998 - Bildberichte
Dieses Forum dient für umfangreichere Bildbeiträge, Zusammenfassungen und Jahresrückblicke zum Thema Eisenbahnen in Deutschland. Aktuelle Sichtungsbilder sind in die Bild-Sichtungen einzustellen. ACHTUNG: Dies ist NICHT das Fotoforum, Diskussionen über die Qualität der Bilder sind hier fehl am Platz!
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geschrieben von: E 44 051
Datum: 24.07.26 01:34
Liebe Freunde des entspannten und genießenden Reisens,
leider habe ich es nicht geschafft, diesen Teil noch vor dem Start meiner Tour nach Rumänien und Bulgarien zu veröffentlichen, deshalb diese größere Lücke.
Weiter geht es mit unserer kleinen „Flusskreuzfahrt“. Im ersten Teil [www.drehscheibe-online.de] waren wir bis nach Gerolstein vorgedrungen, jetzt geht es erstmal im Bus weiter.
Zur Orientierung gibt es noch einmal die
Tourkarte
Noch schreiben wir
Montag, 22.12.2025 Trier – Aschaffenburg
Fahrplan
Zwischen Gerolstein und Kall war SEV angesagt, den wir bis Blankenheim Wald in Anspruch nehmen.
Bild 51
Nahe des Bahnhofs wartet der SEV, alles ist bestens organisiert
Bild 52
Auch im Bus kann man die anmutige Landschaft genießen
Bild 53
Wir kommen am alten Abzweigbahnhof Lissendorf vorbei
Bild 54
Fünf Minuten später ist der nächste ehemalige Abzweigbahnhof Jünkerath erreicht, alles ist liebevoll gestaltet und gepflegt
Bild 55
Kurz vor Blankenheim Wald blicken wir auf die Eifelstrecke, die Elektrifizierungsarbeiten sind im vollen Gang
Bild 56
Der Bahnhof Blankenheim mitten im Nichts ist schon sehr skurril
Bild 57
Auch hier wird fleißig gebuddelt
Ansonsten ist ein Aufenthalt von 43 Minuten hier eher nicht erstrebenswert…
Bild 58
Mit dem Linienbus fahren wir weiter in den Ort Blankenheim, ein letzter Blick auf die Arbeiten
Bild 59
In Blankenheim haben wir leider nur eine halbe Stunde Zeit, der erste Blick geht hinauf zur Burg
Bild 60
Im beschaulichen Ortskern verbirgt sich die katholische Kirche St. Mariä Himmelfahrt hinter dem Gildehaus
Bild 61
Noch einmal das Gildehaus zusammen mit dem Blick Richtung Burg
Bild 62
Ein paar Meter weiter kommen wir zur Ahrquelle
Wenn man vor diesem idyllischen Ort steht, fragt man sich, wie dieses Bächlein so viel Leid und Zerstörung anrichten konnte. Aber natürlich haben da auch zahllose Zuflüsse ihren Anteil dran.
Bild 63
Von der Quelle geht der Blick noch einmal zurück in den schönen Ort
Bild 64
Durch den Hirtenturm in der Stadtmauer verlassen wir das historische Blankenheim, denn wir müssen zum Busbahnhof
Mein Eindruck: Der Ort ist es durchaus wert, auch für eine längere Zeit besucht zu werden (inklusive Einkehr in ein Restaurant der Wahl).
Unsere Buslinie 861 folgt zunächst der (längst abgebauten) Oberen Ahrtalbahn Blankenheim (Wald) – Ahrdorf (Ahr), die bereits 1958 ihren Verkehr verlor. Von Ahrdorf nach Dümpelfeld geht es entlang der Mittleren Ahrtalbahn, hier war 1973 Schluss. Von Dümpelfeld bis nach Remagen verläuft dann die Ahrtalbahn, der Abschnitt bis Ahrbrück wurde 1999 stillgelegt, der Personenverkehr endete bereits 1985.
