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 15 - Museumsbahn-Forum 

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Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB
Hallo Eisenbahnfreunde,


vor einigen Tagen stieß ich im Allgemeinen Forum auf diesen Beitrag [www.drehscheibe-online.de], der von dem Ende einer bemerkenswerten Hochdruckdampfspeicherlok der Bauart Gilli handelte, deren Konstruktion auf einen Herrn Prof. Dr. Ing. Paul Gilli zurückgeht.

Die Lok wurde von Krauss-Maffei im Jahre 1951 zusammen mit nur zwei weiteren Exemplaren gebaut. Zum Lebenslauf der gelben Hochdruckmaschine gibt es diesen Link [www.dampflokomotivarchiv.de]. Zum Schluss gehörte sie dem mittlerweile aufgelösten „Verein Freunde historischer Eisenbahn Mühldorf e.V.“

Das Denkmal soll auch zum Verkauf angeboten worden sein, der mir und eventuell auch vielen anderen Eisenbahnfreunden leider entgangen ist. Abgesehen von der Finanzierung (Beschaffungs-, Transportkosten) wäre aus meiner Sicht diese Lok in mehrfacher Hinsicht (Konstrukteur, feuerlose Dampflok, Baujahr, Hersteller, Einsatzgeschichte, Aussehen etc.) ein tolles Exponat mit Seltenheitswert beispielsweise in der chronologisch konzipierten Eisenbahnausstellung am Deutschen Technikmuseum Berlin gewesen. Schon alleine die Tatsache, dass man mit einer solchen, eigentlich umweltfreundlichen Lok laut Wikipedia [de.wikipedia.org] sechs bis acht Stunden lang ohne Dampfnachfüllen fahren konnte, finde ich erstaunlich.

In meiner früheren Heimatstadt Euskirchen steht übrigens schon seit den 1980er Jahren eine Dampfspeicherlok der hiesigen Zuckerfabrik von Pfeifer & Langen auf einem Parkplatz hinter dem Bahnhof [www.bahnbilder.de], für mich ein interessanter und rarer Mosaikstein der Euskirchener Industriekultur, leider in einer mir etwas lieblos erscheinenden Form der Präsentation, vielleicht auch ein Sinnbild einer in Euskirchen vergessenen, verdrängten Zeit, Kultur?

Aus dem oben genannten Link geht auch hervor, dass der „Verein Freunde historischer Eisenbahn Mühldorf e.V.“ seine zweite Lok aufgeben musste, nämlich die bereits neu lackierte 218 348-1
[www.revisionsdaten.de].

Diese Maschine, die man mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls verschrotten wird, war von 1976 bis 2008 beim Bw Mühldorf beheimatet. In diesem Zusammenhang denke ich an die ungenutzten, leer stehenden Lokschuppen auf Sylt (Marschbahn) und der früheren „Eisenbahn-Stadt-Lübeck“ (einstige 218-Hochburg), die aus meiner Sicht mit der Baureihe 218 geschichtlich in enger Beziehung stehen.


Viele Grüße,

Marc

"Hier in Berlin kamen wir uns immer fast wie Gefangene vor... Wie groß war daher unsere Freude, wenn es im Frühling nach Potsdam ging."

Wilhelm II.


Das ist sehr bedauerlich, hab davon zu spät erfahren, wo ist sie denn zum Verkauf angeboten worden? Es wäre mir sicherlich aufgefallen. Schade um die Franzi...konnte sie in Gendorf und kastl öfters erleben und auch in bild Film und Ton festhalten.

Grüße aus Waldkraiburg , Karl
Handyschreiben hat seine Tücken



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.04.21 09:10.
Hallo,


zuerst einmal vielen Dank für die Rückmeldung. Du hattest geschrieben, dass Du die Lok noch selbst erlebt und von ihr Film- und Tonaufnahmen angefertigt hast. Solche Dinge machen ein Exponat oder ein historisches Schienenfahrzeug natürlich noch interessanter.

Jetzt stellt sich mir die Frage, ob man am Verkauf der Lok wirklich interessiert war, denn wer überlässt in Anbetracht des Scheiterns seines idealistischen Projektes schon gerne anderen - eventuell finanziell besser Gestellten – sein einst liebevoll gepflegtes Schienenfahrzeug?

Wobei das eigene langjährige Engagement für den Erhalt der Lokomotive vom neuen Eigentümer, der sich darüber hinaus eventuell mit seinem Neuerwerb noch brüstet, möglicherweise überhaupt keine Würdigung mehr erfährt und völlig in Vergessenheit gerät.

Vielleicht lässt sich vor diesem Hintergrund auch das stille Verschwinden der am Bahnhof Pfarrkirchen einst aufgestellten, altroten Denkmallok 218 348-1 [www.bahnbilder.de] erklären, das meines Wissens im Museumsbahn-Forum erst gar nicht erwähnt wurde.

Sollte die Deutsche Bahn mir mal eines Tages widererwarten zu einem symbolischen Preis für ein Museumsprojekt die Relikte der früheren Bw-Außenstelle Westerland überlassen, und gäbe es einen Verein, der seine 218 unbedingt loswerden möchte, und käme das Fahrzeug in die Sammlung, ich würde die Vereinsmitglieder stets in Ehren halten.

Darüber hinaus wären sie für die selbstverständlich durchzuführende Provenienzerschließung des Objektes von großer Bedeutung!


Viele Grüße,

Marc

"Hier in Berlin kamen wir uns immer fast wie Gefangene vor... Wie groß war daher unsere Freude, wenn es im Frühling nach Potsdam ging."

Wilhelm II.


wer sie im Betrieb erleben möchte, der sei
auf Eisenbahnromantik Folge 570 verwiesen--hier sieht man beide im Einsatz...


hier noch eins von mir

Quelle: YouTubeviel spass beim Anhören, Gruß, Karl

Toller Sound!

geschrieben von: EP 5

Datum: 05.04.21 13:47

Hallo Karl,



ich möchte mich noch einmal für Deine Sound-Performance mit Aufnahmen des leider nicht mehr existenten Lokdenkmals herzlich bedanken.




Viele Grüße,

Marc

"Hier in Berlin kamen wir uns immer fast wie Gefangene vor... Wie groß war daher unsere Freude, wenn es im Frühling nach Potsdam ging."

Wilhelm II.