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Moderatoren: Rönshausener - TCB
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Ein niederbayerisches „Servus“ ins Forum!

Eigentlich hätte ich diesen umfassenden Ilztalbahn-Rückblick für den Spätsommer vorbereiten wollen, anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Wiedereröffnung. Weil nun aber in der Saison 2020 – wenn überhaupt – so schnell keine weiteren Fotos mehr zu erwarten sind und an diesem Wochenende die Saison aus bekannten Gründen nicht beginnen konnte, bringe ich die Bahn halt (jetzt schon) zu euch nach Hause:

Hangrutsche an Dämmen und Einschnitten, Bü-Unfälle, Stürme, am Hang über der Bahnstrecke festhängende Lkw – und jetzt dieses Corona. In den zehn Jahren seit der Neueröffnung der Ilztalbahn überbot sich die Kreativabteilung der Behinderungszentrale ein ums andere Mal selbst, Ideen zu finden, um den Betrieb zwischenzeitlich zum Erliegen zu bringen. Ein Vulkanausbruch wäre mal was cooles – halt, wollen wir lieber nichts verschreien... Eine Bahn, die eben erst eine Stilllegung überstanden hatte, kam natürlich jedes Mal zurück – heute kommt sie digital zu euch.

Ich werde diesen alles in allem etwa 300 (zur Hälfte bekannte, zur anderen Hälfte unveröffentlichte) Bilder umfassenden Beitrag auf einmal, aber in chronologische Sinnabschnitte unterteilt, online stellen – so bleibt einerseits die Einheit (anders als jede Woche zehn Bilder im Fortgang zu posten), andererseits aber auch die Übersichtlichkeit gewahrt. Darin Schmökern kann man bei Bedarf ja auch an langen Winterabenden 2025 noch...

Los geht die ausführliche Reise auf „meiner“ Bahn mit einem kurzen Blick zurück ins späte 20. Jahrhundert, in die letzten Atemzüge ihres ersten Lebens unter DB-Schirm.

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Dass mein Hobbyherz irgendwann mal diesen 50 Kilometern Metall verfallen würde, die sich da in Sichtweite meines Elternhauses vorbei durch die Hügel schlängelten, war eigentlich schon lange klar – derartige Naherfahrungen mit meinem Vater taten ihr übriges. Erstaunlich, wie blank im Spätsommer 1983, also eineinhalb Jahre nach Ende des planmäßigen Personenverkehrs, die Gleise rund um Karlsbach noch waren. Der tägliche gemischte Güterzug mit Mühldorfer oder Hofer V100 und diverse Sonderzüge begründeten nicht nur meine Faszination, sondern hielten die Strecke wie ein Beatmungsgerät noch viele Jahre am Leben.

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Schon als ganz kleiner Lausbub wollte ich immer wissen, wie es nach der nächsten Kurve weitergeht, und so begann ich Anfang der 90er Jahre die große weite Welt Richtung Mayersäge zu entdecken, um hinterm Horizont - da wo man die Züge immer schon hörte, bevor man sie sah – die Strecke zu erkunden. Dabei seit der Kommunion stets bewaffnet mit einem kleinen kompakten Kinderfotoapparat, der mir so manches Foto vermieste, wenn ich mal wieder vergessen hab, nach dem letzten Bild den Film an einem kleinen Rädchen weiterzudrehen und der Auslöser sich keinen Millimeter bewegte, wenn man dann Tage später die nächste Aufnahme machen wollte. Hektisch weitergedreht und dann noch panisch drauf gehalten. Ein exemplarisches Ergebnis sieht man hier.

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Als ich langsam per Definition ein Teenager geworden war, und der Güterzug noch dienstags und donnerstags nach Freyung und Jandelsbrunn fuhr, war der Fotoapparat zwar immer noch der gleiche – der Mut, mich mit dem Fahrrad weiter von daheim wegzutrauen und in Waldkirchen den Lokführer zu fragen, ob ich mitfahren dürfte, hatte sich aber weiterentwickelt. Meist ging es mit einigen wenigen Wagen und blauer 211 (hier auf der Hofer 211 302) nach Freyung, gelegentlich …

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… erfreute mich aber auch ein langer Zug hinter einem der wenigen orientroten Exemplaren. Hier sprang ich beim Halt vor dem Bü mit dem Rangierer von der 211 344 ab und während er die Schranke kurbelte, spurtete ich für ein Bild vor zum Bahnsteig, ehe es mit dem rechts an der Laterne zwischengeparkten Drahtesel wieder heimwärts ging zum Hausaufgaben machen.

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Ein ganz besonderes Highlight waren aber gewiss immer die Militärzüge nach Grafenwöhr, die vor allem nachts ein wahres Spektakel auf der Zuglok waren. Ich erinnere mich noch genau an den frühen 2. Februar 1998, als ich das erste Mal nachts nach knapp zwei Stunden Warterei durchgefroren am Bahnsteig in Waldkirchen den Lokführer auf der eben eingebremsten 218 208 fragte, ob ich mitfahren dürfe, und sein „Hosd an Bus vabasst?“ natürlich sofort als erwärmendes „Ja“ deutete. Dass hinten die 218 217 schob, war auf einem Stapel 25kg-Sandsäcke im warmen Führerstand sitzend dann fast schon Nebensache. In diesem Bild sehen wir jedoch einen Zug vom November 1998, dessen leere Rückfahrt erst bei Tageslicht stattfand und somit ein Blick von der 212 263 auf die sich nun nach Passau ziehen lassenden 218 001 und 218 409 (auf der ich wenige Monate zuvor noch in blau-bleige mitfuhr) möglich wurde.

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Im Sommer 1999 hatte ich erst wenige Monate den Autoführerschein (und mein Vater war vor wenigen Tagen verstorben), da brachte eine Sonderfahrt mit 211 058 etwas Ablenkung in mein, und Abwechslung in das vom Militärverkehr dominierte Leben der Strecke. Ein erstes Mal ging es also aufgeregt auf den eigenen vier Rädern nach Fischhaus für ein Bild – nicht ahnend, dass ich an dieser Stelle Jahrzehnte später mit meinen Kindern noch V100 fotografieren können würde. Dazu aber später im Beitragsbaum mehr...

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Ein weiteres Bild zeigt die Rückfahrt, zu der man erst vor wenigen Minuten aufgebrochen war. Wie kribbelnd, einen Zug nun verfolgen zu können und ihn endlich an all den Stellen südlich von Röhrnbach abzulichten, die mir vom Zug aus schon ein Jahrzehnt lang permanent aufgefallen waren.

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Eine solche Stelle war die Neuhausmühle. Schon in der Folgewoche wurden die Schienen erneut blank gefahren. Nachmittags war eine Doppelstunde Chemie ausgefallen, weshalb ich schon daheim war, als die damals recht neu nach Regensburg gezogene 218 251 mit ihrem Leerzug nach Freyung hochfuhr. Den recht wolkigen Nachmittag dann gemütlich im Garten verbracht, begann gegen Abend die Verfolgung nach Neuhausmühle, wo ich das erste Mal vom Hang aus Augenzeuge des selbstverständlichen Brothalts werden konnte.

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Etwas organisierter – dadurch aber auch wenig reizvoller – konnte die ganze Sache mit den Zügen angegangen werden, als ein mir bis dato nur vom Sehen her Bekannter aus dem Nachbardorf begann, mich mit Infos zu füttern. Er war Rangierer in Passau Güterbahnhof, und immer, wenn ein Telegramm für einen Zug nach Freyung kam, fand ich am Morgen nach seiner Nachtschicht eine kurze Notiz an der Windschutzscheibe meines Autos. Kommunikation des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Ihm verdanke ich in den letzten zwei Jahren der alten Ilztalbahn noch so manches Foto, und es wurde jeder Zug mitgenommen – egal, ob eine zu Sonnenaufgang erbärmlich kämpfende V60...

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… oder ein mit zwei Regensburger 218 bespannter Militärzug ohne Sonne. An meiner Lieblingsstelle zwischen Mayersäge und Karlsbach fand ich mich rund ums Jahr 2000 noch häufig ein, so auch …

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… nochmal zur sonnigen Rückfahrt desselben Zuges mit 218 159 und 254. Anders als die meisten anderen guten Streckenmotive wurde sie später nie mehr richtig frei geschnitten und wächst auch weiterhin mehr und mehr zu...

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In ihrem vorletzten Frühling (2000) stemmte sich meine Bahn nochmal vehement gegen den von allen Dächern pfeifenden Niedergang und bot noch einige interessante Anblicke. Nachdem ich im März 2000 schon halb nackt im Garten auf das bevorstehende Abitur lernen konnte, kam am letzten Tag des Monats nochmal ein gewaltiger Wintereinbruch, der dem eigentlich für diesen Tag eingelegten Zug mit der 218 217 keine Chance ließ. So wurde die Fahrt um einen Tag verschoben, an welchem dem Schnee hinter Röhrnbach bei +12 Grad förmlich beim Dahinschmelzen zugehört werden konnte.

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Überhaupt kein Schnee mehr, dafür Sonne pur bei T-Shirt Wetter dann wenige Miunten später hinter Fischhaus an der Ilz. Nach diesem Schuss ging es nach einem Tag Unterbrechung zielstrebig wieder heim, zum Büffeln auf dem Liegestuhl im Garten, der da aber noch bis zur Oberkante im Schnee versank. Spannende Lebenstage waren das im Allgemeinen,...

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… erst Recht, als die Panzer zwei Wochen später von einer Doppeltraktion 217 (021 und 011) des Nächtens heimgebracht wurden und ich im Bett gegen 3 Uhr morgens dachte, wir hätten ein Erdbeben oder die Russen kommen. Leider war man zur Rückfahrt an fast jedem Motiv von Freyung runter fünf Minuten zu früh dran für Sonne, der letzte Schuss an der Ilz muss aber dennoch gezeigt werden.

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Das neue Schuljahr brachte gleich im Herbst einen letzten richtig mächtigen Sonderzug auf die Strecke. Der erste Oktober seit langem, in dem ich nicht mehr die Schulbank drückte, machte mich flexibel genug, der Fahrt der Freyunger Realschule nach Nürnberg aufzulauern. 218 409 und 218 005 hatten die fotogene Aufgabe, den langen Zug am Morgen...

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… durch das noch schlafende Ilztal zu winden. Mehr Erinnerungen hab ich aber an die nächtliche Rückfahrt auf eben jener 218 005, als ich einen mittlerweile bekannten Lokführer dabei begleiten durfte, den Zug laut Befehl die gesamten 50 Kilometer auf Sicht nach Freyung zu fahren. Da hatte jemand weiter oben wohl mächtig die Hosen voll – genauso wie zahlreiche kleine Geschwister von Fahrtteilnehmern, die mit ihren Eltern über zwei Stunden am Freyunger Bahnhof auf die Rückkehr der Schüler warten mussten... Mein jüngerer Bruder, damals in der Abschlussklasse, erzählt heute noch so manche Anekdote dazu...

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Ganz planmäßig lief es auch nicht ca. sechs Wochen später Anfang Dezember 2000 – der Kenner ahnt schon, dass die beiden Mühldorfer 212 (037 und 044) diesen Zug gewiss nicht am Stück alleine nach Freyung gebracht hatten. Da hätten sogar zwei 218 ihre liebe Mühe gehabt... Wegen Ausfalls der dritten ursprünglich geplanten Lok wurde die Fuhre in zwei Teilen hochgebracht, was mir den Luxus bescherte, zur ersten Fahrt auf der 212 037 nachschieben zu dürfen und die zweite Runde dann knipsen zu können.

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Im letzten DB-Winter der Ilztalbahn gab es einige kleinere Fahrten mit V90, ehe es im Februar nochmal spannend wurde,...

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… als die 217 011 (genau wie die 218 217 und 409 kam auch sie in den letzten Jahren noch dreimal zu Ilztalbahn-Ehren) den vorletzten Manöverzug abholte. Damals munkelte man, es würde der letzte Zug überhaupt auf dieser Strecke sein, und weil er zudem relativ kurz ausfiel, ...

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… blieb in Freyung nicht allzu viel Zeit für ein Foto fürs Familienalbum ;-)

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Entsprechend wehmütig, gleichzeitig aber auf eine Verlängerung hoffend, wurde dann die Rückfahrt u.a. kurz vor Waldkirchen dokumentiert.

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Und tatsächlich: es ging in die Over-Time. Wenn auch nicht für lange, aber nachdem im März nochmal Panzer geholt worden waren, rollte auch im April 2001 nochmal ein Zug. Diesmal sollte es aber endgültig der letzte sein.

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Umso erfreulicher der kleine Sonnenspott zum Abschied auf die 212 250, 212 043 und 360 220.
Das war's nun. Strecke im Wachkoma – es muss nur noch der Stecker gezogen werden. Und wenn nicht, erledigt die Natur durch Bewuchs und Erdbewegungen den Rest schleichend.


War's das nun wirklich? Jedenfalls begann jetzt ein kleiner Förderverein in Waldkirchen – zunächst lange Zeit ohne mich - aktiv zu werden und gegen die Entwidmung der mittlerweile nach einem großen Dammrutsch zum Augusthochwasser 2002 endgültig stillgelegten Strecke zu kämpfen. Viel hab ich damals von diesem mutig-aussichtslosen Kampf gegen Politik, Fahrradfreunde und Biologie gar nicht mitbekommen – ich war mit Studium, Freundin und dem Dieselparadies als Ersatz für meine Ilztalbahn gut beschäftigt. Letztlich fehlte auch lange Zeit der Glaube, hier nochmal was bewegen zu können, das gebe ich ganz offen zu. Ich wollte meine Ilztalbahn vielleicht ganz einfach auch in Erinnerung behalten wie sie war und ich sie liebte – nicht in einer Schlammschlacht der Interessen.

Aber was haben folgende beiden Bilder aus dem Mai 2007 nun mit dem Thema zu tun – außer, dass man auf ihnen Regensburger 218 sieht?! Es handelt sich doch ganz offensichtlich um zwei Szenen aus Kothmaißling mit internationalen Schnellzügen.

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Zwischen diesen beiden Fotos passierte eine Art kleines Wunder. Was ich beim Warten auf den um eine Stunde verspäteten RE 452 aus Prag mit der 218 192 vorne drauf nicht wusste: In diesen Sekunden hatte das EBA die Entwidmung der Ilztalbahn abgelehnt und ich erfuhr davon...