Bild 65
Schon kurz nach der Abfahrt kommen wir am alten Bahnhof Blankenheim vorbei, der heute privat genutzt wird
Bild 66
Wir erreichen Ahrdorf, weiter von der friedlichen Ahr begleitet
Bild 67
In Müsch (schon an der Mittleren Ahrtalbahn) haben wir etwa 10 Minuten Aufenthalt, um Schülerverkehr aufzunehmen
Wir waren übrigens die einzigen Fahrgäste, die auf der kompletten Strecke mitgefahren sind (zeitweilig hatten wir den Bus für uns), nebenbei hatten wir auch einen sehr freundlichen Busfahrer.
Bild 68
Hier sind wir übrigens bereits im betroffenen Hochwassergebiet, über diese Behelfsbrücke wird es gleich weiter gehen
Bild 69
Möglicherweise war dies der ehemalige Bahnhof Schuld, auch hier wird noch an den Hochwasserschäden gearbeitet
Bild 70
Hier in Schuld geht es wieder einmal über eine Behelfsbrücke
Bild 71
Auch das Örtchen Liers muss über eine Behelfsbrücke angefahren werden…
Bild 72
…denn die alte Brücke ist noch nicht wieder komplett
Bild 73
Schließlich haben wir Ahrbrück erreicht, wo wir wieder auf die Eisenbahn wechseln können
Bild 74
Schon kommt Tz 620 032 von DB Regio angedieselt, inzwischen wird wohl elektrisch gefahren
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Der Zug noch einmal aus der Gegenrichtung mit dem Empfangsgebäude
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Die Wallfahrtskapelle Maria Geburt in Pützfeld hatte keine Probleme, beim Hochwasser nasse Füße zu bekommen
Bild 77
Am alten Bahnhof von Kreuzberg wird noch einiges zu tun sein, für die Bahn hat er keine Bedeutung mehr, außer einem Haltepunkt
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Die Burg Kreuzberg kurz danach
Bild 79
In Altenahr begrüßt uns die Burgruine Are
Wie zu sehen, wird beim Wiederaufbau auch ein bahnparalleler Radweg errichtet (z.T. auch unter Nutzung alter Bahntunnel). Der hat zwar noch ein paar Lücken, wird aber sicher sehr schön.
Bild 80
Wir nähern uns Mayschoß, darüber grüßt die Saffenburg
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Allerorten wird nach und nach alte Normalität wieder hergestellt, die Kraftanstrengungen dafür sind immer wieder erkennbar
Bild 82
Das Ausmaß der Zerstörungen ist nur schwer fassbar
Es wird wohl noch ein paar Jahre dauern, bis hier wieder heile Welt in einer schönen Umgebung erlebbar ist.
Bild 83
Mayschoß ist passiert, gleich tauchen wir in den Saffenburger Tunnel ein, vorbei an einer Baustellen-Aufstellfläche
Dann wird es sehr schnell dunkel, weshalb auch keine weiteren zeigenswerten Bilder entstehen. Außerdem müssen wir uns ab Remagen mit der Verspätungslage auf den beiden Rheinstrecken herum schlagen, der von mir gezeigte Fahrplan für die Reststrecke nach Aschaffenburg ist nur beispielhaft. Ich erinnere mich noch, dass wir ab Remagen mit irgendeinem verspäteten Zug linksrheinisch weiter nach Koblenz gefahren sind. Von dort ging es rechtsrheinisch weiter nach Wiesbaden. Für die Weiterfahrt erinnere ich mich an die Route Wiesbaden-Frankfurt-Hanau-Babenhausen-Aschaffenburg (mit drei Minuten Umsteigezeit in Babenhausen).
Es war eine schöne Runde, die viel Spaß gemacht hat.
Dienstag, 23.12.2025 Aschaffenburg – Leipzig
Der Vollständigkeit halber gibt es auch noch meine Heimfahrt nach Leipzig am folgenden Tag mit ein paar Bildern. Ich hatte noch einen kleinen Schlenker im Thüringer Wald eingebaut.
Fahrplan
Bild 84
Ich hatte es schon von Aschaffenburg nach Hanau geschafft, wo der RE nach Fulda einfährt
Bitte nicht von der Anzeige am Zug irritieren lassen ;-) Hier am Bahnsteig musste ich übrigens ein paar Minuten vorher einen sorglos an der Bahnsteigkante telefonierenden Mitmenschen recht lautstark vor einem fast lautlos durchrauschenden ICE warnen.
