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 15 - Museumsbahn 

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Dieses Forum dient zum Erfahrungsaustausch für die Besitzer, bzw. Betreiber historischer Eisenbahnfahrzeuge, sowie für alle Personen, welche sich für den Erhalt und Betrieb solcher Fahrzeuge interessieren.
Es dient NICHT zum Veröffentlichen von Sichtungsbildern - diese gehören ins Sichtungsforum. Bildberichte über Museen und historische Fahrzeuge, sowie die damit in Verbindung stehende Infrastruktur sind jedoch willkommen.
Hinweise auf Sonderfahrten und Veranstaltungstermine sind gestattet, aber bitte nur eine Diskussion je Veranstaltung. Wir behalten uns vor, Beiträge, welche den Eindruck von kommerzieller Werbung erwecken, zu entfernen. In dieses Forum passen auch Beiträge zu Bahnen, welche planmäßig Dampfbetrieb anbieten, sowie zu Touristikbahnen, welche nicht der Definition von Museumsbahnen im strengeren Sinne entsprechen.
Berichte über Veranstaltungen in früherer Zeit (älter als ca. 10 Jahre) sind nach wie vor im Forum Historische Bahn willkommen.
Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB
Meine Fragestellung entsteht durch den letzten Satz im Leitartikel des Chefredakteurs der Zeitschrift Modelleisenbahner Ausgabe Oktober 2019 - siehe Seite 5 rechte Spalte.
Der Artikel beginnt mit "HURRA, SIE WIRD WIEDER FAHREN!" und behandelt das Thema "Dampfzug-Sonderfahrten spielen schon lange nicht mehr ein, was sie kosten."
Der Herr Chefredakteur hält es daher für möglich, dass es noch immer zu viele betriebsfähige Maschinen hierzulande gibt, die sich letztendlich kannibalisieren.
*
MfG verbleibt Dieter

1. edel sei der Mensch, hilfreich und gut
2. ein Freund, ein guter Freund - das ist das Beste was es gibt auf der Welt
3. wahr sind auch die Erinnerungen, die wir mit uns tragen; die Träume, die wir spinnen, und die Sehnsüchte, die uns treiben.
Es liegt nicht an der Anzahl betriebsfähiger Dampfloks sondern eher an den Kosten der "Produktion" einer Sonderfahrt und dem was an Fahrpreisen aufgerufen wird. Bei letzteren gibt es erhebliche Unterschiede.

Und ob die Kosten damit tatsächlich nicht eingespielt werden, sollten wir den Veranstaltern überlassen, die das Risiko einer solchen Fahrt übernehmen. Wären diese Fahrten alle defizitär, dann gäbe es solche Fahrten nicht mehr.
Ich denke, man muß schon genau unterscheiden, ob es sich beim Sonderfahrtanbieter und/oder Fahrzeugbetreiber um ein Unternehmen oder um eine nichtkommerzielle Vereinigung von Eisenbahnfreunden handelt.

Zusätzlich verkompliziert kann die Sache dadurch werden, daß ja auch so manches kommerziell agierende Unternehmen ursprünglich aus dem Enthusiasmus von Eisenbahnfreunden heraus gegründet wurde.

Und jetzt fängt die Sache an, richtig interessant zu werden, denn gerade bei den von Eisenbahnfreunden gegründeten Unternehmen sehe ich zwei grundverschiedene Entwicklungswege. Einmal den friedlichen, progressiven, auf koexistenzielle Zusammenarbeit auf Augenhöhe ausgerichteten und verantwortungsvollen Weg; und zum anderen den aggressiven, auf hegemonistischen Alleinvertretungsanspruch angelegten und jegliche anderen aus dem Weg räumen wollenden, rücksichts- und verantwortungslosen Weg.

Gerade letzteres läßt erst die im Eröffnungsbeitrag dieses Threads aufgeworfene Problematik aufkommen.
Ich finde nach wie vor, Platz ist für alle da! Die Frage ist nur, wie man miteinander umgeht und wie man seiner Verantwortung für die historischen Fahrzeuge einerseits, und für die nach wie vor begeisterungsfähige Schar von Eisenbahnliebhabern andererseits gerecht wird.
Einerseits ist es per se erst einmal gut, wenn ein Unternehmer die Wirtschaftskraft seines Unternehmens auch für den Erhalt und Betrieb historischer Fahrzeuge nutzt und dabei sogar die Anerkennung der Gesellschaft z.B. durch geringere Steuern erfährt. Das ist mitunter aber gar nicht leicht...
Andererseits ist es ein wichtiger Aspekt, ob sich das Volk selbst und insbesondere seine Vertreter der kulturellen Wichtigkeit des Ehrenamtes bewußt sind und die Vereine fördern.
Beides kann - richtig angefangen - gemeinsam Vorteile ausspielen und gemeinsam Schwierigkeiten meistern.

Einen gerechten Mittelweg zur gleichberechtigten Behandlung der Unternehmen und der Ehrenamtler ist nicht leicht, aber möglich. Vor allem hängt die Akzeptanz davon ab, wie besonders die "Profis" auftreten und sich gegenüber den "Ehrenamtlern" aufführen.
Wie gesagt, da sehe ich derzeit zwei sehr konträre Möglichkeiten: Gemeinsam "gesunde Muskelmasse" aufbauen oder am Ende ein für alle tödliches "Krebsgeschwür-Wuchern".



