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Dieses Forum dient dem Erfahrungsaustausch über den Erhalt und Betrieb historischer Fahrzeuge. Dazu zählen auch Beiträge zu Bahnen, die planmäßig Dampfbetrieb anbieten, sowie Touristikbahnen, die nicht der Definition von Museumsbahnen im strengeren Sinne entsprechen.
Dieses Forum dient NICHT zum Veröffentlichen von Sichtungsbildern - diese gehören in die Bild-Sichtungen. Bildberichte über Museen und historische Fahrzeuge, sowie die damit in Verbindung stehende Infrastruktur sind jedoch willkommen.
Für Veranstaltungsankündigungen bitte die Termine-Seiten verwenden. Weiterführende Informationen sind hier gestattet, Berichte über Veranstaltungen aber bitte auf eine Diskussion je Veranstaltung begrenzen. Berichte über Veranstaltungen aus früherer Zeit (älter als 10 Jahre) sind nach wie vor im Historischen Forum willkommen.
Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB
Sehr geehrte Damen und Herren,

die Stiftung Deutsche Eisenbahn hat in den letzten Jahren zahlreiche Projekte im Museumsbahnsektor realisieren können. Hierzu zählen beispielsweise wichtige Infrastrukturmaßnahmen im historischen Eisenbahnbetriebswerk Hanau wie die Reparatur des Daches vom nördlichen Ringlokschuppen. In eben diesem Ringlokschuppen steht 01 150 des DB Museums seit gut einem Jahr abgestellt. Die Radreifen verhindern seit erreichen des unteren Grenzmaßes einen weiteren Einsatz der bekannten Schnellzuglok.

01 150 war nach dem Brand im Lokschuppen Nürnberg Gostenhof dank großartiger Unterstützung des DB Museums, vieler Sponsoren und privater Spenden wieder aufgearbeitet worden. Seit 2013 war sie daraufhin in ganz Deutschland vor Museumszügen zu bewundern. Es besteht seitens ihrer Kunden und der tausenden Fahrgäste weiterhin Bedarf an dieser Lok, auch vor dem Hintergrund der Abstellungen einiger Schnellzugdampfloks in den letzten Jahren. Die Stiftung Deutsche Eisenbahn hat seit der vorläufigen Abstellung von 01 150 im Frühjahr 2019 an einer tragfähigen Organisation für einen künftigen Weiterbetrieb gearbeitet. Die bislang die Lok betreuende Unterstiftung von Joachim Schmidt wird die Leitung der Geschicke von 01 150 abgeben und sich ihren Kernaufgaben, der Archivierung und Digitalisierung von Bilddokumenten, vollumfänglich widmen. Da lag es auf der Hand eine Unterstiftung für Erhalt und Betrieb von Dampflokomotiven zu schaffen, welche den Stiftungszweck auch gleich im Namen trägt: Die Stiftung Deutsche Dampflokomotiven.

Unser erstes Projekt ist die Wiederinbetriebnahme der 01 150. Das Projekt startet in diesen Tagen mit einem Aufruf zur Unterstützung in bewegten Bildern. Den Projektteaser zeigen wir hier in DSO erstmals öffentlich und freuen uns über Eure Mithilfe!

Viele Grüße,
Ihre Stiftung Deutsche Dampflokomotiven

Mehr Infos zur Stiftung:
http://stiftung-deutsche-dampflokomotiven.de/

Mehr Infos zur 01 150:
http://01150.de/

Besucht uns auch bei Facebook oder Instagram !

Quelle: YouTube



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.20 00:02.

Re: Hilfe für 01 150

geschrieben von: Gerd Tierbach

Datum: 10.01.20 22:00

Viel Erfolg der SDD und ihren Aktiven durch hoffentlich viele Spenden!

gt

Weitere Beiträge mit historischen Bildern von mir, findet ihr HIER . (Z. Z. nicht gepflegt)

Eine Übersicht weiterer Inhaltsverzeichnisse mit historischem Bezug: [www.drehscheibe-foren.de]

Neue wie auch ältere Bilder von mir findet ihr auch im Siegerlandforum: [siegerland-forum.forumprofi.de]

Soweit nicht anders erwähnt gilt für alle gezeigten Bilder Copyright: Gerd Tierbach
Alle gezeigten Bilder sind urheberechtlich geschützt und dürfen ohne Genehmigung nicht weiterverwendet werden.
irgendwie komme ich mir lächerlich vor, wenn ich sage ich spende 20€-25€ aber ich wûrde es trotzdem tun.

https://abload.de/img/monacofranze47jtr.jpg
schaug Spatzl wia i schau !
Ketzerische Frage: Warum genau soll man spenden?

.
Moin,

Ein sehr gut gemachtes Video! Viel Erfolg und gutes Gelingen, dass die erforderliche Summe schnell zusammen kommt.
Guten Morgen Gt2x4/4,

explizit in diesem Fall würden wir uns über eine Spende zur Wiederinbetriebnahme der 01 150 freuen.
Diese ist, wie man den Video und den verschiedenen Websites entnehmen kann, derzeit wegen eines Schadens an den Radreifen abgestellt und benötigt leider umfangreichere Reparaturen.

Viele Grüße,
Ihre SDD

Gemeinnützig, Spendenquittung...?

geschrieben von: 012 055-0

Datum: 11.01.20 10:08

Moin,

ich kann mir sehr gut vorstellen, etwas für die 150 zu spenden.
Im Video nicht erwähnt, aber hier im Text sollte es sein.

Damit mir das Finanzamt hilft:
Ist das Projekt gemeinnützig und damit per Spendenbescheinigung von der Steuer absetzbar?

...es grüßt im 3/4 Takt
https://abload.de/img/012055-0fyug0.jpg
.
Fototaschenbilder bitte an diesen Beitrag anhängen:[www.drehscheibe-foren.de]


Guten Morgen,

herzlichen Dank für den Spendenaufruf, der zu begrüßen ist.

Jedoch stellen sich dem Leser weitere technologische Fragen, die bitte öffentlich zu beantworten wären, weil m. M. n. von allgemeinem Interesse, bevor ich z. B. gerne über eine Spende nachdenken kann.

Die Maschine ging offiziell gemäß Betreiber (zu finden auf der Hausseite im Internet), die Eisenbahnstiftung Joachim Schmidt, am 19.04.2019 außer Betrieb. Die Maschine wurde am 23.05.2013 nach erfolgter HU im DLW Meiningen an den Betreiber betriebsfähig übergeben. Die Maschine hat somit nach 8 Jahren im Mai 2021 gesetzlichen Fristablauf - ob man hier nur die einfachere Prolongation (Zwischenuntersuchung) benötigt ist eine andere Frage, da die Lok bereits im 6. Jahr zunächst kalt abgestellt wurde. Sie braucht in jedem Fall jetzt eine Hauptuntersuchung.

Somit ist der Spendenaufruf zwar berechtigt, rührig und völlig legitim; leider aber in der Sache nicht ganz so dargestellt wie es sein wird. Neben einer aufwändigen Fahrwerksuntersuchung samt Instandsetzung und weiterer Dinge die der Spendenaufruf textlich andeutet, sind also viel mehr Projektbestandteile dann zu bezahlen. Der zu Begünstigte benennt leider auch noch keinen geschätzten Kostenrahmen die er gerne von potentiellen Spendern erwünscht, weil er die Gesamtkosten aus Eigenmitteln nicht stemmen kann.

Ich wünsche dem Betreiber also viel Erfolg dieses Vorhaben zu stemmen und auch genug Spendeneingänge.

Mit den besten Grüßen.

Frank Hofmann



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.20 10:24.

Re: gemeinnützig, Spendenquittung …?

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 11.01.20 10:29

Hallo »012 055-0«,

wenn ich das Impressum [www.stiftung-deutsche-eisenbahn.de] richtig interpretiert habe, dann sind Deine Fragen offensichtlich zu bejahen.



