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Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB
Hallo Forengemeinde!

Ich hoffe, dass ich dieses Forum richtig gewählt habe?

Die letzte Woche verweilte ich auf der Insel Usedom. An einem Tag besuchte ich das Historisch-Technische-Museum (Infos hier: https://museum-peenemuende.de/).

Auf dem Gelände konnte ich ein Wagen der ehemalige Peenemünder Werkbahn (Infos hier: Peenemünder Werkbahn) bildlich festhalten.


103_0831.JPG
103_0839.JPG
103_0833.JPG

ET 26 (426 002 ex Deutsche Bundesbahn), Leihgabe vom DB Museum Nürnberg, hier: auf dem Gelände des Historisch-Technischen-Museums Peenemünde, 31.01.2019

Weitere Infos zum Triebwagen findet hier: Datenblatt ex DB 426 002

Grüße ThüringerBahn

Edit: Ordnungsnr. korrigiert und Link repariert



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.02.19 20:07.
Vor 14 Jahren sah der noch etwas himbeeriger aus: [bahnarchiv.roter-brummer.de] Wie es scheint, ist der Kampf gegen den Rost noch nicht ganz gewonnen. Danke fürs Zeigen der aktuellen Situation.

Gruß
Alexander

Schade um das seltene Fahrzeug!

geschrieben von: Palatino

Datum: 04.02.19 07:31

Ich bin zwar immer noch der Meinung, dass die DB dem Museum in Koblenz in der letzten zeit viel zu viel Material auf den Hof gestellt hat, das die wenigen freiwilligen Mitarbeiter beim besten Willen nicht unterhalten können, aber der 426 002 wäre in Koblenz-Lützel wirklich besser aufgehoben!

In Erinnerung an Dutzenden von Mitfahrten in den 426 001 - 004 und einigen Führerstandsmitfahrten zwischen Oberlahnstein und Koblenz

Grüße aus der Pfalz
Hubert

Re: Schade um das seltene Fahrzeug!

geschrieben von: Nord_süd_bahn

Datum: 04.02.19 09:10

Bliebe noch Freilassing oder Augsburg, obwohl Koblenz super passt.
Die Seeluft wird irgendwann das Fahrzeug auffressen.

MfG die Nordsüd S-Bahn

. (o.w.T)

geschrieben von: ludger K

Datum: 04.02.19 14:44

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.02.19 15:52.

Re: Schade um das seltene Fahrzeug!

geschrieben von: MD 612

Datum: 04.02.19 17:42

Palatino schrieb:
aber der 426 002 wäre in Koblenz-Lützel wirklich besser aufgehoben!
Der Triebwagen steht schon an der richtigen Stelle, schließlich gehörte er zum Peenemünder Rüstungskomplex wie Kraftwerk und Hafen. Die Werkbahn mit diesen (und anderen Fahrzeugen) war ja Teil davon. Er gehört aber in den Ursprungszustand zurückversetzt, im jetzigen Zustand ist er im Peenemünder Museumskomplex ein Fremdkörper. Eine Aufarbeitung im Originalzustand wäre dann aber eine Aufgabe des Peenemünder Museums, nicht des DB-Museums.

Gruß Peter

Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird..
Winston Churchill

Re: Schade um das seltene Fahrzeug!

geschrieben von: Mathias Hiller

Datum: 04.02.19 18:33

MD 612 schrieb:
Der Triebwagen steht schon an der richtigen Stelle, schließlich gehörte er zum Peenemünder Rüstungskomplex wie Kraftwerk und Hafen. Die Werkbahn mit diesen (und anderen Fahrzeugen) war ja Teil davon. Er gehört aber in den Ursprungszustand zurückversetzt, im jetzigen Zustand ist er im Peenemünder Museumskomplex ein Fremdkörper. Eine Aufarbeitung im Originalzustand wäre dann aber eine Aufgabe des Peenemünder Museums, nicht des DB-Museums.
Zur Dokumentation braucht es keinen Rückbau, der meiner Meinung nach eine ziemlich zweifelhafte Aktion wäre. Was will man damit mehr zeigen, als es jetzt schon möglich ist? Und woher beispielsweise die Teile der Führerstandsausrüstung nehmen (u. a. Fahrschalter), die seit Jahrzehnten nicht mehr existieren? (Immerhin sind Zeichnungen von der Apparateanordnung im Führerstand, von den Dachwiderständen und vom Dachaufstieg vorhanden. Auch die Gepäckraufen aus Holz sind dokumentiert.)

