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 15 - Museumsbahn-Forum 

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Dieses Forum dient dem Erfahrungsaustausch über den Erhalt und Betrieb historischer Fahrzeuge. Dazu zählen auch Beiträge zu Bahnen, die planmäßig Dampfbetrieb anbieten, sowie Touristikbahnen, die nicht der Definition von Museumsbahnen im strengeren Sinne entsprechen.
Dieses Forum dient NICHT zum Veröffentlichen von Sichtungsbildern - diese gehören in die Bild-Sichtungen. Bildberichte über Museen und historische Fahrzeuge, sowie die damit in Verbindung stehende Infrastruktur sind jedoch willkommen.
Für Veranstaltungsankündigungen bitte die Termine-Seiten verwenden. Weiterführende Informationen sind hier gestattet, Berichte über Veranstaltungen aber bitte auf eine Diskussion je Veranstaltung begrenzen. Berichte über Veranstaltungen aus früherer Zeit (älter als 10 Jahre) sind nach wie vor im Historischen Forum willkommen.
Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB
Nun ist das Jahr 2020 zu Ende, dem wir am Anfang so optimistisch entgegen geblickt haben und von dem wir alle so enttäuscht sind.

Symbolisch für viele Museumseisenbahnen war dieses Bild:

https://s12.directupload.net/images/user/210101/pnoge82s.jpg

Vor dem heimischen Lokschuppen, Aug. 2020

Alle Zugloks kalt abgestellt ohne Aussicht, Züge mit Fahrgästen befördern zu dürfen. Lieber sähen nicht nur wir unsere Fahrzeuge an diesen oder ähnlichen Orten:

https://s12.directupload.net/images/user/210101/44cglzxu.jpg

Emden Außenhafen, Matjestage 2019 (wer ist älter?)

https://s12.directupload.net/images/user/210101/sssxjdtj.jpg

Hamburg Hbf, Cruise Days 2019

https://s12.directupload.net/images/user/210101/72n9rqaq.jpg

Kreuzberg/Ahr 2019, Fahrt zu den Weinfesten, neben dem AKE-VT98

https://s12.directupload.net/images/user/210101/h2kyz6pl.jpg

Lokumlauf im Bf. Thale, neben 01 0509, Advent 2019

https://s12.directupload.net/images/user/210101/pxvj9z6y.jpg

Charterfahrt in Lippborg-Heintrop, Okt. 2019


Andere, auch bei DSO beachtete und dokumentierte Fahrten haben in diesem speziellen Fall sehr zum wirtschaftlichen Überleben unseres Vereins beigetragen. Diese Chance hatte aber nicht jeder Verein und über dicke Festgeldkonten oder starke Mäzene verfügen die wenigsten.

Es gibt ja Hoffnung, dass mit fortschreitenden Impfungen sich die gesundheitliche Situation nicht nur in Deutschland wieder stabilisiert und die Grundrechte der Bürger von Politikern nicht plötzlich als Privileg, sondern als Selbstverständlichkeit, als ureigenste Rechte, angesehen werden und die nicht mehr potenziell „gefährlichen“ Menschen dann auch wieder uneingeschränkt über ihre Freizeit verfügen dürfen.

Viele Vereine, auch wir, haben nicht nur Zuspruch, sondern auch finanzielle Unterstützung von den letztlich verhinderten Fahrgästen und anderen Gönnern z.B. in Form von Verzicht auf Rückerstattung bereits bezahlter Fahrkarten erhalten. Da ist man als Verein sehr dankbar und glücklich, denn darin steckt auch eine enorme Wertschätzung, nicht „nur“ Geld, die zu weiteren Anstrengungen für die Eisenbahngeschichte und für schöne Sonderfahrten motivieren.