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… als ich im Acker auf den 453 aus Nürnberg mit der 218 213 und 229 wartete, keine drei Minuten bevor der Zug kam. Mit einem drei Meter fünfzig breiten Grinsen löste ich damals aus, ich erinnere mich, als sei es letzte Woche gewesen. Mein seit über sechs Jahren dahinvegetierendes Dornröschen hatte den kleinen Finger gerührt...

Fortsetzung folgt...



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.05.20 09:59.
Jetzt von einem wach geküssten Dornröschen zu sprechen wäre naiv und unglaubwürdig. Der Patient hatte den kleinen Finger gerührt – nicht weniger, nicht mehr. Und es sollte noch viele geduldige Prinzen brauchen, bis endlich wieder etwas wie ein Puls zu spüren war.

Zunächst vergingen weitere zwei Jahre, ehe ich am 13. August 2009 wahrlich zufällig als einer dieser vielen Prinzen hinzustieß. Und der Grund war – ironischerweise – mein neues Auto ;-) Am selben Tag gekauft und angemeldet - den alten, dessen Dach sich schon um fünf Zentimeter nach innen wölbte, nachdem ich es im Dieselparadies jahrelang als Staffelei-Ersatz missbraucht hatte, prämienprämiert abgewrackt – führte mich meine Einweihungsfahrt wie von Geisterhand gesteuert über den Waldkirchener Bahnhof. Und was sah ich da?

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Eben wurde der kürzlich per Tieflader eingetroffene Skl fahrbereit gemacht – was zum?!? Unter den Gesichtern auch ein guter Bekannter meiner Eltern, den ich gleich mal auf den Sinn des Aufsattelns ansprach. Ja, man wollte raus auf die Freyunger Seite – zum ersten Mal – um die Strecke freizuschneiden. Ich sofort heim, Arbeitsklamotten geholt und zwei Stunden später war die Strecke bis zum „Loboübergang“ - genau dort wo ich im April 2001 noch den letzten Zug bei Sonne geknipst hatte, gangbar gemacht. Als ich später daheim aus meinem nagelneuen Auto ausstieg, der ganze vordere Sitzbereich voll mit Blättern, kleinen Ästen, Brombeerdornen, undefinierbaren Minikriechtieren und Sägespänen durchfuhr mich ein kurzer Schauer – ich kann heut aber nicht mehr sagen ob positiver oder negativer Art. Eins war klar: an eine baldige Reaktivierung glaubte ich selbst da immer noch nicht, ich fand es einfach nur mega, auf einem Schienenfahrzeug nochmal ein paar Meter auf meiner Bahn ausgeritten zu sein...

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Der Anfang war aber gemacht - die Prinzen waren unterwegs und sie waren nicht mehr zu stoppen. Auch nicht vom Anblick der „Dornenhecke“, den sie am nächsten Tag bei Arbeitsbeginn genießen durften. Irgendwie sah das am Vorabend im Halbdunkel etwas weniger Napalm fordernd aus. Trotzdem, auch wenn ich mich wiederhole: Schon allein die kurz Fahrt auf einem Schienenfahrzeug, die ersten wenigen hundert Meter seit vielen Jahren, waren der reinste Genuss an diesen beiden Tagen.

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Im Laufe der nächsten Wochen wurden wir professionell aufgerüstet – die technische Unterstützung war auch bitter nötig, sieht man mal allein, was die Vegetation in nur acht Jahren mit meiner einstigen Lieblingsstelle bei Mayersäge (vgl. erster Teil) angerichtet hatte. Und diese S-Kurve lag einst auf freier Flur inmitten von Wiesen – kaum vorstellbar, wie es weiter im Wald drin aussah...

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Nach genau einem Monat, am sehr späten Abend des 12. Septembers 2009, erreichten wir mit dem Skl trotzdem erstmals Freyung. Zurecht nicht ganz ohne Stolz lässt sich unser damaliger Koordinator Sepp Kolmer am Skl lehnend fotografieren. Die oberen 12 Kilometer der Ilztalbahn waren also wieder passierbar. Passierbar! Mehr nicht. Trotzdem ein großer Erfolg und Motivation genug, unserem Wachkomapatienten auch weiterhin die Hand zu streicheln und auf ein Lächeln zu warten.

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Mit Anbruch der laublosen Jahreszeit waren noch diverse Arbeiten fällig, die aufwändigste davon war die Reparatur dieses Hangrutsches im Wald vor Karlsbach. Ganz häufig damals mit dabei Karl Jonas (auf dem Skl), Max Reidl, Otto Draxinger und Sepp Kolmer.

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Sieht so primitiv aus, aber schwereres Gerät hatten die Erbauer um 1890 rum auch nicht...

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Der „Winter“ wurde aber auch vor allem genutzt, um sich in die andere Richtung der Strecke – nach Passau hinunter – vorzukämpfen. Auf dem kümmerlichen Rest dessen, was sich einst der Fürstenecker Bahnhof nannte, gab es an der Wolfsteiner Ohe einen weiteren Dammrutsch zu reparieren, wie man vor dem Skl gut sieht. Da war das Reinigen der Spurrillen am heutigen Tag schon fast wie Urlaub.

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Vor Kalteneck war dann mal wieder motorisierte Hilfe nötig – zu unserer Horizonterweiterung war das Gleis hier mal nicht unter- sondern überspült worden.

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Trotzdem noch genug anstrengende Drecksarbeit für unsere damalige Stammtruppe...

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Am schönsten fand ich persönlich die Holzbohlenausbesserungen auf den Brücken. Saubere Arbeit, nicht zu anstrengend, das frische Holz roch herrlich, der Osterbach plätscherte unter uns und...

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… die Locations für die kostenlose Brotzeit waren stets exklusiv.

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Auch die Ilzbrücke bei Fischhaus wurde gründlich ausgebessert.

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Keine Brückenarbeiten – nein, das erste Mal wollten wir heute von Passau aus mit der Köf Richtung Stadtrand fahren. Man hat das Fragezeichen vom Stellwerk runter direkt riechen können, als wir uns als Bauzug auf die Freyunger Strecke meldeten... ;-) Damit es mehr Spaß machte, wurden gleich mal vier Güterwagen angehängt. Ein erstes kleines Highlight, so lokbespannt... Man sieht, der Winter war im Mai 2010 längst vorbei und das Gras stand nach der Brücke schon einen halben Meter hoch im Gleis. Mit Mühe, aber schließlich erfolgreich schafften wir es bis zum ominösen Kilometer 5,7. Warum ominös? Warum nicht weiter? Wir werden sehen...

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Es gab so viele Momente, die mich bis heute zum Schmunzeln bringen: Die beiden Herren links im Bild sind keine unserer Leute. Als Karl und ich kurz vor Beginn der WM 2010 mal wieder Richtung Freyung aufbrechen wollten um kleinere Arbeiten zu erledigen, fiel uns schon der exotisch geparkte britische(!) Lkw am Bahnhof auf. Es dauerte nicht lange, da stiegen die beiden jungen englischen Trucker ab – warum sie hier gestrandet waren weiß ich heut ehrlich gesagt gar nicht mehr – und nach einem kurzen Ratsch wollten sie unbedingt mit auf unsere Strecke. Hätte man mir im April 2001 mal gesagt, ich würde mich auf der Ilztalbahn eines Tages noch mit einem Briten über die WM in Südafrika unterhalten...

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Lustig war es auch in Fischhaus, als Karl mit einem Grinsen quer übers Gesicht nur noch rief 'No brakes, no brakes!'

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An den langen Sommerabenden 2010 ging es heiß her entlang der Strecke, als sämtliche Signaltafeln abmontiert wurden, um dann am Bahnhof Waldkirchen entweder wiederaufbereitet oder ersetzt zu werden.

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Am ehemals für einige Jahre östlichsten Haltepunkt der BRD, Mayersäge, waren wenige Tage später bereits neue Tafeln gesetzt. Eine wirklich ekelhafte Arbeit war das Vermessen der Gleislage nicht, solang alles im Rahmen war. Das Ersetzen der Unterlegblättchen (den genauen Begriff weiß ich leider nicht mehr) an jeder Schwelle hingegen schon...

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Ende Juli tauchte dann im Passauer Stadtteil Hacklberg dieses dezente Hinweisschild am Fußballplatz unterhalb der Bahnlinie auf. Was das wohl zu bedeuten hatte?

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Am 9. August mal nachgesehen, war auf besagtem Waldweg tatsächlich ein Bagger auszumachen. Nur was wollte der da unten? Und was hatte der mit der Ilztalbahn zu tun? Um 90 Grad gedreht ergab sich vom selben Standpunkt am Kilometer 5,7 aus...

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… dieser verstörend wirkende Anblick. Nun, da fehlte also auch ein wenig Erde am Damm. Was aus diesem Blickwinkel aber eher nach einer Bagatelle aussah, ...

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… entpuppte sich in Wahrheit als der Stilllegungsgrund der Strecke im Jahr 2002. Jetzt ist auch klar, wieso die Fahrt mit der Köf vor einigen Wochen hier endete. Nun galt es, den Durchblick (auch finanziell) zu bewahren.

Die folgenden Bilder, alle entstanden in der Woche nach dem 9. August, sollen kommentarlos die Reparaturarbeiten dokumentieren:

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Natürlich kam der kaputte Damm nicht überraschend, wir wussten davon von Anfang an – trotzdem stellte er eine letzte große Herausforderung dar, wollte man die Strecke einen Monat später befahren.

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Chronologisch etwas aus der Reihe fällt nun dieses Bild vom Oktober 2011 (also nur gut ein Jahr später), das spontan bei einer Radtour entstanden ist. Es soll einfach nur zeigen, wie schnell buchstäblich Gras über eine Sache wachsen kann.

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Parallel zu unserer Großbaustelle am Kilometer 5,7 liefen auch am anderen Ende der Strecke die Restarbeiten auf Hochtouren. Seit genau einem Jahr waren wir nun auf den Gleisen unterwegs, und sollte es mit der Premiere am 11. September 2010 klappen, mussten noch...

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… diverse Baggerarbeiten, ...

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… Schotterarbeiten im Bahnhof und...

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… konsequenter Weise auch auf der Strecke, …

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… Mörtelarbeiten an den zahlreichen Stützmauern und …

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… natürlich auch Häckselarbeiten erledigt werden.

Doch dann war es soweit – Anfang September 2010 wurde der Streckenabschnitt Waldkirchen – Freyung vom EBA abgenommen und galt nun wieder als offizielle Bahnlinie. So stand unserer Wiedereröffnung nichts mehr im Wege.

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Am Vorabend der Überführungsfahrt zweier Waldbahnshuttles nach Waldkirchen, wir schreiben den 9. September 2010, gab es mit dem Skl nochmal eine Kontrollfahrt nach Passau. Natürlich musste am jüngst fertiggestellten Damm für ein Foto gehalten werden.


Eines muss ich heute rückblickend klar sagen: So genial die folgenden Jahre auf diversen großen Schienenfahrzeugen werden sollten – nichts kommt vom Flair her ran, an die abendlichen Heimfahrten nach Waldkirchen draußen auf dem Skl sitzend die laue Sommerluft der Jahre 2009 bis 2012 genießend.

Fortsetzung folgt...
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Dann war der große Moment gekommen. Vom Führerstand des Waldbahn-VT 28 aus fühlte es sich wie in Zeitlupe an, einen Zentimeter über dem Boden schwebend, als das Ausfahrsignal auf Hp2 schaltete und es von 405 raus ging auf die Strecke. Sogar der Audizug aus Ingolstadt wurde dafür an der Einfahrt gestellt und musste warten, bis wir den Weichenbereich geräumt hatten.

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Einen ersten Halt gab es schon nach gut zwei Kilometern, der frische Damm musste einfach auch nochmal mit einem Zug kurz im Bild festgehalten werden.

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In Waldkirchen angekommen sollte es für Vertreter der Presse noch eine erste inoffizielle Zugfahrt geben. Natürlich bestand ich bei diesem Sonnenuntergang auch noch auf einen letzten kurzen Fotohalt an genau der Stelle (km 42), an der ich in den späten 80ern viele Nachmittage auf die Rückfahrt der Übergabe aus Freyung wartete und ab 1990 die ersten Fotoversuche unternahm.

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Als am nächsten wolkenlosen Morgen alles bereitet war für den großen Tag, deutete noch nichts auf den Andrang hin, den wir bald im Stundentakt würden bewältigen müssen. Die Ruhe vor dem Sturm sozusagen – für einen Euro pro Fahrt konnte die Bevölkerung die neue Ilztalbahn testen und rannte uns von 10 bis 18 Uhr dementsprechend die Türen ein. Ich bin noch heute der Meinung, dass auch die schlechte Presse, die im Vorfeld immer wieder gegen uns gemacht wurde (seitens Politik, Radwegbefürwortern oder einfach Leute, die sich selbst wohl nicht leiden können...) einen großen Teil dazu beigetragen hat, dass die Neugierigen aus allen Richtungen herbei strömten: Zum einen, weil sie so mit den Füßen abstimmen und Position beziehen wollten, zum anderen, um sich selbst einfach mal ein objektives Bild dieser oft so sarkastisch belächelten Bahnidee zu machen.

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Die allererste offizielle Fahrt war für die örtliche Politik bestimmt – und weil ich ähnlich unpolitisch bin wie Queen, reservierte ich mir diese Fahrt von außen. Natürlich mit dem Elternhaus im Bild, das war ein Muss.

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Und genau 12 Minten später war zum ersten Mal Freyung erreicht. Unser Dornröschen war nun endgültig zurück im Leben angekommen – nicht zuletzt aber natürlich auch wegen unserer Fahrgäste, …

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… die uns nicht nur heute (man beachte den vollen Bahnsteig nach Rückkehr der letzten offiziellen Fahrt am Abend), sondern in den ersten Jahren jedes Wochenende aufs neue in Massen bestätigten, dass wir alles richtig gemacht hatten.

Im Jahr 2010 gab es dann noch zwei weitere Fahrtage zwischen Waldkirchen und Freyung. Einmal mit dem Schienenbus und einmal mit Waldbahnshuttle. Weil der Schienenbus aber hier noch oft genug zu sehen sein wird und am Fahrtag mit dem Shuttle ein Schotterzug mit 2x212 auf der Rottalbahn verkehrte (welcher mir Gott sei Dank wichtiger war), gibt es davon keine Bilder zu sehen.

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A prospos Schienenbus: An einem äußerst trüben Novembernachmittag weckten wir das Ilztal nochmal kurz aus dem Winterschlaf – eine Messfahrt stand an.

