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Moderatoren: Rönshausener - TCB
[IT][FR] Cornetto oder Croissant? – 2018 in 24 Bildern

Hallo zusammen, salut à tous, ciao a tutti!

Ein Landtagswahlkampf, den der aussichtreichste Kandidat auf das Amt des Ministerpräsidenten mit Themen wie Flugtaxis, einem eigenen Raumfahrtprogramm („Bavaria One“!) und der die Welt umtreibenden, säkulare wie kirchliche Stimmen gleichermaßen gegen sich aufbringenden Frage nach der verpflichtenden Einführung von Kreuzen in staatlichen Eirichtungen ausschmückt, ein permanent mitunter zusammenhanglose Pamphlete twitternder US-Präsident und ein historisches 0:2 gegen Südkorea… Soooo sad! But believe me, it’s true! ;)
2018 war schon ein verrücktes Jahr in und abseits unserer „Funklochrepublik“. Dieses Wortkonstrukt wählte die Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache auf den zweiten Platz des Wortes des Jahres 2018 – Hinter der „Heißzeit“ auf Platz 1, die zwar bis zum Schreiben dieser Zeilen sprachlich vollkommen an mir vorübergegangen war, das Klima der letzten 12 Monate aber gleichwohl treffend beschreibt. Doch wie sagte der einstige Eintracht-Trainer Dragoslav „Stepi“ Stepanović schon vor 25 Jahren? «Lebbe geht weider»!

Wenden wir uns also ab vom allgemeinpolitischen und gesellschaftlichen Geschehen dem Eisenbahnhobby zu: Was war aus meiner Sicht prägend für 2018 im von mir betrachteten Ausland? In Frankreich waren es ohne Zweifel die beispiellosen Eisenbahner-Streiks gegen die von Staatspräsident Emmanuel Macron forcierten Reformen des Arbeitsmarkts inklusive der Abschaffung des Eisenbahner-Status, die ihren Höhepunkt zwischen dem 3. April und dem 28. Juni fanden. Zeitweise war an einen geregelten Bahnbetrieb daher kaum mehr zu denken. Und auch wenn diese große Streikwelle zunächst abebbte, so bleiben die Grundursachen für die Unzufriedenheit bestehen und schlagen sich nun seit ein paar Wochen in den Protesten der „gilets jaunes“, der sogenannten „Gelbwesten“ auf breiterer gesellschaftlicher Basis nieder… Es bleibt also spannend in dieser Hinsicht!
Parallel dazu schritt in den letzten Monaten leider auch der Niedergang der französischen Eisenbahn in der Fläche voran. Weitere nur dem Güterverkehr dienende Nebenbahnen, die „voies uniques à trafic restreint“, wurden wegen maroder Infrastruktur infolge jahrelang vernachlässigter Instandhaltung eingestellt. Der Anteil des Schienengüterverkehrs dümpelt trotz vereinzelter begrüßenswerter Initiativen wie der neuen „Autoroute ferroviaire“ von Calais nach Turin auf niedrigem Niveau nahe der 10%-Schwelle dahin. Und auch dem Personenverkehr dienende Strecken verloren „vorübergehend“ ihre Züge, etwa im Limousin oder in Lothringen… Zu diesen objektiv relevanten Auswirkungen hinzu kamen natürlich auch solche, die nur aus der subjektiven Warte eines Bahn-Fans Grund zur Trauer bieten: Der zunehmende Rückzug klassischer Fahrzeugbaureihen! Aktuell auf dem absteigenden Ast sind dabei primär die Reihen BB 67300/400, 25500 und 15000, die 2018 weitere Einsatzgebiete verloren haben. Allerdings waren die Veränderungen im Fahrzeugsektor insgesamt weniger gravierend als 2017.
In Italien hingegen deutet sich eine Fortsetzung der in den letzten Jahren unter dem Strich eher positiven Entwicklung der Eisenbahn an. Der Hochgeschwindigkeitsverkehr boomt mit immer neuen „Frecciarossa“-Verbindungen, wobei Trenitalia sicher vom Mitbewerber Italo getrieben wird. Selbst im Güterverkehr ist Italien mit dem „Mercitalia Fast“ (->[www.lok-report.de] ) im Hochgeschwindigkeitszeitalter angekommen! Aber auch am anderen Ende der Geschwindigkeits-Skala tut sich etwas. Durch das am 7. September 2017 in Kraft getretene Gesetz n. 128 zur Stärkung des Tourismus im ländlichen Raum durch Sonder- und Touristenzüge sehen viele Linien, die jahrelang mangels Planbetrieb auf der Kippe standen, einer gesicherten Zukunft entgegen (allen voran die spektakuläre „Transiberiana d’Italia“ von Sulmona über Castel di Sangro nach Carpinone) und auch bereits eingestellte Schienenstränge wie Avellino – Rocchetta S. Antonio und Benevento – Morcone in Kampanien oder Ceva – Ormea im Piemont wurden reaktiviert. Bleibt zu hoffen, dass auch die übrigen Bestrebungen in Sachen Wiedereröffnungen verwirklicht werden. In Italien muss man da ja leider immer mit einer gesunden Portion Skepsis ran gehen…;) Interessant ist ein Blick auf den Artikel 2 des betreffenden Gesetzes allemal: [www.gazzettaufficiale.it] Zurück zum Planbetrieb der Trenitalia: Der lokbespannte Fernverkehr hat sich seit Unterzeichnung der neuen Intercity-Konvention Ende 2016 bereits rasant gewandelt! Ein Großteil der IC-Wagen fährt zwischenzeitlich im neuen weiß-roten Intercity Giorno-Design, das stark an die DB erinnert, umher. Parallel dazu werden immer mehr Zugläufe zu Wendezügen mit E402B oder den „neuen“ E401, was die Veteranen in Form der „Tartarughe“ (E444R) und „Caimani“ (E656) zwangsläufig endgültig ins Abseits drängt. Im Regionalverkehr lichten sich die Reihen der Altbau-Fahrzeuge langsam aber sicher ebenfalls, wobei hier 2019 mit erheblich größeren Einschnitten zu rechnen, wenn die Ablieferung der neuen Triebwagen „Pop“ und „Rock“ beginnt…

Für diesen Jahresrückblick habe ich abermals versucht, die meines Erachtens besten bzw. charakteristischsten Motive, die schönsten Lichtstimmungen, etc. auszuwählen, ohne dabei eine gewisse Abwechslung hinsichtlich der gezeigten Fahrzeuge komplett außer Acht zu lassen. Ob mir das gelungen ist, werde ich ja anhand eurer Reaktionen sehen! ;) Da ich nicht mehr ganz so viel Zeit für das Hobby hatte wie im äußerst ergiebigen Vorjahr 2017, habe ich beschlossen, mich an dieser Stelle wieder auf 24 Bilder zu beschränken, was der groben Faustformel von zwei pro Monat entspricht. Allerdings sind sie recht ungleich über das Jahr verteilt…

Geografisch bewegen wir uns – wieder streng dem kulinarischen Beitragstitel „Cornetto oder Croissant?“ (ob es zwischen beiden Varianten des bekannten Frühstücksgebäcks überhaupt einen Unterschied gibt und, falls ja, welche nun besser ist, mag jeder für sich entscheiden…;)) folgend – ausschließlich durch Italien und Frankreich. Das südlichste gezeigte Foto entstand dabei an der Costiera Cilentana in Süditalien, das nördlichste und zugleich westlichste im Département Calvados in der Normandie. Der östlichste Punkt unserer Reise liegt abermals in Italien, nämlich in Apulien beinahe am Absatz des sprichwörtlichen Stiefels.

