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 15 - Museumsbahn-Forum 

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Dieses Forum dient dem Erfahrungsaustausch über den Erhalt und Betrieb historischer Fahrzeuge. Dazu zählen auch Beiträge zu Bahnen, die planmäßig Dampfbetrieb anbieten, sowie Touristikbahnen, die nicht der Definition von Museumsbahnen im strengeren Sinne entsprechen.
Dieses Forum dient NICHT zum Veröffentlichen von Sichtungsbildern - diese gehören in die Bild-Sichtungen. Bildberichte über Museen und historische Fahrzeuge, sowie die damit in Verbindung stehende Infrastruktur sind jedoch willkommen.
Für Veranstaltungsankündigungen bitte die Termine-Seiten verwenden. Weiterführende Informationen sind hier gestattet, Berichte über Veranstaltungen aber bitte auf eine Diskussion je Veranstaltung begrenzen. Berichte über Veranstaltungen aus früherer Zeit (älter als 10 Jahre) sind nach wie vor im Historischen Forum willkommen.
Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB
Zunächst die Geschichte der 97 501 nach ihrer Ausmusterung 1962

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Bild: Herbert Stemmler
Sie blieb dann am und im Schuppen des Lokbf. Reutlingen hinterstellt, wobei sich hier nach der Dampf-Betriebseinstellung der Zahnradbahn im Oktober noch die 97 504 hinzugesellte.

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Bild: Ludwig Franz +
Die 502 wurde damals gleich von der ME zurückgekauft und im Fabrikgelände in Esslingen aufgestellt.
Nachdem sich ein Reutlinger Korbhändler für den Lokschuppen als Lagerraum interessierten, ließ der Dvst. vom Bw Tübingen die beiden Loks im Horber Lokschuppen Ende der 60er Jahre unterbringen. Hier bei DSO wurden davon schon einige Bilder gezeigt.
Der Tübinger Dvst. wollte die Loks auch aus hist. Gründen unbedingt erhalten und so konnte er erreichen daß die 504 dem zukünftigen Berliner Museum zugesprochen wurde. Für die 501 fand er Interesse bei der Stadt Münsingen, so daß die Lok 1971 im Bw äusserlich hergerichtet und dann in Münsingen am Bahnhof auf einem Nebengleis aufgestellt wurde.

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Leider hielt sich die Stadt Münsingen nicht an die Zusage, die Lok zu pflegen, so daß sie schon nach recht kurzer Zeit unansehnlich mit eingeschlagenen Scheiben und demolierten oder abgesägten Laternen da stand.

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1976 hat man sie dann wieder ins Bw Tübingen zurückgeholt, wo ich sie dann täglich sehen konnte/musste.
Nach einiger Überzeugungsarbeit meinerseits wurde die Lok dann in meine und ihre einstige Heimatstadt Reutlingen geschleppt,

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wo ich dann mit Freunden und Vereinskameraden des ehem. MEC Reutlingen begann sie äusserlich wieder herzurichten.
Leider erfuhr ich dann an einem Freitag 1978 daß die Lok nach Obernzell (b. Passau) verkauft wurde und am Montag abgeholt würde. So räumte ich mein Werkzeug und Material von der Lok und an jenem Montag war sie dann weg!
Der neue Besitzer, dem auch das Bahnhofsgelände von Obernzell gehört, wollte die Lok eigentlich für einen Zahnradbetrieb auf der Strecken von Obernzell nach Wegscheid wieder in Betrieb nehhmen, fand hierfür jedoch nicht ausreichend Unterstützung.

