DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 21 - Stuttgart 21 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Test-Forum aufsuchen!
In dieses Forum gehören alle Diskussionen und News zum Thema "Stuttgart 21". - Eine dringende Bitte an alle Beitragsverfasser: Sachlich bleiben - ganz gleich, ob man für oder gegen dieses Projekt ist. Beleidigungen und Verleumdungen sind auch in diesem Forum NICHT gestattet!

Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: GDUPC-S6

Datum: 17.07.11 17:48

Ein großer Vorteil von S21 sei ja der tolle unterirdische Schienenkreisverkehr ...
Drei RE-Linien aus dem Stresstestfahrplan zeigen, was da schließlich rauskommt.

# Nürnberg - Backnang - Cannstatt - S21 - Backnang - Nürnberg
# Ulm - Filstal - Cannstatt - S21 - Filstal - Ulm
# Aalen - Cannstatt - S21 - Filstal - Ulm

Bei allen drei Linien wird der Cannstatter Bf nur stadteinwärts angefahren. Wer von Cannstatt Richtung Murrbahn oder ins Filstal will, dreht entweder eine (i.d.R. kostenpflichtige) Schleife durch Tunnels und Keller-Bf oder fährt halt mit der S-Bahn nach Waiblingen oder Esslingen.

Die RE-Linie
# Heilbronn - S21 - Plochingen -Wendlingen - Tübingen
fährt Bad Cannstatt in beiden Richtungen nicht an. Hier hilft nur die S-Bahn nach Esslingen, wenn der Cannstatter Richtung Wendlingen will.

Für Bad Cannstatt sind dies erhebliche Verschlechtungen, die das unterirdische Schienenrund als Geburtsfehler mit sich bringt. Das würde ich mitr als Landesregierung nicht bieten lassen ...

Wer den Stresstestfahrplan liest, fragt sich außerdem, wie die ganzen RE-Verbindungen durch die neue teure Infrastruktur bezahlt werden sollen.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: Logikus

Datum: 17.07.11 18:35

Für alle, die diesen Wahnsinn ohne Skizze nur schwer verstehen, hier meine soeben mit dem "Neckar-Bypass" ergänzte Grafik zu meinem Argument A6.

Für neue Leser: Der Kreisverkehr Aalen -> BadC -> S21 -> Untertürkeim -> BadC -> Aalen ist eine Folge des Wendeverbots im schrägen Tunnelbahnhof.
Ganz nebenbei verdient die Bahn bei solchen Rundfahrten (z.B. von Geislingen über den Tunnelbahnhof nach BadC), da der Weg länger ist.
A6 Bad Cannstatt1107.png

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: Logikus

Datum: 17.07.11 18:45

Für Ortsfremde: Bad Cannstatt ist nicht irgendein ein Ort mit einem Mineralbad, sondern hat, u.a. mit dem Daimler-Motorenwerk, sehr viel Industriependler. Wer hier arbeitet und eine Immobilie im Filstal gekauft hat in dem Wissen, dass die Bahn ihn an den Arbeitsplatz fährt, soll in Zukunft die tägliche Freude einer Tunnelfahrt durch Stuttgart haben!
Noch besteht die Chance, diese Verschlechterung des Bahnverkehrs zu verhindern.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:07:17:18:57:15.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: marcoalexander

Datum: 17.07.11 19:36

Wie vertragen sich denn diese Streckenverlängerungen dieser genannten Linien mit dem so gross angeschriebenen Argument "mit S21 verkürzen sich Fahrzeiten"? Das gilt scheints nur für den Fernverkehr und da auch nur für die NBS.

Grüße aus dem "Wilden Süden" (laut SWR3)
Marco - es lebe das politische Kabarett




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:07:17:19:36:38.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: Logikus

Datum: 17.07.11 19:45

Diese Frage kam schon einmal. Da die Züge relativ schnell durch die Tunnel sausen, macht es zeitlich nach meiner Erinnerung nicht viel aus. Und die Haltezeiten im Tunnelbahnhof sind ja auch ganz kurz....

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: marcoalexander

Datum: 17.07.11 20:38

Das bedeutet also kein nennenswerter Nachteil (Fahrzeit) für den Kunden und "geringer" Vorteil für den Betreiber durch längere, abrechnugsfähige Wege. Kann man das schon eine Win-Win Situation nennen?

Grüße aus dem "Wilden Süden" (laut SWR3)
Marco - es lebe das politische Kabarett




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:07:17:20:38:52.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: Logikus

Datum: 17.07.11 20:48

nein, es gab nach den bisherigen Unterlagen ein Problem mit der Verbindung BadC <-> Filstal. Zumindest in eine Richtung musste man umsteigen im Tunnelbahnhof (siehe auch Start-Beitrag). Ich habe die Stresstest-Linien daraufhin noch nicht angeschaut.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:07:17:20:49:30.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: dt8.de

Datum: 17.07.11 21:00

marcoalexander schrieb:
-------------------------------------------------------
> Das bedeutet also kein nennenswerter Nachteil
> (Fahrzeit) für den Kunden und "geringer" Vorteil
> für den Betreiber durch längere, abrechnugsfähige
> Wege. Kann man das schon eine Win-Win Situation
> nennen?

Eine Win-Win-Situation setzt voraus, daß es keinen Verlierer gibt. Der Verlierer ist hier aber eindeutig der Besteller und somit der Steuerzahler. Das ist damit keine Win-Win-Situation.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: marcoalexander

Datum: 17.07.11 21:26

Genau das mit dem Besteller und nun mehr dafür zahlen ist mir nach dem Absenden meines Posts auch durch den Kopf gegangen. Es ist ja nicht nur der (im Post etwas versteckte) höhere Fahrpreis für die längere Fahrstrecke die unsereins direkt zahlen darf. Der Besteller (Stadt? Land?) muss ja dieses auch löhnen (klar und damit wieder wir mit Steuern). Das Win-Win war das ironische Fazit aus dieser Situation in Relation zum beworbenen Vorteil (ohne schwarzen Humor kann man dieses Possenspiel nicht ertragen).

Ärgerlich ist in jedem Fall, dass ein Besuch in einem Mineralbad in BC oder der Wilhelma nun aus dem Filstal nur mit deutlich mehr Aufwand verbunden sein wird.

Grüße aus dem "Wilden Süden" (laut SWR3)
Marco - es lebe das politische Kabarett




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:07:17:21:28:14.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: Logikus

Datum: 17.07.11 22:14

wie zeichnet man die von GDUPC dargestellte Unsymmetrie der Hin- und Rückverbindung in einen Durchbindungsplan ein?
[www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de]
Da müsste man doch wohl Pfeile einzeichnen?
Was sollen in den offiziellen Bild eigentlich die beiden orangefarbenen Linien zwischen Stgt und BadC? Soll das heißen, dass der Zug aus Ulm in BadC endet? Seit wann denn das? Eigentlich müsste eine der Linien am Bhf Stgt vorbeiführen, oder?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:07:17:22:15:35.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: Urs Renninger

Datum: 17.07.11 22:52

Mir fällt da immer die Tanja ein, die von den vielen neuen Durchbindungen schwärmte und wieviel Autofahrten dadurch auf dei Bahn verlagert würden.

Außerdem fällt ja auch die IC-Linie Karlsruhe-Nürnberg weg, weil v.a. der Remsbahnabzweig Richtung Wangener Tunnel mit dem Kreuzen der zwei stadtauswärts fahrenden Gleisen ohne Störungen nicht durchführbar ist.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: Entenmörder

Datum: 17.07.11 23:00

Das Bild der Bahn ist, mal wieder, falsch. Der Zug fährt Filstal -Stuttgart – Cannstatt wieder ins ins Filstal.
Das Stück Cannstatt - Filsbahn, der eigentlich „Ring“ von Stuttgart21 wird ja in der Realität kaum genutzt.
Ein Witz während die höhenfreie Remsbahnüberführung nicht genutzt wird quetschen sich der Verkehr, wie 1860 in Cannstatt , über höhengleiche, eingleisige Strecken.

