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Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB

Dampfeisbrecher STETTIN: Hauptuntersuchung am Rumpf beendet

geschrieben von: TRO

Datum: 01.08.20 13:18

Hallo,

nein, HU nennt man das natürlich nicht, aber in einem Eisenbahnforum versteht man das eben so besser,
wenn mal über den Tellerrand geblickt wird ;o).

Alle fünf Jahre muss ein Schiff in das Dock, um den Rumpf zu reinigen, zu untersuchen, den Farbanstrich zuerneuern und auch gegebenfalls zu reparieren. Anschließend wird das Schiff durch einen Prüfer des Germanischen Lloyds abgenommen
und darf anschließend wieder ihm seiner bestimmten Klassifikation wieder eingesetzt werden.

Einen ausführlichen Fernsehbericht findet man hier: [www.ndr.de]

Bilder davon gibt es hier: [www.dampf-eisbrecher-stettin.de]

Wegen der aktuellen Lage, kann der Verein (in dem ich aus familiären Gründen seit 2014 nur noch Fördermitglied bin)
noch keine Fahrttermine bekannt geben. Seit dem 22. Juni ist die STETTIN wieder an ihrem Stammliegeplatz im
Museumshafen in Hamburg-Ovelgönne zurück und kann täglich besichtigt werden. Mit dem Bus der Linie 112 erreicht
man den Museumshafen direkt vom Bahnhof Altona aus.

Hier noch ein Porträt des Schiffes mit Bildern: [www.drehscheibe-online.de]

Canon 185 141.jpg

2011 in Wismar, im Stadthafen

Mfg TRO.

Eisenbahnbücher, Broschüren, Hefte und anderes zu verkaufen: [www.ebay-kleinanzeigen.de]

Täglich mit Dampf von Freital-Hainsberg ins Osterzgebirge: [www.weisseritztalbahn.com]

Die Such- und Angebotsliste für Eisenbahnfahrzeuge &-Teile des VDMT [www.vdmt.de]




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.20 14:22.

Ein schönes Schiff! (o.w.T)

geschrieben von: Mevissen4

Datum: 01.08.20 18:53

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Ein wirklich schönes Schiff!

geschrieben von: vaincare

Datum: 01.08.20 20:31

Hallo TRO,

vielen Dank für das Update! Letztes Wochenende bin ich noch in Övelgönne an der hübschen, etwas dickbäuchigen Lady vorbeigegangen und habe dabei nicht mal an der Crash gedacht. So friedlich lag sie da.

Eine kurze Recherche hat diesen Artikel ergeben. Demnach teilten sich die Unfallgegner sowie die Wasserschutzpolizei die Schuld. Überragend, dass die Mittel für die Reparatur der Stettin bereitstanden - oder sprang da eine Versicherung ein?

Egal! Ich hoffe, sie beim nächsten Konzert zusammen mit Alexandra, Wal, Scharhörn und Co nach dem Feuerwerk an der Flensburger Förde zu hören. Das geht durch Mark und Bein!

Viele Grüße

vaincare
Guten Tag.

Hochinteressanter Bericht.

Haben die Stettin schon live erlebt. Einfach toll.

Weiterhin gute Fahrt wünscht

Dietmar Kunen
Blocksiesel

Re: Begegnung auf der Elbe (m.B.)

geschrieben von: 41 052

Datum: 02.08.20 10:28

Moin.

Unter Dampf sie zu sehen, ist immer besser, als in Hamburg am Kai.
Als ich zum 5. Mal eine Reise mit der Cap San Diego von Cuxhaven nach Hamburg am 15.08.2015 unternahm.
Kam uns die Stettin zwischen Stade und Brunsbüttel mit Volldampf entgegen!

Das war eine Begrüßung! Mit etlichen Tönen!

Hier nun zwei Fotos davon.

Stettin_50.JPG

Stettin_53.JPG

Und als Zugabe:

137_3800.JPG

Auf der Brücke der Cap San Diego in Fahrt.
Zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel

Bleibt gesund!



