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Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB

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Bleibt doch auf dem Teppich...

geschrieben von: Roststab

Datum: 03.07.18 18:09

An keiner Stelle ist von Kesselzerknall oder einer solchen theoretischen Gefahr die Rede. Zitiert wird ein Fahrgast, seines Zeichens Feuerwehrmann, der das Bespritzen des Lokkessel mit Wasser kommentiert. Sinngemäß sagte er: "Eine Explosion hätte uns noch gefehlt!" Weshalb er diesen Satz sagt, wissen wir nicht.

Alles andere interessiert nicht im Geringsten. Keiner von uns war dabei und kann etwas zum Vorfall sagen. Wir wissen nicht warum die Pumpen liefen, vielleicht hatte man das Feuer schon rausgeworfen und ließ die Pumpen laufen, damit der Achskasten nicht ausglüht. Hat die Lok überhaupt einen Kipprost? Nicht jede Lok hat zwei sichtbare Wasserstände. Vielleicht war der eine so niedrig daß man unbedingt den Wasserstand erhöhen wollte. Alles Vielleicht, evtl. und möglicherweise. Mit Vermutungen kommt man nicht weiter und jede Diskussion ist hier fehl am Platz.

Frei nach Trapattoni: "Ich habe fertig!"

Re: Bleibt doch auf dem Teppich...

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 03.07.18 21:49

Eigentlich wollte ich meinen Senf hier nicht auch noch dazugeben, nachdem drei mir zweifelsfrei als Dampflokfachleute bekannte User klar dargelegt haben, warum keine Gefahr eines Kesselzerknalles bestand.

Auslöser des Blödsinns war ein dampfloktechnischer Laie, der offenbar völlig unbewußt und völlig unbeabsichtigt "die Pferde scheu gemacht" hat.

Ob man den Kessel tatsächlich in der irrigen Ansicht bespritzt hat, ihn zur Vermeidung irgendwelcher vage vermuteter Gefahren kühlen zu müssen, wird ja auch nirgends so richtig deutlich. Abgesehen davon, daß das wegen der Kesselbekleidung und der darunter befindlichen wärmeisolierenden Luft auch ein ziemlich nutzloses Unterfangen gewesen wäre...

Was ich aus dieser Sache - wenn es denn tatsächlich um das Kühlen des Kessels gegangen sein sollte - und auch aus eigenem Erleben beim Brand des Traktionsgleichrichters einer Ludmilla mit der Feuerwehr erlebt habe, gibt mir doch auf andere Weise zu denken und einen bisher noch kaum beachteten Aspekt zu beleuchten:
Leider sind auch die engagiertesten Feuerwehleute ganz überwiegend eisenbahntechnische Laien, wenn nicht z.B. ein Eisenbahner mit entsprechenden Fachkenntnissen bei der FFW Mitglied und am Einsatz beteiligt ist. Sollte es Schulungen geben, erscheinen die mir bei weitem nicht ausreichend.
Auch aus so manchem Beitrag von durchaus sehr engagierten und positiv auftretenden DSO-Usern kann man doch mitunter recht laienhafte Vorstellungen und Verkennung der tatsächlichen Zusammenhänge herauslesen. Von den sich hier auch tummelnden Flachzangen und Spinnern mal ganz abgesehen...

Dafür kann man natürlich weder den Feuerwehrleuten, noch dem unbedarften DSO-Nutzer einen Vorwurf machen.

Dumm wird es erst, wenn die Feuerwehr aus Unkenntnis Sinnloses tut (wie z.B. einen ungefährlichen Kessel mit Wasser bespritzen), oder wenn sie aus Unkenntnis Machbares unterläßt, weil sie zu Unrecht Gefahren befürchtet.
Wie gesagt, einen Vorwurf gegen unsere aller Ehren werten Feuerwehren kann und will ich daraus keineswegs konstruieren!

Vielmehr sollte man sich Gedanken machen, wie man Feuerwehren, die auch zu Bahn-Einsätzen gerufen werden können, eisenbahntechnisch so fit macht, daß sie viel besser wissen, was sie machen können, was sie nicht zu machen brauchen und was sie auf gar keinen Fall machen dürfen. Vielleicht können die Bahnfachleute unter uns ja entsprechende Möglichkeiten erkennen. Viele haben ja ihr Verantwortungsgefühl ggü. der Gesellschaft durch ihre gemeinnützigen Freizeitaktivitäten bereits bewiesen. Da dürfte es doch kaum etwas dagegen zu sagen geben, wenn man sich mit den Leuten - nämlich den Feuerwehren - vernetzt, die den Gemeinnutz buchstäblich auf ihre Fahnen geschrieben haben.

Ich werde bei nächster Gelegenheit unseren Feuerwehrhäuptling im Dorfe mal daraufhin ansprechen.

Joseph
Lokführer aller drei Taktionsarten und Azubi-Fachvermittler



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.07.18 21:55.

Re: Bleibt doch auf dem Teppich...

geschrieben von: 042 096-8

Datum: 03.07.18 21:56

Dem ist nichts hinzu zu fügen !