Für Interessierte anbei noch einmal die Links zu den bisher erschienenen Rückblicken auf die Jahre 2014 bis 2017:
- [www.drehscheibe-online.de]
- [www.drehscheibe-online.de]
- [www.drehscheibe-online.de]
- [www.drehscheibe-online.de]

Jetzt aber genug der Einführung: Gute Reise, bon voyage, buon viaggio! ;)


März:

Nach längerer bahnfotografischer Inaktivität – insbesondere die Monate Februar und März standen im Zeichen eines studienbegleitenden Praktikums beim Rechtsamt der Stadt Worms, das mir einen umfassenden Einblick in den ganz normalen Wahnsinn der öffentlichen Verwaltung gewährte ;) - hatte ich am Freitag, den 23. März 2018, Gelegenheit für ein paar Fotos rund um den Comer See in Norditalien, womit ich gleichermaßen die Foto-Saison 2018 einläutete, wie auch den bebilderten Teil des Jahresrückblicks beginnen möchte.


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In Colico zweigt von der Bahnstrecke von (Mailand -) Lecco über Colico ins Veltlin bis nach Tirano die 26 Kilometer lange Nebenlinie nach Chiavenna ab, auf der nach wie vor die ET-Veteranen der Reihe ALe 582, ab 1987 an die FS geliefert, den Betrieb dominieren. Sie sollten an diesem Tag eines meiner Hauptziele sein, sind diese Fahrzeuge doch in ganz Italien - wie ihre Artverwandten der Reihen ALe 724 und ALe 642 - auf dem stetigen Rückzug, auch wenn es bei der Trenord, die den Regionalverkehr in der Lombardei betreibt, noch kein konkretes Datum für eine baldige Ablösung gibt...
Kaum hatten sich die Schatten der umgebenden Berge von den Gleisen zurückgezogen, erschien ALe 582 019 als Regionale 4945 (Chiavenna - Colico) bei Dubino auf der Bildfläche. Einer Mischung aus eher laxem Verfahren bei der Umgestaltung in Verbindung mit Neuzugängen aus anderen Regionen ist es zu verdanken, dass auch Anfang 2018 noch vereinzelt Fahrzeuge im XMPR-Farbschema der Trenitalia in den Trenord-Umläufen mitschwimmen. Bei den ALe 582 sorgen mitunter bunte Mischungen beider Farbschemata innerhalb einer Garnitur für zusätzliche Abwechslung...



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Auch Güterverkehr in Form von bis zu zwei werktäglichen Hin- und Rückfahrten ab Tirano gibt es am Ostufer des Comer Sees noch! Dieser wird von Mercitalia Rail mit den "Tigre" der Reihen E 652 und seltener E 633 - letztere sind auch heiße Kandidaten für eine baldige Ausmusterung - erbracht. Am Mittag des 23. März 2018 rollte E 633 224 mit dem beladenen Mineralwasser-Zug TRA 51911 (Tirano - Lecco Maggianico) gemächlich in den Bahnhof Bellano-Tartavalle Terme, um hier mit einem entgegenkommenden Regionale aus Mailand zu kreuzen. Ich beobachtete das Spektakel aus luftiger Höhe, was einen Panoramablick über das alte Wasserkraftwerk, das einst die nötige Energie für die direkt am Ausgang der Pioverana-Schlucht erbaute Baumwollspinnerei lieferte, hinweg auf den See und die verschneiten Gipfel der Lepontinischen Alpen erlaubte.



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Den Abschluss des Tages bildete für mich wiederum das bereits vom ersten Bild bekannte gemischtfarbige Triebwagen-Gespann. Geschoben von ALe 582 019, überquerte es als Regionale 4969 (Chiavenna - Colico) unweit des Endbahnhofs die Adda, deren Wassermassen sich wenige Kilometer weiter in den Comer See ergießen werden. Mit ihren nur 313 Kilometern Länge ist sie gleichwohl der viertlängste Fluss Italiens. Im Hintergrund erheben sich indes die ebenfalls noch tief verschneiten Gipfel der Bergeller Alpen, die bis auf gut 3600 Meter ansteigen.



April:

April! Endlich stiegen die Temperaturen wieder und es blühte allerorten. Noch nicht absehbar war zu diesem Zeitpunkt, dass dies der Auftakt für ein meteorologisches Jahr der Extreme werden sollte… Für manchen Fotografen dank der ungewöhnlich vielen Sonnenstunden sicher höchst willkommen, für genügend Landwirte angesichts der Hitze und Dürre weitaus weniger! Insbesondere einer bereicherte mit seiner kräftig-gelben Farbe die Frühlingslandschaft: Brassica napus für Anhänger der botanischen Nomenklatur, colza auf Französisch oder den allermeisten hier sicher ganz schlicht als Raps bekannt...;) Auch als Vordergrund für Eisenbahnfotos ist er ein stets gerne genommener Klassiker, den ich mir auf der obligatorischen Tour ins Elsass zunutze machte! J Es blieb zeitbedingt die einzige Foto-Exkursion des Monats.


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Schon seit dem Frühjahr 2013, als ich die Alle entlang der Route de Scherwiller (die Départementale 81) am Ortsausgang von Ebersheim als eine der wenigen lohnenswerten Fotostellen in der Plaine d'Alsace entdeckte, spekulierte ich darauf, dass dort einmal die gelben Pflanzen angebaut würden. Nach Mais, Getreide und abermals Mais in den Vorjahren führte mich am 20. April 2018 ein routinemäßiger Besuch ohne übermäßige Hoffnung mal wieder an dieses schöne Fleckchen Erde. Aber die Überraschung war geglückt: Von überall her leuchtete mir der Raps gelb entgegen! Die Chance musste natürlich ergriffen werden, um eine der letzten "Danseuses", die noch immer im Elsässer TER-Verkehr ihr Gnadenbrot fristen, in frühlingshaftem Rahmen einzufangen. :)
Um kurz nach halb zehn "tänzelte" ein betongraues Exemplar mit TER 831320 (Sélestat - Strasbourg) zwischen den Bäumen hindurch nordwärts. Im Hintergrund grüßt die Ortenburg oberhalb von Scherwiller.



Mai:

Anfang Mai nutzten Yannick und ich einen Sonntagnachmittag für einen kurzen Abstecher über die deutsch-französische Grenze an die „Ligne 1“ Paris – Straßburg rund um den Vogesendurchbruch bei Lutzelbourg. Im Jahresfahrplan 2018 lohnte sich auch ein solcher sonntäglicher Halbtages-Besuch, da innerhalb kurzer Zeit neben dem Fernpendler-TGV nach Paris über die „Altstrecke“ der Intercités Éco mit BB 15000 (ein Bild dieses bei französischen wie deutschen Fotografen gleichermaßen beliebten Zuges folgt noch – also dran bleiben…! ;)) und eine „Danseuse“ mit RRR-Garnitur vorbei schauten.

Am Monatsletzten startete ich dann mit dem Zug in den diesjährigen Sommerurlaub nach „Bella Italia“, wobei ich zwischen Mailand und Rom meine Premierenfahrt mit dem Frecciarossa 1000, dem neuen Prestige-Produkt der Trenitalia, absolvierte. Zur Mitfahrt durchaus angenehm und insbesondere auch vom Außendesign her meines Erachtens noch einmal stilvoller als die ETR 500! Interessant zu sehen war dabei, dass sich die Unterschiede zwischen den Wagenklassen – wie sollte es anders sein – in Italien offensichtlich auch über die Qualität des Kaffees und dessen Darreichungsform definieren. ;) Während auf der Hinfahrt in der Business-Klasse eine smarte Signorina unter breitestem Lächeln mit einer kleinen Siebträgermaschine auf ihrem Wägelchen wirklich hervorragenden – übrigens im Fahrpreis inbegriffenen - Espresso kredenzte, bot die Rückfahrt im sogenannten Premium-Bereich (quasi eine 2. Klasse +) eher mäßigen Standard-Kaffe, der auch eher hektisch und mit wenig Euphorie ausgeschenkt wurde… Vielleicht mag das aber auch von der Tagesform abhängen?