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Fast scheint es schon wieder das Normalste der Welt geworden zu sein, in Waldkirchen Züge am Bahnsteig stehen zu sehen.

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Damit uns in der Winterpause vor der ersten halben Saison nicht langweilig wurde, entrostete die 332 052 mit zwei K-Wagen gelegentlich die Schienen. Was ohne Schnee und Sonne schon ganz passabel aussah, ...

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… entfaltete bei entsprechender Witterung natürlich erst Recht seinen Reiz. Zahlreiche liegende oder auch noch stehende Biberbäume mussten aus dem Ilztal rausgeschafft werden, schließlich wollten wir die Ilztalbahn ab Sommer 2011 auf ganzer Länge offiziell befahren.

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Gut, an einen Militärzug mit drei 218 und 300m Länge kam das Gespann nun nicht ran, für mich waren diese Fahrten aber ein erster großer Höhepunkt seit Beginn der Arbeitszüge und das Osterbachtal (wie später auch das Ilztal) …

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… sind im Winter bei Eis und Schnee ob ihrer Kargheit sowieso am schönsten.

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Mit dem anbrechenden Frühling erwachten auch die Medien langsam aus dem Winterschlaf und statteten uns mindestens einmal monatlich einen Besuch ab. Ob Radio, Presse oder Fernsehen – alle interessierten sich irgendwie für unser Treiben und fanden es immer ganz spannend, auf dem Skl ein wenig durch die Kurven geschaukelt zu werden.

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Hobbymäßig war es für mich herausfordernd, im Frühling 2011 einen gesunden Spagat zu machen zwischen interessanten Arbeitseinsätzen im Ilztal und den letzten 217-Leistungen in meinem Übergangsrevier Mühldorf. Nach Inbetriebnahme des ESTWs nach Burghausen fiel die Wahl immer öfter auf ersteres, v.a. wenn wir lokbespannt herumorgeln durften.

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Mit primitiven aber effektiven Hilfsmitteln waren irgendwann dann auch die deutlich im dreistelligen Bereich liegenden Pfeiftafeln auf der Ilztalbahn gesetzt und montiert.

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Zu Pfingsten 2011 schwächelte das Wetter leider etwas, der Endspurt der Arbeitsmaßnahmen war aber angebrochen. So wurde weiterhin Holz gefahren …

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… und zum ersten Mal konnte ich Ilztalbahnmotive mit einem halbwegs vernünftigen Zug umsetzen, für die es als Fahranfänger gut zehn Jahre zuvor nicht mehr reichte. Die Tunnelausfahrt von Fürsteneck II war nach dem frischen Freischnitt dabei ein ebenso begehrtes Motiv...

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… wie der Felseinschnitt hoch über der Ilz hinter Fischhaus.

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Lieber noch eine zweite Variante ausprobiert – was man hat, das hat man. Und dass ein Regioshuttle mit seiner reflexierenden Frontscheibe für diese Motive ausscheidet, war ohnehin klar.

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Zwei Tage später war das Wetter alles andere als besser geworden – der Schotterzug, den wir an diesem Morgen auf die Strecke schickten, musste aber trotzdem bei jeder sich bietenden Gelegenheit dokumentiert werden. Weil das Licht für die Nord-Süd-Richtung am Einschnitt eh nie richtig passen würde, war das eine davon.

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Während die Köf im Bahnhof Waldkirchen mit Rangierarbeiten von Leerwagen zum Befüllen beschäftigt war, …

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… ließ die V40 im Osterbachtal die Steinchen tanzen. Ziemlich unkonventionell in Zeiten vor V60, V90, 215 oder 216 in Passau (dass diese Baureihen noch einmal in Passau stationiert werden sollten, war damals ja in den kühnsten Träumen nicht zu ahnen...).

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Wobei – moment – manchmal werden die kühnsten Träume ja doch wahr! So am 16. Juli 2011, als die Ilztalbahn nach gut 10 Jahren wieder als ganze Bahnstrecke offiziell befahrbar war. Dennoch wurden die Züge in Waldkirchen gebrochen – der vierteilige Schienenbus bediente dabei im Stundentakt die oberen zwölf Kilometer bis Freyung, während eine Dreifachtraktion Regioshuttles dem Besucherandrang auf den 38 Kilometern nach Passau runter in einem (bei 54 Minuten Nettofahrzeit gewagten, und deshalb auch bald chaotischem) Zweistundentakt Herr werden sollte.

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Nach der ein oder anderen Fahrt mit den Zügen und einigen Streckenaufnahmen glaubte ich an diesem Samstagabend selbst kaum meinen eigenen Taten, als ich am Waldkirchner Bahnhof vor dem Festzelt sitzend mit einem kühlen Bier in der Hand dem eben zur letzten Fahrt des Tages nach Freyung aufbrechenden Schienenbus keine Beachtung schenkte. So schnell kann das ganze also wieder zur Gewohnheit werden, wer hätte das gedacht...

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Wahrscheinlich war mir das verdiente Feierabendbier an diesem 16. Juli einfach wichtiger, als Züge – zudem wusste ich ja, dass sich das Spektakel am nächsten Tag wiederholen würde, und ich am Sonntag noch genug Zeit für weitere Aufnahmen haben sollte.

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Anders als am Vorabend wollte ich den letzten Zug bei der Ausfahrt aus Waldkirchen heute aber doch dokumentieren. Im Hintergund war das Fest schon vorbei und die Aufräumarbeiten im vollen Gange, die Vierergarnitur wurde halbiert, um nach der letzten Shuttlefahrt somit noch zwei Züge weitere um eine Stunde versetzt nach Passau schicken zu können. Während die am Bahnsteig wartende Garnitur in einer Vierteltunde heimfahren wird, geht es für den anderen Zugteil noch ein letztes Mal hoch nach Freyung, um Passau dann erst bei Dunkelheit zu erreichen und die zweitägigen Eröffnungsfeierlichkeiten zu beschließen.

Von nun an sollte es also jedes Wochenende im Sommerhalbjahr wieder Züge auf der Ilztalbahn geben.

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Der Planverkehr wird seither gewöhnlich mit Regioshuttles abgewickelt (Ausnahme 2014: da bekam ich den 642 ins Beiblatt), aber die von Beginn an zahlreichen Sonderzüge brachten immer wieder nette Bilder ins Archiv. Der allererste Sonderzug führte Anfang August 2011 von München-Moosach zum Zeltplatz an der Leopiermühle (ca. bei Streckenkilometer 27 gelegen). Als die Jugendgruppe einige Tage später wieder heimfahren wollte, war das Wetter so toll, dass der Zug an der Ilz und ...

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... im Felseinschnitt zwei kurze, außerplanmäßige Stopps zum Bewundern der herrlichen Landschaft einlegen musste :-)

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Als die Strecke wieder unter Wochenendverkehr stand, bedeutete das aber nicht, dass es unter der Woche nichts mehr zu tun gab. An der Ilz war hangseits noch ein großer Durchlass zu reparieren. Ich hatte dabei den leichtesten Job von allen, und durfte viermal zwischen Waldkirchen und der Baustelle pendeln, um die Arbeiten mit…

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… Schotter und anderen Baumaterialien zu versorgen. Die letzte Heimfahrt in der Abenddämerung, ganz allein auf dem Skl, war schon eine wildromantische Erfahrung.

Am Wochenende gab es nun immer eine Doppelgarnitur Waldbahnshuttles zu bestaunen, die (damals noch, was ziemlich stressig war) am frühen Samstagmorgen in Plattling geholt und am Sonntagabend dann wieder zurück überführt wurden. Dazwischen durften sie insgesamt achtmal durchs Ilz- und Osterbachtal pendeln. Anbei noch sechs Bilder dieses Planverkehrs im Spätsommer/Herbst 2011:

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Gleich zu Beginn der Reise wird vor der Kachletschleuse die viel befahrene Donau überquert.

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Eben wurde in Tiefenbach die Fahrerlaubnis bis Passau eingeholt und der Fahrt steht auf den letzten neun Kilometern nicht mehr viel im Wege.

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Vorbei an der ehemaligen Schotterladerampe an der Mayersäge, von wo aus Ende der 80er Jahre zahlreiche Schotterzüge zum Bau des Münchner Flughafens und Rangierbahnhofs verkehren, rollt dieser Zug zu Tal. Zwischen Sicklinger Berg und dem ehemaligen Haltepunkt Mayersäge verliert die Bahn in Richtung Freyung wieder einige der zuvor erklommenen Höhenmeter, ehe es ab dann wieder saftig bergauf geht.

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Rund um Karlsbach hält sich die Steigung aber angenehm in Grenzen.

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Vom Gelände des ehemaligen Karlsbacher Bahnhofs aus ist aus lichttechnischen Gründen nur ein Nachschuss auf den ersten Zug Richtung Freyung sinnvoll.

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So frei, wie zu Beginn unserer Aktivitäten war die Osterbachbrücke an der Brückmühle zu DB-Zeiten nie. Mittlerweile reicht die hier noch junge Pflanzung aber auch schon wieder bis zur Brückenoberkante.

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Die Saison klang am letzten Oktoberwochenende erfolgreich auch, und während wir das Wochenendleben bis dahin in vollen Zügen genossen, freute man sich auch wieder auf die Ruhe bei nicht öffentlichen Fahrten. Mittlerweile hatte sich auch an der Nachbarstrecke ein Förderverein zur Reaktivierung der Bahnlinie nach Hauzenberg gegründet. Dieser hatte ein gutes Dutzend alter Wagen gekauft, die nun aber vorerst mal bei uns untergebracht werden sollten. Auf dem Weg nach Kalteneck passiert die Köf mit der ersten Ladung mal wieder den Felseinschnitt …

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… und die Ilz bei typischem Novemberwetter, …

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… während der zweite Zugteil am Nachmittag bei Tiefenbach von der tiefstehenden Sonne geküsst wurde.

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Die letzten vier Wagen zog dann einige Tage später die 332 052 durch das Ilztal,

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… und konnte vor Fischhaus gar zu Fuß verfolgt werden.

So endete nun also die erste (kurze) Saison der komplett befahrbaren Strecke. Im neuen Jahr sollte die offizielle Saison bereits Ende April beginnen.

Fortsetzung folgt...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.05.20 09:46.
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Nach der Winterpause ging es im März 2012 zwar hochmotiviert, aber etwas aus der Übung, wieder ans Werk.

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Derartige Stimmungen bei „Dienstbeginn“ entschädigten doch jedes Mal aufs Neue für kaputte Hosen oder tiefe Fleischwunden...

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Auf in einen neuen, noch kalten Tag auf der Ilztalbahn.

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Die Passauer Eisenbahnfreunde hatten sich mit der 363 815 mittlerweile ihre erste V60 zugelegt, die noch im alten Lack gleich mal zeigen konnte, was noch in ihr steckte. Die fünf Schotterwagen am Haken waren jedoch selbst im 28 Promille Bereich vor Hauzenberg kein Problem für die alte Dame.

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Während die V60 sich auf der Strecke austobte, erledigte den Rangierbetrieb in Waldkirchen abermals die Köf. Wagen befüllen auf Gleis 1 – fast wie früher.

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Ganz schön was los heute im Bahnhof …

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Respekt und Erstaunen stehen in so manchem Kindergesicht geschrieben, dessen Augen und Ohren heute zum ersten Mal im noch jungen Leben eine richtige Diesellok live erleben durften. Irgendwie sehe ich mich selbst 25 Jahre früher da stehen...

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Je später der Abend - … Natürlich musste auch von diesem Güterzug ein Bild in unmittelberer Nähe der Stelle gemacht werden, an der das allererste Bild dieser Reihe mit meinem Vater entstand, und wo ich später selbst noch oft auf Züge auf der Rückfahrt von Freyung wartete.

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Aus Lokführerperspektive ein verspäteter Gegenschuss in den Garten, von wo aus die Hinleistungen oft mit offenem Mund bestaunt worden waren.

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Im allerletzten Licht steht der komplette Leerzug abfahrbereit in Waldkirchen. Nun konnte die Saison 2012 starten.

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Ende April war es soweit: Erster Fahrtag der ersten richtig langen Saison. Mittlerweile war auch die Fernsehsendung „Eisenbahnromantik“ auf uns aufmerksam geworden. Ich begleitete Redakteur Alexander Schweitzer mit seinen Kameramann sozusagen als Streckenscout drei Drehtage für die Außenszenen der gesamten Folge, die man uns widmete. Für Interessierte: Unter dem etwas verwirrenden Titel „Eisenbahnmärchen in Bayerisch Kanada“ ist die Folge auch heute noch ganz leicht im Netz abrufbar, u.a. einfach auf youtube. Verwirrend deshalb, weil ich persönlich und auch bestimmt viele andere mit Bayerisch Kanada eher das Regental als das Ilztal verbinde...

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In den Anfangsjahren war mir fast jede Schienenbusrunde ein paar Fotos wert, mittlerweile kann ich es auch verkraften, wenn ich mal einen Fahrtag verpasse – freue mich stattdessen, wenn ich ihn in Kalteneck oder Waldkirchen kreuze. Von echten Zugkreuzungen war im Jahr 2012 noch keine Rede, der Schienenbus absolvierte im Einzugbetrieb den gesamten Maifeiertagsfahrplan, hier bei Hauzenberg.

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Am Vatertag ca. drei Wochen später war er sogar dreiteilig unterwegs, und obwohl noch kein Vater, nahm ich an der Nachmittagsrunde bei Karlsbach …

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… und am Streckenmittelpunkt bei Fürsteneck zumindest passiv teil.

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Während man sich inzwischen längst an den Anblick der grün-gelben Waldbahnshuttles gewöhnt hatte, die mittlerweile regelmäßig die Kachletbrücke in Passau überquerten,...

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… war der Einsatz zweier Oberpfalzbahnshuttles am Pfingstwochenende fast schon etwas besonderes – und notgedrungen, benötigte die Waldbahn an diesen Tagen ihre gesamte Fahrzeugflotte selbst wegen des Pichelsteinerfests in Regen.

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Ab und zu mussten Fotos vom grünen Planbetrieb aber einfach sein, denn ab den Sommerferien 2012 konnten wir bis zum Ende der Saison...

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… zwei nicht benötigte Agilisshuttles aus Marktredwitz anmieten, welche sich ein wenig besser von der Kulisse des waldbahnfarbenen Bayerwaldpanoramas abzuheben vermochten – vorausgesetzt, die Sehstärke reichte aus...

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Beenden wir das an sich recht eintönige und ruhige, von den Fahrgastzahlen her aber äußerst ertragreiche Jahr 2012 doch mit einer Schienenbussonderfahrt über der Donau im Sommer ...