Gruß

Walter
Hallo,

ich verstehe nicht, was es hier nicht zu verstehen gibt.
Es ist auf der Internetseite und ergänzend im Video alles erklärt. Zumal sicherlich weitere offene Fragen sich nach gewisser Zeit selbst beantworten. Es gehört hier natürlich viel mehr dazu als nur die Arbeiten an der Lokomotive. Begleitwagen, Miete, Betriebsmittel alles muss bedacht werden.

Ich finde es schön, dass man Initiative ergreift und für ein solches Projekt die Öffentlichkeit auf solche gut aufgezogene Weise informiert.

Ich persönlich finde dass 01 150 eine tolle Maschine ist, jedoch spende ich mein Geld lieber einem Verein wo nicht nur das Fahren von solchen Prestigeobjekten im Vordergrund steht.
Viel mehr finde ich es schöner für Fahrzeuge oder auch meinetwegen einer Infrastruktur ("eines Vereines und keiner Stiftung") zu spenden die weniger im Vordergrund stehen aber auch wichtig zu erhalten sind.
Aber jeder hat nun mal seine eigene Vorlieben und auch Meinungen.

Ich wünsche dennoch für 01 150 gutes Gelingen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.20 10:47.

Andere Frage....

geschrieben von: TRO

Datum: 11.01.20 11:21

Wieviel Spendenaktionen für Wiederinbetriebnahmen für Dampflokomotiven sind in den letzten 20 Jahren im Sande verlaufen bzw. man sieht seit Jahren keinen erkennbaren Fortschritt mehr ? Gründe sind natürlich vielfältig. Mir fällt spontan ein: 03 204, 50 3658 ( nach länger her) oder 52 8047.

Ich finde allgemein das die letzten 10% einer Aufarbeitung durch Spenden finanziert werden sollten, nicht die ersten.

Trotzdem gutes Gelingen!

Mfg TRO

Fleischmann 50 849 in HO und Gützold V180 128 mit zwei Streifen (Sammlermodell 60er Jahre) zu verkaufen:
[www.ebay-kleinanzeigen.de]

Informationen und Bilder: [www.dampflokomotivarchiv.de]

Die Such- und Angebotsliste für Eisenbahnfahrzeuge &-Teile des VDMT [www.vdmt.de]



Re: Andere Frage....

geschrieben von: Michael Staiger

Datum: 11.01.20 12:00

TRO schrieb:
...

Ich finde allgemein das die letzten 10% einer Aufarbeitung durch Spenden finanziert werden sollten, nicht die ersten.

Trotzdem gutes Gelingen!

Mfg TRO
Hallo TRO,

durch was sonst als durch Spenden soll die Lok finanziert werden? Es geht hier ja in erster Linie um den "dicken Brocken" Radreifen. Statt Geld wäre da nur eine Materialspende denkbar, doch wer hat schon 2m-Radreifen rumliegen?

@ all:
Eine Stiftung macht man um gemeinnützige - also steuerbefreite - Aktionen zu finanzieren. Die Frage nach Steuerbegünstigung kann also nur stellen, wer das vorliegende nicht gelesen hat.
Auf den Stiftungsseiten werden auch die Leute benannt, die schon mit ihren Namen dafür bürgen daß auch handwerklich alles getan wird um die Lok gut aufzuarbeiten und zu betreiben.
Es besteht also aus meiner Sicht als geübter Museumsbahner keine Gefahr daß die Spendengelder nicht zielführend eingesetzt werden. Seien es auch nur zehn oder zwanzig €.

Gruß aus Lichtenstein (Württ.)
Michael

Re: Andere Frage....

geschrieben von: Mannheimer

Datum: 11.01.20 12:35

Hallo,

was nicht so genau hervorgeht: Warum wurde die SDD gegründet und welche Loks befinden sich in deren Obhut.

Es hinterlässt ein faden Beigeschmack, dass man nun eine zweite Stiftung gründet... vielleicht aus finanziellen Gründen?

Leider vermisse ich bei der SDD/SDE auch eine gewisse Transparenz, was es mir schwer macht, für die 01 150 zu spenden.

Einige Projekte der SDE verlaufen ja aktuell im Sand, z.B. 44 1616, 24 009 (Stiftung EisenbahnKurier 24 009, auch unter dem Dach der SDE), 50 1650 (Stiftung Historischer Eisenbahnpark Niederrhein, auf der SDE Webseite ist die Lok auch genannt).

Hoffen wir, dass sich die Wiederinbetriebnahme der 01 150 nicht auch im Sand verläuft...

Nachdenkliche Grüße
Tobi

Re: Andere Frage....

geschrieben von: Dampfjunkie

Datum: 11.01.20 13:07

Es gibt auch gute Beispiele, dass Stiftungen gut funktionieren können. Da brauch man sich z. B. nur mal die SSB (Stiftung Sächsische Schmalspurbahnen) ansehen. Hier ist die Präsentation in der Öffentlichkeit meiner Meinung nach, korrigiert mich bitte jemand wenn ich daneben liege, sehr gut. Auch die Dampfbahn Route Sachsen ist vorbildlich.

Zum Thema: Im Winde verlaufen.
Bei der SDE und deren gefühlten 1000 Unterstiftungen (warum eigentlich wenn meistens noch andere Institutionen dahinter stehen?) sehe ich eher das Problem, ohne jemanden nahe zu treten, dass hier viel zu viel Wind gemacht wird. Zum Schluss hört man dann nichts mehr und irgendwann ist das Projekt aufgegeben worden. Man sagt auch gerne mal "Anfangseuphorie".
Aber wie es im Leben so ist, man hat Ideen, kommt aber mangels Finanzen und/oder Manpower ins straucheln. Aber: Lieber so als gar nicht.
Bei vielen Vereinen ist es übrigens gleich.
Hier müssen die Leute noch bischen Lehrgeld bezahlen.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.20 13:16.

Re: Andere Frage....

geschrieben von: Dampfjunkie

Datum: 11.01.20 13:19


Das verstehe ich auch nicht, warum wieder eine neue Stiftung? Loks vermute ich mal in erster Linie 01 150 und 44 1616.




Mannheimer schrieb:
Hallo,

was nicht so genau hervorgeht: Warum wurde die SDD gegründet und welche Loks befinden sich in deren Obhut.

Es hinterlässt ein faden Beigeschmack, dass man nun eine zweite Stiftung gründet... vielleicht aus finanziellen Gründen?

Leider vermisse ich bei der SDD/SDE auch eine gewisse Transparenz, was es mir schwer macht, für die 01 150 zu spenden.

Einige Projekte der SDE verlaufen ja aktuell im Sand, z.B. 44 1616, 24 009 (Stiftung EisenbahnKurier 24 009, auch unter dem Dach der SDE), 50 1650 (Stiftung Historischer Eisenbahnpark Niederrhein, auf der SDE Webseite ist die Lok auch genannt).

Hoffen wir, dass sich die Wiederinbetriebnahme der 01 150 nicht auch im Sand verläuft...

Nachdenkliche Grüße
Tobi
...diese Lok sich mit großen Schritten ihrer Fertigstellung nähert, weil hier ganz außerordentliches im Rahmen der Aufarbeitung geleistet wurde. Hier kann man mit etwas finanzieller Hilfe wirklich zur Fertigstellung beitragen.

(Nein, ich habe da keine Aktien in dem Projekt oder Team, kenne auch niemanden dort aber habe mich von der dokumentierten Arbeit überzeugen lassen und deshalb auch gespendet)

Grüße aus dem warmen Rheinland,

Ernst

If you obey all the rules, you miss all the fun - Katharine Hepburn

Re: Andere Frage....

geschrieben von: Michael Staiger

Datum: 11.01.20 13:48

Mannheimer schrieb:
Hallo,

was nicht so genau hervorgeht: Warum wurde die SDD gegründet und welche Loks befinden sich in deren Obhut.

