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Es dient NICHT zum Veröffentlichen von Sichtungsbildern - diese gehören ins Sichtungsforum. Bildberichte über Museen und historische Fahrzeuge, sowie die damit in Verbindung stehende Infrastruktur sind jedoch willkommen.
Hinweise auf Sonderfahrten und Veranstaltungstermine sind gestattet, aber bitte nur eine Diskussion je Veranstaltung. Wir behalten uns vor, Beiträge, welche den Eindruck von kommerzieller Werbung erwecken, zu entfernen. In dieses Forum passen auch Beiträge zu Bahnen, welche planmäßig Dampfbetrieb anbieten, sowie zu Touristikbahnen, welche nicht der Definition von Museumsbahnen im strengeren Sinne entsprechen.
Berichte über Veranstaltungen in früherer Zeit (älter als ca. 10 Jahre) sind nach wie vor im Forum Historische Bahn willkommen.
Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB

Förderverein Schienenbus e.V. Menden

geschrieben von: 050 058-7

Datum: 06.01.18 13:31

Hallo,

passend zum Thema [www.drehscheibe-online.de] "Eisenbahnfreunde Betzdorf"

eine weitere Vereinsauflösung:

[www.fvschienenbus-menden.de]

und

[www.fvschienenbus-menden.de]

Schade

Gruß

Jürgen

Re: Förderverein Schienenbus e.V. Menden

geschrieben von: ingo st.

Datum: 06.01.18 14:58

Was heißt Schade.
Dem Kernverein EF Hönnetal geht es doch "gut".
Der Zweck des FSB ist durch den geordneten Rückzug und Verkauf der VTs erloschen.
Optional will der EF Hönnetal "seine" VTs für Fahrten anmieten.
Ich nenne es Professionalisierung des "Ehrenamtes", also was früher ehrenamtlich geleistet wurde wird entweder eingestellt (siehe EF Betzdorf) oder auf eine professionell unterstützte Ebene gebracht.


Gruß
Ingo

Re: Förderverein Schienenbus e.V. Menden

geschrieben von: Signal

Datum: 06.01.18 16:51

Natürlich ist es sehr, sehr, sehr schade!
Der Förderverein Schienenbus Menden hat unzählige wunderbare Schienenbusfahrten veranstaltet und vor allem sehr viele Streckenbereisungen möglich gemacht, die es sonst nie gegeben hätte.
Zweifelsfrei ist die Entwicklung ein Verlust für Szene.
Trotzdem ist die Entscheidung natürlich nachvollziehbar und ja auch frühzeitig angekündigt worden. Aber noch mal ein ganz großes DANKE an die hier mitlesenden Aktiven, die über so viele Jahre so viel Zeit hier investiert hatten und nun verständlicher Weise einen Schlusspunkt gesetzt haben. Meine Hochachtung vor dieser allgemein viel zu wenig anerkannten, aber sehr beachtlichen Leistung in der Freizeit!
Gruß vom Signal

Re: Förderverein Schienenbus e.V. Menden

geschrieben von: Der Hönnetaler

Datum: 06.01.18 19:24

Allen hier danke für die anerkennenden Worte. Aber das ist genau der Grund warum wir aufgehört haben. Wir wollen in guter Erinnerung bleiben.

Der Verkauf der Fahrzeuge an die AKE-Eisenbahntouristik war von allen denkbaren Alternativen die beste, die sicherlich nicht leicht gefallen ist, denn 21 Jahre lassen sich nicht einfach so wegwischen und wir hingen bis zuletzt an den Fahrzeugen.

Aber der Aufwand in Unterhalt und Betrieb standen zuletzt in keinem Verhältnis mehr zu dem, was wir - auch unter veränderten privaten Bedingungen - leisten konnten. Somit war der Verkauf an einen bekennenden Schienenbusfan, der in seinem Unternehmen bereits hervorragend restaurierte Fahrzeuge einsetzt, die beste der möglichen Alternativen.

Wir als Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V. (wir haben rd. 500 Mitglieder!) werden die AKE-Eisenbahntouristik in Zukunft bei ihren Fahrten unterstützen, was man jetzt schon an den geplanten rechtsrheinischen Fahrten ins Hönnetal, nach Zollverein und zur Zeche Zollern sehen kann. Weitere Ideen nicht ausgeschlossen. Gleichzeitig konzentrieren wir uns auf unsere Aktivitäten im Hönnetal und streben auch weitere Tage mit historischem Zugmaterial im Hönnetal an.