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… und mit einem Planzug über dem Osterbach am 3. Oktober.


Das Jahr 2013 sollte dann deutlich bewegter werden als 2012 – und das nicht unbedingt, weil ich zusammen mit einigen anderen Kollegen der ersten Stunde endlich den Tf-Führerschein erhielt.

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Zunächst war noch alles beim Alten – die Fahrgäste kamen und hatten ihren Spaß und ich hatte im Mai kaum Bilder gemacht – die Ilztalbahn war Alltag geworden und ich war mehr auf dem Führerstand denn draußen an der Strecke.

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Am Pfingstwochenende ein kleines Highligt: Die 332 052 wurde am frühen Morgen, noch vor dem ersten Planzug nach Kalteneck überführt, von wo aus sie unter der Woche zu Arbeitseinsätzen (Felssicherung) gebraucht werden sollte. Ich zeige diese Fotos von Donau und...

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… Ilz bewusst, weil hier noch in keinster Weise abzusehen war, dass nur eine Woche später, im Zuge des sog. Jahrtausendhochwassers, der Wasserpegel der Donau höher war, als der kleine Granitpfeiler der Kachletbrücke im Vordergrund. Während an der Ilz eigentlich alles relativ ruhig blieb, versank halb Passau Anfang Juni in den Fluten von Donau und Inn.

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Kaum zu glauben, dass in diesen Tagen, an denen die Köf so gemütlich entlang der ruhigen Ilz von Baustelle zu Baustelle tuckerte, oft sogar bei Sonne, …

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… die größte Flutwelle seit Jahrhunderten auf Passau zurollte.

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Die Ilz meinte es indes gut mit uns – während die Hauzenberger/Obernzeller Strecke in der Innstadt in einer fast zwei Meter hohen Schlammschicht unterging. Doch wer nun glaubte, die Ilztalbahn bliebe verschont, der irrte. Nein, es war nicht die Donaubrücke – sie hielt den Wassermassen stand – sondern ein hoher Damm bei Kilometer 4,7 an der B85-Unterführung, der am Abend des 2. Juni wenige Minuten nach Passieren eines Schienenbusses Richtung Freyung abrutschte. Es kamen glücklicherweise keine Menschen zu Schaden, die Köf und der Motorwagen waren nun aber wie auf einer Inselbahn eingesperrt.

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Dieser Umstand ermöglichte ab dem 8. Juni bis zum Ende des Monats immerhin einen zwar nicht recht effektiven, aber doch besser als erwartet angenommenen, Inselverkehr zwischen Fischhaus und Freyung.

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So hielt der kleine Zug die Strecke in diesen für viele Passauer traumatisierenden Tagen am Leben und wahrte wenigstens etwas den Schein einer heilen Welt.

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Als Eisenbahnfan hatte man also an vier Wochenenden Zeit, sich ganztags auszutoben, wenn man wollte, ...

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… ehe der Triebwagen seine Wochenruhe wieder in Waldkirchen verbrachte (hier beim Bereitstellen zur ersten Zufgfahrt an einem frühen Samstagmorgen im Juni 2013).

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Und weil einer der zuvor in Kalteneck abgestellten Bauzugwagen ohnehin zur Restaurierung in Freyung vorgesehen war, wurde die Zwangspause der ebenfalls eingeschlossenen Köf nach Ende der Felssicherungsarbeiten gleich genutzt, und der Wagen eines schönen Abends überführt, hier am heimatlichen Kilometer 42 zu sehen …

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… und wenige Minuten später nochmal gut drei Kilometer weiter.

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Nachdem der Damm repariert war, kehrte wieder der Alltag ein. Im nobf war doch neulich mal „Eisenbahnfotos ohne rauszugehen“ das Thema. Nachdem ich früher selbst vom Elternhaus aus einen Panoramablick auf die Strecke hatte und in meiner Wohnung in Dorfen zwischenzeitlich ebenso direkte Blicke auf die Gleise werfen konnte, wie in der ersten gemeinsamen Wohnung in Passau/Hacklberg über die Donau rüber zum Güterbahnhof, ergab sich vom alten Zimmer meiner Freundin in ihrem Elternhaus aus diese Ansicht auf die Ilztalbahn – kein ausschlaggebendes Auswahlkriterium damals, aber irgendwie bin ich mir in dieser Hinsicht dadurch recht treu geblieben... ;-)

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Die restliche Saison verlief in der Folge reibungslos, so dass die geplanten historischen Fahrtage am 15. August ...

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… und am 3. Oktober ohne Kalamitäten mit dem Schienenbus durchgeführt werden konnten. Zwei mittlerweile auch schon wieder hoffnungslos zugewachsene Stellen zogen mich damals magisch an: Der Blick auf Mayersäge …

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… und der abgeholzte Hang zwischen der Neuhausmühle und Leopiermühle.

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Der Schwiegerelternblick wäre indes auch heute noch so exklusiv umsetzbar, wurde aber auch damals trotzdem schon gerne umgesetzt, wenn man beim Grillen für ein Foto nur mal ein paar gemütliche Schritte ins Haus machen wollte.

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Als diese doch unerwartet chaotische Saison vorbei war, war es mal wieder an der Zeit zu feiern. Weil ich auf der Hinfahrt aber dem Wetter zum Trotz ein paar Bilder der frisch in den verkehrsroten Farbtopf gefallenen 363 815 machen wollte, lauerte ich dem Zug zunächst noch bei Fischhaus …

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… und Hauzenberg von Außen auf, ehe die Fahrt mit vielen anderen Aktiven ab Waldkirchen im Speisewagen weiterging.

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Weil ich aber nicht der einzige bin, der ab und an gerne mal ein Bildchen macht, blieben wir auf dem Rückweg von Freyung ohnehin noch einige Male stehen. Und jeder, der Lust hatte...

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… und sich noch sicher auf den Beinen halten konnte …

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… stieg an so mancher markanten Stelle (hoffentlich auf der richtigen Seite) mit aus.

Das war 2013.
Im Fahrplanjahr 2014 gab es neue Gesichter auf der Ilztalbahn zu sehen, und das sogar doppelt: nach der Einrichtung des TUZ (Technisch Unterstützter Zugleitbetrieb) war ab jetzt echter Mehrzugbetrieb möglich. Zum ersten Mal seit was weiß ich wie lange kreuzten deshalb am 1. Mai um kurz nach 10 Uhr in Kalteneck zwei (Plan-)Züge. Und nicht nur das: 2014 wurde mit 2016 das wohl mit Abstand abwechslungsreiche Ilztalbahnjahr des 21. Jahrhunderts.

Fortsetzung folgt...
Im Fahrplanjahr 2014 gab es neue Gesichter auf der Ilztalbahn zu sehen, und das sogar doppelt: nach der Einrichtung des TUZ (Technisch Unterstützter Zugleitbetrieb) war ab jetzt echter Mehrzugbetrieb möglich. Zum ersten Mal seit was weiß ich wie lange kreuzten deshalb am 1. Mai um kurz nach 10 Uhr in Kalteneck zwei (Plan-)Züge. Und nicht nur das: 2014 wurde mit 2016 das wohl mit Abstand abwechslungsreichste Ilztalbahnjahr des 21. Jahrhunderts. Versprochen:

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Los ging es zunächst mal mit einer kleinen Panne: Am ersten Fahrtag sollten sich der Schienenbus und ein Vogtlandbahn Desiro den Betrieb (welcher nun von vier auf sechs Zugpaare täglich ausgebaut worden war) teilen. Weil der 642 aber bei einer der Ausbildungsfahrten in Kalteneck defekt liegen blieb und die Reparatur etwas Zeit in Anspruch nahm, wurde ein komplett historischer Fahrtag aus diesem 1. Mai, als man notgedrungen die 363 815 mit Bar- und Speisewagen in den Umlauf einscherte. Rein optisch begann 2014 also fast genauso, wie 2013 endete. Nach der ersten Runde im Zug, wollte ich den 11 Uhr- und 15 Uhr- Umlauf fotografieren. So fand ich mich für die zweite Runde also an der Ilz in Fischhaus ein, nicht ahnend, ...

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… dass das Wetter zur dritten Runde am Nachmittag schlagartig besser werden würde, was somit noch ein paar Sonnenfotos an der Ilz hinter Kalteneck …

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… oder mit Bayerwaldpanorama zwischen Röhrnbach und Waldkirchen erlauben würde.

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Weil meinem damals kürzlich verstorbenen Onkel der große Bauernhof links hinter dem letzten Wagen gehörte und ich als kleines Kind auch manchmal bei ihm die Züge direkt an meiner Nase vorbei fahren sah (einmal mitte der 80er sogar den TEE auf Sonderfahrt), wollte ich ein Motiv von dieser Stelle in Karlsbach hier mit reinbringen. Die Fahrt der V60 in die Sonne schien mir dafür ganz passend.

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Mittlerweile waren wir dabei, unseren Wohnort langsam wieder etwas aus der Stadt raus und mit einem Bein aufs Land nach Tiefenbach zu verlagern. So sollte die Rückfahrt am Abend ein letztes Mal am bald neuen Haus- und Hofübergang geknipst werden.

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Bald schon liefen die beiden Vogtlandbahn-642 problemlos und die Fahrzeiten konnten bei meist prima funktionierender TUZ-Anlage auch weitgehend gehalten werden. Der genesene VT 05 hat vor zwölf Minuten Freyung (am linken Bildrand hinten) verlassen, vor zwei Minuten Karlsbach passiert und rollt nun in einem weiten Bogen über Mayersäge auf Waldkirchen (in meinem Rücken) zu, das in sechs Minuten erreicht sein wird.

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Halten wir uns aber gar nicht erst länger mit Plastikspielzeug auf – als sich im Frühling abzeichnete, dass die „Freunde der 212 001 e.V.“ vorhatten, mit der 212 133 (die ich als Mühldorferin witzigerweise in blau-beige vor der Haustür im Archiv habe) eine Fotofahrt zu veranstalten, war die Vorfreude groß. Am 13. Juni rollte dann das erste mal seit über 13 Jahren wieder eine V100 durch das Ilztal und wurde hoch über dem Fluss das erste Mal schnell geknipst.

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Weil die Ausfahrt aus Fürsteneck II so ideal im Licht lag, wurde auch hier schnell gehalten.

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Ein recht unkonventionelles Motiv ist die Osterbachbrücke zwischen der Neuhaus- und Köpplmühle (sie war anfangs schon mal mit dem Skl bei der Brotzeit und mit der V40 am Schotterzug aus spitzem Blickwinkel zu sehen), wenn man aber Zeit hat und der Zug einem nicht uneinholbar davon fährt, darf es motivlich ruhig mal ein wenig „alternativer“ werden.

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Ein Bild, welches hier auch unbedingt rein muss, ist der Schuss auf Waldkirchen exakt beim Kilometer 42. Genauso wie für mich aus Lotsenpersektive muss es für den Rangierleiter Ende der 80er/Anfang der 90er immer ausgesehen haben, wenn ich am linken Bildrand mit meinem Dreigangrad die Rückfahrt der Übergabe aus Freyung erwartete. Ein kleines Kind, das genau im Moment unserer Vorbeifahrt hier mit dem Rad lang gekommen wäre und mit leuchtenden Augen auf die 212 gestarrt hätte, wäre natürlich die Krönung gewesen. Dass ich damals vergaß, dergleichen zu arrangieren...?!

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Mit leuchtenden Augen starrten die Fahrtteilnehmer indes wenig später hinter Waldkirchen auf den schönen Güterzug und das Bayerwaldpanorama Richtung tschechischer Grenze. Ein störender Baum vor dem letzten Wagen wurde digital entfernt – für den großflächigen Freischnitt so mancher toller Fotomotive kam diese Fahrt leider ein Jahr zu früh...

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Nachdem wir an der Neuhausmühle ausgiebig fotografiert hatten, eilte es nicht, denn die Sonne sollte noch etwas Zeit bekommen, die letzte wirklich brauchbare Stelle an diesem späten Nachmittag auszuleuchten, ehe die Strecke zur fortgeschrittenen Tageszeit zu sehr im engen Flusstal verschwand. So versammelten sich die Teilnehmer zivilisiert und gut gelaunt ob des schönen Abendlichts vor Fürsteneck genau am Streckenmittelpunkt.

Ganz genau dafür habe ich mich den Arbeiten vor fünf Jahren angeschlossen. Ziel erreicht ;-)

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Die angebrochene Fußball-WM in Brasilien schraubte meine Fotoaktivitäten in der Folge zurück, der Fahrbetrieb lief aber weiter, mit Liveticker für die Fahrgäste exklusiv vom Tf. Zum Schichtwechsel am Passauer Hauptbahnhof durfte der Nachwuchs dann auch langsam mal seine ersten Erfahrungen mit der Eisenbahn machen...

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Seit wir zu dritt waren ließen wir uns zwangsläufig an langen freien Wochenendabenden wieder öfter in der Heimat sehen, wo es ein Leichtes war, sich für ein schnelles Foto vom letzten Zug mal kurz abzuseilen.

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Nach dem Sieg über Frankreich im Viertelfinale zeigte auch der VGB VT 05 Flagge und unterstützte unsere Jungs im fernen Brasilien auf seine Weise. Am heutigen Tag hatten wir erstmals Dreizugbetrieb auf der Strecke (wann gab es das jemals zuvor?). Nachdem ich in Kalteneck schon den planmäßigen Gegenzug gekreuzte hatte, begegnete mir in Waldkirchen noch ein Solo-Motorwagen als privat bestellte Sonderfahrt. Der nicht blaues Dauerlicht zeigende Leuchtmelder oberhalb der H-Tafel signalisiert dem Tf, dass der 2000Hz-Magnet scharf ist, und entspricht somit einem Halt zeigenden Hauptsignal. Nach dem Schlüsseltausch mit dem Gegenzug und dem Einholen der Fahrerlaubnis beim Zugleiter kann der Magnet für den nächsten Streckenabschnitt deaktiviert werden, was durch blaues Licht angezeigt wird.