Es hinterlässt ein faden Beigeschmack, dass man nun eine zweite Stiftung gründet... vielleicht aus finanziellen Gründen?

Leider vermisse ich bei der SDD/SDE auch eine gewisse Transparenz, was es mir schwer macht, für die 01 150 zu spenden.

Einige Projekte der SDE verlaufen ja aktuell im Sand, z.B. 44 1616, 24 009 (Stiftung EisenbahnKurier 24 009, auch unter dem Dach der SDE), 50 1650 (Stiftung Historischer Eisenbahnpark Niederrhein, auf der SDE Webseite ist die Lok auch genannt).

Hoffen wir, dass sich die Wiederinbetriebnahme der 01 150 nicht auch im Sand verläuft...

Nachdenkliche Grüße
Tobi
Hallo Tobi,

es wird zum einen doch gut erklärt daß die bisherige Stiftung sich vorallem wieder um die Bildersammlung kümmern will, zu deren Zweck sie ja gegründet wurde!
Zum anderen fordert die Unterstützung von Dampflokaufarbeitungen ganz andere Sachkundebereiche, deshalb auch eine eigene Stiftung mit ausgewiesenen Fachfrauen und -männern dazu.
Desweiteren stellt sich mir die Frage was deine - böswillige? - Unterstellung zur 44 1616 und anderen soll, nur weil keiner kommt und Dich regelmäßig darüber informiert?
Hatte selber in den letzten Jahrzehnten genug mit Schwätzern zu tun, die die "nie fertig werdende" Wiederinbetriebnahme der 97 501 heruntermachen wollten.
Geh doch einfach her und informier dich dort auf den Seiten der Stiftung anstatt hier solche Vermutungen und Unterstellungen abzusondern.

Gruß
Michael

Re: Andere Frage....

geschrieben von: Mannheimer

Datum: 11.01.20 14:12

Hallo Michael,

keine Sorge, ich habe mich schon informiert. Auch habe ich in Heilbronn selbst das Schicksal der 44er betrachtet. Kommentiert vom ehemaligen Eigentümer...

War aber irgendwie klar, das jede kritische Stimme sofort mit Unkenrufen niedergemacht wird, nur weil ein regelmäßige Spender auch informiert werden möchte, was mit seinem Geld passiert...
2012 wollte man 44 1616 unter Dampf präsentieren, was damals von einigen Personen lauthals angekündigt wurde. Nun haben wir das Jahr 2020...
Nun nenne mir bitte einen Grund, warum ich das Projekt nicht als "im Sand verlaufen" bezeichnen soll?

Das ganze mit eurer 97 zu vergleichen hinkt in meinen Augen. Bei euch war die Informationspolitik deutlich besser!

Grüße Tobi

Eine Stiftung ist nicht unbedingt gemeinnützig

geschrieben von: 012 055-0

Datum: 11.01.20 14:39

Moin.

Ich bin selber Kurator in einer Stiftung.
Wenn ich Spenden einwerbe, sollte ich die Gemeinnützigkeit lieber gleich erwähnen.

Nicht jede Stiftung ist gemeinnützig, Lidl ist z. B. auch eine Stiftung...

...es grüßt im 3/4 Takt
https://abload.de/img/012055-0fyug0.jpg
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.20 14:41.

Meine Hilfe ist Euch sicher

geschrieben von: SEV Bus

Datum: 11.01.20 14:59

Ganz großes Kino, danke für den schönen Film und die guten Nachrichten, dass man sich dieser Lok weiter annimmt.

Die SDE ist nach meinem Kenntnisstand gemeinnützig. Außerdem funktionieren die Unterstiftungen doch recht autark. Wenn die eine "einschläft" ist das das Problem des jeweiligen Stiftungsvorstandes, nicht der SDE. So entnehme ich es den Homepages...

Re: Gemeinnützig, Spendenquittung...?

geschrieben von: Peter

Datum: 11.01.20 15:50

Hallo!

012 055-0 schrieb:
Damit mir das Finanzamt hilft:
Ist das Projekt gemeinnützig und damit per Spendenbescheinigung von der Steuer absetzbar?
Im Impressum heisst es:

"Stiftung Deutsche Eisenbahn
Agathastraße 7
D-63834 Sulzbach a. Main
vertreten durch ihre Vorstände
Rainer Balzer (Vorsitzender und Geschäftsführer), Heimo Echensperger (stellv. Vorsitzender), Dr. Dieter Wahl, Norbert Huppert, Henning Hovermann
Tel: 06028/ 99 99 574, Fax: 06028/ 99 99 573
info@stiftung-deutsche-eisenbahn.de

Stiftung Deutsche Eisenbahn
Gemeinnützige rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts gem. § 80 BGB."

Damit ist die Frage nach der Gemeinnuetzigkeit zu bejahen.

Zur Frage der Spendenbescheinigung: Fuer (Einzel-)Spenden von bis zu 200,00 Euro reicht der Kontoauszug/Ueberweisungsbeleg aus (vgl. u. a.: [www.vlh.de] , [www.haufe.de] ).
So soll der Verwaltungsaufwand fuer den Beguenstigten vereinfacht werden - gerade gemmeinnuetzige Vereine/Stiftungen haben ja i. d. R. entweder kein hauptamtliches Personal oder -falls sie es denn haben- sollen nicht einen Tel der Spenden fuer administrativen Aufwand verbraten.

Die Frage nach der Absetzbarkeit ist damit auch zu bejahen.

Mit bestem Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.

Re: Andere Frage....

geschrieben von: Michael Staiger

Datum: 11.01.20 17:28

Mannheimer schrieb:
Hallo Michael,

...
Das ganze mit eurer 97 zu vergleichen hinkt in meinen Augen. Bei euch war die Informationspolitik deutlich besser!

Grüße Tobi
Hallo Tobi,

das hing ganz einfach damit zusammen daß wir - zufällig - jemanden hatten und noch haben, der sich schon vor 30 Jahren für die Installation und Bearbeitung einer Homepage interessierte. Das ist nun mal nicht selbstverständlich und vorallem auch noch viel Zeitaufwand um auch wirklich veröffentlichbare Formulierungen zu erstellen. All zu oft wird einem ja im www das Wort im Mund umgedreht.
Bei der 44 1616 weiß ich daß der "ehem. Eigentümer" kein Interesse an irgendwelchen Statements im www hat.
Die Lok steht trocken und sicher in Heilbronn, so daß sie auch bei schleppender Aufarbeitung nicht leidet. Ihr "ehem. Eigentümer" wird halt oft zum Dampflokfahren gebraucht. Wenn ich recht informiert bin, sind z. Zt. zwei oder drei 44er betriebsfähig, das reicht doch vorerst?

Beim Thema Spenden für Fahrzeugaufarbeitungen gehts auch eher um Leute, denen es wert ist dafür spenden als um solche die über die gesicherte Verwendung hinaus auch noch zeitliche oder gar technische Ansprüche stellen wollen.

Gruß
Michael



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.20 17:28.
Moin.

Für die neue SDD ist die Gemeinnützigkeit erst beantragt, wie ich jetzt nach einigem Lesen auf der Homepage gefunden habe.
Das kann aber nicht jeder herausfinden, der nur mal eben hinein klickt.
Also nützt mir ein Kontoauszug erst mal nichts...

...es grüßt im 3/4 Takt
https://abload.de/img/012055-0fyug0.jpg
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Guten Abend zusammen,

danke für Eure guten Wünsche und erst recht Eure Fragen, auf die wir nachstehend eingehen möchten.

@ Stenzo di Monaco: eine Spende von 20 € ist keineswegs lächerlich. Wir können jeden Euro gebrauchen und sehr dankbar dafür. Mit tausend Spendern a 20 € haben wir unser Ziel schon fast erreicht.