Diese Unterstützung werden wir weiterhin alle nach der verlorenen Fahrtsaison brauchen. Längst ist nicht sicher, dass der traditionelle Saisonbeginn im zweiten Quartal schon wieder stattfinden kann. Die Durststrecke ist also noch nicht zu Ende. Längst ist auch nicht sicher, ob jeder Verein die Kraft hat, in dieser Saison wieder anzutreten. Ihr, wir alle wollen schließlich oft noch Fotos wie diese machen und die zahlenden Gäste in solchen Zügen mitfahren können:

https://s12.directupload.net/images/user/210101/txntxqi9.jpg

Vielleicht motiviert das solidarische und großzügige Verhalten derer, die sonst tatsächlich IM Zug gesessen hätten, den einen oder anderen, die die Sonderfahrten lediglich zur Erweiterung ihres Fotoschatzes nutzen, dann doch einmal dazu, trotzdem eine Fahrkarte zu kaufen oder nach Bewertung der Ausbeute einen dafür angemessenen Betrag zu spenden. Letztlich sind fahrende Museumszüge kein Selbstzweck, sondern dienen neben der Freude am Fahren und öffentlichen Präsentieren der Unterhaltung historischer Eisenbahnfahrzeuge. Das eine geht deshalb ohne das andere nicht.

Auch durch eine Mitgliedschaft in einem Verein der persönlichen Sympathie kann man Solidarität zeigen, sich sogar einbringen, Verantwortung übernehmen und gleichzeitig etwas für die betreffende Vereinskasse tun. Es ist immer mehr Arbeit da als Geld und Hände, die sie wegschaffen können. In diesem Sinne, vielleicht reichts ja wenigstens für einen guten Vorsatz.

Ich wünsche allen Vereinen, mit denen wir in einem Boot sitzen, dem zahlenden Publikum und den sonstigen Interessierten ein besseres 2021 und allen Museumsbahnzügen besonders viele zahlende Fahrgäste.

Viele Grüße
Frank

… der gern mal wieder nachts um 1 nach langer Fahrt nach dem Abrüsten des Zugs und vor dem Wegrangieren die Gelegenheit zu einem solchen Foto haben möchte, …

https://s12.directupload.net/images/user/210101/7muudipo.jpg

… um dann nachher glücklich über zufriedene Fahrgäste und eine gelungene Fahrt todmüde ins Bett zu fallen.

Zu meinen Beiträgen:
- Eisenbahnen [www.drehscheibe-foren.de]
- Historisches Forum [www.drehscheibe-foren.de]
- Straßenbahnen [www.drehscheibe-foren.de]




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.01.21 13:26.
Zitat:
"Emden Außenhafen, Matjestage 2019 (wer ist älter?)"

Der Bus, mindestens 1 Jahr:-)
(Flachstirner, gebaut bis 8/55)

Ein gutes neues aus Südbaden

Thomas
Der Bus, mindestens 1 Jahr:-)
(Flachstirner, gebaut bis 8/55)

Sicher? Sieht für mich eher aus wie ein umgebauter Brasilien Bus. Verdeck und Samba Fenster lassen sich Problemlos nachrüsten.

Vielen Dank für diesen Beitrag ...

geschrieben von: Th.D.

Datum: 02.01.21 11:34

... und die nachdenklichen Worte zu dem "historischen" Jahr 2020.

Gruß
Th.
Schienenwolf1 schrieb:
Der Bus, mindestens 1 Jahr:-)
(Flachstirner, gebaut bis 8/55)

Sicher? Sieht für mich eher aus wie ein umgebauter Brasilien Bus. Verdeck und Samba Fenster lassen sich Problemlos nachrüsten.
Nee, der ist tatsächlich echt und weitestgehend original. Einer von einer knappen handvoll. Das Treffen war reiner Zufall, wir kannten uns vorher nicht.

Grüße Frank

Zu meinen Beiträgen:
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- Historisches Forum [www.drehscheibe-foren.de]
- Straßenbahnen [www.drehscheibe-foren.de]
Solche Zustände wie 2020 dürfen sich 2021 nicht wiederholen, notfalls müssen die Gerichte die Reißleine ziehen. Wer soll die Verantwortung dafür übernehmen, wenn mehr oder weniger die gesamte Freizeit- bzw. Kulturbranche nur wegen der Corona-Beschränkungen pleite geht. Diese Branchen halten kein weiteres Jahr mit Berufsverbot durch.
Einigen Vereinen wurde es sogar untersagt, während der Corona-Zwangspause, Instandhaltungsarbeiten vorzunehmen.
Allen Museumsbahnen und -Bahnern wünsche ich ein gesundes und hoffentlich bald besseres Jahr 2021.