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Das Leben war spannend in diesen Zeiten: nur zwei Tage nach unserer Standesamtlichen Hochzeit, die im engsten Freundes- und Familienkreis dann in einem kleinen Sonderzug nach Freyung gefeiert wurde (den ich auf der Rückfahrt im Anzug natürlich zum Amüsement aller Gäste noch kurz schnell fotografieren musste) gewann die DFB-Elf in Rio den Weltmeistertitel. Das Flaggezeigen am VT 05 hatte seine Wirkung nicht verfehlt ;-)

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Und es gab keine Atempause – noch immer mit zitternden Knien seit der Verlängerung gegen Argentinien unterwegs, servierte man schon in der Folgewoche das nächste Schmankerl: Die im Frühjahr von der IGE erworbene und in Passau aufbereitete 216 224 rollte aus zur Probefahrt. Mit sechs Personenwagen glitt es sich im Ilztal natürlich recht lässig dahin, die Anfahrtests bei fast drei Prozent Steigung im Schnellgang absolvierte sie aber ebenso zufriedenstellend.

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Die schwül-heiße Luft auf der Hinfahrt hatte sich gegen Mittag zu einem heftigen Gewitter über den Bergen zusammengebraut – glücklicherweise verlief dessen Grenze aber ca. fünf Kilometer nördlich der Bahnstrecke bei Mayersäge. Jetzt brauchte die recht nackte Lok nur noch ein paar Schriftzüge verpasst, und dann hoffte man auf den ein oder anderen Zug, den man damit noch in Richtung „Woid“ würde bespannen können.

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Gegen Ende der Woche sollten die VT 05 und 10 gegen den 03 und 06 getauscht werden. Weil mir die Nummern nicht viel sagten und sie mir egal waren, wollte ich an diesem Samstagmorgen eigentlich mal ausschlafen – meine Schicht begann erst um 14.30 Uhr Passau. Dann war um kurz nach 7 Uhr aber schnell Schluss mit Schlaf, als der Kollege der Frühschicht mich anrief, er würde heute mit einem für das Vogtland werbenden bunten Triebwagen kommen. Weil das Wetter perfekt war, stand ich zwanzig Minuten später an der Ilz und freute mich auf diese Abwechslung, die uns der Fahrzeugeigentümer auf diese Art bescherte. Der Zug wurde auf seiner ersten Runde noch verfolgt ...

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… und unter anderem nochmal kurz vor dem Endbahnhof abgepasst, ehe ich heimfuhr und mich auf den Dienstbeginn am Nachmittag freute, zu dem ich den Triebwagen dann selbst übernahm.

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Weil wir grad Ende Juli hatten, wollte das Gymnasium Freyung eine Art Neuauflage ihrer Wandertagsfahrten mit der Ilztalbahn machen. Was in den 90er Jahren die Regel war, glich jetzt wieder einer Besonderheit. Gut, an einen Wagenzug mit Bundesbahnloks kam die 642-Doppeleinheit, die da an zwei aufeinanderfolgenden Wochentagen je zweimal nach Freyung pendelte, natürlich nicht heran – für mich war dieses gemischte Doppel aber ein reizvoller Hingucker: Am ersten Tag reichte die Zeit zwar nur für Bilder der morgendlichen Leerreise nach Freyung...

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… und am zweiten Tag nur für die mittägliche Heimfahrt und …

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… leere Rückreise – aber mir war das Programm genug.

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Schon am nächsten Tag gingen die beiden ungleichen Geschwister wieder getrennte Wege. Der bunte Hund aus dem Vogtland stand aber bereitwillig nochmal Model für seinen Kutscher in Freyung, ehe er wieder sicher zurück nach Passau gesteuert wurde.

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Zwischendurch mal wieder spontan an der Ilz nach dem Rechten gesehen – die einstige Paradestelle drohte nämlich im schwül-feuchten Klima des Sommers 2014 gefährlich zuzuwachsen...

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Büsche sind am Bahnhof Freyung Gott sei Dank kein Hindernis mehr. Heute mit dem VT 03 unterwegs, musste ein Bahnhofsbild kurz vor der vormittäglichen Rückfahrt noch schnell sein...

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Im Vergleich dazu einige Tage später dieser Frontfensterschuss vom anderen Ende der Ilztalbahn. Das Kribbeln in den Sekunden, wenn die Weiche schon gelegt wurde, die Gruppenausfahrt aber noch Rot ist...

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Zwanzig Minuten später bot sich ein ganz anderes Bild, augenscheinlich fernab jeglicher Zivilisation. Mensch, an der Ilz muss ich im Winter echt mal die Astschere ansetzen. Motorsäge wäre besser, aber das blutige Ergebnis kennen wir ja bereits von einem älteren Bild...

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Auch wenn man auf der Ilzbrücke von dem Autozug, der heute in zwei Teilen nach Waldkirchen zur Sommerfrische zu bringen war, nicht viel sieht – weil die Sonne grad so schön draußen war, wäre es ein Frevel gewesen, mit den 300 Metern einfach so drüber hinweg zu poltern.

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Für ein Foto mit viel (mehr) Wagenzug bot sich seit jeher schon die Köpplmühle an.

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Zur zweiten Fahrt am Abend stand die Sonne bereits sehr tief im engen Tal, aber weil es nochmal so schön aufklarte, war diese Tour ein ganz besonderer Genuss. An der Nordausfahrt Kalteneck, wo ich sonst nie auf die Idee käme, ein Bild zu machen, war das Licht ganz brauchbar.

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Im Prinzip hing ich aber auf der gesamten Fahrt mit dem Kopf auf der Beimannseite beim Fenster raus und genoss bei flatterndem Haar die Geräuschkulisse mindestens so sehr wie den wärmenden Blick gegen die Sonne.

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Auf der Zielgeraden präsentierte sich die Fuhre nochmal derart herrlich im Abendlicht, dass ich nicht widerstehen konnte.

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Unmittelbar, bevor die von Westen obligatorisch herein drückende Schleierfront das Licht ausknipste, begannen zum zweiten Mal am heutigen Tag die Rangierarbeiten von Gleis 2 hinüber zu den ehemaligen Holzladegleisen. Während der erste Zug am Nachmittag auf den Gleisen 5 und 6 verteilt wurde, ging es für den zweiten Zugteil an den Prellbock nach Gleis 4.

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Wenn sich hier am nächsten Fahrtag die beiden 642 um Punkt 12 Uhr treffen, müsste das aussehen, wie auf einer übertrieben überfüllten Modelbahnanlage...

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Ja, und irgendwie wurde der tatsächliche Anblick meinen ursprünglichen Erwartungen genau gerecht, als am darauffolgenden Samstag zur Mittagsstunde ALLE sechs Gleise in Waldkirchen belegt waren!

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Am späteren Abend wurde auf das Eis beim familiären Grillabend wieder verzichtet, da ich ein weiteres So-Nebenbei-Foto machen musste.

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Obwohl der August 2014 eher an Sonne geizte, war sie zu den entscheidenden Zügen meist da. Die kleine Köf verliert sich fast zwischen all den Großdieselloks jener Tage, war mir an diesem Abend aber auch genauso viel wert, wie eine V-irgendwas Lok.

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Werfen wir doch auch mal einen Blick in das Bw Passau, wo sich die 642 werktags vor der Reisezughalle von den anstrengenden Bergtouren an den Wochenenden ausruhten. Eben war die 216 mit zwei Wagen eingetroffen, um dann für den traditionellen Landkreissonderzug vorbereitet zu werden.

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Dabei gelang mir eine gute Stunde später in einer Wolkenlücke eins meiner buntesten Bilder – auch wenn ich zugeben muss, dass die gelbe 218 erst nachträglich eingefügt wurde. Sie war beim Umfahren ihres Bauzuges leider um 15 Sekunden zu langsam und tauchte trotz akribischem Arrangements der restlichen Fahrzeuge erst wenige Augenblicke nach Vorbeifahrt des Münchner RE wieder hinter dem Stellwerk auf...

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Als wäre das Programm ohnehin nicht schon stressig und bunt genug gewesen, wollte auch die V65 der Staudenbahn noch mit einem Schotterzug aus Vilshofen auf unserer Strecke mitmischen.

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Während das Wetter auf der Hinfahrt nach Freyung noch recht passabel war, …

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… regnete es sich zur Rückfahrt leider ziemlich ein. Ein bisschen schade, hätte diese außergewöhnliche Fuhre doch noch den ein oder anderen Sonnenstrahl mehr verdient gehabt. Damals als buchstäblich einmalig wahrgenommen, konnte noch niemand ahnen, dass die Staudenbahn besonders im Jahr 2017 schon fast ein Stammgast auf der Ilztalbahn werden und für so manch weitere blaue Farbtupfer auf unseren blank gefahrenen Schienen sorgen würde.

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„Moment mal!“ dachte sich da die 216 224 – „Der blauen Konkurrenz so einfach das Feld überlassen? Da hol ich doch mal schnell die zwanzig Autowagen aus Waldkirchen ab, ehe mir eine andere Maschine diese Aufgabe wegschnappt!“. Hier ist die Lok am Tunnelportal Fürsteneck II auf der Lz-Fahrt nach Waldkirchen zu sehen.

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Während der Rangierarbeiten und der Bremsprobe war genug Zeit, einen Blick aus der Distanz auf das Treiben zu werfen. Nicht, dass ich lange vor Corona schon Berührungsängste mit den Kollegen gehabt hätte, …

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… aber ich spekulierte darauf, dass allein die eine Zughälfte eine derartige Länge aufweisen würde, dass mir beim Rausziehen aus Gleis 4 und Zurückdrücken auf Gleis 2 noch eine Art vorgetäuschte „Streckenaufnahme“ gelingen würde.

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Für die Rückfahrt nach Passau hätte sich natürlich Hauzenberg als Motiv ob der Zuglänge viel besser angeboten. Dort stand der Mais aber heuer schon viel zu hoch, um das halbwegs vernünftig umsetzen zu können. Im Nachhinein bin ich aber ganz froh, mich für diese Ersatzstelle gleich hinter Waldkirchen entschieden zu haben: es war nicht nur genial zu hören, wie sich die 216 durch die Kurven den Berg hoch kämpfte (der Scheitel ist aber gleicher erreicht), sondern während Hauzenberg erst im darauffolgenden Winter wieder so richtig fotogen freigeschnitten werden sollte, wuchs dieses zwei Jahre zuvor bereits komplett vom Bewuchs befreite Motiv schon wieder zu.

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Nach einem Halbwolkenschaden an der Neuhausmühle (Lok und die ersten zwei Wagen zwar im Licht, der Rest aber komplett finster) wurde die Anfahrt nach der Zuglaufmeldung in Tiefenbach im Berg nach Patriching hoch abermals eher sound- denn zugbetont genossen.

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Die 216 schien daraufhin immer noch nicht genug zu haben – konnte heute aber eine ruhige Kugel schieben, weil statt 640m Wagenzug nur eine Hand voll Lokführer zur Baureihenschulung den Berg hoch zu bringen war.

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Wer noch auf ein paar herbstliche Desirobilder hofft, muss sich noch kurz gedulden. Es kommen gleich noch ein paar, zunächst aber sorgte eine private Sonderfahrt mal wieder für Dreizugbetrieb auf der Strecke. Dem nebeligen Ilztal kürzlich entflohen, sorgte ab Fürsteneck perfektes Herbstwetter für leuchtende Farben, als die V60 mit ihrem kurzen Züglein vorbei an der Köpplmühle auf steter Bergfahrt die Kreuzung mit dem ersten talwärtsfahrenden Planzug in Waldkirchen anstrebte.

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Weil die Schatten dort relativ ungünstig fielen, setzte ich meine Fahrt gleich weiter fort in Richtung Karlsbach, von wo aus sich der Zug schon bald aus der Ferne durch lautes Pfeifen ankündigte, ehe er sich mir am alten Haus- und Hofübergang im morgendlichen Streiflicht präsentierte.

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Dank einiger Langsamfahrstellen an den hier nun zahlreich querenden Gemeindestraßen war es ein Kinderspiel, die Fuhre noch ein weiteres Mal vor dem Ziel einzuholen.

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Weil ich an diesem Samstag frei hatte und das Wetter viel zu perfekt war, um die 642 einfach links liegen zu lassen, ging ich den Mittag über ein wenig auf Desiroschau. Mittlerweile waren der VT 11 und …

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… der VT 19 im Einsatz, nachdem der VT 06 im September bei Kalteneck einen glimpflichen, aber doch im Gleisbett endenden Bü-Unfall hatte.

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Zur Rückfahrt des Sonderzuges am späteren Nachmittag stand ich dann wieder Gewehr bei Fuß und möchte von der Bildserie des großen Us unterhalb von Grillaberg den eigentlich nur beiläufig über das Tal hinweg angefertigten Nebenschuss zeigen.

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Nach einer kurzen Verfolgung gab es dann doch noch einen Standardschuss, ehe der Rest der Familie aufgegabelt wurde und …

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… es indirekt mit einem Schlenker über Neuhausmühle nach Hause ging.

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Schließlich war das letzte Betriebswochenende 2014 gekommen. Nachdem ich am Samstag bei meiner letzten Schicht schon betrieblich Abschied von den 642 genommen hatte, erfolgte am Sonntagmorgen das fotografische Lebewohl (nach ein halben Stunde Freischnitt der Fotostelle...). Auch wenn die 642 nicht ohne Zicken liefen war das dennoch schade – denn irgendwie waren sie doch noch ein bisschen mehr Eisenbahn als die Regioshuttles, welche ab 2015 wieder zur Verfügung stünden. Nicht nur deshalb aber war von vornherein klar, dass die nächste Saison nicht annähernd so interessant werden würde, wie diese...


Fortsetzung folgt...


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Wie monoton 2015 im Vergleich zu 2014 werden sollte, dürfte gleich mit dem ersten Bild klar werden – wenn ich mich schon gezwungen sehe, den Schienenbus bei diesem Milchwetter zu zeigen.

Das Fehlen der großartigen Züge des Vorjahres war vor allem auch deshalb schmerzlich, weil im Winter von unserer Infrastrukturtruppe viele Stellen entlang der Strecke einem 3mm-Aufsatz ähnelnder Weise freigeschnitten wurden.

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Aus diesem Grund musste eine der wenigen Sonderfahrten natürlich an genau jenen Stellen dokumentiert werden: Die 363 815 mit privatem Sonderzug an der so frei geholzten Ilz wie seit 50 Jahren nicht und...

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… eine Dreiviertelstunde später am ebenfalls rasierten Grillaberger-U.

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2015 stand also in der Folge ganz unter dem Stern, die wenigen fotogenen Züge mit den zahlreichen neugeschaffenen Sichtfenstern zu kombinieren. Ein Schienenbus geht immer – so wie hier am Vatertag …

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… auf seinem Weg ilzabwärts hinter Fischhaus.

