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2019 – 12 Bilder für 12 Monate

geschrieben von: Dirk Mattner

Datum: 06.01.20 00:18

Werte Forengemeinde.

Das Jahr 2019 war so schnell herum, dass ich es nicht mal mehr bis Silvester geschafft hatte den Jahresrückblick fertigzustellen.
Noch lustiger wird das bei meinem Sidekick werden, dem Jahresrückblick mit der Baureihe 420: Da habe ich jetzt festgestellt, dass ich den Rückblick 2018 zwar vorbereitet, aber nicht mehr veröffentlich hatte. Es werden also in Kürze noch zwei weitere Rückblicke diesem Beitrag folgen.


Nun aber zum allgemeinen Rückblick auf das vergangene Jahr 2019.

Nun, im Bahnjahr 2019 blieb im Grunde die "Hammer-Nachricht" der vorangegangenen Jahre aus. Das gilt sowohl im Schlechten, denn Dinge wie die Erweiterung und Verdichtung des Fernverkehrsnetzes (z.B. bei der großen Umstellung Ende 2017), oder auch die entscheidende Verbesserung in der Qualität bei Nah- und Fernverkehr, insbesondere was deren Zuverlässigkeit betrifft, blieben aus. Doch das gilt auch im Guten, denn so blieben uns Dinge wie z.B. so etwas wie eine "Rastatt-Delle" des Jahres 2017 oder ein Totalzusammenbruch des Berliner S-Bahnbetriebs Anno 2009 erspart.

Denkbar auch, dass die Pannen des Jahres 2019 wie z.B. der saloppe Untergang der Sächsischen Städtebahn, oder die tatsächlichen Minderleistungen bei gleichzeitig geplanter Mehrleistung im Zuge der monumentalen Betreiberwechsel in Baden-Württemberg, mittlerweile unter dem Radar der allgemeinen, kritischen Wahrnehmung laufen. Ganz zu schweigen von der kurzfristigen Kündigung der Eurobahn vor ihrer S-Bahnübernahme an Rhein und Ruhr, ausgesprochen durch den VRR als Auftraggeber. Vielleicht wären das vor 10 Jahren noch Sensationsmeldungen in der deutschen Eisenbahnwelt gewesen, doch mittlerweile hat "der Wolf schon viel Schnee gesehen" um mal ein Sprichwort zu bemüßigen.

Auf der Strecke bleibt: Die Glaubwürdigkeit der Eisenbahn in Deutschland in den Augen ihrer Kunden, deren Erwartungen schon so oft enttäuscht wurden, dass im Grunde keinerlei Vertrauen mehr aus deren Sicht besteht. Da überrascht es dann nicht mehr, dass auch BOMBARDIER allen negativen Erwartungen treu geblieben war. Die Geschichte mit dem (einzigen!) Meister-Schweißer des ICE4 gehört da in die Anekdotensammlung der vielen Ärgernisse und brachte – widererwarten nach Bekanntwerden – nur eine leichte Verzögerung bei dem Auslieferungsprogramm.

Das alles ist im Zeichen der geforderten Klimawende ein ernüchterndes Fazit. Nicht nur für das Jahr 2019. Und somit kein Alleinstellungsmerkmal dieses Jahres.

Was allein für Empörung und hohe Wellen in den Nachrichten und bei den "Sozialen Medien" sorgte, war die Binse das eine jugendliche Reisende einen Twitterpost samt Foto ihrer ICE-Fahrt durch Deutschland gepostet hatte. Der Beitrag zeigt ein ziemlich gewöhnliches Foto einer ziemlich normalen Situation im deutschen Bahnalltag. Nur nicht aus der Sicht eines schwedischen Mädchens, dass auf Weltreise war und so etwas eben nicht alltäglich erlebt. Sie hatte die Umstände sogar als plötzlichen "run" auf die Angebote der DB fehlinterpretiert, dabei saßen schon Generationen deutscher Bahnreisender auf den ICE-Teppichen im Eingangsbereich. Egal ob mit oder ohne Supersparpreis und egal ob mit oder ohne Umweltbewusstsein. Aber das unfreiwillige Happening vor dem Wagenübergang wurde in aller Welt mit Interesse verfolgt. Die Redaktion für Social Media bei der Deutschen Bahn hätte sich wohl besser den Maßnahmen dieses Forums anschließen sollen und lieber die Debatte abgeblasen. Jetzt wissen nicht nur alle Follower zwischen Australien, Kanada, Brasilien, und Japan über die Zustände im Reiseverkehr der Deutschen Bahn Bescheid, sondern auch über das Selbstverständnis dieses Unternehmen, welches im Zweifelsfall lieber zurückmosert als an der Situation etwas verbessern zu wollen.

