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Waldsterben im Harz

geschrieben von: Klaus D. Holzborn

Datum: 02.09.19 16:47

Inzwischen nimmt das Absterben der Bäume im Harz selbst in tieferen Lagen zu.

Eine der Ursachen ist natürlich, dass die Fichte, die zu Unmengen zur Jahrhundertwende 1900 hier gepflanzt wurde, schon nach 70-80 Jahren "erntereif" war, was aber aus sicherheitstechnischen Gründen bis 1990 unterblieb. Danach wurde das Gebiet großflächig zum Naturschutzgebiet erhoben (Bündnis 90 / Die Grünen) und alle freuten sich.
Inzwischen sind die Bäume überaltert. Dazu kommt/kam, dass Fichten aufgrund der klimatechnischen Gegebenheiten sowieso nur in Höhen bis etwa 500 Meter (andere sagen 400 Meter) angepflanzt gehörten (das entspräche etwa 700 Meter im Schwarzwald). Dazu kommt, dass die Naturschutzbehörden und Forsten sich seit Jahren auf den Tenor zurückziehen: "Der Wald hilft sich von alleine". Na ja, die ersten Brombeeren und Birken stehen bereits, aber ob das von diesen Leuten so erwartet wurde?!?
Dazu kommen die inzwischen seit 2010 freigeräumten Bereiche, die aus eben vorgenannten Gründen NICHT wieder aufgeforstet wurden. Dazu kommt der größte Fehler aus den Jahren um 1900: Die Bäume wurden viel zu eng gepflanzt. So ist ihre Krone viel zu klein für den inzwischen großen Baum, dazu gelangt kaum noch Regenwasser auf den Waldboden, der natürlich versauert und dem Borkenkäfer eine Angriffsfläche bietet. Besonders die Bäume am Rand der stehen gebliebenen Forste sind besonders betroffen, vor allem, wenn sie in Hanglage stehen und das Regenwasser zwar Zutritt hätte, doch schnellstens bergab läuft (und noch Mutterboden mit sich reisst).

Okay, es gibt nun Leute unter Euch, die wissen alles noch viel viel besser und die können sich austoben, nur bringen tut es gar nichts. Damit wird kein Baum gerettet und ein Umdenken der Forstbehörden findet derzeit auch nicht statt, wie die Presse in Sachsen-Anhalt und Niedersachen berichtet, im Gegenteil. Ganz schlimm ist die Situation entlang der Bundesstraße 4 zwischen Torfhaus und Braunlage und im Brockenbereich der Nord-und Ostlagen über 700 Meter.

Jetzt möchte ich Euch ein paar Fotos zeigen, die die 2016 freigeholzte Stelle im Drängetal (ca. 1,5 km vor dem BÜ der Landstraße in Drei Annen (ehem. Gasthaus):
99_7237-rsP8925-Draengetal-20171106-Holzborn-1849Phd.jpg
So sah es im Herbst 2017 aus, links der Bereich war schon früher freigeholzt worden und die ersten Birken haben sich ausgebreitet und zeigen sich im "Indian Summer". Bis auf einige wenige Fichten, die braun sind, sieht alles noch sehr gut aus.
99_7240-vP8931-Draengetal-20190824-Holzborn-6868Pkl.jpg

vorige Tage sah es an etwa gleicher Stelle so aus: Die Fichten sind zum größten Teil trocken gefallen und selbst erste Birken haben schon braune Blätter, dies ist aber dem trockenen Sommer 2018 und diesem zu verdanken.
99_7237-v(rues)P8933-Draengetal-20180726--Holzborn-J5577kl.jpg
Hier die ehemalige Fotostelle "Bello-Kurve" des ehemaligen Bereiches des Waldbrandes von 1988. Hier wurde alles wieder "rechtzeitig" bis 1990 aufgeforstet und die Bäume (Fichten) im Hintergrund sehen gesund aus, stehen aber wieder viel zu eng beeinander.
99_7239-vP8933-Draengetal-20190824-Holzborn-6962kl.jpg
Diesselbe Stelle vor ein paar Tagen, rechts die Fichten hat's erwischt und selbst bei den jungen Bäumen im Hintergrund sind die ersten schon dabei, braun zu werden, also abzusterben.
99_7247-rwsP8925-Draengetal-20190824-Holzborn-7018kl.jpg

Selbst die Fichten auf dem gegenüberliegenden Bergen fangen an, braun zu werden.


edit Druckfehler



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.09.19 16:54.

