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 15 - Museumsbahn-Forum 

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Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB
Hallo Ihr,

ich trage diese Zeilen zum Dampflokeinsatz der IV K 99 568 in Österreich vom Partnerverein der IG Preßnitztalbahn hier hoffentlich nicht zu spät ein:

Sonderveranstaltungen „30 Jahre Ötscherland-Express“ im September 2020

Gastspiel einer sächsischen Dampflok der Preßnitztalbahn


Zum 30. Jubiläum des Ötscherland-Express auf der Ybbstalbahn-Bergstrecke gibt es ein besonderes Geschenk unseres deutschen Partnervereins, der IG Preßnitztalbahn e.V. aus Jöhstadt:

Mit der 99 568 kommt eine sächsische Schmalspurlok der berühmten Gattung IV K im September an vier Wochen zu Besuch zur Bergstrecke Ybbstalbahn! Die Lok verkehrt mit allen Zügen am 5./6., 12./13., 19./20. und 26./27. September zwischen Kienberg-Gaming und Lunz am See.

Dies ist für die Eisenbahnszene ein interessantes Ereignis, denn abgesehen vom Gasteinsatz der 99 542 im Sommer 2017 waren Lokomotiven der sächsischen Gattung IV K „zuletzt“ im Jahr 1917 in Österreich-Ungarn im Einsatz.

Am 12. Juni 1990 begann der Verein „Österreichische Gesellschaft für Lokalbahnen“ (ÖGLB) mit dem Betrieb als historische Eisenbahn (Museumseisenbahn) auf der Bergstrecke der Ybbstalbahn Kienberg-Gaming – Lunz am See. Seit nunmehr genau 30 Jahren fährt in den Sommermonaten der „Ötscherland-Express“ auf dieser landschaftlich reizvollen Schmalspurbahn mit ihren filigranen stählernen Trestleworkbrücken als erfolgreiche touristische und kulturhistorische Einrichtung unserer Region Ötscherland im Mostviertel.

Zwischen 1990 und 2019 fuhr der „Ötscherland-Express“ an insgesamt 1416 Tagen, dabei verkehrten 5042 Züge. Da viele der Museumsbahner anderenorts berufstätig sind, stehen die Züge pro Jahr nur an durchschnittlich 40 bis 50 Tagen im Einsatz, dennoch beförderte der Ötscherland-Express seit 1990 immerhin 210 338 Fahrgäste!

Die Österreichische Gesellschaft für Lokalbahnen (ÖGLB) hat in den 40 Jahren seiner Existenz zwei wesentliche niederösterreichische Museumsbahnen geschaffen und unterstützt: die Höllentalbahn Payerbach-Reichenau – Hirschwang und die Ybbstalbahn-Bergstrecke von Kienberg-Gaming nach Lunz am See

Wir laden alle Nostalgie- und Eisenbahninteressierten zu diesen Fahrten im September 2020 herzlich ein.
___________________

(redaktionell leicht bearbeitet)

Die Freunde in Österreich freuen sich über jeden Besucher!

Mit herzlichen Grüßen

André
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Meine bisher erschienenen Beiträge findet ihr in meinem Inhaltsverzeichnis hier: [www.drehscheibe-online.de]

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Gar nicht. Die 10mm sind in der Toleranz. 99 633 fuhr auch auf der Zillertalbahn zur Probefahrt. Die 750 mm Stopfmaschine wird auch so wie sie ist in Österreich auf 760 mm verwendet.

750 mm und 760 mm? Links ins Bimmelbahnforum

geschrieben von: 970-222

Datum: 15.09.20 08:44

Hallo,

so völlig egal ist die Differenz natürlich nicht!

Dazu gab es im Bimmelbahn-Forum bereits einen Gedankenaustausch:

[bimmelbahn-forum.de]

Es wird also vor allem in Weichenstraßen langsamer und mit viel Vorsicht gefahren.