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Bild: Stefan Motz
So verkam die bereits im Steilstreckenstück stehende Lok wieder zusehends, was auch dem (zukünftigen) 1. Vorstand der ZHL anlässlich div. Geschäftsreisen in diese Gegend auffiel. Er suchte den Kontakt zum Besitzer der 97 501 und konnte ihn, nach Gründung der „Freunde der Zahnradbahn Honau – Lichtenstein e. V.“ 1985 überzeugen, dem anerkannt gemeinnützigen Verein die Lok zu spenden.
Nun hatte der damals noch Pfullinger Verein eine eigene Lok in Obernzell stehen und zugesagt, sie da wegzuholen. Mit 300 Mark in der Kasse kein einfaches Vorhaben. Dennoch wurden Angebote div. Schwertransportunternehmen und der DB eingeholt, die sich zwischen 10 000 und 30 000 Mark bewegten. Hierbei kam auch ein tel. Kontakt mit dem Transportunternehmer Herrmann Paule, Obertürkheim zustande, bei dem Paule dann nachfragte, ob es denn auch Bilder der Lok gäbe? Als dies bejaht wurde, kam schnell eine Einladung zustande um die Sache zu besprechen. Bei dem Treffen war seine erste Frage ob man denn die Bilder dabei hätte? Ja, ein ganzer Ordner voll. „Also, gut ich hole euch die Lok, lasst mal die Bilder sehen“ Es wurde noch ein recht langer Abend.
Jetzt musste „nur noch“ geklärt werden, wie die Lok auf den Tieflader von Paule kommt. Er schlug zwei 100t-Krane vor, die jedoch aus Regensburg und München anfahren müssten – 1985 waren Autokrane noch nicht so häufig – was mit Blick auf die Vereinskasse unmöglich finanzierbar war.
Deshalb überlegte ich mir, wie wir die Lok in Eigenleistung – nein, nicht vier Mann vier Ecken – auf den Tieflader bringen konnten. Der hatte zwei Fahrwerke mit dazwischen hängendem „Bett“ für die Last. Das Bett konnte auf den Boden abgesenkt und ein Fahrwerk weggezogen werden. Das bot die Möglichkeit, am dann nur noch 40cm hohen Bett eine Rampe anzusetzen und die 65t schwere Lok mit der Zugmaschine hinaufzuziehen. Das wurde von Paule als machbar angesehen und so begab ich mich gleich auf die Materialsuche. Der Bahnmeister von Reutlingen betrachtete einst die Zahnradbahn als seinen „Augapfel“, er wohnte in Kleinengstingen und beging die Zahnradstrecke deshalb mindestens einmal wöchentlich und bedauerte ihre Einstellung 1969 sehr. Als ich ihm erklärte daß ich für die Rückholung der 97 501 zum Bau der Rampe zwei S49-Schienen mit 7m Länge plus zugehörige Schwellen, Hakenplatten und Kleineisen benötige, fragte er nur „Wo willst du das hin haben?“
Wir hatten damals schon unser heutiges Bahngelände mit der Lagerhalle von der Stadt überlassen bekommen, dort bräuchte ich es sagte ich ihm. Schon zwei Tage später lag alles dort neben dem Gleis und das erste ZHL-Projekt „Bau einer zerlegbaren Lokrampe“ konnte starten.
Auch musste ich mich nach Schweisselektroden und vor allem einem Autogenschweissgerät umschauen. Da ich einen eisenbahnaffinen Schweisstechnikhändler in Reutlingen gut kannte, fragte ich ihn danach und bekam eine Autogenschweiss-Garnitur mit 25m Schlauch und die Zusage „alle, für die Lok benötigten Schweisselektroden kostenlos“ zu bekommen! Das war natürlich eine tolle Ansage.

