sbes schrieb:
Hallo!
Bleibt das Dach erhalten weil man die Stützen mit einem Schutz versehen hat?
Gruss
Hallo,
die Holzverkleidungen der gußeisernen Stützen lassen zumindest vermuten, dass in Niederdollendorf etwas erhalten bleibt.
In der Projektbeschreibung steht allerdings nur: "Dachmodernisierung an den Bahnsteigen", was andernorts dennoch zu
Verlusten geführt hat, wie bei den nachfolgenden Beispielen, mit Fotos von der Projektseite der DB:
[
rechter-rhein.deutschebahn.com]
Nur als Totalersagen der Landes- und Unteren Denkmalbehörden in RLP kann man den inzwischen vollzogenen Kahlschlag
historischer Bahnhofs-Infrastruktur bezeichnen.
Braubach
(für die Größe der Fotos bitte ich um Entschuldigung, dass liegt an den unbearbeitet verlinkten Dateien von der Projektseite)
Quelle: DB AG / MainMotion
Im Bereich des "Unesco-Welterbes Oberes Mittelrheintal" wurde im
Bahnhof Braubach das um 1935 im Rahmen
einer umfassenden Bahnhofserneuerung als massive Holzkonstruktion aufgestellte Bahnsteigdach
restlos beseitigt.
Kaub
Quelle: DB AG / MainMotion
Im
Bahnhof Kaub hat die DB StuS schon vor Jahren wg. angeblicher Asbestbelastung die als Eindeckung verwendeten Bimsbeton-Kassetten
der Fa. Remy (Neuwied) entfernen lassen, sodass es dort wie nach einem Luftangriff aussah. Jetzt wurden sämtliche Stützen vom Mittel-Bstg
abgeräumt, die wenigen am Empfangsgeb. (links im Foto) deutlich zum Gleis hin eingekürzt und alle verbindenden Traversen entfernt.
Da gleichzeitig entschieden wurde, die dort befindliche Treppe zur PU mit einer Mauer von der übrigen PU zu trennen, stellt sich die Frage:
Welchen Sinn hat die "denkmalsgerechte Sanierung" der kümmerlichen Reste?
Fahrgäste können die Bahnsteige nach der Korridorsanierung (KS) RR nur noch zum Rhein hin erreichen/verlassen.
Neuwied
Quelle: DB AG / MainMotion
Im
Bahnhof Neuwied der nächste Totalverlust: Am Hausbahnsteig (links) befand sich mit 145m Länge und bis zu sechs / bzw. 12 Metern Breite
das größte noch erhaltene Bimsbetondach in der gesamten Region, das von der in Neuwied ansässigen Firma "Friedr.Remy Nachfolger AG!" gebaut
wurde. Es überspannte auch den Bereich bis zu den Kopfgleisen (Vias / ehem. Brexbachtalbahn). Auch hier kein Einwand gegen den Abbruch von
Seiten der Oberen Denkmalbehörde in Mainz.
Wie gut zu erkennen waren, auch dort die Dachstützen vor einigen Jahren saniert und mit Beton stabilisiert worden.
Engers
Quelle: DB AG / MainMotion
Im
Bahnhof Engers stand ((?) das möglicherweise letzte Dach mit einer Eindeckung aus Bimsbeton-Kassetten auf dem ehem. Mittel- und heutigen
Außen-Bahnsteig (links im Foto). Es ist/wurde allerdings schon seit Jahren mit der im Hintergrund zu sehenden "Hilfskonstruktion" abgestützt worden.
Grüße
ETLO528
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