In einem Wagen gibt es eine (in Teilen überarbeitungswürdige) Ausstellung zu diesem speziellen Kapitel der Werkbahngeschichte. Was am Fahrzeug tatsächlich stört ist die jetzige falsche Farbgebung des Bundesbahnfahrzeugs. Hier hat sich das HTM Peenemünde damals auf das Denkmalgesetz von Mecklenburg-Vorpommern berufen. Argumente, daß das Fahrzeug im Zustand der 70er Jahre und der Werbahnstrich von 1943 nicht zusammenpassen, fanden kein Gehör.

Re: Schade um das seltene Fahrzeug!

geschrieben von: MD 612

Datum: 04.02.19 19:20

Mathias Hiller schrieb:
Zur Dokumentation braucht es keinen Rückbau, der meiner Meinung nach eine ziemlich zweifelhafte Aktion wäre.
Der Viertelzug in der Gestaltungsform der Deutschen Bundesbahn ist und bleibt ein Fremdkörper in einem historisch-technischen Museum zur Geschichte der Peenemünder Militärvergangenheit, zu der die Werkbahn inklusive der Triebwagen nunmal gehören. Der ist dort so nie gefahren. Anspruch eines solchen historisch-technischen Museums sollte es sein, die gezeigten Fahrzeuge in dem Zustand zu zeigen, wie sie seinerzeit auf der Werkbahn gefahren sind, deren Geschichte in der Ausstellung zusammen mit der Geschichte des gesamten Komplexes gezeigt wird. Ein äußerlicher Rückbau würde schon reichen. Fahren wird der Viertelzug eh nicht mehr.

Mathias Hiller schrieb:
Und woher beispielsweise die Teile der Führerstandsausrüstung nehmen (u. a. Fahrschalter), die seit Jahrzehnten nicht mehr existieren?
Mal bei der Berliner S-Bahn oder den dortigen Museumsvereinen nachfragen?? Oder in Buenos Aires, wohin Siemens in den 40ern U-Bahn-Wagen mit gleicher elektrischer Ausrüstung lieferte?? Oder bei Siemens direkt?? Notfalls täte es ja auch ein Imitat, dem die Schaltungselemente unterhalb des Fahrschaltertisches fehlen.

Mathias Hiller schrieb:
Was am Fahrzeug tatsächlich stört ist die jetzige falsche Farbgebung des Bundesbahnfahrzeugs.
Es stört eher die stark veränderte Frontansicht des Triebwagens, die fehlenden Außentüren und der veränderte Aufbau des Stromabnehmers und dessen veränderter Platz. Wäre das alles im Originalzustand, würde auch die Lackierung passen. In der jetzigen Form mit altem Bundesbahnlack gehört das Fahrzeug dann doch eher nach Koblenz und nicht nach Peenemünde...

Gruß Peter

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Winston Churchill

Re: Schade um das seltene Fahrzeug!

geschrieben von: Mathias Hiller

Datum: 04.02.19 19:57

MD 612 schrieb:
Der Viertelzug in der Gestaltungsform der Deutschen Bundesbahn ist und bleibt ein Fremdkörper in einem historisch-technischen Museum zur Geschichte der Peenemünder Militärvergangenheit, zu der die Werkbahn inklusive der Triebwagen nunmal gehören. Der ist dort so nie gefahren. Anspruch eines solchen historisch-technischen Museums sollte es sein, die gezeigten Fahrzeuge in dem Zustand zu zeigen, wie sie seinerzeit auf der Werkbahn gefahren sind, deren Geschichte in der Ausstellung zusammen mit der Geschichte des gesamten Komplexes gezeigt wird.
Dem möchte ich entgegenhalten, daß das Fahrzeug in seiner jetzigen Gestalt (ausgenommen der Anstrich) eine sehr bewegte Geschichte erzählen kann: Werkbahn, Isartalbahn, Wechselstromeinsatz in Süddeutschland. Es muß nicht alles im Originalzustand der Anlieferung präsentiert werden! Das ist in meinen Augen unhistorisch. Die Umgestaltung des Fahrzeuges über die Jahrzehnte erzeugt eine Vielfalt an Aspekten, die stellvertretend die deutschte Kriegs- und Nachkriegsgeschichte repräsentieren.