Das eigentliche Unglück für Cannstatt ist aber das man nicht nach Ludwigsburg durchbinden kann.
Der Verkehr der alten württembergischen Hauptbahn Ludwigsburg - Stuttgart– Esslingen läuft an Cannstatt vorbei.

Gruß Sven

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: Logikus

Datum: 17.07.11 23:03

Nürnberg - Karlsruhe fällt weg ?
Über dieses Thema haben wir schon vor mehreren Monaten hier diskutiert, wegen der fehlenden Wendemöglichkeit im schrägen Bahnhof. Damals haben die Befürworter die Einfahrt von Cannstatt in den Südtunnel als Lösung des Problems gepriesen. Und jetzt geht das auch nicht?
Man kann in diesem schrägen Bahnhof nicht von Nord-Ost nach Nord-West fahren? Und da reden wir von Stresstest und zählen die Züge?

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: Logikus

Datum: 17.07.11 23:14

Dank an Entenmörder.

Der etwas unfähige Grafiker wollte mit den beiden orangenen Linien diesen Ring zeichnen, hat aber nicht vestanden, dass die eine Richtung den Bahnhof durchfährt und die andere nicht.
Oh je, die können nicht einmal Pläne zeichnen, die stimmen!
Pläne für das bestgeplante Projekt!
Das sollte man verbreiten!

Ich werde nächstes Wochenende eine Grafik über das Bad-Cannstatt-Drama zeichnen.
Meine erste (siehe oben) haben vor einigen Monaten die Facebook-FürS21-Fans an Prof. Heimerl weitergeleitet.
Vielleicht schafft es die künftige auch zur Berühmtheit.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: ulionken

Datum: 17.07.11 23:14

Urs Renninger schrieb:
-------------------------------------------------------
> Außerdem fällt ja auch die IC-Linie
> Karlsruhe-Nürnberg weg, weil v.a. der
> Remsbahnabzweig Richtung Wangener Tunnel mit dem
> Kreuzen der zwei stadtauswärts fahrenden Gleisen
> ohne Störungen nicht durchführbar ist.

Diese IC-Linie fällt nicht nur weg, die Verbindung erhält gemäss Grundtaktfahrplan der DB gleich auch noch eine Verlängerung der Reisezeit: Der IC Karlsruhe - Bruchsal - Stuttgart (- München) kommt dann um xx:22 in S21 an. Der IC(E) aus Zürich fährt erst am xx:48 nach Nürnberg weiter. Umsteigezeit 26 Minuten statt bisher 4 Minuten Wendezeit! Na toll, da kann ich von Basel aus ja künftig gleich via Frankfurt nach Nürnberg fahren und mich nochmal über S21 ärgern :-(

Von den Nachteilen für solche Reiseketten ist natürlich im Stresstest nicht die Rede, oder habe ich etwas übersehen?

Grüsse
Uli

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: Logikus

Datum: 17.07.11 23:18

@uli und andere
Ich wollte in diesem Thema
[www.drehscheibe-foren.de]
ja einmal die Mängel des Stresstest-Fahrplans sammeln. Eigene Mängelberichte sind natürlich auch willkommen, wenn es keine Zeitungsberichte gibt.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: rad3m

Datum: 18.07.11 07:39

Bad Cannstatt ist total unwichtig. Der Wasen findet dann im Park neben dem 1-Minuten-Halt-schäg-tief- Grusel-Durchbindungsbahnhof statt. Und im Stadion ist nur noch Regionalliga.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: Logikus

Datum: 18.07.11 07:47

Dieser Name kommt in meine Sammlung!
Ich habe auch einen neuen, der ist kurz und knackig: Der Lügenbahnhof.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: kmueller

Datum: 18.07.11 09:29

dt8.de schrieb:
-------------------------------------------------------
> -----
> > Das bedeutet also kein nennenswerter Nachteil
> > (Fahrzeit) für den Kunden und "geringer"
> Vorteil
> > für den Betreiber durch längere,
> abrechnugsfähige
> > Wege. Kann man das schon eine Win-Win Situation
> > nennen?
>
> Eine Win-Win-Situation setzt voraus, daß es keinen
> Verlierer gibt. Der Verlierer ist hier aber
> eindeutig der Besteller und somit der
> Steuerzahler. Das ist damit keine
> Win-Win-Situation.
>
Moment, das ist zu kurz gedacht. Finanziert wird erstmal alles vom Staat auf Kredit und daran verdienen die Banken. Das ergibt eine Win-Win-Win-Situation. In irgendeinem Stadium muß irgendwer dann das Ganze mit einem Rettungsfonds outbailen. Bei 'Griechenland' machen wir das; bei uns wird es der Chinese machen müssen, der als Gegenleistung das Land billig aufkaufen kann. Daran verdienen wir und er, also eine Win-Win-Win-Win-Win-Situation. Und dann arbeiten wir den Rettungsfonds beim Chinesen ab, damit nicht zu viele Artikel über 'faule Deutsche' in der Peking-BILD stehen. Dadurch haben wir Arbeitsplätze, also noch ein Win. Eine Win-Win-Win-Win-Win²-Situation.

Ausgenommen dieses Ponzi-Schema kracht vorzeitig zusammen, was wir nicht hoffen wollen (auch 'den Griechen' ginge es dann viel schlechter).

Re: IC Nürnberg-Karlsruhe

geschrieben von: GDUPC-S6

Datum: 18.07.11 10:47

Karlsruhe-Nürnberg:
Der Zug kommt von Norden in S21 an. Dann fährt er durch den Wangener Tunnel und weiter links am Abstell-Bf U´türkheim vorbei und wieder rechts hoch (Remsbahnkurve). Dabei muss die stadtauswärtsfahrende S-Bahn-Strecke nach Waiblingen niveaugleich gekreuzt werden, oder es geht gleich auf dem S-Bahn-Gleis bis Waiblingen.

Nürnberg-Karlsruhe: (eigentlicher Knackpunkt)
Der Zug muss von Süden in S21 ankommen. Also sind vom Rems-/Murrbahn-Ferngleis aus beide stadtauswärts führenden Gleise niveaugleich zu kreuzen, um die Remsbahnkurve Richtung Wangener Tunnel nutzen zu können. Das ist wohl des Guten etwas zuviel. Die DB hat diese Linie deshalb gleich kassiert. Natürlich sind andere Verbindungen vorgesehen, z.B. Zürich-Nürnberg, aber die mangelnde Flexibilität von S21 gibt schon zu denken.

Eine Alternative wäre natürlich das Wenden im Keller-Bf. Dies ist im Kopfbahnhof kein Problem, im schrägen Kellerbahnhof aber schon ...

Re: IC Nürnberg-Karlsruhe

geschrieben von: Logikus

Datum: 18.07.11 11:15

Interessant ist, dass wir das ca. Nov 2010 hier im Zusammenhang mit dem Zugwendeverbot diskutiert haben. Damals haben die Befürworter die Kreisfahrtvariante hervorgehoben. Auch bei direktzu gibt es nach meiner Erinnerung ein offzielles Statement dazu. Und jetzt haben die Gegner Recht behalten!

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: Mueck

Datum: 18.07.11 11:28

rad3m schrieb:
-------------------------------------------------------
> Und im Stadion ist nur noch Regionalliga.