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.09.19 03:16.
Dieter Buddrus schrieb:
...
Der Herr Chefredakteur hält es daher für möglich, dass es noch immer zu viele betriebsfähige Maschinen hierzulande gibt, die sich letztendlich kannibalisieren.
*
MfG verbleibt Dieter
Da ich vor einiger Zeit in diesem Forum ähnliche Gedanken ventiliert habe, führe ich das nicht weiter aus, denn eine kritische Betrachtung ist wohl eher nicht gewünscht hier.

Jedenfalls sind meine diesbezüglichen Aussagen alle gelöscht worden.

Daher: Übe wir uns in Zweckoptimismus und freuen wir uns über möglichst viele betriebsfähige Dampfloks in unserem Lande!

ZUmal die Abschiedsfahrt der 01 118 noch nicht so lange her ist.

:)

.
Hallo Heizer Jupp,

wenn plagt denn eigentlich ein hegemonistischer Alleinvertretungsanspruch?

Dampf069
dampf069 schrieb:
Hallo Heizer Jupp,

wen plagt denn eigentlich ein hegemonistischer Alleinvertretungsanspruch?

Dampf069

Ich werde hier ganz gewiß keine Namen nennen. Nicht, daß DSO noch 'ne Abmahnung bekommt...
Es reicht doch völlig, wenn Du Dich in der Szene mal umhörst.
Über die PRESS wird ja viel gemeckert.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.09.19 09:23.

Re: ? Gibt es hierzulande zu viele betriebsfähige Dampfloks?

geschrieben von: Jo

Datum: 06.09.19 10:38

Ich denke es sind zu viele "Duplikate" unterwegs und jeder, der eine 52.80 ergattern konnte meint, eine Museumsbahn gründen zu müssen.

Da gibt es Loks, deren Wiederinbetriebnahme sicher mehr Aufsehen erregen würde. Ich nenne da mal 10 001, 24 0XX, 39 230, 81 004 oder 93 526. Auch T9.1 oder T9.3 fehlen völlig in der "Szene". Die S3/6 des BEM würde ich mir als DB-Lok vor passenden (vorhandenen) Wagen wünschen.

Fotoveranstaltungen (Personenzüge) zum Preis einer Fahrkarte währen auch mal was für weniger begüterte Fotografen (ist doch egal, ob der zahlende Fahrgast im Zug sitzt oder außerhalb steht)

LG Jo(achim)
Liebe Foristen.

Meine Meinung ist das es gut ist das es mehrere betriebsfähige Dampflok in Deutschland gibt. Sie zu vermarkten ist sicherlich nicht immer einfach.
Ob es die DB gerne sieht,das es auf Ihren Gleisen historischen Schienenverkehr gibt,daran habe ich grosse Zweifel. Historie ist in Deutschland ein Reizthema bei vielen unserer sogenannten Volksvertreter.
Das nur mal so am Rande.
Eine Br 39 230 (mit Hängeeisensteuerung) und eine Br 10 das hätte sicherlich was,wenn die wieder fahren könnten. Warten wirs ab. Nichts ist unmöglich,vorrausgesetzt die finanzziellen Mittel stehn bereit.

Träumen ist doch erlaubt.

Gruss Dietmar Kunen
Blocksiesel
Kennst Du Harry Potter und den "Verbotenen Wald"? Da gab's 'ne Eule aus dem Zaubereiministerium und Harry übte schon mal am Patronus...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.09.19 12:06.
Jo schrieb:
Ich denke es sind zu viele "Duplikate" unterwegs und jeder, der eine 52.80 ergattern konnte meint, eine Museumsbahn gründen zu müssen.
Da gibt es Loks, deren Wiederinbetriebnahme sicher mehr Aufsehen erregen würde. Ich nenne da mal 10 001, 24 0XX, 39 230, 81 004 oder 93 526.
Dann sorg halt für Abwechslung, neben den genannten gibts noch durchaus weiteres Aufarbeitungsfähiges! Und wenn ich mir das Projekt der 78 246 anschaue, dann könnte das das Vorbild für die 93 526 sein.
Bei der 39 230 gibts ja genug Beispiele wie es mit der Zusammenarbeit mit dem Besitzer klappen könnte.


Auch T9.1 oder T9.3 fehlen völlig in der "Szene".
In Heilbronn ist eine T9.1 betriebsfähig


Die S3/6 des BEM würde ich mir als DB-Lok vor passenden (vorhandenen) Wagen wünschen.
Jede Museumsbahn macht ihr Ding so, wie sie es möchten. Du solltest dich also schon selber um die Erfüllung deiner Wünsche bemühen, es gibt noch nicht betriebsfähige S3/6 die vielleicht auf einen "Erwecker" warten?

Fotoveranstaltungen (Personenzüge) zum Preis einer Fahrkarte währen auch mal was für weniger begüterte Fotografen (ist doch egal, ob der zahlende Fahrgast im Zug sitzt oder außerhalb steht)
Miete deinen Wunschzug an, da gibt es ja eine große Auswahl und verkaufe die Fahrkarten zu deinem Preis.

