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Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB

Pankow-Heinersdorf II – Favoriten!

geschrieben von: EP 5

Datum: 11.06.20 19:05

Hallo Eisenbahnfreunde und Freunde des Bw Pankow,


da das Thema Pankow-Heinersdorf in diesem Forum, wie ich tagtäglich feststelle, nachwievor auf reges Interesse stößt, möchte ich Euch noch einmal kurz meine persönlichen Favoriten vorstellen, die mit der Geschichte des Bw Pankow eng verknüpft sind und aus meiner Sicht vor dem Hintergrund meines Museumsgedankens interessant sind.



IMG_3380.JPG

An erster Stelle steht bei mir eindeutig der phantastische Rundlokschuppen von 1889, der mit dem Bau des Pankower Rangierbahnhofs der Berlin-Stettiner Eisenbahn entstanden ist. Eine große Bedeutung nimmt neben dem deutschlandweiten Alleinstellungsmerkmal die konstruktiv interessante Kuppel nach Wilhelm Schwedler [de.wikipedia.org] ein.

Ist das aus der Zeit gefallene und obendrein sehr seltene Zeugnis deutscher Eisenbahngeschichte nicht irgendwie faszinierend? Was liegt näher, als es museal zu nutzen, jenseits von Kommerz und Konsum?



my images013 - verknüpfung.jpg

Zu einem preußischen Rundlokschuppen gehören natürlich auch passende Maschinen. 28 preußische Güterzuglokomotiven aus der G 8-Familie waren neben anderen Preußen (G 7, G 10, T 11, T 12, T 13, T 14) laut „Berliner Bahnbetriebswerke“ (München 2001) im Jahre 1928 beim Bw Pankow beheimatet. Leider sind nur sehr wenige Exemplare dieses bewährten Maschinentyps erhalten geblieben.



IMG_2928 - Kopie.JPG

Vor fünf Jahren machte ich diese Innenaufnahme von der imposanten Ringlokhalle des ehemaligen Bw Pankow, deren erstes Segment mit sechs Ständen laut „Bahnbetriebswerke der DDR“ (Stuttgart 2011) bereits 1894 abgenommen wurde. Aus diesen Anfängen erwuchs im Laufe der Zeit ein gigantischer Ringlokschuppen mit 24 Ständen, in dem unter anderem einst in recht hoher Stückzahl die über 20 m langen Schlepptenderlokomotiven der Baureihen 52 und 52.80 beheimatet waren. Nach meinem Kenntnisstand sind glücklicherweise im Gegensatz zur Gattung G 8 einige 52er erhalten geblieben.



371 - Kopie.JPG

Zu einem Museumskonzept, das die Geschichte des Bw Pankow thematisiert, gehört mindestens ein originaler „Goldbroiler“, wie man ihn vor wenigen Jahren – siehe Foto - in Berlin noch täglich an der Warschauer Straße beim Rangieren antreffen konnte.

Die bewährten Dieselloktypen der ehemaligen Deutschen Reichsbahn, die mindestens drei Jahrzehnte lang das Betriebsgeschehen in der geteilten Stadt prägten, könnten meines Erachtens durchaus noch wesentlich stärker in den Fokus des Berliner Ausstellungswesens rücken und gewürdigt werden.


Die Perspektive, die ich mit meinen Beiträgen im Museumsbahn-Forum einnehme, mag vielen Lesern ungewohnt erscheinen, geht es hier schwerpunktmäßig doch um die Aufarbeitung und um den pragmatisch orientierten Betrieb von Museumslokomotiven.

Mein Anspruch besteht darin, auf gedanklicher Ebene Zusammenhängen herzustellen, vergessene Eisenbahnorte im Geiste wieder etwas aufleben zu lassen, vielleicht den einen oder anderen Eisenbahnfreund dabei ein wenig zu inspirieren, anzuregen.


Viele Grüße,
Marc

"Der Bahnhof Zoo war eine Institution in West-Berlin. Groß, dunkel und schmuddelig hatte er eine düster-erhabene Aura."

Tanja Dückers: Mein altes West-Berlin






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.06.20 19:49.

Re: Pankow-Heinersdorf II – Favoriten!

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 11.06.20 19:47

Hallo Marc!

Gibt es für Deine Gedanken auch schon einen Finanzierungsvorschlag oder ein diesbezügliches Konzept? Wünsche sind bekanntlich kostenlos, aber die Realisierung ist mit erheblichen monetären Lasten verbunden.

Mit freundlichem Gruß

Helmut

Meine bisher erschienenen Beiträge findet ihr in meinem Inhaltsverzeichnis hier: [www.drehscheibe-online.de]

Für Inhaltsverzeichnisse von weiteren Eisenbahnfreunden
bitte hier klicken!

Re: Pankow-Heinersdorf II – Favoriten!

geschrieben von: EP 5

Datum: 11.06.20 22:35

Hallo Helmut,


ich bedanke mich für Deine sachliche Rückmeldung, auf die ich gerne eingehen mag.

Deine Frage nach der Finanzierung des von mir gedachten Eisenbahn-Museums in Pankow-Heinersdorf ist in Anbetracht der relativ hohen Instandsetzungskosten, die sich nach meinem Kenntnisstand bei ungefähr 40 Millionen Euro belaufen sollen, nicht leicht zu beantworten.

Andererseits wird in Berlin kräftig in neue Museen und in die Erweiterung bisher bestehender Häuser investiert. So wurde Ende letzten Jahres am Berliner Kulturforum der erste Spatenstich eines 450 Millionen teuren, staatlich subventionierten Neubaus gesetzt, der voraussichtlich 2026 als Museum der Moderne [www.berlin.de] eröffnet wird. Es handelt sich dabei um ein neues Kunstmuseum.

Ich erwähne das extra, weil mir beim vorherigen Beitrag vor dem Hintergrund meiner Idee oft mitgeteilt wurde, dass Berlin bereits ein Eisenbahnmuseum besitze und kein weiteres mehr bräuchte. Man kann das eine mit dem anderen aber nicht vergleichen, da die Pankower Geschichte nach meiner Vorstellung einen ganz anderen Ausstellungsschwerpunkt hätte.

Darüber hinaus möchte ich auch die staatlichen Investitionen von rund 660 Millionen nicht unerwähnt lassen, die dem Ausbau des Museums für Naturkunde [www.tagesspiegel.de] zugutekommen.

Anhand dieser Beispiele lässt sich gut erkennen, dass sowohl die bildende Kunst als auch die Naturwissenschaft im Vergleich zur Eisenbahngeschichte beziehungsweise zur Industriekultur in Berlin eine wesentlich stärkere Lobby besitzen. Dieser Sachverhalt kommt meiner Ansicht nach besonders im schlechten Allgemeinzustand des einzigartigen Rundlokschuppens von Pankow-Heinersdorf zum Ausdruck. Auf dem Feld der Eisenbahngeschichte wäre demnach noch sehr viel Lobbyarbeit zu leisten.

Ich hatte das Thema Pankow-Heinersdorf hier noch einmal gebracht, weil offensichtlich daran nachwievor ein relativ großes Interesse besteht, und ich dazu noch gerne ein paar eisenbahnhistorische Aspekte – auch wenn sie sich zum Teil wiederholt haben - liefern wollte.


Schöne Grüße,
Marc

"Der Bahnhof Zoo war eine Institution in West-Berlin. Groß, dunkel und schmuddelig hatte er eine düster-erhabene Aura."

Tanja Dückers: Mein altes West-Berlin


Re: Pankow-Heinersdorf II – Favoriten!

geschrieben von: DuKabina?!

Datum: 12.06.20 09:19

Schön vorbei an der Frage von Helmut geschrieben. So ist das mit den Wünschen und Null belastbaren Konzepten. Darin liegt offenkundig Deine Stärke, EP 5.

Nach Deinem letzten Pankow-Heinersdorf - Thread habe ich das Interesse an den Ruinen des Eisenbahnzeitalters an dem Standort nicht sonderlich auf DSO wahrnehmen können, denn nach dem letzten Thread zu dem Thema gabs null Meldungen hierzu. Nur Du weckst den Untoten immer wieder auf. Es sei Dir gegönnt.

Grundsätzlich finde ich es auch schade, dass Pankow-Heinersdorf das Schicksal ereilt hat, dessen Ergebnis wir jeden Tag Vorort sehen können. Nur dort gab es zu einer Zeit, als man hätte was retten können (mitte der 90er), niemanden, der da ran gegangen ist. Wäre das in Schöneweide auch so gewesen, dass es da keinen gegeben hätte, wäre das Bw heute nicht mehr existent.