Waldsterben im Harz II

geschrieben von: Klaus D. Holzborn

Datum: 02.09.19 16:52

99_234-lwsSweit-Draengetal-20190824-Holzborn-6893kl.jpg
Trotz Luftflimmern sehen wir hier den Nordhäuser-Doppelkornzug mit zwei Wagen vor der Kulisse des Thumkuhlentales, hier stirbt ein Baum nach dem anderen ...
Unterhalb und überhalb des Zuges wurde das Gebiet bereits 2010 freigeholzt, es haben sich aber längst nicht überall neue Bäume angesiedelt.

99_234-vS-Draengetal-20190824-Holzborn-6913kl.jpg
und hier noch mal der Nordhäuser Zug etwas näher (so fällt es auch nicht auf, dass nur 3 Wagen dran hängen ...)

Wie gesagt, ich reagiere auf Kommentare nicht. Es ist lediglich eine Bestandsaufnahme mit Bildern.

Eine schöne Zeit ...

Re: Plantagensterben im Harz II

geschrieben von: Christian Kehr

Datum: 02.09.19 17:00

Wie sagte Herr Wohlleben dazu kürzlich: Das ist- oder besser war - kein Wald, sondern eine Plantage mit den Anfälligkeiten für Stresssituationen ...

Alles wandelt sich ... schmeißt Bucheckern und Eicheln u.ä. auf die Freiflächen ...

Muss mich korrigieren: Buchen scheinen auch Flachwurzler zu sein ... jedenfalls machen sie im dürregeplagten Thüringen wohl auch Probleme



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.09.19 18:11.

Re: Waldsterben im Harz II

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 02.09.19 17:16

Schon merkwürdig, Herr Holzborn!

Erst einmal ein nicht gerade belangloses Thema anstoßen, das sicherlich kommentierungsfähig ist, und dann Ihren Beitrag mit diesem Satz : "Wie gesagt, ich reagiere auf Kommentare nicht. " enden zu lassen .


Warum unterziehen Sie sich bei dieser "Kommentareinstellung" überhaupt dieser Mühe?

fragt mit kopfschüttelnden Grüßen freundlich

Helmut Philipp

Meine bisher erschienenen Beiträge findet ihr durch Anklicken des Bildes hier:
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Re: Waldsterben im Harz

geschrieben von: rekok73

Datum: 02.09.19 17:46

Moin,

um mal bei der Wahrheit zu bleiben:

Zitat Klaus D. Holzborn: Danach wurde das Gebiet großflächig zum Naturschutzgebiet erhoben (Bündnis 90 / Die Grünen) und alle freuten sich.

Zitat Wikipedia: Der Nationalpark Hochharz wurde am 1. Oktober 1990 zwei Tage vor der Deutschen Wiedervereinigung aufgrund eines Ministerratsbeschlusses der DDR-Regierung zum Nationalparkprogramm eingerichtet.

Die "Regierung de Maizière" wurde aus CDU, SPD, BFD und DSU gebildet. Bündnis 90 bzw. Die Grünen hatten an der Nationalparkgründung somit keinen regierungspoltischen Anteil.

Gruß aus Wernigerode, René

Re: Waldsterben im Harz - ...

geschrieben von: andreas +

Datum: 02.09.19 20:02

Helmut Philipp schrieb:
Schon merkwürdig, Herr Holzborn!
...
Warum unterziehen Sie sich bei dieser "Kommentareinstellung" überhaupt dieser Mühe?
Klaus D. Holzborn schrieb:
Zitat:
W.... Es ist lediglich eine Bestandsaufnahme mit Bildern.
Er möchte uns nur seine Bilder zeigen.

Re: Waldsterben im Harz

geschrieben von: Jürgen aus Stuttgart

Datum: 02.09.19 20:29

Der Herr Holzborn ist ja ein ganz schlauer. Er weiss alles gaaaanz genau.

Blöd nur irgendwie, dass ein paar Threads weiter unten der Harz ganz anders dargestellt wird.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.09.19 20:32.