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Unterhalb des gleichnamigen Châteaus aus dem 11. Jahrhundert durcheilte BB 25664, eine ehemalige Lothringer Maschine, am Abend des 6. Mai 2018 mit TER 830162 (Strasbourg - Sarrebourg) den Mastenwald des Bahnhofs Bahnhof Lutzelbourg. Diese sonntägliche Leistung der ansonsten am Wochenende eher unterbeschäftigten „Danseuses“ dient der Zuführung der RRR-Garnitur nach Sarrebourg, wo sie am Montagmorgen im einsetzenden Berufsverkehr nach Straßburg startet. Merci an Yannick für die unbürokratische Hilfe bei der Realisierung des Endresultats! ;)



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La città eterna – Die ewige Stadt! Bereits in der Antike prägten Dichter und Geschichtsschreiber wie Vergil den Mythos, Rom werde solange bestehen, wie Menschen leben und niemals seiner unbändigen, eigentümlichen Kraft beraubt werden… Nun ja, auf eine gewisse Art sollten sie Recht behalten, denn in Italiens Hauptstadt prallen noch heute Epochen aufeinander wie an kaum einem anderen Ort der Welt. Überall in der Stadt finden sich Relikte vergangener Jahrhunderte. So auch an der Porta Maggiore, einem altrömischen Stadttor aus dem Jahr 52 n. Chr., das im 3. Jahrhundert in die Aurelianische Mauer integriert wurde. Mitten hindurch führen unter anderem die Gleise der Ferrovia Roma – Giardinetti, Reststück der einst bis Frosinone führenden 950mm-Schmalspurbahn. Am 31. Mai 2018 rollte Tw 422 - ein Oldie aus dem Jahre 1926 (!), dessen heutiger Wagenkasten allerdings „erst“ aus den Sechzigerjahren stammt - mit seinem unverkennbaren Sound auf der Fahrt von Centocelle nach Roma Laziali in die zentrale Umsteigehaltestelle.



Juni:

Nach meiner Ankunft in Rom am Vortag und ein paar Stunden in der ewigen Stadt nahm ich schließlich den Mietwagen entgegen, der mich in den ersten zwei Juni-Wochen quer durch den „Mezzogiorno“ führen sollte. Von den Berglandschaften der Abruzzen über die ausgedehnten Getreidefelder Apuliens und der Basilikata bis hin zur tyrrhenischen Küste am Golf von Policastro war landschaftlich so ziemlich alles dabei! Nette Menschen habe ich auch reichlich getroffen, allen voran den herzallerliebsten Vermieter des Ferienhauses, in dem ich es mir in der zweiten Ferienwoche – meine Eltern waren schon zuvor angereist – südlich von Salerno am Meer gemütlich machte, aber auch meine etwas chaotische, gleichzeitig allerdings extrem rührende Airbnb-Gastfamilie in Rionero in Vulture. Italienisches Alltagsleben par excellence – Man muss es irgendwie lieben…;) Was die Eisenbahn angeht, lasse ich einfach mal die folgenden fünf Bilder sprechen!


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Im Parco nazionale d'Abruzzo, Lazio e Molise, der zwar geografisch im Herzen Italiens liegt, aber gefühlt doch irgendwie abseits von allem, hat sich bis heute eine verhältnismäßig vielfältige Flora und Fauna erhalten. Wenn man im Frühjahr auf einem der zahllosen kleinen Wanderwege, die das Gebiet durchqueren, unterwegs ist und die Natur in ihrer Schönheit auf sich wirken lässt, überrascht es einen kaum noch, dass neben Wildkatzen, Wölfen und Raubvögeln auch der Marsische Braunbär hier sein letztes Refugium gefunden hat. Wie groß die Population genau ist, dürfte schwer zu bestimmen sein, aber ein willkommenes touristisches Zugpferd für den Nationalpark ist der Karnivore (der sich de facto hauptsächlich von Pflanzen ernährt) allemal! Immer wieder neue Statusmeldungen bietet die Homepage des Parks, unter anderem auch zum ersten Nachwuchs des Jahres 2018 [www.parcoabruzzo.it] :)
Wer sich nicht (nur) zu Fuß in dieses Naturparadies bewegen möchte, kann auf das Ausflugszug-Angebot der Fondazione FS zurückgreifen, die mehrmals im Monat mit einer historischen Wagengarnitur aus Centoporte-Wagen und einer D 445 im Retro-Lack zu Fahrten auf der seit 2011 im Regelverkehr stillgelegten "Transiberiana d'Italia" Sulmona - Carpinone einlädt. Das Highlight der Reise ist der spektakuläre Anstieg von Sulmona (348 Meter über dem Meer) auf die Hochplateaus der Abruzzen. Der Kulminationspunkt der Strecke liegt im Bahnhof Rivisondoli-Pescocostanzo auf 1268 Metern und stellt nach dem Brenner den zweithöchsten Punkt im Netz der RFI dar.
Für Fotografen erreichbar ist dieser mit zahlreichen Tunnels und Viadukten gespickte Abschnitt nur "auf Schusters Rappen". Genug Zeit sollte man also einplanen, aber Eile wäre angesichts des Panoramas, das sich während des Fußmarsches bietet, ohnehin nicht angebracht... Ich startete meine kleine Wanderung also morgens am Friedhof von Sulmona. Etwa eine Stunde später saß ich im Gras und konnte zufrieden den Auslöser betätigen, als D 445 1105 mit dem Treno storico 78211 (Sulmona - Roccaraso) bergwärts brummte. Die einzigen Tiere, die ich während der Wartezeit beobachten konnte, waren übrigens Eichhörnchen und unzählige Zitronenfalter... ;)



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Vor allem in den Achtziger- und Neunzigerjahren versuchte man in Italien mit der gezielten Ansiedlung gigantischer, oft (teil-)staatlicher Industrie-Anlagen in strukturschwachen, traditionell von Landwirtschaft geprägten Gebieten die Arbeitslosigkeit im „Mezzogiorno“ zu bekämpfen. Skurril muten diese Versuche heute leider häufig an, wenn man die verwaisten Anlagen längst wieder geschlossener Betriebe, wie etwa des Chemiewerks nördlich von Crotone, betrachtet. Auch die Stahlindustrie in Taranto/Tarent ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Empfindliche Narben in die Umwelt gerissen haben sie dennoch… Verhältnismäßig als Erfolgsgeschichte gesehen werden kann dagegen wohl das heutige FCA-Fahrzeugwerk Melfi, das zwischen 1991 und 1993 auf einer Fläche von 270 Hektar im Niemandsland des letzten Nordzipfels der Basilikata errichtet wurde. Seit 2014 zeichnet es für die Produktion des Jeep Renegade und des Fiat 500X verantwortlich.
Ein nicht unerheblicher Teil der Neuwagen verlässt die Basilikata dabei mit der Eisenbahn, wofür die Strecke zum Werk – Teil der einstigen Verbindung von Rocchetta über Spinazzola nach Gioia del Colle – gemeinsam mit der Linie Foggia – Potenza in den kommenden Jahren sogar elektrifiziert werden soll. Bislang sind die Züge bis Foggia aber fest in Händen der Dieseltraktion, wobei Mercitalia hier schwerpunktmäßig noch auf die mittlerweile über vierzig Jahre alten Maschinen der Reihe D 345 zurückgreift. Am Abend des 5. Juni 2018 müht sich D 345 1096 gemeinsam mit einer Schwesterlok im Altlack gehörig ab, den Auto-Ganzzug MRS 58408 (San Nicola di Melfi - San Ferdinando) aus der Senke zwischen Rocchetta S. Antonio und Candela zu wuchten. Aus dem Hintergrund grüßt der 1326 Meter hohe Monte Vulture, ein erloschener Vulkan, an dessen Hängen DOC-Weine reifen.