Schöneweide hatte im Gegensatz zu Pankow das Glück, dass unmittelbar nach der Wende Leute vor Ort waren, die dort was zum Erhalt von Fahrzeugen und später von Bausubstanz leisten wollten und eben auch was getan haben. Nicht umsonst sind die noch vorhandenen Hochbauten des Bw Schöneweide nicht nur auf der Landesdenkmalliste, sondern sind Denkmal von nationaler Bedeutung (2018 oder 2019 kam diese Einstufung).

So schade es um Pankow ist aber für das Bw dort denke ich, ist der letzte Zug abgefahren aber das schon vor gut zwei Dekaden. Eine museale Nutzung im Sinne der Bewahrung von Bahngeschichte vor Ort, denke ich, wirds dort nicht geben. Gegen dieses Ansinnen sind die Weichen (leider) schon vor viel zu vielen Jahren gestellt worden. Und daran wird mit frommen Wünschen, hier regelmäßig auf DSO kolportiert, auch nichts zu ändern sein.

Es wäre schon ein Erfolg, wenn die Rotunde, der Ringlokschuppen und das Verwaltungsgebäude physisch erhalten blieben, wenn auch anderweitig nachgenutzt.

... We are not there yet, we have lost our soul, the course has been set, we're digging our own hole, we're going backwards, armed with new technology, going backwards, to a caveman mentality ...
Music and Lyrics Martin L. Gore (Depeche Mode; Album "Spirit" von 2017, Song "Going backwards"); dem ist leider nichts hinzuzufügen

Gute Idee

geschrieben von: Klaus Peterson

Datum: 12.06.20 14:31

Letztlich wäre eine Museum in diesem Gebäude absolut lohnenswert. Mit dem dahinter liegenden Halbrundschuppen (ist der noch da?) könnte man dort in der Tat ein sehr realistisches und vielseitiges Museum aufbauen.
Nur müsste sich die Stadt und der Senat ein wenig engagieren. Den Komplex unter Denkmalschutz stellen und dann verrotten lassen, ist sicher keine Lösung.

Pankow-Heinersdorf – Russendiesel „Ludmilla“!

geschrieben von: EP 5

Datum: 12.06.20 20:14

Hallo,

ich möchte mich zuerst einmal bei den letzten beiden Kommentatoren für Ihre lesenswerten Beiträge herzlich bedanken, die deutlich zeigen, wie weit die Meinungen hinsichtlich meiner Museumsidee auseinandergehen.

Die bange Frage, inwieweit sich in Pankow-Heinersdorf ein zweites Eisenbahnmuseum finanzieren ließe, ist für mich momentan eher zweitrangig.

Mir bereitet es einfach große Freude, mich mit der Geschichte des Bw Pankow zu beschäftigen.

In diesem Zusammenhang möchte ich Euch einen speziellen Dieselloktypen vorstellen, der mir als Wahlberliner einiges bedeutet und in Berlin zur Zeit leider genauso wenig Würdigung erfährt wie der bereits an anderer Stelle erwähnte Rundlokschuppen mit deutschlandweitem Alleinstellungsmerkmal!



IMG_6678.JPG

Auch beim Bw Pankow waren einst in recht hoher Stückzahl die aus der Sowjetunion importierten, sechsachsigen Dieselloks der Baureihe 132 beheimatet. Die ersten Exemplare dieses Typs gelangten 1993 dorthin, ehe das Bahnbetriebswerk wenige Jahre später geschlossen wurde.

Hier eine Aufnahme von 2015 aus Lichtenberg, die den optisch meiner Ansicht nach recht markanten, aus Russland stammenden Loktypen wiedergibt.



IMG_6386.JPG

In mehrfacher Hinsicht bin ich von den dieselelektrischen Lokomotiven der Baureihe 132 positiv angetan. Das fängt schon mit dem Aussehen an, das sich radikal von dem der früheren Großdieselloks Westdeutschlands (V 160-Familie) unterscheidet. Für mich sind diese Maschinen russischer Provenienz auch Ikonen der einst durch das geteilte Berlin verkehrenden Interzonenzüge der 1970er/80er Jahre und für ein gedachtes „Industriemuseum – Bw Pankow“ auch schon vor diesem Hintergrund ein absolutes Muss!

Das Foto zeigt ein aktuelles Roco-Modell dieser Baureihe mit künstlich vom Hersteller aufgebrachten Betriebsspuren.


Ihr seid gerne dazu eingeladen, Euch mit Euren Favoriten oder mit Euren Erinnerungen, die Ihr vielleicht vom Bw Pankow habt, an diesem Beitrag zu beteiligen.


Schöne Grüße,
Marc


my images013 - verknüpfung (4).jpg

"Der Bahnhof Zoo war eine Institution in West-Berlin. Groß, dunkel und schmuddelig hatte er eine düster-erhabene Aura."

Tanja Dückers: Mein altes West-Berlin


Schwerer Faupax von dir Möchtegern- Historiker

geschrieben von: LoneStarr27

Datum: 12.06.20 23:05

EP 5 schrieb:
Hier eine Aufnahme von 2015 aus Lichtenberg, die den optisch meiner Ansicht nach recht markanten, aus Russland stammenden Loktypen wiedergibt.
...
Für mich sind diese Maschinen russischer Provenienz auch Ikonen der einst durch das geteilte Berlin verkehrenden Interzonenzüge der 1970er/80er Jahre und für ein gedachtes „Industriemuseum – Bw Pankow“ auch schon vor diesem Hintergrund ein absolutes Muss!
Hallo,

das sollte jemanden, der sich als Historiker geriert, aber nicht passieren. Diese Lokomotiven stammen aus Lugansk, früher Woroschilowgrad. Und das liegt unzweifelhaft in der Ukraine. Sowjetunion war in der Hinsicht noch korrekt. Aber Russland ist da sowas von falsch. Und davon abgesehen, das hier ist ein Eisenbahnforum. Diese Baureihe hier anzupreisen nach dem Motto 'Leute, guckt mal, was ich hier tolles entdeckt habe!', da ist 'Eulen nach Athen getragen' noch sehr wohlwollend ausgedrückt. Also wenn Du hier noch mal irgendwie ernst genommen werden willst, ...

Gruß Thomas
Wenn eine Diesellok aus sowjetischer Produktion nach Pankow gehört, dann ist es die M62/V200/120 "Taigatrommel" und nicht die V300/132/232! Für einen vorgeblichen Historiker scheinst du nicht viel vom Fach Bahnwelt Berlin zu verstehen aber Hauptsache mal wieder ein Hirngespinnst ins Forum gesetzt.
Vielleicht solltes du bei deinen Märklin Spielzeugloks bleiben ...

Frank aus der Prignitz

Schwerer Faupax?

geschrieben von: bahamas

Datum: 12.06.20 23:44

LoneStarr27 schrieb:
EP 5 schrieb:
Hier eine Aufnahme von 2015 aus Lichtenberg, die den optisch meiner Ansicht nach recht markanten, aus Russland stammenden Loktypen wiedergibt.
...
Für mich sind diese Maschinen russischer Provenienz auch Ikonen der einst durch das geteilte Berlin verkehrenden Interzonenzüge der 1970er/80er Jahre und für ein gedachtes „Industriemuseum – Bw Pankow“ auch schon vor diesem Hintergrund ein absolutes Muss!
das sollte jemanden, der sich als Historiker geriert, aber nicht passieren. Diese Lokomotiven stammen aus Lugansk, früher Woroschilowgrad. Und das liegt unzweifelhaft in der Ukraine. Sowjetunion war in der Hinsicht noch korrekt. Aber Russland ist da sowas von falsch. Und davon abgesehen, das hier ist ein Eisenbahnforum. Diese Baureihe hier anzupreisen nach dem Motto 'Leute, guckt mal, was ich hier tolles entdeckt habe!', da ist 'Eulen nach Athen getragen' noch sehr wohlwollend ausgedrückt. Also wenn Du hier noch mal irgendwie ernst genommen werden willst, ...