LG Jo(achim)
Hallo Joachmim,

es gäbe genug Möglichkeiten, nutze sie einfach. Auch scheinbar Unmögliches lässt sich bei entsprechender - handwerklicher - Hartnäckigkeit verwirklichen. Nur, Anderen vom Sofa aus zu sagen was sie tun sollen ist natürlich viel einfacher.
Die, die wirklich was auf die Beine stellen brauchen kaum Ratschläge sondern geniessen meine Bewunderung und meinen Respekt.

Gruß
Michael



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.09.19 12:03.
Guten Morgen,

es gibt m. M. n. weder eine Baureihenschwemme an betriebsbereiten Dampflokomotiven mit gültiger HU Frist, noch im engeren Sinne Refinanzierungsprobleme von historischen Fahrzeugen im allgemeinen. Weil diese nicht mehr im klassischen unternehmerischen Sinn betriebswirtschaftlich genutzt werden. Es handelt sich um Liebhaberei und Brauchtumspflege. Angebot und Nachfrage sind denke ich ausreichend. Die Vereine kennen in der Regel ihr Revier. Die Probleme sind rein infrastruktureller Natur und treiben die Preise nach oben. Lässt sich aber durch Fahrzeugeinsatz Angebote mit E und V im Mischbetrieb absenken. Sorgen bereiten die Ersatzteilbeschaffung bestimmter Baugruppen, wenn die Herstellungsmethode nicht mehr vorhanden ist und keine Alternative zur Verfügung steht. Dies ist das Ende einer Lok im Betriebsdienst, egal ob D, V, oder E.

Also ich sehe das Ganze entspannt. Dampflok lebt und fährt auch weiterhin bis das die Grünen sie ausrotten.

Grüße.

Frank Hofmann
Der Trend ist doch schon länger da. Der Vollsortimenter "Eisenbahnverein" mit eigenen Loks, Wagen und ggfs Strecke hin zum Dienstleister Vermietung von Lok, Personal, Wagen und Trase bei DB Netz.
Die Vollsortimenter fahren tendeziell kleinere Loks, sind lokaler tätig und refinanzieren sich auch dort. Meistens ? ist auch noch ein Gönner im Hintergrund.
Der Dienstleister muß professioneller aufgestellt sein und seine Leistungen "agressiver" anbieten. Mischanbieter wie PRESS können ihre sowieso professionellen Strukturen und know how für die Abwicklung von Sonderfahrten einsetzen.

Ob es zu viele Loks gibt, ist gar nicht wirklich planbar, Mal könnten sich 4 01er treffen, mal läuft gerade keine (Ausfall 01 150, Frühverrentung 01 118, spätere Fertigstellung 01 1104 etc).
Es müsste mal jemanden geben, der eine Art "All-Star-Fuhrpark" zusammenkauft, die entsprechenden Loks betriebsfähig aufarbeitet und dann mit viel Bombast Werbung für die Fahrten macht. Analog zum Big Boy in den USA.
Mögliche Loks wären 45 010 (stärkste deutsche Lok), 18 201 (schnellster deutscher Renner) und die erwähnte 10 001 (prachtvollste große Schnellzuglok). Also Giganten, die man auch als solche entsprechend vermarkten kann!

meine Ansicht

geschrieben von: Dieter Buddrus

Datum: 06.09.19 15:08

Aus meine Sicht betrifft das Thema sowieso nur die großen Renner, also 01, 03, 10, 18, 23, 24?, 38 39/22, 41, 44, 50, 52, 58, 62, 65, 78, 94 und 95. Wobei man sich bei der 24, 78, 86 und 94 streiten kann.
Also jene Loks, deren "HU" inzwischen zumeist über 1 Million Euro kostet und deren dazwischenliegende Fristaufgaben inzwischen auch mit lumpigen 300 000 Euro nicht zu bezahlen sind.
Aus meiner Sicht gilt das Thema nicht für Loks der BR 64, 75, 86 und kleiner. Und sowieso nicht für die ganz kleinen und die Dampfloks der Schmalspurbahnen.
1.
ich bin davon überzeugt, dass die aktuelle Nutzung dieser Dampfloks in vielen Vereinen wärmetechnisch nicht gut für diese Loks ist und das die meistens relativ wenigen Fahrten keinesfalls das Geld für die nächste HU einfahren. Die 58er und 78er sehe ich als Ausnahme.
Sonst hätte man neulich nicht die bekannte 01 abstellen müssen, sonst würde Dampfplus noch weiter existieren und sonst wären z.B. die 03 und 23er des LDC längst einsatzbereit wieder daheim und es würden z.B. die Schwarzenberger oder Löbauer nicht nach Finanzierungen suchen. Wobei die genannten Vereine nur als Beispiel dienen.
ich bin auch davon überzeugt, dass die Konzentration von Dampfloks bei 2 bis 3 kommerziellen EVU und dessen massiver wechselnder gut vermarkteter bundesweiter Einsatz durch diese EVU genügend Geld für den Erhalt der Dampfloks einspielen kann.
Nur welche 01, 03, 41, 50, 52 sollte dann weiter fahren? Zank und Streit und ewige Feindschaft wären vorprogrammiert.
2.
ich bin davon überzeugt, dass der Verzicht der Vereine auf eine eigene große Dampflok vielen Vereinen einen Existenzsinn rauben würde. Und da es dann nur noch "tote" Vereine wären, würde deren Attraktivität rapide sinken, was deren Überleben gefährden würde.
Denn aus meiner Sicht können selbst große Fahrzeugsammlungen von toten Loks und Wagen den lebendigen Fahrbetrieb nicht ersetzen.
Und bitte was würde dann aus den diversen Wiederaufbauprojekten? Welcher Reiz für die Arbeiten liegt denn noch vor, wenn die Lok nach der Fertigstellung weg geht und andere das Prachtstück ohne Detailwissen betreiben?
*
MfG verbleibt Dieter
PS: aus zufällig entstandenen Gesprächen mit Vereinsvorsitzenden von Normalspurmuseumsbahnvereinen bei deren Veranstaltungen ist mir bekannt, dass einige bereits existierende Aktivitäten zur Kommerzialisierung der Fahrten mit historischen Fahrzeugen in einigen Vereinen derzeit teilweise extrem heftig und kontrovers diskutiert werden



