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Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB

Döllnitzbahn stieß am Montag mit einem Auto zusammen

geschrieben von: Gt2x4/4

Datum: 30.12.20 06:51

Da wohl keine nennenswerte Beeinträchtigung erfolgte, nicht bei den Betriebsstörungen, sondern hier die in mangelhaftem Deutsch verfaßte Mitteilung. Es ging wohl wieder darum herauszubekommen ob sich tatsächlich die größere Masse durchsetzt:


Zitat
56-JÄHRIGE AUTOFAHRERIN AN BAHNÜBERGANG VON ZUG ERFASST UND MITGESCHLEIFT

Mügeln - Ein Auto wurde am Montag an einem Bahnübergang in Nordsachsen von der Döllnitzbahn erfasst und mehrere Meter mitgeschleift.

Die 56-jährige Fahrerin des VW Golfs wurde bei dem Unfall glücklicherweise nicht verletzt, wie die Leipziger Polizei am Dienstag mitteilte.

Nach ersten Erkenntnissen hielt die Autofahrerin zunächst in Mügeln wie vorgeschrieben an einem Stoppschild vor dem Bahnübergang.

Als die Frau an der unbeschrankten Kreuzung wieder anfuhr, übersah sie den von links kommenden Zug und wurde erfasst. Das Auto wurde mehrere Meter mitgeschleift, bis es schließlich an einem Zaun zum Stehen kam.
Der entstandene Sachschaden am Golf und am Zaun konnte noch nicht beziffert werden.

[www.tag24.de]

Noch ist also unklar, ob das Auto oder doch die Fahrerin mitgeschleift wurde.

Immerhin wurde sie nicht „geschliffen“ (was ich in der Augsburger Allgemeinen auch schon gelesen habe und was auf meine Kritik hin heftigst verteidigt wurde).

.
Es wird nicht berichtet und es ist nach Schilderung des Unfallherganges auch eher unwahrscheinlich, daß die Fahrerin ihr Fahrzeug noch vor dem Zusammenprall verlassen konnte.
Deshalb ist davon auszugehen, daß die Fahrerin beim Mitschleifen des Autos durch den Zug unfreiwillig an der unangenehmen Bewegung teilgenommen hat.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:12:30:10:03:01.

Wo ist hier "mangelhaftes" Deutsch

geschrieben von: Christof 421

Datum: 30.12.20 10:00

Ich kann keines erkennen.

Gruss aus Südbaden
Christof 421

Re: Wo ist hier "mangelhaftes" Deutsch

geschrieben von: Klaus aus FG

Datum: 30.12.20 12:15

Christof 421 schrieb:
Ich kann keines erkennen.

Gruss aus Südbaden
Christof 421
Ich schon. In seinem eigenen Textteil schreibt der Eröffner des Threads ".. die in mangelhaftem Deutsch verfaßte Mitteilung ...". Richtig muss es "... verfasste Mitteilung" heißen.

Stimmt

geschrieben von: Christof 421

Datum: 30.12.20 12:26

ich habe nur die Mitteilung gelesen, das andere ist mir nicht aufgefallen, zumal ich hier in der Nähe der CH-Grenze alles mit ss anstatt ß schreibe.

Gruss aus Südbaden
Christof 421
Das müsste der Bahnübergang beim Kluthe sein. Wo anders sind die Zäune zu weit weg von der Bahn.

Liebe Leute,

Bleibt gesund und wenn es geht daheim!

Re: „mangelhaftes“ Deutsch

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 30.12.20 14:10

Christof 421 schrieb:
Wo befindet sich hier „mangelhaftes“ Deutsch?
Ich kann keines erkennen.
Ich vermute mal, das bezieht sich auf die Diskrepanz zwischen Überschrift und Einleitungstext:
»56-jährige Autofahrerin an Bahnübergang von Zug erfasst und mitgeschleift«
und direkt darunter dann:
»Mügeln - Ein Auto wurde am Montag an einem Bahnübergang in Nordsachsen von der Döllnitzbahn erfasst und mehrere Meter mitgeschleift.«
Außerdem stieß ja wohl auch nur ein Zug der Döllnitzbahn - und nicht gleich „Die Döllnitzbahn“ mit einem Auto zusammen … (wenn man sich denn schon mit Trockenbeeren beschäftigen will). ;-)




Gruß

Walter



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:12:30:14:12:40.
Moin Walter,

Mikado-Freund schrieb:
Zitat:
am Montag an einem Bahnübergang in Nordsachsen von der Döllnitzbahn erfasst und mehrere Meter mitgeschleift.«
Außerdem stieß ja wohl auch nur ein Zug der Döllnitzbahn - und nicht gleich „Die Döllnitzbahn“ mit einem Auto zusammen … (wenn man sich denn schon mit Trockenbeeren beschäftigen will). ;-)
sehr schön gesehen! ;-) Andererseits: Wenn ein Auto nach dem Zusammenstoß mit dem Zug mitgeschleift wird, dürfte es regelmäßig auch unmittelbar mit „der Döllnitzbahn“ zusammenstoßen …

Im Übrigen halte ich es für sprachlich vertretbar, auch von einer „erfassten Autofahrerin“ zu schreiben, wenn diese noch im Auto saß. Das vom Threaderöffner insoweit vorausgesetzte Alternativverhältnis Auto/Fahrerin erscheint mir nicht zwingend.

Beste Grüße
Hendrik

PS: Zum Thema „mangelhaftes Deutsch“ – soweit ich mich erinnere, müsste man auch nach alter Rechtschreibung ein Komma vor „ob“ setzen … ;-)

Re: Wo ist hier "mangelhaftes" Deutsch

geschrieben von: Gt2x4/4

Datum: 30.12.20 19:22

Klaus aus FG schrieb:
Richtig muss es "... verfasste Mitteilung" heißen.
Nein!