@Gt2x4/4: wir verstehen deine Frage eher als rhetorisch. Trotzdem: weder die SDD noch die SDE haben den für einen zuverlässigen Wiederbetrieb erforderliche Summe (geschätzt rd. 300.000 €) in der Tasche. Und da wir leider auch keine finanzstarke Firma im Hintergrund haben, die uns das Geld mal eben zur Verfügung stellt (etwas wie die Bosch oder Stihl Stiftung) müssen wir selbst für die nötigen Gelder sorgen. Ein Teilbetrag könnte durch die erfolgreichen sechs Betriebsjahre erwirtschaftet werden, aber leider bei Weitem nicht alles. Einen weiteren Teil werden wir durch ehrenamtliche Arbeit erbringen. Dafür haben wir ein fähiges Team. Aber z.B. Radreifen schmieden und aufziehen können wir nicht selbst machen. Das muss bezahlt werden; deshalb sind wir auf Spenden angewiesen.

@ 012 055-0: Alle Spenden für die 01 150 steuerlich abziehbar (bis zu 20% des Gesamtbetrags der Einkünfte pro Jahr). Die Spendenquittung wird durch die SDE ausgestellt. Bitte auf dem Überweisungsträger Projekt 01 150 vermerken. Das Vermögen der SDD (und damit auch jede Spende) werden als Sondervermögen unter dem Dach der SDE geführt und
ist damit selbstverständlich steuerbegünstigt.

@ Frank Hoffmann: Deine Feststellung zu den Fristen sind richtig und deine Einschätzung, dass die Lok aufgrund des zeitlichen Rahmens für die Neuanfertigung der Radreifen sinnvollerweise auch die Hauptuntersuchung ansteht, entspricht auch unserer Vorgehensweise.

Wie Du auf dem Spendenbalken auf der Eingangsseite [www.01150.de] sehen kannst, haben wir uns 300.000 € als Ziel setzt. Uns ist bewusst, dass dies sehr viel Geld ist. Aber die 01 150 soll wieder bundesweit eingesetzt werden. Deshalb streben wir an, die Lok ein einem möglichst perfekten Zustand wieder in Betrieb zu nehmen und das Reparaturrisiko so weit wie möglich von vorneherein auszuschließen. In den genannten 300.000 € sind natürlich alle Zusatzkosten berücksichtigt.

@ Dampfjunkie: Stimmt, auch Vereine verdienen Unterstützung. Die 01 150 ist (mangels Einnahmen) dankenswerterweise derzeit kostenlos beim Museumseisenbahn Hanau e.V. abgestellt. Die Hanauer Kollegen haben in den letzen Jahren großartig in die Infrastruktur des Bw Hanau investiert, sie sind allemal eine Spende wert (win-win Situation: wer dem Hanauer Verein unterstützt, unterstütz indirekt auch unser Projekt).

@TRO: leider hast Du mit den im Sande verlaufenen Spendenaktionen Recht. Deshalb wollen wir es besser machen;

- Junge Menschen tragen die Verantwortung und machen dieses Projekt überhaupt erst nachhaltig (!) zukunftsfähig
⁃ Das Projekt der 01 150 ist eines, dass seine Funktion bereits über Jahre erwiesen hat
⁃ Zahlreiche - aus der Vergangenheit zufriedene - Veranstalter haben bestätigt, die Lok in Zukunft wieder einzusetzen
⁃ Eine Zerlegung der Lok findet erst statt, wenn die meisten Arbeiten finanziell gedeckt sind. Was wir alle nicht wollen: eine zerlegte Lok, an der niemand mehr weiterarbeitet.
⁃ Homepage:
⁃ zur Lokomotive werden konkrete Maßnahmen der Instandhaltung genannt und dessen Kosten
⁃ Ein im 2 Wochen Rhythmus aktualisierter Spenden-Fortschrittsbalken informiert transparent über den aktuellen Spendenstand
⁃ Zur Entstehung der aktuellen Situation werden konkrete Gründe und Zahlen genannt

Es werden weitere Videos mit Informationen folgen, die sie alle mit auf die gemeinsame Reise ... bis hin zur wieder betriebsfähigen 01 150 nehmen werden.
Geben Sie uns doch die Chance es besser zu machen, wir würden uns freuen. Ein erster Schritt ist getan und es werden weitere folgen!

Im Übrigen sind wir im Gespräch mit einem potenziellen Spender, der uns eine großzügige Spende avisiert hat, wenn wir die 250.000 € voll bekommen. Das sollte uns alle motivieren.

@ Mannheimer: die EJS Stiftung möchte sich auf ihre eigentliche Tätigkeit (Dokumentation) konzentrieren und sich aus dem Eisenbahnbetrieb zurückziehen. Die SDE ist eine Förderstiftung und nicht operativ tätig. Deshalb musste neue Stiftung gegründet werden. Diese Neugründung hat keine finanziellen Motive. Im Projektteam der 01 150 arbeitet eine hoch motivierte und engagierte Mannschaft mit, die alles daransetzen wird, das Projekt zum Erfolg zu führen.

@ Dampfjunkie: Du hast Recht, aber genau deshalb wollen wir es besser machen und das Projekt zum Erfolg führen. Es liegt an dem jeweiligen Stiftungsvorstand die erforderlichen Gelder zu akquirieren. Die SDE vergibt im Rahmen ihrer Fördertätigkeit regelmäßig zwei Förderpreise; die Wiederinbetriebnahme von Lokomotiven kann sie nicht aus eigenen Mitteln finanzieren.

Es werden weitere Videos mit Informationen folgen, die sie alle mit auf die gemeinsame Reise ... bis hin zur wieder betriebsfähigen 01 150 nehmen werden.
Geben Sie uns die Chance es besser zu machen, wir würden uns freuen. Ein erster Schritt ist getan und es werden weitere folgen!


Mit freundlichen Grüßen,

Ihre Stiftung Deutsche Dampflokomotiven



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.20 18:33.
balancierkuppler schrieb:
...diese Lok sich mit großen Schritten ihrer Fertigstellung nähert, weil hier ganz außerordentliches im Rahmen der Aufarbeitung geleistet wurde. Hier kann man mit etwas finanzieller Hilfe wirklich zur Fertigstellung beitragen.

(Nein, ich habe da keine Aktien in dem Projekt oder Team, kenne auch niemanden dort aber habe mich von der dokumentierten Arbeit überzeugen lassen und deshalb auch gespendet)

Grüße aus dem warmen Rheinland,

Ernst
Guten Abend,
Du bist mir zuvor gekommen. Eigentlich wollte ich mich auch zur 01 1104 äußern. Ich habe die Fertigstellung durch das engagierte Team schon mehrfach durch Spenden unterstützt, vor allem im Zusammenhang mit der gleichzeitigen Unterstützung des Projekts duch die Sparkassen Nürnberg und Erlangen. Dabei wurden aus meinen 100 € dann jeweils 200 €. Hier weiß ich genau, dass meine Spende an der richtigen Stelle ankommt - besser als bei einem großen Verein/Museum.
Die Aufarbeitung der 01 150 kann/werde ich nicht unterstützen, wenngleich ich es schön fände, wenn diese wieder zum Laufen kommt.
Grüße aus dem Allgäu
ETA-150
Hallo .

Eine Unterstützung ist es immer wert .

Selbst ich habe mich beteiligt obwohl ich jeden € an meiner eigenen Lok brauchen könnte .


Grüße 236 240-8

die 01 1104 hat hier nix zu suchen

geschrieben von: 012 055-0

Datum: 11.01.20 18:54

Moin.
Es geht hier um die 01 150, nicht um die 1104.
Dann noch in diesem Thread zu schreiben, dass man nicht spendet, ist mehr als geschmacklos...!