S21 funktioniert nur, wenn auch der VfB tiefer gelegt wird? Schönes Argument, das wir uns merken müssen, um nichtbadische Fußballfans für einen Volksentscheid zu gewinnen! ;-)

http://heiko-jacobs.de/jacobs/bremerhaven/bilder/ende/zeiles.jpg

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: mcrx

Datum: 18.07.11 14:41

Logikus schrieb:
-------------------------------------------------------
> Für Ortsfremde: Bad Cannstatt ist nicht irgendein
> ein Ort mit einem Mineralbad, sondern hat, u.a.
> mit dem Daimler-Motorenwerk, sehr viel
> Industriependler. Wer hier arbeitet und eine
> Immobilie im Filstal gekauft hat in dem Wissen,
> dass die Bahn ihn an den Arbeitsplatz fährt, soll
> in Zukunft die tägliche Freude einer Tunnelfahrt
> durch Stuttgart haben!
> Noch besteht die Chance, diese Verschlechterung
> des Bahnverkehrs zu verhindern.


Wer bitte fährt aus dem Filstal bis Cannstatt und dann mit der S-Bahn zurück bis Neckarpark, Untertürkheim oder Mettingen? Ab Esslingen fährt ebenfalls alle 15 Minuten eine S-Bahn und man ist in sieben Minuten in Untertürkheim und in neun Minuten am Neckarpark (Motorenwerk). Von Cannstatt aus bräuchte man fünf Minuten bzw. drei Minuten, wobei die Fahrzeit Esslingen-Canstatt heute ca. 6-8 Minuten dauert. Macht also...
Motorenwerk: >=9 Minuten über Canstatt, 9 Minuten mit S-Bahn von Esslingen
Untertürkheim: >=11 Minuten über Canstatt, 7 Minuten mit S-Bahn von Esslingen

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: mcrx

Datum: 18.07.11 15:32

GDUPC-S6 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Ein großer Vorteil von S21 sei ja der tolle
> unterirdische Schienenkreisverkehr ...
> Drei RE-Linien aus dem Stresstestfahrplan zeigen,
> was da schließlich rauskommt.
>
> # Nürnberg - Backnang - Cannstatt - S21 - Backnang
> - Nürnberg
> # Ulm - Filstal - Cannstatt - S21 - Filstal - Ulm
> # Aalen - Cannstatt - S21 - Filstal - Ulm
>
> Bei allen drei Linien wird der Cannstatter Bf nur
> stadteinwärts angefahren. Wer von Cannstatt
> Richtung Murrbahn oder ins Filstal will, dreht
> entweder eine (i.d.R. kostenpflichtige) Schleife
> durch Tunnels und Keller-Bf oder fährt halt mit
> der S-Bahn nach Waiblingen oder Esslingen.


Das ist jetzt aber seltsam. Bisher wurde in jeder Unterlage, die zu diesem Thema veröffentlicht wurde, die Linie 6 in beide Richtungen betrieben, also Aalen-Ulm und Ulm-Aalen. Macht auch irgendwie Sinn, oder? Und zusammen mit Linie 4 ergibt sich ein komfortabler Halbstundentakt Richtung Remsbahn/Aalen.

Und auch wenn es kaum zu glauben ist, die Murrbahn fährt tatsächlich - wie heute auch - im Stundentakt, sogar auch ab Bad Canstatt. Nur nach Nürnberg muss man über den Hauptbahnhof.

Worauf man sich tatsächlich einstellen muss, sind 5-10 Minuten länger ins Filstal - für eine Verbindung pro Stunde.


>
> Die RE-Linie
> # Heilbronn - S21 - Plochingen -Wendlingen -
> Tübingen
> fährt Bad Cannstatt in beiden Richtungen nicht an.
> Hier hilft nur die S-Bahn nach Esslingen, wenn der
> Cannstatter Richtung Wendlingen will.
>
> Für Bad Cannstatt sind dies erhebliche
> Verschlechtungen, die das unterirdische
> Schienenrund als Geburtsfehler mit sich bringt.
> Das würde ich mitr als Landesregierung nicht
> bieten lassen ...
>


Wenn der Cannstatter nach Wendlingen will, setzt er sich einfach in die S1, die halbstündlich fährt. Die braucht eine halbe Stunde statt der zwanzig Minuten, die der RE heute benötigt
Die Fahrzeitverlängerung von rund acht Minuten für eine Verbindung pro Stunde ist eine erhebliche Verschlechterung? Wirklich, erheblich? Scheint mir doch etwas dick aufgetragen.

> Wer den Stresstestfahrplan liest, fragt sich
> außerdem, wie die ganzen RE-Verbindungen durch die
> neue teure Infrastruktur bezahlt werden sollen.


Wer sich so eine Frage stellt, hat den Stresstest nicht verstanden.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: Logikus

Datum: 18.07.11 15:41

@mcrx
Wollen Sie die Bedeutung von Bad Cannstatt herabstufen? Da gibt es neben Daimler auch noch zahlreiche andere Arbeitsplätze!
Das ist hier ja fast wie Kabarett!

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: mcrx

Datum: 18.07.11 16:10

Logikus schrieb:
-------------------------------------------------------
> @mcrx
> Wollen Sie die Bedeutung von Bad Cannstatt
> herabstufen? Da gibt es neben Daimler auch noch
> zahlreiche andere Arbeitsplätze!
> Das ist hier ja fast wie Kabarett!


Nein, wieso sollte ich das tun? Du hast das Beispiel gebracht, nicht ich.
Das hier ist übrigens definitiv kein Kabarett. Bei der Qualität der Scherze kann es nur Comedy sein.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: GDUPC-S6

Datum: 18.07.11 16:15

Die Linienverläufe sind dem in diesem Forum veröffentlichten Stresstestfahrplan entnommen. Dem ist nichts hinzuzufügen. Und mit dem U-Schienenrund geht´s ja auch nicht anders. Eine Alternative wäre, ständig unterirdisch im Kreis zu fahren. Ich schlage vor, diese Linie "Pro S21" zu nennen und würde sie zwecks Kostenerparnis als Geisterbahn auf dem Wasen aufstellen.

Ernsthaft: Wenn es die im Stresstestfahrplan veröffentlichten Linienverläufe
# Nürnberg - S21 - Nürnberg
# Ulm - S21 -Ulm
# Aalen - S21 - Ulm
gibt und im Kellerbahnhof nicht gewendet wird, bleibt mit der S21-Infrastruktur nichts anderes übrig, als Bad Cannstatt nur in einer Richtung anzufahren. Dies ist m.E. ein k.o.-Kriterium für den Keller-Bf.

Zum Thema "Wer zahlt die Fahrten?"
- Ich habe mir gedacht, dass hier eine solche Replik kommt. Dabei geht es beim Stresstest natürlich nicht.
- Aber: Ich habe mich immer schon gewundert, was Tanja alles versprochen hat.
- Man hatte den Eindruck. Vor S21 wird geknausert, aber danach kan njede Linie bestellt werden.
- Dass die neue Infrastruktur durch Trassengebühren bezahlt wird, ist ja auch klar.
Diese Frage war nebenbei gestellt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:07:18:16:22:10.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: Nemo

Datum: 18.07.11 16:32

Hinsichtlich der Fahrzeit ist das ja im Regionalverkehr nicht das große Problem, es sei denn die Züge würden wegen Anschlüssen dann vielleicht doch ein wenig länger im Kellerbahnhof halten, gerade zu später Stunde ist da ja einiges denkbar. Mich würde dann aber interessieren, ob man dann vielleicht die Fahrt durch die Innenstadt kostenlos bekommt, ansonsten hätte man da ja eine Tariferhöhung mit längerer Fahrzeit. Außerhalb vom Verbund dürfte das ja keine Rollen spielen - da ist ja Bad Cannstatt auch Stuttgart...

