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Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB

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Re: Ohne Wasser........fährt keine Dampflok

geschrieben von: Michael Staiger

Datum: 10.10.19 13:43

Hallo Willi,

in Frankreich gab es die Tenderbefüllung während der Fahrt auch häufig, da dort von Schnellzügen auch Streckenabschnitte mit 300km ohne Halt durchfahren wurden.

https://s17.directupload.net/images/191010/eo57cxs3.jpg
Im Eisenbahnmuseum Mulhouse gibt es einen Tender mit Aufnahmerüssel, der über dem dargestellten, flachen Metallkanal mittels Kurbel abgesenkt und rechtzeitig vor dem Kanalende wieder angehoben wurde. Es standen da entsprechende Signaltafeln am Gleis. Wie man sieht war der Kanal recht nieder und lag auf den Schwellen auf, so musste der Rüssel nur wenige Zentimeter eintauchen und die Kanalenden waren natürlich angeschrägt. Durch die Fahrgeschwindigkeit wurde das Wasser in den Rüssel getrieben und strömte von oben in den Wasserkasten. Es war wohl die "zügigste" Art, Wasser zu fassen.
Die Kanäle wurden unter zwischenschaltung eines Wasserbehälters (mit Wasserreiniger) aus natürlichen Gewässern gespeist.

Gruß
Michael



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.10.19 15:28.

Re: Ohne Wasser........fährt keine Dampflok

geschrieben von: Peter

Datum: 10.10.19 14:59

Hallo!

Ja - diese "Ruessel-Methode" praktizierten die britischen Eisenbahnen auch (z. B. "Mallard").

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind. Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen. Und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Zudem biete ich Patenschaften fuer meine Fehler an.

Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.

Doch, Dampfloks (Dsp) fahren ohne Wasservorrat!

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 10.10.19 16:17

Dampfspeicherloks erhalten ihren Dampf von einer Fremdanlage, füllen ihren Kessel damit ab und sind dann einsatzbereit, denn sie müssen den Dampf nicht selbst erzeugen und benötigen daher kein Wasser im flüssigen Aggregatzustand.

Gruß

Helmut

Meine bisher erschienenen Beiträge findet ihr durch Anklicken des Bildes hier:
http://s14.directupload.net/images/user/140226/jikgddpg.jpg
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Dampfloks (Dsp) fahren auch mit Wasservorrat!

geschrieben von: Michael Staiger

Datum: 10.10.19 16:25

Hallo Helmut,

das ist jetzt so nicht richtig:

Dampfspeicherlok-Technik

Gruß
Michael
und ich freu mich schon auf kommende Beiträge von Dir



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.10.19 16:30.

Re: Dampfloks (Dsp) fahren auch mit Wasservorrat!

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 10.10.19 17:18

Moin Michael!

Danke für den Link!

Mit Gruß aus dem Norden

Helmut

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Danke....

geschrieben von: TRO

Datum: 10.10.19 22:11

Hallo Helmut,

Danke für das Einstellen des Bildes.

Mfg TRO.

PS: Weil ja auf einigen Bildern der Bildern der Bahnhof Schlettau zu sehen ist, da hat man die 86er die auf der Crottendorfer Schiene eingesetzt waren auch nur noch mit einem C- Schlauch mit Wasser versorgt.
Die Wasserversorgung im allgemeinen war ja bis in die 90er Jahre vielerorts noch einsatzfähig weil ja die V100 Wasser für ihre Heizkessel zum heizen der Reisezugwagen und zum vorwärmen der Motoren benötigten.

Verkauf von diversen Eisenbahnbüchern, Heften (EK, EJ), Sammelwerken und anderem:
[www.ebay-kleinanzeigen.de]

"Die Erzgebirgische Aussichtsbahn" Schwarzenberg-Annaberg- Ausflugsfahrten mit Dampflok und Dieseltriebwagen
[www.erzgebirgische-aussichtsbahn.de]

Die Such- und Angebotsliste für Eisenbahnfahrzeuge &- Teile des VDMT [www.vdmt.de]



Von einem Museumsbahnverein in den 90er Jahren kenne ich es so, dass man mit einem eigenen Standrohr und C-Schläuchen aus dem nächstbesten Hydranten Wasser gefasst hat, und hinterher die Stadtverwaltung angeschrieben hat und um eine Rechnung über soundsoviel Kubikmeter Wasser ersuchte. Dabei wurde immer erwähnt, dass Abwasser nicht anfallen würde, da es ja verdampft wird.....Oft erfüllte sich die heimliche Erwartung, und es kam keine Rechnung, oder man erhielt das Wasser geschenkt.

Einmal wurde in einem kleinen Ortsteil Wasser gefasst, dessen separate Wasserversorgung nur einen kleinen Hochbehälter (10 oder 20 Kubikmeter) hatte, was aber die Lokmannschaft nicht wusste. Der Inhalt des Hochbehälters verschwand im Tender, die Anwohner saßen auf dem Trockenen, wie sich später herausstellte.