Doch wenn allein das ein Skandal im Bahnjahr 2019 gewesen sein soll, dann kann es nicht so schlimm gewesen sein.
Und es gibt auch gute Nachrichten: Die DB möchte angeblich ihre gemütlichen ICE4-Sitze aufpolstern (obwohl die doch soooo toll sind) und sie hat im Bordbistro ein kleines Wunder vollbracht: Das leckere Schinken-Käse-Baguette (formerly known as "Bistro Baguette") ist wieder da! :-)

Manchmal sind es die kleinen Dinge.


In diesem Sinne ein frohes neues 2020 und hier der bildliche Rückblick in je einem Bild pro Monat:




Januar
http://et420-online.de/d_pic/dso/2019-01-25_IMG_3806_ecr247041-mop_1280x853_dm.jpg

Am Nachmittag des 25. Januar 2019 trommelt der "Briten-Diesel" 247 041-7 mit flüssiger Fracht in Richtung Ost durch München Ost.

Das Bild vereint gleich mehrere Themen des Jahres: Eine Lok aus der Brexit-Nation bläst Feinstaub in die Umweltzone und verpasst dabei der Atmosphäre eine Prise Kohlendioxid. Im Anhang finden sich Kesselwagen bester petrochemischer Produkte. Immerhin: Den Winter konnte sie damit nicht ganz verdrängen. Noch nicht.
Lässt man alle diese Aspekte weg, dann ist es einfach nur ein repräsentatives Bild des Bahnalltags im Januar 2019 für München und Umgebung.





Februar
http://et420-online.de/d_pic/dso/2019-02-17_IMG_4693_401580-pfaeffikon_1280x853_dm.jpg

Am Abend des 17. Februar war die ICE1-Garnitur 180 "Castrop-Rauxel" (mit 401 580 an der Spitze) als innerschweizer Intercity 1256 von Chur nach Basel unterwegs, als diese im letzten Licht im Tal des Zürichsees durch Pfäffikon kam. Der Gebirgsstock des Säntismassivs wird noch einige Minuten länger im Abendlicht glühen.

Verglüht ist schon bald die mehr als 25-jährige Ära des ICE 1 in der Schweiz. Auf der Strecke nach Chur dürfte er im neuen Fahrplanjahr nur noch als Aushilfe anzutreffen sein. Es übernimmt der ICE 4.





März
http://et420-online.de/d_pic/dso/2019-03-11_IMG_4902_msb1442-660_llvd_800x1200_dm.jpg

Leipzig, Haltepunkt Völkerschlachtdenkmal am Nachmittag des 11. März 2019. Der Silberhamster 1442 660 der Leipziger S-Bahn, der von dem im Hintergrund erkennbaren Bahnhof Leipzig-Stötteritz gestartet war, mümmelt sich zwischen grün-gescheckten Riesenschallschutzwänden ein. Das war die Tage aber auch ein Sauwetter da draußen: Sturm "Eberhard" hatte in der Nacht zuvor in der Region gewütet. Davon zeugen auch noch die dunklen, schnellziehenden Wolken im Hintergrund.

Dies Bild ist auch eine Reminiszenz an die "Heldenstadt 1989", unter dessen tatkräftiger Mitwirkung 30 Jahre zuvor die Mauer in Berlin zu Fall gebracht werden konnte. Dafür hat Leipzig heute selbst Mauern zu bieten: Bunter, grüner und natürlich für einen anderen Zweck. Dennoch kommt man in Anbetracht solch hoher Bauwerke über deren Sinnhaftigkeit ins Grübeln, schließlich befindet sich dieses Ensemble in einem Einschnitt. Da hilft dann vielleicht wieder als Erklärungsversuch eine Antwort aus früheren Tagen: "Die Genossen in Moskau werden sich schon etwas dabei gedacht haben."