---
Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: GDUPC-S6

Datum: 18.07.11 16:55

Die Fahrzeit ist 10min + Wartezeit in S21 länger!
Mit S21 soll doch alles besser und schneller gehen!?

Wie sieht das in der Realität aus?
- Fahrgast möchte von Bad Cannstatt mit RE nach Nürnberg fahren
- RE kommt aus Nürnberg
- Fahrgast steigt ein und trifft lauter Leute an, die in S21 aussteigen wollen. Beide stehen sich einander im Weg.
- Das ist nichts anderes als ein "Granatenmurks"!

Für mich ist ganz klar: bei S21 hat niemand jemand an die Bahnbenutzer gedacht!!!

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: rad3m

Datum: 18.07.11 17:11

mcrx schrieb:
> ...Das hier ist übrigens definitiv kein Kabarett. Bei der Qualität der Scherze kann es nur Comedy sein.

autsch! Da muss ich doch nochmal genau schauen, wie Priol, Pispers usw. das machen...

Vielleicht zur Entschuldigung: Wenn man weder anonym noch zugelassener Kabarettist ist, darf man nicht alles sagen, was man denkt. Wenn man dann die Stimmung aufbessern will, wird es auch wohl mal etwas verkrampft.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: rad3m

Datum: 18.07.11 17:36

GDUPC-S6 schrieb:

> Für mich ist ganz klar: bei S21 hat niemand an die Bahnbenutzer gedacht!!!

Das schreibe ich sonst auch mit drei Ausrufungszeichen. In diesem Zusammenhang aber muss ich doch relativieren. Das ist kein realer Fahrplan, bei dem es sich lohnt, sich über Details aufzuregen. Vielleicht wird der Zug von und nach Nürnberg ja bis dahin zum IRE und hält garnicht in Bad Cannstatt. Und was die Züge auf der Filstalstrecke angeht: Vielleicht ist dann schon die S- Bahn bis Göppingen verlängert und die Linienstruktur ganz anders.

Jetzt geht es darum: Hat man die Züge so auf die Linien und auf die Stunden verteilt, wie es nach heutigem Wissensstand hochgerechnet werden kann. Ich meine, da gibt es genug Knackpunkte, insbesondere bei hinzugekommenen Fernzügen. Und dann das Thema Integraler Taktfahrplan. Es wurde noch garnicht diskutiert, warum man das Kind mit dem Bade ausgeschüttet hat, und ALLE Züge statistisch verteilt. Man hätte doch versuchen können, für wenigstens einige Regionallinien das Umsteigen 'am Bahnsteig gegenüber' symmetrisch abgestimmt, und nicht nur zufällig überlappend zu planen.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: schwager

Datum: 18.07.11 17:48

Hier bin ich anderer Meinung.
Das Bad-Cannstadt-Problem ist kein Fahrplan-Problem. Es ist ein Problem, das aus dem Wendeverbot resultiert. Sonst könnte der Zug Nürnberg - Stuttgart ja symmetrisch fahren. Wenn solche simplen Dinge wie Stuttgart - Nürnberg und zurück oder Nürnberg - Karlsruhe nicht funktionieren, dann ist das ein ko-Kriterium für den Bahnhof, da stimme ich GDUPC zu.

Die Erreichbarkeit von BC aus dem Filstal dagegen ist ein Fahrplan-Problem.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: naseweiß

Datum: 18.07.11 18:32

schwager schrieb:
> Hier bin ich anderer Meinung. Das Bad-Cannstadt-Problem ist kein Fahrplan-Problem. Es ist ein Problem, das aus dem Wendeverbot resultiert. Sonst könnte der Zug Nürnberg - Stuttgart ja symmetrisch fahren.

Würde man die L1a, wie alle anderen Linien auch, ganz normal durchbinden, wäre der Fahrplan auch symmetrisch. Z.B. könnte man den 2-h-Takt der L1a auf einen 2-h-Takt der L9 durchbinden. Die L1a-L9 (Nürnberg-Ulm) wäre zwar genauso wie die L8 (Aalen und Ulm) relativ unsinnig, aber wohin sollte man sonst durchbinden ohne andere Linien zu verdrängen? Und S21 funktioniert halt nur bei Durchbindungen.

> Wenn solche simplen Dinge wie Stuttgart - Nürnberg und zurück oder Nürnberg - Karlsruhe nicht funktionieren, dann ist das ein ko-Kriterium für den Bahnhof, da stimme ich GDUPC zu.

Das Karlsruhe-Nürnberg funktionieren könnte, sieht man doch an der Schleifenfahrt der L1a. Man will es wohl aus anderen Gründen nicht. Die Nürnberg-Zürich-Durchbindung wird als besser erachtet.

> Die Erreichbarkeit von BC aus dem Filstal dagegen ist ein Fahrplan-Problem.

Wieso muss man eigentlich unbedingt von Bad Cannstatt ins Filstal? Über S21 kommt man auch weiterhin ins Filstal, wenn auch bis zu 10 min langsamer mit der L8 und L9. Andererseits kommt man mit der L1/11 neuerdings auf die Gäubahn. Eine Verbindung geschwächt, andere gestärkt.

Verbindung Basel-Karlsruhe-Stuttgart-Nürnberg

geschrieben von: naseweiß

Datum: 18.07.11 18:44

ulionken schrieb:
> Diese IC-Linie fällt nicht nur weg, die Verbindung erhält gemäss Grundtaktfahrplan der DB gleich auch noch eine Verlängerung der Reisezeit: Der IC Karlsruhe - Bruchsal - Stuttgart (- München) kommt dann um xx:22 in S21 an. Der IC(E) aus Zürich fährt erst am xx:48 nach Nürnberg weiter. Umsteigezeit 26 Minuten statt bisher 4 Minuten Wendezeit! Na toll, da kann ich von Basel aus ja künftig gleich via Frankfurt nach Nürnberg fahren und mich nochmal über S21 ärgern :-(

Karlsruhe-Nürnberg dauert heute 3,5 h: IC Karlsruhe(00) -01:00- Stuttgart(00) -01:30- Crailsheim(30) -01:00- Nürnberg(30)

Laut Stresstest-Fahrplan dauert Karlsruhe-Nürnberg dagegen nur noch 3 h, wenn auf Karlsruhe-Stuttgart den TGV nimmt. In Stuttgart hat man dann 14 bzw. 17 min Umsteigezeit.
TGV: Karlsruhe(00) -00:30- Stuttgart(30) -00:15-Umstieg- IC(E): Stuttgart(45->/<-15) -01:15- Crailsheim(00) -01:00- Nürnberg(00)

Dass der TGV (und ICE) in Karlsruhe den ITF-Knoten missachten - dabei sind sie so nahe - und sich beide um 6 min verpassen, ist dämlich. Das verhindert, dass sich Basel-Nürnberg dank Rheintalbahn, fahrt über Bruchsal und Stuttgart-Crailsheim-Beschleunigung um eine Stunde von 5,5 h heute auf 4,5 h verkürzt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:07:18:18:46:16.