Zu den Wasserwagen möchte ich noch den Kesselwagen der ZHL für die 97 501 ergänzen. Diesen kann man nicht komplett mit Wasser füllen, sonst wird er zu schwer. Es war ursprünglich ein Wagen für Alkohol, und der hat ein geringeres spezifisches Gewicht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.10.19 02:14.

Schlettau noch zu DR-Zeiten

geschrieben von: 86_018

Datum: 11.10.19 08:26

Hallo Tom,

hier die Schlettauer Waserstation aus den frühen 80er Jahren.

https://abload.de/img/cro-gmp5q2j7c.jpg


MfG
Helmut

Re: Ohne Wasser........fährt keine Dampflok

geschrieben von: 86_018

Datum: 12.10.19 20:28

Hallo Michael,

Deine Anregung zum fest montierten Wasseranschluß ist natürlich auch an der 86 1333-3 realisiert worden. Nach dem bei der Wasserlieferung in Schlettau in meinem Ausgangsbeitrag der Feuerwehrkamerad eine ordentliche Dusche bekommen hatte, war beim 130-jährigen Jubiläum an diesem Wochenende die elegantere Variante gewählt worden.

https://abload.de/img/130-bsg5oekby.jpg

Beim Dosieren gab dann der Lokführer eine Probe seiner Gelenkigkeit.

https://abload.de/img/130-bsg7bpjmf.jpg

MfG
Helmut

edit: Hatte ein Bild vergessen



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.10.19 10:58.

Re: Ohne Wasser........fährt keine Dampflok

geschrieben von: 0815kotter

Datum: 12.10.19 20:58

Interessanter Beitrag!
Da ich das Problem von beide Seiten (Feuerwehr sowie Lokpersonal) kenne möchte ich hier noch ein paar Sachen erwähnen da es bei einem zu langen Wasserhalt zu 95% an der vorausgegangen Kommunikation scheitert.
Meistens passiert das wenn über mehrere "Hausecken" z.B. einem zwischengeschalteten Veranstalter die Infos an eine Feuerwehr gehen.

Der meist gemachte Fehler:
"Wir brauchen einen C-Schlauch zum Wasserfüllen" > weil der "Rüssel" einen C Anschluß hat.
(wie schon erwähnt, besser ist es an der Lok oder Tender gleich fix einen einen B Anschluß zu verbauen und diverse Übergangsstücke auf der Lok mitzuführen)

Für einen Feuerwehrler heißt diese Information: C-Schlauch = C-Rohr - Betriebsdruck 5bar - mit Mundstück 100l/min, ohne 200l/min. Er rechnet also damit dass er max. 200l/min an die gewünschte Stelle bringen muss!!
Das wären bei 20m³ gleich einmal gemütliche 100min...
Bei der Info "Wir brauchen einen B-Schlauch zum Wasserfüllen" sieht das schon anders aus... da sind wir immerhin schon bei 400l/min bzw. 800l/min.

Der nächste Fehler besteht darin gleich auch noch einen Wunschhydranten anzugeben weil dieser so bequem gleich neben dem Gleis steht...
Unter Umständen wird der nur von einer Stichleitung mit DN80 versorgt, was wiederum heißt das dieser max. 700l/min liefert. Wenn dieser dann noch in einer Gegend mit geringer Nutzungsdichte steht, stehen dann womöglich nicht mehr 20m³ Wassermenge zur Verfügung.

Die Richtige Information ist also.
"Wir brauchen in 15 Minuten 20m³ Wasser für unsere Lok und wir haben einen B-Anschluß"
Und da sind wir in einem Szenario das jeden Feuerwehrmann die Haare zu Berge stehen lässt denn das sind Mengen für einen Großbrand.
Und meines Wissens nach gibt es auch keine Wasseruhren die einer solchen Durchflussmenge gewachsen sind! (die Wasseruhren die von Wasserwerken vorgehalten werden sind dafür gedacht an einen Nachmittag seinen Pool mit 6-7000 Liter Wasser zu füllen...)
Da kommt man selbst wenn man aus einem Gewässer (Fluss etc.) ansaugt, ein paar Höhenmeter überwinden muss und ein paar Schlauchlängen braucht mit einer Tragkraftspritze an die Grenze!
(Mit einer FoxII von Rosenbauer, welche eine sehr verbreitete Pumpe ist, stößt man hier bei gerade einmal nur 100m Schlauch (fünf B-Längen) einer Förderhöhe von 10m (Achtung Tender Oberkannte!) und 3m Ansaughöhe (zum Wasserspiegel) an die Grenze. Bei dieser Menge beträgt schon alleine der Reibungsverlust in den fünf Schläuchen 5 bar!