Re: Waldsterben im Harz (2B)

geschrieben von: franke-bahn

Datum: 02.09.19 21:18

Hallo,

ich hänge jetzt einfach mal zwei Bilder vom 12. und 13.8.2019 dran. Aufgenommen oberhalb von Schierke.

IMG_8475.JPG


IMG_8757.JPG

Warum der Wald jetzt so aussieht, welche Fehler man vllt. vor Jahren gemacht hat und was jetzt die beste Idee zum Erhalt ist, möchte und kann ich nicht urteilen.

Viele Grüße

Steve

Re: Waldsterben im Harz

geschrieben von: Sarkana

Datum: 02.09.19 21:24

Nya, kann man ignorieren - Fichte ist nur am Brocken heimisch, schon Torfhaus liegt fast schon zu niedrig. Gegen Birken als Pioniergehölz, das die Bodenerosion verhindernden Brombeeren soweit beschatten, daß andere Bäume wachsen können, ist auch nichts einzuwenden. Wald braucht ne Weile und nicht überall ist natürlicherweise Wald zu erwarten. Das mit der zu engen Pflanzung ist im Übrigen auch Unfug. Das sorgt für astfreie Stämme, für die Holzverarbeitung in Bergbau und zu Brettern hilfreich. Das wird nicht mehr gemacht, weil Pflanzung und Läuterung mehr Geld benötigen, als die Astfreiheit einbringt.

Nein, er meint über den Dingen zu stehen...

geschrieben von: 35 1113-6

Datum: 02.09.19 21:27

...und Kritik jeder Art sei seiner nicht würdig. Arrogant und in einem Forum, wo es um Diskussion geht, schlicht deplatziert - aber das hat Herr Holzborn schon in vergangenen Diskussionen bewiesen. (Übrigens als Antwortender, in einer Rolle, in der sicher Feedback erwartet bzw. den Austausch eines Forums vorausgesetzt hat.)

Beste Grüße aus Leipzig
Martin


"Schaut zu den Sternen und nicht hinab auf Eure Füße. Seid neugierig, und wie schwer auch immer das Leben scheinen mag, so gibt es doch immer etwas, das ihr tun und worin ihr erfolgreich sein könnt. Es kommt darauf an, nicht aufzugeben." (Stephen Hawking)

Auch andern Orts ähnliche Probleme

geschrieben von: Christof 421

Datum: 02.09.19 22:25

Das Problem ist, es war 2018 und auch 2019 zu trocken, es hat nie länger und ergiebig geregnet.
Und wenn, dann riesige Mengen auf einen Schlag, die der trockene Boden nicht aufnehmen kann.

Bei den im Harz und am Brocken vorherschenden Kiefern kommt dann noch der Borkenkäfer dazu, der sich in Wärme sehr wohl fühlt und explosionsartig ausbreitet.

Auch der Winter war im wesentlichen zu trocken.
Auch im Report war das neue Waldsterben bereits Thema.
[www.daserste.de]

Ganz aktuell habe ich einen Link vom Blick.
[www.blick.ch]

Und bei uns hat man die Eschen aus dem Wald geholt, so lange man noch etwas für das Holz bekommt und die Bäume nicht vom Eschentriebsterben befallen werden.

Nachdenkliche Grüsse
Christof 421

Re: Baumarten

geschrieben von: 217 055

Datum: 03.09.19 00:14

Christof 421 schrieb:Zitat:
Das Problem ist, es war 2018 und auch 2019 zu trocken, es hat nie länger und ergiebig geregnet.
Und wenn, dann riesige Mengen auf einen Schlag, die der trockene Boden nicht aufnehmen kann.

Bei den im Harz und am Brocken vorherschenden Kiefern kommt dann noch der Borkenkäfer dazu, der sich in Wärme sehr wohl fühlt und explosionsartig ausbreitet.
Hallo Christof 421,

aber bitte, wo stehen im Harz Kiefern in nennenswerter Anzahl? Da hast Du Dich wohl vertan - es stehen und sterben Fichten, Fichten, Fichten, weiter unten auch Lärchen (die sind besonders massiv betroffen).


Grüße
217 055

Re: Waldsterben im Harz

geschrieben von: Klaus D. Holzborn

Datum: 03.09.19 09:19

Moin René,

formal hast Du Recht,

aber selbstredend sind die nur den Forderungen zuvor gekommen.