Mit vielen Grüßen

André
Hallo Helmut,

gute Frage, die immer wieder einmal gestellt wird.

für die Beantwortung der Frage, ob ein in Deutschland nach den Regelungen der ESBO ausgerüstetes Fahrzeug auf Gleisanlagen entsprechend der in Österreich gebräuchlichen Schmalspurgleisen fahren kann, ist zu beachten:

- in Österreich sind die Laufflächen der Radreifen deutlich schmaler ( A = 110 mm ; D = 145 mm n. Anl. 4 ESBO )
- der Innenabstand der (An-)Laufflächen der Radsätze unterscheidet sich ( D = 690 mm ; A = 700 mm );
- Das Spurkranz-Profil ist (leicht) unterschiedlich.
Dazu sind noch die relevanten Parameter des Gleises zu beachten - insbesondere die Maße an Herzstücken, Radlenkern und Weichenzungen ( letztere besonders bei höherer Abnutzung.. ) .
Die Frage der Schienenkopf-Profile ist bei "ESBO-Fahrzeug" auf Österr. 760mm-Gleis etwas nachrangiger, da durch das ESBO - Spurkranz-Profil der ordentliche Sinuslauf des Radsatzes eher begünstigt wird ( wenn der Schienenkopf nicht zu arg verschlissen ist.. ) und die deutlich breitere Lauffläche der Radreifen ( je Seite + 35mm nach Anl. 4 ESBO ) auch eventuelle Spurerweiterungen besser vertragen können.

Hoffe, etwas zur Klärung beigetragen zu haben.

Herzliche Grüße an die Elbe,
Uwe



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 09:24.
Moin,
Zitat:
für die Beantwortung der Frage, ob ein in Deutschland nach den Regelungen der ESBO ausgerüstetes Fahrzeug auf Gleisanlagen entsprechend der in Österreich gebräuchlichen Schmalspurgleisen fahren kann, ist zu beachten: (...)
- der Innenabstand der (An-)Laufflächen der Radsätze unterscheidet sich ( D = 690 mm ; A = 700 mm );
(...)
Das dürfte der wichtigste Punkt sein. Und solange das nicht in den Weichen zwischen Radlenker und Flügelschiene klemmt, passt es, ggf. mit Langsamfahrt.

Ähnliches Beispiel:
In den 1980er Jahren fand in Leipzig eine MMM ( [de.wikipedia.org] ) statt. Dabei sollte ein bei der Dresdener Straßenbahn (Spur 1450 mm) zum Zweirichtungswagen umgebauter Tatra-Beiwagen in Leipzig (Spur 1458 mm) ausgestellt werden. Wie machte man das? In Dresden (Reick?) auf Güterwagen verladen, in Leipzig (Heiterblick) Wieder entladen und im Schlepp eines Leipziger Triebwagens zur Wendeschleife vor dem Messegelände gezogen, wo der Wagen dann besichtigt werden konnte. 8 mm Spurdifferenz waren kein Problem, in Weichen/Kreuzungen wurde vorsichtig/langsam gefahren. Passiert ist nichts.

1418

Re: 750 mm und 760 mm? Radsatz- und Gleisgeometrie

geschrieben von: Tssd47

Datum: 15.09.20 18:02

Hallo zusammen,

allen Interessierten empfehle ich die Lektüre der TR Sp (Technische Regeln Spurführung), die zwar für Schienenbahnen nach BOStrab erarbeitet wurde, aber vom Grundsatz her auch auf EBO und ESBO angewendet werden kann. Sie ist erhältlich beim VDV unter TR Sp.

Sehr aussagekräftig zur oben gestellten Frage/Problematik ist Bild 4b, auf das sich meine Anmerkungen beziehen.