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.20 10:33.

Re: Ein wirklich schönes Schiff!

geschrieben von: E-Oldtimer

Datum: 02.08.20 18:39

vaincare schrieb:
Eine kurze Recherche hat diesen Artikel ergeben. Demnach teilten sich die Unfallgegner sowie die Wasserschutzpolizei die Schuld. Überragend, dass die Mittel für die Reparatur der Stettin bereitstanden - oder sprang da eine Versicherung ein?
Hallo vaincare,

eine positive Nachricht, dass die "Stettin" eine Zukunft hat. Gut möglich, dass die Reparatur durch eine Versicherungszahlung möglich wurde.
Allerdings wurde die Schuldfrage der Kollision mit der "Finnsky" nicht geklärt, und wie sich die Haftung zusammensetzt, wird die Öffentlichkeit wohl nicht erfahren.
Dein Link bezieht sich auf den Untersuchungsbericht der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU). BSU-Untersuchungen haben Unfallvermeidung als Ziel, keine Klärung der Schuld- oder Haftungsfrage (das wäre vor dem Seeamt verhandelt worden und wenn deren Spruch angefochten würde, vor Gericht).
Die BSU sah das Problem in erster Linie bei der Stettin, da diese auf den aufgezeichneten Funkkanälen keinen Kontakt zur Finnsky aufgenommen hatte, um zu klären, auf welcher Seite die beiden Schiffe hätten passieren sollten. Eigentlich hätte die Stettin - wie auch die anderen Fahrzeuge, die seewärts gingen - die rückwärts fahrende Finnsky an deren Steuerbordseite passieren müssen, wohin die Finnsky jedoch zu ihrem Anlegeplatz fahren wollte. Bei der Bewertung der Schuld hätte geklärt werden müssen, ob die Manöver der Finnsky bereits als Anlegemanöver gewertet werden durften/mussten, wobei die BSU eine andere Ansicht als die Schiffsführung der Stettin vertrat.
Gleichzeitig wurde aber auch angedeutet, dass es auf der Finnsky an der nötigen Aufmerksamkeit gemangelt hat. Ebensowenig wurde vergessen, dass die Stettin durch den Kurs einiger Sportboote behindert wurde.
Die Wasserschutzpolizei trägt an der Kollision keine Schuld, der Bericht kritisiert lediglich die geringe Absicherung der Veranstaltung, und dass sich bei vergleichbaren Veranstaltungen wie dem Hamburger Hafengeburtstag weniger Unfälle ereignen.

Ich vermute, dass den Beteiligten klar war, dass die Haftung in welcher Form auch immer zu teilen sei und eine Regelung getroffen wurde, die beide Seiten zufriedengestellt hat.

Ärgerlich war und ist an der Geschichte, dass der Bericht den Betrieb der Stettin als Traditionsschiff infrage stellte und auf das angeblich mangelnde Sicherheitsniveau hinwies. Dazu sollte man wissen, dass die Stettin bei der Kollision von einem Lotsen geführt wurde und die Schiffsführung aus Berufsschiffern und ehemaligen Berufsschiffern bestand.

Gruß,
Till
Vielen Dank für diese erfreuliche Info über die neue Klasse. Auch ich habe schon viele schöne Fahrten, vor allem während der Hanse-Sail, auf der Stettin verbracht und hatte auch schon die Ehre, einige Schaufeln Kohle in die Kessel befördern zu dürfen.

Gruß
Fischermann
Ein wunderbares Schiff, wenn auch nicht ganz leicht zu steuern, verglichen mit den Hafenfähren. Ich habe einmal in Övelgönne das Seil gefangen und beim Anlegen geholfen, dafür wurde ich spontan auf ein Fangbier eingeladen.

