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 15 - Museumsbahn-Forum 

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Dieses Forum dient dem Erfahrungsaustausch über den Erhalt und Betrieb historischer Fahrzeuge. Dazu zählen auch Beiträge zu Bahnen, die planmäßig Dampfbetrieb anbieten, sowie Touristikbahnen, die nicht der Definition von Museumsbahnen im strengeren Sinne entsprechen.
Dieses Forum dient NICHT zum Veröffentlichen von Sichtungsbildern - diese gehören in die Bild-Sichtungen. Bildberichte über Museen und historische Fahrzeuge, sowie die damit in Verbindung stehende Infrastruktur sind jedoch willkommen.
Für Veranstaltungsankündigungen bitte die Termine-Seiten verwenden. Weiterführende Informationen sind hier gestattet, Berichte über Veranstaltungen aber bitte auf eine Diskussion je Veranstaltung begrenzen. Berichte über Veranstaltungen aus früherer Zeit (älter als 10 Jahre) sind nach wie vor im Historischen Forum willkommen.
Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB
[www.openpetition.eu]
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Danke sagt Yannis



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.20 17:26.

Worum geht es hier

geschrieben von: PKP-modelarz

Datum: 13.03.20 18:29

eigentlich?
Eine kurze Information wäre hilfreich

Meint
Christian,
der nicht jedem Link nachgeht

Link-Übersicht zu meinen Beiträgen [www.drehscheibe-online.de]
Jürgen aus Stuttgart schrieb:
Muss man eigentlich jede Misswirtschaft unterstützen?


Lieber Jürgen aus Stuttgart: Dann nenn doch mal Ross und Reiter,damit ich Westfale verstehen kann was Du mit Misswirtschaft im besagten Fall meinst. Du scheinst ja über weitreichende Informationen zu verfügen.
Ein schönes Wochenend
Dietmar Kunen
Blocksiesel



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.03.20 20:55.
Ich bin alles andere als ein Insider, aber liest du hier:
[www.meinbezirk.at]

Die angeschafften Fahrzeuge rosten mittlerweile dort vor sich hin.
Hallo Jürgen,

der Link belegt ja daß dein Kommentar bar jedes Sachverstands ist. Es sind dort ja nur die Aussagen des Bahndirektors sachkundig während der Verein nur rumnölt. Daß die Wagen angeschafft und dabei die erforderliche Oberleitung "vergessen" wurde glaubt ja kein Mensch. Daß die Wagen "zu stark" seien ist noch so ein Blödsinn, denn Leistungsdrosselung wäre recht einfach herstellbar.
Ich erspar mir mal weitere Vergleiche der Technik, denn das hatte die Achenseebahn schon vor dem Kauf gemacht.
Es wäre schön, wenn man bei der Achenseebahn einen wirklichen Nahverkehr einrichten würde und die Dampfloks geschont und nur noch die "Touristenbespassung" übernehmen müssten.

Gruß
Michael
Michael Staiger schrieb:
Hallo Jürgen,

der Link belegt ja daß dein Kommentar bar jedes Sachverstands ist. Es sind dort ja nur die Aussagen des Bahndirektors sachkundig während der Verein nur rumnölt. Daß die Wagen angeschafft und dabei die erforderliche Oberleitung "vergessen" wurde glaubt ja kein Mensch. Daß die Wagen "zu stark" seien ist noch so ein Blödsinn, denn Leistungsdrosselung wäre recht einfach herstellbar.
Ich erspar mir mal weitere Vergleiche der Technik, denn das hatte die Achenseebahn schon vor dem Kauf gemacht.
Es wäre schön, wenn man bei der Achenseebahn einen wirklichen Nahverkehr einrichten würde und die Dampfloks geschont und nur noch die "Touristenbespassung" übernehmen müssten.
Unter Draht dann eine weitere Zirkusbahn mehr...

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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[m.facebook.com]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]
Hallo Matthias,

für nichts anderes machen heutzutage nun mal Dampfloks Sinn.
Und für einen zielführenden und umweltfreundlichen Nahverkehr bei 16% Steigung brauchts halt einen elektr. Antrieb.
Interessant ist der "Anti-Zahnradbahnverein", die beklagen sich daß die Bahn "durchs Schlafzimmer fährt" - sicherlich war die Bahn aber lange vor dem Schlafzimmer da. Aber noch besser find ich die "Nachberechnung" der Zahnstange als ob das nicht gemacht worden wäre.
Naja, ist halt doch nicht nur ein deutsches Problem.