Die zig Besucher, welche bei Eisenbahnfesten oder in den -museen rumlaufen, passiert mit Sicherheit dieser "Faupax" genauso, die warten bestimmt auch auf deine Belehrung. Ist das für die Thematik jetzt wirklich wichtig, noch dazu mit dieser Beschimpfung in der Überschrift? Übrigens, warum schreibst du eigentlich den Herstellungsort auf russisch und nicht auf ukrainisch?
Die Lok, welche hier mit einem etwas unvoreingenommeneren Blick (Danke!) vorgestellt wird, ist in dieser aufgrund ihres Einsatzgebietes speziellen Lackierung auch m. W. noch in keinem Museum anzutreffen(?), sie wäre hier meiner Ansicht nach schon ganz richtig. Wenn du eine andere Meinung dazu hast, können wir das gerne diskutieren, auch warum der Goldbroiler nicht mit Paprikasoße im Museum stehen sollte (Wink an EP 5) usw. - aber sachlich.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.06.20 23:54.

Einige machen Fehler, andere sind welche!

geschrieben von: EP 5

Datum: 13.06.20 05:30

Hallo,


da ist mir jetzt mal versehentlich ein Fehler unterlaufen, und schon werde ich von einem sogenannten Besserwisser an den Pranger gestellt.

Ich habe dieses leidige Phänomen schon mal hier [www.drehscheibe-online.de] thematisiert.


Schöne Grüße,
Marc

"Der Bahnhof Zoo war eine Institution in West-Berlin. Groß, dunkel und schmuddelig hatte er eine düster-erhabene Aura."

Tanja Dückers: Mein altes West-Berlin






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.06.20 07:15.
Das Bw Pankow war eigentlich eher für die BR 120 bekannt.
Stammbeheimatung hier waren 100, 101, 102, 106, 110, 120. Später kamen 211,242, 219, 229, 232, 234 dazu, um mal beim Dieselsektor zu bleiben.
Etwas spezielles aber nie im Heimat Bw anzutreffen, war die BR 199.1 der PE Berlin, welche dort Buchmäßig beheimatet war, solange die PE zur DR gehörte.
Der Werkstattwagen der Kleinlokbrigade aus dem Rundschuppen erledigte die Arbeiten im Bw Wuhlheide der PE. IH Werk war das RAW Halle.
Und der Rundschuppen ist ja kein Alleinstellungsmerkmal für Deutschland, noch nicht einmal für Berlin. Am anderen in Berlin wird gerade das Dach instandgesetzt.
Die anderen Einsatzstellen des Bw Pankow führten auch die BR 171/172 in ihren Bestandslisten.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.06.20 09:47.

Da es keine Polemik ...

geschrieben von: Frank Schönow

Datum: 13.06.20 12:57

... gegen Märklin gab, brauche ich es auch nicht kindisch finden. Das Märklin Spielzeug ist, wirst auch DU nicht wiederlegen können.

Wem du die notwendigen Fahrzeuge für einen gefüllten Pankower Rundschuppen entziehen willst, läßt du mal wieder offen und das läuft bei mir unter Polemik, weil deine "Ideen" weiterhin nichts weiter als Hirngespinnste mit Mimimi sind.

Frank aus der Prignitz




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.06.20 12:59.

Bitte mal erklären

geschrieben von: EP 5

Datum: 14.06.20 06:33

... gegen Märklin gab, brauche ich es auch nicht kindisch finden. Das Märklin Spielzeug ist, wirst auch DU nicht wiederlegen können.




Hallo,


schon alleine die Behauptung, dass Märklin "Spielzeug" sei, ist schon wieder nicht zutreffend. Märklin ist in erster Linie ein traditionsreicher Hersteller von Modellbahnartikeln und in diesem Sinne kein Spielzeug.

Wenn ich mir das aktuelle Modell vom Schweizer Krokodil in Spur I aus dem Hause Märklin anschaue, handelt es sich meiner Meinung nach weniger um eine "Spielzeuglok", eher um ein Modell.

Da Du Dich in der Vergangenheit bereits öfters über Märklin negativ geäußert hast, vermutete ich - wohl jedem einleuchtend - hinter Deiner Bezeichnung "Märklin-Spielzeugloks" mal wieder reine Polemik.


Hast Du eigentlich schon mal selber einen eigenen Beitrag im Forum verfasst?



Gruß,
Marc

"Der Bahnhof Zoo war eine Institution in West-Berlin. Groß, dunkel und schmuddelig hatte er eine düster-erhabene Aura."

Tanja Dückers: Mein altes West-Berlin






2-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.06.20 21:53.

Spielzeug für große Buben

geschrieben von: Fridolin Kiesewetter

Datum: 14.06.20 09:34

Die Süddeutsche über das Modelleisenbahnhobby

Zitat:

Die Sentenz Schillers ist mit Blick auf das geheime Leben rund um die Modelleisenbahn als letztes Habitat männlicher Weltaneignung so umzuformulieren:
Der Mann spielt nur Eisenbahn, ökologisch korrekt und förderwürdig in Zeiten der SUV-Scham, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mann ist, und er ist nur da ganz Mann, wo er spielt. Und sei es im Keller oder auf dem Dachboden.
Da ist man als Schöpfer seiner eigenen Welt ja auch gut aufgeräumt und bleibt der sonstigen Welt für ein paar Stunden oder Jahre erspart.

Ich habe das Bild unverzüglich entfernt!

geschrieben von: EP 5

Datum: 14.06.20 20:08

Hallo Klaus,


erst jetzt zum Feierabend eines arbeitsreichen Tages entdeckte ich Deine Meldung in meinem Beitragsbaum und möchte mich für dieses Vorkommnis mit dem veröffentlichten Foto bei Dir entschuldigen.

Wie ich bereits in meinem Beitrag geschrieben hatte, entdeckte ich das Bild in der vor zehn Jahren vorgefundenen Mappe mit den Dokumenten zur Baureihe 52. Der Urheber der Aufnahme geht aus dem Bildtext nicht hervor, sonst hätte ich mich vorher mit Dir selbstverständlich in Verbindung gesetzt. Aufgrund dieser Unkenntnis wurde es leider Gottes hier im Forum von mir veröffentlicht.

Aufgrund des vorliegenden Sachverhaltes habe ich es jetzt unverzüglich aus meinem Beitrag entfernt, weil "klauen" habe ich eigentlich nicht nötig. Ich bitte Dich noch einmal vielmals um Entschuldigung und wünsche Dir noch einen schönen Restsonntag.


Mit freundlichem Gruß,
Marc

Re: Ich habe das Bild unverzüglich entfernt!

geschrieben von: Klaus D. Holzborn

Datum: 14.06.20 20:40

Hallo Marc,

Du bist nicht der Erste, dem das passiert ist, und woher solltest Du es wissen?

Ist schon okay. Ich habe auch nur durch Zufall Deinen Beitrag gesehen.

Alles Gut!

Bleib gesund!

LG KLaus

Re: Pankow-Heinersdorf II – Favoriten!

geschrieben von: PKP-modelarz

Datum: 14.06.20 22:07

Hallo Marc,
diesen und den vorherigen Faden zu diesem Thema habe ich mit doch mit einer gewissen Belustigung gelesen. Das Interesse scheint auch recht überschaubar zu sein... Eher die Einsicht zum derzeitigen Stand der Dinge...
Schön, daß Du Dich für die Rotunde in Pankow und deren Erhalt interessierst. In der Tat sieht es für die noch vorhandenen Rotunden nicht wirklich gut aus. In Rummelsburg ist das Dach abgedeckt- und auch Pankow ist von einem guten Zustand weit entfernt.
Wenn ich es richtig verstanden habe, ist das Areal verkauft und es gibt auch ein Nutzungskonzept. Natürlich nicht als Museum für irgendwas.
Da es in Berlin bereits zwei dieser Schuppen gibt - ist Pankow weder für Deutschland noch für Berlin ein Alleinstellungsmerkmal.
Wenn ich es weiterhin richtig verstanden habe, bist nicht Du der Eigentümer oder Nutzer.
Du möchtest das Rundhaus erhalten? Da gibt es einige Möglichkeiten. Kaufe es dem Investor für einen guten Preis ab. Ach Du hast nicht genug Kleingeld- das ist aber schlecht... Dann musst Du Dir ein paar Leute und Sponsoren suchen. Dazu solltest Du aber schon in Vorleistung gehen- und wenigstens ein vernünftiges und tragbares Konzept vorweisen...
Wenn ich es weiterhin richtig verstanden habe, steht der Schuppen unter Denkmalschutz. Dann weißt Du doch wie Du mit wem Du sprechen musst, um die von Dir gewünschte Nutzung zu erreichen. Aber auch hier wird nach einem Konzept gefragt werden...
Du wünschst Dir eine Nutzung als Eisenbahnmuseum. Ich sehe hier nur die Chance für ein Museum mit dem Konzept und vor Allem der Qualität von Mulhouse oder York.
Schön. Hast Du die dafür entsprechenden Exponate?
Nein? Das ist doof. Aber Du hast bestimmt eine Idee, wo Du die Exponate bekommen kannst? Auch nicht. Schlecht...
Du hast aber eine Horde Leute hinter Dir, die die erste Bausicherung und auch die Reinigung der Anlage vornehmen können.
Entschuldige bitte, daß ich hier so persönlich werde- aber genau die Fragen hätte ich Dir auch gestellt, wenn Du vor mir stehen würdest.