April
http://et420-online.de/d_pic/dso/2019-04-06__MG_7217_ake-e10-1309_kkdz_1280x853_dm.jpg

Der Frühling zog Anfang April mit seinem blauen..., pardon, beige-roten Band ins Land. Der 6. April war einer jener schönen Frühlingstage, den die AKE für Rundfahrten um den Dom nutzte. Ich war ebenfalls Nutznießer als Fahrgast bei einer der Runden. Für die darauffolgende Rundfahrt positionierte ich mich in Deutz für folgende Aufnahme. Das sieht nicht so knapp aus, wie es wirklich war: Raus aus dem TEE, rüber zur S-Bahn, eine gerade noch so erwischt, Fahrt über die Hohenzollernbrücke, Treppe runter, Treppe rauf, da war E10 1309 samt Anhang auch schon im Anmarsch.





Mai
http://et420-online.de/d_pic/dso/2019-05-01__MG_7918_rab998-896_789-692_tjum_1280x853_dm.jpg

Das April-Bild zuvor deutet bereits darauf hin: Frühlingszeit ist Sonderfahrtszeit! All die kleinen und großen Schätze sollten endlich wieder ins erste warme Sonnenlicht gestellt werden. So auch am 1. Mai 2019 die Uerdinger Schienenbusse der RAB Classics. Auf der Ammertalbahn (nicht zu verwechseln mit der Ammergaubahn in Bayern) pendelte 798 692 (hinten) mit 998 896 (vorne) im Auftrag des Zweckverbands als zusätzlicher Regelverkehr zwischen Tübingen und Entringen. Das Angebot wurde freudig angenommen, nicht nur von Eisenbahnenthusiasten (von denen aber natürlich auch). Auf diesem Bild ist die Garnitur auf der letzten Runde nach Entringen unterwegs und wird in Kürze Unterjesingen-Sandäcker erreichen.

Mehr Infos zu diesen Schom‘s:

- RAB Classics
- RAB Classics auf FB






Juni
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Und noch eine Sonderfahrt: Am 30. Juni ist die ÖGEG 1245 518 mit einem Sonderzug für die Stuttgarter Verkehrsfreunde auf der Rudolfsbahn unterwegs. Bei dieser Aufnahme in der Nähe von Lahrndorf (Enns) ist der Zug schon quasi auf der Zielgeraden der Tagesetappe nach Steyr. Ein minutiös ausgearbeiteter Fahrplan zwischen Sonderzug und "Verfolgerbus" ermöglichte an mehreren Zwischenstationen den Wechsel zwischen den Fahrzeugen und Perspektiven. Ein heißer Sommertag, der aber nicht nur am Thermometer seine Höhepunkte hatte, glühte allmählich aus. Da war es an der Zeit sich den Zug auch mal von draußen zu betrachten und fotografisch einzufangen.





Juli
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Ja, man könnte meinen, auch beim Juli-Bild bliebe es bei Aufnahmen von Sonderverkehren. Aber nicht doch! Die weiss-blauen 4020 (wer fühlt sich da an München erinnert?) sind noch Bahnalltag im S-Bahnverkehr der Österreichischen Landeshauptstadt. So auch dieses Prachtexemplar 4020 056 auf der S7 in Kaiserebersdorf.

Die rot-weiß-rote Alpenrepublik war im Jahr 2019 für so manche "b’soffene G’schicht" gut. Das galt zuletzt auch für den Schienenbereich:
Der private Konkurrent der Staatsbahn entlang der Westbahn, überließ dem deutschen Staatskonzern einen Schwung flotter Kiss-Einheiten ab dem Jahr 2020. Dafür überließ die Staatsbahn einem privaten Wettberber des deutschen Staatskonzerns einen Schwung nigelnagelneue SIEMENS-E-Desiros, damit dieser im Schnellverfahren eine bislang von der DB bediente Strecke im hohen Norden mopsen zu konnte. Nüchtern betrachtet, ein wenig "b’soffen" auch diese "G’schicht".






