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 15 - Museumsbahn-Forum 

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Dieses Forum dient dem Erfahrungsaustausch über den Erhalt und Betrieb historischer Fahrzeuge. Dazu zählen auch Beiträge zu Bahnen, die planmäßig Dampfbetrieb anbieten, sowie Touristikbahnen, die nicht der Definition von Museumsbahnen im strengeren Sinne entsprechen.
Dieses Forum dient NICHT zum Veröffentlichen von Sichtungsbildern - diese gehören in die Bild-Sichtungen. Bildberichte über Museen und historische Fahrzeuge, sowie die damit in Verbindung stehende Infrastruktur sind jedoch willkommen.
Für Veranstaltungsankündigungen bitte die Termine-Seiten verwenden. Weiterführende Informationen sind hier gestattet, Berichte über Veranstaltungen aber bitte auf eine Diskussion je Veranstaltung begrenzen. Berichte über Veranstaltungen aus früherer Zeit (älter als 10 Jahre) sind nach wie vor im Historischen Forum willkommen.
Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB
Angemeldet: - Seiten: 1 2 All
Heute möchten wir von der Dampf-Kleinbahn Mühlenstroth über den aktuellen Stand der Walter Seidensticker Eisenbahn Stiftung informieren.

1974 begann Walter Seidensticker neben Modellbahnen auch originale Eisenbahnfahrzeuge zu sammeln, um sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Durch seine Liebe zur Eisenbahn ist eine deutschlandweit einzigartige Sammlung entstanden. Um diese langfristig zu sichern, hat er sich bereits früh um eine dauerhafte Lösung bemüht und im Jahr 2010 seine Sammlung in eine Stiftung übertragen - die Walter Seidensticker Eisenbahn Stiftung. Die Stiftung fördert darüber hinaus gemeinnützige Vereine, die historische Eisenbahnen betreiben oder den Zweck der Sammlung und Ausstellung der historischen und technischen Entwicklung des Eisenbahnwesens verfolgen.

Im Jahr 2016 entstand zwischen dem Verein und der Stiftung die Idee für ein zukünftiges regional geschichtliches Eisenbahnmuseum. Aus dieser Idee heraus entwickelte der Verein das Projekt „Ausstellungshalle für das Westfälische Kleinbahn- und Dampflokmuseum“.

Im Vorgriff auf die gesamte Übernahme der Walter Seidensticker Eisenbahn Stiftung sind mit Wirkung zum 01.03.2020 die folgenden Stiftungsgüter in das Eigentum der DKBM übergegangen:

• DKBM Lok 4 „Nicki + Frank S“ (Henschel 25982/1941)
• DKBM Lok 8 „Phillip S“ (Henschel 12202/1913)
• DKBM Lok 9 „Francesca S“ (Henschel 25325/1942)
• DKBM Lok 12 „Mecklenburg“ (Orenstein&Koppel 12518/1934)
• DKBM Motordraisine 90 „Valerie D“ (Beilhack 2623/1953)
• DKBM Geschlossener Güterwagen 419
• Schlepptender zu KDL11 (Franco Belge 2822/1944)

Mit großem Dank für das in uns gesetzte Vertrauen freuen wir uns, das Projekt stetig vorantreiben zu können. „Walter Seidenstickers Wunsch wird damit Wirklichkeit, dass die Sammlung in ihrer Ganzheit erhalten bleibt und dass man sie zukünftig einem weiteren Interessentenkreis zugänglich machen kann.“

Für die Betriebsleitung und den Vorstand der DKBM

Beste Grüße
Florian Rauh
Hallo Florian,

danke für die Info. Die eingetretene Entwicklung ist für die DKBM sicherlich ein großer Gewinn, ein posthumer Vertrauensbeweis von Herrn Seidensticker und dient eindeutig der Festigung der vorhandenen Strukturen und dem Erhalt der zweifelsohne museal wertvollen Sammlung.