Wichtig ist: Die Fahrzeuge fahren schon jetzt weiter und landen nicht auf dem Abstellgleis.

Re: Förderverein Schienenbus e.V. Menden

geschrieben von: BOS

Datum: 09.01.18 03:23

Manchmal denke ich, dass hätten die Betzdorfer auch machen können.
Also bevor die "Karre im Dreck stecken blieb".

Es ist sowieso ein Ritt auf der Rasierklinge, was viele Vereine mit eigenen Lokomotiven vollführen.
Es gibt immer Anfangswellen die viele mitreißen, dann schleift sich alles wohlgeordnet ein um einige Zeit vor den Augen der Öffentlichkeit gut zu funktionieren, während im dunklen Hintergrund schon die ersten Anzeichen des späteren bösen Endes erkennbar wären, wenn, ja wenn, man bsw erkennen würde, dass es ohne geeigneten Nachwuchs nicht immer so weitergehen kann...
Und viele Problempunkte mehr.

Manchmal schon habe ich mir gedacht, es müßte doch möglich sein, das all die Vereine einen Fahrzeugpool stellen. Das wäre insofern klug, als dass man so genügend hauptamtliche Arbeitsstellen schaffen und unterhalten könnte.
Ein Meister seines Faches bsw könnte den Nachwuchs entsprechend an die Hand nehmen .....
Man könnte im Vorraus Mindereinnahmen rechnen und ausrechnen ob man die mit anderen Gewinnen ausgleichen kann. So ließe sich manche bemerkenswerte Fahrt durchführen, ohne das gleich ein ganzer Verein in die roten Zahlen rutschen müßte.
Bzw der Verein könnte ein Tief überstehen, denn jede abgesagte Fahrt verunsichert später auch die möglichen Kunden, die sich sagen, wir buchen lieber bei einem Verein, der fährt. Denn was, wenn die wieder absagen. Wir können es uns nicht leisten immer und immer wieder unsere freien Tage, Urlaubstage umzulegen, bzw daheim zu verbringen, weil es der Verein x nicht schafft etwas Verläßliches auf die Beine zu stellen.

So könnten auch aufwendige Reparaturen geschultert werden und in Zusammenarbeit mit den wirklichen Profis wären dann vielleicht sogar kürzere Ausfallzeiten möglich.

Es besteht überhaupt kein Grund, sich nicht einmal in diese Richtung Gedanken zu machen - aber es gibt sicher "1000 gute Gründe", sich ernsthaft mit diesem Vorschlag auseinander zu setzen!

Mit Gruß von
Unterwegs
BOS

Wenn die GUTEN nichts tun - gehört die Welt den BÖSEN

Wer will, findet Wege. Wer nicht will, sucht Gründe.

Re: Förderverein Schienenbus e.V. Menden

geschrieben von: 41 052

Datum: 09.01.18 11:51

Moin.

Diese Gedanken hatte ich mir auch schon einmal gemacht.
Gerade dann, wenn in einem Umkreis von etwa 70 bis 80 Km mehrere Vereine sind, die mehr oder weniger die gleichen Probleme haben.
Aber da trifft wieder das zu, was hier auch schon angedeutet wurde:
- Eingefahrene Bahnen
- Eingefahrene Strukturen
- Eingefahrene Vorstände auf einem "Erbstuhl"
- Keine Änderungen / Neuerungen
- Mit denen wollen wir nichts zu tun haben.
- Nur wir sind die "Besten", die anderen sind doch nur "stümperhafte Amateure"!
u.sw., u.s.w.!
Die Liste ist bestimmt noch ausbaufähig.
So "wurschtelt" man für sich weiter, und irgendwann kommen dann die Probleme.
Man sollte wirklich mal darüber nachdenken.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.18 12:16.

Re: Förderverein Schienenbus e.V. Menden

geschrieben von: Schottersieber

Datum: 09.01.18 21:34

Ja .....die meisten werden es halt nie lernen das alle das gleiche machen ..

