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 15 - Museumsbahn-Forum 

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Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB
Hallo Museumsbahner,

als ich gestern in Steinbach am Wasserhaus auf 99 1542-2 und ihrem Zug wartete viel mir ein Detail am dort aufgestellten Signalfernsprecher auf.

http://abload.de/img/dsc06650sijgq.jpg

Eine Fahrt in den Frühling sieht normalerweise etwas anders aus. Im Erzgebirge gibt es aber die Varinate 2 zu erleben.

http://abload.de/img/dsc06649t3jt7.jpg
Wozu dient die mit einer Klappe versehene Öffnung (hier hochgeklappt). Es ist dort nur eine runde Öffnung zu sehen. War das vielleicht eine Steckdose
für einen Fernsprechanschluss ?

http://abload.de/img/dsc06662v2kwb.jpg

In Dampf gehüllt - Ausfahrt Steinbach

Vielleicht kann ein "SFM" - Fachmann meine Frage beantworten.

MfG
Helmut
Das ist eine Anschlußdose für ein Stöpseltelefon

Gruß
Helmut

Meine bisher erschienenen Beiträge findet ihr in meinem Inhaltsverzeichnis hier: [www.drehscheibe-online.de]

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Helmut Philipp schrieb:
Das ist eine Anschlußdose für ein Stöpseltelefon
In welcher Situation mag es denn zweckmäßig gewesen sein, draußen ein Telefon anzustöpseln, wenn ich da drin eines habe?
Zum Beispiel, wenn der Schlüssel nicht dabei ist (Bahnarbeiter, Streckenläufer etc meldeten sich meistens über Stöpseltelefon). Die Buden wurden schließlich vor etwa 100 Jahren eingeführt, daher darf man keine heutigen Maßstäbe anlegen...

Gruß
Helmut

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Hallo an Alle,

vielen Dank für die schnelle Klärung. @Helmut Philipp: Ich dachte die hätten einen Verschluss der mit dem Vierkantschlüssel zu öffnen war, den dürften auch Streckenarbeiter gehabt haben. Oder war der Außenanschluss auf eine andere Leitung geklemmt wie das Telefon innen ?

MfG
Helmut
In der Regel hatten alle F-Kästen 1-2 Anschlussmöglichkeiten (Steckdosen) für einen mobilen Streckenfernsprecher. Somit konnte z.B. bei Baustellen mittels eines Verlängerungskabels (Kabeltrommel) per "Feldtelefon" bequem Kontakt zum Fdl gehalten werden. Der Streckengeher benutzte in der Tat das fest installierte Telefon - sonst müsste er den Mobilapparat ja auch noch mitschleppen.

So eine Steckdose sieht man hier sehr schön - rechts der graue Kasten mit dem roten Verschlussdeckel, der auch noch an einer Kette als "Verlustschutz" hing. Links befindet sich eine weitere baugleiche Anschlussdose.

[www.fotocommunity.de]

Damit das Kabel bei geschlossener Tür nicht abgequetscht wurde, gab es diese Öffnungen zur Kabeldurchführung mit Klappe. Bei den "moderen" F-Kästen gehen diese Öffnungen im Kastenboden nach unten. Auf den Foto leider nicht zu erkennen, aber sie sind da! ;-)

Viele Grüße
Holger

Hier gibt es eine schöne Übersicht des mobilen Equipments:
[www.der-fernmelder.de]



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.03.21 13:12.
Hallo 86_018,

warst du in letzter Zeit auch in Jöhstadt und hast Bilder vom Baufortschritt gemacht?

Würde mivh wirklich sehr interessieren! :)

Grüße aus dem Süden von Bayern

VG
Hallo Helmut,

zum Thema Signalfernsprecher oder allgemein zur Fernsprechbude hatte ich mal im Hifo was dazu geschrieben. Anbei der Link Die Fernsprechbude aus Wellblech mit innerer Holzverschalung [www.drehscheibe-online.de]


Gruß von S.B aus BA/WÜ

Re: zu Signalfernsprecher

geschrieben von: Zp9b an Gleis 9 3/4

Datum: 21.03.21 19:43

S.B schrieb:
zum Thema Signalfernsprecher oder allgemein zur Fernsprechbude hatte ich mal im Hifo was dazu geschrieben. Anbei der Link Die Fernsprechbude aus Wellblech mit innerer Holzverschalung [www.drehscheibe-online.de]
Danke für den erneuten Hinweis ! (Der Beitrag war mir seinerzeit entgangen)
Hallo S.B.

mit Deinem Beitrag sind ja alle Unklarheiten zu meiner Frage beseitigt, danke für den Link.

@ 218 473-6, zum Baufortschritt in Jöhstadt konnte ich noch nichts entdecken, es liegt ja auch noch genügend Schnee.

MfG
Helmut

Re: Einen Vierkantschlüssel hat jeder Eisenbahner.

geschrieben von: Ladehilfe

Datum: 25.03.21 22:11

Nicht jeder Eisenbahner hat den Vierkant. Wozu braucht man den in der Werkstatt wenn es kein passendes Schloss gibt? Ich bekam meinen erst in München Steinhausen samt DB 21.

Liebe Leute,

Bleibt gesund und wenn es geht daheim!
Ladehilfe schrieb:
Nicht jeder Eisenbahner hat den Vierkant. Wozu braucht man den in der Werkstatt wenn es kein passendes Schloss gibt? Ich bekam meinen erst in München Steinhausen samt DB 21.
Tja, ich hab meinen als Stift noch selbst gefeilt. Den hab ich heute noch. Eisen erzieht eben doch...

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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Also F-Buden haben überwiegend Vierkantschlösser. Oft hatten die F-Buden aber gerne mal ein DB grau Schloß als Türschloß. Z.B. auf Zugleitstrecken, da dort wenig Verkehr stattfindet, also wo kaum Personal auftauchte und praktisch Jeder machen konnte was er wollte. Der benötigte Schlüssel hing dann am Zugführerschlüsselbund, damit die F-Buden nicht für Jedermann offen standen und ggf. an chronischem Materialschwund erkrankten. Heute, den Zeiten von ESTW und GSMR sind F-Buden werden langsam Geschichte, selbst Streckenfernsprecher und Signalfernsprecher (selbst an Betonhäuschen an Bahnübergängen) werden stetig zurückgebaut. Dafür sammeln die MUBA Vereine diese Hütten und präsentieren sie für die Nachwelt. Hat doch aus was.

Beste Grüße
Bernd