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Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB

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Re: Die Quetschesse - natürlich mit weiteren Fragen

geschrieben von: geselle

Datum: 09.12.19 21:59

Willi Ess schrieb:
Was ist mit dem Chemnitzer Giesl?

52 8149 hat keine vollständige Giesl-Anlage. Es ist nur die Quetschesse vorhanden. Der eigentliche Giesl ist nicht vorhanden.

Was für einen Giesl bekommt die Löbauer 52er?

Giesl ohne Siederohrdrosslung

Woher stammen die da eingebauten Teile?

Die Quetschesse und der Giesl sind Neubauteile. Fotos dazu findest du bei FB.
[m.facebook.com]

Zur Funktion geht es hier lang:
[de.m.wikipedia.org]

Dort wird auch auf 18 201 eingegangen.

MfG



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:12:09:22:16:22.
Willi Ess schrieb:
Was ist der österreichische Giesl?

52 8149 hat nur eine äußere Attrappe, also nur den Flachschornstein. Die DR stellte ihre aus Stahlblech in Schweißtechnik her, daher waren am Ende Löcher unübersehbar. Eventuell ist der Flachschornstein auf der 8149 (aus Österreich) ein Gußteil? Die Option gab es bei der Fertigung auch.

Wo ist der Unterschied zum DR Giesl?

Siehe oben, in der Herstellungsform der Teile.

Was ist mit dem Chemnitzer

Auch oben abgehandelt - 52 8149 mit "Attrappe" aus Österreich.

Was hat die 18 201 für einen Giesl?

Die aus Österreich gelieferte Originalanlage, die in 50 831 erprobt wurde und anlässlich ihrer Rekonstruktion wieder ausgebaut wurde.

Was für einen Giesl bekommt die Löbauer 52er?
Woher stammen die da eingebauten Teile?

Sollte alles nach den originalen Unterlagen neugebaut sein, vermutlich auch in Schweißtechnik.

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:12:10:07:08:04.
Guten Abend,

Zitat
Was ist der österreichische Giesl?
Wo ist der Unterschied zum DR Giesl?
die Anlagen unterschieden sich in der Art der Fertigung des Schormsteins. Ternitz und die CSD fertigten diese durch Warmumformung in 4 Teilen, die zwei runden Endteile und die zwei "flachen" Seitenteile, entsprechend 4 Nähte an den Enden der flachen Seitenteile. Die DR fertigte aus zwei kaltumgeformten seitlichen Teilen, entsprechend 2 Schweißnähte auf den Scheiteln der Rundungen.
(Diesen Abschnitt neu sortiert. Er war leider nach langem Tag zu später Stunde mehrfach verkehrt verfasst. Entschuldigung.)

Zitat
Was ist mit dem Chemnitzer Giesl?
Der stammt von einer ÖBB-Altbau-52. Ist damit ein lotrechtes Aggregat, und ohne Ableitung einer Teil-Abdampfmenge zum Vorwärmer. Also zweifach unpassend zur Reko-52. Darüberhinaus kann er nicht passend über dem Blasrohr sitzen.

Zitat
Was hat die 18 201 für einen Giesl?
Das ist der erste für die DR beschaffte Giesl. Gekauft in Ternitz, zunächst im Einsatz auf der FVA-50 831.

Zitat
Was für einen Giesl bekommt die Löbauer 52er?
Das Aggregat sollte baugleich zu dem in 18 201 sein, bis auf das Detail mit den Schweißnähten am Schornstein und die Einstellbleche auf dem Mehrfachdüsen-Blasrohrkopf.

Zitat
Woher stammen die da eingebauten Teile?
Wurden von einem qualifizierten Betrieb neu hergestellt.

Hoffe, geholfen zu haben.

Beste Grüße

Klaus



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:12:10:19:22:30.
Zitat:
Was ist mit dem Chemnitzer Giesl?
Der stammt von einer ÖBB-Altbau-52. Ist damit ein lotrechtes Aggregat, und ohne Ableitung einer Teil-Abdampfmenge zum Vorwärmer. Also zweifach unpassend zur Reko-52. Darüberhinaus kann er nicht passend über dem Blasrohr sitzen.

... der "Giesl" war mal auf der 52 7409. Das Düsenteil müßte aber m.E. auch nach Chemnitz gelangt sein. Ein herkömmliches Blasrohr hat die Giesl-Anlage ja nicht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:12:10:12:18:30.

