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 15 - Museumsbahn-Forum 

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Dieses Forum dient dem Erfahrungsaustausch über den Erhalt und Betrieb historischer Fahrzeuge. Dazu zählen auch Beiträge zu Bahnen, die planmäßig Dampfbetrieb anbieten, sowie Touristikbahnen, die nicht der Definition von Museumsbahnen im strengeren Sinne entsprechen.
Dieses Forum dient NICHT zum Veröffentlichen von Sichtungsbildern - diese gehören in die Bild-Sichtungen. Bildberichte über Museen und historische Fahrzeuge, sowie die damit in Verbindung stehende Infrastruktur sind jedoch willkommen.
Für Veranstaltungsankündigungen bitte die Termine-Seiten verwenden. Weiterführende Informationen sind hier gestattet, Berichte über Veranstaltungen aber bitte auf eine Diskussion je Veranstaltung begrenzen. Berichte über Veranstaltungen aus früherer Zeit (älter als 10 Jahre) sind nach wie vor im Historischen Forum willkommen.
Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB
Vielen Vereinen steht wegen des Lockdown das Wasser bis zum Hals. Neben den Einnahmeausfällen durch das Veranstaltungsverbot habe viele Vereine auch mit Mitgliederschwund und daraus resultierenden fehlenden Beiträgen zu kämpfen.
Es ist schon schlimm genug, das wegen dem Dauerlockdown im Einzelhandel sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe eine PLeitewelle droht. Eine Pleitewelle bei den Vereinen bringt das Fass aber bald zum überlaufen. Wir können nicht alles der Corona-Pandemie unterwerfen, das halten Wirtschaft und Gesellschaft nicht aus. Mal gespannt wann deshalb die Gerichte mal richtig auf den Putz hauen, die Corona-Beschränkungen sind zu einem unzumutbaren Dauerzustand geworden und machen weitere Entschädigungen erforderlich. Wer ganzen Branchen das Geld verdienen verbietet, soll auch für den Schaden aufkommen.
In ihrer Existenz bedrohte Vereine sollten aus dem Notfond für die Kulturbranche entschädigt werden, notfalls auch gerichtlich angeordnet.

Bei dem Museumseisenbahnen könnte eine Fristengutschrift den Druck etwas reduzieren. Nehmen wir dazu die im Film gezeigte EFZ 52 7606. Muß diese wegen der Corona-Beschränkungen ein Jahr kalt im Bw stehen bleiben ohne auch nur ein einziges mal angeheizt worden zu sein, könnte das EBA ihr ein Jahr Kesselfrist gutschreiben.
Online-Fanartikelverkauf kann nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein.
Eine Fristengutschrift wäre eine ideale Lösung, wobei sich die Aufsichtsbehörden sehr schwer tun werden - man wird kein Stück seiner eigenen Existenz hergeben...!

Man wird sich um eingetragene Vereine nicht scheren und die ehrenamtliche Mitglieder, die Dreck schluckend Rauch & Überhitzerrohre wechselten, 80% der Jahreseinnahmen durch den Kessel schippend und den Rest in die Miete der Infraklstrukturen stecken.

Vermutlich wird man aus Gründen der leeren Kassen das Thema et acta legen und die jehrzehnte lange Arbeit dieser Menschen unbeachtet den Heuschrecken der "Wertstoff-Händler" überlassen, Großkonzernen unser Steuergeld vorne und hinten reinschieben auch Konzernen, welche hier keine oder nicht nennenswerte Steuern zu zahlen bereit waren, das nennt man Privatisierung von Steuern!

Irgend ein vermeintlich ganz Schlauer Regierungsberater wird der Meinung sein, dass eine Dampflok je Typ museal reichen wird und den Rest soll der Rost holen und diesem Herrn eine "gehaltvolle Karriere" geben für diese glorreiche Aussage.

Warten wir es ab, viele können sich schon jetzt nicht retten vor Zahlungsaufforderungen des gierigen Staatskonzerns, der selbst gigantische Defizite aufbauen durfte, was für andere Unternehmen schon längst zur Konkursverschleppung geführt hätte!

Mit diesem Argument rate ich den Zusammenschluß alles eingetragener Vereine und Gründung einer Interessengemeinschaft!

Wie wäre es mit dem VDMT??