Für ESBO ist m=S+55

Grundsätzlich muss also gelten (in Klammer dahinter der Sachverhalt für 750 mm Radsatz auf 760 mm Gleis):
L>l (kommt drauf an)
S>s (erfüllt)
K<r (kommt drauf an)
d<W (erfüllt)

Genauer betrachtet werden muss also die Thematik mit dem Radlenker:
1. Kommt der rechte Radrücken an den Radlenker, darf der linke Radrücken noch nicht an der Flügelschiene anstoßen, sonst klemmt es und die Räder werden auseinandergedrückt.
2. Läuft der rechte Spurkranz an der rechten Schiene (Radlenker-Fahrschiene) an, so muss noch ein genügend großer Teil des linken Rades auf der äußeren (linken) Flügelschiene aufliegen, und zwar solange bis die Herzstückspitze das Rad trägt. --> Dank der relativ breiten deutschen Radbreiten erfüllt.
3. Kommt der rechte Radrücken an den Radlenker, darf die linke Spurkranzflanke noch nicht auf die Herzstückspitze drücken. --> erfüllt, da beim 750 mm Radsatz das Leitmaß kleiner ist als beim 760er Radsatz.

Nun muss abschließend noch überprüft werden, wie es bei der Einfahrt in den Bereich des Radlenkers aussieht. Die Radlenker sind an den Enden verjüngt, also zur Gleismitte hin abgeschrägt. Läuft jetzt der 750er Radsatz links mit dem Spurkranz an, so muss sichergestellt sein, dass der rechte Radrücken noch vom Radlenker eingefangen wird. Es ist klar, dass dann während dieses Einfädelns der Radsatz durch den Radlenker nach rechts gedrückt wird, daher muss an diesen Stellen langsam gefahren werden, um den Querruck und damit auch die Querkräfte zu begrenzen. Je stärker die Spurkränze abgefahren und je neuer/maßhaltiger die Radlenkerpositionen sind, desto kritischer wird dies.

Bei unserer 99 633, die seit 4 Wochen in Meiningen fertig ist und auf Transportgenehmigung wartet, hatten wir ja neue Radprofile mit entsprechend großen Spurkranzdicken, vor den Weichen (unabhängig von der Befahrrichtung) die Geschwindigkeit reduziert, dennoch haben wir auf den Neubauweichen diesen Ruck gespürt. Alte, eingelaufene Radlenker, waren da wesentlich gutmütiger.

Bin mir sicher, dass die Kollegen von der Preßnitztalbahn das genauso gewissenhaft geprüft haben und wünsche der Mannschaft schöne Fahrten in den Alpen.

Gruß,
Tssd47

Vierzylinderverbund - was kann es schöneres geben?
99_633__Jenbach_23_03_2014_Andreas_Riegler_500.jpg



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.20 11:03.
Tssd47 schrieb:
Vierzylinderverbund - was kann es schöneres geben?
Wem sagst du das ;-)

https://s12.directupload.net/images/200916/pvruhc9g.jpg
allerdings, Vierzylinder ja, Verbund noch nicht ;-)

Viel Spass beim Verbundfahren

Gruß aus https://share-your-photo.com/img/7a468ead84_album.jpg
Michael




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.20 18:06.

Re: von wegen 4-Zyl.-Verbund... ;-)

geschrieben von: Schwellenleger

Datum: 18.09.20 08:37

Hallo Michael,

ja das haben wir ja gerne: "Erst die Backen aufblasen und dann kleinlaut zurückrudern...!" ;-)

Aber nun im Ernst: Das wird schon noch, das mit den weiteren 2 Zylindern. Und in der Zwischenzeit kannst Du ja gerne bei der Nachbarschaft 4-Zyl.-Verbund bei der Mallet geniessen...

Herzliche Grüße an den Albtrauf
Uwe

Michael Staiger schrieb:

Tssd47 schrieb:
Vierzylinderverbund - was kann es schöneres geben?

Wem sagst du das ;-)

allerdings, Vierzylinder ja, Verbund noch nicht ;-)

Viel Spass beim Verbundfahren