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Für die Lokrampe (hier beim Abladen der 97 501) mussten zunächst links die Schienen in Längsrichtung abgeflacht, d. h. der Steg musste Keilförmig auf 2,5m Länge herausgetrennt werden. Dann der Schienenfuß entsprechend an den Steg wieder herangebogen und mit ihm verschweisst werden. Dafür hatte damals ich nur einen besseren Heimwerker-Schweisstrafo, der am „Arbeitssamstag“ nach einer Stunde euphorischem Schienenschweissen den Dienst wg. Überhitzung versagte. Da er auch nach zwei Stunden nur ein paar weitere Minuten schweissen zuliess, verschob ich das Ganze auf die kommende Woche. Jeden Tag nach Feierabend schweisste ich bis der Trafo abschaltete und ging erst dann nach Hause. So waren die Schienen bis zum nä. Arbeitssamstag fertig und die Schwellenkonstruktion konnte angegangen werden.
Dazu mussten die Schwellen entsprechend der geforderten Höhen angepasst bzw. zugesägt werden. Die letzten „Schwellen waren mit Flacheisen in passender Länge verschweisste Hakenplatten als Abstandshalter der Schienen.
Alles war dann so zerlegbar daß es seitlich neben der verladenen Lok auf dem Tieflader mitgenommen werden konnte.

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Für den Strassentransport musste die 97 501 jedoch so nieder wie möglich werden, also alles runter, was über den Kessel hinausragte. Dazu hatten wir uns die Lok in Obernzell eingehend angeschaut und überlegt, wie das vonstatten gehen konnte. Es ergab sich dann für vier Vereinsmitglieder noch 1985 eine Woche „Urlaub am Bahnhof“. Unser damaliger 2. Vorstand mit Frau übernachteten in einer Pension und ich nahm den Wohnwagen meiner Eltern mit, in dem ich dann mit meinem Vereinskameraden Bodo direkt neben der Lok übernachtete.
Die Lok sollte unter der Kranbrücke am Ladegeleis zerlegt werden, stand aber noch in der Steigung der einstigen Zahnstangenstrecke etwa 100m oberhalb des Bahnhofs.
Da Obernzell nur zwei mal wöchentlich im Güterverkehr bedient wurde, schleppten wir die Schneidbrennergarnitur zur Lok und begannen mit dem Abbau tragbarer Teile bzw. brannten nur die Schrauben ab und liessen die Teile stehen bis die Lok unterm Kran steht.
Am andern Tag kam dann die Rangierabteilung aber der Rangierleiter war nicht bereit das Gleis zur Lok hin zu befahren. Sie erledigten dann schnellstmöglich ihre Rangierarbeiten und verschwanden wieder. Nun war guter Rat teuer. Zunächst fuhr ich nach Passau zum Bahnhofsvorstand und besprach mit ihm das Malheur, er war aber der Meinung daß das nur der Rangierleiter entscheiden kann und der Gleisrest 100m nach der letzten Weiche eigentlich stillgelegt sei auch wenn keine Absperrung vorhanden ist. Es könnte aber sein daß der Rangierleiter, der morgen nach Obernzell fahre evt. zugänglicher sei.

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Zurück in Obernzell betrachtete ich nochmals die in der Steigung stehende Lok. Erst jetzt realisierte ich daß die Bremse gelöst und der Radvorleger ein Stück hinterm Rad an der Schiene befestigt war. Könnte es sein daß die Lok vielleicht nur einen Anstoss bräuchte um zumindest bis ins betriebsfähige Gleis zu rollen? Ich holte mein 2m-Hebeisen aus dem Auto. Am Bahnhofsgebäude renovierten Maler gerade und hatten ein paar Kleinteile im Gleis liegen zum trocknen. Ich bat sie, die wegzunehmen da ich die Lok herunterrollen lasse. Er lächelte zunächst nur. Ich wies ihn nochmals darauf hin und ging dann zur Lok. Ein kurzes Hebeln zwischen Radspeiche und Rahmen und die Lok rollte los, ich rief dem Maler eine Warnung zu und nach einer gefühlten Ewigkeit wurde er hektisch und räumte das Gleis noch rechtzeitig frei. Aber sein staunendes Gesicht vergess ich nie. Die Lok rollte trotz eines zerbrochenen Achslagers immerhin am Bahnhof vorbei bis zur Rampe, dort konnte nun einfacher weitergearbeitet werden. Wir bauten das massive Schutzgitter im Führerstand aus und fabrizierten daraus gleich einen Grill für unsere Abendessen in den nä. Tagen. Es gab genug Einwegpaletten dort, so daß wir gleich ein Feuer machten um das Grillgitter genügend zu „desinfizieren“.


