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Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB
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Re: Aktuelle Infos zur 01 1102

geschrieben von: Michael Staiger

Datum: 19.07.20 17:09

Hallo Jens,

stehe sehr wohl zu meiner Behauptung, denn mit ein paar Dampflokleuten im Team und einer eigenen Werkstatt bliebe nur wenig für irgendwelche kostenintensiven Dampflok-Werkstätten. Dampflokinstandhaltung ist nun mal Einzelstückfertigung mit viel Handarbeit, so kann das DLW sicherlich oft kostengünstiger einen neuen Kessel mit ihrer Schweißmaschine herstellen als einen "alten" Kessel in Handarbeit reparieren.
Eine Lokschlossertruppe könnte z.B. nach Vorgaben des Sachverständigen eine solche Reparatur so weitgehend vor- und nachbereiten (Kesselbekleidung ab- und anbauen, Flicken herraustrennen, Schweißnahtvorbereitung und... und ... und) so daß nur noch die eigentlichen Schweissarbeiten von einem Fachbetrieb durchgeführt werden müsste.
Das sei jetzt nur als Beispiel genannt, gilt im Prinzip für jegliche andere Arbeit an überwachungspflichtigen Einrichtungen der Eisenbahnfahrzeuge auch.
Es ist nun mal so wenn man sich von vorne bis hinten bedienen lassen muß, kostet es halt deutlich mehr.

Gruß
Michael

Re: Aktuelle Infos zur 01 1102

geschrieben von: reiba

Datum: 19.07.20 17:28

Hallo,

interessant zu wissen wäre vielleicht noch, ob das polnische Werk in Pila für diesen Auftrag auch in Betracht gezogen wurde.
Vermutlich werden aber auch dort die Kapazitäten beschränkt sein.

Gruß

Re: Aktuelle Infos zur 01 1102

geschrieben von: MS Baden

Datum: 19.07.20 19:59

Michael Staiger schrieb:Zitat:
Hallo Jens,

stehe sehr wohl zu meiner Behauptung, denn mit ein paar Dampflokleuten im Team und einer eigenen Werkstatt bliebe nur wenig für irgendwelche kostenintensiven Dampflok-Werkstätten. Dampflokinstandhaltung ist nun mal Einzelstückfertigung mit viel Handarbeit, so kann das DLW sicherlich oft kostengünstiger einen neuen Kessel mit ihrer Schweißmaschine herstellen als einen "alten" Kessel in Handarbeit reparieren.
Eine Lokschlossertruppe könnte z.B. nach Vorgaben des Sachverständigen eine solche Reparatur so weitgehend vor- und nachbereiten (Kesselbekleidung ab- und anbauen, Flicken herraustrennen, Schweißnahtvorbereitung und... und ... und) so daß nur noch die eigentlichen Schweissarbeiten von einem Fachbetrieb durchgeführt werden müsste.
Das sei jetzt nur als Beispiel genannt, gilt im Prinzip für jegliche andere Arbeit an überwachungspflichtigen Einrichtungen der Eisenbahnfahrzeuge auch.
Es ist nun mal so wenn man sich von vorne bis hinten bedienen lassen muß, kostet es halt deutlich mehr.

Gruß
Michael
Da hast Du mit allem durchaus recht. Einige Vereine im Osten Deutschlands lassen die HU komplett im DLW Meiningen machen und benötigen dazu entsprechend mehr Geld, während einige Vereine zum Beispiel in Baden-Württemberg so fähige Tüftler wie Dich haben, die ihre Dampflok fast komplett in Eigenregie aufarbeiten. Ich denke, nicht jeder Verein bzw. Lokeigentümer hat solche Mitarbeiter, die das alles machen können oder es fehlt einfach die eigene Werkstatt.
Meine Infos stammen einfach nur von der Facebookseite zur 01 1102. So weiß ich auch nicht, welche Möglichkeiten, Werkstattausrüstung und Mitstreiter Johannes Klings zur Verfügung hätte. Das Geld war wohl auch nicht das Hauptproblem, sondern dass er bisher keine Eisenbahnwerkstätte finden konnte, die den Auftrag zeitnah auch annehmen und für das gesetzte Maximalbudget ausführen können oder wollen.
Immer mehr Museums- und Touristikbahnen haben oder bauen sich eine eigene Werkstatt auf, um ihre Dampflokomotiven weitgehend selbst aufzuarbeiten.

Gruß
Jens

Re: Aktuelle Infos zur 01 1102

geschrieben von: 41 052

Datum: 19.07.20 21:29

Hallo.