Re: Die Quetschesse - Fragen über Fragen

geschrieben von: Willi Ess

Datum: 10.12.19 12:30

Hallo Klaus und alle anderen Spezies.

Da habt Ihr mir ja was „um die Ohren gehauen“…. ;-))))

Nun ja, die Giesl –Technik ist mir fast nur in Papierform
diverser Publikationen bekannt. Nur die Originalteile
der in Chemnitz im Lokomotivschuppen sind mir als echte
Anschauungsobjekte bekannt.
Übrigens gibt es da 2 Giesl-Anlagen! Die 10 Sek, die man mir
einmal zum Foto in der Chemnitzer 52 8149 zubilligte möchte
ich nicht als Anschauung bezeichnen. Auch muss dabei
berücksichtigt werden, das dort das „Düsenblasrohr“ in
unterschiedlicher Ausführung dort in Chemnitz vorhanden sind.
Bei der in der 52 8149 eingebauten Anlage ist aber der Anschluss
für den MV-Abdampf erkennbar! Oder ist das ein Türke?

https://abload.de/img/giesl4b9kej.jpg

Blick in die Rauchkammer der 52 8149

https://abload.de/img/giesl5tok06.jpg

Hier kann man Schweissnähte an der 52 8149 "gut" erkennen



https://abload.de/img/giesl2c9k0r.jpg

Einzelteile Giesl im Bw Chemnitz


https://abload.de/img/giesl31qj9w.jpg

Einzelteile Giesl im Bw Chemnitz



In die 18 201 durfte ich bis jetzt nicht „hineinschauen“.
Mal ein Foto in Meiningen vom Erdboden aus bei hoch
gehaltener Camera möchte ich nicht zählen.
Dieses wäre also die einzige Original-Giesl Anlage aus
Österreich – und alle anderen bei der DR jemals vorhandenen
Anlagen waren Lizenznachbauten?

Nun zu der Löbauer 52. Hat man da das Giesl Düsenblasrohr
und den Flachschornstein „einfach“ von der 18 201 abgekupfert,
da nach meinem Verständnis das Originalpatent ausgelaufen ist?

Da will ich hoffen, dass die zusätzlichen Kosten durch die
indirekte Leistungssteigerung, bzw Kohlenersparnis
ausgeglichen werden.

Was mir noch nicht so recht verständlich ist, dass da die
Siederohrdrosselung als dazugehöriges Teil zu sehen ist.
Diese Technik ist ja auch schon lange in Deutschland bekannt.
Es wurde zu preussens Zeiten schon mit dem „Automaten“
gearbeitet, und später generell aufgegeben.
Bei den DR-Lokomotiven wurde mit der Giesl-Anlage ja eine
Leistungssteigerung als Hauptaugenmerk bei Braunkohlen-
Bzw Mischfeuerung angestrebt, weniger eine Einsparung
im „nicht angestrengten Zugdienst“, wie ich es verstanden habe.

Nun solls erst einmal reichen.

Ich danke den Spezies, dass sie mir und vielleicht noch
anderen Mitlesern solch tiefgehende Infos hier eröffneten
und viel ihrer Zeit für die Nachhilfestunde geopfert haben ;-)))).

Das liebe ich hier am Hifo: Fragen + Antworten.

Frohe Weihnachten Euch allen vom Willi

Willi Ess - Der Lemgoer

Re: Die Quetschesse - Fragen über Fragen

geschrieben von: geselle

Datum: 10.12.19 15:35

Die fotografierten Einzelteile sehen nach Altteilen aus. Die Flachesse ist nicht Lotrecht. 65.10?
Der Mehrfachdüsenabdampfkopf der 8149 schaut nach Eigenbau aus?
Kann jemand vom SEM sich nicht äußern.

MfG

Re: Die Quetschesse - Fragen über Fragen

geschrieben von: Jumbo

Datum: 10.12.19 18:34

Hallo zusammen,
Können die Düsenteile von der 65.10 Heizlok aus Giesleben stammen?

Einen weiteren neuen Giesl Ejecktor hat die 433.025, welche seit ein paar Jahren in der betriebsfähigen Aufarbeitung ist.
Hier zu sehen in der Galerie "Kolin 31.01.2018"

[imcplzen.cz]

Es bleibt weiter spannend.
Gruß Rudi.