Es macht also auf jeden Fall Sinn die Feuerwehren ein paar Wochen vorher vor zu warnen, ihnen die Entscheidung zu überlassen wie sie die gewünschte Menge Wasser zur Verfügung stellen (denn das können sie) und vl. den einen oder anderen Wasserhalt an einer "unromantischen" Stelle einzuplanen wenn dort die bessere Wasserversorgung besteht.

Ansonsten muss ich sagen das die Versorgung mit Wasser in meinen Fällen quasi immer problemlos abgelaufen sind wenn die Infos in der Vorbereitung richtig weiter gegeben wurden.

Viele Grüße



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.10.19 21:02.

Film: "Die Bestie Mensch" oder "la bête humaine"

geschrieben von: MS Baden

Datum: 15.10.19 13:16

Hallo allerseits,

in dem Film: "Die Bestie Mensch" oder "La bête humaine" mit Jean Gabin werden ausgezeichnete Eisenbahnszenen von Dampfzügen, in Bahnhöfen, in Bahn-Depots und auf dem Führerstand gezeigt. Unter anderem wird die Wasserentnahme aus dem Wasserkanal während voller Fahrt gezeigt. Den Film kann ich schon aufgrund der vielen ausgezeichnet gefilmten Eisenbahnszenen empfehlen.

Jens

The Elizabethan - Film von British Rail

geschrieben von: Dampffrosch

Datum: 15.10.19 14:26

Hallo zusammen,

soweit ich mich erinnere, kommt da auch eine Scene mit Wassernahme während der Fahrt vor.

Gruß
Horst

Re: Ohne Wasser........fährt keine Dampflok

geschrieben von: 86_018

Datum: Gestern, 11:16:24

Hallo Freunde der Dampflok,

gestern ging es mit Expresszugreisen (PRESS) von Zwickau über Chemnitz und Annaberg-Buchholz, Weipert nach Komotau ins dortige Eisenbahnmuseum.
Ich denke es waren mehr als 400 Gäste im Zug und auch jede Menge Fotografen entlang der Strecke, eine gelungene Sachse war die einhellige Meinung der Zuggäste. Da 86 1333-3 als Zugpferd mit dabei war, habe ich mal die Wasserversorgung unterwegs beobachtet. Ohne die Unterstützung der Feuerwehren in Tschechien wäre es nicht möglich gewesen. Im Fahrplan waren die Wasserpausen ordentlich geplant so gab es auf Hin- und Rückfahrt keine Verspätungen.
Ab Wolkenstein war die 86 vorn am Zug. Der erste Wasserhalt war in Cranzahl.

https://abload.de/img/dsc05015rjj4h.jpg

Hier gibt es noch eine stationäre Wasserversorgung für Normalspur und Schmalspur. Die Erzgebirgsbahn hat diesen wichtige Teil der Infrastruktur erhalten.


https://abload.de/img/dsc05027g6jka.jpg

Nach ca. 20 km gab es im böhmischen Kovarska (Schmiedeberg) die nächsten 4m³ Nachschub. Die örtliche Feuerwehr ist bei vielen Dampffahrten über den Erzgebirgskamm gefragter Wasserlieferant. Mein Freund Rudi Windisch, der Chef der Feuerwehr hier im Bild, verriet mir, dass es nächste Woche ein ähnliches Bild zu sehen gibt. Von Krimov aus fahren wohl mehrere Dampfzüge nach Vejprty.
Für die Strecke bis Chomutov sollte der Vorrat reichen.





https://abload.de/img/dsc05042vljwa.jpg

Für die Zuggäste besonders günstig, unser Sonderzug konnte nach einer Sägefahrt direkt in das Museumsgelände fahren, direkt bis vor den Museumseingang. Hier stand die Feuerwehr aus dem Komotauer Ortsteil Tschernowitz schon bereit um die Wasserkästen wieder aufzufüllen.

https://abload.de/img/dsc05090o9kct.jpg

Die Rückfahrt nach Sachsen erforderte von 86 1333-3 und der 112 565-7 für den Aufstieg aus dem Egertal auf das Erzgebirgsplateau große Anstrengungen
und hatte erheblichen Wasserverbrauch zur Folge. Der von der Feuerwehr angekündigte Wasserhalt fand dann auf freier Strecke hinter Krimow Richtung Vejprty statt. Für die Zuggäste aber nur aus diesem zu sehen. Ein Ausstieg auf freier Strecke ist wegen des Höhenunterschiedes von Wagen zum Schotterbett nicht zulässig. Aber ein Blick aus dem Fenster reichte ja dafür aus. Hier war die Feuerwehr aus Sebastiansberg aufgefahren und hatte für die Zuschauer aus dem Ort ein kleines Picknick organisiert.
Der letzte Wasserhalt fand dann wieder in Cranzahl statt. Da meine Fototechnik mit der Dunkelheit nicht zurecht kam gibt es davon keine vorzeigbaren Bilder.
Der Besuch im Museum war lohnenswert. Doch dazu in einem anderen Beitrag demnächst mehr.

MfG
Helmut

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