Ja die Museumsbahnen müssen sich ganz schön strecken. Hoffe dass die Fixkosten nicht zu hoch sind und die Rücklagen aufgebraucht werden müssen.

Im Netz war ja schon einige zu sehen wo die Museumsfahrzeuge im Bauzugeinsatz zu sehen sind. Bei den wenigen Museumsfahrten waren aber wenigstens Fahrgäste im Zug (Nostalgiezugreisen) bei den wenigen Fahrten, hatten wohl ein Hygienekonzept ?

Hoffen wir auf baldige Normalisierung der Situation.

Schnelles ZP 9 wünscht
P.
Hallo Frank! Das Foto Nr.2 ist mein persönlicher Favorit von Deinem Beitrag. Solch einen Bulli T1 Bj. 1955 habe ich eine Zeit lang als Draisine auf Eisenbahngleisen gefahren. Bei YouTube gibt es sogar noch ´nen Filmchen darüber. Finde aber gerade den Link nicht. Gruß vom Draisinenkalle aus Kassel.
215 122-3 schrieb:
Solche Zustände wie 2020 dürfen sich 2021 nicht wiederholen, notfalls müssen die Gerichte die Reißleine ziehen. Wer soll die Verantwortung dafür übernehmen, wenn mehr oder weniger die gesamte Freizeit- bzw. Kulturbranche nur wegen der Corona-Beschränkungen pleite geht. Diese Branchen halten kein weiteres Jahr mit Berufsverbot durch.
Einigen Vereinen wurde es sogar untersagt, während der Corona-Zwangspause, Instandhaltungsarbeiten vorzunehmen.
Wer übernimmt "die Verantwortung" für die Patientenauslese in den Krankenhäusern? Oder gehen dann Hobbyeisenbahner, die sich beim Lokschrauben ansteckten, freiwillig zum Sterben nach Hause, wenn alle Beatmungsplätze belegt sind?
Man kann ein Abstands- und Hygienekonzept entwickeln um notwendiges zu tun, muß halt mit den zuständigen Behörden abgesprochen werden.

bleib gesund

Gruß aus https://share-your-photo.com/img/7a468ead84_album.jpg
Michael
Michael Staiger schrieb:
215 122-3 schrieb:
Solche Zustände wie 2020 dürfen sich 2021 nicht wiederholen, notfalls müssen die Gerichte die Reißleine ziehen. Wer soll die Verantwortung dafür übernehmen, wenn mehr oder weniger die gesamte Freizeit- bzw. Kulturbranche nur wegen der Corona-Beschränkungen pleite geht. Diese Branchen halten kein weiteres Jahr mit Berufsverbot durch.
Einigen Vereinen wurde es sogar untersagt, während der Corona-Zwangspause, Instandhaltungsarbeiten vorzunehmen.
Wer übernimmt "die Verantwortung" für die Patientenauslese in den Krankenhäusern? Oder gehen dann Hobbyeisenbahner, die sich beim Lokschrauben ansteckten, freiwillig zum Sterben nach Hause, wenn alle Beatmungsplätze belegt sind?
Man kann ein Abstands- und Hygienekonzept entwickeln um notwendiges zu tun, muß halt mit den zuständigen Behörden abgesprochen werden.

bleib gesund
Moin, Michael,

so ist das. Wir haben uns da unterzuordnen. Corona ist nicht irgendwas, sondern mal eben die größte Seuche in Europa seit 100 Jahren. Eine Schlagzeile wie "Museumszug als Super-Spreader" hätte der gesamten Szene gerade noch gefehlt und vermutlich katastrophale Restriktionen zur Folge gehabt. Daher stehe ich, stehen wir auch hinter den Vorgaben der Regierung. Die Gerichte kann man, wird man bemühen, wenn die Politik auch den Geimpften ihre Freiheiten weiter vorenthalten will. Hoffentlich lassen sich die Lautsprecher, die sich schon dementsprechend geäußert haben, eines besseren belehren. Auch hier geht es nicht um irgendwas, sondern um Grundrechte.

Aber man lernt mitzuleiden mit den Künstlern, Theatern, den vielen, die im Freizeit- und Unterhaltungsbereich tätig sind und auch ihr eigenes Brot damit verdienen müssen. Das ist ja bei uns Museumsbahnern weitgehend nicht der Fall. Und dann sieht man diese dummen, egoistischen Menschen dicht an dicht in den Skigebieten, die offenbar ganz geil auf die dritte Welle und einen noch längeren Lockdown sind ...