Für mich bleiben ein paar Fragen offen, die ich hier ganz offen stellen möchte, weil sie vielleicht auch andere Leser interessieren mögen:

1. Ein Zusammenbleiben der unten genannten Sammlungsobjekte am Standort Mühlenstroth mag für den einen sinnvoll und erstrebenswert sein, für den anderen auf lange Sicht nicht. Vielleicht auch nicht unbedingt für die DKBM selbst, wenn man sich zu einem "regionalgeschichtlichen Eisenbahnmuseum" weiterentwickeln will. Im Falle z. B. der MPSB-Fahrzeuge könnte es eines fernen Tages sinnvoll und begrüßenswert sein, dass sie wieder (dauerhaft) in ihre alte Heimat zurückkehren, sollte sich eine Museumsbahn oder ein Eisenbahnmuseum dort entwickeln, dass ihrer würdig ist. Wäre durch das Vereins-Stiftungskonstrukt eine Veräußerung grundsätzlich ausgeschlossen?

2. Die Seidensticker-Loks sind für den Betrachter leicht erkennbar an der überwiegend blauen Lackierung und ihrer deutlichen Namensgebung. Gibt es hier Bestrebungen, zumindest die Farbgebung mal zu ändern hin zu historisch authentischeren Lackierungen, oder ist das quasi testamentarisch untersagt?

3. Die KDL11-Lok (Franco Belge 2822/1944) ist ja inzwischen ans Frankfurter Feldbahnmuseum gegangen (wobei ich Zweifel habe, ob man hier wirklich etwas Sinnvolles mit der Lok anfangen kann außer hinstellen). Gibt es Bestrebungen, Lok und Tender wieder zusammenzufügen, oder ist dies von einer oder beiden Seiten ausdrücklich nicht erwünscht?

4. In der DKBM-Sammlung müsste auch noch der Tender der SWEG-Lok 152 vorhanden sein. Wo befindet er sich, wie verhält es sich hier mit den Eigentumsverhältnissen (die Lok steht ja bekanntlich im Depot des Armeemuseums Ingolstadt) und was sind die Pläne mit diesem Tender?

Danke für Antworten im Voraus,

mit freundlichen Grüßen,

Dennis Mellerowitz
Hallo!

Vielen Dank fuer die Bekanntgabe hier - und natuerlich: Gratulation!

Seidensticker war Euch stets verbunden, es ist schoen, dass seine Sammlung nun permanent Einzug in den DKBM-Bestand haelt.

Weiterhin allzeit gute Fahrt!

Gruss

Peter
(der seinerzeit von der DKBM angefixt wurde und seither den Schienenfahrzeugen verfallen ist) :-)

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.
Gute Nachrichten,
ich wünsche eine erfolgreiche Zukunft!

Rein zufällig hab ich gerade aus einem ganz anderen
Zweck ein vierzig Jahre altes Bild zur Hand:

http://Lokbildarchiv.de/-DIG08745d-099.jpg
Bild DIG08745 ©Hans Hilger und EJS
DKBM im Mai 1982

(Ist das eine der oben genannten Loks?)
Hallo Hans,

"hübsch hässlich" hätte Heinz Erhardt dazu gesagt..

In der Tat, das ist die bald darauf mit viel Aufwand dank Herrn Seidensticker wieder zu frischer Schönheit auferstandene und später als "Nicki S" bezeichnete HF 110 C. Sie stand zuletzt bei einem Hamburger Immobilien-Verwaltungsunternehmen auf Halde, um auf einem Spielplatz aufgestellt zu werden. Glücklicherweise zerschlug sich dieses Vorhaben und Walter Seidensticker konnte die Maschine übernehmen.
Der weitere Lebensweg ist ja soweit bekannt und dokumentiert.

Danke für das Bild.

Mit dem Gruß eines "Eisenbahn-Pioniers" ;-)
aus der Schreibstube
Uwe
Hallo Florian,

ich danke Dir für die öffentliche Mitteilung und freue mich, daß dies nun wieder in Bewegung und zum beiderseits gewünschten Abschluß gekommen ist. (Somit ist ja nun auch auf dem Schienensektor Nachwuchs ins Haus gekommen... ;-) )

Es freut mich, daß in dieser Frage nun Klarheit geschaffen werden konnte und zudem -ganz im Sinne von Herrn Walter Seidensticker- die Sammlung zusammen und insbesondere auch an diesem bestimmten Ort verbleiben kann. Und auch für euren Verein DKBM ist nun eine Sicherheit vorhanden, wie mit den Fahrzeugen weiter zu verfahren ist.
Klasse. Wie Dir vielleicht bekannt, hatte ich bei meinem Kontakt bei entsprechender Stelle auch dahingehend argumentiert etc.. Schön, ein ganz klein wenig mit beigeholfen zu haben..