Re: Die Quetschesse - Fragen über Fragen

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 10.12.19 18:37

Jumbo schrieb:
Hallo zusammen,
Können die Düsenteile von der 65.10 Heizlok aus Giesleben stammen?
Die Idee hatte ich auch gerade - 65 1002 in Giersleben hatte das Teil bis zum Schluss... Die in Stassfurt aber nicht?

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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Re: Die Quetschesse - Fragen über Fragen

geschrieben von: Klaus Habermann

Datum: 10.12.19 20:48

Guten Abend,

die Ausstattung von 50/52 mit Giesl erfolgte in zwei verschiedenen Arten:
* bei einem Vorwärmer in der Rauchkammer kommt ein senkrecht stehender Giesl mit dem Mischvorwärmerkasten oder der Einpolterung für die Oberflächenvorwärmer-Trommel in Konflikt. Deshalb entstand ein Zeichnungssatz für 50/52 mit um 2,73° nach hinten geneigter Schornsteinachse. Im Giesl-Blasrohrkopf war gleichzeitig der Abgang für den Anteil Abdampf Richtung Vorwärmer integriert. Auf den Zeichnungen/Fotos sieht das genau so aus wie bei der 8141 realisiert.
* entsprechende Loks ohne Vorwärmer bekamen einen lotrechten Giesl ohne Vorwärmer-Abgang.

Damit es bewiesen sei, hier übereinandergelegte Zeichnungen vom Kessel 50E mit Normal-Esse und dem transparent drübergelegten 52alt-Giesl.

http://klaushabermann.privat.t-online.de/Giesl52altinKessel50E.jpg

Man sieht die Problemzone.

Beste Grüße

Klaus

Re: Die Quetschesse - Fragen über Fragen

geschrieben von: Carsten Frank

Datum: 10.12.19 21:10

Hallo Klaus,

zumindest der Mischkasten der 8134 hat wegen des Giesel im oberen hinteren Bereich den Deckel und den Rand des Mischkastens ausgespart (hab leider gerade unterwegs nur dieses Foto zur Hand wo man es aber erkennen kann).

http://imageshack.com/a/img922/7186/qfYe8n.jpg

War das noch eine weitere Variante oder reichte es auch beim „schrägen“ Giesl ohne Anpassung noch nicht ganz?

Gruß
Carsten



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:12:10:21:11:04.

Re: Die Quetschesse - Fragen über Fragen

geschrieben von: Willi Ess

Datum: 10.12.19 21:56

Da hat der Klaus uns eine schöne Zeichnung hier eingestellt.

Da ich nicht weis, wie die Rohrführung der Ausströmrohre
( in der unten eingefügten Zeichnung "Y") unter bis in die
Rauchkammer dabei gelöst ist, sollte doch
nur durch die Neigung der kommpletten Giesl-Anlage ( d.h.
das Düsenblasrohr, die „Zwischendüse“und des Flachschornsteins
die Problemzone Mischvorwärmer entschärft werden.

D.h. der untere Flansch des Düsenblasrohr wird einige Grad geneigt
oder der Flansch, wo dieses aufgebaut wird hat eine Neigung
nach hinten. In dieser letzten Variante könnte das Gussteil Düsen-
blasrohr gleich sein und in jede Rauchkammer einzubauen sein.

Was nun ausgeführt wurde geht leider aus dieser Zeichnung nicht hervor.
Es wäre ja interessant zu wissen, was bei der 52 8134 nun gemacht wird
um etwas mehr Platz zum MV zu kommen.

Ich habe da mal in dem Plan vom Klaus rumgemalt:

https://abload.de/img/gieslzeichnungchkcp.png
In blau die gesamte Giesl-Anlage nach hinten geneigt.
X = Grüner Bereich nur das Düsen Blasrohr mit Unterbau.
Y = roter Bereich nur Ausströmrohr ( mit Flansch).

Da danke ich auch dem Carsten für die Bilder und dem Claus
für die Zeichnung - ist ja nicht selbstverständlich.

Schönen Abend vom Willi

Willi Ess - Der Lemgoer
Nee nee - Mifahren!!!

Das muss ich in Original erleben. Das ist
genau so wie die 95er auf der Rübelandbahn.

Für beides hätte ich nie geglaubt - so etwas noch
einmal in Natura erleben zu dürfen.