2 Tage später durfte ich einmal mitfahren. Der Kohlebunker ist Wahnsinn. Man kann sich gut vorstellen, wie monströs es dann erst bei der Titanic ausgesehen haben muss, schließlich ist die Stettin ja eigentlich noch ganz klein.

Beeindruckend auch, wie sie in 4 Sekunden von Volle Fahrt Voraus auf Volle Fahrt zurück schalten. Man versuche das mal mit einer Dieselmaschine. In jeglicher Hinsicht ein sehenswertes Schiff.
Käfermicha schrieb:
... Der Kohlebunker ist Wahnsinn. Man kann sich gut vorstellen, wie monströs es dann erst bei der Titanic ausgesehen haben muss, schließlich ist die Stettin ja eigentlich noch ganz klein.
...
Hallo Micha,

lt. Wiki hatte die Titanic (und ihre Schwesterschiffe) Platz für 6700 Tonnen Kohle = 5000m³. Sie hatte ja auch 26 Kessel!

Gruß aus https://share-your-photo.com/img/7a468ead84_album.jpg
Michael




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.08.20 21:06.
>Sie hatte ja auch 26 Kessel!

Hallo Michael,

kleine Korrektur, sie hatte 29 Kessel...


Gruss
Michael

https://posten17.de/logo.png
Ja, das Umsteuern von Schiffsdampfmaschinen und auch Damofwalzwerken geht besonders schnell und "smooth".
Hier auf dem Schiffsmaschinenprüfstand für die Montreux bei Minute 0:33 gut zu sehen:
SLM Schiffsdampfmaschinenprüfstand

VG
Tssd47
>Hier auf dem Schiffsmaschinenprüfstand für die Montreux bei Minute 0:33 gut zu sehen:

Hallo,

zu bemerken ist allerdings das es sich bei der Maschine der Montreux um eine Neubaudampfmaschine handelt,
ähnlich wie bei DS Spiez auf dem Thunersee


Gruss
Michael

https://posten17.de/logo.png
Die Maschine für DS Spiez ist ganz anders aufgebaut wie diejenige der Montreux. Für Spiez wurden die Zylinderabmessungen der H2/3 verwendet, Maschine in V-Anordnung mit Schraubenantrieb. Für Montreux wurde die Kurbelwelle, Lagerböcke, Schubstangen und Lineale von den alten Zeichnungen weitgehend übernommen. Zylinder wurden aus Kostengründen als Einfachexpansionsmaschine für Auspuffbetrieb konstruiert. Die neue Maschine für den Hochrhein erhält, wie es aussieht, endlich eine Verbundmaschine mit Kondensation.

By the way, das Baujahr hat auf die schnelle Umsteuerfähigkeit keinen Einfluss.

Jetzt wird's aber OT.

VG
Tssd47
>By the way, das Baujahr hat auf die schnelle Umsteuerfähigkeit keinen Einfluss.

Das habe ich auch in keiner Weise behauptet....
Allerdings wird die Umsteuerung der Montreuxmaschine durch einen Elektomotor durchgeführt, bei allen anderen Raddampfern der Schweiz noch "von Hand" mittels Umsteuerrad...
Desweiteren erfogt die gesamte Steuerung der Maschine der Montreux "von der Brücke aus", also ferngesteuert und nicht mittels Sprachrohr und Maschinist....

Und was die Maschine der Spiez anbelangt...sei dir mal sicher ich bin da im Bilde.....

Nix für ungut,

Gruss
Michael

Edit: Dreckfuhler beseitigt

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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.08.20 00:34.

noch mehr Hamburger Dampfschiffe: St. Georg

geschrieben von: Regio ZuB

Datum: 04.08.20 14:23

Moin zusammen,

apropos Hamburger Dampfer, Deutschlands ältestes betriebsfähiges Dampfschiff, der Alsterdampfer "St. Georg" ist wegen eines Kesselschadens derzeit nicht im Einsatz.

Näheres erfahrt Ihr auf dessen Website.

Gute Fahrt
Holger