Im übrigen haben m.E. diese Leute einen riesengroßenm Anteil daran, dass es heisst: "Der Wald hilft sich selber" .

Denn Niedersachsen führte anschließend ebenfalls ein Naturschutzgebiet ein, allerdings ein wenig cleverer, weil große Teile ausgespart wurden.

So ist es z.B. in Benneckenstein nicht möglich, einen Rodelhang auszuweisen, da dieses Gelände eben Naturpark ist und keinerlei Nutzungsänderung möglich ist.

Okay, aber dazu wäre es mal hilfreich, sich vor Ort mit den BürgermeisterInnen der betroffenen Gemeinden auszutauschen, was hier zu weit führen würde.

DANKE.
...und Kritik jeder Art sei seiner nicht würdig. Arrogant und in einem Forum, wo es um Diskussion geht, schlicht deplatziert - aber das hat Herr Holzborn schon in vergangenen Diskussionen bewiesen. (Übrigens als Antwortender, in einer Rolle, in der sicher Feedback erwartet bzw. den Austausch eines Forums vorausgesetzt hat.)


Siehst Du Martin,

weil es Leute wie Dich gibt, die sinnfreie und nichts zum Thema beitragende Sätze hinzufügen, hatte ich das geschrieben. - Voll ins Schwarze getroffen -

Am Besten Du bewegst Dich mal in Richtung Schierke oder Torfhaus und wanderst mal zum Brocken hoch, bevor Du weitere Worte verlierst ...

Re: Waldsterben im Harz

geschrieben von: Klaus D. Holzborn

Datum: 03.09.19 09:29

Das mit der zu engen Pflanzung ist im Übrigen auch Unfug. Das sorgt für astfreie Stämme, für die Holzverarbeitung in Bergbau und zu Brettern hilfreich.

Was sollen astfreie Stämme wenn die Bäume dadurch sterben ?????

Das wird nicht mehr gemacht, weil Pflanzung und Läuterung mehr Geld benötigen, als die Astfreiheit einbringt.

He?

Re: Baumarten

geschrieben von: Christof 421

Datum: 03.09.19 10:59

Hallo 217 055,

du hast Recht, sind natürlich Kiefern im Harz und am Brocken und die auf den Bildern.
Habe mich da etwas verschrieben.

Und bei uns im Südbadischen sieht der Kiefernwald ähnlich aus.
Nur, wir haben hier grösstenteils Mischwald und keine Monokulturen.

Gruss aus Südbaden
Christof 421

Beeindruckende Bilder

geschrieben von: Peter

Datum: 03.09.19 11:33

Hallo!

Ich finde sowohl die Bilder des Fadenoeffners als auch die Ergaenzungen beeindruckend - dass es so schlimm steht, haette ich nicht gedacht.

Nur werden leider vermutlich wieder die falschen Schluesse gezogen werden und statt besserem Forst-Management wird es heissen: "Weg mit Dampf und Diesel!"

gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind. Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen. Und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Zudem biete ich Patenschaften fuer meine Fehler an.

Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.