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Eine eingleisige Küstenstrecke, immer entlang des Mittelmeers? Das könnte man beim Betrachten dieses Fotos durchaus denken und es gibt sie in Italien ja auch noch, obwohl mit stetig abnehmender Tendenz. In der Realität ist die Tirrenica Meridionale von Salerno nach Reggio di Calabria als wichtige Nord-Süd-Route allerdings längst zweigleisig ausgebaut. Auf einem kurzen Abschnitt zwischen Ascea und Pisciotta-Palinuro jedoch wird das neuere zweite Gleis separat in einem Tunnel geführt, während die alte eingleisige Trasse für die Züge der Gegenrichtung erhalten blieb.
So erblickten Lokführer und Beimann der E 652 133 am 8. Juni 2018 kurzzeitig das Tageslicht, als sie mit dem auf die Minute pünktlichen (eine Seltenheit auf dieser Strecke, erst recht im Güterverkehr….) MRS 58360 (Villa San Giovanni Bolano - San Zeno Folzano) bei Marina di Campagna nordwärts strebten. Zur Rechten erstrecken sich indes das Tyrrhenische Meer und das vorspringende Capo Palinuro samt Wetterstation und Leuchtturm.



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Man darf auch mal Glück haben! Planmäßig sind die „Caimani“ der Reihe E 656 – zwischen 1975 und 1989 in insgesamt 461 Exemplaren geliefert und vermutlich DER italienische Ellok-Klassiker der letzten Jahrzehnte – auf dem Festland bereits aus dem Personenzugdienst ausgeschieden. Nur auf Sizilien, wohin beinahe traditionell die andernorts auf der Apennin-Halbinsel obsolet gewordenen Fahrzeuge „abgeschoben“ werden (E 636 und E 646 lassen grüßen…), sind die Gelenk-Lokomotiven mit ihrem unverwechselbaren Sound noch für die Traktion der IC- und ICN-Züge zuständig.
Allerdings werden einige wenige Exemplare auch abseits der größten Mittelmeerinsel noch für Überführungsfahrten oder als Reserveloks vorgehalten. In letzterer Eigenschaft übernahm E 656 289 am 10. Juni 2018 – für mich völlig unerwartet – ab Neapel den IC 707 (Roma Termini - Taranto) für seine finale Etappe durch die Bergwelt Kampaniens und der Basilikata. Dank der freundlichen Hilfe eines örtlichen Bauern bei der Fotostellen-Suche konnte ich den besonderen Zug auf dem Hangviadukt bei Baragiano abpassen. Anfänglich war ich etwas enttäuscht, dass die Sonne sich bereits ein paar Minuten zuvor verkrochen hatte, aber mit etwas zeitlichem Abstand gefällt mir die eigentümliche Stimmung mit den von unten angestrahlten Wolken und dem klar hervortretenden Dreilicht-Spitzensignal mindestens genau so gut! Besonders effektvoll ist ein Betrachten in dunkler Umgebung. J
Am nächsten Morgen ging es für den „Caimano“ übrigens mit dem Gegenzug IC 700 wieder zurück nach Neapel, womit der Spuk ein schnelles Ende hatte und die planmäßigen E402B wieder das alleinige Regiment übernahmen. Wie das dann aussieht, seht ihr bei Interesse hier: [www.drehscheibe-online.de] Die E 656 289 indes wurde im Herbst nach Sizilien weitergereicht, wo sie leider stante pede im Bahnhof von Fiumefreddo di Sicilia in Flammen aufging (-> [www.youtube.com] ) und nun im DL Catania auf die Überführung zur Verschrottung nach Bari wartet.



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Tausende von roten Mohnblumen leuchten im Morgenlicht, eingebettet in weite Kornfelder, um die Wette, wenn man im Frühsommer durch die sacht geschwungene Hügellandschaft im Grenzgebiet von Apulien zur Basilikata fährt. Einst führte die römische Via Appia durch den Landstrich, später siedelten Normannen und Staufer. Heute haben die einzelnen auf Hügelkuppen thronenden Orte und Provinzstädtchen stark an Bedeutung eingebüßt. Viele verlassene Höfe und Scheunen zeugen von der Landflucht und Emigration, sodass man als Fotograf mehr als genug Platz hat, sich in der Agrarlandschaft auszutoben...
So hat auch das am Westabfall der kargen Murge Pugliesi gelegene Spinazzola seit Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts rund die Hälfte seiner Einwohner verloren (heute sind es noch gut 6000). Geradezu ein Wunder ist es da, dass auf der Strecke von Barletta nach Spinazzola ein bescheidener Personenverkehr mit drei werktäglichen Zugpaaren bis ins Jahr 2018 überlebt hat. Der Verkehr auf den anderen Strecken des einstmals kleinen Bahnknotens nach Gioia del Colle und Rocchetta hingegen ruht seit 2011.
Am Morgen des 13. Juni 2018 strebte der einzelne ALn 668 3146 als Regionale 22330 (Barletta - Spinazzola) im Streiflicht der tief stehenden Sonne seinem Zielbahnhof entgegen, von wo aus es er wenig später die Rückfahrt an die dichter besiedelte Adriaküste antreten wird (-> [www.drehscheibe-online.de] ). Wider Erwarten ist dieses Foto im Jahr 2019 bereits unwiederholbar, da die Strecke zwar abermals überlebt hat, die drei Zugpaare seit dem Fahrplanwechsel aber ausgesprochen gewöhnungsbedürftig verteilt sind: Der erste Zug verlässt Barletta um 13:42 Uhr gen Spinazzola. Am Vormittag regiert „l’autobus“…



Juli:

Plutôt calme – So würde ein Franzose meinen Juli 2018 wohl beschreiben, zumindest in fotografischer Hinsicht. Denn in der ewigen Examensvorbereitung hatte ich mal einen richtigen Flow, sodass ich meistens gar nicht groß an die Bahn dachte. Die freien Stunden verbrachte ich lieber im Biergarten und/oder beim WM-Gucken, wobei da nach dem Vorrunden-Aus der deutschen Elf irgendwie ein bisschen die Luft draußen war, auch wenn ich mich letztlich mit den Franzosen über den Titel gefreut habe… Kurz vor Monatsende hatte sich die Mainzer Uni-Bibliothek durch die Sommersonne aber endgültig so stark aufgeheizt (und wenn die erstmal heiß ist, bleibt sie das auch…:D), dass ich mir dachte „Was soll’s!“ und für einen Freitag einfach mal gen Elsass startete.


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Da ist er jetzt also, der bereits im Mai versprochene Éco! ;) Zusammen mit Basti, den ich auf den letzten Drücker noch telefonisch an die Stelle dirigiert hatte, klickten am späten Nachmittag des 27. Juli 2018 die Verschlüsse der Kameras, als BB 15039 mit INT 1002 (Strasbourg - Paris Est) westwärts gen Capitale strebte. Diese frisch geschlagene Waldlichtung bei Lutzelbourg als eine der wenigen – vorübergehend – freien Stellen abseits der bekannten Spots am Vogesen-Durchbruch der „Ligne 1“ hatte ich schon auf der April-Tour entdeckt (eine zufriedenstellende Umsetzung war an der im Frühjahr nicht hoch genug stehenden Sonne zunächst gescheitert) und wollte sie unbedingt abhaken, ehe sie wieder komplett zugewachsen ist. Die Farne, die bereits nach drei Monaten den praktisch komplett kahl rasierten Hang zurückerobert hatten, lassen einen Eindruck davon entstehen, wie schnell die Natur manchmal sein kann…
Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 wurden die „Nez cassés“ vor diesem Zug, der zumindest teilweise in neu eingeführten TER-Langläufern Paris – Straßburg aufgegangen ist, wieder durch Sybics ersetzt. Ein schönes Intermezzo war die Rückkehr der einstigen „Königinnen des Ostens“ in ihr einstiges Haupteinsatzgebiet für immerhin knapp zwei Jahre aber allemal!