Re: Bleibt doch auf dem Teppich...

geschrieben von: Maxl

Datum: 04.07.18 18:32

Hallo,

zumindest früher hat das Notfallmanagement auch Schulungen für Hilfsorganisationen angeboten. War da nicht auch die Rede im Zusammenhang mit den teilweise langen Wartezeiten bei Unfällen auf die Erdung der Oberleitung davon, daß die DB auch Feuerwehren im erden unterweist, wenn sie das möchten?
Wahrscheinlich hat die örtliche Feuerwehr die Vorgehensweise beim Brand eines Druckgaskesselwagens auf die Dampflok übertragen, die sieht ja so ähnlich aus ;-)
Den örtlichen Eisenbahnern wünsche ich jedenfalls, daß sie die Schäden möglichst rasch behoben haben werden.

Gruß,
Maxl

Re: Bleibt doch auf dem Teppich...

geschrieben von: MatthiasL

Datum: 04.07.18 21:20

Hier wird sehr viel spekuliert und irgendwie schnell der Eindruck von Inkompetenz bei den Einsatzkräften erweckt. Die Beiträge schaukeln sich da irgendwie hoch und immer noch eine Schippe drauf.

Ich kann nur sagen, die Einsatzkräfte haben vorbildlich, ruhig und professionell gehandelt und mit dem Bahnpersonal zusammengearbeitet. DRK und Feuerwehr waren superschnell vor Ort. Alle Fahrgäste werden das in positiver Erinnerung haben.

Nur weil hier irgendwelche Pressefuzzis Tatsachen verdrehen und noch was dazu dichten. Es hat auch meines Wissens niemand den Kessel mit Wasser gekühlt. Nur das brennende Heu um die Lok und den ersten Wagen und darunter musste gelöscht werden.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.07.18 21:34.

Lieber MatthiasL

geschrieben von: Roststab

Datum: 05.07.18 00:37

Zitat: "Hier wird sehr viel spekuliert und irgendwie schnell der Eindruck von Inkompetenz bei den Einsatzkräften erweckt. Die Beiträge schaukeln sich da irgendwie hoch und immer noch eine Schippe drauf."

Da interpretierst du etwas völlig falsch. In keinem Beitrag ist von Inkompetenz der Einsatzkräfte die Rede. Zu meiner Zeit als Betriebsleiter einer Museumseisenbahn mit fester Fahrstrecke hatte ich einen Rettungsplan mit den örtlichen Wehren aufgestellt und vereinbart, daß in regelmäßigen Abständen gemeinsame Übungen mit Zugpersonal und den örtlichen Rettungskräften stattfinden. Um diesen Gedanken des Verstehens einer unbekannten Materie geht es. Von den Eisenbahnern darf, und das belegen einschlägige Berichte, angezweifelt werden, ob speziell die Wehren mit den Besonderheiten des Eisenbahnbetriebes im Allgemeinen und denen des Dampflokbetriebes im Besomderen vertraut sind. Was für eine Großstadt mit Berufswehren nicht selbstverständlich ist, gilt erst recht für das Gros der freiwilligen Wehren auf den Dörfern. Niemand bezweifelt deren Kompetenz und Sachkentnis im Löschen von Gebäuden und Gerätschaften im üblichen Sinne. Doch weiß ein ganz normaler Feuerwehrmann, wie er sich unter einem Fahrdraht verhalten muß? Ich bin sicher, er weiß einiges aber längst nicht alles. Nebenbei bemerkt, darf das erwähnte "erden" nur noch von zugelassenen Bahnmitarbeitern durchgeführt werden. Das von Maxl erwähnte Verfahren ist deshalb nie zustande gekommen.

Eben!

geschrieben von: Peter

Datum: 05.07.18 07:34

Hallo!

Da moechte ich Roststab beipflichten - ich lese da keine Kritik an den Einsatzkraeften, aber einen sehr sinnvollen Vorschlag.

Und mit allen anderen "Kunden" mit besonderen Gefahrenlagen wird so ein Vorgehen ja normalerweise ohnehin praktiziert.
Alle mir bekannten Entsorgungsbetriebe fuehren z. B. regelmaessig geimeinsame Uebungen mit der Feuerwehr durch, damit diese mit den Oertlichkeiten wie auch mit den besonderen Gefahrenalgen vertraut sind.

Aehnlich ist es ja auch mit holzverarbeitender Industrie, Tanklagern usw. - besondere Ereignisse erfordern besondere Massnahmen.
Und dafuer kann man ueben (und als MuBa z. B. auch mal die FFw und deren Familien zu einer (Sonder-)Fahrt einladen - das ist eine tolle Geste und spricht sich rum, macht also auch ausserhalb einen guten Eindruck). MuBa und FFw eint eine ganze Menge.

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind. Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen. Und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Zudem biete ich Patenschaften fuer meine Fehler an.

Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.

Re: Rhönzügle entgleist + ? Kesselzerknall

geschrieben von: Bw Arnstadt

Datum: 09.07.18 15:03

... ;) Dampfablassen... wäre auch noch eine Maßnahme... ;)

Bis denne
Matthias http://www.mysmilie.de/midi-smileys/froehlich/1/0001.gif
Bw Arnstadt/hist
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