1. edel sei der Mensch, hilfreich und gut
2. ein Freund, ein guter Freund - das ist das Beste was es gibt auf der Welt
3. wahr sind auch die Erinnerungen, die wir mit uns tragen; die Träume, die wir spinnen, und die Sehnsüchte, die uns treiben.

Re: meine Ansicht

geschrieben von: 1.10

Datum: 06.09.19 16:37

und wieder ein Beitragsbaum in DSO mit wenig Inhalt und vielen Dummschwätzer und Besserwisser. Wenn jeder seine Zeit in einen Verein investieren würde, wäre allen mehr geholfen als endlosen und unnötigen solche Diskusionen.

OT

geschrieben von: Dieter Buddrus

Datum: 06.09.19 17:08

es wäre schon wenn Du als User wenigstens einmal etwas konstruktives schreiben würdest - aber im Suchergebnis auf DSO finde ich beim Thema Musemsbahn eigentlich nur motzen.
Und als Denkhinweis für Dich:
Ausgangspunkt ist ein Artikel des Chefredakteurs der Zeitschrift Modelleisenbahner - immerhin laut Eigenwerbung (!) die auflagenstärkste Hobbyzeitschrift und damit im Hobbybereich durchaus mit Einfluss auf die Meinungsbildung
Und nicht zuletzt war das Thema der Finanzierung des Unterhalts der Dampfloks in Sachsen sogar ein Argument des Ministerpräsidenten zur Wählerwerbung bei der Landtagswahl. Nur Typen wie Du negieren so etwas.
Dabei negierst Du auch gleich noch, dass sogar Vereine mit extrem vielen Mitgliedern und auch vielen aktiven Mitgliedern immer wieder Finanzprobleme haben.

Ist ja richtig...

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 06.09.19 17:38

Was Du schreibst, ist ja erst einmal grundsätzlich nicht falsch.

Ich habe den Artikel im "Modelleisenbahner" zwar nicht gelesen und weiß daher dessen genaue Intention nicht, aber die Fragestellung an sich wäre eigentlich dann genau so unnütz, wie die Diskussion hier.
Mit ein bißchen Nachdenken und ein bißchen Fachkenntnis würde man nämlich schon im Artikel zu der Erkenntnis gelangt sein können, daß es eben keinesfalls zuviele betriebsfähige Dampfloks in Deutschland gibt.

Wenn man weiß, wie sich die Klientel der Dampflokveranstaltungen zusammensetzt, dann weiß man, daß jede derzeit vorhandene Betreiber- und Veranstaltungsform ihren Anteil daran abzudecken in der Lage ist.

Die größte Gruppe sind nun einmal lokal ansässige Familien bzw. Nicht-Hardcore-Eisenbahninteressenten. Denen ist es piepegal, wie die Lok heißt und wir groß deren Räder sind. Dat Dingens muß schwarz sein, rote Räder haben, dampfen, zischen, pfeifen, vielleicht sogar bimmeln, es müssen familienfreundliche Preise und Fahrzeiten aufgerufen werden. Das ist die klassische Spielwiese für Vereine mit einer 50er, 52er o.ä.

Die skibebrillten Soundsauger und Rasereifans mit der Stopuhr oder dem GPS-Gerät in der Hand geben für ihre (gerne akzeptierte) Vollmeise gerne etwas mehr aus, reisen auch von weither an und sind die klassische Klientel für die professionellen Eigner etwas kostenintensiverer, großer Schnellzugloks.

Die Fotografen tauchen überall gerne auf, wo's nischt kostet; also die kann man bis auf spezielle Fotozüge mit exklusiven Zugangsbedingungen kaum in eine Rechnung mit einbeziehen.

Natürlich gibt es auch Mischformen und Abieter, die mehreres abdecken können.

Dennoch ist m.E. Platz für alle da und niemand muß in den Revieren von anderen wildern. Im Gegenteil: Durch kameradschaftliche Zusammenarbeit von professionellen Dampflokbetreibern und Vereinen kann man sowohl auf Anbieter- wie auch auf Konsumentenseite gute win-win-Situationen schaffen. Klassisches Beispiel ist hier z.B. die Zusammenarbeit zwischen der WFL und dem Verein in Schöneweide.