August:

Anfang August, genauer gesagt am dritten des Monats, ergab sich ohne lang angelegte Vorausplanung endlich mal wieder die Gelegenheit für eine Fototour in etwas größerer Runde mit bekannten Gesichtern, nachdem sich über WhatsApp schnell herauskristallisiert hatte, dass an diesem schwül-heißen Sommertag irgendwie „jeder“ in den französischen Jura wollte. Ein ganz gewisses Bild, das zuvor in besagter WhatsApp-Gruppe kursierte, trug sicher seinen Teil dazu bei…;) Und auch die Aussicht auf etwas frische Höhenluft (im Endeffekt war das dann sehr relativ...) war allzu verlockend! Tja, und was soll ich sagen: Dieser 3. August 2018 entwickelte sich rasch zum vermutlich insgesamt erfolgreichsten Foto-Tag des Jahres. J Weitere Bilder aus dem Jura als die drei hier gezeigten habe ich bei den französischen Kollegen von Trains-en-voyage eingestellt: [www.trains-en-voyage.com]
An einem Sonntag gut drei Wochen später war ich dann im westlichen Lothringen rund um Toul und Lérouville unterwegs. Aufhänger dafür war die baustellenbedingte Umleitung des Intercités Éco Paris – Straßburg über Onville und Metz-Sablon, während der Regelweg über Nancy führt(e). Deutlich zeigenswerter finde ich in fotografischer Hinsicht jedoch das zum Tagesauftakt entstandene Bild des zwischenzeitlich eingestellten TGV Metz – Nizza über die „Ligne 15“. Wer die „Nez cassé“ dennoch sehen will, voilà: [www.trains-en-voyage.com]


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Das mittlerweile unter der Ägide von Thello stehende Nachtzugpaar Paris - Venedig hält bis heute die Fahne der (lokbespannten) internationalen Fernzüge durch den Jura hoch. Noch zu Beginn der Achtzigerjahre passierten den Grenzübergang Vallorbe (F/CH) mehrere transeuropäische Zugläufe mit klangvollen Namen wie "Simplon-Express" (Paris - Belgrad), "Lombardie-Express" (Paris - Venedig), "Jean-Jacques Rousseau" (Paris - Genf) oder "Parthénon" (Paris - Brindisi), nicht zu vergessen den prestigeträchtigen TEE "Cisalpin" (Paris - Mailand), seit 1974 aus "Mistral 69"-Wagen gebildet und mit einer CC 21000 bespannt!
Mit der Aufnahme des TGV-Verkehrs zwischen Paris und Lausanne am 22. Januar 1984 änderte sich das Zugangebot - zunächst tagsüber - schließlich drastisch. Durch die Ausdünnung des Nachtreiseverkehrs auf der Schiene in den nachfolgenden Jahren und Jahrzehnten bildete sich kontinuierlich der heutige Status quo heraus. Planmäßig ist der EN aber selbst an den längsten Tagen des Jahres zu wenig fotofreundlichen Zeiten im Jura unterwegs ist. Bei einem Nachtzug verwundert das natürlich nur bedingt...;) Im Sommer 2018 baute der Zug in Italien und der Schweiz, zum Leidwesen der Fahrgäste, zum ungeahnten Glück der Fotografen, aber häufig derart viel Verspätung auf, dass er Vallorbe erst nach sieben Uhr gen Paris verließ.
Einer jener Tage war der 3. August 2018, an dem Basti und ich den rund zwei Stunden verspäteten EN 220 (Venezia Santa Lucia - Paris Lyon) auf dem Kirchhof von Labergement-Sainte-Marie erwarteten. Die Turmuhr schlug gerade halb acht, als BB 36023 (eine Maschine praktisch im Ablieferungszustand ohne "Thello"-Klebefolien) vor der farblich passenden Wagengarnitur die im milden Morgenlicht daliegende Szene passierte. Ein orangefarbener Baukran in der rechten Bildhälfte musste am heimischen PC weichen. Das dezentere hellblaue Exemplar durfte hingegen bleiben...;)



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Zu den fotogensten Streckenabschnitten der Strecke von Dole nach Vallorbe gehört die Passage der Gorges du Fourperet, südlich von Labergement-Sainte-Marie am Oberlauf des Doubs gelegen. Eben jenen, hier noch jungen Fluss (seine Quelle bei Mouthe liegt nur etwa zehn Kilometer entfernt) überquert die Bahn mittels einer kleinen Steinbogenbrücke. Dort fand sich ebenfalls am 3. August 2018 eine mehrköpfige Fotografengruppe in ortskundiger Begleitung auf dem kleinen Wanderweg ein, um dem theoretisch jeden Werktag, in der Praxis etwa alle zwei bis drei Tage fahrenden Getreidezug aus Perrigny ihre Aufwartung zu machen. ;)
Mit wenigen Minuten Verspätung erlöste uns um kurz nach halb zehn die noch im Originallack fahrende (yeah!) BB 26196 mit FRET 47609 (Perrigny - Vallorbe [- Fossano]). Nach Durchfahrt des folgenden Kreuzungsbahnhofs Les Longevilles-Rochejean wird sie in den 6098 Meter langen Scheiteltunnel unter dem Mont-d'Or eintauchen und wenig später in Vallorbe ihre Schuldigkeit vor dem Zug getan haben. Randnotiz: Die hier nicht sichtbare, am Zugende nachschiebende BB 26092 trug bereits die Fantôme-Livrée... Glück gehabt! :) Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 hat der letzte planmäßige Güterzug auf dieser Jura-Transversale übrigens neue Fahrzeiten bekommen und erreicht Vallorbe nun erst am Mittag, weshalb sich dieses Foto in der vorliegenden Form leider nicht mehr wiederholen lässt.



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Zum Tagesabschluss – der Rest der Truppe hatte sich bereits heimwärts oder in nördlichere Gefilde verabschiedet – konnte ich Urs noch begeistern, darauf zu spekulieren, dass die allerletzten Strahlen der untergehenden Sonne auf dem Hochplateau bei Courvières ausreichend Kraft hätten, um den abendlichen TGV 9277 (Paris Lyon – Lausanne) effektvoll zu illuminieren. Das klappte dann, wenn auch haarscharf, tatsächlich sehr gut! Es geht eben nur wenig über einen gepflegten Glint-Schuss…;)
Danach beschlossen wir den tollen Jura-Trip mit einem Abendessen am Campingkocher (nicht ohne einen kurzen Besuch einer ausgesprochen neugierigen Kuhherde…), ehe wir mit der hereinbrechenden Nacht den Heimweg antraten. Französische Provinz kann so schön sein! :)