Nur in Schulen und Behörden muß die neue Falsch-Schreibung angewandt werden!

Im Privatleben darf jeder so schreiben wie er möchte.

Das hat das BVerfG in mehreren Entscheidung schon in den 90ern herausgearbeitet.
(Der Schüler darf seine Arbeiten auch in der alten Rechtschreibung abgeben, sie wird lediglich nicht mehr in den Schulen gelehrt, es bleibt dem Schüler also überlassen, woher er seine Kenntnisse bezieht. Von den Eltern zum Beispiel.)

Darum geht es aber gar nicht!

Mir scheint, Du verwechselt den Ausdruck „Deutsch“ mit „Rechtschreibung“ bzw. setzt „Deutsch“ mit „Rechtschreibung“ gleich?

Das aber wäre falsch weil fatal!

.
Moin, Gt2x4/4,

ich wäre sehr vorsichtig mit Deiner Interpretation der BVerfG-Entscheidungen zur Rechtschreibreform. So wirft etwa dieser Satz

(Der Schüler darf seine Arbeiten auch in der alten Rechtschreibung abgeben, sie wird lediglich nicht mehr in den Schulen gelehrt, es bleibt dem Schüler also überlassen, woher er seine Kenntnisse bezieht. Von den Eltern zum Beispiel.)
mehrere Aspekte durcheinander und ist so schlicht falsch. Es gab einen Erlass des schleswig-holsteinischen Kultusministeriums vom 5. November 1996, der übergangsweise bis 2005 beide Schreibungen in der Schule (des Beschwerdeführers) gestattete bzw. eine Abwertung wegen alter Rechtschreibung verbot (vgl. BVerfG, Urt. vom 14. Juli 1998 – 1 BvR 1640/97 –, Rn. 158 f.). Seit nunmehr 15 Jahren ist freilich nur noch die neue Schreibung Bewertungsgrundlage. Du tust aber so, als habe das BVerfG „herausgearbeitet“, dass die freie Wahl der Rechtschreibung eines jeden Schülers verfassungsmäßig garantiertes Recht sei. Das exakte Gegenteil ist der Fall: a) Generell ist der Staat ist von Verfassung wegen nicht gehindert, verbindliche Rechtschreibregeln aufzustellen und diese auch zu ändern. b) Mit der konkret beschlossenen neuen Rechtschreibung müssen (und können) sowohl Schüler als auch Eltern (in Ausübung ihres Erziehungsauftrags) leben:

Denn jedenfalls sind Anhaltspunkte dafür, daß die Umsetzung der Neuregelung für Schülerinnen und Schüler unzumutbare Konsequenzen haben könnte, im Verfahren nicht hervorgetreten. Die Rechtschreibänderungen fallen quantitativ und qualitativ nicht besonders ins Gewicht […] und der Erlaß vom 5. November 1996 enthält Übergangsregelungen, die den Belangen der Schüler angemessen Rechnung tragen. (Ebd., Rn. 158.)
Ich empfehle nochmalige Lektüre des Urteils – wie wär‘s etwa morgen mit „Begründetheit statt Böller“? Gibt es eigentlich auch BVerfG-Entscheidungen zur Frage, ob sich der Fahrer eines mitgeschleiften Autos ebenfalls als „mitgeschleift“ bezeichnen darf?

Beste Grüße
Hendrik

Re: Wo ist hier "mangelhaftes" Deutsch

geschrieben von: 042 096-8

Datum: 31.12.20 12:08

Interessanter wären nähere Infos über den Unfall. Eine Diskussion über deutsche Grammatik ist in einem Eisenbahnforum fehl am Platz.

Re: Wo ist hier "mangelhaftes" Deutsch

geschrieben von: EBA55413

Datum: 03.01.21 16:22

042 096-8 schrieb:
Interessanter wären nähere Infos über den Unfall. Eine Diskussion über deutsche Grammatik ist in einem Eisenbahnforum fehl am Platz.
Nun ja, auch ein Eisenbahnforum lebt neben den Bildbeiträgen auch ganz wesentlich von solchen in Textform. Von daher gehört das Thema Rechtschreibung bzw. Sprache durchaus dazu und kann auch hier Gegenstand einer Diskussion sein. Es wird bei DSO allgemein viel Wert auf gute Fotos gelegt, von denen es glücklicherweise reichlich gibt. Das ist auch gut so.
Für mich ist eine gute Sprache in den Beiträgen mindestens genauso wichtig, wie ansprechende Fotos. Gut und sorgsam formulierte Beiträge lesen sich viel angenehmer, als irgendetwas "schnell dahin Geschriebenes", womöglich mit ausschließlicher Kleinschreibung und/oder mit vielen Fehlern.
Ich persönlich mag es auch nicht, wenn "trotzig-ignorant" an der alten Rechtschreibung festgehalten wird, denn ich habe mich jetzt an die aktuelle Rechtschreibung gewöhnt, auch wenn ich selbst nicht alle neuen Regeln gut finde. Manche Leute können oder wollen sich leider nicht an neue Gegebenheiten (Rechtschreibung) anpassen. Nun ja, wenn sie meinen; es soll ja auch Leute geben, die nach über 20 Jahren immer noch in DM rechnen.

Es leben alle Völker, die sehnend warten auf den Tag, dass unter dieser Sonne die Welt dem alten Streit entsag! Frei sei dann jedermann,
nicht Feind, nur Nachbar mehr fortan!

(Text aus der slowenischen Hymne)