August
http://et420-online.de/d_pic/dso/2019-08-13__MG_3224_x2-20x2-hpbg_1280x853_dm.jpg

August ist Skandinavien-Zeit. Jedenfalls galt das für mich auch in 2019. Am Nachmittag des 13. August 2019 durcheilt eine X2-Garnitur als Snabbtåg 437 den Personenbahnhof Hallsberg auf dem Weg nach Göteborg. In der Wolkenlotterie konnte ich für dieses Bild ein gutes Los ziehen und das Bild fällt auf dem ersten Blick etwas schmeichelhaft aus. Wenn man nämlich genauer hinsieht, wird man eine gewisse Patina auf der dafür sich gnädig erweisenden Lackierung erkennen. Dann fallen einem auch plötzlich die Ausbesserungsstellen im Grau der GFK-Front auf, sowie das schon fast entschwundene SJ-Logo. Und wenn man jetzt noch die Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Farben der Fensterrahmen der Frontscheiben lenkt, dann sei daran erinnert dass der X2000 im Jahre 2019 seinen 30. Geburtstag feierte. Wenn auch nicht in dieser Lackierung.

Der Regelbetrieb mit - für damals in Schweden - sensationellen 200 km/h begann im Jahre 1990. Man kann gespannt sein, ob die SJ das Jubiläum in diesem Jahr feiern wird. Jedenfalls plant das Staats-EVU noch längerfristig den Einsatz ihrer robusten Neige-Renner. Es könnte also noch ein Redesign des Redesigns geben, denn ein adäquater Nachfolger ist nicht in Sicht.
Die auf Edel getrimmten Regina-Triebwagen, die als "X3000" den Hochgeschwindigkeitsverkehr der Snabbtåg ergänzen sollen, sind es jedenfalls schon mal nicht!

Hm, und wo wäre jetzt hier noch ein allgemeiner Bezug auf die Ereignisse im Jahre 2019 zu finden?
Schweden?
CO2-Schonender Elektrobetrieb?
Ein schwedisches Mädchen auf großer Reise?
Nein, nicht Pipi Langstrumpf!
Na, da war doch was? :)





September
http://et420-online.de/d_pic/dso/2019-09-15__MG_4453_101061-425262-rh_1280x853_dm.jpg

101 061 mit einer IC-Garnitur am Sonntagnachmittag des 15. September 2019 am Heidelberger Hauptbahnhof. Rechts im Hintergrund grüßt noch 425 262 als typischer Vertreter seiner Zunft in jener Region ins Bild. Sieht doch recht gewöhnlich aus, könnte aber dennoch unter die Kategorie "Sonderverkehre" fallen.
Es handelt sich um IC 1116, der von Stuttgart kommend der Neckartalbahn gefolgt war. Vom 17. April bis 6. Oktober war Heilbronn "BUGA-Stadt" und dafür bedachte DB Fernverkehr sie mit einem werktäglichen ICE-Zugpaar, das dann oftmals doch nicht verkehrte. Und am Wochenende gab es ein IC-"Zugpaar": Samstagmorgen von Wiesbaden nach Heilbronn (und weiter nach Stuttgart) und am Sonntagnachmittag wieder zurück. Eben welcher, der hier auf dem Bild verewigt wurde. Eine entspannte und landschaftlich tolle Erlebnisfahrt im Plüschabteil eines zu „B“ degradierten Avmz.
Vielen Dank an dieser Stelle an DB Fernverkehr! Ich sehe das als kleine Wiedergutmachung für manche Unwägbarkeiten mit diesem Dienstleister. ;-)





Oktober
http://et420-online.de/d_pic/dso/2019-10-19__MG_5295_oebb5047-064_wels_1280x853_dm.jpg

Und wieder mal Österreich. Diesmal ist es Samstag, der 19. Oktober 2019 und diesmal ist es Wels Hbf, wo der VT 5047 064 auf die Abfahrt nach Aschach an der Donau wartet. Diesmal spielt das Wetter in Oberösterreich nicht so recht mit. Denn während es zuvor in Salzburg noch Sonnenschein bei strahlend blauen Himmel gab, baute sich so ziemlich auf Höhe der Ländergrenze zu OÖ eine Nebelwand auf, die sich den ganzen Tag über nicht zur Auflösung überzeugen lies.