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Am nä. Tag war das umrangieren dann kein Problem mehr und unterm Kran wurde dann Teil für Teil abgehoben, so daß die Lok am Samstag – mit einer LKW-Plane abgedeckt – transportfertig war. Nun musste die Fa. Paule nur noch eine Gelegenheit finden für den Transport, denn es sollte ja nicht unbedingt eine völlige Leerfahrt werden.

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Im April 86 war es dann soweit, der Tieflader stand, nachdem ich am Wochenende vorher in Obertürkheim noch Vierkantprofile als Schienenersatz aufgeschweisst hatte, in Oberzell bereit. Zunächst wurde er aufs Gleis rangiert und dann von uns die Lok-Rampe aufgebaut. Um die Lok leichter raufziehen zu können, befestigten wir das Zugseil am hinteren Ende des Tiefladers und am Zughaken der Lok eine Umlenkrolle, so daß sich die Zugkraft halbierte und die Lok langsamer und gefühlvoller von vorne hochgezogen werden konnte.

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Das war auch nötig da das Tiefladerbett eher ein Waschbrett war und sich die Meterstücke der aufgeschweissten Vierkantprofile durch die Lokräder wie Pommes verformten, so daß ständig nachgeschweisst werden musste damit sie liegen blieben.

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Aber nach 3 Stunden stand die 97 501 drauf, nun musste nur noch das vordere Fahrwerk eingefädelt und das Bett mit der Lok dann mit der Hydraulik angehoben werden. „Nur“ war dann doch eine maßlose Übertreibung denn die Hydraulik bekam die Lok nicht hoch. Da war guter Rat teuer, denn wir hatten keine zum Lokgewicht passenden Hebezeuge dabei. Glücklicherweise wusste der Vorbesitzer von einem Schrotthändler am Ort, von dem er schon mal zwei schwere Zahnstangenwinden ausgeliehen bekam. Also nichts wie hin und tatsächlich gab es da zwei – sicherlich historisch wertvolle – Zahnstangenwinden, die allerdings seit Jahren im Freien rumlagen. Nachdem wir die ca. 100 – 120kg schweren Winden zur Lok geschafft hatten, mussten wir sie erst mit viel Rostlöser und Öl gangbar machen um sie dann am Tieflader ansetzen zu können. Mit vereinten Kräften – an jeder Winde zwei Mann – hoben wir erst das eine dann das andere Ende des Tiefladers so weit an daß die Sicherungsbolzen zur Festlegung eingesteckt werden konnten. Danach mussten die Winden wieder zurück und die übrigen Lokteile auf dem Tieflader und der Zugmaschine verladen und verzurrt werden, bis wir uns dann endlich duschen konnten. Da es bis 28° warm war eignete sich ein kleiner Wasserfall an einer Felswand direkt am Bahnhof bestens als erfrischende Dusche – Ende April!