Vielleicht solltest Du Deine Erwartungen herunterfahren, und mit der Minimalvariante (dem reinen Erhalt) zufrieden sein. Aber dazu musst Du Dich auch mit dem Investor zusammen setzen. Aber auch der will irgendwelche Konzepte sehen wollen.

In meinen Augen ist Deine Idee von vornherein zum Scheitern verurteilt. Mit- man müsste, könnte- lässt sich ein solches Projekt nicht stemmen. Dazu sind mir zu viele, viel kleinere Projekte bekannt, die mangels Geld und Manpower aufgegeben werden mussten. Und hier handelte es sich immer um höchst engagierte Leute, die tatkräftig mitgearbeitet und das Projekt aus der eigenen Hand finanziert haben.

Die andere Seite ist, meines Erachtens auch kein Platz für ein weiteres Eisenbahnmuseum! Es werden keine Menschenmassen hinströmen. Selbst in etablierten Museen habe ich immer nur eine Handvoll Besucher sehen können. Wie soll dann der laufende Betrieb sichergestellt werden? Zumal der erst in Jahren beginnen kann.

Viele andere Argumente sind bereits geschrieben worden, ich will sie nicht wiederholen. Wenn Du aber wild entschlossen bist- sammle Dir ein paar Leute, treibe Geld auf und entwickle vernünftige Konzepte.
Anders wird es nichts.


Soweit meine Gedanken
Christian

Link-Übersicht zu meinen Beiträgen [www.drehscheibe-online.de]

Re: Pankow-Heinersdorf II – Favoriten!

geschrieben von: EP 5

Datum: 15.06.20 11:42

Hallo Christian,

zuerst einmal vielen Dank für Deine Rückmeldung. Wie man sieht: Mein Beitrag gibt vielen Anregung, ihre Meinung kundzutun, das anscheinend zum Teil mit großer Leidenschaft!

Auch wenn sich aus Deinem Beitrag bis vielleicht auf den letzten Abschnitt für mich wenig Konstruktives beziehungsweise Neues ergibt, muss ich hoch anerkennen, dass Du mir gegenüber nicht beleidigend wurdest.

Da meldeten sich in den letzten Tagen zum Beispiel in diesem Thread immer wieder Leute bei Wort, die gerne andere denunzieren und im Forum völlig unverhohlen und ungesühnt als „Großschnauze“ [www.drehscheibe-online.de] beschimpfen aber bedauerlicherweise wenig bis gar nicht mit eigenen Beiträgen in Erscheinung treten.

Du hattest schwerpunktmäßig in mehreren Punkten die schwierige bis fast unmögliche Umsetzung meiner Museumsidee aufgeführt. Die von Dir genannten Schwierigkeiten sind mir durchaus bewusst. Ist meine gehegte Idee vor diesem Hintergrund aber von vorherein abzuurteilen? Wenn jemand zum Beispiel die Idee einer autofreien Stadt hegt, würde ich diesen wegen der gesellschaftlichen Situation kaum durchsetzbaren aber aus meiner Sicht interessanten und zukunftsweisenden Gedanken nicht von vornherein ad acta legen.

Mal abgesehen von der schwierigen Ausgangslage bin ich von dem Konzept, die Geschichte des Bahnbetriebswerkes in chronologischer Abfolge mit all ihren Facetten in Pankow-Heinersdorf auszustellen, überzeugt.

Dieses Konzept ist aus meiner Sicht etwas anspruchsvoller als beispielsweise jenes akkumulativ anmutende in Mulhouse, bei dem die Exponate mir aus ihren früheren, sicherlich recht bedeutenden Kontexten herausgelöst erscheinen.

Solche Ausstellungen sind für mich wie große Vitrinen mit Modellen, nicht vergleichbar mit einem vorbildgerechten Diorama etwa eines Bahnbetriebswerks, bei dem die Geschichte des Ortes abgebildet wird.



Schöne Grüße,
Marc

"Der Bahnhof Zoo war eine Institution in West-Berlin. Groß, dunkel und schmuddelig hatte er eine düster-erhabene Aura."

Tanja Dückers: Mein altes West-Berlin


Re: Pankow-Heinersdorf – Russendiesel „Ludmilla“!

geschrieben von: EP 5

Datum: 15.06.20 16:28

Frank Schönow schrieb:

Wenn eine Diesellok aus sowjetischer Produktion nach Pankow gehört, dann ist es die M62/V200/120 "Taigatrommel" und nicht die V300/132/232! Für einen vorgeblichen Historiker scheinst du nicht viel vom Fach Bahnwelt Berlin zu verstehen aber Hauptsache mal wieder ein Hirngespinnst ins Forum gesetzt.




Aber die einst beim Bw Pankow beheimatete Baureihe 132 "Ludmilla" war doch viel, viel stärker als die "Taigatrommel" und auch viel, viel größer!


Darüber hinaus muss ich jetzt doch zugeben, dass ich im "Fach Bahnwelt Berlin" ein totaler Dilettant bin. Die Berliner S-Bahn sagt mir vielleicht noch was aber der Rest, oh waia.


Ich hoffe, man kann mir noch mal verzeihen. Historiker bin ja auch nicht, nur Kunsthistoriker mit Hochschulabschluss und zwei weiteren jämmerlichen abgeschlossenen Berufsausbildungen im Eisenbahnwesen.

Vielleicht sollte man den Pankower Rundlokschuppen am besten gleich abreißen und an seiner Stelle ein neues Möbelhaus oder Ähnliches errrichten? Da würden sich dann auch die Baukosten und Investitionen rentieren, denn die Leute möchten doch am liebsten shoppen.


Schönen Gruß,
Marc

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Tanja Dückers: Mein altes West-Berlin


Re: Pankow-Heinersdorf II – Favoriten!

geschrieben von: PKP-modelarz

Datum: 15.06.20 21:10

Hallo Marc,
warum soll ich denn Dir gegenüber beleidigend werden? Auch wenn ich eine Idee, sagen wir mal, nicht besonders zielführend finde, kann ich doch sachlich diskutieren...
Der Faden ist bis jetzt recht Substanzlos- deswegen ein paar Fragen:
Ich würde gerne wissen, wie Dein Museumskonzept konkret aussieht.
Was möchtest Du für Exponate ausstellen?
Wo willst Du sie beschaffen?
Welchen museumspädagogischen Ansatz hast Du Dir vorgestellt? Will heißen, sollen die Exponate begangen und angefasst und "bespielt" werden können.
Sollen Modelle zum Erfassen technischer, organisatorischer oder landschaftlicher Zusammenhänge erstellt werden? Wenn ja, wer wird diese fertigen. Ein Quadratmeter kommerziell gefertigter Modellbahn kann locker im mittleren vierstelligen Bereich angesiedelt werden.

Jetzt noch ein paar organische Fragen.
Wie soll das Museum organisiert sein? Als Verein oder als Betriebsgesellschaft einer wie auch immer gearteten Kapitalgesellschaft. Oder soll das ganze Projekt aus der öffentlichen Hand finanziert werden.
Welche Zusagen gibt es hier seitens des Berliner Senats?
Welche Pläne hat der Investor?
Wie steht es mit dem Denkmalschutz?
Welche Aussagen gibt es seitens der Denkmalbehörden?