Re: Waldsterben im Harz

geschrieben von: rekok73

Datum: 03.09.19 11:35

Moin Klaus,

Deine Bilder stammen aus dem Nationalpark Harz, vormals Nationalpark Hochharz. Träger ist die Nationalparkverwaltung. Benne liegt nun wieder im Naturpark Harz. Dieser wurde 1992 von den 3 Bundesländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gemeinsam gegründet und befindet sich in Zuständigkeit des Regionalverbandes Harz. Nationalpark und Naturpark sind somit voneinander zu trennen. Bei Gründung des Naturparkes durch die 3 Bundesländer regierten in Thüringen und Sachsen-Anhalt die CDU / FDP und in Niedersachsen die SPD. Das eine Oppositionspartei wie Die Grünen die Landesregierungen zu einem Handeln zwingen kann und die Regierungsparteien deshalb nicht für die Entscheidungen verantwortlich zu machen sind, halte ich für eine gewagte These.
Die Fichte ist ein Flachwurzler, der nicht nur bei Sturm schnell umkippt (was die HSB schon häufig leidvoll erfahren musste), sondern in Dürresommern auch nicht vom tiefergelegenen Grundwasser profitiert. Der Baum ist somit in Monokultur anfällig für massiven Borkenkäferbefall. Der Borkenkäfer ist im Harz übrigens schon seit den 1970-er Jahren ein Problem. Der Waldumbau wird laut Aussagen vom Nationalpark einige Jahrzehnte dauern. Es können nicht in der kurzen Zeit seit der Wende die Schäden beseitigt sein, die im Harz seit der Industrialisierung angerichtet wurden. Stichwort: schnellwachsende Monokulturen u.a. für den Bergbau. Wir leben in einer Übergangsphase, wo die Schäden (auch durch Veränderung des Klimas) besonders sichtbar werden. Begegnet kann diesen Schäden nur durch einen nachhaltigen Waldumbau hin zum Mischwald mit anderen Baumarten. Da ist allerdings eine Generation Mensch ein Fliegenschiss in der Geschichte, um es mal alternativ auszudrücken. Die Natur nimmt in ihrer Entwicklung wenig Rücksicht auf die Dauer eines Menschenlebens. Wir werden also in dieser Übergangsphase mit diesem Anblick leben müssen. Vielleicht hilft ein wenig persönliches Engagement im Klimaschutz, um die Schäden wieder schneller in den Griff zu bekommen.

Mit besten Grüßen, René

2 entdeckte Fehlerteufelchen eliminiert



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.09.19 11:46.

Der engagierte Wutbürger ...

geschrieben von: MichiS

Datum: 03.09.19 12:11

Klaus D. Holzborn schrieb: "Danach wurde das Gebiet großflächig zum Naturschutzgebiet erhoben (Bündnis 90 / Die Grünen) und alle freuten sich."

rekok73 schrieb: "Der Nationalpark Hochharz wurde am 1. Oktober 1990 zwei Tage vor der Deutschen Wiedervereinigung aufgrund eines Ministerratsbeschlusses der DDR-Regierung zum Nationalparkprogramm eingerichtet. Die "Regierung de Maizière" wurde aus CDU, SPD, BFD und DSU gebildet. Bündnis 90 bzw. Die Grünen hatten an der Nationalparkgründung somit keinen regierungspoltischen Anteil."

"Deine Bilder stammen aus dem Nationalpark Harz, vormals Nationalpark Hochharz. Träger ist die Nationalparkverwaltung. Benne liegt nun wieder im Naturpark Harz. Dieser wurde 1992 von den 3 Bundesländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gemeinsam gegründet und befindet sich in Zuständigkeit des Regionalverbandes Harz. Nationalpark und Naturpark sind somit voneinander zu trennen. Bei Gründung des Naturparkes durch die 3 Bundesländer regierten in Thüringen und Sachsen-Anhalt die CDU / FDP und in Niedersachsen die SPD. Das eine Oppositionspartei wie Die Grünen die Landesregierungen zu einem Handeln zwingen kann und die Regierungsparteien deshalb nicht für die Entscheidungen verantwortlich zu machen sind, halte ich für eine gewagte These."


... findet eben schnell ein passendes Feindbild. Eine differenzierte Darstellung von Fakten stört da nur.

In früheren Jahren habe ich die Beiträge von Klaus D. Holzborn als sachlich und fundiert wahrgenommen. Schade, wie sich manche dem (vermeintlichen?) Zeitgeist anpassen

findet

Michi

Re: Waldsterben im Harz

geschrieben von: 042 096-8

Datum: 03.09.19 12:17

Drei ca.25 Jahre alte Dias wiedergefunden, genaues Datum leider nicht notiert.

Eckerloch 002 (1024x680).jpg

Dampfzug im Eckerloch von oben gesehen im dichten Nadelwald. Sollte damals eigentlich auf den Müll, heute ein "historisches Motiv."

Eckerloch 003 (1024x680).jpg

NWE 11 oder 13 mit dem Oldtimer kurz vor dem Ziel. Nach diesem schmalen Sehschlitz mußte man damals suchen.

Eckerloch 001 (1024x668).jpg

Planzug im Winter 93/94 (?) Alles nicht die Topqualität, aber so leider unwiederholbar. Man dachte zwischenzeitlich der Wald hätte sich vom sauren Regen erholt, aber jetzt...? Eigentlich kein Thema für ein Eisenbahnforum.

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