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Der 26. August 2018 hatte im sanft geschwungenen und immer wieder von Flüssen durchzogenen Lothringer Hügelland ein Wetterphänomen parat, dass sich in diesem ausgesprochen trockenen und heißen Jahr 2018 rarmachte: Frühnebel. Kaum hatte er sich richtig ausgebreitet, löste er sich zusammen mit dem Sonnenaufgang aber auch schon langsam wieder auf… Also noch eine sehr harmlose Angelegenheit, die die anvisierten Fotos nicht ernsthaft in Gefahr geraten ließ. Im Gegenteil! Wunderbar war die Stimmung, als um kurz nach sieben der noch in der herkömmlichen blau/silbernen Livrée gehaltene Duplex-Triebzug 252 als TGV 6820 (Metz - Nice Ville) bei Mont-le-Vignoble auf seiner Fahrt von Lothringen ans Mittelmeer über die „Ligne 15“ Toul – Dijon südwärts strebte. Dieser Zuglauf, der über weite Strecken konventionelle Linien abseits des französischen Hochgeschwindigkeitsnetzes nutze, wurde zwischenzeitlich eingestellt, da die SNCF bestrebt ist, ihre TGV-Flotte auf den LGV-lastigen Verbindungen zu bündeln. Das Nachsehen haben die Kunden, vor deren Haus nicht zufällig eine LGV in die gewünschte Richtung vorbei führt, denn die aufgebotenen Alternativen zum TGV sind oft nicht allzu attraktiv, auch wenn die Bemühungen der Région Grand-Est, die neu ein paar TER-Züge als Zubringer bis Dijon einführte, im konkreten Fall der „Ligne 15“ nicht unerwähnt bleiben sollen. Für viele Reiseketten ist ab Metz und Nancy nun aber ein Weg über Paris oder Straßburg unumgänglich, verbunden mit im Schnitt aufgrund der jeweils erheblichen Umwege natürlich höheren Preisen…



September:

Auch im September hielt mich das unverändert schöne, spätsommerliche Hochdruckwetter nicht immer dauerhaft dort, wo ich eigentlich hätte sein sollen – in der Bibliothek… Kleine Sünden müssen einmal erlaubt sein! ;) Die weiteste dieser Eskapaden war eine zweitägige Wochenendtour mit Yannick ins Herzen des Hexagons an die Strecke von Bourges nach Montluçon, wo wir den letzten diesellokbespannten Intercités unsere Aufwartung machten, ehe diese zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 auf den elektrischen Abschnitt Paris – Bourges verkürzt wurden und auf der finalen Diesel-Etappe bis Montluçon Triebwagen das Regiment übernahmen. Die drei weiteren Aufnahmen, die diesen Monat hier repräsentieren sollen, stammen hingegen von Tagestouren im weiteren Dunstkreis der Heimat. :)


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Praktisch ein halbes Jahrhundert stand die Großdiesellok BB 67345 in Diensten der französischen Staatsbahn SNCF. Abgeliefert wurde die Maschine vor fast fünfzig Jahren am 7. März 1969. "Ob-La-Di, Ob-La-Da" von den Beatles belegte damals den ersten Platz der (deutschen) Charts (in Frankreich mag es ein Song der Nationalikone Johnny Hallyday gewesen sein...;)) und meine eigene Geburt lag noch rund ein Vierteljahrhundert in der Zukunft. Schon eine beeindruckende Lebensdauer für ein Stück Eisenbahntechnik! Doch mittlerweile ist auch sie den Weg alles Irdischen gegangen bzw. wird ihn alsbald antreten... Am 18. Dezember 2018 wurde sie als eine der letzten beiden BB 67300 überhaupt aus dem aktiven Bestand gestrichen.
Gut drei Monate zuvor, am Abend des 1. September 2018, beschleunigte sie jedoch noch den INT 3920 (Montluçon - Paris Austerlitz) aus dem Bahnhof Châteauneuf-sur-Cher. Prägnanteste Bauwerke sind das für den Ort namesgebende Château, das in seiner heutigen Form unter Einbeziehung älterer Teile (vor allem der Donjon) im 16. Jahrhundert errichtet wurde, sowie die neogotische Basilika Notre-Dame-des-Enfants (1869 - '79; rechts neben dem Château).



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Einer kleinen Sensation kam sie schon gleich, die Meldung, die mit dem Ende der französischen Sommerferien aus „gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen“ rein flatterte: Mit Wiedereröffnung der sanierten Strecke Saales – Saint-Dié in den Vogesen (in der letztjährigen Retrospektive hatte ich im Monat Mai berichtet) sollten die unverwüstlichen Straßburger Brissonneau et Lotz-Veteranen der Reihe BB 67400 wieder bis in die sous-préfecture des Départements Vosges gelangen. Ein Ziel, das bereits Anfang des Jahrtausends aus den Umlaufplänen verbannt worden war!
An einem der ersten Verkehrstage, dem 9. September 2018, stand ich also für den sonntäglichen Leerreisezug W 831870 (Rothau - Saint-Dié) am Waldrand oberhalb des Dörfchens Lubine bereit. BB 67603 schob wenig später die beiden RRR-Garnituren zur Übernachtung nach Saint-Dié.



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Leicht wehmütig war man als Fan des klassischen Dieselbetriebs nach dem Ende der schweren Sechsachser der Reihe CC 72100 auf der "Ligne 4" Paris - Belfort im letzten Frühjahr zurück geblieben. Denn auch wenn deren Nachfolger im Intercités-Verkehr, die Bimode-Triebwagen der Reihe B 85000, optisch durchaus gefällig sind, schien ohne das vertraute, mitunter schon Minuten vor der Zugdurchfahrt in der Ferne hörbare Diesel-Wummern entlang der bis heute von Telegrafenmasten gesäumten Magistrale einfach irgendetwas fehlen...
Auch ich brauchte eine Weile, bis ich mich diesen Herbst nach längerer "Abstinenz" wieder so richtig für die "Ligne 4" begeistern konnte. Maßgeblich dazu bei trug der ein- bis zweimal wöchentlich verkehrende Sand-Ganzzug von Oulchy-Breny nach Bantzenheim, für dessen Traktion eine Lok des Typs EURO 4000 von Vossloh zuständig ist. Am bereits sehr herbstlichen Morgen des 16. September 2018 postierte ich mich also für den neuen, jedenfalls von mir zum solchen erhobenen "Starzug" auf einer Feldweg-Überführung unweit von Saulx. Kaum waren die Schatten um viertel nach acht weit genug aus dem Einschnitt zurück gewichen, kündigte sich in der Ferne auch schon die schwer arbeitende Maschine akustisch an! Dass die "Ligne 4" zwischen Vesoul und dem Tunnel von Genevreuille kontinuierlich bergauf führt, macht sich hier gerade für Güterzüge bemerkbar... Wenig später tauchte die von Europorte an VFLI vermietete €4038, damalige Stammlok des Zuges, dann auch tatsächlich im gemächlichen Tempo im Sucher auf, den wie sonntags üblich deutlich verfrühten 60905 (Oulchy-Breny - Bantzenheim) am Haken.



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Dinge kommen, Dinge gehen. In besonderem Maße gilt das auch für die Wege der menschlichen Kommunikation. Nur noch ein Anachronismus sind da die Telegrafendrähte, die manch eine Eisenbahnstrecke säumen... Entsprechend immer rarer werden sie im 21. Jahrhundert. Bald werden die Masten auch entlang der "Ligne 4" fallen, wo sie seit jeher als gern genommene Staffage für Fotos vom Zugverkehr auf der Dieselmagistrale dienten. Zwischen der Bifurcation Chaudenay und Rougeux fehlt bereits seit einiger Zeit der Draht. Nur die Masten sind vorerst verblieben... Der Abschnitt (Belfort -) Bas-Évette - Lure sollte angeblich schon Ende 2018 auf Erdkabel umgestellt werden (weiß jemand, ob daraus was geworden ist?). 2019 soll Lure - Vesoul folgen, 2020 schließlich der Abschnitt zwischen Vesoul und der Grenze der Région Bourgogne-Franche Comté bei Laferté-sur-Amance. Am Morgen des 20. September funkelten die Drähte aber noch mit X 73745 um die Wette, der als TER 894406 (Belfort - Vesoul) abermals bei Saulx fotografiert wurde. Als Standort diente mir dieselbe Feldwegbrücke, die schon für das vorangegangene Güterzug-Bild vier Tage zuvor herhalten musste.