Bild 85
In Fulda steige ich in die RB nach Kassel um, die ich bis Bebra nutze
Der Autotransportzug mit seinen Geländewagen hat mich von Flieden bis Bebra begleitet.
Bild 86
Nach Turnschuhanschluss in Bebra und Frühstück in Eisenach wartet in Fröttstädt die RB nach Friedrichroda auf mich
Bild 87
Mit dem exBaseler Tw 223 habe ich Bad Tabarz erreicht
Bild 88
Der Ort ist recht gefällig
Wie man sieht, war der Tag aber hier im Thüringer Wald von Schneegraupelschauern geprägt. Eigentlich wollte ich hier eine Mittagspause machen, aber die örtliche Gastronomie war leider auch nicht gewillt, mir diesen Wunsch zu erfüllen. Muss ich wohl nochmal im Sommer in Angriff nehmen. Naja, für diesen Sommer wird es schon wieder eng ;-)
Bild 89
Deshalb war ich rechtzeitig wieder zurück beim exBaseler, um nach Gotha zu fahren
Plan B war nämlich: Ok, dann kehre ich am Bahnhof in Gotha ein.
Bild 90
Hinter Reinhardsbrunn verlaufen die Strecken der Eisenbahn und der Waldbahn parallel
Bild 91
Am Gleisdreieck in Waltershausen wartet Tw 316 als Pendel in den Ort
Bild 92
Auch mein kreuzender Gegenzug war ein Tatrazug in Doppeltraktion
Mit dem wäre ich lieber unterwegs gewesen, aber der Baseler war auch recht interessant.
Bild 93
Bei weiterhin miserablem Wetter bin ich am Gothaer Hauptbahnhof angekommen
Bild 94
Tw 315 steht bereit, um auf Linie 2 zum Ostbahnhof zu fahren
Rund um den Bahnhofsvorplatz sehe ich nichts, was mich zur Einkehr animiert. Da muss ich wohl schauen, ob sich im Bahnhof eine passende Gastronomie findet.
Bild 95
Ob sich hier was Gescheites findet?
Im Inneren war ich einfach nur erschrocken: Hier halten sogar regelmäßig ICE, aber es gibt praktisch nichts! Endgültig entnervt entfliehe ich mit der etwas verspäteten RB 20 nach Naumburg dieser Tristesse.
Als Trost beschließe ich, diese Runde über die TWSB bei besserem Wetter und zu besserer Jahreszeit bei passender Gelegenheit noch einmal zu wiederholen. Zwischen Aschaffenburg und Leipzig bin ich ja öfter unterwegs, dann klappt es vielleicht mal mit der Pause in Bad Tabarz oder der Gothaer Innenstadt.
Bild 96
Mit dem seit dem Fahrplanwechsel in Naumburg erforderlichen Zwangsumstieg von der RB 20 auf die S 6 habe ich dann doch schon kurz vor Fünf meine Heimatstadt Leipzig erreicht
Fazit: Es war eine kurze, aber schöne, vorweihnachtliche Runde über spannende Strecken, die ich mit meinem Freund Thomas gern bereist habe. Es hat viel Spaß gemacht!
Teil 1 verpasst? Hier [www.drehscheibe-online.de] geht es nochmal zurück.
Wie geht es weiter mit den Reiseberichten? Wahrscheinlich ist als nächstes die Juli-Tour 2026 durch Rumänien und Bulgarien dran, die ich (leider) allein machen musste. Also: Bleibt dran und gespannt!
Freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.07.26 22:44.
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
geschrieben von: sbes
Datum: 24.07.26 23:05
Vielen Dank für den schönen Reisebericht aus meiner Heimat an Saar und Mosel.
Das abgebildete ehem Hotel in Schuld ist nicht der Bahnhof, dieser lag im Rücken des Fotografen.
Die behelfsmässige Strasse führt in Schuld durch einen noch vorhandenen Bahntunnel und
über eine provisorisch für den Strassenverkehr hergerichteten Gewölbebrücke über die Ahr.
Gruß sbes