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Auch Hauzenberg war komplett freigeholzt worden und ermöglichte nun die verschiedensten Blickwinkel von Sonnauf- bis Sonnenuntergang.

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Am 15. August war mit einem Agilisshuttle wieder gemischter Planbetrieb im Ilztal. Der erste Zug lief mit vier Schienenbussen nach Freyung, wo einer der Motorwagen aber für eine später von dort gebuchte Charterfahrt hinterstellt wurde.

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Weil der Schienenbus vierteilig mittlerweile relativ selten geworden war, gibt es gleich noch ein zweites Bild vom selben Standpunkt aus, an dem gut zu sehen ist, welchen Bogen die Bahn hinter Waldkirchen gemacht hat, um wieder in Richtung Freyung zu führen.

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Am Nachmittag war es im Dreiteiler dann ganz schön eng geworden, der Ausblick entschädigte aber bestimmt auch die klaustrophobischen Fahrgäste...

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Weil mir vom Zug aus aufgefallen war, dass es in der Kurve zwischen Grillaberg und Karlsbach schon wieder ordentlich sprießt, konnte ich auf keinen besonderen Zug im passenden Abendlicht mehr warten und wollte das Motiv schleunigst noch in den Kasten bringen. Ein Shuttledoppel macht sich zur Abwechslung ja auch mal wieder ganz gut, zumal mein Blick hier eigentlich eh weniger zum Zug als zum Horizont geht...

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Einen ganz tollen privaten Sonderzug gab es gegen Saisonende aber doch noch. In der Frühe mit dem ersten Zug selbst noch gekreuzt, ging es sofort nach der Ablösung im Passauer Hbf nach Waldkirchen hoch, um zumindest die Rückfahrt noch zu dokumentieren. Diese blöden Kühe bekamen leider genau im Moment der Zugvorbeifahrt die Panik ihres Lebens uns eilten mir fast noch aus dem Foto...

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Die traditionelle Nikolausfahrt der Passauer Eisenbahnfreunde führte in diesem Jahr mal wieder nach Waldkirchen, was der Strecke im Dezember zwar ohne Schnee, aber immerhin bei perfektem Winterlicht noch einen Zug bescherte.

Die Geschichte des Jahres 2015 war also schnell erzählt. Das Kapitel 2016 wird wieder um einiges dicker und unterhaltsamer.

Fortsetzung folgt …
Die Geschichte des Jahres 2015 war also schnell erzählt. Das Kapitel 2016 wird wieder um einiges dicker und unterhaltsamer.

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Das neue Jahr war noch keine 40 Stunden alt – da war das schon klar. Als am Nachmittag des 2. Januar ein leerer Autozug aus Saal Passau erreichte, um nachts weiter zur Abstellung nach Waldkirchen gefahren zu werden, setzte ich alles daran, die Abfahrt auf den nächsten Vormittag bei Tageslicht zu verschieben. So gab es am 3. Januar schon nach wenigen Kilometern ein erstes unbeabsichtigtes Foto während eines unfreiwilligen Haltes, da es aber schon sehr bald weitergehen konnte, …

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… stand weiteren Aufnahmen nichts im Weg.

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20 Doppelwagen waren es übrigens heute – 640m Zug schlängelten sich hier hinter Tiefenbach zur Ilz hinunter, ganz am Ende die 216 224 als Schubse.

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Für die hatte heute aber niemand Augen. Als in der Zehner-La absehbar war, dass hier gleich Licht sein würde, waren alle Blicke nur auf die MY 1149 gerichtet. Ein Sechsachser steht im Felseinschnitt – Wahnsinn! Und wieder so ein Moment, der die Reaktivierungsstrapazen vergessen ließ!

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Norwegen? Kanada? Fischhaus!

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Weiter geht’s. Von der Schublok keine Spur – nur 12 der 20 Wagen sind im Bild zu sehen...

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In Kalteneck wurden die hinteren 12 Wagen auf Gleis 4 abgestellt. Während die 216 224 am anderen Bahnhofsende direkt am Blinklicht-Bü stand, war die Zuglok schon halb in Fürsteneck. Zeit für ein schnelles Foto...

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Im eher flachen Osterbachtal vor Röhrnbach noch schnell ein letztes Bild des verbliebenen Kurzzuges, auf dem nun auch die Schublok erkennbar ist, ehe der bald beginnende gut sechs Kilometer lange 28-Promille-Anstieg nach Waldkirchen hoch dann keine weiteren Fotos mehr zuließ – sicher ist sicher, wir wollten es ja nicht machen müssen, wie die armen DB-Lokführer ihrer Zeit, für die mit ihren (trotz oft 3x218) untermotorisierten Panzerzügen der Berg nach Waldkirchen hoch im ersten Anlauf meist nie zu schaffen war...

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Bei ebenfalls sehr wechselhaften, herrlichen Winterstimmungen einige Tage später...

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… blieb mir dafür, als diesmal im Auto nebenher Reisender, eh noch genug Zeit.

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Noch im weiteren Verlauf des Januars waren die Wagen wieder alle abzuholen, weil sie nun doch deutlich früher als zuerst vermutet, benötigt wurden. Zuallererst wurden die 12 Wagen aus Kalteneck geholt und das Kreuzungsgleis somit wieder geräumt. Nach der Bremsprobe präsentiert die 216 224 sich mächtig stolz an ihrem Zug in einem Bahnhof, der in den letzten Jahrzehnten eine interessante Metamorphose durchlebte – wie diverse Bilder im Netz aus den unterschiedlichen Betriebsepochen beweisen. Der hier zwischen zwei Lampenmasten am Bahnhofsgebäude erkennbare gelbe Briefkasten bildet dabei eine der wenigen Konstanten.

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Die Waldkirchner Wagen waren am nächsten Tag dran. In einer herrlich getimten Wolkenlücke – der Zug kriegt hier grad wirklich die einzigen drei Minuten Sonne des gesamten Tages ab – war DAS Wunschbild der 12 Monate zuvor freigeschnittenen Kurve schließlich im Kasten.

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Lz ging es umgehend ein zweites Mal in den Wald hinein, wo die Schneefront schon bald mit voller Wucht zuschlug. Zur Sicherheit mal ein Beweisbild auf der Ilzbrücke gemacht – wer weiß, wie mies das Wetter in den kommenden Stunden noch werden würde. War es an der Ilz schon schwierig, die Linse flockenfrei zu halten und die Lok noch halbwegs scharf zu bekommen, …

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… sah man in Waldkirchen oben zur Bremsprobe zeitweilig die Hand vor Augen nicht. Es war herrlich – auch wenn ich mir schon Gedanken machte, wie meine geplanten Fotos auf der Rückfahrt da wohl umsetzbar sein sollten...

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Doch kaum war der Zug am ersten Wunschmotiv angekommen – hörte das Schauspiel wie von Geisterhand zusehends auf.

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An der Neuhausmühle ging es auch zügig wieder weiter, ohne den lebenswichtigen Übergang zum Brotbäcker zu lange zu blockieren.

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Und in Fischhaus schließlich war das Schneetreiben ganz vorbei. Eine Stunde später regnete es...

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Von Schnee und Regen keine Spur drei Monate später zum Pre-Opening der offiziellen Saison. Vor dem ersten planmäßigen Betriebswochenende 2016 war uns heuer ein besonderes Schmankerl vergönnt. Am letzten Aprilwochenende dampfte die ÖGEG 638 je zweimal nach Freyung hoch. Beim Kaiserwetter des ersten Tages war ein Abklappern der passendsten Motive natürlich obligatorisch – angefangen an der Ilz, …

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… weiter über den Osterbach …

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… zog die alte Dame stets majestätisch an den Fotografen vorbei.

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Die Rückfahrt Tender voraus war zwar nicht die Sache für Puristen – weil ich aber kein solcher bin und mir das herrliche Wetter gepaart mit diesem schönen Züglein viel zu schade zum Ignorieren gewesen wäre, klapperte ich mit dem frühlingshaften Sicklinger Berg vor dem Restweiß des Horizonts, ...

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… der aus dem Winterschlaf erwachten Neuhausmühle …

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… und dem nicht mehr wirklich vereisten Ilztal noch ein paar Wunschmotive ab, ehe es zum Essen erst mal schnell nach Hause ging.

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Auch die P8 war zwischenzeitlich ein wenig verpflegt worden und hatte sich in Passau am Wasserkran vor der anstehenden zweiten Bergfahrt soweit erholt, dass sie diese pünktlich in Angriff nehmen konnte. An der Ausfahrt aus Kalteneck wollte ich sie unbedingt haben …

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… und auch wenn die Dampffahne angesichts der Temperaturen mittlerweile als solche kaum noch zu erkennen war, lag der Sicklinger Berg kurz vor der Seufzerbrücke schon allein wegen des Panoramas nahe. Weil der Chef meiner Frau ausgerechnet heute heiraten musste, und ich mich durch meinen Freigang am Nachmittag eh schon belohnt genug fühlte, ging es nun aber heim zum Herrichten für die abendliche Feier - ...

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… das Ganze aber natürlich nicht, ohne den Aufbruch so zu timen, dass im Anzug noch die Rückfahrt vor der Haustüre abgepasst wurde – ein absolutes Muss, nachdem die Infrastrukturtruppe hier in diesem Winter ordentlich Hand an der Vegetation angelegt hatte.

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Vom zweiten Tag gibt es dann nicht mehr viele Bilder. Die erste Runde wurde auf der Lok genossen und das Wetter lockte mich für die letzte Tour dieser beiden Tage nur noch in den Fürstenecker Tunnel – es waren dennoch die mit Abstand nervenaufreibensten zwanzig Sekunden dieser Veranstaltung.

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Nach allen diesen Schmankerln schon vor Saisonbeginn war die Lust auf ein paar Bilder vom Planbetrieb in der Folge überraschend groß - das Licht zum letzten Zug nach Passau lockte mich an so manchem freien Wochenendabend hinaus.

Von einer planmäßig weiterverlaufenden Saison konnte jedoch bald nicht mehr wirklich die Rede sein. Der alte Patient aus dem Hochwasserjahr 2013, der Damm an der B85 bei Passau – meldete sich wieder zu Wort.

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Weil Geologen Anfang Juni (also genau 3 Jahre nach dem Hangrutsch) eine gewissen Instabilität festgestellt hatten, war die Strecke für besetzte Reisezüge ab dem Moment gesperrt. Das ist bei Streckenkilometer 4,7 natürlich äußerst dumm, im Vergleich zum Beispiel zu 44,7, jedoch blieb die Möglichkeit gewahrt Leerreise-, Güter- und Bauzüge weiterhin verkehren zu lassen. Das führte zwar zu einem erneuten sechswöchigen Inselverkehr, glich aber nicht einem totalen Lockdown. So pendelte der Schienenbus halt mal wieder in einem Erstzfahrplan ein- oder zweiteilig (je nach Gruppenreservierungen) zwischen Freyung und Fischhaus, und fuhr – wenn Fahrgäste nach dorthin vorhanden waren – auch noch weiter hoch nach Tiefenbach. Hier kehrt er eben leer von genau dort zurück, um dann in Fischhaus die neuen Fahrgäste aus dem SEV-Bus aufzunehmen.

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Äußerst dumm für die Fahrgäste und unser ehrenamtliches Unternehmen – aber ich persönlich versuchte zumindest, fotografisch noch das halbwegs Beste aus diesen sechs Wochen Schienenbusverkehr zu machen.

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In genau jene Zeit der Sperrung fiel ein langer Flachwagentransport zur Abstellung nach Waldkirchen, der die Schadstelle als Güterzug passieren durfte. Dass wir bei dem Wetter mit nur zwei V100 den ersten Berg hochkamen, hätte ich nicht erwartet. Selbst der Fdl Passau wünschte uns beim Fertigmelden einen „Guten Rutsch!“. Aber die Staudenbahnkollegen haben es gut hinbekommen und gönnten den Loks später genauso gut gelaunt wie ihr Lotse eine kleine Verschnaufspause an der Ilz.

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Als die Wagen alle in Waldkirchen geparkt waren, ging es unter tollsten Lichtstimmungen als Lokzug zurück nach Passau. Ein letztes Bild von 212 242 und 212 063 entstand hinter Tiefenbach.

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An exakt derselben Stelle entstand auch das nächste Bild in diesem Jubiläumsbeitrag – allerdings erst einige Wochen später bei unveränderter Betriebssituation. Weil wir aber kein besetzter Reisezug, sondern ein oft fotografierter Bauzug waren, war das Passieren des Zickendamms kein Problem. Die PEF hatten sich mittlerweile ihre zweite V60 zugelegt und diese blau-beige lackiert. Und weil eine Neuerwerbung ja mal getestet werden will, fand sich schnell eine passende Gelegenheit.

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Wir waren extra so früh aufgebrochen, um an DER Stelle des heutigen Morgens noch Frontlicht zu haben. Nach sieben Uhr ist die Sonne hier selbst Anfang Juli schon zu weit rum.

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Immer noch an der selben Stelle stehend, ließ unser Testzug mit Neuzugang 362 761 sich geduldig von mehreren Blickwinkeln aus ablichten.

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Nächster Halt: Ilzbrücke. Nicht zuuuu lange aufhalten hier, um rechtzeitig ...

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… an der Ausfahrt von Fürsteneck I zu sein, ehe diese nicht mehr günstig im Licht lag. Vor lauter Enthusiasmus haben wir dabei leider einen Geisterzug kreiert und übersehen, einen Fahrtteilnehmer als Tf auf der Lok zu lassen.

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Hinter der Neuhausmühle haben wir das dann besser gelöst, auch wenn ein leerer Führerstand hier ob des Weitwinkels weniger gestört hätte.

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Auf der Rückfahrt sah es zunächst bald so aus, als ob es bei diesem einen Foto bleiben würde, da es von Westen her rasant dunkler wurde und ab Waldkirchen das Licht dann tatsächlich weg war.

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Da wir aber keine Eile hatten und von der Neuhausmühle aus zu erkennen war, dass die Gewitterfront nicht endlos war, wurden wir nach einer Stunde gemütlichem „die Seele im Gras baumeln lassen und dabei tröpfchenweise abgekühlt werden“ wieder mit voller Sonne belohnt, die uns dann auch bis zum Ende der Fahrt treu bleiben sollte.

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Besser noch: Mit dem Gewitter waren auch die Schleier weg, die schon deutlich früher aufgezogen waren und die Luft war vor Kalteneck wieder herrlich klar.

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Aus diesem Grund gibt es von der Einfahrt in den Kreuzungsbahnhof eine zweite Variante, die mit einem fahrenden Planzug so nur schwer umzusetzen wäre (von der reflektierenden Frontscheibe des RS1 noch ganz abgesehen...).