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Nach einem Besuch in der örtl. Pizzeria war es dann soweit, ab 22Uhr durfte der Transport mit Polizei-Begleitung losgehen. Schon auf der Strasse nach Passau war eine Brücken-Baustelle mit prov. Umfahrung durch die dortige Senke, die wir trotz Genehmigung nur für diese Strecke gern umfahren hätten, aber jeder andere Weg bot eine eigene Schwierigkeit so daß die Polizei dann die Umfahrung sperrte und der Transport mit größter Vorsicht die steil bergab und wieder bergauf durchfahren konnte. Besonder beeindruckt war ich als der Transporter dann aus Passau heraus eine steile Strasse zur Autobahnaufahrt mit den zugelassenen 62km/h „hinaufdonnerte“, 24 Gänge haben da schon was. Nach drei Nachtfahrten u. a. mitten durch Stuttgart hindurch, da eine Autobahnbrücke der A8 damals zu schwach für den Transport war, kam die Lok dann im Bw Tübingen an. Dort wartete bereits die Bahnpolizei, da wir den Bahnübergang ins Bw erst nach dem letzten Zug passieren durften, was allerdings auch gut war weil ausgerechnet dort das Tiefladerbett so aufsetzte das es erst nach dem Ziehen der Sicherungsbolzen und Mitarbeit der Hubhydraulik möglich wurde, den Tieflader frei und vom Gleis weg zu bekommen. Zügig fuhren wir mit dem Transport auf das vorgesehene Entlade-Gleis, denn die Hubhydraulik gab langsam aber stetig nach. Nachdem so gegen 23 Uhr alles zum Abladen bereitstand, es aber zu regnen begann, verabredeten wir uns zum Aufbau der Rampe und Abladen am nä. Morgen.

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Am anderen Morgen um 8Uhr gab es allerdings Schneeregen und so bauten wir dann zunächst mal die Rampe auf. Nebenher bat ich einen ehem. Kollegen aus der Lokwerkstatt, uns die Lok mit einer V100 und einem Seil vom Tieflader zu ziehen, denn wir wollten sie nicht einfach abrollen lassen was auch mit den provisorischen Schienen auf dem Tieflader schwierig geworden wäre. So wurde an einem Lokende die Zugmaschine angebunden und auf der Gleisseite zog die V100.

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Um etwa 11 Uhr stand die Lok nach 4 Tagen Transport mit auf- und abladen wieder auf heimischem Gleis und konnte dann gleich mit der V100 in der bereits stillgelegten Güterwagenausbesserung untergestellt werden. Schon am darauffolgenden Samstag begannen wir mit der Aufarbeitung. Wir glaubten, in Ruhe auf eine Wiederinbetriebnahme zum 100-jährigen Jubiläum der Zahnradbahn 1993 hinarbeiten zu können, denn das waren ja noch immerhin 7 Jahre – es wurden dann fast 20 mehr!

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Es war zwar bereits schon im Jahr zuvor abgesprochen daß wir das nun hier zu sehende Gleis mieten konnten, sollten aber mit dem Freiräumen warten bis die Lok wirklich da ist. In den 18 Jahren, in denen ich dort gelernt und als Betriebsschlosser gearbeitet habe, diente es nur als Lagerplatz für die Betriebsschlosser so daß ich den damaligen Dvst. davon überzeugen konnte daß wir das Gleis mieten und die Anlagen nutzen durften.

Zum Beginn der neu bebilderten Aufarbeitungs-Beitragskette gehts dann hier.

Gruß
Michael



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.07.20 19:32.

Bitte Bildergröße bearbeiten

geschrieben von: Jürgen Utecht

Datum: 30.06.20 21:38

Hallo Michael,

schöner Bericht, aber viel zu große Bilder dabei.

Gruß Jürgen

Ich bin gegen die ungewollte Umleitung!!!
Moin, sehr schöner BildBericht von dem bewegten hin und her und der Rückholung der 97 501.

Grüße Silvio
Guten Morgen Michael,

es ist einfach unglaublich, was Ihr geleistet habt. Allerhöchsten Respekt! Deinen Bericht habe ich wirklich fasziniert gelesen, anders kann ich es nicht sagen. Danke!

Alles Gute mit der Lok, und natürlich auch sonst!

Bernhard

Re: wie die 97 501 .....

geschrieben von: Schwellenleger

Datum: 01.07.20 13:01

Hallo Michael,

sehr gute Idee, hier die persönlichen Erinnerungen zum "Leidensweg" der 97 501 aufzuzeichnen. Vielen Dank.

