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Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB

Kopf an Kopf -V65 contra V100- (m.B.)

geschrieben von: 41 052

Datum: 10.10.20 16:14

Moin auch.

Auch wenn durch die derzeitige Lage das gesamte Jahresprogramm des Vereins im Wasser gelandet ist (nicht nur bei uns!), sind Arbeiten an den Fahrzeugen fällig.
Und so standen sich heute im Zechenbahnhof Piesberg (Osnabrück) die nur in geringer Zahl beschaffte BR V65 der Nachfolgerin, BR V100.20 (V100), direkt gegenüber.
Dabei entstand dieses Foto.

20201010_143946.jpg

Schönes Wochenende allen, und:
Haltet durch!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.10.20 16:19.

Nachtrag (m.B.)

geschrieben von: 41 052

Datum: 10.10.20 21:21

Hallo noch einmal.

Hier mal eine "Stellprobe".

132_3217.JPG

Bis dann!



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.10.20 10:26.

Re: Nachtrag (m.B.)

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 11.10.20 11:20

Nur gut das den hinter 212 077 hängenden Wagen die Umlackierung in verkehrsrot erspart blieb.

Re: Kopf an Kopf -V65 contra V100- (m.B.)

geschrieben von: Trittbrettfahrer

Datum: 11.10.20 19:03

Zitat
die nur in geringer Zahl beschaffte BR V65 der Nachfolgerin, BR V100.20 (V100)
Ich will nicht kleinlich sein, aber ich würde die V65 eher als "Alternative" zur V100 bezeichnen, da sich die Konzepte dieser Maschinen (Starrahmenlok mit Stangenantrieb vs. Drehgestelllok mit Gelenkwellen, dazu unterschiedliche Motorisierungsansätze) ja doch deutlich voneinander unterschieden - und wie wir alle wissen, bei der V65 zumindest für den vorgesehenen Einsatzbereich letzlich auch nicht zukunftsträchtig war. Entwicklungstechnisch war die V80 die unmittelbare Vorgängerin der V100, während die Entwicklung von Starrahmen-Stangendieselloks nach der "V60-und-V65-Ära" der späten 1950er-Jahre weitestgehend abgebrochen wurde...

Nichtsdestotrotz freut es mich selbstverständlich sehr, dass eine Vertreterin dieser Baureihe in sehr guten Zustand erhalten geblieben ist!

Grüße, Trittbrettfahrer

Re: Nachtrag (m.B.)

geschrieben von: meckisteam

Datum: 11.10.20 20:24

Da mittlerweile einige V100 in altrot unterwegs sind und ozeanblau/beige gerade der V100 gut steht würde ich mir diese Lackierung und eine Epoche 4 Beschriftung wünschen.

Re: Nachtrag (m.B.)

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 11.10.20 21:04

Verkehrsrot mit "DB Cargo" Beschriftung ist aber Epoche 5 und nicht Epoche 4. Passend zur Epoche 4 würde dann orientrot passen, wie bei der Bayernbahn 212 284.

Nichts mehr (o.w.T)

geschrieben von: 41 052

Datum: 11.10.20 23:02

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
2-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.10.20 10:24.

Nichts (o.w.T)

geschrieben von: 41 052

Datum: 11.10.20 23:10

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
2-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.10.20 10:25.

Re: Kopf an Kopf -V65 contra V100- (m.B.)

geschrieben von: 41 052

Datum: 11.10.20 23:18

Moin.

Dann will ich noch einmal "etwas kleinlicher" sein.
Es gibt auch noch, ich habe sie selber im Sommer in Koblenz gesehen, die V65 011.
Stimmt allerdings, das sie z.Z. nicht betriebsfähig ist.
Somit sind es 2 Loks dieser Baureihe.
Allerdings ist natürlich nur unsere betriebsfähig.
Auch noch:
Die V65 ist eher ein Vorgänger der späteren V100 gewesen.
Nur die V100 ersetzte sie letztendlich.

Foto der V65 011 vom 08.08.2020 in Koblenz.

V65 011.JPG

Bis danne!



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.10.20 20:30.

Warum nicht einfach den Originallack beibehalten?

geschrieben von: EP 5

Datum: 12.10.20 06:41

Hallo,

zuerst einmal vielen Dank für das Zeigen der schönen Diesellok-Aufnahmen, die interessante Vergleiche (u. a. der epochal unterschiedlichen Farbgebungen) zwischen den beiden Lok-Typen ermöglichen.