Gruß
Michael



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.03.20 19:11.
Guten Abend Michael Staiger,

auch wenn ich nun nicht unbedingt den etwas polemischen Begriff "Zirkusbahn" gebrauchen würde, aber als Technikhistoriker muss ich mich hier ganz klar der Aussage vom EK-Kollegen Matthias Muschke anschließen: Der derzeit noch bestehende bahngeschichtliche Wert der Achenseebahn besteht ja gerade in ihrer weitgehend unverändert erhaltenen Authentizität als über 130-jährige Dampfzahnradbahn (dass es im Umfeld der Strecke und auch bei den Betriebseinrichtungen der Achenseebahn selbst seither einige Veränderungen gegeben hat, ist vollkommen natürlich und mindert den eigentlichen historischen Wert der Bahn nicht!).

Man sollte lieber dieses echte Alleinstellungsmerkmal unter allen alpenländischen Zahnradbahnen (selbst die Schafbergbahn oder die BRB in der Schweiz als weitere Dampfzahnradbahnen sind von einem "historisch wertvollen" Betrieb meiner Meinung nach schon viel zu sehr abgerückt) einfach deutlich besser Vermarkten, hier liegt wohl eher das Problem. Außerdem könnte man den Betrieb besser an die Bedürfnisse der Kunden anpassen, z. B. Fahrten nach Bedarf statt nach starrem Fahrplan oder den Fahrplan flexibilisieren. Das dürfte sich mit einer besseren Organisation und einer modernen Umsetzung des dortigen Zugleit- bzw. Zugfolgebetriebs auch ohne "äußerlich sichtbare" Eingriffe in Fahrzeuge und Strecke realisieren lassen. Man müsste es nur wollen, aber da scheint es ebenso zu mangeln, was nun wirklich sehr bedauerlich ist...

Stattdessen werden dort absolute Hirngespinste von einer elektrifizierten "Regionalzahnradbahn" aufgemacht, die ja auch nicht gerade billig ist. Wer in den letzten Jahren mal mit der Zugspitz- oder Wendelsteinbahn gefahren ist weiss, worauf ich hinaus will (beide Betriebe werden übrigens trotz der horrenden Fahrpreise nach wie vor vom bayerischen Staat bezuschusst!) Eine modernisierte Achenseebahn dürfte zudem kaum noch touristisch attraktiv sein, denn anders als bei den bereits genannten Bahnen oder den anderen Alpen-Zahnradbahnen ist am Achensee eher die Fahrt das Erlebnis und weniger das vergleichsweise unspektakuläre Ziel. Leider passt dass aber ganz gut in den dortigen "Alpenwahnsinn" des immer Größer, Höher und Weiter, bis Mitte dieses Jahrhunderts dann wohl der letzte Schnee auch in den höheren Lagen gefallen sein wird! Verkehrstechnisch liegt die Achensee-Bundesstraße im Übrigen wirklich günstiger zu den Anrainergemeinden der Achenseebahn und auch auf direkterem Wege von dort nach Jenbach, so dass ich mich frage, warum für die ohnehin alle seit Langem busfahrenden Anwohner hier nicht stattdessen ein ideal passender und zu einer elektrifizierten Zahnradbahn gleichwertig umweltfreundlicher Oberleitungsbusbetrieb eingerichtet wird?! Muss man nicht verstehen!

Ich hoffe jedenfalls sehr, dass bei der großartigen Achenseebahn Alles beim Alten bleibt!


Viele Grüße an das DSO-Forum, A. Bergner
Leider kann bei der Achenseebahn nicht alles beim Alten bleiben. Für uns Eisenbahnfans ist es toll, eine Bahn zu erleben, die faktisch seit 1889 unverändert betrieben wird. Uns sollte aber klar sein, dass dies mit -gemessen am Aufwand- sehr günstigen 31 Euro pro Fahrkarte auf Dauer nicht zu haben ist. Und trotzdem waren die Züge oftmals alles andere als ausgebucht. Entweder wird in die historisch wertvolle Bahn deutlich mehr als bisher investiert, oder sie verschwindet. Viele Nadelstiche haben der Bahn zugesetzt: Der bizarre Geschäftsführer- Rechtsstreit und eine Bürgerinitiative, in der Elektrifizierungsfeinde und "Stinkebahn"-Gegner gemeinsam auftreten. Dazu zahlreiche Böschungsbrände und technische - teilweise sicherheitsrelevante- Pannen. Dann der Versuch, für fast kein Geld einen elektrischen Betrieb hinzuzaubern. Das hält auch ein schlachtenerprobter Dino wie die Achenseebahn auf Dauer nicht aus.
Irgendwo muss Geld her, und zwar schnell, ehe das Team der Achenseebahn um ihren neuen Betriebsdirektor auseinanderfällt. Der hatte nicht die Zeit ( und die Unterstützung ?) , das ambivalente Verhältnis -welches in Jenbach und Innsbruck gegenüber der Achenseebahn herrscht- zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Offenbar haben sich in der Politik vorerst die Stimmen durchgesetzt, welche sich mit der Bahn nicht mehr identifizieren wollen.
Hallo A. Bergner,