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Deutlich fotogener wäre der Regioshuttle über der Ilz – aber ganz ehrlich, ohne der Waldbahn zu nahe treten zu wollen, wer möchte hier dieses Plastikspielzeug sehen, wenn er auch einen echten Zug haben kann?!

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Ein schöner Tag war zu Ende, die langsam nervende betriebliche Ausnahmesituation aber hielt an – hier ist der Schienenbus mal wieder auf Leerfahrt hinter Tiefenbach hinab nach Fischhaus zum SEV-Treffpunkt zu sehen, nachdem er dort noch eine Gruppe Wanderer abgeliefert hat. Der Umstieg vom Bus in den Zug musste in Fischhaus erfolgen, weil für ersteren im Gegensatz zu Tiefenbach erst dort eine geeignete Halte- und Wendemöglichkeit bestand.

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Pünktlich zum ersten Sommerferienwochenende Ende Juli konnte die Strecke aber Gott sei Dank wieder regulär befahren werden. Weil ich den Agilisshuttles fotografisch nicht viel abgewinnen kann und ich nach der langen Pause zudem jetzt wieder vermehrt im Führerstand anzutreffen war, gibt es das nächste Bild erst wieder vom 15. August, an dem traditionell wieder ein Umlauf mit dem flotten Schienenbus-Dreier bedient wurde. Kurz vor Röhrnbach trifft der Eiserne Steig beim Überqueren des Osterbachs zum dritten von vier Malen binnen weniger hundert Meter auf den Goldenen Steig – der ältesten Brücke der Region aus dem 15. Jahrhundert.

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Deutlich jünger und schlichter ist da unsere einzige Brücke über die Ilz, die hier eben von der neuesten Staudenbahnerwerbung, der 212 311, überquert wird. Eigentlich ist es schon witzig, dass die Bahnstrecke nur einmal die Ilz quert, aber ganze fünfmal den Osterbach...

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Ich schweife ab – es galt mal wieder, ein paar Flachwagen in Waldkirchen zu tauschen. 10 leere Wagen hin, drei leere zurück. An sich nicht gerade spannend, wäre es nicht auf meiner Hausstrecke.

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Und wenn man dann auf der Fahrt mit solchen stimmungsvollen Ausblicken belohnt wird, ist es sowie so egal, wie der Zug hinter einer 212 aussieht...

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Ein schnelles Shuttle-Bild am vorletzten Betriebstag muss aber noch drin sein – zumal mir am Morgen bei der Frühschicht dieses herrliche Sonnenblumenfeld bei Karlsbach aufgefallen war und wir am Nachmittag ohnehin zu den Omas wollten...

Hier endet das abwechslungsreiche 2016. Vor uns liegt nun das mit Abstand chaotischte seit der Wiedereröffnung, dafür aber auch das verkehrsreichste: 2017.

Fortsetzung folgt ...
Vor uns liegt nun das mit Abstand chaotischte seit der Wiedereröffnung, dafür aber auch das verkehrsreichste:

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Bereits im März 2017 wurde es bunt: Die eben noch in blau-orange angetroffene 212 311 hatte zwischenzeitlich einen erwärmenden Anstrich bekommen und wurde deshalb mit großen Augen an der Ilz erwartet. Sie war Lz auf dem Weg nach Kalteneck, um dort einige Wagen aufzugabeln, sie nach Waldkirchen zu bringen und dort weitere Wagen beizustellen.

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Eine Verfolgung zur Köpplmühle, wo sie mit den ersten Anhängseln aus Kalteneck daher rollte, war deshalb nicht stressig.

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Und weil der Tf selbst recht fotofreundlich eingestellt war, sprang an der selben Stelle noch ein zweites Bild heraus.

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Der Anstieg unterhalb Hauzenberg bietet sich für solche Züge immer an – sowohl akustisch als auch optisch. Für die Rückfahrt reichte meine Zeit an diesem Samstagvormittag dann leider nicht mehr. Hätte ich gewusst, dass es der einzige Besuch der Bonfire-Lok bleiben würde, hätte ich meinen Schwiegervater am Nachmittag evtl. mal eine Stunde alleine im Wald beim Holzmachen gelassen um für ein, zwei weitere Fotos zu verduften...

Tja und dann... passierte … erst … mal … lange … nichts … mehr...
Zu Ostern, ca. drei Wochen vor dem geplanten Saisonbeginn 2017, kam am Patrichinger Tunneleinschnitt der halbe Hang herunter und begrub die Schienen auf einer Länge von 50 Metern mannshoch. Man kann sich vorstellen, wie langwierig, teuer und aufwändig diese Reparatur werden sollte...

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Immerhin: Im Juli war man weit genug, um für ein geplantes Fest in Freyung den Schienenbus zumindest nach Kalteneck zu überführen und einen Tag lang mal wieder den mittlerweile berüchtigten Inselverkehr zu organisieren... Ich war an diesem Tag selber auf einem anderen Fest – ja, vor Corona gab es sowas! - seilte mich aber für den letzten Zug bei Tageslicht auf ein Bild ab.

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Als ab Ende Juli – wieder mal pünktlich zur Hauptverkehrszeit – die Strecke endlich planmäßig befahrbar war, lief die Saison umso mächtiger an, was die Fahrgastzahlen betrifft. Bilder gibt’s deshalb nur wieder vom 15. August, weil aufgrund des Zweizugbetriebs in den Sommerferien jeder verfügbare Mann am Fahrschalter gebraucht wurde. Als der Schienenbus an diesem Hochsommertag gemächlich durchs Ilztal pendelte,...

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… dachte noch keiner daran, dass bereits am nächsten Wochenende wieder kein Verkehr stattfinden würde – 126 durch Orkan „Kolle“ gefällten und nun auf den Gleisen liegenden Bäumen zum Dank. Diesmal war die Unterbrechung aber nur relativ kurz und verschmerzbar, in nur einer Woche hatte es unsere tapfere Infrastrukturabteilung geschafft, die Hindernisse zu beseitigen. Dennoch würde dieser Sturm sich auf den späteren Betrieb saftig auswirken – diesmal aber sogar mal zum Guten.

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Denn: Der Sturm hat regional derartige Schneisen in die Wälder geblasen, dass man gar nicht wusste, wer, wie, wohin und wann das Holz abtransportiert werden sollte. Während der Großteil der Transporte über den Passauer Ladehof und im Bayernhafen Schalding abgewickelt wurde, bekam die Ilztalbahn auch ein kleines, aber feines Stück vom Kuchen ab, und im Schnitt wurde in Waldkirchen zwischen Mitte Oktober und Mitte Dezember ein Ganzzug wöchentlich (was ca. 4 Pendelfahrten mit den einzelnen Zugteilen bedeutete) verladen.

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Während die Hinleistung hinter der Stammlok eins, 212 242, in der Regel aus 6 bis 10 Leerwagen der SETG bestand, ...

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… und trotz der fehlenden Ladung ein farblich sehr harmonisches Bild abgab,...

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… nahm man immer nur fünf oder sechs beladene Wagen mit nach Passau (wie hier die zweite Stammlok, die D04 der Regentalbahn, die es meist mit DB-Wagen zu tun hatte).

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Und auch wenn ausgerechnet der Herbst 2017 leider sehr an Sonne geizte, war es doch jedes Mal ein Wow-Erlebnis, einen dieser Züge von Weitem schon zu hören und schließlich vorbeiziehen zu sehen.

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Natürlich wurden die üblichen Standardmotive im Zuge dieser Aktion abgeklappert (wer hätte gedacht, dass ich hier fast 18 Jahre nach der 218 217 noch einen Holzzug mit Regental-Lok zu sehen kriegen würde), …

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… über Stellen, die um diese Jahreszeit ohnehin kein Licht abkommen würden, …

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… bis hin zu Ansichten, die ich immer schon mal umsetzen wollte, jedoch aus diversen Gründen immer aufs Neue aufschob.

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Und wenn der Kampf gegen den dominierenden Hochnebel jener Tage zumindest im Bereich hinter Röhrnbach mal gewonnen wurde, hatte ich auch nichts dagegen.

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Da pressierte es allerdings ein wenig bei der Verfolgung.

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Bäh-Wetter wurde zwischenzeitlich nicht weniger motiviert genutzt, um die „Warum steht hier die Sonne eigentlich nie passend?“-Motive in den Kasten zu bekommen, für die ich wegen eines Regioshuttles so nie losgezogen wäre. Zuletzt ging mir hier Anfang Juli 2000 die 212 100 mit einem Militärzug ins Netz, der erst kurz vor Sonnenuntergang minimal seitlich angeleuchtet zu Tal rollte.

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Anfang Dezember hatte es sogar mal geschneit und so konnten zumindest in höheren Lagen nach vielen Jahren mal wieder richtige Winterbilder entstehen (ja, nach der diesjährigen Nullnummer nenn ich das im Bild hier tatsächlich einen richtigen Winter).

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Was ein paar Höhenmeter doch ausmachen können – von Schnee keine Spur mehr eine halbe Stunde später vor Kalteneck.

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In diesen Tagen hätte die Kamera eigentlich längst ihre alljährliche Verschnaufspause verdient gehabt, weil es aber beinahe täglich ein wenig frischen Puderzucker gab, und die interessanten Züge zudem weiter rollten, fiel diese heuer aus. Der Nikolauszug der PEF war nämlich so überbucht, dass aus Kapazitätsgründen schnell der Speisewagen an die Schienenbusgarnitur gezaubert wurde und die V60 aus Lastgründen gleich als Schublok mit am Zug blieb – ein fotografisches Muss!

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Das letzte Bild aus dem Jahr 2017 zeigt den vorletzten Holzzug. Meine Hoffnung, dass die Verkehre im Jahr 2018 wieder anlaufen könnten, erfüllte sich leider nicht, aber zwei Monate lang mal so etwas wie planmäßigen Güterverkehr erleben zu dürfen, war genial genug.

Und insgeheim war ich fast froh, dass es im Jahr 2018 wieder etwas ruhiger zugehen sollte.

Fortsetzung folgt …
Witzigerweise verlief 2018 ohne einen einzigen Zwischenfall bzw. Zugausfall – und dennoch kommt die Bildauswahl bei Weitem nicht an die der beiden Vorjahre heran. Ein paar kleinere Schmankerl mischten sich zwischen den monotonen Planverkehr aber doch mit hinein.

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Es war ja schon fast zur Tradition geworden, dass es vor Beginn der offiziellen Saison irgendeine fotogene Sonderfahrt gab. Heuer übernahm diese Aufgabe der MAN-Schienebus der Kollegen aus Obing, welcher den Winter über zu Fristarbeiten in den heiligen Hallen der PEF weilte und nach deren Abschluss vor der Heimreise natürlich nochmal getestet werden musste. Nachdem die Vereinskollegen eben selbst einen Fotohalt eingelegt hatten, war der Zug gerade noch am Beschleunigen, als ich vom anderen Ufer aus den Auslöser betätigte.

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Die noch recht kahle Landschaft je weiter man nach Freyung hochkam veranlasst mich dazu, hier nur noch zwei weitere Bilder dieser Fahrt zu veröffentlichen, die relativ wenig Panorama zeigen: Einmal das schon mehrfach bekannte Motiv an der Köpplmühle...

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… und dann noch eine Szene von der Rückfahrt, die eine leichte Variation zum Holzzug mit der 212 242 an der Kaltenecker Einfahrt darstellt.

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Naja, und wenn der Planbetrieb schon mal zuverlässig läuft, dürfen auch gerne mal ein paar Fotos gezeigt werden. Oder anders gesagt: wenn sonst nix fährt, müssen halt diese Fotos gezeigt werden ;-) Wobei der Farbsonderling von der Viechtacher Strecke, der VT 66, den uns die Waldbahn während der gesamten Pfingstferien (also acht Fahrtage lang) zur Verfügung stellte, auch ein kleiner, reizvoller Hingucker war. Im Berg vor Waldkirchen fällt der Blick am frühen Nachmittag dabei ebenso in Richtung Freyung, ...

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… wie am späten Abend neun Fahrminuten, aber nur zwei Kilometer Luftlinie vom vorigen Bild aus weiter, bei Karlsbach.

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Nur an den längsten Tagen im Jahr dreht das Licht an der Kachletbrücke weit genug herum für eine anständige Ausleuchtung der Brückenpfeiler und der Zugfront, so dass es endlich mal wieder Zeit für einen, den Verkehr mittlerweile so prägenden, Waldbahnshuttle wurde.

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Eine kleine, aber feine Abwechslung bot in den Sommerferien, als mal wieder die Agilis zu Gast war, diese Wagenüberführung mit der D03 - auch wenn sich der Zug hier ein wenig verliert. Könnt ihr euch an die Aufnahme mit der 211 058 und den beiden Umbauwagen aus dem Einleitungsbeitrag erinnern? Nicht jede Stelle wächst in zwei Jahrzehnten unbedingt immer nur zu, wenn man einen Freund namens Biber hat...

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Eigentlich wollte ich an diesem Tag ja nur ein paar Blumen fotografieren, da fuhr mir aber auch wirklich …

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… jedes Mal dieses blau-rote Zugdingsbums mit ins Bild. Das war gerade in Kalteneck sehr nervig, wird dadurch der Blick doch vom einmaligen Bergpanorama viel zu sehr abgelenkt in Richtung Bahnstrecke.

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Kein Hangrutsch, kein Bü-Unfall, kein Sturm – und auch kein Virus – vermasselten die Feierlichkeiten zu „40 Jahre Passauer Eisenbahnfreunde“. Weil ich aber merkwürdiger Weise immer auf eine Hochzeit muss, wenn eine Dampflok durchs Ilztal schnauft, wäre mir eine fotografische Teilnahme am ersten Festtag doch noch fast vermasselt worden. Ich konnte mich aber immerhin für ein Bild von der G10 kurz losreißen und wurde trotz vieler Wolken am Himmel sogar mit etwas Sonne belohnt.

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Nach der Übernachtung im Haus der Schwiegereltern gab es tags darauf zuerst ein Guten-Morgen-Foto aus Karlsbach, ehe auf dem Heimweg …

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… in Fischhaus ein Zwischenhalt eingelegt wurde, um mir vor der Spätschicht den heutigen Dampfzug mit den IGE-Wagen noch anzusehen, ehe auch ich bei diesem Kaiserwetter endlich noch auf die Strecke durfte.