Also Wünsche werden manchmal wahr.

Da muss ich mitfahren!!!

Und das Geld muss doch auch wieder reinkommen.

Viel Glück für das Projekt vom Willi

Willi Ess - Der Lemgoer

Re: Die Quetschesse - Fragen über Fragen

geschrieben von: Carsten Frank

Datum: 10.12.19 22:24

Willi Ess schrieb
Es wäre ja interessant zu wissen, was bei der 52 8134 nun gemacht wird
um etwas mehr Platz zum MV zu kommen.
8134 war jetzt nur ein Beispiel wo ich die Aussparung kannte.
Ist sicher auch an anderen Mischkästen noch vorhanden - wenn es nicht bei Instandsetzungen wieder entfallen ist.
Im September 1980 hörte sich 52.3316 bei einer Fahrt über den Hausruck schon recht seltsam an, mancher dachte an einen Defekt. Am Erzberg oder bei 65 1049 in Saalfeld fiel das Röcheln weniger auf. 18 201 hat ihre eigene Aussprache.
Hausruck 07.09.80 028 (1024x659).jpg

Irgendwo zwischen Attnang-Puchheim und Schärding am 07.09.80

Re: Die Quetschesse - Fragen über Fragen

geschrieben von: Klaus Habermann

Datum: 11.12.19 21:06

Guten Abend Willi,

ja, so war es angedacht und wurde realisiert. Die Neigung des gesamten Aggregates wurde im Standrohr "gegossen", d.h. zwischen dem Flansch aus Richtung Ausströmrohr und dem Walzensitz fürs Blasrohr (dieser diente der Zwangszentrierung Blasrohr/Schornstein) wurde die Längsneigung konstruktiv vorgesehen. Diese richtete sich nach den Einbauverhältnissen zwischen Achse des Ausströmrohres/Schornsteinachse und diesbezüglich hinderlichen Einbauten in der Rauchkammer wie Dampfsammelkasten und Vorwärmer. Dabei gab es die Fälle lotrecht (bspw. P8, 65.10), nach hinten geneigt (bspw. 50/52 mit Vorwärmer, 03.10, 18 201, 23 001), nach vorn geneigt (bspw. G12). Weitere "Kleinigkeiten" wie das von Carsten gezeigte können durchaus die Regel gewesen sein. Bei den 65.10 wurde da auch irgendetwas an der Mischworwärmer-Abdeckung angepasst.

Einen Quer-Einbau hat Giesl-Gieslingen ausdrücklich nicht vorgesehen, da einer der Vorteile auch die schlanke Bauart sei, dank derer man Arbeiten in der Rauchkammer weitgehend ohne Ausbau des Schornsteins bewerkstelligen können soll. Aber in Hinsicht auf die Wirksamkeit des Saugzuges sei auch dies möglich.

Beste Grüße

Klaus

Re: Die Quetschesse - Fragen über Fragen

geschrieben von: Willi Ess

Datum: 12.12.19 21:13

Hallo Klaus und alle anderen hier im Hifo

Also mit dem "mal eben den Giesl draufschrauben "ist es ja nicht
getan. Das kann man schon an der Zeichnung erkennen.
Ich habe ja geschrieben, dass es eine "Siederohrdrosselung"
schon bei den alten Preussen in Form des Automaten gab.
Dieses ist nur teilweise richtig - aber im Ansatz wird damit
auch das Verhältnis der durch einmal die Heizrohre und anderer-
seits die Rauchrohre ziehenden Verbrennungsgasmengen
"verschoben".
Laut den Angaben vom A.Giesl-Gieslingen sollte bei einem
mit Rundschornstein konstruierten Kessel, der nun mit einem
Giesl-Ejektor ausgerüstet wird dieses Gasstromverhältnis
zu Gunsten der Rauchrohre "verschoben" werden. Er führt
an, dass es möglich ist, den Durchmesser der Heizrohre
verkleinernde Ringe in diese Heizrohre einzusetzen.
Wurde wohl bei der Umrüstung der DR-Maschinen auch so
eine Siederohrdrosselung eingebaut, oder wurden neue
Rohrwände mit weniger, bzw kleineren Heizrohren eingebaut?
Wird das auch bei der Löbauer 52 berücksichtigt?

Ja ich sehe schon - noch mehr Fragen. Aber nun sollte
es reichen.