Herzliche Grüße
und ausreichend Literatur für die kurzen Nächte
Gruß Uwe

P.S. In der anderen Sache bin ich auch weitergekommen. Danke.
Hallo Dennis,

die Lok ist vor gewisser Zeit an Privat verkauft worden. Näheres dazu mitzuteilen möchte ich den Herren selbst überlassen.

Herzliche Grüße aus der Schreibstube
Uwe
Hallo Dennis,

in Kürze einmal ein paar Antworten. Ich bitte um Verständnis, dass wir uns hier nicht zu vertraglichen Detailfragen äußern.

1.) Die Stiftung wurde aufgelöst und die Fahrzeuge sind ins DKBM-Eigentum übergegangen. Es ist unser ureigenes Interesse die Seidensticker Fahrzeuge, die das Bild der DKBM seit Jahren prägen, bei uns zu behalten und dauerhaft in Ihrer Gesamtheit zu präsentieren. Eine Abgabe von Loks ist deshalb ausgeschlossen. Wenn seitens des MPSB-Vereins ein Interesse an der Übernahme von Originalfahrzeugen bestände, hätte man z.B. die 99 3361 aus den USA übernehmen können, bei der im vergangenen Jahr ein Kauf möglich gewesen wäre.

2.) Zur Lackierung, Beispiel "Nicki+Frank S". Die Lok stand 6 Jahre als ÖBB 798.101 auf der Bregenzerwaldbahn im Einsatz, dann folgte eine lange inaktive Phase und Verrottung. 1984 begann der Einsatz als Museumsbahnlok, seitdem sind 36 Jahre vergangen. D.h. in diesem konkreten Fall ist der Lebensabschnitt als "Nicki S" bzw. "Nicki+Frank S" viel prägender für den Loklebenslauf als die 6 Jahre bei der ÖBB. Für uns gilt es auch Walter Seidenstickers Nachlass zu würdigen, insofern werden jetzt nicht plötzlich alle Loks umlackiert.

3.+4.) Beide HF-Tender befinden sich in DKBM-Eigentum. Sollten sich hierfür Interessenten melden, besteht die Möglichkeit, Loks und Tender wieder zusammenzuführen.

Beste Grüße
Florian
Ist es geplant die Lok 12 wieder in den technischen Original Zustand zu versetzen?

MfG
Florian Rauh schrieb:
2.) Zur Lackierung, Beispiel "Nicki+Frank S". Die Lok stand 6 Jahre als ÖBB 798.101 auf der Bregenzerwaldbahn im Einsatz, dann folgte eine lange inaktive Phase und Verrottung. 1984 begann der Einsatz als Museumsbahnlok, seitdem sind 36 Jahre vergangen. D.h. in diesem konkreten Fall ist der Lebensabschnitt als "Nicki S" bzw. "Nicki+Frank S" viel prägender für den Loklebenslauf als die 6 Jahre bei der ÖBB. Für uns gilt es auch Walter Seidenstickers Nachlass zu würdigen, insofern werden jetzt nicht plötzlich alle Loks umlackiert
Ergänzt sei noch, vielleicht ist es auch nicht mehr allen präsent, dass die "Nicki S" in grün ebenfalls nochmal auf der BWB im Einsatz stand, als Leihgabe von Walter Seidensticker. Sie war die erste Dampflok, die durch den Museumsbahnverein eingesetzt wurde.

Grüße

-chriz

--
Rückfragen ersparst du dir oft viel, nennst du sofort dein Reiseziel.
Hallo Geselle,

falls Du die Überhitzerelemente meinst, da gibt es keine Planungen, leitungsmäßig gibt es dafür auch kaum Bedarf.