als reine Dampfbahn im historischen Zustand ist sie doch nur für die Touristen interessant. Im derzeit sehr "nationalistisch" geprägten Österreich wird die Bahn dann kaum überleben können.
Ein umweltschonenderes Verkehrsangebot neben der Strasse könnte m. E. die Aktzeptanz bei den Einheimischen deutlich erhöhen, da die ja schon wissen was sie an ihrer schönen Landschaft haben.
Den Hauptnutzern des Dampfbetriebs wäre ein Fahrdraht sicherlich egal und der Ursprungs-Charakter der Bahn zeigt sich ja schon jetzt nur noch in den historischen Fahrzeugen. Die Bahnanlagen und Gebäude sind ja relativ zeitgemäß angepasst an heutige Bedürfnisse. Beim Brandschutz musste es halt leider erst passieren.
Was für eine Modernisierung der Bahn sinnvoll ist (Elektifizierung, Streckenverlängerung, Barrierefreiheit) muß und wird vor Ort entschieden. Was der alleinige Dampfbetrieb einbringt ist ja bereits bekannt - es reicht wohl nicht?

Gruß
Michael



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.03.20 09:49.
Michael Staiger schrieb:
Hallo A. Bergner,

als reine Dampfbahn im historischen Zustand ist sie doch nur für die Touristen interessant. Im derzeit sehr "nationalistisch" geprägten Österreich wird die Bahn dann kaum überleben können.
Ein umweltschonenderes Verkehrsangebot neben der Strasse könnte m. E. die Aktzeptanz bei den Einheimischen deutlich erhöhen, da die ja schon wissen was sie an ihrer schönen Landschaft haben.
Den Hauptnutzern des Dampfbetriebs wäre ein Fahrdraht sicherlich egal und der Ursprungs-Charakter der Bahn zeigt sich ja schon jetzt nur noch in den historischen Fahrzeugen. Die Bahnanlagen und Gebäude sind ja relativ zeitgemäß angepasst an heutige Bedürfnisse. Beim Brandschutz musste es halt leider erst passieren.
Was für eine Modernisierung der Bahn sinnvoll ist (Elektifizierung, Streckenverlängerung, Barrierefreiheit) muß und wird vor Ort entschieden. Was der alleinige Dampfbetrieb einbringt ist ja bereits bekannt - es reicht wohl nicht?

Gruß
Michael
Hallo Michael,

keine modernisierte Regionalverkehrsstrecke trägt sich selber und auch keine Museumsbahn, insofern hinkt der Vergleich. Man sollte sich trotzdem bemühen die Bahn jetzt als ganzes in ihrer bisherigen Form zu erhalten, Geld kostet es so oder so. Hier haben wir aber auch wieder das grundsätzliche Problem des Denkmalschutzes, der offenbar nicht definieren kann, was da eigentlich "geschützt" ist?! Zur Erinnerung - alle verbliebenen DDR-Schmalspurbahnen standen unter Denkmalschutz - aber was genau? Fahrzeuge, Infrastruktur oder Hochbauten waren es offenbar nicht... Ich habe kürzlich eine Diskussion mit einer Denkmalschutzbehörde gehabt - diese haben mir erklärt die (in wesentlichen Teilen seit 100 Jahren originale) Strecke wäre nicht erhaltungswürdig, da keine "herausragende ingenieurstechnische Leistung"... Unveränderte, erhaltenswerte Infrastruktur, Hochbauten oder Sicherungstechnik kommen bei den Damen und Herren offenbar nicht vor, ebenso die Erkenntnis das denkmalgeschützte Fahrzeuge idealerweise einen ebensolchen Fahrweg brauchen.

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]
Hallo matthias,

es geht m. E. nicht so sehr um Rentabilität sondern um Nutzen und Aktzeptanz für und durch die Einheimischen, denn daran scheint es etwas zu mangeln?

Gruß
Michael