Ich persönlich finde es etwas schade, dass die 212 ihren verkehrsroten, noch anscheinend gut erhaltenen "Originallack" aus ihren letzten Betriebsjahren bei der Deutschen Bahn verlieren wird.

Dieser zeigt auf, wie das Fahrzeug am Ende seiner Einsatzzeit ausgesehen hatte und gehört damit untrennbar zu dessen Geschichte. Die Lok wieder für viel Geld in Altrot zu lackieren, damit sie für Fotofreunde optisch besser zu den Waggons passt, ist meines Erachtens nicht notwendig und immer mit einem Verlust an geschichtlich interessanter und bewahrenswerter Originalsubstanz verbunden.


Schöne Grüße,
Marc

Alfred Döblin über Berlin: "Hier war von Anfang an alles verdorben."


Zitat
...zeigt auf, wie das Fahrzeug am Ende seiner Einsatzzeit ausgesehen hatte und gehört damit untrennbar zu dessen Geschichte. Die Lok wieder für viel Geld in Altrot zu lackieren, damit sie für Fotofreunde optisch besser zu den Waggons passt, ist meines Erachtens nicht notwendig und immer mit einem Verlust an geschichtlich interessanter und bewahrenswerter Originalsubstanz verbunden.
Einerseits mag das aus typisch deutscher "substanzverliebter" Denkmalpflegesicht auch in diesem Falle so sein, allerdings begrüße ich es ausdrücklich, wenn diese Maschine in praktisch JEDE denkbare andere Farbgebung der Bundesbahn - Bordeauxrot, Oceanblau-Beige, Orientrot - "zurücklackiert" wird. Denn das Verkehrsrot war bei der V100 nur noch eine "Auslauffarbgebung" und kennzeichnend für die Epoche des absoluten Niedergangs dieser Baureihe! Die V100 ist vom Design her im Vergleich z.B. zur bis Heute polarisierenden V80 oder den modernen Voith'schen Gravitas ja eher ein "schlichtes Gemüt", aber alle Farbgebungen der DB haben hinsichtlich der Farbaufteilung auf die Grundform der V100 Rücksicht genommen, während die DB AG den verkehrsroten Farbtopf ziemlich unmotiviert-unelegant auf der Maschine "ausgeschüttet" hat - sowas lässt diese Lok deutlich unförmiger erscheinen, als sie tatsächlich ist. Das sieht man ganz besonders an dem sich nur auf den äußersten Rahmenbereich beschränkenden, "unfertig" wirkenden grauen Farbanteil und dem völlig verhunzten Erscheinungsbild der Motorvorbau-Front, da sich dort der lichtgraue Kontraststreifen eben nicht im üblichen Schema aufbringen ließ, sondern im Gegensatz zur Heizkesselseite wegen den Kühllufteinlässen an die oberste Kante gequetscht werden musste... Nein, die V100 ist die einzige Diesellok der früheren Bundesbahn, der Verkehrsrot einfach nicht steht! Die Lok schaut in diesem Farbkonzept mehr nach Feuerwehr-Einsatzfahrzeug als nach Nebenbahndiesellok aus.....

Grüße, Trittbrettfahrer
aber wenn diese Lackierung schon einigen in den Augen schmerzt, ist es wohl angeraten, das Fahrzeug wieder konventionell in Altrot zu lackieren.

Es wäre auch schlimm gewesen, wenn man mit einer knallroten Lok, so wie sie sich zur Zeit präsentiert, in der Museumsbahnszene und bei Fotofreunden für Furore gesorgt hätte.

Das wollen wir natürlich nicht und muss unterbunden werden.



Schöne Grüße,
Marc

Alfred Döblin über Berlin: "Hier war von Anfang an alles verdorben."