Beste Grüße
Florian
Ich habe 1983 eine Fahrt mit Frank S. auf der Jagsttalbahn unternommen. Gibt es die Lok in dieser Form noch, oder besteht Niki+Frank S. aus Teilen zweier Maschinen? Und wenn ja, wo ist der Rest?
Moin!!!

Schmalspurbahnfreund schrieb:
Ich habe 1983 eine Fahrt mit Frank S. auf der Jagsttalbahn unternommen. Gibt es die Lok in dieser Form noch, oder besteht Niki+Frank S. aus Teilen zweier Maschinen? Und wenn ja, wo ist der Rest?
Hier ist der Lebenslauf der Frank S. und hier der Lebenslauf der Niki + Frank S. Im Zustand von 1983 ist Frank S. heute nicht mehr da ein neuer Rahmen eingebaut wurde aber dafür fährt sie heute auf Rügen. In wieweit da mal Teile getauscht wurden musst du andere fragen, der große Zusammenbau der beiden Loks zu einer ist ein Märchen aus dem alten LGB Katalog:-)

Grüße

Christoph

https://abload.de/img/signaturtls8g.jpg
Meine bisherigen Foto-Beiträge auf DSO: [www.drehscheibe-online.de]
Schwellenleger schrieb:
"hübsch hässlich" hätte Heinz Erhardt dazu gesagt..

Nur nebenbei bemerkt: Das Zitat stammt aus dem Mund von Heinz Rühmann aus einem der "Pater Brown"-Filme.

Grüße aus der Pfalz

Hubert
Aktualisierung: Die Rückfragen wurden inzwischen beantwortet. herzlichen Dank dafür.

Hallo Christoph,

danek für die Verlinkung auf deine Seite.

Zu der Anfangsfrage von Schmalspurfreund:
Generell hängt die Identität eines Schienenfahrzeugs mit dem Fahrzeugrahmen zusammen. Da dieser nicht zwischen beiden Fahrzeugen getauscht wurde ( warum auch, dann hätte ja wieder eines der beiden Fzg. diese "Banane" gehabt... ?! ) ist auch die Identität bei beiden Fahrzeugen die gleiche geblieben.
Da die Frank S 2014 im Werk einen neuen Rahmen erhalten hat ist zudem zu erkennen, daß diese die bei einem Zusammenstoß mit einem Traktor am (vor-) letzten Betriebstag auf Rügen erlittene Stauchung des Rahmens (daher der Spitzname "Banane"..) bis dahin hatte. Somit kann ein angeblicher Wechsel der Rahmen zwischen Nicki S und Frank S ausgeschlossen werden.

Gewechselt haben vielleicht einmal nur kleinere Baugruppen und Anbauteile wie etwa der in Christophs Lebenslauf erwähnte Wechsel eines Dampfläutewerks von der einen auf die andere Lok.


Christoph: zu den Lebensläufen auf Deiner Seite:

Grundsätzlich möchte ich sagen, daß mir diese Aufstellung unter den im web zu findenden am besten gefällt und die Daten am ehesten "stimmig" erscheinen. Die Nennungen, zu denen mir Unterlagen vorliegen, kann ich in soweit bestätigen. "Jut jemacht!" ;-)
Aber wie immer ergeben sich für den näher interessierten auch Rückfragen zu Details:

Bei der "Nicki und Frank S" schreibst Du im weiteren Verlauf von einer Zweit-Besetzung? Warum? Auf was beziehst Du dich dabei bzw. willst Du damit zum Ausdruck bringen? Es war doch der gleiche Eigner/Betreiber und der gleiche "Namen".