Mathias Hiller schrieb:
Und woher beispielsweise die Teile der Führerstandsausrüstung nehmen (u. a. Fahrschalter), die seit Jahrzehnten nicht mehr existieren?
MD 612 schrieb:
Mal bei der Berliner S-Bahn oder den dortigen Museumsvereinen nachfragen?? Oder in Buenos Aires, wohin Siemens in den 40ern U-Bahn-Wagen mit gleicher elektrischer Ausrüstung lieferte?? Oder bei Siemens direkt?? Notfalls täte es ja auch ein Imitat, dem die Schaltungselemente unterhalb des Fahrschaltertisches fehlen.
Berlin scheidet aus – Totmannknopf statt Totmannkurbel. Bei den drei Peenemünder Wagen in Berlin (Historische S-Bahn e. V.) sind nur der nackte Wagenkasten original und bei 276 069/070 mutmaßlich die Drehgestellrahmen. Alles andere wurde für den Einsatz über die Jahrzehnte umgebaut und durch Berliner Teile ersetzt.

Buenos Aires dürfte inzwischen unmöglich sein (fahren dort überhaupt noch die Züge von O & K?). Siemens dürfte auch ins Leere laufen. Selbst für ein Imitat ist die Quellenlage recht dürftig (wenige Fotos vom gesamten Führerstand und nur die eine Gesamtzeichnung der Apparate mit Ansicht und Draufsicht; die wenigen Zeichnungen aus der Ursprungszeit liegen mir digital vor). Das führt m. E. alles nicht zum Ziel. Und die jetzige Ausrüstung ist aus technischen Gesichtspunkten nicht uninteressant. Besonders der Steuerwagen in Pee besitzt mehr Originalteile als die Wagen in Berlin (Lampen, Fenster, einige Türen und mehr).


MD 612 schrieb:
Es stört eher die stark veränderte Frontansicht des Triebwagens, die fehlenden Außentüren und der veränderte Aufbau des Stromabnehmers und dessen veränderter Platz. Wäre das alles im Originalzustand, würde auch die Lackierung passen. In der jetzigen Form mit altem Bundesbahnlack gehört das Fahrzeug dann doch eher nach Koblenz und nicht nach Peenemünde...
All diese Veränderung zeigen die vielfältige Geschichte dieses Fahrzeuges – s. o. Genau dies macht es eben Interessant. Um den Originalzustand abzubilden, könnte ich mir ein Modell in einem größeren Maßstab (Spur I oder II) vorstellen, das in einer Schauvitrine ausgestellt werden kann.

Re: Schade um das seltene Fahrzeug!

geschrieben von: MD 612

Datum: 04.02.19 21:00

Mathias Hiller schrieb:
Dem möchte ich entgegenhalten, daß das Fahrzeug in seiner jetzigen Gestalt (ausgenommen der Anstrich) eine sehr bewegte Geschichte erzählen kann: Werkbahn, Isartalbahn, Wechselstromeinsatz in Süddeutschland.
In der Ausstellung geht es aber nicht um die wechselvolle und sicher sehr interessante Geschichte der Wagen nach Kriegsende. Die darzustellen ist in der Ausstellung in Peenemünde der falsche Ort. Dort geht es um die Geschichte der dortigen militärisch genutzten Werksanlagen. Zu deren Zeit gab es auf Usedom nunmal keine Triebwagen in Bundesbahnlook. Es ist der falsche Ansatz in einer historisch-technischen Ausstellung zur Luftwaffenversuchsanstalt und der dazugehörigen Anlagen auf Usedom die Geschichte eines Triebwagens zu präsentieren, der in dieser Form nie auf Usedom fuhr und auch nicht fahren konnte. Das hätte in Koblenz, Nürnberg oder München passieren müssen. Dass es dort nicht gewollt war kann kein Grund dafür sein, dies unpassend in Peenemünde nachzuholen. Peenemünde ist kein DB-Museum und kann es auch nicht sein.

Mathias Hiller schrieb:
Selbst für ein Imitat ist die Quellenlage recht dürftig (wenige Fotos vom gesamten Führerstand und nur die eine Gesamtzeichnung der Apparate mit Ansicht und Draufsicht; die wenigen Zeichnungen aus der Ursprungszeit liegen mir digital vor).
Das wäre doch ein guter Ausgangspunkt eine Nachbildung des gesamten Führerstandes zu erstellen. Wie geschrieben, die Technik dahinter (darunter) kann ja wegbleiben, da das Fahrzeug sowieso nicht wieder fahren wird.

Mathias Hiller schrieb:
All diese Veränderung zeigen die vielfältige Geschichte dieses Fahrzeuges – s. o. Genau dies macht es eben Interessant.
Zusammen mit dem roten Bundesbahnlack sicher perfekt, aber eben nicht auf Usedom...

Gruß Peter

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Winston Churchill