Re: Kopf an Kopf -V65 contra V100- (m.B.)

geschrieben von: Früherwarallesbesser

Datum: 19.10.20 08:37

Die V65 war der misslungene Versuch der DB, analog zum Schienenbus auch den Lokbespannten Zugverkehr auf Nebenbahnen mittels einer Lok „aus dem Regal“ günstig zu verdieseln. Man griff auf eine bei NE-Bahnen durchaus bewährte Konstruktion zurück, die aber bei der DB nicht befriedigen konnte, weil sie für ihr geplantes Aufgabengebiet zu schwach motorisiert nd zu langsam war. Im Gegensatz zu NE, deren Betrieb sich weitestgehend auf die eigene (Nebenbahn-)Infrastruktur beschränkte, gab es bei der DB häufig Zugdurchläufe von der Nebenbahn über ein Stück Hauptbahn zum nächsten größeren Knotenbahnhof. Die Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h erreichten die Maschinen allerdings bestenfalls mit Zügen von der Länge und dem Gewicht des abgebildeten Museumszuges, aber nicht mit den damals, insbesondere im Berufs- und im Güterverkehr üblichen Zügen. Ihre effektive Zugleistung entsprach ja nur etwa der Hälfte der einer 64 oder 86, deren Dienste sie übernehmen sollte.
Moin,

unabhängig von den farblichen Vorlieben Einzelner sollte man immer auch den vorhandenen Wagenpark im Blick haben. Da passen Zweiachser eben nur zu einer "altroten" Lok, dreiachsige Umbauwagen max. noch zu o/b.
Leider hat ja niemand einen EpocheV-Wendezug mit Dampfheizung sichergestellt.

Grüße Frank

Zu meinen Beiträgen:
- Eisenbahnen [www.drehscheibe-foren.de]
- Historisches Forum [www.drehscheibe-foren.de]
- Straßenbahnen [www.drehscheibe-foren.de]

Re: Kopf an Kopf -V65 contra V100- (m.B.)

geschrieben von: MWD

Datum: 19.10.20 21:36

Zitat
Auch noch:
Die V65 ist eher ein Vorgänger der späteren V100 gewesen.
Nur die V100 ersetzte sie letztendlich

Nein, das stimmt so nicht. Trittbrettfahrer hat eigentlich ganz gut beschrieben, dass die V 100 eher aus der älteren V 80 entstand als aus der V 65.

Feuerwehr Einsatzfahrzeug.

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 24.10.20 17:41

Einige RTZ V100 hatten zeitweilig tatsächlich die tagesleuchtrote Farbe von Feuerwehr Einsatzfahrzeugen. Während Feuerwehrfahrzeuge im Idealfall ihr Gerätehaus nur zum Übungsdienst verlassen müssen, stehen die RTZ immer im Freien, was dieser Farbe aber gar nicht gut bekommt. Binnen kürzester Zeit war aus dem ansehnlichen feuerwehrrot ein unansehliches verblasstes rot-gelb geworden, so das sie verkehrsrot umlackiert werden mußten. Bei den verkehrsroten RTZ V100 wurde aber die Farbaufteilung wie bei orientrot verwendet. Die gleichen Probleme gibt es auch mit ins Ausland verkauften Feuerwehrfahrzeugen

Re: Kopf an Kopf -V65 contra V100- (m.B.)

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 24.10.20 17:48

Der Kuppelstangenantrieb sorgte nicht gerade für ein gutes Laufverhalten. Ein weiterer Knackpunkt war die Abgas-Dampfheizanlage. Sie war zwar einfacher gebaut als die in der V100 verwendeten Zwangsdurchlaufkessel, hatte aber so ihre Tücken, richtig heizen ging nur während der Fahrt.
Es war daher konsequent, sie mit Erscheinen der V100 aus dem Marburger Streckendienst abzuziehen und in den Hamburger Rangierdienst umzusetzen.

Was für eine Zugheizung hat die Osnabrücker Museums-V65?

Re: Kopf an Kopf -V65 contra V100- (m.B.)

geschrieben von: 41 052

Datum: 25.10.20 15:51

Moin.

Die Lok hat keine Heizeinrichtung mehr. Nichts der gleichen.
Die Dampfkupplungen an den Fronten sind eher der Vollständigkeit halber an der Pufferbohle.
Der Gesamtoptik wegen.

Durchhalten!

Re: Kopf an Kopf -V65 contra V100- (m.B.)

geschrieben von: Ladehilfe

Datum: 25.10.20 17:54

Vorgänger der V 100 dürfte doch eher die V 80 gewesen sein.

Weiß jemand was für D-Kuppler bei der Maxhütte in Rosenberg liefen? Die sahen der V 65 sehr ähnlich.

Liebe Leute,

Bleibt gesund und wenn es geht daheim!




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.10.20 18:02.