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 15 - Museumsbahn-Forum 

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Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB
Ein weiterer Meilenstein beim Öchsle ist geschafft: V51 903 steht nach 37 Jahren wieder auf eigenen Rädern in der Spurweite 750mm.
Zuerst musste die Lok allerdings von zwei Autokränen um 180° gedreht werden. Als die Lok 2009 aus Spanien wieder in ihrer oberschwäbischen
Heimat ankam, hat beim Abladen in der Euphorie niemand bemerkt, dass diese historisch "falsch herum" steht. Erst am nächsten Tag, beim
großen Bahnhofsfest, kam dann die Erleuchtung: Sie steht falsch!

HHH_2972b.jpg

Aber unsere Kranführer waren Profis! Für sie war es ein Klacks die Lok zu drehen und auf ihre richtig herum stehenden Drehgestelle abzusenken.


HHH_2976b.jpg

Nach gut 5 Minuten war diese Prozedur erledigt.


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Na, ob auch alles passt? Es passt!


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Seit 1983 das erste Mal wieder auf dem Gleis vor dem Bahnhofsgebäude.


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Nach 37 Jahren wieder im Ochsenhauser Lokschuppen. Jetzt geht es ans Innenleben: Die Motoren und alle Einbauteile müssen überholt werden.
Abschließend soll die Lok dann natürlich wieder ihren roten Originallack erhalten. Aber bis alles fertig ist geht noch einige Zeit ins Land.

Näheres zum Öchsle wie immer unter [www.oechsle-bahn.de] sowie auf unserer facebook-Seite.
Hallo Gerhard,

Glückwunsch dem Öchsle zu diesem Schritt auf dem Weg zur Rekonstruktion dieser für die Bahn recht wichtigen Lok.

Du schreibst:
Als die Lok 2009 aus Spanien wieder in ihrer oberschwäbischen Heimat ankam, hat beim Abladen in der Euphorie niemand bemerkt, dass diese historisch »falsch herum« steht. Erst am nächsten Tag, beim großen Bahnhofsfest, kam dann die Erleuchtung: Sie steht falsch!

Neugierg wie ich bin, (m)eine Frage dazu: hatte diese Stellung der Lok eigentlich irgendwelche besonderen Gründe (war da nicht mal etwas mit einer vierten Lampe?), oder galt »das war eben so«?



Gruß und danke fürs Zeigen

Walter

?Pufferhöhen?

geschrieben von: Schmalspurbahnfreund

Datum: 14.09.20 00:10

Beim vergleichen von Bildern der V 51 901 auf Rügen mit jenen von V 51 903 und 903 sieht es so aus, als ob der Puffer bei der 901 tiefer sitzt. Auf älteren Fotos sieht man auch leere Bohrlöcher in der Frontplatte oberhalb des Puffers. Vielleicht ein Überbleibsel aus der Zeit in Österreich?

Wie sind denn die Pufferhöhen von württembergischen/rüganer/sächsischen/österreichischen Schmalspurbahnen, weiß das jemand?
Hallo Walter,

die (bevorzugte und) betrieblich bewährte Ausrichtung der Motorloks auf der Öchsle-Strecke mit den "Motoren voraus" in Fahrtrichtung Warthausen nach Ochsenhausen begründet sich einerseits in der kurzen und steilen Steigungsstrecke zwischen Äpfingen und dem Haltepunkt Sulmingen, die zudem mit der Kurve und der darauffolgenden Gegenkurve am Äpfinger Ortsausgang einen längeren Zug "klemmen" läßt - die Lok hat also ihre Leistung voll zu entfalten.. Andererseits in der langen Steigungsstrecke von Wennedach hinauf zur Freyberger Höhe.
Bei den V 51/52 war die Kühlung der Motoren immer schon etwas problematisch. Wenn dann in der langen und kurvenreichen Steigung ein schwerer Güterzug zu ziehen war, kam die Kühlleistung für den Motor / die Motoren durchaus an ihre Leistungsgrenze. Wäre die Motorlok nun aber mit der Motorseite nach hinten vor dem Zug gewesen, hätte der Fahrtwind den Kühler praktisch nicht durchströmen können und die eh schon knappe Kühlleistung wäre noch deutlich geringer gewesen.. ( Bedenke: da die beiden Motoren eng nebeneinander stehen können sie auf dieser Seite auch weniger durch den Fahrtwind gekühlt werden.. )

Da beim Öchlse früher gewichtsmäßig eher die ankommenden Züge schwerer waren ( angelieferte Mineralöle, Kohlen, Baustoffe, Landmaschinen etc.), im Versand praktisch nur die "leichten" Kühlschränke Frachtgut waren, fiel die insgesamt gesehen kürzere Steigungsstrecke zwischen Reinstetten und der Freyberger Höhe hier weniger "ins Gewicht".

(Quelle: eigene Erfahrungen aus den letzten vier Betriebsjahren, Auskünfte durch Befragung damaliger Betriebspersonale, historischer Schriftverkehr der Bw-Ast Aulendorf/Lokbf Ochsenhausen)


Die von Dir angesprochene "4. Lampe" war übrigens beim Öchsle nicht vorhanden. Diese ist nur bei der Mo-Mu-Strecke von örtlichem Personal "auf dem kleinen Dienstweg" angebracht worden... ( Waldreiche Gegend, da war ein "Fernlicht-Scheinwerfer zum Ausleuchten des Bereichs vor der Lok durchaus vorteilhaft, da die einfachen Lampen des Dreilicht-Spitzensignals keine besondere Ausleuchtung ermöglichten.


@ Gerhard: Glückwunsch an die Mannschaft und Danke für das Einstellen der bebilderten "Sondermeldung".

Herzliche Grüße
Uwe
Hallo gerhard,

als ich in den letzten Jahren immer mal den Güterverkehr beim Öchsle beobachtete, dachte ich immer, wie schön das jetzt mit einer - oder zwei - Tssd wäre.
Jetzt aber freu ich mich doch sehr daß man bald auch diese V51 wieder bei euch erleben kann.
Viel Erfolg weiterhin

Gruß aus https://share-your-photo.com/img/7a468ead84_album.jpg
Michael

Re: ?Pufferhöhen?

geschrieben von: ME Esslingen

Datum: 15.09.20 21:48

Hallo Schmalspurbahnfreund,

die Pufferhöhen der württembergischen Wagen liegen bei 690 mm über Schienenoberkante (SO), in Österreich bei 600 mm, wobei die Haken-Spindelkupplung in Österreich sogar nur bei 550 mm über SO liegt.

Der Puffer der V 51 901 wurde in Österreich tiefer gesetzt. Auch in Rügen ist der Puffer weiter unten an der Rahmenstirnfläche befestigt. Für die Tiefersetzung des Puffers wurde die Rahmenstirnfläche unter dem Puffer etwas nach unten vergrößert. Das ist auf Bildern gut zu sehen.

Die Pufferhöhen der sächsischen und der Schmalspurbahn auf Rügen sind mir nicht bekannt. Ich vermute aber ein Maß um 600 mm über SO.

Auch den fest angebauten Schneepflug unter der Rahmenstirnfläche erhielt die V 51 901 in Österreich.

Freundliche Grüße

ME Esslingen