Hier versteckt sich eine Kapazitätsminderung

geschrieben von: kmueller

Datum: 18.07.11 19:07

GDUPC-S6 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Ein großer Vorteil von S21 sei ja der tolle
> unterirdische Schienenkreisverkehr ...
> Drei RE-Linien aus dem Stresstestfahrplan zeigen,
> was da schließlich rauskommt.
>
> # Nürnberg - Backnang - Cannstatt - S21 - Backnang
> - Nürnberg
> # Ulm - Filstal - Cannstatt - S21 - Filstal - Ulm
> # Aalen - Cannstatt - S21 - Filstal - Ulm
>
> Bei allen drei Linien wird der Cannstatter Bf nur
> stadteinwärts angefahren. Wer von Cannstatt
> Richtung Murrbahn oder ins Filstal will, dreht
> entweder eine (i.d.R. kostenpflichtige) Schleife
> durch Tunnels und Keller-Bf oder fährt halt mit
> der S-Bahn nach Waiblingen oder Esslingen.
>
Wenn alle drei Linien die Schleife in gleicher Richtung befahren, dann wird die Zufahrt nach S21 aus Cannstatt stärker belastet als die Ausfahrt dorthin, und analog werden die Ausfahrten auf der anderen Seite stärker belastet als die zugehörigen Zufahrten. Das bedeutet unter dem Strich, daß die Kapazität der mit vier Gleisen ohnehin schon knappen Zu- und Abfahrten nie voll ausgelastet werden kann (würden im Extremfall alle S21 anfahrenden Züge in gleicher Richtung durch eine derartige Schleife geschickt, dann würden 50% der Infrastruktur nie benutzt und die Kapazität des Bahnhofs sänke auf die Hälfte).

Deswegen die Frage: läßt sich ein Grund ausmachen, der verhindert, daß verschiedene Linien in verschiedener Richtung durch die Schleife geschickt werden? Oder eine (jede?) Linie alternierend? Ein möglicher Grund wäre, daß dann erwünschte Anschlüsse im Hbf nicht mehr funktionieren. So erzeugt ein Murks den nächsten.

Re: Hier versteckt sich eine Kapazitätsminderung

geschrieben von: naseweiß

Datum: 18.07.11 22:36

kmueller schrieb:
> Wenn alle drei Linien die Schleife in gleicher Richtung befahren, ...

In der Tat komisch. Wie man in der Auflistung von @rad3m sieht [www.drehscheibe-foren.de], fahren in der Bahnhofhälfte für die Nord-Süd-Richtung (Gleis 1-4) zur Spitzenstunde 27 Züge, in der Süd-Nord-Hälfte (Gleis 5-8) dagegen nur 22 Züge. An sich sollten die Einrichtungs-Schleifen-Linien dazu geeignet sein, solche Ungleichgewichte auszugleichen bzw. zu vermeiden. Aber nein, beide, die L1a von Schw.Hall und die L9 von Ulm, sind bei den 27 Zügen der volleren Hälfte dabei. Ob man das im Gleisbelegungsplan wiederfindet? (Gab aber nicht auf Züge, die Bahnhofsgleise des Gegenverkehrs nutzen, nur Gleis 4 oder 5 möglich?) Oder ob sogar im Gegenteil Konflikte vermieden werden?

Eins muss man aber sagen: Für die Einpendler nach Bad Cannstatt ist diese Variante die bessere. Denn man kommt direkt nach Bad Cannstatt, ohne den Umweg über den Kellerbahnhof. Nachmittags wäre dann entsprechend die umgekehrte Fahrt angesagt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:07:18:22:38:23.

Re: Hier versteckt sich eine Kapazitätsminderung

geschrieben von: rad3m

Datum: 19.07.11 07:08

Achtung, nicht vergessen: Das Zeitfenster 0700 bis 0800 Uhr ist nicht unbedingt ausschlaggebend, außer für das Abzählen der Stresstest- Züge. Vielleicht ist das Ungleichgewicht von 0645 bis 0745 anders.

Bei der Fahrtrichtung der Schleife hat man wahrscheinlich nur daran gedacht, möglichst selten den Gegenverkehr oder die S- Bahn durch ebenerdige Kreuzung der Fahrstraßen zu behindern. Wenn man so kurze Haltezeiten und Doppelbelegung zugrundelegt, ist der Tiefbahnhof ja nicht der Engpass, sondern eben all die vielen kleinen Hindernisse an den Tunnelenden. Was beim Kopfbahnhof das Tunnelgebirge erledigt, muss man bei S21 auf den Fildern, im Neckartal und östlich von Bad Cannstatt hinzaubern.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: mcrx

Datum: 19.07.11 09:26

GDUPC-S6 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Die Linienverläufe sind dem in diesem Forum
> veröffentlichten Stresstestfahrplan entnommen. Dem
> ist nichts hinzuzufügen. Und mit dem
> U-Schienenrund geht´s ja auch nicht anders. Eine
> Alternative wäre, ständig unterirdisch im Kreis zu
> fahren. Ich schlage vor, diese Linie "Pro S21" zu
> nennen und würde sie zwecks Kostenerparnis als
> Geisterbahn auf dem Wasen aufstellen.
>
> Ernsthaft: Wenn es die im Stresstestfahrplan
> veröffentlichten Linienverläufe
> # Nürnberg - S21 - Nürnberg
> # Ulm - S21 -Ulm
> # Aalen - S21 - Ulm
> gibt und im Kellerbahnhof nicht gewendet wird,
> bleibt mit der S21-Infrastruktur nichts anderes
> übrig, als Bad Cannstatt nur in einer Richtung
> anzufahren. Dies ist m.E. ein k.o.-Kriterium für
> den Keller-Bf.


Ernsthaft: Es gibt genau zwei Linien, die den Kreisverkehr befahren. Die Linien 1A bzw. 12 und die Linie 9. Alle anderen Linien schließen weder den Kreis noch fahren sie nur in eine Richtung. Die oben genannte Linie 8 Aalen-Cannstatt-Stuttgart-Ulm fährt selbstverständlich auch in der Gegenrichtung Ulm-Stuttgart-Cannstatt-Ulm.

Heute wird Bad Cannstatt aus Richtung Aalen, Hessental, Heilbronn, Ulm, Tübingen, Wendlingen und Stuttgart ohne Umstieg angefahren.
Bei S21 wird Bad Cannstatt aus Richtung Aalen, Hessental, Ulm, Tübingen, Singen, und Stuttgart ohne Umstieg angefahren.

Hier die Verbindungen im Grundtakt, die von Bad Cannstatt direkt, ohne umzusteigen möglich und ungefähr gleich schnell oder schneller sind:

Ab :05 nach Schorndorf/Aalen
Ab :25 nach Backnang/Hessental
Ab :34 nach Schorndorf/Aalen
Ab :36 nach Flughafen/Rottweil/Singen, nach Rottweil 1h31/1h46 statt 1h46/1h49
Ab :58 nach Flughafen/Nürtingen/Reutlingen/Tübingen, nach Reutlingen 48min statt 45min

Verbindungen im Grundtakt, die von Bad Cannstatt zwar direkt, aber langsamer sein werden:

Ab :01 nach Plochingen/Göppingen/Geislingen, nach Göppingen 37min statt 30min
Ab :27 nach Plochingen/Göppingen/Geislingen, nach Göppingen 40min statt 30min


Verbindungen im Grundtakt, die von Bad Cannstatt nicht mehr direkt per RE/RB erreicht werden:

- Wendlingen
heute RE 23min, S-Bahn 29min

- Ludwigsburg/Bi-Bi/Heilbronn/Mosbach-Neckarelz
heute 1h11 nach Heilbronn, schnellste Verbindung heute 53min mit S-Bahn zum Hbf und ab dort RE
mit S21: Ab Cannstatt :01, an Hbf :05, ab Hbf :12, an Heilbronn :45, Dauer: 44min
oder: Ab Cannstatt :36, an Hbf :40, ab Hbf :46, an Heilbronn :27, Dauer: 51min

Oder nur bis Ludwigsburg...
heute: S-Bahn 22min (umsteigen), RE 34min (direkt)
S21: S-Bahn 23min, RE Ab Cannstatt :01, an Hbf :05, ab Hbf :12, an LB :20, Dauer: 19min
oder Ab Cannstatt :36, an Hbf :40, ab Hbf :46, an LB :54, Dauer: 18min



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:07:19:09:29:23.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: mcrx

Datum: 19.07.11 09:28

rad3m schrieb:
-------------------------------------------------------
> mcrx schrieb:
> > ...Das hier ist übrigens definitiv kein
> Kabarett. Bei der Qualität der Scherze kann es nur
> Comedy sein.
>
> autsch! Da muss ich doch nochmal genau schauen,
> wie Priol, Pispers usw. das machen...
>
> Vielleicht zur Entschuldigung: Wenn man weder
> anonym noch zugelassener Kabarettist ist, darf man
> nicht alles sagen, was man denkt. Wenn man dann
> die Stimmung aufbessern will, wird es auch wohl
> mal etwas verkrampft.