Oktober:

Wenn ich mir die Bildauswahl, die ich für den Oktober getroffen habe, so anschaue, stand der Monat wohl ganz im Zeichen des Katholizismus und entsprechender Sakralbauten! Nun ja, das ist natürlich eher Zufall denn Planung von langer Hand…;) Die fotografische Bilanz des tatsächlich goldenen Oktobers – der Rekordsommer 2018 setzte sich praktisch nahtlos fort - hätte durchaus noch mehr hergegeben, aber als kleinen Gag am Rande und um den Umfang des Jahresrückblicks nicht zu sprengen belasse ich es mal bei diesen drei Fotos, die im Zuge einer Zweitagestour nach Nordwestfrankreich sowie eines Sonntagsausflugs in die südlichen Vogesen entstanden sind. Auf ersterer standen insbesondere die „Nez cassé“-Maschinen der Reihe BB 15000 im Fokus, die auf den von Paris Saint Lazare ausgehenden Intercités-Linien nach Rouen/Le Havre und Caen/Trouville-Deauville bis zur Ablieferung der neuen Doppelstock-Triebwagen aus Bombardiers Omneo-Familie ab 2020 (->[railcolornews.com] ) quasi noch ein Monopol innehaben.


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Reine de l’(ou)est vor Sainte-Thérèse! Nachdem ich schon kein Bild des Straßburger Intercités Éco mit einer 15000er in klassischer Arzens-Livrée gezeigt habe (da hat Jens mit seinem Jahresrückblick ja ganz gut vorgelegt :)), sei dies durch diese Szene aus der Normandie ausgeglichen, die Basti schon ein Jahr zuvor entdeckt und ganz ähnlich umgesetzt hatte! Am 9. Oktober 2018 beschleunigt BB 15009 mit INT 3343 (Paris Saint Lazare - Caen) aus dem Bahnhof von Lisieux, wobei die ausgesprochen opulente Basilika Sainte-Thérèse (1929 - 54) das Stadtbild dominiert. Der im neobyzantinischen Stil errichtete Sakralbau fasst bis zu 4000 Personen, wird jährlich von über zwei Millionen Menschen besucht und ist damit nach Lourdes die zweitgrößte Wallfahrtsstätte Frankreichs. Der zuständige Bischof von Bayeux hatte für die Realisierung des Projekts die volle Unterstützung Papst Pius‘ XI., der die heilige Therese derart verehrte, dass er sein ganzes Pontifikat unter ihr Patronat stellte…



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Wenige Tage zuvor bekam ich von Vincent, meinem „Beobachtungsposten“ an der „Ligne 4“, die Meldung, dass am VFLI-Sandzug nach Bantzenheim (also am bereits im September portraitierten neuen „Starzug“ der Strecke…;)) die blau/silberne Mietlok €4038 durch eine Maschine in der firmeneigenen roten Livrée ersetzt worden war. Da der Umlauf bei dieser Leistung in der Regel über Wochen stabil bleibt, war schnell klar, dass ich am 14. Oktober 2018 noch mal „runter“ musste…;)
Aus dem Dickicht des herbstlichen Waldes heraus schweift der Blick auf das an diesem Sonntagmorgen langsam erwachende Ronchamp mit seiner Kirche. Das ist in diesem Fall natürlich nicht die ungleich berühmtere Chapelle Notre-Dame-du-Haut, die 1950 – 55 im typisch-modernistischen Stil von Le Corbusier etwas abseits des Ortes errichtet wurde und seit 2016 zum UNESO-Weltkulturerbe zählt, sondern die neogotische Pfarrkirche Notre-Dame-du-Bas von 1863/64. Etwas später als erwartet tauchte um zehn vor neun endlich die farblich sehr hübsch mit dem verfärbten Laub harmonierende €4045 mit dem 60905 (Oulchy-Breny - Bantzenheim) rechts neben dem Bauwerk auf und schlängelte sich in gemächlichem Tempo mit ihrer schweren Fuhre ostwärts. Ab Lure steigt die Strecke nämlich abermals an und erreicht ihren Scheitelpunkt erst zwischen Champagney und Bas-Évette, das etwa 100 Meter höher als Lure liegt...



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Direkt nach dem vorangegangenen Güterzug-Foto machte ich mich auf den Weg nach Oderen an der Nebenstrecke Mulhouse – Thann – Kruth, wo ich den sonnig-milden Herbsttag für einen kleinen Spaziergang auf den Maerelberg nutzen wollte. Eine im 19. Jahrhundert errichtete Via Crucis führt von der Kapelle Notre-Dame du bon secours bequem aus dem Tal hinauf und bietet auch demjenigen, der eher wenig mit dem katholischen Glauben am Hut hat, wunderschöne Ausblicke auf die umgebenden Vogesengipfel, das vom Flüsschen Thur gegrabene Tal und die darin verlaufende Bahnstrecke. Ausspannen par excellence!
Vor dem Abstieg und der anschließenden Heimfahrt (immerhin hatte der Wecker mal wieder vor 04:00 Uhr morgens geklingelt…) machte ich vom obersten Punkt des Kreuzweges aus, unterhalb einer großen Marienstatue stehend, noch ein Foto des als TER 832835 (Kruth - Thann) fahrenden B 82500. Der vierteilige BiBi-Triebwagen passte haarscharf in die Vegetationslücke am Bahndamm.



November:

Das auch im November ungewöhnlich gute Wetter (man muss sich beim Ziehen der fotografischen Bilanz auf 2018 wohl in diesem Punkt zwangsläufig wiederholen…) zog mich am dritten Wochenende des Monats – demjenigen, an dem die Proteste der „gilets jaunes“ gegen die Politik des Präsidenten Macron in ganz Frankreich ihren Anfang nahmen – doch noch einmal über die Grenze, obwohl ich eigentlich genug anderes zu tun gehabt hätte. Gesetztes Ziel war die sonntägliche Bedienung des ArcelorMittal-Werks in Mouzon durch CFL Cargo France, die zu deutlich fotofreundlicheren Zeiten erfolgt, als unter der Woche. Dieses Anliegen hat auch ganz zufriedenstellend geklappt, wobei anstatt der erhofften (und planmäßigen) DE18 leider eine von MRCE angemietete, schwarze G1206 am Zug war, sodass ich an dieser Stelle lieber ein Foto zeige, das im letzten Licht des Tages bei einem kleinen Zwischenstopp auf der Heimfahrt entstanden ist…


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Einst war Lothringen – hier besonders die Gegend um Thionville – Zentrum der französischen Montanindustrie und des Kohlebergbaus. Doch in den letzten Jahrzehnten ging es mit diesen Industriezweigen stetig bergab, die letzte Grube schloss im Jahr 2004 und auch die Stahlindustrie hat erheblich an Bedeutung eingebüßt... Ein Zeuge vergangener Tage ist der letzte von ehemals vier Hochöfen der Hüttenwerke Uckange. Seit 2001 ist er als "Monument historique" klassifiziert und interessierten Besuchern zugänglich.
Vor dieser Kulisse rollt am 18. November 2018 der CFL-Doppelstocktriebwagen 2223 als TER 888742 (Metz - Luxembourg) gen Großherzogtum. Auf dem „Sillon Lorrain“ Nancy – Metz – Thionville (- Luxembourg) werden die CFL-Fahrzeuge gemeinsam mit den baugleichen SNCF-Fahrzeugen der Reihe Z 24500 eingesetzt und bringen mit ihrer roten Farbgebung etwas Abwechslung in den Lothringer TER-Verkehr.