Auch dafür, die "kleinen Mißgeschicke" hier mit aufzuführen - wie die viel zu schwach dimensionierten Viertkantprofile auf dem Tieflader samt fehlender Unterfütterung zur Gewichtsverteilung auf die Fläche. So etwas lernt man am besten "aus der Erfahrung".. ;-)
Zudem erkennt man, daß bei all derartigen Lok-Projekten es immer auf die Leute ankommt, die mit viel persönlichem Einsatz "dahinter stehen"! ( Auch dafür Dir und den Kollegen ein großes Dankeschön an dieser Stelle. )

Gerne erinnere ich mich an die Zeit, als wir uns in Tü kennengelernt haben und ich vor "der großen" Lok staunend gestanden bin. Auch ich hätte mir damals nicht träumen lassen, daß es tatsächlich dann "so lange" bis zur Betriebsfähigkeit dauern sollte. Doch bekanntlich soll ja gut Ding viel Weil brauchen.. ;-)

In diesem Sinne,
herzliche Grüße an den Fuß der Schwäbischen Alb
Uwe
Booah. Respekt für die geleistete Arbeit...

Grüße aus dem Volmetal
Uwe
http://abload.de/img/bahnhofschildmeinerzhy3qro.jpg
Moin Michael!

Ein feiner und durchaus spannend geschriebener Beitrag, bei dem man bei den geschilderten Problemen auf die Lösung richtig gespannt ist. Natürlich macht auch die gut dokumentierte "Fotostrecke" den Beitrag betrachtenswert, kurzum eine sehr gelungene Ereignisschilderung!

Dafür dankt Dir - mit Grüßen aus dem Norden

Helmut

Meine bisher erschienenen Beiträge findet ihr in meinem Inhaltsverzeichnis hier: [www.drehscheibe-online.de]

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Hallo Michael,

vielen Dank wollte ich sagen für das einstellen dieses Beitrags und für die Wiederherstellung der ganzen alten Beiträge.
Da ich in der Vergangenheit auch hunderte Arbeitsstunden bei der musealen Aufarbeitung einer dreizylindrigen Rekolok
geleistet habe, kann ich Nachvollziehen was für eine Arbeit in der Lok steckt!

Ich wünsche euch noch viel Ausdauer, Kraft und störungsfreie Fahrten in der Zukunft.

Lg TRO.

Eisenbahnbücher, Broschüren, Hefte und anderes zu verkaufen: [www.ebay-kleinanzeigen.de]

Täglich mit Dampf von Freital-Hainsberg ins Osterzgebirge: [www.weisseritztalbahn.com]

Die Such- und Angebotsliste für Eisenbahnfahrzeuge &-Teile des VDMT [www.vdmt.de]
Grossartiger Beitrag! Vielen Dank Michael!

Dieter Zoubek
Hallo Michael,

deinen Bericht zur Wiederaufarbeitung der 97 501 habe ich schon beim ersten Erscheinen verschlungen! Wahrscheinlich werde ich die einzelnen Berichte noch x-Mal lesen und auswendig lernen! ;-) Einfach Wahnsinn mit welcher Beharrlichkeit, trotz manch widrige Umstände, ihr dieser wunderschönen Maschine wieder Leben eingehaucht habt! Ein Genuss für jeden "Dampflokfreund"! Hoffentlich hat die 97 501 auch in den nächsten Jahrzehnten weiterhin solche "Technik-Enthusiasten" um sich herum!

Gruß
Bernd

Danke für die lobenden Worte,

geschrieben von: Michael Staiger

Datum: 02.07.20 11:43

Hallo zusammen,

die Angesprochenen lesen mit.
Würde es sehr begrüßen, wenn hier auch andere Vereine häufiger ihre Geschichten erzählen würden.
Es ist ja wohlgemerkt bei mir nicht eine offizielle Geschichtsschreibung des Vereins sondern nur die Darstellung meiner Erlebnisse und Sichtweise der vergangenen vier Jahrzehnte