Naja, Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel. Es soll ja auch vereinzelt lustige Comedians geben...

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: Logikus

Datum: 19.07.11 11:10

Wenn ich den Fahrplan von mcrx richtig interpretiere, soll es künftig aus Plochingen 3 Möglichkeiten geben, um nach BadC zu kommen:
a) wie bisher auf dem Weg nach Stuttgart
b) über eine Fahrt durch zwei Tunnels und den Tunnelbahnhof
c) wie b), aber mit Umsteigen.

Sehe ich das richtig:
a) ist selten
b) ist teurer als bisher
c) ist umständlicher und teurer als bisher

Ist das Fortschritt?

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: GDUPC-S6

Datum: 19.07.11 11:51

Hallo mrcx,

selbstverständlich fahren diese Linien in beiden Richtungen.
Aber das ändert nichts an der Argumentation, dass Reisen von Bad Cannstatt in Ri. der erwähnten Räume, die schlicht das "Cannstatter Hinterland" darstellen, in Zukunft nur noch per Umsteigen oder per Umweg über S21 möglich sind. Das ist weder besser noch schneller.

Bsp. Cannstatt-Murrhardt
12:44 -> 13:26 mit RE nach Nürnberg, Zeit 0:42h, davon 0:07 Cannstatt-Waiblingen

in Zukunft fährt der RE Stuttgart-Nürnberg über die Remsbahnkurve, d.h. nicht mehr über Cannstatt Bf.

Mit dem Stresstest-Fahrplan ergibt sich ca.
Cannstatt ab 8:52
S21 Keller an 8:56
S21 Keller ab 9:04
Waiblingen an ca. 9:12, d.h. Cannstatt-Waiblingen 0:20, d.h. insgesamt 0:55 statt 0:42, d.h. + 30%.

Natürlich gibt es im 2h-Takt die "bisherige Verbindung" , aber nur bis Hessental!

Außerdem stell dir das doch bitte anschaulich vor. Du steigst in Cannstatt in einen Zug ein, aus dem die meisten beim unmittelbar bevorstehenden Halt (S21) aussteigen wollen. Das ist alles kein Fortschritt, sondern schlicht Humbug, der als Fortschritt verkauft wird!

Alle diese Betrachtungen zeigen, wie gut das Prinzip Kopf-Bf für Stuttgart ist. Es bleibt vollkommen unverständlich, weshalb der funktionierenden Bf für Unsummen verbuddelt werden soll.

Für Freunde der schnellen Züge: Stuttgart wird regelmäßig von ICEs und TGVs angefahren.
Wenn es eine NBS nach Ulm gibt, kann diese ebenfalls vom Kopfbahnhof aus erreicht werden.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: guber

Datum: 19.07.11 12:01

das teurer dürfte sich, wenn man die Pläne ansieht, in Grenzen halten. Die Verkürzung der Strecke Plochingen - Türkheimer Tunnel - Stuttgart gegenüber der heutigen Strecke sit ja ählich wie die Länge der strecke Stuttgart - Cannstatt. d.h. für die Stuttgarter wirds billiger, für die Cannstatter ggf. teuerer, aber im Cent-bereich.
Allerdings dürften mehr Leute zum Hbf als nach Cannstatt wollen.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: Logikus

Datum: 19.07.11 12:21

@guber
Stimmt, die Stuttgarter nehmen "die Abkürzung" durch den Berg.

Dass aber der Cannstatter, der nach Nürnberg will, die Tunnelrundfahrt durch Stuttgart bezahlen soll, kann doch nicht wahr sein, oder?

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: Logikus

Datum: 19.07.11 12:50

Nachdem die Bahn ja mit neuen Wortschöpfungen zum Thema Verspätung auch ganz erfinderisch ist, versuche ich mich auch einmal als Wortschöpfer:
Die von GDUPC beschriebene Rundfahrt auf dem Weg nach Nürnberg ist
Wendeverbotsfolgenmurks.

Interessant ist, dass sich die Bahn an das Wendeverbot hält.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: naseweiß

Datum: 19.07.11 13:14

mcrx schrieb:
> Verbindungen im Grundtakt, die von Bad Cannstatt zwar direkt, aber langsamer sein werden:
>
> Ab :01 nach Plochingen/Göppingen/Geislingen, nach Göppingen 37min statt 30min
> Ab :27 nach Plochingen/Göppingen/Geislingen, nach Göppingen 40min statt 30min


(Markierung von mir) Die Verbindung um 01' ist die L9, die die Schleifenfahrt macht. Die Gegenrichtung Göppingen -> Cannstatt dauert weiterhin nur 29 min (~ 30 min). Wenn nachmittags die Schleifenfahrt im Unhrzeigersinn vollzogen wird, könntest umgekehrt sein, also Cannstatt -> Göppingen weiterhin in 30 min. Also nur jeweils die Hälfte verlangsamt.

> Oder nur bis Ludwigsburg...
> heute: S-Bahn 22min (umsteigen), RE 34min (direkt)
> S21: S-Bahn 23min
> RE Ab Cannstatt :01, an Hbf :05, ab Hbf :12, an LB :20, Dauer: 19min
> oder Ab Cannstatt :36, an Hbf :40, ab Hbf :46, an LB :54, Dauer: 18min


(Markierung von mir) Also zumindest zur HVZ, wenn die S-Bahnen alle 15 min fahren, sollte Cannstatt-Ludwigsburg mit 2-min-Umstieg Mittnachtstr 18 min dauern, 8-mal die Stunde möglich.



GDUPC-S6 schrieb:
> Bsp. Cannstatt-Murrhardt
> 12:44 -> 13:26 mit RE nach Nürnberg, Zeit 0:42h, davon 0:07 Cannstatt-Waiblingen
> in Zukunft fährt der RE Stuttgart-Nürnberg über die Remsbahnkurve, d.h. nicht mehr über Cannstatt Bf.
> Mit dem Stresstest-Fahrplan ergibt sich ca.
> (...)
> Waiblingen an ca. 9:12, d.h. Cannstatt-Waiblingen 0:20, d.h. insgesamt 0:55 statt 0:42, d.h. + 30%.
> Natürlich gibt es im 2h-Takt die "bisherige Verbindung", aber nur bis Hessental!


(Markierung von mir) Der zweistündlcihe RE Stuttgart-Nürnberg ist bis Hessental ein Zusatzangebot. Die stündlichen RB bis Hessental wird es weiterhin geben. Sie gehören der L1/11 an und sind bis Singen/Rottweil/Freudenstadt durchgebunden. Deshalb fahren sie in beide Richtungen über Cannstatt. Mit ihren dauert die Fahrt Cannstatt-Murrhardt in Zukunft dank schnellerem Fahrplan (kürzere Kreuzungsaufenthalte, flottere Fahrzeuge) nur noch 34/36 min.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: naseweiß

Datum: 19.07.11 13:20

Logikus schrieb:
> @guber: Stimmt, die Stuttgarter nehmen "die Abkürzung" durch den Berg.
>
> Dass aber der Cannstatter, der nach Nürnberg will, die Tunnelrundfahrt durch Stuttgart bezahlen soll, kann doch nicht wahr sein, oder?