Ich danke allen Infogebern und fleissigen Schreibern hier
und wünsche eine schöne Vorweihnachtszeit.

Bis denne - viele Grüsse vom Willi

Re: Die Quetschesse - Fragen über Fragen

geschrieben von: Klaus Habermann

Datum: 12.12.19 21:45

Guten Abend,

Willi Ess schrieb:
Wurde wohl bei der Umrüstung der DR-Maschinen auch so
eine Siederohrdrosselung eingebaut, oder wurden neue
Rohrwände mit weniger, bzw kleineren Heizrohren eingebaut?
Das ist so einfach nicht.

1. 50 831 wurde mit Siederohrdrosselung getestet. Dabei wurden die Dampftemperaturen teilweise zu hoch.

2. Keine 50/52 der Serienumrüstung der DR erhielt (wsl. wegen 1.) Siederohrdrosselung. Also ist das auch nicht für die 8141 erforderlich.

3. 52 alt der ÖBB erhielten Siederohrdrosselung. Das hing wahrscheinlich mit der verwendeten böhmischen Kohle zusammen, um trotzdem halbwegs sparsam anständige Dampfqualität und Menge zusammenzubringen.

Die Siederohrdrosselung wurde durch vier verschiedene bauliche Maßnahmen erreicht:
* Einbau engerer Siederohre (nur bei entsprechend notwendigen Rohrwechseln und entsprechender Anpassung der Rohrwände), ist nur für einzelne ÖBB-52 bekannt.
* Einbau einer Klappe vor das Heizrohrfeld unterhalb der Rauchrohre rauchkammerseitig. Die Klappe konnte zu Reinigungsarbeiten der Rohre hochgeklappt werden.
* für die Siederohre rings um die Rauchrohre feuerbuchsseitig Drosselringe oder
* rauchkammerseitig Drosselvorsätze, die zur Rohrreinigung hochgeklappt werden konnten

Beste Grüße

Klaus

Re: Die Quetschesse - Fragen über Fragen

geschrieben von: Willi Ess

Datum: 12.12.19 22:10

Hallo zusammen -
die unendliche Geschichte hier der Giesl...

Klaus - Du schreibst:

1* Einbau einer Klappe vor das Heizrohrfeld unterhalb der Rauchrohre rauchkammerseitig. Die Klappe konnte zu Reinigungsarbeiten der Rohre hochgeklappt werden.
2.* für die Siederohre rings um die Rauchrohre feuerbuchsseitig Drosselringe oder
3.* rauchkammerseitig Drosselvorsätze, die zur Rohrreinigung hochgeklappt werden konnten

Wurden diese Massnahmen 1* bis 3* bei der DR auch durchgeführt?

Im Buch von Adolph Giesl-Gieslingen "Anatomie der Dampflokomotive"
( dieses ist wohl z.Zt. das Buch zum Giesl)
taucht er tief in die Technik ein. Aber auf die o.a. Massnahmen
wird da nicht näher eingegangen. Jetzt ist mir nicht bekannt, wann die
Erarbeitung bzw Drucklegung der 1. Auflage war. Mir liegt die 2. von 2004
vor. Ich könnte mir gut vorstellen, da die DR-Aktion über Schöller-Bleckmann
abgewickelt wurde, war das wohl nicht mehr relevant um näher in seiner
Arbeit die Einzelheiten zu berücksichtigen.

Nun ja - sei es drum

Ich danke recht herzlich für die hier eingebrachten Details
Schönen Abend noch vom Willi
Die Patente sind schon vor der Gründung der DBAG abgelaufen. Es gab auch seitens Giesl Gieslingen kein Interesse das Patent zu verlängern. Warum auch Geld für etwas ausgeben mit dem man keinen Gewinn machen kann.

An die Besteller von Verkehrsleistungen: Wer eine werksneue Mercedes S-Klasse bestellt sollte nicht nur einen Trabant bezahlen wollen.
Guten Abend,

zum Glück weiß die Ladehilfe alles ganz genau!

Ich weiß aber nicht, was Adolph Giesl-Gieslingen mit der DB AG zu schaffen gehabt haben soll. Immerhin hat er diese Zeit nicht mehr erlebt. Also bitte verschone uns mit Deinen Weisheiten, die nur das Andenken an alte, kluge Köpfe in den Dreck ziehen!

Grüße

Klaus

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