...es grüßt im 3/4 Takt
https://abload.de/img/012055-0fyug0.jpg
.
Fototaschenbilder bitte an diesen Beitrag anhängen:[www.drehscheibe-foren.de]


Re: Andere Frage....

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 11.01.20 19:45

Michael Staiger schrieb:
Wenn ich recht informiert bin, sind z. Zt. zwei oder drei 44er betriebsfähig, das reicht doch vorerst?
Dann zähl mal auf... Wenn ich mich richtig erinnere, ist die letzte 2019 auf den Rand gegangen...
Wobei man auch sagen muss, dass der Einsatz einer 44 ja immer problematischer wird.

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

Facebook-Fundstück...

[m.facebook.com]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]

Re: Andere Frage....

geschrieben von: Michael Staiger

Datum: 11.01.20 19:54

Matthias Muschke schrieb:
Michael Staiger schrieb:
Wenn ich recht informiert bin, sind z. Zt. zwei oder drei 44er betriebsfähig, das reicht doch vorerst?
Dann zähl mal auf... Wenn ich mich richtig erinnere, ist die letzte 2019 auf den Rand gegangen...
Wobei man auch sagen muss, dass der Einsatz einer 44 ja immer problematischer wird.

MfG
Hallo Matthias,

hab natürlich die Fristen der 2019 noch betriebsfähigen 44er nicht im Kopf. Aber weit weg von einer weiteren Zulassung wären sie sicherlich nicht.
Warum soll der Einsatz einer 44er problematischer sein als der Anderer?

Gruß
Michael

Re: die 01 1104 hat hier nix zu suchen

geschrieben von: Kohlenheini

Datum: 12.01.20 01:20

012 055-0 schrieb:
Moin.
Es geht hier um die 01 150, nicht um die 1104.
Dann noch in diesem Thread zu schreiben, dass man nicht spendet, ist mehr als geschmacklos...!
Ach, du lieber Gott...
Ein erhobener Zeigefinger; ja halt ich's aus.

Also wenn wir's hier mit der persönlichen Meinung schon ganz genau nehmen,
geht's doch hier eigentlich bei der 01 150 um eine kohlegefeuerte Lok.
Eine 012 055-0 ist aber doch ein Öler und hat somit in diesem Thread eigentlich auch nix verloren...
...oder?
Außerdem halte ich die Äusserung der beiden Vorredner durchaus für legitim und auch in diesem Zusammenhang für absolut nachvollziehbar.

Meint jedenfalls der Kohlenheini.
Grundsätzlich ist das "Dampflok-crowdfunding" ja positiv zu sehen. Wenn eine Stiftung mit dem label "Deutsche Dampflokomotiven" vorprescht und sich sofort auf ein konkretes Projekt konzentriert (ist z.B. die ebenfalls im Eigentum des DB Museums befindliche 03 1010 weniger aufarbeitungswürdig/förderungswürdig?), dann ist das etwas komisch. Sicher ist die Konzentration nötig, um ein versickern der Mittel in viele nicht zu Ende führende Projekte zu verhindern, aber ehrlicherweise sollte man bei dem jetzigen Ansatz dann einen anderen Namen wählen.

Aber letztlich wird auch diese Stiftung das Problem der Überkapazitäten nicht lösen, wenn zumindest 41 018, 01 533, 01 1104, .... in nächster Zeit den Park betriebsfähiger Dampfloks für die Hauptstrecke vergrößern. Das Geld wird mit Mühe und Not ausreichen, eine Lok in Betrieb zu bringen. Aber mit dem Betrieb wird für den weiteren Unterhalt kaum Deckungsbeitrag generiert und 4 bzw. 8 Jahre später steht man wieder vor dem gleichen Problem.

Man sollte es realistisch sehen: maximal 5 Loks reichen in Deutschland bei der momentanen Nachfrage nach Dampf auf Hauptstrecken völlig aus.
Ich versteh die Aufregung nicht, 01 150 wurde doch damals auch unter erheblichen Anstrengungen von der Eisenbahnstiftung Joachim Schmidt wieder aufgearbeitet. Jetzt folgt daraus eine „Nachfolgestiftung“ die die Reparatur ermöglichen will. Das ist also weder was neues, noch wird deshalb eine andere Lok benachteiligt. Weder bei 01 150 noch 03 1010 wird das DB Museum Mittel haben um die Aufarbeitung zu unterstützen..

Viele Grüße

Re: die 01 1104 hat hier nix zu suchen

geschrieben von: ETA-150

Datum: 12.01.20 11:41

012 055-0 schrieb:
Moin.
Es geht hier um die 01 150, nicht um die 1104.
Dann noch in diesem Thread zu schreiben, dass man nicht spendet, ist mehr als geschmacklos...!
Hallo,
ich habe geschrieben, dass ich für die 01 1104 spende und betont, dass ich aus diesem Grund nicht für die 01 150 spende. Ich konzentriere mich auf ein Projekt. Was soll daran geschmacklos sein?
ETA-150
Das stimmt mich ja nun doch alles ein wenig nachdenklich.

Die Lok wurde in Meiningen von Grund auf neu aufgebaut und ist 6 Jahre gefahren.
Jetzt sind neue Radreifen fällig. Ok. Kann passieren.
Dann aber auch noch weitere große Reparaturen?
Entweder Meiningen hat nicht sauber gearbeitet, man hat damals nicht alles machen lassen oder man hat die Lok einfach runtergerockt und ist auf Verschleiß gefahren.
Zumindest hat man es anscheinend in 6 Jahren nicht geschafft die Lok so zu kalkulieren und zu vermarkten, dass nun Geld für eine HU da ist, obwohl die Lok sehr viel gefahren ist.

Ob ich so jemandem mein Geld anvertrauen würde... ich müsste zumindest mal drüber nachdenken.

Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

Ich finde es schade um die Lok. Vllt ist sie besser bei einem Verein aufgehoben, der sich um sie kümmert und nicht nur für wenig Geld durch Deutschland jagt...

Re: Andere Frage....

geschrieben von: Takeda

Datum: 12.01.20 13:56

Zum Thema "im Sande verlaufen" wäre noch 66 002 zu nennen.
Das ist doch mal wieder nur Spekulation! Weißt Du was in Meiningen damals gemacht wurde und was jetzt gemacht werden soll? Mit ziemlicher Sicherheit nicht, oder?
Ja. Mag sein.
Ist meiner Meinung in meinem Beitrag aber auch klar erkennbar.
Darf man das nicht ?
Es ist ja auch Spekulation ob die Lok jemals wieder fahren wird...

Und :
Bei der dürftigen Informationslage bleibt einem ja auch nichts anderes übrig.

PS: Es ist auch Spekulation ob ich nicht vllt doch weis was gemacht wurde oder zu machen ist....



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.01.20 19:44.
V36 schrieb:
Das stimmt mich ja nun doch alles ein wenig nachdenklich.

Die Lok wurde in Meiningen " und ist 6 Jahre gefahren.
Jetzt sind neue Radreifen fällig. Ok. Kann passieren.
Dann aber auch noch weitere große Reparaturen?
Entweder Meiningen hat nicht sauber gearbeitet, man hat damals nicht alles machen lassen oder man hat die Lok einfach runtergerockt und ist auf Verschleiß gefahren.
Zumindest hat man es anscheinend in 6 Jahren nicht geschafft die Lok so zu kalkulieren und zu vermarkten, dass nun Geld für eine HU da ist, obwohl die Lok sehr viel gefahren ist.

Ob ich so jemandem mein Geld anvertrauen würde... ich müsste zumindest mal drüber nachdenken.

Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

Ich finde es schade um die Lok. Vllt ist sie besser bei einem Verein aufgehoben, der sich um sie kümmert und nicht nur für wenig Geld durch Deutschland jagt...
Hallo "V36",

was sind denn das für Aussagen?
Woher weisst Du daß die 01 150 in Meiningen "von Grund auf neu aufgebaut" wurde? Da wäre ein Millionenbetrag fällig gewesen!
Radreifen werden gemessen und danach kann man beurteilen, wieviel Kilometer damit noch möglich sind. Wenn die Finanzen knapp sind, fährt man damit soweit es geht und deshalb braucht man jetzt wieder Geld für neue Reifen das man damals nicht hatte.
Von "noch weitere große Reparaturen?" wird nichts erwähnt ausser der fälligen HU, die dann neben den Gebühren noch evt. kostenintensive Mängel ergeben könnte?
"Entweder Meiningen hat nicht sauber gearbeitet, man hat damals nicht alles machen lassen."
Meiningen arbeitet so, wie bezahlt wird bzw. werden kann. Es gibt fast immer einfache/billige oder bessere/teurere Lösungen zur Mängelbehebung und wenn man nur machen lassen kann, dann macht man es gemäß den verfügbaren Mitteln. Andererseits hat es natürlich Gründe, warum vor allem "Großkunden" sich nach anderen oder eigenen Werkstätten umschauen.
Daß die erfahrenen und dampflokliebenden Personale die Lok "runtergerockt und auf Verschleiß gefahren" haben ist einfach nur eine böswillige Unterstellung und bezeichnend für das Niveau deiner Sachkunde.
Die 01 150 ist m. E. in gutem Allgemeinzustand und kann noch viele Jahre fahren, wenn sie neue Reifen bekommt.
Daß bei Dampflokfahrten nicht ausreichend Einnahmen reinkommen ist keine neue Erkenntnis und vorallem den überzogenen Trassengebühren geschuldet. Hier kann sich jeder gerne bei der Politik dafür einsetzen daß historische Fahrzeuge kostengünstiger fahren dürften - auf der Strasse geht das doch auch! Anstatt hier die Museumsbahner anzugehen könnte man besser sein Kritik-Vokabular nutzen um Verkehrspolitikern die Meinung zu mailen - nur die können für die Museumsbahnen entscheidendes bewegen.

Gruß
Michael



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.20 14:58.
Bei Radreifen ist die Sachlage ganz klar: es gibt das Werksgrenzmass, das die Radreifen nach Abschluss der Ausbesserung nicht unterschreiten dürfen, und bei einer 01 sind das 45mm. Da gibt es nichts zu beurteilen, wenn Flachstellen, Ausbröckelungen usw. ein Abdrehen unter das Werksgrenzmass erfordern, dann war es das.

Zum Geld: ich glaube nicht, dass langfristig eine große Dampflok ausserhalb der "Staatsbahnen" betrieben werden kann, ohne in ein EVU eingebunden zu sein, wie es Wendler, Press und Nördlingen (BayernBahn) zeigen. Dann - wenn das Finanzamt mitspielt - verdienen Trax, Vectron & Co. das Geld für die Dampflok mit; letztlich die Gemeinschaft der Steuerzahler, denen eine Dampflok vielleicht am Allerwertesten vorbeigeht.
Als Verein / Eigeninitiative funktioniert das nur mit einem sehr finanzstarken Enthusiasten, und wenn der das Interesse verliert - siehe 18 201.
Hallo V36,

gerne laden wir Sie ein sich auf unserer Projekt-Homepage zur 01 150 ausführlich über die Umstände der Abstellung sowie die notwendigen Arbeiten zur Wiederinbetriebnahme zu informieren.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihre Stiftung Deutsche Dampflokomotiven



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.20 15:41.
Einem Beitrag der sehr offen formuliert war mit weiteren Spekulationen zu entgegnen bringt die Sache nicht voran. Ebenso mir meine Worte im Munde umzudrehen.
Für eine Sachliche Diskussion bringt es ebenso wenig jemandem die Sachkunde abzusprechen den man gar nicht kennt.
Ich habe niemand in Person vorgeworfen die Lok verschlissen zu haben, nur verschleißt eine Lok dadurch das man sie betreibt. Erst wenn man dieses Verschleiß nicht begegnet kann man von runtergerockt sprechen.
Wenn die Lok in so einem guten Zustand ist, dann umso besser. Dann braucht es auch nicht soviel Geld sie wieder ans laufen zu bekommen.
Ich kenne Vereine, die haben das ohne Spenden in einer Laufenden Fristperidode hinbekommen.

Des Weiteren schaffen es auch Vereine ohne die Hilfe großer EVU Dampflokomotiven am Laufen zu halten, allerdings nur, weil viele ehrenamtliche Helfer regelmäßig dran schrauben.
Hier ist mir nich nicht mal klar wer überhaupt hinter der Lok steht. Die Stiftung beschreibt sich als Betriebsgesellschaft mehr aber auch nicht.

Hier steht eine Summe von 300 000 Euro im Raum. Das erscheint mir für eine Lok in einem guten Zustand dann etwas hoch.

Wenn man eben nicht in der Lage ist, eine Lok mit den erwirtschafteten. Einnahmen am Leben erhalten kann, ohne von der Substanz der Lok zu zerren, ist diese besser in einem Museum aufgehoben bzw. in 6 oder mit Glück in 8 Jahren besteht das gleiche Problem wieder. Vielleicht wendet man aber die EBO dafür auch nicht mehr an. Könnte für Museumsloks durchaus interessant sein. Kann man im Übrigen auch bereits jetzt schon.
Natürlich hat jede Lok nach einem größeren Werkstattaufenthalt Nacharbeiten und Kinderkrankheiten die müssen neben der Pflege und den vom Instandhaltungsprogramm festgelegten Fristarbeiten im laufendem Betrieb mit behoben werden. Da es sich hier nicht um einen Neubau handelt, kommen dann weitere "Überraschungen" zum Vorschein, die man während der Aufarbeitung nicht gemacht oder nicht gesehen bzw. geurteilt hat wie lange das noch betriebstauglich ist.

Jetzt wurden einige Jahre reichlich gefahren und nun gilt es neben dem betriebsbedingten Verschleiss eben diese Arbeiten zu machen um einen sicheren und zuverlässigen Weiterbetrieb zu gewährleisten.

Es muss nicht immer ein Fahrzeug "neu aufgebaut" werden. Das wäre auch in manchen Fällen Material-, Zeit- und Geldverschwendung. Und ein bischen alte Substanz kann man ja auch erhalten wenn diese noch gut ist.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.20 15:59.
Ohne Einhaltung der EBO bleiben nur Privatbahnen als Einsatzgebiet. Siehe Paragraph 1 der EBO.

Ansonsten kann man bei einer Fahrwerks- und Kesselrevision bei einer grossen Lok von ca. 10.000+ Stunden ausgehen. Entweder beauftragt man das bei einer Fachwerkstatt - der Stundensatz eines Facharbeiters dürfte bei 50+ Euro kalkulatorisch liegen - oder man macht manche Dinge selbst und vergibt nur jene Gewerke, die spezielle Maschinen oder Fertigkeiten (Kessel schweissen nur durch zertifizierte Schweisser) erfordern.
Die Anzahl der Fachwerkstätten ist überschaubar, ob EWK Krefeld nach dem Ende des Mietvertrags für die Flächen im Bw Krefeld Ende 2020 weiter besteht muss man abwarten - dann bleibt realistisch wohl nur Meinungen für umfangreichere Arbeiten.
Wieso soll die EBO für "Privatbahnen" nicht gelten? Lies mal bitte genau, was dort im § 1 geschrieben steht.

Gruß
Jürgen
Was soll den das ganze Theater hier eigentlich?

Hier wird zu einen Spendenaufruf für die 01 150 gerufen, damit sie wieder ins Rennen kommt. Nicht mehr nicht weniger!
Ich kann das ganze gesappel nicht verstehen, entweder man Spendet was oder lässt es sein!