Und dann gibt es so banale Dinge- die aber auch geklärt werden müssen.
Ist das Gelände gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar?
Wie sollen die Öffnungszeiten aussehen? Nur zu bestimmten Tagen? Gibt es dann genügend Parkplätze- oder werden dann alle Anliegerstraßen zugeparkt?
Soll es eine Gastronomie geben, und wie soll diese aussehen?
Wie sieht es mit den sanitären Anlagen aus?
Barrierefreiheit?
Daraus ergeben sich dann auch noch Fragen zur Verkehrssicherungspflicht.
Da gibt es auch noch so ein paar Kleinigkeiten, die sich aus der derzeitigen Situation ergeben...


Soweit meine Fragen

Viele Grüße
Christian

Link-Übersicht zu meinen Beiträgen [www.drehscheibe-online.de]

Re: Pankow-Heinersdorf II – Favoriten!

geschrieben von: Niederlausitzer

Datum: 15.06.20 22:24

Hallo, gestatte mir mal ein paar Antworten:

Ist das Gelände gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar?
Über Treppen kommt man zum S-Bahnhof Pankow Heinersdorf, für eine Barrierefreiheit brauchte es 2 Aufzüge. der vorhandene Aufzug ist für den Zugang nicht brauchbar

Gibt es dann genügend Parkplätze- oder werden dann alle Anliegerstraßen zugeparkt?
Es gibt dort einen Pendlerparkplatz, ob dieser praktikabel ist, bezweifele ich, bei Nutzung wäre eine Rampe oder ein 3. Aufzug nötig. Parken auf der anderen Seite geht auch nicht, Wohngebiet und bestandsgesicherte KGA. Bliebe parken auf dem Gelände selbst

Wie sieht es mit den sanitären Anlagen aus?
Das Gelände ist nicht mehr erschlossen, alle Ver- und Entsorgungsleitugen müssen neu gebaut werden, das sind einige hundert Meter.

Barrierefreiheit?
siehe oben

Daraus ergeben sich dann auch noch Fragen zur Verkehrssicherungspflicht.
welche jetzt? Einige Millionen für die Altlastensanierung? diese hat auf jeden Fall der Eigentümer.

Viele Grüße



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.06.20 22:30.

Re: Pankow-Heinersdorf II – Favoriten!

geschrieben von: Lalu

Datum: 15.06.20 23:42

Hallo Marc,

ich erlaube mir jetzt auch einmal meine Gedanken zu deinen Wünschen bezüglich dieses Objektes darzulegen. Ich nehme deinen formulierten Ansatz als Leitlinie. Zitat: „...Mein Anspruch besteht darin, auf gedanklicher Ebene Zusammenhängen herzustellen, vergessene Eisenbahnorte im Geiste wieder etwas aufleben zu lassen, vielleicht den einen oder anderen Eisenbahnfreund dabei ein wenig zu inspirieren, anzuregen...“

Das Objekt mit seiner Schwedlerkuppel ist als Baudenkmal anerkannt worden. Eine überragende inhaltliche Bedeutung ist nicht erworben worden. Es gibt neben dem Bau in Pankow noch einen baugleichen Schuppen in Rummelsburg, drei in Polen und einen in Rußland. Alle sind aufgrund ihrer Bauart unter Denkmalschutz gestellt worden. Somit wäre eine bahnbezogene Nutzung zwar erfreulich aber für den Wert des Denkmalschutzes nicht notwendig. Bis 2026 werden in die Anlagen des BW Schöneweide etwa 5,3 Millionen Euro für die Restaurierung „investiert“. Der Hauptanteil kommt vom Bund, vom Land und von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Und es gibt einen langjährigen Verein welcher sich um das „Inhaltliche“ kümmert. Auch in einer Stadt wie Berlin sind personelle und finanzielle Mittel nicht unendlich vorhanden. Ein zweites Objekt dieser Art ist somit „ausgeschlossen“. Eine anderweitige Finanzierung und Betreibung ist für dieses Objekt schwer vorstellbar.

Ein Erhalt des Rundschuppens in Pankow ist durch den Denkmalschutzstatus vermutlich gegeben. Sollte der angebotene Kompromiss des Eigentümers mit der Stadt Berlin umgesetzt werden, ist das Gebäude in seinem Bestand gesicherter als im jetzigen Zustand. Und somit für die Nachwelt weiter reell „erlebbar“. Wenn auch nicht in seinem ursprünglichen Zweck.

Dein Anspruch kann dennoch erfüllt werden. Mittels VR-Technik. Der jetzige Zustand lässt sich (relativ preiswert) dokumentarisch festhalten. Sozusagen als visueller Rundgang für die Ewigkeit. Einen Eindruck wie dies aussehen könnte erhält man z.B. hier: [www.360grad-world.de] Der vergangene Zustand ist ebenfalls mittels VR Experience realisierbar (nicht so preiswert) Einen Eindruck wie dies aussehen könnte erhält man hier: [timetravel.berlin] Das lässt sich soweit vorantreiben, dass man z.B. virtuell eine Diesellok starten könnte, eine Weiche umstellen könnte oder einen Wasserkran bewegen könnte. Es lässt sich die Geschichte an das BW Pankow somit erhalten. Die Realität wäre u.a. allerdings in Schöneweide. Diesen Ansatz zu verfolgen erscheint mir der geeignetste.

Grüße,
Lalu

Re: Pankow-Heinersdorf II – Favoriten!

geschrieben von: DuKabina?!

Datum: 16.06.20 07:42

Moin Lalu,

ich hoffe, dass Du zu den 3 Rotunden in Polen Bydgoszsz NICHT zählst, denn der Schuppen ist 2017 auf wundersame Weise verschwunden. Jedenfalls habe ich den Schuppen bei meiner Reise im Februar 2018 zum und vom Depeche Mode-Konzert in Gdansk nicht mehr gesehen, sondern dort eine freie Sandfläche.

Welche anderen neben Pila (der Schuppen hat vor einigen Jahren ein neues Dach und neue Verglasung in der Dachhaube erhalten) meinst Du denn?

Grüße
Jens

... We are not there yet, we have lost our soul, the course has been set, we're digging our own hole, we're going backwards, armed with new technology, going backwards, to a caveman mentality ...
Music and Lyrics Martin L. Gore (Depeche Mode; Album "Spirit" von 2017, Song "Going backwards"); dem ist leider nichts hinzuzufügen

Re: Pankow-Heinersdorf II – Favoriten

geschrieben von: Lalu

Datum: 16.06.20 08:42

Hallo Jens,

Mein bisheriger Kenntnisstand ist die Existenz folgender 6 Rundschuppen mit Schwedlerkuppel.

- Pankow (Gutachten: [www.denkmalrechtbayern.de] )
- Rummelsburg
- Piła/Schneidemühl
- Bydgoszcz/Bromberg
- Tczew/Dirschau
- Tschernjachowsk/ Insterburg

Ich war bisher 2 mal in Bromberg und beide Male sind schon mehr als 15Jahre her. Ein nun erfolgter Abriss des Gebäudes in Bydgoszcz/Bromberg wäre für mich eine neue und bedauerliche Information.

Grüße,
Lalu

Re: Pankow-Heinersdorf II – Favoriten

geschrieben von: DuKabina?!

Datum: 16.06.20 09:53

Moin Lalu,

stimmt, jetzt wo ichs lese, in Tczew steht auch so ein Bau. Der wird, wenn ich mich nicht irre (aber leider auch der Stand von vor mindestens 8 Jahren) sogar genutzt.

Aber bezüglich Bydgoszcz muss ich leider auf meine Beobachtung vom 10.02.2018 und 12.02.2018 verweisen. Da wo ich die Rotunde wähnte, war eine recht frische kahle Sandfläche.

Grüße und danke für die Aufstellung.
Jens

P.S.: auch Google-Earth meint:
Weg ist die Rotunde. Man kann aber noch sehr schön erahnen, wo das Ding stand (Sandfleck links neben dem Wasserturm).

... We are not there yet, we have lost our soul, the course has been set, we're digging our own hole, we're going backwards, armed with new technology, going backwards, to a caveman mentality ...
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.06.20 12:08.

Vielleicht eines Tages flotte Reiterinnen auf Füchsen?

geschrieben von: EP 5

Datum: 16.06.20 15:42

Hallo Christian,


danke für Dein relativ großes Interesse am Thema, gerne gehe ich - soweit wie möglich - auf Deine Fragen ein.



Ich würde gerne wissen, wie Dein Museumskonzept konkret aussieht. Was möchtest Du für Exponate ausstellen?