Auch zum Abschluss des Jahres 2018 wird es wieder einmal Zeit, „Danke“ zu sagen an diejenigen, die mit mir auf Tour waren und für viele lustige Momente an und abseits des Schienenstrangs gesorgt haben, ebenso an alle, die mich im Hintergrund supportet und mit den für viele Fotos unverzichtbaren Informationen versorgt haben, sei es durch Fahrplan-Infos zu den gezeigten Güterzügen, Beschreibungen zum Weg an bestimmte Fotostellen oder den Blick aufs Wetter-Radar mitten in der Vorlesung, während ich im Beinahe-Funkloch zwischen mediterraner Sonne und dicken Gewitterwolken versuchte, mir die Karten zu legen…;)
Gleichzeitig soll dieser Jahresrückblick ein kleines Dankeschön all denjenigen sein, die regelmäßig sehenswerte Bilderbögen versenden, auch wenn ich leider nicht immer die Zeit für eine adäquate Antwort hatte. :/
Liebe Grüße gehen ganz besonders an Basti, Urs, Yannick, Pascal, Reto, Matthias, Frédy, Olivier, Vincent, Stefano und Sergio, aber auch an alle anderen, die ich an dieser Stelle vielleicht vergessen habe! Zu guter Letzt ein ebenso herzliches „Grazie mille!“ an alle, die in der DSO-Galerie ihre anerkennenden oder auch mal kritischen Kommentare sowie interessante Ergänzungen und persönliche Erlebnisse unter meinen Fotos hinterlassen haben! :)


Einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Bonne et heureuse nouvelle année!
Tanti auguri di buon anno!
Julian

Meine schönsten Fotos in der DSO-Galerie...: [www.drehscheibe-online.de]




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:12:31:11:02:31.
Servus Julian,

wieder einmal ein wunderbarer Rückblick von dir! Meine Favoriten sind das Bild aus Rom und die Mohnblumen in Apulien.

Wünsche dir ebenfalls einen guten Rutsch!

Christian
Bonjour Julian!

Wie nicht anders von dir zu erwarten, ein perfekter Rückblick mit wunderbaren Eindrücken.
Ich muss jetzt meinen Kalender entsorgen, um Platz für deine Bilder zu machen ;-)

Alles Gute für 2019!

LG Torsten
Hallo Julian,

welch schöne Bilder, danke dafür!

Guten Rutsch & viele Grüße
Ger Dijkstra
Hallo Julian,

vielen Dank für die Erstellung dieses sehr sehens- und lesenswerten Jahresrückblickes in von Dir gewohnter Qualität. Es ist fast nicht möglich, hier einen Favoriten zu küren, die herbstliche Ansicht auf Ronchamp spielt bei mir aber weit oben mit: Licht, Färbung und Motiv ergeben hier einfach ein tolles Bild, garniert natürlich durch den sehenswerten Zug.

Ich finde es auch bemerkenswert, dass Du für die BB 67400 zwischen Saales und Saint-Dié tatsächlich ein schönes Motiv gefunden hast, da habe ich mir mit Suncalc auch schon den Kopf zerbrochen. Ich befürchte, dass ich im Frühling jetzt doch auch nochmal einen Sonntagnachmittag in Lubine verbringen muss... ;)

Guten Rutsch ins neue Jahr!

Viele Grüße, Jens
Hallo Julian,


wie erwartet ein Rückblick, bei dem es beinahe müßig ist, Highlights hervorzuheben. Ein Bild schöner als das andere, dazu ein paar Infos zur eigenen Situation (so was schreiben wir ja wohl eigentlich mehr für uns, aber mich interessieren auch durchaus die Umstände anderer Fotografen), den Reisen als solchen und zu Land und Leuten sowie den Motiven. Da finde ich es auch ernsthaft lobenswert, dass du zu den Kirchen einige Informationen hinzugeschrieben hast. Mich interessiert so etwas in der Tat. Fotografisch begeistern mich einerseits oft die Streiflicht-Schüsse und weitwinklige Fotos, andererseits gefällt mir insbesondere das Autozug-Bild aus Italien mit der hohen Brennweite und der sich dahinter staffelnden Landschaft. Sehr erfreulich waren dieses Jahr auch die vielen in Deutschland etwas unterrepräsentierten Gegenden wie das Jura oder der Comer See.

VG

Lennart

Einen guten Rutsch

geschrieben von: Gleis MA 11-12

Datum: 31.12.18 18:29

Moin Julian,

eigenlich wollte ich mir keine Jahresrückblicke antun, da die meisten 50, 60, 80 ja sogar 100 Bilder vorführen. Da kann man kein Bild genießen. Aber 24 Bilder von Julian, das war eine Zahl, die verträglich erschien. ;-))

Und es war ein Genuß. 24 geniale Bilder, wovon ich jetzt keines besonders hervorheben möchte. Dazu eine Beschreibung des Jahresablaufs, der man die Mühen, die Du Dir damit gemacht hast ansieht. Es hat sich gelohnt!

Mir hat Dein Beitrag einen riesigen Spaß gemacht.

Im Jahr 2019 wünsche ich Dir viele schöne Touren mit weiterhin so tollen Bildern.

Es grüßt aus Mannheim
Rolf
Hallo Julian,

welch ein toller Rückblick mit vielen tollen Stimmungsbildern und sehenswerten Perspektiven! Echt stark!!

Grüße

Pau
Hallo Julian,
Vielen Dank fuer den Jahresrueckblick mit den fantastischen Bildern und dem sowohl informativen als auch persönlichen Text. Wie schon in den letzten Jahren ein wirkliches Highlight zum Jahreswechsel!
Ein gutes neues Jahr und viele Gruesse von der Erzbahn im Norden,
Christoph
Ein wie immer traumhafter Rückblick!

Ich hoffe doch mal, dass es auch 2019 mit kleinen Blicken über den Tellerrand nach Italien oder Frankreich klappt. ;)

LG
Yannick

10564-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.10.15 18:29

Hallo Julian!

Klein, aber besonders fein! And this is no fake news!!!

Auch wenn ich das eine oder andere Bild schon aus der Galerie kannte, zeigst Du hier mal wieder eine Sammlung der Extraklasse! Die sorgfältige Motivauswahl und die immer genialen Lichtsituationen, oft in extremen Tagesrandlagen, lassen nur ansatzweise ahnen, was für ein Aufwand hinter solchen Aufnahmen steckt.

Nicht weniger beeindruckednd sind aber wieder einmal Deine geographischen und historischen Kenntnisse der Orte, die Du uns hier zeigst, solch eine profunde Recherche ist wirklich einzigartig und hebt Deinen Rückblick nochmal deutlich hervor. Mein Kompliment für dieses Wissen!

Ich wünsche auch Dir ein erfolgreiches neues Jahr mit nicht mehr allzuvielen Stunden in der UB, und dass Du bei vergleichbaren Touren immer den nötigen Ausgleich zu den trockenen Rechtswissenschaften finden mögest ;).

Viele Grüße,

Frank

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Merci beaucoup für diese außerordentlich schönen Fotos. Ich bin ob der Motivvielfalt gänzlich begeistert: Da sind immer wieder ganz neue Perspektiven dabei. Landschaft und Eisenbahn perfekt in Szene gesetzt. Wirklich: Chapeau!
Alles Gute für 2019 und uns wünsche ähnlich tolle Aufnahmen wie 2018.
Grüße
Jochen
Bonsoir Julian,

nun konnte ich endlich Deinen phantastischen Bilder-Reigen in Ruhe genießen, viele Aufnahmen kannte ich ja noch nicht. Merveilleux!

Einen klaren Favoriten kann ich nicht benennen, da würden nur wieder persönliche Präferenzen bezüglich Baureihen und/oder Lokalität durchschlagen, deswegen halte ich mich vornehm zurück ;-). Im Grunde ist jedes einzelne Bild das Meisterwerk eines Profis, wie es nur wenige gibt. Merci bcp dass Du uns daran teilhaben lässt.

À plus et bonne année
Frédy

Gruß, D 895 (SSH–SPSN–RLA–RK–MH)