Professionellen Anbietern mit ihren schnellen Fahrzeugen wäre es sogar möglich, attraktive Fahrten zu mehreren lokalen, ehrenamtlichen oder auch kulturellen Anbietern in einer Art Rundreise durchzuführen und damit eine gute Zusammenarbeit zum allseitigen Wachsen und Gedeihen zu leisten.

Andersherum könnte ein professioneller Anbieter natürlich auch das ganze Gegenteil betreiben, sich selbst in den Vordergrund spielen und Vereine als lästige Konkurrenz oder aus welchen Gründen auch immer niederhalten und sich bei geschickt eingefädeltem Niedergang oder Abhängigkeit des Vereins dessen Fahrzeugen bemächtigen. Ob dieses Modell allerdings auf Dauer zu großer Beliebtheit, Fantreue, Solidarität und Erfolg führen würde, sei jetzt mal dahingestellt...

Re: Ist ja richtig...

geschrieben von: Jimmy Harper

Datum: 06.09.19 18:07

Heizer Jupp schrieb:
Andersherum könnte ein professioneller Anbieter natürlich auch das ganze Gegenteil betreiben, sich selbst in den Vordergrund spielen und Vereine als lästige Konkurrenz oder aus welchen Gründen auch immer niederhalten und sich bei geschickt eingefädeltem Niedergang oder Abhängigkeit des Vereins dessen Fahrzeugen bemächtigen. Ob dieses Modell allerdings auf Dauer zu großer Beliebtheit, Fantreue, Solidarität und Erfolg führen würde, sei jetzt mal dahingestellt...
Heizer Jupp, ich genieße jeden deiner Beiträge. Du bist ein wahres Ausbund an Wissen, bringst zudem ein gerüttelt Maß Abgeklärtheit mit und beherrschst sogar die deutsche Sprache.
Dennoch frage ich mich: Welcher marodierende Hyper-Kapitalist mit narzisstischem Geltungsbewusstsein sucht sich denn ausgerechnet eine Museumsbahn o.ä. als Betätigsfeld aus. Da gibt es doch Geschäftsbereiche, die lohnenswerter sind. Hat es sowas jemals in Deutschland gegeben, eine Art Charles Koch oder gar Donald Trump der Eisenbahnnostalgie?

Re: Ist ja richtig...

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 06.09.19 18:53

Jimmy Harper schrieb:
Dennoch frage ich mich: Welcher marodierende Hyper-Kapitalist mit narzisstischem Geltungsbewusstsein sucht sich denn ausgerechnet eine Museumsbahn o.ä. als Betätigsfeld aus. Da gibt es doch Geschäftsbereiche, die lohnenswerter sind. Hat es sowas jemals in Deutschland gegeben, eine Art Charles Koch oder gar Donald Trump der Eisenbahnnostalgie?

Die Antwort, bei WEM solche Persönlichkeitsstörungen zu diagnostizieren wären, überließe ich natürlich einem dafür ausgebildeten Fachmann. Allerdings scheint es unserer Ära immanent zu sein, daß die Zahl derer in Wirtschaft und Politik zunimmt, während in umgekehrter Proportionalität Menschlichkeit, Augenmaß, Vernunft, Bodenhaftung, aber auch wirkliche Effizienz, Nachhaltigkeit und echtes Glück etc. abnehmen.

Viel interessanter ist allerdings, DASS auch Du eine derartige Möglichkeit gedanklich zumindestens schon mal durchgespielt hast...



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.09.19 19:07.

Re: meine Ansicht

geschrieben von: Würzburger

Datum: 06.09.19 19:08

Guten Abend,
an sich wollte ich mir einen Kommentar verkneifen, da dieses Thema für mich als Hiforistus nicht unbedingt im Brennpunkt meines Interesses steht. Ich nehme den Steilpass aber gerne auf .

Mein erster Gedanke war, ähnlich dem deinen, es gibt einfach zu viele Dummschwätzer, die nichts als Begehrlichkeiten haben, aber nicht den Finger krumm machen.

Nebenbei, meine Freizeit verschwende ich unter anderen bei Funktionärsarbeit beim Sport, natürlich neben dem aktiven Sportbetrieb.

Gruß, Thomas



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.09.19 19:13.
Für den Big Boy 4014 hat die UP ganz tief ins PR Portemonnaie gegriffen.

Ob es 4014 aktiv ohne das 150 jährige Jubiläum der Transcontinentalen gegeben hätte ist mehr wie zweifelhaft.
PS: Steve Lee, Vorgänger von Ed Dickens als Chef des UP Steam Programms, hat mal den logistischen Aufwand geschildert wenn der Challenger unterwegs ist. Das heutige Gleisnetz muss auf Eigenheiten der Dampfer keine Rücksicht nehem. Herzstücke sind da schon mal kritisch.

Bigboy4015

Re: meine Ansicht

geschrieben von: EP 5

Datum: 07.09.19 09:01

Würzburger schrieb:

, es gibt einfach zu viele Dummschwätzer,



Das mittlerweile erreichte Diskussionsniveau hier im Forum möchte ich einfach mal lobend hervorheben.Es zeugt von einer noch nie dagewesenen Sachlichkeit, Fairness und vor allem von gegenseitigem Respekt. Es gibt doch überwiegend gut und auch fair argumentierende Menschen, die wirklich überzeugen können und meiner Ansicht nach gerade in unserer Zeit echte Vorbilder darstellen, an denen man sich orientieren kann. Überhaupt habe ich den Eindruck gewonnen, dass hier im Forum - insgesamt betrachtet - bei den Diskussionen, die oben angesprochenen Punkte betreffend, eine durchweg positive Entwicklung zu verzeichnen ist.