Über den Werdegang der Lok zu Zeiten der Wehrmacht ist bisher noch nicht allzu viel eindeutig dokumentierbar. Daran wird gerade gearbeitet. Was aber bitte zu unterscheiden wäre:
Wenn es einen Einsatz in Rehagen-Klausdorf gegeben haben sollte, dann wäre die Lok bei der "Übungsbahn" des "Eisenbahn-Pionier-Übungsplatzes Rehagen-Klausdorf / Sperenberg" gewesen.
Sollte sie beim "Eisenbahn-Pionier-Geräte-Park" ( es gab davon 2, einer in Mellensee, einer in Rehagen-Klausdorf) im Bestand gewesen sein, dann war sie praktisch auf Vorrat abgestellt und wäre im Bedarfsfall zusammen mit einer definierten Menge ("Einheit") an Gleismaterial, Loks, Wagen, Fernmelde-Material u.s.w. an den Einsatzort hinter der Front gekommen.
=> Es würde mich freuen, wenn Du dich für eine der Begrifflichkeiten entscheiden wolltest.. :-) ( Ist halt wie "Doppel-Traktion" oder "Vorspann", wenn 2 Dampfloks vor einen Zug gespannt sind und zur Traktion beitragen... Bei schneller Betrachtung für den Laien "das selbe", bei genauer Betrachtung jedoch "nicht das gleiche"... ;-) )

Durch das frühe Baujahr ist es sehr wahrscheinlich, daß die Lok auch im Feldeinsatz war, da immer wieder über einen Mangel an einsatzbereiten Dampf- und Motorloks bei den Feldbahnstrecken draußen berichtet wird und aus den Schriftverkehren zu entnehmen ist, daß "Ersatzteile" und "Lok-Ersatz" vom Eisenbahn-Pionier-Geräte-Park aus entsandt wurden. Bisher sind auch einzelne Loks dokumentierbar, es sind jedoch noch lange nicht alle erhalten gebliebenen Unterlagen dazu ausgewertet.
Der bei den im April/Mai 1945 in RAW´s ( etwa Chemnitz oder St. Pölten ) oder auf den ABstellplätzen wie in Nürnberg oder im Raum Mittersill etc. oftmals festgestellte "gute" oder "Beinahe betriebsbereite Zustand" dürfte oftmals auch darauf zurückzuführen sein, daß die Loks nach der Rückkehr vom Fronteinsatz (1942 bis 44) in den Parks und deren angeschlossenen Instandsetzungs-Einheiten wieder repariert und aufbereitet wurden.

Vielleicht ergibt die noch laufende Auswertung der Aktenlage hier zur Lok neue, belegbare Erkenntnisse über ihren Werdegang zur Wehrmachtszeit. Ich würde Dich dann gerne dazu informieren.


Zu Deiner Lebenslauf-Tabelle zur "Frank S":

Zur Zeitspanne bei der Wehrmacht gilt das vor genannte. Der Zusatz "Heimat-" war eine Zeit lang eine Umbenennung aus taktischen Gründen. An der Funktion und den Aufgaben der Eis.Pio.Ger.-Parks hatte sich jedoch nichts geändert.

Zur Zeitspanne im Jagsttal schreibst Du von einer Leihgabe an die DGEG. ist das zutreffend und wäre dies belegbar? Allgemein dürfte ja entweder der Verein der Freunde der Jagsttalbahn ( damals quasi ein "Förderverein" ) oder wohl eher die SWEG der Vertragspartner gewesen sein.

Es würde mich sehr freuen, wenn Du mir hier mit Auskünften behilflich sein könntest.
Herzlichen Dank und freundliche Grüße
Uwe

Nähere Rückfragen gerne per PN.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.03.20 09:26.
Palatino schrieb:
Schwellenleger schrieb:
"hübsch hässlich" hätte Heinz Erhardt dazu gesagt..

Nur nebenbei bemerkt: Das Zitat stammt aus dem Mund von Heinz Rühmann aus einem der "Pater Brown"-Filme.

Grüße aus der Pfalz

Hubert

Grüß Gott, gütiger Gnabe,

gut gemacht - gleich gemerkt!

Grüne Gewürz-Gurke gegessen ?

Ganz gleich => gerne gelobt!

gütigst gegrüßt !

(Gleisbauer)[b]
Moin!!!

Schwellenleger schrieb:
Hallo Christoph,

danek für die Verlinkung auf deine Seite.
Hier liegt eine kleine Verwechslung vor, ich bin nicht der Betreiber der Internetseite, ich bin ein anderer Christoph. Trotzdem danke für die Auskünfte. Ich werde mal den richtigen Christoph darauf aufmerksam machen.