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In der Tat die einzige Beinahe-Panne gab es am drittletzten Betriebswochenende, als die Waldbahn kurzfristig keinen Shuttle verleihen konnte. Über den wie üblich schnellen Ersatz in Form des Schienenbusses war ich aber am allerwenigsten traurig.

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Eine Woche nach Ende dieser wirklich mal wieder reibungslos verlaufenen Saison war das Wetter zum ersten Mal seit langem so richtig Kacke. Genau jetzt sollte aber mal wieder etwas nachgeschottert werden, und so wurde der nächste Neuzugang bei den PEF, die 295 078, auf ihrer Premierenfahrt ordentlich geduscht – von den Kollegen auf den Schotterwagen gar nicht erst zu reden.

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Der eigentlich nur aus acht Wagen bestehende Zug wurde hier der Optik wegen um die Hälfte verlängert. Echt schade, wie sich die Natur das Gelände mittlerweile wieder zurückerobert hatte.

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Im Bahnhof Kalteneck musste ein wenig umrangiert werden, und dann ging es auch schon weiter.

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Während die Lok mit den vollen Wagen hinter Passau bei diesen Schienenverhältnissen ordentlich zu kämpfen hatte, rollte es sich im nur minimal ansteigenden Ilztal jetzt richtig gemütlich dahin. Und die Fracht verlor ja von Kilometer zu Kilometer auch mehr und mehr an Gewicht...

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Während die Osterbachbrücken vor Röhrnbach ohne Halt passiert wurden,...

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… galt es, die Brückenköpfe hinter Röhrnbach, am Fuß des nun beginnenden Berges, kräftig einzuschottern. Spätestens nach diesem gut getimten Ballastabwurf war der weitere Weg nach Waldkirchen hoch kein Problem mehr für den Krabbenkutter und das Kapitel 2018 konnte nun endgültig geschlossen werden.


Starten wir 2019: Was soll ich schreiben? Bäume im Gleis, Lkw am Hang überm Gleis, Bü-Unfall, defekter Triebwagen – alles nichts Schlimmes und Kostspieliges für uns – aber in der Summe irgendwann einfach nur noch nervig. War aber klar, dass es nicht so weitergehen würde, wie 2018.


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Zunächst begann das Jahr sehr freudig: Zwar gab es neben einer V60 mit K-Wagen vor Saisonbeginn nur ein paar Schienenbusfahrten, der abgeholzte Hang hinter Kalteneck machte aber doch sofort Laune und wurde für zwei Sonderzüge binnen weniger Tage im April gleich mal ausgekundschaftet. Ich mir gar nicht sicher, welche Himmelsrichtung dabei die fotogenere war: Die mit mehr Ilz für Züge aus Freyung...

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… oder die mit mehr Panorama für Züge aus Passau? Seit in Hutthurm einer der letzten hartnäckigen regional-politischen Gegner im März diesen Jahres abgewählt wurde und der neue Bürgermeister evtl. ein bisschen liberaler in Sachen Bahn eingestellt ist, schaue ich mir diese Ortsansicht noch lieber an.

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Vom Vatertag kurz nach Saisonbeginn gleich zwei Bilder hinterher: Eins vom ersten Zug am Morgen nach Passau …

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… und eins vom letzten Zug am Abend nach Freyung im Luftlinienabstand von nur einem Kilometer.

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Shuttlebilder schenken wir uns 2019 mal, es gab wichtigeres zu knipsen: Allem voran die neue IGE 215 001 auf ihrer ersten Testfahrt mit noch relativ kurzem Zug an der Ilz.

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Ein großer Dank bei dieser Gelegenheit an die IGE, die für ihre Testfahrten gerne die Ilztalbahn wählt.

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Ob man das nur uns Ilztalbahnern zuliebe tut oder ob gar auch das IGE-Personal selbst Gefallen an unserer Strecke gefunden hat, müsste mal ganz genau hinterleuchtet werden...

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Ja, und da der Blick nach Hutthurm hoch gleich doppelt schön ist, seit dort ein etwas frischerer politischer Wind weht, und weil das Motiv 2021 bestimmt wieder heillos zugewachsen sein wird, gibt’s gleich noch einen Bundesbahnnachschlag von hier.

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Bislang noch gar nicht gezeigt wurde die abendliche Ausfahrt aus Waldkirchen aus spitzer Perspektive. Zeit wird’s.

Übrigens: zwischen diesem Bild und dem nächsten feierte ich mein persönliches 10-jähriges Ilztalbahnjubiläum. Das damals im August 2009 neu gekaufte Auto – ihr erinnert euch vielleicht an die kurze Anekdote - hab ich immer noch...

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218-Wendezüge im Stundentakt auf der Kachletbrücke – klingt zwar ein wenig überheblich, war im September 2019 aber einen Vormittag lang mal Realität :-)

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Funkmessfahrten brachte mit der 218 191 eine der Lokbaureihen zurück, mit der ich zwar nicht in Verkehrsrot, aber mit TB10 groß werden durfte...

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Realität im September 2019 war aber auch, dass einige Autofahrer nach zehn Jahren immer noch nicht mitbekommen haben, was ein Andreaskreuz bedeutet. Somit musste die 295 078 bei identisch schlechtem Wetter wie vor einem knappen Jahr zum Schotterzug mit dem Netz-Notfalltechnikwagen zu Hilfe „eilen“...

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Gerade der Spätsommer 2019 toppte mal wieder vieles vorher dagewesene an Zugausfällen: Mitte August hatte sich ein großer Lkw über dem ersten Fürstenecker Tunnel im Bankett festgefahren und drohte auf die Gleise zu stürzen – Streckensperrung; dann der eben erwähnte Bü-Unfall Anfang September mit zerstörter Rückfallweiche – Zugausfall; und dann kollidierte der Waldbahnshuttle am heutigen Morgen heftig mit einigen über Nacht umgestürzten Bäumen – ab Mittag rollte der Verkehr zwar wieder mit dem Schienenbus, doch der Fahrtag war gelaufen...

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Wenigstens sprangen am Abend noch ein paar Bilder raus. Besser, als nichts...

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Im Oktober brauchte der auf unserer Strecke zu Testzwecken eingesetzte Speno-Fräßzug Schubunterstützung von der 362, weil er alleine den Berg nicht hochkam. Eine nette Abwechslung, …

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… v.a. auch deshalb, weil das Herbstlicht zur Rückfahrt der V60 immer genialer wurde und somit nach einigen Jahren mal wieder eins meiner Lieblingsmotive umgesetzt werden konnte.


Für 2019 soll es das gewesen sein. 2020 rollte bislang erst ein einziger richtiger Zug – doch dessen Lok ließ ein paar kühne Träume wahr werden...


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Schickte die NeSa doch Ende Januar, am einzigen so wirklich richtig heftigen Wintertag 2020, die 218 105 auf unsere Strecke, um in Waldkirchen den Speno abzuholen. Da wurden Kindheitserinnerungen an die 218 217 wach, als die Lok im letzten „Licht“ des Tages aufbrach.

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Und auch wenn ich lange nicht wusste, dass dieses Bild das letzte dieses Rückblicks werden würde, so ist es doch ein würdiges: Denn es zeigt von der 218 105 aus die Einfahrt in genau den Bahnhof, und den Beginn genau des Bahnsteigs, an dem ich ab 1994 auf unzählbar viele Züge gewartet habe, oft belohnt durch gutherzige Lokführer, die mich dann nach Freyung und/oder Jandelsbrunn mitfahren ließen. Während ich in der Nacht vom 1. zum 2. Februar 1998 bei ähnlichen Schneeverhältnissen seit eineinhalb Stunden am Bahnsteig ausharrte, bevor endlich das Trommeln der Motoren von 218 208 und 218 217 aus der Ferne den Berg hoch zu vernehmen war, ehe nach einer weiteren gefühlten Ewigkeit die Spitzenbeleuchtung der Zuglok an genau dieser Weiche für mich sichtbar wurde, war ich es nun, der auf der Lok ums Eck bog und mir das ganze aus dieser Perspektive ansehen durfte – 19 Jahre, nachdem eigentlich alles auf ewig vorbei sein sollte.

Danke fürs Durchhalten und bis in 10 Jahren, wer weiß. Ein weiterer großer Dammrutsch und... - ach lassen wir das...

Schöne Grüße vom Ilztalbahner


Moin Tobias,

das ist ein Kracher!
Zum Glück hatte ich schon gefrühstückt.

Danke für diese ausführliche, sehr interessante Dokumentation.

Als VT98- und Nebenbahnfan habe ich in u. a. 2018 die Ilztalbahn besucht:

[www.drehscheibe-online.de]

Hoffentlich lässt sich in diesem Jahr ein Herbsttermin finden.

Gruß
aus Goslar/Harz
und dem nördlichen Harzvorland

Rainer




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.05.20 10:15.
Moin Tobias,

ein hammermäßiger Beitrag. Die Bilder sind wie gewohnt klasse aber der Text mit den Geschichten kann da definitiv mithalten!

VG Pau
Hallo Tobias,

vielen lieben Dank für diese tollen Beiträge. Klasse Fotos mit Texten voller Herzblut.

Auch ich war 2018 das erste Mal 2 Tage an der Ilztalbahn und muss euch meinen Respekt zollen, was ihr dort auf die Beine (Schiene) gestellt habt.

Lasst euch nicht unterkriegen, sobald wie möglich werde ich wieder kommen. Vielleicht ja noch in diesem Herbst.

Beste Grüße

Carsten

Alle meine Bildbeiträge auf DSO:

Beitragsverzeichnis



Meine Bilder in der DSO-Galerie

DSO-Galerie

Moin Ilztalbahner,

Wahnsinn, was du in deinen Beiträgen zum "vermeintlichen" Ende und dann zum "Auferstehen" aus dem Dornröschenschlaf der Ilztalbahn zeigst! Ich bewundere eure jahrelange, harte Arbeit, diese Strecke wieder Fahrtüchtig zu machen! Weiter so!!
Bei solchen Bildern möchte man doch glatt selbst mitmachen ;).

Lieben Gruß aus dem hohen Norden und weiterhin gutes gelingen für eure Arbeit!

Der Reinfelder
Hallo Tobias,

wieder einmal ein toller Beitrag von Dir! Trotz der großen Anzahl an Bildern kam nie Langeweile auf und auch die beigefügten Texte waren sehr lesenswert. Vielen Dank für deine Mühe!

Dir und der Ilztalbahn alles Gute für die nächsten Jahre!

Viele Grüße

Pascal
Servus,

ein HAMMER Beitrag!! Vielen Dank für die Arbeit und fürs teilen ...

Hat Spaß gemacht, sich den anzuschauen 👍

Viele Grüße.

Re: 10 Jahre "neue" ILZTALBAHN - Teil 6: Das Jahr 2016

geschrieben von: BW FDS

Datum: 03.05.20 11:34

Hallo Tobias,

vielen herzlichen Dank für diesen tollen Beitrag, welcher große Lust macht, sich das alles mal vor Ort anzuschauen.

Liebe Grüße von einem Namensvetter :)

Tobias


"Es ist die Erkenntnis, dass der Pendler im öffentlichen Verkehrssystem sehr ungern umsteigt. Er fährt nicht mit dem Omnibus zum DB-Zug, dann zum Hauptbahnhof um dann wieder in die Strassenbahn zu wechseln um in die Stadt zu kommen."
Dipl.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Dieter Ludwig

Hier gibts eine Zusammenstellung meiner bisherigen DSO-Bildbeiträge.


Grüße dich,

der Wahnsinn wie Du mich mit diesem tollen Beitrag in den Bann gezogen hast.
Soviel Begeisterung, Freude, Lebenserfahrung uvm. derart rüber zu bringen, große Klasse !

Da würde man liebend gerne dem Großstadt-Jungle entfliehen um in dieser herrlichen Landschaft seine Beihilfe für so ein tolles Projekt zu leisten.

Weiterhin wünsch ich euch viel Erfolg und freu mich jetzt schon auf 2030 !!!
Was für eine Fleißarbeit, nicht nur der Wiederaufbau der Strecke, sondern auch dieser Jubiläumsbeitrag. Wunderschöne Bilder, eins schöner als das Andere. Ich habe den Beitrag mit viel Freude verschlungen und wünsche Euch und der Ilztalbahn weiterhin viel Erfolg.
Moin Tobias,

danke fürs Mitnehmen, ein sehr schöner Beitrag. Ich selbst hatte nur ein einziges Mal als 14-jähriger im Rahmen einer Ski-Klassenreise in den Bayerischen Wald im Januar 1983 Kontakt mit dieser Strecke. Wir unternahmen an einen der Tage einen Tagesausflug nach Freyung, wo ich mir den Bahnhof dort angesehen habe. Obwohl ich damals schon einen Fotoapparat hatte, sind bei dem Besuch keine Fotos entstanden, wohl weil das ganze eher trostlos war. Aber seit diesem Besuch verfolge ich die Entwicklung auf dieser Strecke mit großem Interesse und Dein großartiger Bericht macht Lust der Strecke mal wieder einen Besuch abzustatten.

Gruß aus Hamburg

Mathias



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.05.20 14:31.
Moin Tobias,

schlussendlich weiß ich gar nicht, was ich hier schreiben soll, ich staune ob der Motive, Bilder, Geschichten, Aufbereitung, Mühe zur Erstellung dieses Beitrags.

In jedem Fall - und das wage ich Anfang Mai zu sagen - einer der tollsten Berichte bei DSO im Jahre 2020 und dafür ein richtig herzliches Dankeschön.

Übrigens ist auch die Iltztalbahn weiterhin bei mir auf der Agenda mit der gesamten Region rund um Passau, wenn das Virus mal wieder weg ist, müsste man mal... ;)

Gruß aus Hannover

Krückau - Rhein - Isar - Elbe - Leine - mein Bildungsweg ist eine Flusskreuzfahrt!
Hallo Tobias,

Eigentlich wollte ich schon seit 2 Stunden schlafen,ber dein Bericht über die Bahn hat mich so sehr fasziniert, das ich ihn komplett ansehen M U S S T E😋🙋‍♂️💪

Ich bin immer noch schwer beeindruckt, was ihr in 10 Jahren auf die Beine gestellt habt, wie ihr euch gegen Intrigen, Üblen Machte den und gegen kurzsichtige Politiker durchsetzen konntet. Alles gute auch weiterhin, und ein ganz dickes Danke für diesen tollen Bericht.

Gruß, 219 003-1, FAUR-Power für die DR das U-Boot

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.....DIE Seite mit Sound !!!
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