Herzliche Grüße,
Marc
Hallo Dieter,

wie sollte denn "zuviele" definiert werden?
Eine "selbstgemachte" Lok hat nur wenig gekostet, man kennt jede Schraube persönlich und natürlich auch jede Schwachstelle, die man im Auge behalten muß um möglichst immer schadlos wieder heimzukommen.
Wer eine Lok machen lässt, bekommt allenfalls das, was er bezahlt hat und muß die "Schwachstellen" erst erfahren bzw. deren Nachbessern auch noch finanzieren. Das lesen wir hier ja oft genug.
Sehe also eher ein Problem mit Loks die man gegen Geld machen lässt denn deren RE-Finanzierung ist m. E. unmöglich! Während die Vereine, die es wie gesagt überwiegend selber machen schon über die Runden kommen können. Diese Vereine wissen auch, was sie an den anderen haben, da klappt dann auch die Zusammenarbeit, oft wandert da z. B. Spezialwerkzeug hin und her. Da redet man dann auch mitnander bezügl. geplanter Veranstaltungen oder macht sie gleich zusammen.

Gruß
Michael



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.09.19 13:22.
Ich sehe eher weiter wachsende Hürden bei der fortschreitenden Sanierung von Tunneln auf die Betreiber zu kommen. Auch Signaltechnik behindert zu nehmend die Sache. In der Schweiz können manche Strecken wegen neuer Sicherungstechniken schon nicht mehr leider befahren werden. Dadurch fallen so manche Möglichkeiten einer schönen Streckenführung weg und Umwege kosten mittlerweile viel Geld extra. Ausweichmöglichkeit ist hier der zum Teil ein Mischbetrieb. Das trägt aber nicht jeder treue Kunde so einfach monetär weiterhin mit. Mal abwarten wie das so weiter geht.

Ich plädiere auch für den Versuch eine geeignete Fernstrecke (grob 150 KM) mit 2 Drehscheibenanlagen an beiden Enden, die so ein Wenig von der modernen Bahn vergessen wird im Fernverkehr zu bedienen die Bevölkerung aber sicherlich nicht abgeneigt wäre, über den Bundesverband und Lobbyarbeit bei politischen und nicht politischen Verbündeten zurück zu "monopolisieren". Kein Rückbau von Bahnsteiglängen, Ausweichgleisen, etc.. Signaltechnik moderat Dampfloktechnikgerecht aber modern. Egal wo diese Strecke dann wäre, es würde den Vereinen enorm als Backup weiter helfen. Die Briten haben bereits so einige "Langstrecken". Wenn es zur Not mit den Profis PRESS und WFL nur geht soll es auch recht sein. Irgendwie liegt so eine Sache in der Luft. Wir haben wunderbare Schnellzugloks unter Dampf, die brauchen ihr festes Revier. Die Strecke aber nur pachten nicht kaufen.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.09.19 22:59.
Dieter Buddrus schrieb:
Meine Fragestellung entsteht durch den letzten Satz im Leitartikel des Chefredakteurs der Zeitschrift Modelleisenbahner Ausgabe Oktober 2019 - siehe Seite 5 rechte Spalte.
Der Artikel beginnt mit "HURRA, SIE WIRD WIEDER FAHREN!" und behandelt das Thema "Dampfzug-Sonderfahrten spielen schon lange nicht mehr ein, was sie kosten."
Der Herr Chefredakteur hält es daher für möglich, dass es noch immer zu viele betriebsfähige Maschinen hierzulande gibt, die sich letztendlich kannibalisieren.
*
MfG verbleibt Dieter
Zuviele für was denn?
Michael Staiger schrieb:
Hallo Dieter,

wie sollte denn "zuviele" definiert werden?
Eine "selbstgemachte" Lok hat nur wenig gekostet, man kennt jede Schraube persönlich und natürlich auch jede Schwachstelle, die man im Auge behalten muß um möglichst immer schadlos wieder heimzukommen.
Wer eine Lok machen lässt, bekommt allenfalls das, was er bezahlt hat und muß die "Schwachstellen" erst erfahren bzw. deren Nachbessern auch noch finanzieren. Das lesen wir hier ja oft genug.
Sehe also eher ein Problem mit Loks die man gegen Geld machen lässt denn deren RE-Finanzierung ist m. E. unmöglich! Während die Vereine, die es wie gesagt überwiegend selber machen schon über die Runden kommen können. Diese Vereine wissen auch, was sie an den anderen haben, da klappt dann auch die Zusammenarbeit, oft wandert da z. B. Spezialwerkzeug hin und her. Da redet man dann auch mitnander bezügl. geplanter Veranstaltungen oder macht sie gleich zusammen.

Gruß
Michael
Stimmt auffallend! Wer es kann und das know-how hat, soll es tun. Andere enden über kurz oder lang á la 01 118.

