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Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB

Im Technikmuseum Kassel (mB)

geschrieben von: Unstrutbahn

Datum: 10.11.20 12:33

Hallo,

auf der Rückfahrt nach Erfurt pausierten wir am 16.08.2020 kurz im Technikmuseum Kassel.

Nachfolgend einige Eindrücke.

Die Bombardier Crashtest & Simulation TRAXX der TU Dresden.
https://www.bahnbilder.de/bilder/1200/1232439.jpg

Dieser Prüfling ist ein crashoptimierter Führerstand für TRAXX-Loks von Bombardier. (Zustand nach einem Werksversuch).
https://www.bahnbilder.de/bilder/1232571.jpg

https://www.bahnbilder.de/bilder/1200/1232441.jpg

Transrapid TR05
https://www.bahnbilder.de/bilder/1200/1232440.jpg

Fahrgastraum
https://www.bahnbilder.de/bilder/1200/1232569.jpg

Führerstand
https://www.bahnbilder.de/bilder/1200/1232570.jpg

https://unstrutbahn.startbilder.de/bilder/1200/718541.jpg

Erste Henschel Lok "DRACHE".
https://unstrutbahn.startbilder.de/bilder/1200/718542.jpg

Henschel E-Lok 2 (Fabrik Nr. 7444)
https://www.bahnbilder.de/bilder/1200/1232566.jpg

44 481
https://www.bahnbilder.de/bilder/1200/1232568.jpg

https://www.bahnbilder.de/bilder/1200/1232567.jpg

Ausstellung etwas improvisiert?

geschrieben von: EP 5

Datum: 15.11.20 21:16

Hallo Frank,


da sich bis jetzt noch keiner zu Deinem Beitrag geäußert hat, nehme ich jetzt die Gelegenheit wahr, mich zu den gut gelungenen und teile interessanten Aufnahmen Deines Besuches des Kasseler Technikmuseum zu äußern, die einige Einblicke von der Ausstellung gewähren.

Aber zuerst einmal möchte ich mich überhaupt für das Zeigen Deiner Aufnahmen bedanken, die eben auch mal ein anderes Museum mit Schienenfahrzeugen wiedergeben, es muss nicht immer Nördlingen oder Bochum-Dahlhausen sein.

Soviel ich weiß, werden die Exponate in einer früheren Werkshalle von Henschel ausgestellt, aus meiner Sicht ein toller, geschichtsträchtiger Ort mit viel Atmosphäre. Ich fand die von Dir aufgenommenen Schienenfahrzeuge interessant, ebenfalls den Triebwagen der Magnetschwebebahn, von dem Du sogar einige Innenaufnahmen vorgestellt hast. Es ist meines Erachtens lobenswert, dass die Exponate in der Halle vor der Witterung geschützt sind und nicht irgendwo unter freiem Himmel vor sich hinrosten.

Trotzdem erlaube ich mir auch etwas Kritik an der Ausstellung, die auf mich an mancher Stelle doch etwas improvisiert wirkt, wahrscheinlich weil für mehr einfach die finanziellen Mittel und Möglichkeiten fehlen. Kassel ist da kein Einzelfall.

Man muss sich als Eisenbahnfreund heutzutage überhaupt glücklich schätzen, dass dank einiger Leute in Kassel und anderenorts noch historische Schienenfahrzeuge gezeigt werden und damit etwas an die Geschichte und an die Leistungen unserer Vorfahren erinnert wird. Andererseits würde ich mich mal über einen richtigen Knaller im Eisenbahnmuseumsgenre freuen, nach dem Motto: Diese Ausstellung muss man unbedingt gesehen haben, einfach "geil", inspirierend, kann man nur weiterempfehlen!

Das war übrigens immer mein Anspruch...



Viele Grüße,

Marc

Alfred Döblin über Berlin: "Hier war von Anfang an alles verdorben."


Re: Ausstellung etwas improvisiert?

geschrieben von: Unstrutbahn

Datum: 17.11.20 13:00

Hallo Marc,

vielen Dank für Deine Zeilen. Freut mich, wenn die Bilder Gefallen finden.

Ich kann dazu sagen, dass die Ausstellung dort bei weitem noch nicht fertig ist und dort noch fleißig und tatkräftig gewerkelt wird.
Auch sind alle Räumlichkeiten teilweise noch nicht begehbar.

Uns hat es jedenfalls gefallen. Wir haben durch einen Mitarbeiter viel erfahren und kommen gerne mal wieder vorbei.

Re: Ausstellung etwas improvisiert?

geschrieben von: Peter

Datum: 17.11.20 17:39

Hallo!

Toller Bericht - vielen Dank!

Ich meine, dass es vor einiger Zeit Berichte gab, dass ein Investor das Gelaende uebernommen habe, was die Planung fuer die Museums-Macher momentan erschwere - evtl. ist das der Grund, dass es momentan nicht mit der Ausstellung vorangeht, weil man eben erst einmal alle Kraft in die Klaerung der aeusseren Umstaende stecken muss.

Quelle kann ich momentan allerdings nicht liefern... :-(

EDIT: Link hier - auch wenn es nicht der gesuchte ist: [www.hna.de] /EDIT

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.11.20 17:44.

Zu dem Sachverhalt (Schließung) hätte ich eine Quelle .

geschrieben von: EP 5

Datum: 17.11.20 18:37

Hallo Peter,


für das Magazin „Industrie-Kultur“ habe bis 2018 immer mal wieder kurze Beiträge verfasst und bekam bei Veröffentlichungen von Artikeln vom Klartext-Verlag zur Belohnung immer ein Gratisheft zugesandt.

Aufgrund dessen erfuhr ich auch einmal etwas zu den von Dir geschilderten Vorgängen im Kasseler Technik-Museum. So stand im Heft 02.16 auf S. 40, dass aufgrund des Wechsels des Vermieters der Fortbestand des Museums gefährdet sei. Anscheinend ist die Geschichte bisher zum Glück wohl glimpflich verlaufen, sonst wären dort keine Besuche mehr möglich.

Meines Erachtens kann man noch wesentlich mehr aus der Ausstellung beziehungsweise aus der Henschel-Thematik herausholen.

In diesem Zusammenhang fände ich beispielsweise eine schöne und sehenswerte Vitrine mit H0-Modellen sehr nett, die einfach mal die bei Henschel gebauten Lokomotiven präsentiert! Märklin hat übrigens den bei Henschel gebauten Diesellokgiganten 232 001-8 in Spur I angekündigt. Dieses Modell wäre meines Erachtens als Exponat nicht zuletzt wegen seiner vielen interessanten Bezüge unter anderem zu dem Designer Klaus Flesche, der einst die markante Form dieser bedeutenden Lok schuf, spannnend. Ein solches Objekt ist dementsprechend zu präsentieren, so dass es die Besucherinnen und Besucher anspricht und inspiriert.

Nicht zu vergessen den einen oder anderen namhaften Ingenieur vom Schlage eines Richard Roosen, der das Buch „Ein Leben für die Lokomotive“ (Stuttgart 1976) schrieb, das direkt von seiner Arbeit und seinen Erfindungen bei der Firma Henschel handelt.

Die große Kunst besteht darin, die Besucherinnen und Besucher über diese Dinge zu informieren, sie anzuregen aber auch nicht zu überfordern.



Viele Grüße,

Marc

Alfred Döblin über Berlin: "Hier war von Anfang an alles verdorben."






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.11.20 09:20.