Mit Hygienekonzept hätten wir nachher auch fahren können, mit max. 30% Kapazität, was jede Wirtschaftlichkeit in die Tonne gehauen und unbequeme Fahrtbedingungen für Publikum und Personal bedeutet hätte. Dazu sind die Events vor Ort abgesagt worden - Inselverbot bis in den Juni, Sail Bremerhaven, Weinfeste im Ahrtal usw -, was den Reiz einer solchen Fahrt zusätzlich gemindert hätte. Da wären abends die Fahrgäste nicht mehr mit einem Lächeln, sonder eher missgestimmt aus dem Zug ausgestiegen. Und vielleicht nicht mehr wiedergekommen.
Dann lässt man es lieber.

Hoffen wir darauf, im Laufe des Jahres die Züge wieder rollen lassen zu können.

Viele Grüße
Frank

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Hallo!

Echt schade,daß Corona echt ein Strich durch die Rechnung gemacht hat.
War das Jahr 2019 noch voll mit Veranstaltungen und Sonderfahrten.oft alle Plätze im Sonderzug ausgebucht.
Dazu alle Volksfeste und Weihnachtsmärkte statt fanden um den Reiz zur Teilnahme einer Sonderfahrt mit historischen Fahrzeugen.
Im Juni 2019 das große Sommerfest im DB Museum in Koblenz Lützel statt gefunden hat.Die V200 033 dort zu Gast war.
Die V200 007 noch aus Norddeutschland abgeholt wurden ist.
Auf Youtube jede Menge Videos über Sonderfahrten und Festen zu sehen sind.Beim Schauen sich gerne die Normalität zurück wünscht.Gerne Beim Verein bei den Erhalt der Fahrzeugen und im Eisenbahnmuseum Hand anlegen möchte.

Für 2021 sind meistens ab Ostern 2021 wieder Sonderfahrten angesetzt.Andere Veranstaltungen stehen auch auf dem Programm.Das alles mit der Hoffnung,daß es wieder so wie vor Corona war.
Wenn ich die aktuellen Nachrichten höre und sehe.Wird doch bis mindestens Sommer doch noch einiges abgesagt werden müssen.

Allerdings hoffe ich für allen das Beste in der bevorstehenden Saison für alle Vereine und Gruppen.

Stefan

http://v200-116.de.tl/Home.htm
Danke für den Beitrag.
Leider sind ja auch viele andere Bereiche betroffen: z.B. der AMATEURsport mit seinen Millionen von Mitgliedern und vielen tausend Ehrenamtlichen, die tlw. mit einer kurzen Unterbrechung auch schon 10 Mon. "sitzen".
Als Funktionär befürchte ich einen drastischen Rückgang der Aktiven und ein Vereinssterben.
Aber auch Hunderttausende "kleinere" Selbstständige werden auf der Strecke bleiben......
Hoffen wir, das der nunmehr zweite Impfstoff ein zügigeres Impfen ermöglicht und sich der Mai mit zaghaft beginnender Normalisierung als wahrer Wonnemonat entpuppt!
.
215 122-3 schrieb:
Solche Zustände wie 2020 dürfen sich 2021 nicht wiederholen, notfalls müssen die Gerichte die Reißleine ziehen. Wer soll die Verantwortung dafür übernehmen, wenn mehr oder weniger die gesamte Freizeit- bzw. Kulturbranche nur wegen der Corona-Beschränkungen pleite geht. Diese Branchen halten kein weiteres Jahr mit Berufsverbot durch.
Einigen Vereinen wurde es sogar untersagt, während der Corona-Zwangspause, Instandhaltungsarbeiten vorzunehmen.

Das jüngste Gericht!

Aber das möchte ich in meiner Restlebenszeit noch nicht erleben.

Auch wenn manche Zeitgenossen bei uns und auf anderen Kontinenten offensichtlich danach streben.

Tja, und die Verantwortung liegt doch wohl beim Fledermaus verspeisenden Chinesen. Verklag ihn doch!


Noch en Gude und bleibt gesund.

Manfred