Genau das ist das, was unser Verein mit der 41 052 macht.
Der Kessel, und die Radsätze wurden in betreffenden Fachwerkstätten bearbeitet.
Der Rest wird, wenn irgendwie möglich "vor Ort" (zu Hause) gemacht.
Wir sind bisher bestens damit gefahren.
Es dauert daher etwas länger.

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Re: Aktuelle Infos zur 01 1102

geschrieben von: Michael Staiger

Datum: 19.07.20 22:18

Hallo Jens,

hast natürlich recht daß wir hier nur beschränkte Informationen haben, allerdings zeigt die bisherige Geschichte der Lok daß es da wohl wenig handwerklich Aktive gibt?
Aber selbst eine aussergewöhnlich hochwertig aufgearbeitete Lok kommt nicht ohne handwerkliches "Pflegepersonal" aus!
Ich nehme an daß eine gute Aufarbeitung der Lok etwa 1 Million kosten dürfte. Mit der Hälfte davon könnte man geeignete Räumlichkeiten mieten und notwendiges Werzeug und Maschinen schrittweise anschaffen. Mit der anderen Hälfte dann wären "Spezialarbeiten" zu finanzieren. Und bei der Aufarbeitung in Eigenleistung "kennt" man seine Lok und ihre kleinen Gebrechen besser, so daß man nicht so leicht von ihr unangenehm überrascht wird.
Aus finanztechnischer Sicht ist dabei vorteilhaft daß die Ausgaben nicht auf einmal anfallen, sondern zeitversetzt im Laufe des Fortgangs der Arbeiten. Es vereinfacht sich auch das Spendensammeln in zweierlei hinsicht, zum Einen fallen kleinere Summen an und zum Anderen kann man auch Materialspenden (z. B. Werkzeuge, Maschinen, Bleche usw) oder Arbeitsleistungen bekommen.
Natürlich müssen sich alle Beteiligten bewusst sein daß das Jahre erfordert aber solange das Fahrzeug unter Dach steht ist das m. E. das kleinere Problem.

https://s12.directupload.net/images/200719/8f9f73n3.jpg
Würde mir sehr wünschen daß die 1102 mal wieder ans Laufen kommt, denn ich find die einfach toll. Als ich vor Jahrzehnten die ersten Vorkriegs-Bilder von Stromlinienloks sah, bedauerte ich schon sehr so eine "nie" selbst erleben zu dürfen. Es geschah dann doch und das sollte auch zukünftig möglich bleiben.

Gruß
Michael

Re: Aktuelle Infos zur 01 1102

geschrieben von: Helmut Voigt

Datum: 21.07.20 14:26

Hallo,

nach Gerüchten hatte der Schwiegerpapa das Sponsoring eingestellt.
So eine Lok braucht jährlich ca. 125 000 € Rückstellungen um Reparaturen und ein Hu nach 8 Jahren finanzieren zu können.
Vereine wie BEM /Bayernbahn, Press oder WFL z.B. können aus dem Gütergeschäft, das die dazugehörigen EVU´s betreiben eine Hu und sonstige arbeiten wesentlich leichter stemmen, weil sie "regelmäßige" Einnahmen haben.
Ich glaube deshalb derzeit nicht, das da etwas passiert.
Da müßte schon der jetzige Besitzer wechseln und mit einen größeren Verein, die Vermarktung überlassen. Johannes Klings gilt als recht schwierig und hat selbst einiges falsch gemacht, so das die Lok häufger im Grunde genommen überflüssigen Schäden (fehlerhafte Bedienung etc.) abgestellt werden musste.

Gruß

Helmut



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.07.20 14:26.

Es lebe die Gerüchteküche... (o.w.T)

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 21.07.20 15:33

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Meine bisher erschienenen Beiträge findet ihr in meinem Inhaltsverzeichnis hier: [www.drehscheibe-online.de]

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Re: Aktuelle Infos zur 01 1102

geschrieben von: Dampflokfan87

Datum: 22.07.20 11:21

Helmut Voigt schrieb:
Da müßte schon der jetzige Besitzer wechseln und mit einen größeren Verein, die Vermarktung überlassen. Johannes Klings gilt als recht schwierig und hat selbst einiges falsch gemacht, so das die Lok häufger im Grunde genommen überflüssigen Schäden (fehlerhafte Bedienung etc.) abgestellt werden musste.

Gruß

Helmut
Hallo,

dann brauchst du aber auch erstmal einen Verein, der sich diese Maschine antun will. Und ich glaube, da wirst du nicht viele finden!?

Gruß

Danke

geschrieben von: Dispolok

Datum: 26.07.20 09:39

Moin.
Ein großes Dankeschön an alle für die Info und für die vielen Bilder der Lok.
Gruß,
Werner

https://abload.de/img/s3-6-horzhjj7r.jpg
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