In erster Linie möchte ich Exponate ausstellen, die konkret mit der Geschichte des Bw Pankow und des Rangierbahnhofes zusammenhängen. Sonst besteht die Gefahr einer rein akkumulativen, zusammenhanglosen Ansammlung von Schienenfahrzeugen, wie schon oft beobachtet.

Demnach gehören Maschinen der entsprechenden Baureihen in die Ausstellung, die in diesem Beitragsfaden schon mehrmals von mir und anderen aufgeführt wurden.

Auch schöne Vitrinen mit den entsprechenden Modellen - auch von Güterwagen - wären aus meiner Sicht wünschenswert.

Ausstellen könnte man natürlich auch Relikte (Fotografien, Arbeitsanzüge, Werkzeuge etc.) von Eisenbahnern mit Bezug zum Bahnbetriebswerk. Nicht zu vergessen: Die Würdigung Wilhelm Schwedlers, dem Konstrukteur der konstruktiv anspruchsvollen Kuppel.

Von Bedeutung sind für mich auch Freiflächen für Sonderausstellungen und Veranstaltungen. Von diesen verspreche ich mir nicht nur prosperierende Besucherzahlen, sondern gerade vom Rundlokschuppen ein besonderes Raumerlebnis auf den Betrachter. Es bringt aus meiner Sicht überhaupt nichts, wie anderenorts jeden Winkel und jede Ecke mit Exponaten zuzustellen.



Wo willst Du sie beschaffen?

Diese Frage kann ich Dir nur ganz wage beantworten, da ich leider nicht der Museumsbahnszene angehöre. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich kein profunder Vereinstyp bin.

Wahrscheinlich wäre ich im Falle eines Falles auf Leihgaben anderer Museen angewiesen. Vielleicht lassen sich günstige Situationen schaffen, von denen beide Seiten (Eigentümer des Exponates und hypothetisches Museum) profitieren könnten. Mein Traum wäre ja auch, die eine oder andere Lok vom Schrottplatz zu retten und im vorgefundenen Zustand auszustellen. Sie müsste natürlich für die Geschichte des Bw Pankow als Baureihe relevant sein.



Welchen museumspädagogischen Ansatz hast Du Dir vorgestellt? Will heißen, sollen die Exponate begangen und angefasst und "bespielt" werden können. Sollen Modelle zum Erfassen technischer, organisatorischer oder landschaftlicher Zusammenhänge erstellt werden?

Beim museumspädagogischen Ansatz sind mir primär museumspädagogisch wertvolle beziehungsweise konzeptionell gutgemachte Führungen für alle Altersstufen sehr wichtig. Bei den Exponaten hätten bei mir konservatorische Richtlinien und sicherheitstechnische Faktoren allerhöchste Priorität. Andererseits sollte auch die Haptik in einem Museum nicht zu kurz kommen und auch das eine oder andere Exponat unter Aufsicht begehbar sein.

Bevor wir mit dem Organisatorischen weitermachen sind meiner Ansicht nach noch folgende Aspekte bei meinem Museumsgedanken von großer Bedeutung: Forschen, Sammeln und Bewahren!



Wie soll das Museum organisiert sein? Als Verein oder als Betriebsgesellschaft einer wie auch immer gearteten Kapitalgesellschaft. Oder soll das ganze Projekt aus der öffentlichen Hand finanziert werden.

Bei der Finanzierung des Museums beziehungsweise noch mehr an den Eigentumsverhältnissen stößt meine Idee dann doch an ihre Grenzen. Ich hatte mich mit meinem Anliegen bereits vor wenigen Wochen nicht nur einmal schriftlich an den Eigentümer– ohne dabei etwas einzufordern - gewandt, mit dem Ergebnis eher auf Desinteresse zu stoßen. Habe ich etwas anderes erwartet?

Gab es nicht Früher mal spendable Mäzene, die einem das eine oder andere Relikt zu einem symbolischen Preis für Projekte/Ideen überließen?



Welche Zusagen gibt es hier seitens des Berliner Senats?

An den Senat habe ich mich noch nicht gewandt aber an das Denkmalamt Pankow, das mein Anliegen mit großer Skepsis in Anbetracht des bereits bestehenden Technikmuseums betrachtet, zumal sich die Behörde bereits auf eigene Berater mit anderen Nutzungsideen stützt.

Das ist die eher etwas desillusionierende Ausgangslage, die einem Eisenbahnfreund wie mir nur wenig Spielraum lässt. Was mich nicht davon abhält, einige meiner Gedanken/Ideen im Forum zu äußern.


Sollte der seit Jahrzehnten leer stehende und zunehmend verfallende Rundlokschuppen dann doch eines Tages renoviert werden, können wir uns Eisenbahnfreunde ein paar Jahre später möglicherweise dann immerhin an flotte Reiterinnen auf Füchsen erfreuen oder uns vielleicht an üppigen Feinkost- und Gemüseständen im preußischen Rundlokschuppen des früheren Bw Pankow delektieren.



Schöne Grüße,
Marc



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"Der Bahnhof Zoo war eine Institution in West-Berlin. Groß, dunkel und schmuddelig hatte er eine düster-erhabene Aura."

Tanja Dückers: Mein altes West-Berlin






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.06.20 16:11.

[?] zur Rundhausliste

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 16.06.20 15:44

Hallo „Lalu“,

wie verhält sich das denn mit Mohon [www.flickr.com], [www2.culture.gouv.fr] und Amagne-Lucquy [www.drehscheibe-online.de]?

a) Befindet sich darauf demnach also keine Schwedlerkuppel und, falls doch,
b) gibt’s diese Schuppen dann also gar nicht mehr?



Gruß

Walter
_____________
(Edit: Link repariert)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.06.20 15:52.

Re: [?] zur Rundhausliste

geschrieben von: Lalu

Datum: 16.06.20 16:36

Hallo Mikado-Freund,

zu a.)

die erwähnten Gebäude sind charakteristisch für ihre Schwedlerkuppel („die Versteifung der Kuppel aus viereckigen Maschen mit Diagonalverbindungen“) - Es ist keine Aufstellung von Rundlokschuppen im allgemeinen. Diese gab es viel häufiger. - Sie wurden benannt nach dem preußischen Baubeamten Johann Wilhelm Schwedler [www.b-tu.de]. Nicht zu verwechseln mit dem Westberliner Bausenator Schwedler aus der Nachkriegszeit. Dieser wurde „berühmt“ durch die von ihm veranlasste und der Reichsbahn bezahlten Sprengung des Anhalter Bahnhofes. Natürlich nicht ohne ein „Gefälligkeitsgutachten“ eines Mitarbeiters aus der Denkmalbehörde. Die Reste liegen jetzt wohl für immer auf dem Teufelsberg.

zu b.)

fehlt mir die Kenntnis für eine Beantwortung.

Grüße,
Lalu



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.06.20 16:38.
Hallo Marc,
schön, daß Du auf meinen Beitrag geantwortet hast. Das habe ich so nicht erwartet...
Ich hatte Dich nach Deinem Konzept und daraus folgend die entsprechenden Exponate gefragt.
Sinngemäß antwortest Du- die konkret mit dem Bw verbunden sind.
Ja welche sind es denn jetzt ganz konkret? Am einfachsten stelle ich mir noch die Beschaffung von Fotografien und Akten vor. Nur dazu musst Du auch den Eigentümern den Konzept klar und deutlich kommunizieren. Originale Werkzeuge oder Arbeitsanzüge, Werkbänke wirst Du wohl kaum noch bekommen- zumindest wenn sie Bezug zu Pankow haben sollen. Ähnlich sieht es wohl auch mit Fahrzeugen aus...
Du sprichst von Vitrinen mit Modellen. Gut- Du weißt auch was das kostet? Du kennst die Modelle aus dem VMD? Ich kenne mehrere 5"- Lokomotiven, da haben die Erbauer (alles Facharbeiter mit entsprechendem Maschinenpark) mehrere Tausend Stunden zugebracht.
Selbst für die nicht betriebsfähigen (!) Stephan- Modelle im VMD würde ich, bei vollständigen Zeichnungssätzen mit mindestens 2000 Stunden rechnen. Bei vorsichtiger Kalkulation darfst Du € 85,- plus Steuer annehmen.
Und da sind wir beim nächsten Problem, der Beschaffung der Exponate. Gut, Vitrinen und Modelle kann man bestellen- muß sie aber auch bezahlen.
Deine Vorstellung, Leihgaben aus anderen Museen zu bekommen, halte ich für völlig absurd!
Lokomotiven vom Schrottplatz? Welche, und viel wichtiger, von welchem Schrottplatz? Und selbst da müsste zu mindest der Schrottpreis bezahlt werden. Dann käme noch der Transport hinzu.
Wer möchte noch Schrott sehen? Mich holst Du da nicht hinter dem Ofen vor.
Ich erwarte hier mindestens vollständige Exponate mit einer dezenten Patina... Wie gesagt, Mulhouse, York oder Utrecht sind hier der Maßstab.
Die Finanzierung, schreibst Du, sei das größte Problem. Auf einen Mäzen hoffen? In welcher Welt lebst Du eigentlich?
Damit ist auch Dein Anspruch, qualifizierte Führungen anzubieten, perdu! Diese Mitarbeiter machen das nicht für einen feuchten Händedruck- der im Moment obsolet ist.
Die Skepsis (scheint mir aber ein Euphemismus zu sein- eine abschlägige Antwort trifft es wohl eher) des Denkmalamtes kann ich voll und ganz nachvollziehen. Immerhin gibt es ja das Technikmuseum, die Kollegen in Schöneweide sind ja auch nicht ganz untätig.
Du schreibst, das Forschen, Sammeln und Bewahren sei Dir wichtig. Aber was willst Du den sammeln? Gut, Bewahren kann man das Bw- aber das kostet- und Deine Finanzierung steht ja wohl auf tönernen Füßen.
Forschen kannst Du auch ohne Schuppen...
Dazu reichen Archive und Bibliotheken und auch das Internet.