Auch eine Generationenfrage

geschrieben von: Schwarzwaelder

Datum: 08.09.19 13:31

Zumindest im westlichen Teil Deutschlands stirbt die Generation, die in ihrer Jugend noch selbst mit Dampfzügen gefahren ist, aus.
Für die ist/war eine Fahrt im Dampfzug eine nostalgische Erinnerung an die Jugend- und Kinderzeit.

Die heutige Generation hat naturgemäss andere Prägungen und Interessen.
Man sieht das ja auch bei den Modelleisenbahnen.
Welches Kind wünscht sich heute noch eine Märklin-Eisenbahn?





Schwarzwälder

Warum so harsch?

geschrieben von: Peter

Datum: 08.09.19 15:00

Hallo!

1.10 schrieb:
und wieder ein Beitragsbaum in DSO mit wenig Inhalt und vielen Dummschwätzer und Besserwisser. Wenn jeder seine Zeit in einen Verein investieren würde, wäre allen mehr geholfen als endlosen und unnötigen solche Diskusionen.
Die Fragestellung an sich ist doch berechtigt - und das Thema wird noch dringender, wenn man die Ueberalterung in manchen Vereinen betrachtet (die ja hier ebenfalls schon mehrfach thematisiert wurde).

Ausserdem gibt es "den" Verein nicht - jeder Verein ist anders, jeder hat ein anderes Umfeld und andere Voraussetzungen.

Insofern sind Fragen/Kommentare berechtigt, solange sie nicht einfach pauschal oder nur des Staenkerns wegen krtisieren.

Und so sehr ich die Leistungen der ZHE um die Restaurierung der 97.5 bewundere, so sehr kann ich auch die Vereine verstehen, die sich eine "leicht erhaeltliche" 52.8 besorgen - jeder Verein nach seinen Moeglichkeiten.

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind. Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen. Und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Zudem biete ich Patenschaften fuer meine Fehler an.

Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.

Re: Auch eine Generationenfrage

geschrieben von: Stenzo di Monaco

Datum: 08.09.19 16:11

Schwarzwaelder schrieb:
Zumindest im westlichen Teil Deutschlands stirbt die Generation, die in ihrer Jugend noch selbst mit Dampfzügen gefahren ist, aus.
Für die ist/war eine Fahrt im Dampfzug eine nostalgische Erinnerung an die Jugend- und Kinderzeit.

Die heutige Generation hat naturgemäss andere Prägungen und Interessen.
Man sieht das ja auch bei den Modelleisenbahnen.
Welches Kind wünscht sich heute noch eine Märklin-Eisenbahn?





Schwarzwälder
Bin hier gerade in den Niederlanden, also hier helfen viele Junge Leute (auch Mädels) mit.

Zu dem Thema Modelleisenbahn speziell von Märklin sei gesagt. Welches Kind (bzw. Eltern) kann und will sich denn sowas noch leisten. Vor ca. 10 Jahren kostete eine "einfache" 64er bei Fleischmann ca. 200€ eine ganze Stange Geld. Heute kostet wegen dem ganzen Technikschnickschnack die 64er von Märklin bis zu 330€ . Ich glaube mehr gibt es dazu gar nicht zu sagen. Sobald ich mal Kinder habe, werde ich denen keine Modellbahn kaufen.

Gruß Stenzo

https://abload.de/img/monacofranze47jtr.jpg
schaug Spatzl wia i schau !

Re: Auch eine Generationenfrage

geschrieben von: Schwarzwaelder

Datum: 08.09.19 16:46

Stenzo di Monaco schrieb:
Zitat:
Zu dem Thema Modelleisenbahn speziell von Märklin sei gesagt. Welches Kind (bzw. Eltern) kann und will sich denn sowas noch leisten. Vor ca. 10 Jahren kostete eine "einfache" 64er bei Fleischmann ca. 200€ eine ganze Stange Geld. Heute kostet wegen dem ganzen Technikschnickschnack die 64er von Märklin bis zu 330€ . Ich glaube mehr gibt es dazu gar nicht zu sagen. Sobald ich mal Kinder habe, werde ich denen keine Modellbahn kaufen.

Gruß Stenzo
Märklin war schon zu meiner Kinderzeit extrem teuer (bei den damaligen Löhnen). Konnten sich viele Eltern schon damals nicht leisten und sind notgedrungen auf die billigeren Hersteller oder die Plastikeisenbahnen von Neckermann ausgewichen.

Und alles hat seine Zeit.
Welches Kind interessiert sich noch für Zeppeline oder Mondlandefähren als Spielzeug? Waren alles mal "Renner" bei den Kids.
Und mit den Modelleisenbahnen (speziell denen mit Dampfloks) ist es halt auch so.



Schwarzwälder
Wenn Loks aus den Niederlanden gefragt wurden weil deutsche Dampfloks nicht betriefsfähig sind dann is diese Frage meiner Meinung nach überflüssich.

Re: Auch eine Generationenfrage

geschrieben von: Stenzo di Monaco

Datum: 08.09.19 20:57

Schwarzwaelder schrieb:
Stenzo di Monaco schrieb:
Zitat:
Zu dem Thema Modelleisenbahn speziell von Märklin sei gesagt. Welches Kind (bzw. Eltern) kann und will sich denn sowas noch leisten. Vor ca. 10 Jahren kostete eine "einfache" 64er bei Fleischmann ca. 200€ eine ganze Stange Geld. Heute kostet wegen dem ganzen Technikschnickschnack die 64er von Märklin bis zu 330€ . Ich glaube mehr gibt es dazu gar nicht zu sagen. Sobald ich mal Kinder habe, werde ich denen keine Modellbahn kaufen.