R.
Wo will man beim Verlängern von Fristen anfangen und wo will man da aufhören. Einfach so, nur weil es den Eisenbahnvereinen schlecht geht, ist ein sehr schlechter Ratgeber. Was sollen denn da die Oldtimerclubs mit ihren alten zwei-, drei- und vierräderigen Fahrzeugen sagen, die ja ebenfalls wegen Corona auf Einnahmen verzichten mussten. Bei deren Fahrzeuge läuft ja auch mal eben der TÜV ab, auch wenn sie nur rumstehen.
Darf man überhaupt Fristen einfach mal eben so verlängern, ich denke die Sicherheit sollte immer an erste Stelle stehen. Eine zusätzliche Wasserdruck Probe an einem Dampfkessel (und wenn dann auch nur für Dampflokkessel), als einmalige Sonderregelung, wäre unter Umständen eine Möglichkeit.
Aber nicht einfach mal eben so und nur weil es irgendwelchen Vereinen schlecht geht.
So eine Aktion will, nein muß, bestens überlegt sein.


Nachdenkliche Grüße
Bernd
Fristen,es ist den zuständigen Behörden völlig Latte,ob ein befristetes Fahrzeug des Vereins in Corona Zeiten arbeitslos herum steht oder nicht,wenn der Tag X kommt,muss u.a. die PZB und GSM R Funk Prüfung durchgeführt werden.
Sicher kann der Halter sein Fahrzeug links hinten im Schuppen abstellen und auf bessere Zeiten warten,bleiben Kosten für Versicherung übrig.
Bei der Infrastruktur bleiben auch für regelmäßige Bauwerksprüfung, Instandhaltung etc dem Verein die Kosten am Bein hängen.
Ist ja nicht nur die Pacht. Man braucht auch noch Strom, Wasser, Kommunikation und Heizung.

Liebe Leute,

Bleibt gesund und wenn es geht daheim!
Hallo zusammen,

wie kommst Du auf einen Coronabedingten Mitgliederschwund?
Finanzielle Unterstützung gabs schon für Vereine und es wird wohl auch weitere geben! Aber natürlich müssen die beantragt werden! Aus welcher Staatskasse die kommen ist doch eher unerheblich?
Und mit einem gut formulierten Gerichtsbeschluss lässt sich das elende Virus bestimmt verbieten, warum da noch keiner eher drauf gekommen ist ;-)
Das Thema "Fristengutschrift" ist sicher schon angedacht, einfach mal beim VDMT nachfragen.
@ Bernd: Die Termine der Fahrverbote sind ja vorhanden, wo soll also das Problem einer Fristverlängerung liegen?

@ cavemaen:
Hat dein - sinnfreies - Abrotzen wenigstens gut getan?

Gruß aus https://share-your-photo.com/img/7a468ead84_album.jpg
Michael
Zitat:
"Was sollen denn da die Oldtimerclubs mit ihren alten zwei-, drei- und vierräderigen Fahrzeugen sagen,
die ja ebenfalls wegen Corona auf Einnahmen verzichten mussten.
Bei deren Fahrzeuge läuft ja auch mal eben der TÜV ab, auch wenn sie nur rumstehen."

Also ich denke, das kann man nicht vergleichen.
Oldis sind in der Regel privat genutzte Fahrzeuge und können trotz Pandemie wie gewohnt zu Ausfahrten genutzt werden.
Sie werden im Normalfall nicht über Einnahmen aus Personentransporten, sondern privat finanziert,
also entstehen dem normalen Oldifahrer keine Nachteile.
Zudem steht der Aufwand der TÜV-Abnahme in keinem Verhältnis zur einer Fristabnahme bei Bahnfahrzeugen.
Mit einem normal gewarteten Oldi fährt man zur Prüfstelle und bekommt, wenn keine Mängel vorliegen ohne weitere Maßnahmen die Plakette,
dafür muss kein Motor und keine Achse zerlegt werden.
Oldifahrende Grüße aus Südbaden

Thomas
Na ja, hier bei uns an der Küste sieht das mit den musealen Schifffahrtsvereinen (ich rede von hochseetauglichen Exemplaren und nicht von "Ruderbooten") coronabedingt noch trauriger aus: Liegeplätze sind nicht gerade billig, die Fristen laufen ähnlich wie bei der Eisenbahn weiter, Werftüberholungen sind beispielsweise um ein Vielfaches teurer als eine Lok-HU und Fahrten rechnen sich erst ab einer ziemlich großen Teilnehmerzahl - außer bei Sponsorenfahrten.

Fazit: Die technische Tradition, egal welche Branche, trifft es brutal...

Mit freundlichem Gruß
Helmut

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Ein sehr interessanter Bericht - gerade auch weil man sieht, daß die Einnahmen aus Sonderfahrten oder Vorführungen nicht alles sind, sondern daß auch das Verbot von gemeinsamen Arbeitseinsätzen ein riesiges Problem ist, für das es keinen finanziellen Ausgleich gibt.