Deinem Post entnehme ich, daß Du außer ein paar Zeilen an Eigentümer und Denkmalamt keinerlei Vorleistung erbracht hast. Du sonderst lediglich Worthülsen im Marketingstil ab. Schau bei den Kollegen vorbei, um zu sehen, wie Museum geht. Dazu kannst Du wahlfrei auch die Museumseisenbahner Deiner Wahl besuchen- und viel wichtiger mal richtig anpacken! Wenn Du weißt, WIE Museum geht- kannst Du Dich ja Deinen Hirngespinsten (nichts anderes ist es) widmen. So lange Du keine konkreten Ansagen: was, wann, wie und warum machst wirst Du keine Mitstreiter für dieses Projekt finden. Die wollen nämlich irgendwann sehen, für was sie ihre Zeit aufgewendet haben. Für warme Luft bestimmt nicht.
Also, wenn Dir das Bw so am Herzen liegt- fang an Fakten zu schaffen...
die da wären
Bausicherung, eine Horde Mitstreiter. Mach einen Business-Plan Wer, Was, Wann, Wieviel. Also keine Dampfplauderei, so wie sie hier zu lesen ist...
Komm endlich in der Realität an!
Ich bin der Meinung, das Bw ist als Reit- oder Markthalle besser aufgehoben.

Soweit meine Gedanken
Viele Grüße
Christian

Link-Übersicht zu meinen Beiträgen [www.drehscheibe-online.de]




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.06.20 23:41.
Moin Christian,

die Antwort von EP 5 ist genau so mager ausgefallen, wie ich sie erwartet habe, nämlich ohne einen Hauch von Substanz. Deine Einstufung von EP 5 als Dampfplauderer teile ich vollständig.

Nur wir müssen da jetzt übelst aufpassen, da mit dieser Charkterisierung des Museumsexperten EP 5 denunzieren wir ihn (zumindest mal nach dessen Lesart). Ich hatte EP 5 beim letzten Sinnlosthread zum Bw Pankow schon als Dampfplauderer bezeichnet und durfte mir anhören, dass ich ihn denunzieren würde.

Tja Luftschlossideen hat der Typ ja, aber nicht das Kreuz Gegenrede und Gegenwind einzustecken.

Grüße
Jens

U.N.V.E.U.

... We are not there yet, we have lost our soul, the course has been set, we're digging our own hole, we're going backwards, armed with new technology, going backwards, to a caveman mentality ...
Music and Lyrics Martin L. Gore (Depeche Mode; Album "Spirit" von 2017, Song "Going backwards"); dem ist leider nichts hinzuzufügen
Tja, lieber DuKabina, weil du selber zum Thema BVG häufig zum "Dampfplauderer" wirst und mit "Luftschlossideen" unterhälst.
Für den Einen ist ein Sinnlosthread, für den Anderen macht es Sinn, Ideen/Diskussionen anzustoßen, auch wenn etwas die Kompetenz fehlt.
Aber die fehlt dir beim Thema BVG auch. (-:
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.06.20 10:46.
Boldur,

nur weil ich gewisse Defizite Deines Lieblingsmobilitätsdienstleisters hin und wieder anmerke, sprichst Du mir die Kompetenz ab? Ich darf diese Defizite als täglicher Nutzer der BVG regelmäßig erleben. Folglich habe ich die Kompetenz die Fehlleistungen dieses Unternehmens auch wieder zu geben.

Du machst Dich mit dem Anwurf aber ganz schön lächerlich. Naja, wenn man sonst nichts Sinnstiftendes beizutragen hat, haut man mal eben so einen Kalauer raus, wie ärmlich von Dir.
Weise mir mal im Bezug auf die BVG Dampfplauderei und Luftschlossideen nach. Nur zu, ich bin gespannt. Dir fehlen offenkundig noch ganz andere Kompetenzen.

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Hallo,


hier wäre auch noch einmal ein bedeutender Punkt, den ich bei dieser Diskussion hervorheben möchte.


Hier kommen doch einige große Unterschiede im Intellekt zum Vorschein. Man muss nur die Antwortformate von Lalu, den ich nicht zuletzt wegen seiner Sachlichkeit und seines Fachwissens hier im Forum sehr schätze, mit denen des ein oder anderen sich selbst zunehmend desavouierenden, vielleicht auch etwas bedauernswerten Denunzianten vergleichen.

Ich hoffe nicht, dass sich die Museumsbahnszene mur aus solchen aus meiner Sicht schlechten Beispielen, wie hier beschrieben, zusammensetzt. Vielleicht besteht auch ein direkter Zusammenhang zwischen den Verhaltensmustern solcher Charaktere, die in den entsprechenden Vereinen organisiert sind, und dem hier oft thematisierten Nachlassen des Interesses der breiten Bevölkerung an Eisenbahngeschichte?

In diesem Zusammenhang fielen in meinem vorherigen Beitrag über das Bw Pankow auch schon mal vom Denunziantentum Begrifflichkeiten wie "Kameradschaft", was mich schon von vornherein von einer Mitgleidschaft in einem solchen Verein abschrecken würde, von Spendenbereitschaft ganz zu schweigen.


Schöne Grüße,
Marc

"Der Bahnhof Zoo war eine Institution in West-Berlin. Groß, dunkel und schmuddelig hatte er eine düster-erhabene Aura."

Tanja Dückers: Mein altes West-Berlin






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.06.20 12:57.
Hallo EP 5,

offenkundig bist Du so dünnhäutig, wenn es Leute gibt, die Deinen Gedanken aus sachliche Argumenten heraus Träumertum und Dampfplaudertum in Dir sehen, dass Du nicht mal die Bedeutung des Wortes denunzieren / Denunziant auf der Pfanne hast.

Wenn Dich jemand denunziert, dann verpfeifft Dich auf deutsch jemand wegen irgendwas bei irgendwem. Das hat weder jemand im "alten" Pankow-Thread gemacht, noch hier.

Der Brüller ist aber, dass Du Dich allen gegenüber, die Dir völlig zu Recht Tagträumerei im Bezug auf das Bw Pankow vorwerfen und diesen Vorwurf auch akkurat belegt haben, intellektuell überhöhst.

Damit machst Du Dich, EP 5, ein Stück weit lächerlich.

Grüße
Jens

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.06.20 14:00.
Hallo,


wie könnte man denn eine Person noch bezeichnen, die andere verbal versucht vor anderen zu diffamieren?

Ich gehe gerne noch einmal auf die Diffamierungen des Users „DUKabina?!“ gegenüber mir und anderen ein.

Sie bestehen zum Beispiel darin, indem er meine Beiträge, die unter anderem den Verfall des bedeutenden Baudenkmals "Rundlokschuppen" und die Verwahrlosung weiterer unter Denkmalschutz stehender Bahnbauten in Pankow Heinersdorf beziehungsweise einen aus meiner Sicht bestehenden Missstand thematisieren, besonders abwertend als „Sinnlosthread“ oder als „Dampflokplauderei“ bezeichnet.