Gruß Stenzo
Märklin war schon zu meiner Kinderzeit extrem teuer (bei den damaligen Löhnen). Konnten sich viele Eltern schon damals nicht leisten und sind notgedrungen auf die billigeren Hersteller oder die Plastikeisenbahnen von Neckermann ausgewichen.

Und alles hat seine Zeit.
Welches Kind interessiert sich noch für Zeppeline oder Mondlandefähren als Spielzeug? Waren alles mal "Renner" bei den Kids.
Und mit den Modelleisenbahnen (speziell denen mit Dampfloks) ist es halt auch so.



Schwarzwälder
Ich sagte doch: es war schon immer teuer ! Aber jetzt ist es halt extrem teuer und in diesem Sinne auch kein Spielzeug mehr, sondern eine detailgetreue Nachbildung der Realität mit Geräuschen und Anfahren und Bremsen. In diesem Sinne nichts mehr für Kinder.

Gruß Stenzo

https://abload.de/img/monacofranze47jtr.jpg
schaug Spatzl wia i schau !

Re: Auch eine Generationenfrage

geschrieben von: Schwarzwaelder

Datum: 08.09.19 22:02

Stenzo di Monaco schrieb:
Ich sagte doch: es war schon immer teuer ! Aber jetzt ist es halt extrem teuer und in diesem Sinne auch kein Spielzeug mehr, sondern eine detailgetreue Nachbildung der Realität mit Geräuschen und Anfahren und Bremsen. In diesem Sinne nichts mehr für Kinder.

Gruß Stenzo
Wenn noch ein Markt (also Nachfrage durch die heutige Kindergeneration) vorhanden wäre, gäbe es auch Anbieter kostengünstiger Modelleisenbahnen.
Märklin hat es ja selbst erfolglos mit diversen Billig-Serien (Hobby, Primex) versucht.

Darum geht es doch bei diesem Thema. Dampflokomotiven (in klein oder in natura) interessieren immer weniger Menschen, weil die nachwachsenden Generationen andere Interessen haben. Ein ganz natürlicher und logischer Vorgang.


Schwarzwälder

Re: Auch eine Generationenfrage

geschrieben von: Stenzo di Monaco

Datum: 09.09.19 10:38

Ganz so wie du sagst ist es jetzt auch nicht, gerade in Holland waren auch sehr viele junge Leute (auch viele Deutsche), die fleißig fotografiert haben.
Wenn ich jetzt polemisch bin, liegt vielleicht der Rückgang der Interessenten daran, dass viele dieser Leute (gott sei Dank nicht alle) oftmals ein besonderer Schlag an Menschen sind, die (sagen wir mal) schwierig an Frauen zu vermitteln sind. Wenn ich bedenke wie unfreundlich und ungehalten, manche Leute aus der Szene werden, wenn man 10m von der Kamera weg mit seinem Nachbarn redet, kurz bevor der Zug kommt, ist schon ein Klasse für sich. Viele dieser Leute, kennen nur ihre Modellbahnen und reisen zu den Sonderfahrten stets mit dem Auto an und jagen dem Zug förmlich den ganzen Tag hinterher. Dass viele Frauen, das nicht so attraktiv finden, kann ich verstehen.

https://abload.de/img/monacofranze47jtr.jpg
schaug Spatzl wia i schau !

Re: Auch eine Generationenfrage

geschrieben von: Ladehilfe

Datum: 09.09.19 12:11

Schwarzwaelder schrieb:
Zumindest im westlichen Teil Deutschlands stirbt die Generation, die in ihrer Jugend noch selbst mit Dampfzügen gefahren ist, aus.
Für die ist/war eine Fahrt im Dampfzug eine nostalgische Erinnerung an die Jugend- und Kinderzeit.

Die heutige Generation hat naturgemäss andere Prägungen und Interessen.
Man sieht das ja auch bei den Modelleisenbahnen.
Welches Kind wünscht sich heute noch eine Märklin-Eisenbahn?





Schwarzwälder
Welche Eltern können sich heute noch Märklin leisten?

An die Besteller von Verkehrsleistungen: Wer eine werksneue Mercedes S-Klasse bestellt sollte nicht nur einen Trabant bezahlen wollen.

Re: Auch eine Generationenfrage

geschrieben von: E-Oldtimer

Datum: 10.09.19 13:47

Stenzo di Monaco schrieb:
Ich sagte doch: es war schon immer teuer ! Aber jetzt ist es halt extrem teuer und in diesem Sinne auch kein Spielzeug mehr, sondern eine detailgetreue Nachbildung der Realität mit Geräuschen und Anfahren und Bremsen. In diesem Sinne nichts mehr für Kinder.
Ganz so kann man das nicht stehen lassen. Es gibt online einen riesigen privaten Gebrauchtmarkt, den es früher nicht gab. Wer möchte, kann billiger einkaufen als damals. Klar, nicht alles immer sofort, aber das Jagen eines Wunschobjektes kann ja auch Spaß machen.

Gruß,
Till