Und selbst wenn man wieder fahren darf ist die Frage, wie schnell die Auslastung wieder auf ein finanziell tragbares Maß angehoben werden darf und kann. Schließlich hängen viele Bahnen auch am Tourismus, der in der Region stattfindet.

Ich wünsche allen Vereinen jedenfalls das Beste, daß sie es irgendwie überstehen.

Viele Grüße

Tobias


http://www.vt610.de/banner/bahnbilder-nordbayern.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.04.21 22:20.
Schwandorfer schrieb:
Ein sehr interessanter Bericht - gerade auch weil man sieht, daß die Einnahmen aus Sonderfahrten oder Vorführungen nicht alles sind, sondern daß auch das Verbot von gemeinsamen Arbeitseinsätzen ein riesiges Problem ist, für das es keinen finanziellen Ausgleich gibt.

Und selbst wenn man wieder fahren darf ist die Frage, wie schnell die Auslastung wieder auf ein finanziell tragbares Maß angehoben werden darf und kann. Schließlich hängen viele Bahnen auch am Tourismus, der in der Region stattfindet.

Ich wünsche allen Vereinen jedenfalls das Beste, daß sie es irgendwie überstehen.

Viele Grüße

Tobias

Hallo,

Also ich glaube, würde man einen Dampf geführten Sonderzug mit 20 D-Zug Wagen Probeweise an einem WE fahren lassen, der würde ausverkauft sein, wenn man für alle sitzplätze Karten verkaufen dürfte. Und das in ziemlich kurzer Zeit. Schau nur mal, was allein bei der Geisterfahrt der Löbauer zusammen gekommen ist, und da waren alle nur Zaungäste neben der Strecke.


MfG Bw NYsa

Re: Lo(c)kdown - Verschiedene Rechenmodelle

geschrieben von: Niels

Datum: 16.04.21 14:27

Bw Nysa schrieb:Zitat:
Also ich glaube, würde man einen Dampf geführten Sonderzug mit 20 D-Zug Wagen Probeweise an einem WE fahren lassen, der würde ausverkauft sein, wenn man für alle sitzplätze Karten verkaufen dürfte. Und das in ziemlich kurzer Zeit. Schau nur mal, was allein bei der Geisterfahrt der Löbauer zusammen gekommen ist, und da waren alle nur Zaungäste neben der Strecke.
Weißt Du schon, oder glaubst Du noch? Sprich: Kennst Du die genauen Zahlen der Löbauer?

Ich gönne ihnen absolut den Erfolg des "Geisterzugs". Es dürfte aber eine Mildchmädchenrechnung sein, eine Veranstaltung im Zeitraum der Schließung nahezu jeglicher "Freizeitindustrie" auch als erwartbare Grundlage für die Zeit nach dieser Schließung anzunehmen.
Und es kommt hinzu: Vielleicht sind ja 700 Leute eher dazu zu bewegen mal 10 Euro für solch Aktionen zu spenden als 100 Leute die für 70 Euro mitfahren? Das Ergebnis wäre das gleiche.

................... Gruß von Niels .......................

+++ Rettet den SVT "Görlitz" (VT 18.16) ! +++
Hallo in die Runde,

Generell wäre es sicher wünschenswert, für Dampfloks eine ähnliche gesetzliche Regelung wie in den USA zu treffen.

Kurz gesagt (und wie Vielen hier bekannt; dennoch:) dürfen dort Dampfloks nach einer HU maximal 1472 Tage und maximal 15 Jahre eingesetzt werden. Die Frist läuft ab, wenn das Erste dieser Kriterien erfüllt wird.

Dafür bräuchte man aber eine Lobby in der Politik, so etwa wie die Engländer sie parteiübergreifend haben.

Hier der Link zum Originaldokument:

Title 49 CFR§230.17


Natürlich wäre jetzt der ideale Zeitpunkt, eine derartige Änderung konkret zu begründen, nur es würde an den jetzt laufenden Fristen Nichts ändern, da man sie nicht im Nachhinein verändern kann, selbst wenn sich eine Lobby dafür stark machen würde. Es bleibt also leider wohl wie es ist.

Viele Grüße,
Michael




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.04.21 19:59.
215 122-3 schrieb:
Bei dem Museumseisenbahnen könnte eine Fristengutschrift den Druck etwas reduzieren. Nehmen wir dazu die im Film gezeigte EFZ 52 7606.
Eine Fristengutschrift an 52 7606 würde der EFZ relativ wenig nützen, weil sie die 52 7596 besitzen ;-)
Aber davon mal abgesehen: glaubt wirklich jemand ernsthaft , dass es wegen Corona an Museumsfahrzeugen Fristgutschriften geben könnte?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.04.21 20:19.