Grüße

Christoph
Sehr schade, da wo sie zuletzt eingesetzt war hätte es Sinn gemacht. In den Steigungen aus dem Neisetal konnte sie zeigen was in ihr steckte.
Beruhigend, dass diese Maschine erhalten wird. Bleibt sie in DR-Ausführung?

MfG und Danke
Hallo Uwe,


die Verbiegung des Rahmens der 99 4652 hatte nichts mit dem Unfall am 10.9.1968 zu tun, als sie einen Traktor auf den Puffer nahm (soll sogar ein Dutra D4K gewesen sein - ziemlich schwer). Sämtliche mir von dieser Lok ab 1952 bekannten Fotos zeigen sehr deutlich die immer gut erkennbare Verbiegung des Lokrahmens. Es ist noch immer nicht bekannt, woher dieser Rahmenschaden resultierte. Gerade aus der Zeit ihres Einsatzes auf Rügen besitze ich unzählige Aufnahmen, die allesamt den nach vorn abgekippten Kessel und das nach hinten gekippte Führerhaus zeigen, wie die Lok dann bis zuletzt in Putbus als Ausstellungsstück präsentiert wurde. Durch den Zusammenstoß mit dem Traktor entstand im Wesentlichen nur eine Verbiegung der vorderen Pufferbohle auf der Lokführerseite.
Neben der massiven Verbiegung wies der Rahmen inzwischen aber auch etliche Risse auf, die eine Aufarbeitung im Zuge der letzten Hauptuntersuchung illusorisch erscheinen ließen.

Walter Seidensticker plante übrigens schon 1992, die 99 4652 für eine Stationierung auf Rügen betriebsfähig aufarbeiten zu lassen. Aber schon nach der Anlieferung der beiden Schwesterloks im Raw Görlitz stand fest, dass die Nicki S wegen des besseren Rahmen die Aufarbeitung bekommen sollte. Da für 99 4652 damals nur noch eine kalte Zukunft gegeben war, führte Seidensticker die Taufnamen beider Loks (entsprechend den Namen seiner Kinder) an der nun betriebsfähig erhaltenen Lok zusammen. Die Legende des Zusammenbaus aus beiden Loks wurde damals ganz bewusst gestreut. Tatsächlich wurde aber lediglich das Latowski-Dampfläutewerk von der 99 4652 auf die Nicki+Frank S versetzt. Geplant war auch der Austausch der Schornsteine, denn 99 4652 besaß ein sehr markantes Exemplar mit einer auffälligen Schweißnaht. Dieser auffällige Schlot sollte weiter rauchen. Das Raw Görlitz führte diesen Tausch allerdings nicht aus. Walter Seidensticker ließ dann 1998 einen neuen Schornstein für 99 4652 gießen und übertrug sie mit dem neuen Schornstein an den Landkreis Rügen. Der originale Schlot bekam in der Sammlung Seidensticker einen Ehrenplatz. Ist er heute auch in Gütersloh zu bewundern? Dann könnte er ja doch noch auf die Nicki+Frank S wechseln.

Viele Grüße

Dampfachim
Hallo Achim,

für Deine ausführlichen Auskünfte und Klarstellungen recht herzlichen Dank, sehr nett.
Bestätigt meine Annahmen, was den "Zusammenbau" betrifft.
Zur Stauchung des Rahmens war es mir "schon immer so" in Erinnerung, daß diese durch den Zusammenstoß mit dem Traktor verursacht war. Wurde damals in den Zeitschriften auch gerne so berichtet. Ich halte mal die Augen offen, vielleicht findet sich in alten Unterlagen aus der Kriegszeit dazu etwas. Da bin ich aktuell auf eine sehr ergiebige Quelle gestoßen. Sollte sich dazu was ergeben, melde ich mich gerne.

Herzliche Grüße auf die Insel,
Uwe

Nebenbei: die Empfehlung W war sehr hilfreich, auch dafür herzlichen Dank.
Angemeldet: - Seiten: 1 2 All