Ich kann mich entsinnen, vor nicht all zu langer Zeit, wo ein anderer Edelrenner die Tanzfläche verlassen hatte, waren alle am rumschreien, warum seiner Zeit keine Spenden gesammelt wurden!

Nun könnten mal, alle zeigen wie sie hinter einer Lok/Verein/Stiftung stehen. Meines erachtens nach, müssten die Spendengelder ratz fatz da sein und die Lok könnte dieses Jahr möglicher weise noch laufen!


Also nicht so schwafeln sondern Handeln. Da ist aller mehr geholfen!!!!
Michael Staiger schrieb:
Daß bei Dampflokfahrten nicht ausreichend Einnahmen reinkommen ist keine neue Erkenntnis und vorallem den überzogenen Trassengebühren geschuldet. Hier kann sich jeder gerne bei der Politik dafür einsetzen daß historische Fahrzeuge kostengünstiger fahren dürften - auf der Strasse geht das doch auch! Anstatt hier die Museumsbahner anzugehen könnte man besser sein Kritik-Vokabular nutzen um Verkehrspolitikern die Meinung zu mailen - nur die können für die Museumsbahnen entscheidendes bewegen.

Gruß
Michael

Hallo Michael,

2,65€/Trassenkilometer bei der DB findest du also überteuert? DAs ist schon vergünstigt gegenüber "normalen" Trassen bei DB Netz.

Bei der SAB (respektive ENAG, welche die Infrastruktur betreibt), wo ja bekanntlich in den letzten Monaten die 97er zum Einsatz kam, kostet eine Trasse für eine 01 (Achslast > 18t) immerhin 5,97€/Trassenkilometer, ansonsten 3,98€/Trassenkilometer. Bei der HzL wären es 4,64€/Trassenkilometer, bei der WEG 4,43€/Trassenkilometer.

Generell scheinen private Infrastrukturen deutlich teurer zu sein, als bei der "großen, schlechten und überteuerten" DB (Vorsicht, Sarkasmus!), egal ob WEG, SAB, etc.

Viele Grüße
Tobias
Liebe Leute,
bitte bleibt mal auf dem Teppich und lasst die Vorwürfe gegeneinander und die Lokpersonale der 01 150. Das hilft dem neuen Ansatz für die Reparatur der Lok garnicht.
So ganz dunkel meine ich mich zu erinnern, das die 01 150 nach ihrer letzten HU im Jahr 2014 einen "neuen" Kuppelradsatz brauchte, weil der alte einen Felgenriss hatte. Da wurde man damals bei einem Gastwirt? fündig und tauschte den altbrauchbaren gegen den kaputten Radsatz. Und es erscheint mir nicht unwahrscheinlich, dass im Zusammenhang alle Radreifen überdreht werden mussten. Damit wäre dann auch zu erklären, dass die aktuellen Radreifen schneller das Grenzmaß erreicht haben, womit ein aktuell notwendiges Überdrehen nicht mehr möglich ist.
Übrigens würde ich mich sehr freuen, wenn die Lok wieder ans Fahren käme. Leider gibt mein Geldbeutel aktuell keine Spende her, und ich denke das geht manch Anderem auch so (z.B. nach dem Übergang in den Altersruhestand). Dafür sollte sich niemand rechtfertigen müssen!
Mit freundlichen Grüßen
Andreas
EBO §1.1: "Diese Verordnung gilt für regelspurige Eisenbahnen. Sie gilt nicht für den Bau, den Betrieb oder die Benutzung der Bahnanlagen eines nichtöffentlichen Eisenbahninfrastrukturunternehmens.": sollte doch relativ klar verständlich sein.
Die EBO ist Teil des öffentlichen Rechts mit dem Prinzip der Über- und Unterordnung, ein "nichtöffentliches Eisenbahninfrastrukturunternehmen" (aka "Privatbahn") ist eine privatrechtliche Veranstaltung und da gilt die EBO eben nicht.
J611 schrieb:
EBO §1.1: "Diese Verordnung gilt für regelspurige Eisenbahnen. Sie gilt nicht für den Bau, den Betrieb oder die Benutzung der Bahnanlagen eines nichtöffentlichen Eisenbahninfrastrukturunternehmens.": sollte doch relativ klar verständlich sein.
Die EBO ist Teil des öffentlichen Rechts mit dem Prinzip der Über- und Unterordnung, ein "nichtöffentliches Eisenbahninfrastrukturunternehmen" (aka "Privatbahn") ist eine privatrechtliche Veranstaltung und da gilt die EBO eben nicht.
Juristendeutsch ist eben doch etwas anderes...bitte parallel dazu das AEG studieren.

Selbstverständlich gibt es Privatbahnen, wobei der Eigentümer hier gar keine Rolle spielt, so gibt es neben den Bahnen des Bundes ja auch Bahnen des Landes, mit öffentlichen Verkehr.
WEG, WLE,TWE,AVG um mal ein paar zu nennen.

Was die EBO hier ausschließt sind Werks- und Anschlussbahnen. Also Stichwort BOA.

Das war aber nicht das was ich damit meinte. Wenn aber die EBO §1 grad aufgeschlagen da liegt, mal zum § 32 weiter blättern.
Bitte aber sicherstellen, das es die Ausgabe vom April 2019 ist.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.20 20:40.

Immer wieder spannend...

geschrieben von: Gerd Tierbach

Datum: 12.01.20 22:04

...ist, bei allem Respekt vor Meinungsfreiheit, das Gesabbel das es speziel von dem ein oder anderen hier zu lesen gibt.

Da stellt eine Stiftung in einem Museumsbahn-Forum sich und ihr Projekt zur mittelfristigen Wiederinbetriebnahme einer Schnellzugdampflok vor und das Echo ist teilweise inkompetent unterirdisch.
Es bestärkt mich wieder das es richtig war mich aus dieser Forenwelt, mit all ihren Unterforen, aktiv zu verabschieden. Macht es gut hier...

gt

Weitere Beiträge mit historischen Bildern von mir, findet ihr HIER . (Z. Z. nicht gepflegt)

Eine Übersicht weiterer Inhaltsverzeichnisse mit historischem Bezug: [www.drehscheibe-foren.de]

Neue wie auch ältere Bilder von mir findet ihr auch im Siegerlandforum: [siegerland-forum.forumprofi.de]

Soweit nicht anders erwähnt gilt für alle gezeigten Bilder Copyright: Gerd Tierbach
Alle gezeigten Bilder sind urheberechtlich geschützt und dürfen ohne Genehmigung nicht weiterverwendet werden.




4-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.20 22:51.

Re: Immer wieder spannend...

geschrieben von: Michael Staiger

Datum: 13.01.20 00:44

Hallo Gerd,

bitte lass Dir doch von ein paar wirklich wenigen - wie sagt meinen Frau immer - "Nebenmützigen" nicht die Freude am Forum verderben!
Es überwiegen doch noch immer die guten und schönen Beiträge, dazu dann oft mit hilfreichen Antworten.
Da sind doch dann Kommentare von Leuten die nur ins blaue hinein irgendwas zum "runtermachen" schreiben wollen nicht wirklich entscheidend.
Da es mir nichts ausmacht, versuch ich solche Kommentare "geradezurücken" denn nicht jeder Leser ist im Thema so drin daß er weiß wo die Linie zwischen Realität und Fiktion verläuft.

aufmunternde Grüße aus Lichtenstein (Württ.)
Michael
Toll das die Lok wieder ans laufen kommen soll, viel Erfolg.

Ansonsten ist der Thread wohl vollkommen aus dem Ruder gelaufen. Man meint die Menschheit ist vollkommen
bescheuert geworden.

Letztes Jahr ging 01 118 ausser Betrieb, da kamen einige sogar mit dem Grundgesetz, jetzt soll 01 150 wieder fahren und das Theater geht schon wieder los...