Er kann immer noch mit der S-Bahn nach Waiblingen und dort erst in den Nürnberger Zug steigen. Und wer heute mit dem IC nach Nürnberg fährt, was der geeignetste Zug dafür ist, muss sowieso schon über den Hbf.

Für Cannstatt ergibt sich unterm Strich eine leichte Verschlechterung durch S21.

Re: RE nach Nürnberg

geschrieben von: GDUPC-S6

Datum: 19.07.11 13:42

Hallo mrcx,

im Stresstestfahrplan habe ich übersehen, dass der RE nach Hessental stündlich verkehren soll. Da hast du recht. Ich bin vom bisherigen Zugangebot ausgegangen. Du bist mit mir sicher einig, dass die Mittel für weitere Zugbestellungen mit S21 nicht plötzlich explodieren ...
(Z.B. auch Stundentakt nach Ulm über NBS und im Filstal, aber das ist ein anderes Thema.)

Der Mangel betrifft in diesem Fall den weiteren Lauf des Zuges bis Nürnberg, wobei auch der IC in Betracht gezogen werden darf, je länger die Fahrt dauert.

Für das Filstal gilt mein Einwand aber auch auf Basis des Stresstestfahrplans weiter.

Ich wünsche allen weiterhin eine konstruktive Auseinandersetzung.

G.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: mcrx

Datum: 19.07.11 13:44

Logikus schrieb:
-------------------------------------------------------
> Wenn ich den Fahrplan von mcrx richtig
> interpretiere, soll es künftig aus Plochingen 3
> Möglichkeiten geben, um nach BadC zu kommen:
> a) wie bisher auf dem Weg nach Stuttgart
> b) über eine Fahrt durch zwei Tunnels und den
> Tunnelbahnhof
> c) wie b), aber mit Umsteigen.


Nein, es gibt genau drei sinnvolle Möglichkeiten:
1) S-Bahn ab :14 und :44, mindestens Halbstundentakt (23min)
2) RE ab :42 direkt, stündlich (12min)
3) RE ab :07 über Stuttgart Hbf, stündlich (26min)

Alles andere dauert noch länger.

Heute gibt es vier Möglichkeiten:
a) S-Bahn ab :08 und :38,
b) RB ab :8 Ulm-Mosbach, stündlich (14min)
c) RE ab :18 Tübingen-Stuttgart, stündlich (15min)
d) RB ab :35 Geislingen/Steige-Stuttgart, zweistündlich (13min)

Unterm Strich ergeben sich folgende Verschlechterungen:
Aus im wesentlichen alle 50 Minuten ein schneller Zug wird jede Stunde ein schneller Zug und der Halbstundentakt jede zweite Stunde entfällt.



> Sehe ich das richtig:
> a) ist selten
> b) ist teurer als bisher
> c) ist umständlicher und teurer als bisher
>
> Ist das Fortschritt?


Ist teurer? Meines Wissens hat die Bahn noch keine Tarifinformationen für die Fahrpläne ab 2021 herausgegeben...?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:07:19:14:35:03.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: mbx4711

Datum: 19.07.11 13:55

Logikus schrieb:
-------------------------------------------------------
> @guber
> Stimmt, die Stuttgarter nehmen "die Abkürzung"
> durch den Berg.
>
> Dass aber der Cannstatter, der nach Nürnberg will,
> die Tunnelrundfahrt durch Stuttgart bezahlen soll,
> kann doch nicht wahr sein, oder?

Die Diskussion ist stellenweise nun wirklich lächerlich. Es sieht so aus, als hätte zwar jeder Ahnung über Brandschutzbestimmungen und kann beurteilen, wieviele Leute von einer einminütigen Fahrzeitverlängerung betroffen sind, aber eine Fahrkarte scheint sich noch keiner gekauft zu haben. Oder ist die Diskussion über die anderen Themen genauso intelligent wie die hier?

Sofern es um DB Fahrkarten geht, gilt ab Bad Canstatt und Stuttgart Hbf der gleiche Fahrpreis, egal wie man fährt. Einzige Ausnahme dürfte Reichenbach (Fils) sein, da würde der Preis tatsächlich steigen.

Anders sieht es im VVS aus, da Bad Canstatt in dere Zone 20 und Stuttgart Hbf in der Zone 10 liegt, bei Fahrt über Hauptbahnhof nach Bad Cannstatt ist also eine Zone mehr erforderlich, und die kostet i.d.R. mehr. Ob das in 10 (?) Jahren immer noch so ist, wer weiss. Und es relativiert sich sowieso, weil ab den meisten Eilzughalten die Fahrt mit der S-Bahn sinnvoller ist, sie fährt häufiger und ist schneller. Ab Wendlingen z.B. direkt derzeit RE 23 Minuten, S-Bahn 31 Minuten, keine Ahnung was der RE zukünftig über Hbf braucht. Fahrpreis für die Monatskarte würde um 18 % steigen, wenn Zone 10 dazu kommt, ab Nürtingen (wo der RE mehr Sinn macht) sind es nur 11%.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:07:19:14:15:41.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: Tequila

Datum: 19.07.11 14:00

Wir können natürlich nur von den aktuell gültigen Tarifen (vielleicht nicht die Preishöhe, aber das Tarifbildungsprinzip im VVS und DB-Tarif im verbundüberschreitenden Verkehr) ausgehen. Und zur Zeit sehe ich nicht, wieso der Tarif diesbezüglich massiv umgewälzt werden sollte. Oder ist schon ein PEP2 bei der DB in Sicht?

† 14.12.2014: Goodbye, RE 4 Halle - Hannover †

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: mcrx

Datum: 19.07.11 14:18

GDUPC-S6 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo mrcx,
>
> selbstverständlich fahren diese Linien in beiden
> Richtungen.
> Aber das ändert nichts an der Argumentation, dass
> Reisen von Bad Cannstatt in Ri. der erwähnten
> Räume, die schlicht das "Cannstatter Hinterland"
> darstellen, in Zukunft nur noch per Umsteigen oder
> per Umweg über S21 möglich sind. Das ist weder
> besser noch schneller.
>
> Bsp. Cannstatt-Murrhardt
> 12:44 -> 13:26 mit RE nach Nürnberg, Zeit 0:42h,
> davon 0:07 Cannstatt-Waiblingen
>
> in Zukunft fährt der RE Stuttgart-Nürnberg über
> die Remsbahnkurve, d.h. nicht mehr über Cannstatt
> Bf.
>
> Mit dem Stresstest-Fahrplan ergibt sich ca.
> Cannstatt ab 8:52
> S21 Keller an 8:56
> S21 Keller ab 9:04
> Waiblingen an ca. 9:12, d.h. Cannstatt-Waiblingen
> 0:20, d.h. insgesamt 0:55 statt 0:42, d.h. + 30%.
>
> Natürlich gibt es im 2h-Takt die "bisherige
> Verbindung" , aber nur bis Hessental!



Tut mir Leid, aber das ist völliger Unfug!