https://s12.directupload.net/images/200702/illrfzgx.jpg
in denen ich nicht nur Dampflokfreizeit verbrachte sondern auch anderen Hobbys frönte (s. Bild). Da ich nur zeitweilig in der Vorstandschaft tätig war hab ich dort viele der oft sehr überlebenswichtigen Beschlüsse und Verhandlungen nicht mitbekommen - und sie deshalb wohl in meinen Aufarbeitungsberichten nicht unbedingt ausreichend beschrieben - weil ich mich in erster Linie um die technische und handwerkliche Seite bemühte - und die gab schon genug schlaflose Nächte.
Bei uns sind noch Leute der 1. Generation tätig, die zweite trägt aber einen Großteil der Aufgaben und die dritte Generation ist auch schon seit Jahren dabei. Es muß stets gesehen werden daß nicht jeder ständig dabei und aktiv sein kann. So haben wir einen Kameraden der ersten Generation, der jahrelang anderen Interessen nachging und da dann nur zum wöchentlichen Stammtisch erschien. Als die Lok dann betriebsfähig war, war auch er wieder in derWerkstatt aktiv und beschäftigte sich gern und interessiert an der Beseitigung kleiner und größer Lok-wehwehchen. Heute ist er eine absolute Stütze der Lokmannschaft und der Werkstattordnung.
Was ich damit sagen will ist daß nicht jeder, der mal nicht so mitzieht wie man es gerne hätte gleich "abgeschrieben" werden sollte sondern daß individuelle Unterschiede aktzeptiert und eine "Bewertung der Nützlichkeit" möglichst vermieden werden sollte, denn letztendlich ist jeder Handschlag ein "geldwerter Vorteil".
Für mich war und ist ein Museumsbahnverein nicht eine Leistungsgemeinschaft sondern ein sinnvoller Zeitvertreib mit Freunden, mit denen man auch gern die Ergebnisse feiert.

Gruß
Michael



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.07.20 11:46.
Guten Abend Michael,
auch von mir ein riesengroßes Dankeschön für Deinen tollen Bericht über diese Rückholaktion. Er erinnert mich natürlich an Geschehnisse in Verbindung mit dem Abholen von HELENE in Bad Lauterberg in Richtung Jagsttal, auch wenn ich mir im Klaren darüber bin, dass Eure Maschine mindestens zwei Nummern größer ist. Auch ich habe nach Jahren darüber im HiFo berichtet.

Ob großer Brocken oder kleine Schmalspurlok - vieles im Ablauf einer solchen Aktion ähnelt sich doch: Tolle Truppe, die sich die Zeit dafür nimmt - vorausschauende Planung, um vor Ort zu erkennen, dass vieles noch umgearbeitet oder dass improvisiert werden muss - (oft auf dem kleinen Dienstweg) hilfsbereite Eisenbahner - spontane Unterstützung durch ortsansässige Firmen - mehr oder weniger verständnisvolle Ehefrauen und Partnerinnen.
All dies zusammen war und ist notwendig, damit solche Erfolge erreicht werden können.

Nochmals ein herzliches Dankeschön, verbunden mit dem Wunsch, dass der 97 501 ein ähnliches Schicksal wie HELENE erspart bleibt.

Mit besten Grüßen

Helmut
Hallo Helmut,

Danke für deine lobenden Worte.
Deinen "Helene"-Beitrag hatte ich auch fasziniert verschlungen.

Gruß aus Lichtenstein (Württ.)
Michael
Vielen Dank für den tollen Bericht.

Anfang der 90er Jahre habe ich auch etwas an der Lok mitgearbeitet... Leider kam dann das Abi und ich hatte keine Zeit mehr.

Gruß Gabriel


http://www.eisenbahn-foto.de/bannereisenbahntv.jpg

Hallo Gabriel,

freut mich von Dir zu hören

https://s12.directupload.net/images/200712/7yyfaczt.jpg
Das ist schon ein paar Tage her, was?

meld Dich mal
Michael
Hallo Michael,

das ist ja der Wahnsinn! 1.000 Dank für das Foto - ich hab mich riesig gefreut!

Gruß Gabriel