...Kopfschüttel.
Hier geht ja wieder was ab.
Meine Güte, wer's will, spendet was, wer nicht, lässt's eben und gut is!
Ich glaube, die Leute haben zu viel Zeit.
Guten Tag liebe Eisenbahnfreunde der 01 150 und einigen überkritischen Hinterfrager.

1. Die Maschine wurde für knapp 1,0 Mio. Euro nach Zustimmung durch die DB AG und Klärung der Finanzmittel binnen zweier (dreier?) Jahre bis Anfang 2013 saniert. Die Schäden nach dem Brand waren enorm, das kann sich ja jeder ausmalen anhand der im Netz kursierenden Bilder der ausgebrannten Lok.
2. Die Sanierung wurde so gestaltet, dass möglichst viele Komponenten wieder neu sind, jedoch sinnvoller weise Bauteile die nur nachgearbeitet werden brauchen oder für den Zeitraum von ca. 8 Jahren noch funktionsfähig bleiben werden aufgearbeitet. Hierunter fielen z. B. die Radreifen, sie wurden nur neu profiliert.
3. Auf Grund von sog. Alterungsschäden wurden bisher 2 entdeckte große Schäden nach Indienststellung 2013 behoben bzw. sollen behoben werden:
a) ein neuer Treibradradsatz nach Speichenbruch
b) 1 Satz neue Radreifenn die nun abgefahren sind nachdem es zur Rißbildung des Materials kam, der nicht mehr profiliert durch sog abspahnen werden kann
4. Bei der Sanierung hat entgegen vieler Gerüchte die DB AG damals ihren Obulus sehr wohl geleistet, dabei wurde nicht nur Geld gegeben, sondern auch Manpower umsonst dazu gegeben (Auszubildende aus verschiedenen Gewerken wurden bewusst mit einbezogen und die Kosten auch Geld!). Ob es angemessen war oder nicht ist nicht das Thema, weil Vergangenheit
5. Für die Lok wurde damals ein schlüssiges Betriebskonzept erarbeitet und das Ganze in einen Vertrag gegossen. Unter diesen Bedingungen gab die DB AG, vertreten durch den damaligen Vorstand in Berlin grünes Licht, die Lok durfte an die EJS zum Betrieb übergeben werden unter der Leitung und Kontrolle des VM Nürnbergs (DB AG Stiftung).
6. Verträge können in einer schnelllebigen Zeit schnell an ihre Grenzen kommen. Das wird nun erneut angepasst und neu verhandelt. Sehr gut!!
7. Die Lok hat in der Tat eine Sonderstellung innerhalb des Eisenbahnwesens der Deutschen Geschichte. Es wäre die erste Maschine im Besitz der heutigen Rechtsnachfolgerin aller bisherigen deutschen Staatsbahnen Deutsche Bahn AG, die ein 100 Jahre Jubiläum aktiv teilnehmend betriebsfähig repräsentieren könnte.
8. Das nächste Betriebskonzept wird mit Sicherheit erneut der Lok die nötigen Ressourcen für den notwendigen reinen Betrieb incl. einer kleinen Reserverücklage erwirtschaften. Die Einnahmen reichen niemals bei KEINER reinen Museumsdampflok in Deutschland um die HU in 8 Jahren einzufahren. Dazu müsste die Maschine Woche für Woche im Einsatz tagtäglich sein und professionell betreut werden.
9. Es ist realistisch vorstellbar ENDLICH(!) das Thema Regelspur unter Plandampf bei der sich die Vereine komplett vereinen und einen Fahrzeugpool samt Personalpool bilden. Das Ganze bitte auf 1 - 2 Hauptbahnstammstrecken mit GEMEINSAMEN Startpunkt, kein Sternsystem - sondern Linienbetrieb wie in Polen oder wie in Groß-Britannien anzugehen.
10. Ich sehe leider hier keine Chance, da die Szene (teils Anbieterseite + überwiegend die Nachfragerseite) wie man hier wunderbar lesen und erleben kann sich gegenseitig mit Dingen überwirft und überhäuft. "Wer bin ich, wer bist Du und erst Ich, dann Du".
11. Die Infrastruktur ist noch teilweise dazu geschickt geplant und ausgewählt ohne Zwischenbetankung mit Wasser vorhanden (eine einfache Distanz von ca. 150 Km ist ausreichend und somit Pendelverkehr mit 2 - 3 vollen Umläufen je Einsatztag ohne Nachtdienst (nur 2 Mann Lokkesselwache mit Kleinstwartung) realistisch.
12. Ich persönlich jedenfalls habe zur neuen Stiftung mittlerweile mein Vertrauen gefunden, Danke für die Beantwortung der Fragen, das Übrige habe ich selbst mir aus verschiedenen Quellen incl. Literatur erarbeiten können

Alles Gute und toi, toi, toi!

F.H.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.20 12:51.
Moin Frank,

Deinen Beitrag unterschreibe ich vollkommen. Nur bitte bring bezüglich des Linienbetriebs nicht Polen als positives Beispiel. Dieses konzeptlose rumgedampfe um Wolsztyn ist nicht als Beispiel gedacht, wie man es machen sollte, sondern eher als Mahnung, wie man es besser sein lassen sollte.

Ich glaube der Blick ins UK ist weit mehr als Vorbild geeignet, obwohl schwer umzusetzen. Es ist verdammt schwer einer Sache nachzueifern, die komplett andere Voraussetzungen hat.

Grüße
Jens

... We are not there yet, we have lost our soul, the course has been set, we're digging our own hole, we're going backwards, armed with new technology, going backwards, to a caveman mentality ...
Music and Lyrics Martin L. Gore (Depeche Mode; Album "Spirit" von 2017, Song "Going backwards"); dem ist leider nichts hinzuzufügen
Leider kann man hier nicht gefällt mir drücken, daher per Schriftform:

Danke für diese zusammenfassende Aussage.
Diese hätte ich mir auch mal von der Stiftung erwünscht...

Wobei ich nicht ganz mitgehe, das eine Museumsbahnlok sich nicht selber tragen kann.
Das ist eine Ohrfeige für die Vereine, die das mit sehr viel persönlichem Einsatz in der Tat schaffen.
(Und sich vielleicht auch deswegen nicht an einem Tf- und Fahrzeugpool beteiligen möchten)
Zudem ist auch ein deutliches Nord/Südgefälle bei den Museumsbahnen zu beobachten.

Auch ist es nicht verwerflich Spenden einzuwerben, allerdings bei einer HU ausschließlich darauf zu setzen kann nicht der beste Weg sein.
Das zeigen auch die hier in anderen Beiträgen aufgezählten Projekte, aus denen nichts geworden ist.
(Man könnte jetzt provakant sagen, es ist eine reine 01 150 Stiftung auch wenn jetzt allen hier wieder der Draht aus der Mütze fliegt)

Wenn dann am Ende von 8 Jahren nichts mehr übrig ist um eine HU zu beginnen, dann hat man schlichtweg falsch kalkuliert
und das darf man meiner Ansicht nach natürlich kritisch hinterfragen.
Die 01 150 ist nun wirklich nicht wenig gefahren.

Re: Hilfe für 01 150

geschrieben von: Speichenrad

Datum: 13.01.20 16:35

Hab gespendet! So wie ich kann. Freie Fahrt für 01 150!
bmw131 schrieb:
Man meint die Menschheit ist vollkommen bescheuert geworden.
Das is nix Neues. Das weiß man inzwischen...

bmw131 schrieb:Zitat:
Letztes Jahr ging 01 118 ausser Betrieb, da kamen einige sogar mit dem Grundgesetz, jetzt soll 01 150 wieder fahren und das Theater geht schon wieder los...

Wenn man nicht, schon wieder, Äpfel mit Birnen vergleicht, eigentlich nicht.

vG vom Kohlenheini