1.) Hessental wird, wie heute, selbstverständlich stündlich angefahren, und zwar auch von Bad Cannstatt direkt und ohne Umwege.
2.) Nürnberg wird, wie heute, nur alle zwei Stunden angefahren, zwar nicht direkt von Bad Cannstatt, dafür aber zusätzlich zum Stundentakt. Deswegen muss ich, wenn ich nach Nürnberg möchte...
3.) ...um :05 in den RE nach Aalen einsteigen, :11 in Waiblingen aussteigen um dann :17 in den RE nach Nürnberg zu steigen. Fahrzeitverlängerung: 6 Minuten. Wird bis auf zwei Minuten wieder hereingeholt, indem zwischen Backnang und Hessental nur in Murrhardt und Gaildorf Halte sind.

Mit S21 von Bad Cannstatt nach Murrhardt:
10:25 ab Bad Cannstatt, Murrhardt an 10:59, Reisezeit 34 Minuten
11:05 ab Bad Cannstatt, Murrhardt an 11:41, Reisezeit 36 Minuten
11:25 ab Bad Cannstatt, Murrhardt an 11:59, Reisezeit 34 Minuten
12:25 ab Bad Cannstatt, Murrhardt an 11:59, Reisezeit 34 Minuten

Heute von Bad Cannstatt nach Murrhardt:
10:45 ab Bad Cannstatt, Murrhardt an 11:20, Reisezeit 35 Minuten
11:44 ab Bad Cannstatt, Murrhardt an 12:29, Reisezeit 45 Minuten
12:44 ab Bad Cannstatt, Murrhardt an 13:26, Reisezeit 42 Minuten


>
> Außerdem stell dir das doch bitte anschaulich vor.
> Du steigst in Cannstatt in einen Zug ein, aus dem
> die meisten beim unmittelbar bevorstehenden Halt
> (S21) aussteigen wollen. Das ist alles kein
> Fortschritt, sondern schlicht Humbug, der als
> Fortschritt verkauft wird!


Wieso sollte ich mir das anschaulich vorstellen? Ich investiere einfach die Energie für einen Umstieg in Waiblingen und spar mir die völlig unnötige Runde unter Stuttgart.
Und da die Bahn ja auch ab und an mal einen Geistesblitz hat, wird in der Fahrplanauskunft genau die von mir oben skizzierte Fahrt auftauchen und in Bad Cannstatt wird ausser verdienten S21-Kämpfern wohl niemand erfahren, dass der Zug "RE 00001 Nürnberg - Stuttgart" genau der ist, in den sie später in Waiblingen als "RE 00002 Stuttgart-Nürnberg" wieder einsteigen. Weil ihnen das die Fahrplanauskunft nämlich nicht verraten wird. Ganz einfach.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:07:19:19:02:29.

Re: RE nach Nürnberg

geschrieben von: mcrx

Datum: 19.07.11 14:31

GDUPC-S6 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo mrcx,
>
> im Stresstestfahrplan habe ich übersehen, dass der
> RE nach Hessental stündlich verkehren soll. Da
> hast du recht. Ich bin vom bisherigen Zugangebot
> ausgegangen. Du bist mit mir sicher einig, dass
> die Mittel für weitere Zugbestellungen mit S21
> nicht plötzlich explodieren ...
> (Z.B. auch Stundentakt nach Ulm über NBS und im
> Filstal, aber das ist ein anderes Thema.)


Zum Thema weitere Zugbestellungen nur folgende Zahlen...

...Grundtakt K20: ca. 19 Züge
...Grundtakt S21: 26 Züge, +40% zu K20
...Grundtakt K21: 35 Züge, +84% zu K20

Wie gut funktioniert denn eigentlich K21 mit "nur" 26 Zügen?



> Der Mangel betrifft in diesem Fall den weiteren
> Lauf des Zuges bis Nürnberg, wobei auch der IC in
> Betracht gezogen werden darf, je länger die Fahrt
> dauert.


Welcher Mangel? Dass ich ein Mal umsteigen muss, dafür aber schneller bin? Das macht jetzt selbst mir, als absoluter Fan des Sitzenbleibenkönnens, nichts aus.


> Für das Filstal gilt mein Einwand aber auch auf
> Basis des Stresstestfahrplans weiter.
>
> Ich wünsche allen weiterhin eine konstruktive
> Auseinandersetzung.
>
> G.


Zum Filstal bitte meine Antwort an Logikus lesen. Auch dort ist es keine besonders große Verschlechterung.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: mcrx

Datum: 19.07.11 14:52

naseweiß schrieb:
-------------------------------------------------------
> mcrx schrieb:

> > Oder nur bis Ludwigsburg...
> > heute: S-Bahn 22min (umsteigen), RE 34min
> (direkt)
> > S21: S-Bahn 23min
> > RE Ab Cannstatt :01, an Hbf :05, ab Hbf :12, an
> LB :20, Dauer: 19min
> > oder Ab Cannstatt :36, an Hbf :40, ab Hbf :46,
> an LB :54, Dauer: 18min
>
> (Markierung von mir) Also zumindest zur HVZ, wenn
> die S-Bahnen alle 15 min fahren, sollte
> Cannstatt-Ludwigsburg mit 2-min-Umstieg
> Mittnachtstr 18 min dauern, 8-mal die Stunde
> möglich.
>


Ja, stimmt. Ich hatte nur auf Hbf geachtet. Die Fahrzeit Hbf-Mittnachstrasse muss dafür aber mindestens 2 Minuten betragen, sonst wirds echt knapp und man ist wahrscheinlich doch 23min unterwegs.

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: sumsemann

Datum: 19.07.11 16:01

mcrx schrieb:
> .....
> 3.) ...um :05 in den RE nach Aalen einsteigen, :11
> in Waiblingen aussteigen um dann :17 in den RE
> nach Nürnberg zu steigen. Fahrzeitverlängerung: 6
> Minuten. Wird bis auf zwei Minuten wieder
> hereingeholt, indem zwischen Backnang und
> Hessental nur in Murrhardt und Gaildorf Halte
> sind.
>
> Mit S21 von Bad Cannstatt nach Murrhardt:
> 10:25 ab Bad Cannstatt, Murrhardt an 10:59, Reisezeit 34 Minuten
> 11:05 ab Bad Cannstatt, Murrhardt an 11:41, Reisezeit 36 Minuten
> 11:25 ab Bad Cannstatt, Murrhardt an 11:59, Reisezeit 34 Minuten
> 12:25 ab Bad Cannstatt, Murrhardt an 11:59, Reisezeit 34 Minuten
>
> Mit K20 von Bad Cannstatt nach Murrhardt:
> 10:45 ab Bad Cannstatt, Murrhardt an 11:20, Reisezeit 35 Minuten
> 11:44 ab Bad Cannstatt, Murrhardt an 12:29, Reisezeit 45 Minuten
> 12:44 ab Bad Cannstatt, Murrhardt an 13:26, Reisezeit 42 Minuten
>
> ...


Hm, netter Versuch. Aber hier wird doch der Abschnitt Bad Cannstatt - Murrhardt verglichen. Was hat dann die längere Reisezeit mit der Tatsache zu tun, dass der Zug in einem Kopfbahnhof beginnt?

Re: Stress mit Schienenkreisverkehr

geschrieben von: mcrx

Datum: 19.07.11 19:01

sumsemann schrieb:
-------------------------------------------------------

> Hm, netter Versuch. Aber hier wird doch der
> Abschnitt Bad Cannstatt - Murrhardt verglichen.
> Was hat dann die längere Reisezeit mit der
> Tatsache zu tun, dass der Zug in einem Kopfbahnhof
> beginnt?


Das wird mir jetzt zwar keiner glauben, aber es war nicht meine Absicht das irgendwie dem Kopfbahnhof ankreiden zu wollen. Ich wollte damit "heute" ausdrücken, aber nicht in jedem zweiten Satz "heute" verwenden. Wird geändert...