur dann leisten, wenn irgend etwas im Umfeld (sagen wir z.B. große oberirdische Gleisanlagen) den Satdtmittepreis künstlich nach unten drückt. Ich empfehle also den Bau einer Modelleisenbahnanlage im Orginalmaßstab in der mitte des neuen Stadtviertels (alternativ könnte man dort auch einen zentralen Drogenumschlagplatz einrichten).

PS: Fast hätte ich vergessen, Asylsuchende haben ebenfalls eine große Lenkungswirkung, was Grundstückspreise betrifft. Eine größere Flüchtlingsunterkunft könnte in großer räumlicher Nähe zu einer großen Zahl Sozialwohnungen tatsächlich einen städtischen Brennpunkt mit relativ niedrigen Preisen formen. Diese Kombination könnte auch dauerhaft verhindern, dass dort zufällig eine kleine Veränderung im Bebauungsplan aus "Sozialwohnungen, Parkerweiterung und ökologisch Musterhaft" ganz einfach "Luxushotels und high end Bürofläche" macht.
An der Modellbahn könnten Soziologen und Politologen (incl. /Innen) aus den diversen Flüchtlingshilfswerken ihrer Klientel 'Technik' erklären, sobald sie selbst das Ohmsche Gesetz verstanden haben. Förderlich wäre das auch für die Wiedervereinigung und Integration der AfD in das Projekt (oder in die Gegnerschaft?).
Rondrian schrieb:

Das ist wohl wahr, aber genau da drüber wird die Bahn die Projektpartner kriegen! Ich gehe nicht davon aus, dass es soweit kommt, dass da jahrelang eine Ruine steht, man wird sich natürlich bereots vorher "einigen", da man eben genau diese Situation ja nicht vertreten kann. Die Bahn kann sich recht sicher sein, dass Niemand es soweit kommen lassen wird...

Man kann auch einen Rohbautunnel stehen lassen, das gibt es vielerorts.

In Dortmunds Kriegsstollen (statt Bunker) passt ne U-Bahn rein, aber liegt unter der City jetzt "so da".

Im übrigen ist bei NBS21 und Keller-S21 der Weg (mit Bauaufträgen) das Ziel nicht die Eröffnung bzw Nutzung. Das ist der Schwaben-Mafia so was von Latte.
Ich fahr über Würzburg nach München. Was soll ich mir Stuhrgart anschauen.

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