Verpassen hätte man den R 3232 allerdings nicht dürfen, denn die Kursbuchstrecke 152 wies in ihrem letzten Betriebsjahr nur noch ein Zugpaar pro Tag auf. Immerhin: Im Gegensatz zu der Morgenleistung an Werktagen, war die Nachmittagsleistung an Sams- und Sonntagen doch recht human was Aufstehen, Anreisen und Anschluss betraf. Hübsche Motive bietet diese Strecke zwischen Haiding und Aschach a. d. Donau zweifelslos, doch eben nunmehr nur noch mit (immerhin regelmäßigen) Güterverkehr. Der scheint zumindest für die Zukunft gesichert zu sein. So wird dieser Betriebseinstellung etwas die Dramatik genommen, zumal die Anbindung Aschachs vom Kreuzungsbahnhof in Eferding mittels der gleichstromingen LILO erwogen wird. In diesem Falle würde es sogar auf diesem Anschnitt eine Elektrifizierung und danach sicherlich auch einen dichteren Takt geben.
Aber jetzt ist erst mal "a ruh" was den Personenverkehr betrifft und der Bus, bzw. das Auto regiert.

Das war übrigens nicht die einzige Betriebseinstellung in Österreich zum Fahrplanwechsel. Ebenfalls vom Netz gingen die miteinander verbundenen Lokalbahnstrecken Gänserndorf - / Obersdorf - Groß-Schweinbarth - Bad Pirawarth.
Ist eben auch nicht alles Gold im Bahnland Österreich...





November
http://et420-online.de/d_pic/dso/2019-11-26__MG_5968_ntv-italo16_verona_1280x853_dm.jpg

Da fährt er dahin nach Venezia: Der Alstom-Renner Nummer "16" (notiertes, amtliches Kennzeichen eines der Wagen: 93 83 3 675 106-1 I-NTV) verlässt am 26. November 2019 als italo 8985 Verona P.N. zu seiner letzten Etappe zu der Hochwasser-geplagten Lagunenstadt. Eine Idee von dem was die Tage und Wochen zuvor in Norditalien an Wasser heruntergekommen sein muss, hatte ich auf der Hinfahrt ein paar Tage zuvor gewinnen können.
Am 25. November und den folgenden Rückreisetag zeigte sich plötzlich das Wetter von seiner freundlichen Seite. Es wurde bis zu 20°C warm und schon wieder fragt man sich unweigerlich ob das noch normal ist, auch wenn ich persönlich nichts gegen diesen sommerlichen Nachhall hatte. Aber, mal abseits vom Wetterthema: Sowohl der Freccerossa von Ternitalia, als auch der Italo von ntv nehmen es mit dem Komfort eines ICE der neueren Generation locker auf. Was das Tempo betrifft ohnehin.

Und hier allen Jüngern des Yieldmanagements ein Link, der denen allerdings nur unter Einnahme von Herztopfen empfohlen werden kann: Frecciarossa 1000





Dezember
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Bodenwöhr Nord, am 8. Dezember 2019. Noch relativ ausgewogen besetzt stehen 798 706 und 798 776 der Passauer Eisenbahnfreunde für die erste Pendelfahrt des Tages zum Weihnachtsmarkt nach Nittenau (Nord) bereit. Die Werbetrommel für die Fahrten erwies sich als wesentlich größer als das Fassungsvermögen der zwei Nebenbahnretter.
Auch wenn viele an diesem Tage nicht mitgenommen werden konnten: Hoffentlich haben die Fahrten genug positive Resonanz und die große Nachfrage überzeugende Eindrücke hinterlassen, so dass nun über eine künftige Mitnutzung der Gütertrasse für den SPNV ernsthaft nachgedacht wird. Daumen drücken!





So, das waren sie die 12 ausgewählten Monatsrepräsentanten meines Bahnjahrs 2019. Es war diesmal auffallend viel Österreich dabei und auch der Uerdinger hat es gleich zwei Mal in die Endauswahl geschafft. Bei einigen "Mangel"-Monaten war die Auswahl recht übersichtlich und die Wahl zumeist einfach. Der Juni hätte dagegen locker für ein eigenes Bahnjahr gereicht, was die Auswahl der Bilder betrifft. ;-)

Jetzt schaue ich mit euch gespannt auf das neue Bahnjahr 2020.
Es darf gerne so abwechslungsreich und bunt wie das vergangene sein. Was mich aber in der Rückschau schon etwas stutzig macht ist die Geschwindigkeit, die gefühlt nicht dem Umfang eines Jahres entsprach. Gilt in der größeren Rückschau im Grunde auch für das ganze vergangene Jahrzehnt.

Aber hey, wir haben mit 2020 jetzt ein Schaltjahr! Bonustag! :)


In diesem Sinne, auf ein Neues!




Viele Grüße,
Dirk



6-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.01.20 01:13.