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[Berlin] VT95 am Alexanderplatz (m1B)

geschrieben von: berlinger

Datum: 04.10.20 13:45

Am 3. Oktober veranstalteten die Berliner Eisenbahnfreunde eine Rundfahrt mit ihrem Schienenbus entlang den ehemaligen Grenzstellen in Berlin. Diesmal wollte ich mal was anderes ausprobieren und habe die Sonderfahrt u.a. am Alexanderplatz fotografiert:

https://live.staticflickr.com/65535/50416599801_140eae542b_b.jpg
3-10-2020 - Berlin Alexanderplatz by Ger Dijkstra, on Flickr


Die zweite Tour fiel offenbar (leider) wohl aus, ich habe vergeblich darauf gewartet.

Viele Grüße
Ger Dijkstra

Re: [Berlin] VT95 am Alexanderplatz (m1B)

geschrieben von: Schienenbus-Ralph

Datum: 04.10.20 14:46

Hallo,

ich stand mit meinem Sohn gestern vergeblich am ehemaligen Grenzbahnhof Staaken, dort kam weder die erste noch die zweite Fahrt vorbei. Weiß jemand, warum?

Danke und einen schönen Sonntag.

Ralph

Re: [Berlin] VT95 am Alexanderplatz (m1B)

geschrieben von: Pille

Datum: 04.10.20 18:19

Hallo Ger,

das Bild gefällt mir ausgesprochen gut. Die kleine Schienenbusgarnitur in der großen Bahnhofshalle, ein schöner Kontrast!

Danke fürs Zeigen!

Schöne Grüße aus dem Münsterland
Wilhelm

...warum der VT95 nicht in Staaken durchkam,....

geschrieben von: VB995

Datum: 04.10.20 19:26

...wurde hier gefragt.

Die Antwort: Der VT hatte einen Schaden am Getriebe, nach der Art:
kleine Ursache, (riesen-)große Wirkung.

Keine Sorge, kein Kapitalschaden. Ein Verschleißteil, das meist erst
nach Jahren den Dienst aufgibt, hatte sich dieses genau für diese
Sonderfahrt vorgenommen.
Es konnten nur noch die Gänge 1, 3 und 4 (von insgesamt sechs)
geschaltet werden; damit war die für die Fahrt vorgesehene Trassen-
geschwindigkeit nicht mehr zu halten.
Es wurde daher mit DB Netz abgeredet, bereits bei der ersten Fahrt in
Berlin-Wannsee die Fahrt abzubrechen, zu kehren und nach Berlin-
Gesundbrunnen, dem Ausgangsbahnhof mit Hg 40 km/h zurückzufahren,
um von dort aus nach Basdorf, der Beheimatung zur Reparatur zurück-
zuschleichen.
Die Befundung in der Werkstatt bestätigte die Vermutung, dass die
Schleifkerze der Kupplung B ausgefallen war.

Die Fahrgäste der zweiten Fahrt wurden durch in Gesundbrunnen
zurückgebliebenes Zugbegleitpersonal informiert. Die Fahrgäste der
leider verkürzten ersten Fahrt bedauerten das alles, hatten aber Ver-
ständnis geäußert.

Daher leider: Kein Auftauchen des VT95 in Staaken.

Dank auch an die Flexibilität der beteiligten Infrastruktur-Unternehmen.

Ich hoffe, Aufklärung gebracht zu haben, und würde mich freuen, wenn
dazu kein Shitstorm einsetzen würde, und sich auch die Helden, die
von sich von einer Reparatur im Felde künden können, sich da stark
zurückhalten würden. Immerhin sind wir in und um Berlin auf Infra-
strukturen, wo schon längere Standzeiten immer auch erhebliche
Verspätungsentgelte mit sich bringen, und auch wegen Bauarbeiten
manch "große" Station nur noch zwei Gleise bietet, um da stehen zu
bleiben. Diese Verspätungsentgelte und die Stornogebühren etc. haben
wir nun ohnehin an der Backe. Zudem musste spätnachmittags nach
erfolgter Reparatur noch eine Drehfahrt bestellt (und erfolgreich durch-
geführt) werden, da unsere Haustankstelle nur auf einer Seite eine Säule
hat, und der VT erst nach der zweiten Fahrt wieder "richtig gestanden"
hätte.
Gepaart mit wegen Coronavirus-Bestimmungen ohnehin stark vermindert
zulässiger Auslastung wird es wohl rot in der Rechnung werden.

Gerne kann, wer die weiteren Einsätze eines Einmotorers in Berlin und
Brandenburg unterstützen will, sich das Spendenkonto vornehmen
und dahin etwas leisten:
[berliner-eisenbahnfreunde.de]
Vielen Dank!

Beste Grüße
VB995

Danke für die ausführliche Erklärung.

geschrieben von: Bw Nysa

Datum: 04.10.20 19:49

Technische Komplikationen kann man bei alten historischen Fahrzeugen nun mal nie ausschließen, auch bei bester Pflege nicht. Das ist natürlich immer ärgerlich, aber lässt sich leider nie gänzlich ausschließen.


MfG Bw Nysa.
Hallo,
so etwas ähnliches hatte ich schon befürchtet als ich am Sonnabend von 13.30 bis 14.30 in Wannsee an der Strecke stand und nichts von einem Schienenbus zu sehen war.
Hoffentlich lässt er sich mit vertretbaren Kostenaufwand wieder herstellen - alles Gute dazu.
Gruß
Bernd Freimann

Was wir brauchen, ist eine funktionierende Staatseisenbahn.

[www.fotocommunity.de]

Re: ...warum der VT95 nicht in Staaken durchkam,....

geschrieben von: Webusch

Datum: 05.10.20 00:42

Er schrieb doch schon: Drehfahrt nach erfolgter Reparatur durchgeführt...
MfG Thomas
Hallo und vielen Dank für die ausführliche Antwort. Sehr bedauerlich, dass die Fahrten ausfallen bzw. verkürzt werden mussten.

Es ist ein tolles Erlebnis, mitzufahren - wir waren am 20.09. zur Brandenburgischen Städtebahn dabei.

Zum Glück ist der Schaden ja technisch gering, wir hatten schon Übleres befürchtet, als der DB Netz Notfallzug mit 2x 218 und V60 in Staaken an uns vorbeirollte.

Gruß
Ralph

Re: ...warum der VT95 nicht in Staaken durchkam,....

geschrieben von: Ladehilfe

Datum: 06.10.20 00:42

Mit 66 Jahren darf man schon mal paar Wehwehchen haben.

Liebe Leute,

Bleibt gesund und wenn es geht daheim!

Re: [Berlin] VT95 am Alexanderplatz (m1B)

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 10.10.20 14:11

Wie ist man denn entlang ehemaliger Grenzstellen gefahren?

Hinreißend ist natürlich die sich widersprechende Situation, daß das fast kleinste Personenfahrzeug in einem der aufkommenstärksten Verkehrsstationen -zudem in der Hauptstadt- auftritt. Dabei gehörten solche Wagen einst irgendwo in die ländliche Einsamkeit.

Gruß, Olaf

(,“)
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(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)