Eine solche Kritik ist gegenüber meiner Veröffentlichung einseitig, unsachlich beziehungsweise polemisch. Ich finde es in diesem Zusammenhang ziemlich rätselhaft, dass er immer wieder meine Beiträge – für ihn „Sinnlosthreads“ - aufruft. Ist ein solch widersprüchliches Verhalten nicht schon ein wenig schizophren? Ich frage mich oft, was konkret hinter diesem permanenten Mobben steckt?

Diffamierungen des Users finden auch statt, indem er andere hier im Forum implizit als lächerlich, als ärmlich oder gar als inkompetent [www.drehscheibe-online.de] tituliert.

Vor diesem Hintergrund fand ich den Begriff Denunziant für ihn schon ziemlich zutreffend, obwohl das Wort im engeren Sinne jemanden bezeichnet, der andere im negativen Sinne anzeigt.

Vielleicht gibt es für diesen Menschentypus noch zutreffendere Bezeichnungen? Mir würde hierzu wegen der Bösartigkeit hinter den Aussagen noch der Begriff Zyniker einfallen.


Schöne Grüße,
Marc

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Tanja Dückers: Mein altes West-Berlin






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.06.20 20:20.
Will ich Dir sagen, weil es nämlich sonst nach Schrottplatz aussieht.

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Es kommt aber auch drauf, was man unter Schrott versteht. z. B mit einer braungerosteten 52er aus Hermeskeil oder Falkenberg machst Du nichts mehr her. Eher schon mit einem Exponat, was die Spuren des Betriebes noch aufweist. Aber die gibt es schon im DTM.

Viele Grüße



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.06.20 21:16.
Hallo Kollege,
ich glaube, daß wir hier nicht weiter diskutieren müssen. Der Kollege Fadeneröffner ist beratungsresistent. Wohlmeinende Ratschläge werden in den Wind geschlagen.
Auf konkrete Fragen antwortet er mit substanzlosem Marketinggewäsch. Auch ansonsten verbreitet er nur warme Luft.
Er sollte zunächst selber aktiv werden- und er handfeste, belastbare Fakten vorweisen. Das wird m.E. genauso wenig geschehen, wie er konkrete Antworten gegeben hat.
Der Schuppen ist, glaube ich, als Markt- oder Reithalle- meinetwegen auch als Autohaus besser aufgehoben.

Soweit meine Gedanken
Viele Grüße

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>Der Schuppen ist, glaube ich, als Markt- oder Reithalle- meinetwegen auch als Autohaus besser aufgehoben.

Hallo,

warum auch nicht. Autohaus ist aber nun nicht gerade mein Favorit, Pferde sind mir völlig egal. Ich werde das nur nicht beeinflussen können.
Eine Erhaltung wäre mir aber alle mal lieber als wenn da irgend so ein Standard-Abschreibungsbau hinkäme, schon aus städtebaulicher Sicht.

>Er sollte zunächst selber aktiv werden- und er handfeste, belastbare Fakten vorweisen.

Da muss er aber Verbündete suchen und finden. Allein wird das nichts.
Aber auch nur sowas kostet einiges an Geld.

Viele Grüße



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.06.20 22:43.

Re:

geschrieben von: PKP-modelarz

Datum: 17.06.20 23:12

Warum beschimpfst Du eigentlich die Kollegen? Nur weil sie Deine Idee nicht sonderlich berauschend finden. Das ist schon eine schwache Nummer.
Nun- mit Verlaub- ich halte Deine Hirngespinste von einem Eisenbahnmuseum für maximal schw...., äh illusorisch. Zumal Du auch keinerlei tragbare Konzepte vorweisen kannst. Es gibt Deinerseits keinerlei Vorleistung, auf deren Basis weiter gemacht werden kann. Auf konkrete Fragen antwortest Du mit substanzlosem Gesabbel.

Statt die Kollegen, die wissen- wie Museum geht, anzugehen, solltest Du Dich eigentlich in Demut üben. Es ist auch nicht unbedingt ein guter Stil- ohne jegliche Vorleistung, Sach-, Geld- oder andere Leistungen einzufordern (auch wenn Du es nicht so artikulierst). Aber die Bemerkungen zum Mäzenatentum oder den Leihgaben sprechen eine deutliche Sprache.

Komm endlich in der Realität an! Ein weiteres Museum ist nicht notwendig. Ich denke auch, daß der Schuppen als Reit- oder Markthalle aufgehoben ist.

Soweit meine Gedanken

Achso: den Unterschied zwischen Denunziation und Diffamierung kennst Du? Wobei Dich hier keiner Diffamiert hat- man hat Dir lediglich deutlich die Meinung gesagt...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.06.20 23:13.
Aber auch Verbündete wollen Konzepte sehen.
Bisher gibt nur heiße Luft....

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Bloss keine Reithalle!

geschrieben von: Peter

Datum: 18.06.20 07:35

Hallo!

Niederlausitzer schrieb:
>Der Schuppen ist, glaube ich, als Markt- oder Reithalle- meinetwegen auch als Autohaus besser aufgehoben.
Bloss keine Reithalle aus der Rotunde machen!
Ich hasse Pferde. Sie wiehern mich an.

Es gruesst

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.

Re: Bloss keine Reithalle!

geschrieben von: PKP-modelarz

Datum: 18.06.20 08:02

Hallo Peter,
ich finde die Idee gut- ist ja auch von mir 😆
Das wäre dann wenigstens ein Alleinstellungsmerkmal.
Damit wäre dann auch das Gebäude in guten Händen und die Erhaltung gesichert.

Viele Grüße
Christian

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Re: Gute Idee

geschrieben von: EP 5

Datum: 18.06.20 10:02

Hallo Klaus,


ich bedanke mich nachträglich für Deine Rückmeldung, über die ich mich gefreut habe.


Bei meinem Beitrag handelte es sich um ein Gedankenspiel mit einigen Ideen, zu den Gegebenheiten in Pankow-Heinersdorf, nicht zuletzt um die an diesem Ort zunehmend verfallenden Bahnrelikte bei uns Eisenbahnfreunden nicht völlig in Vergessenheit geraten zu lassen.

Die Arbeit hat mir große Freude bereitet und ist zu meiner Überraschung auf ein relativ großes Interesse gestoßen, zumal bereits schon vorher ein ähnlicher Beitrag von mir in dieses Forum gestellt wurde, der offensichtlich immer noch von vielen gelesen wird!


An dieser Stelle möchte ich mich bei folgenden Foristen bedanken: Bei Helmut Philipp für seine kritische aber sachlich formulierte Fragestellung hinsichtlich der Finanzierung eines Museumsprojektes, bei bahamas für die Rückendeckung, bei Pio für die Nennung jener einst das Bw Pankow prägenden Diesellokbaureihen der ehemaligen DDR, bei Fridolin Kiesewetter für seinen amüsanten beziehungsweise lesenswerten Beitrag „Spielzeug für große Buben“, bei Klaus B. Holzborn, dass er mir wegen des Bildes verziehen hat, bei Boldur für seine Perspektivübernahme, bei Lalu für seine realistische und sachliche Einschätzung der Sachlage und für die Fülle an Informationen zu den unter Denkmalschutze stehenden Bahn-Relikten und natürlich bei Peter für seinen kritischen, mir durchaus nachvollziehbaren Einwand hinsichtlich einer späteren Nutzung des preußischen Rundlokschuppens als Reithalle. Mit so etwas müssen wir ja rechnen, ich persönlich tippe ja immer noch auf ein großes Möbelhaus.


Übrigens würde ich mich über ähnliche Beiträge in diesem Forum freuen, in denen brachliegende, in Vergessenheit geratene oder anderweitig genutzte Bahnbetriebswerke vielleicht mit einigen geschichtlichen Aspekten und eigenen Vorstellungsbildern einfach mal vorgestellt werden.



Schöne Grüße,
Marc


IMG_6386 - Kopie.JPG

"Der Bahnhof Zoo war eine Institution in West-Berlin. Groß, dunkel und schmuddelig hatte er eine düster-erhabene Aura."

Tanja Dückers: Mein altes West-Berlin


Wer wer dann da heute nachmittag auf der Brücke schon wieder rumknipsen?