Re: Förderverein Schienenbus e.V. Menden

geschrieben von: Signal

Datum: 09.01.18 22:24

Der Vorschlag klingt doch ein wenig sozialistisch, wenn ich das so sagen darf. Ich glaube schon, dass die Vielfalt zu den Vorteilen unserer Marktwirtschaft gehört: Viele Vereine sind da entstanden, wo sich ein paar "Spinner" von der Schule kannten und einfach mal losgelegt haben - so naiv und unprofessionell, wie es ehrfahrenen Vereinsvorständlern einen Herzinfarkt hätte zufügen können. Sie haben dann aber ihre Erfahrungen gemacht, gelernt und auf ihre eigene, individuelle, innovative Weise manches Projekt realisiert, was niemand für möglich gehalten hätte. Das aber auch deshalb, weil man als kleiner Verein nicht so viel zu verlieren hat. Stellt euch eine einzige Organisation vor, der alle Muba-Aktivitäten angehörten: Was wäre, wenn diese eines Tages zahlungsunfähig würde? Und man denke allein an den organisatorischen Aufwand hier alle Ideen innerhalb des Gesamtkomplexes zu koordinieren, wer mit welchem Fahrzeug was wann usw.
Nein, ich glaube schon, dass kleinere Vereine durchaus erfolgreich arbeiten können. Trotzdem wäre und ist natürlich Vernetzung sinnvoll.

Gruß vom Signal

Re: Förderverein Schienenbus e.V. Menden

geschrieben von: BOS

Datum: 10.01.18 02:23

Wertes Signal, ich glaube, wir reden hier aneinander vorbei?
Es geht nicht um die Abschaffung der Vielfalt, keiner will wieder VEB's aufbauen!
Es geht nicht um kleine wendige Vereine usw
Es geht um die traurige Tatsache, dass immer mehr Vereine nicht die benötigten Millionen aufbringen können um ihre Dampfrösser vor dem Verfall zu retten, bzw sie entsprechend fahrtüchtig zu unterhalten.
Und wir kommen demnächst in eine Phase, wo auch Silberlinge und IR-Wagen museumsreif werden und erhalten werden sollten.
Dazu kommen Vorhaben wie diverse Triebzüge, die zum Teil vom Verfall überrollt werden, weil keiner die Millionen aufbringen will.

Und die DB tut sich schwer eben mit diesen "kleinen" Vereinen auf Augenhöhe zu verhandeln.
Diese kleinen Vereine sind ja nicht mal in der Lage gescheit teure Werbung zu ziehen, oder andere Geldgeber zu werben.
Was für ein Hype hier in den Foren, wenn wieder mal eine Bank ein paar tausend Euro an den Verein vergibt, der die meisten "Klicks" beibringt.
Dabei beißt sich das Kleinstvereinsleben der Opageneration mit dem Desinteresse an diesen Themen auf Seiten der fb-handy-Generation.

Wenn wir in der nächsen Generation noch gute alte Eisenbahn betriebsfähig erleben wollen, dann heißt es heute: Aufwachen, und zwar jetzt!
Ein noch wichtigeres Thema wird werden, die immer Museumsbahnunfreundlicheren Gesetzgebungen. Auch hier wäre ein wirklich großer Ansprechpartner für Bahn und Politik eine sehr wertvolle Größe!

Von Sozialismus sehe ich hier nicht die Spur. Es wird doch nichts zu einem Einheitsbrei vermengt, sondern nur untereinander vernetzt. Viele kleine Ameisenbeine machen viele kleine Ameisenbeinschritte, aber gemeinsam bewegen sie Massen und Gewichte die sie nur als Gemeinschaft bewegen können.

Mit Gruß von
Unterwegs
BOS

Wenn die GUTEN nichts tun - gehört die Welt den BÖSEN

Wer will, findet Wege. Wer nicht will, sucht Gründe.

Re: Förderverein Schienenbus e.V. Menden

geschrieben von: cavemaen

Datum: 13.01.18 18:38

Danke BOS, damit ist schon einmal ein Teil der Gründe gesagt. Ein anderer Grund sind in reelen Eisenbahnvereinen einmal die "Märklin-Eisenbahner", die den anwesenden erfahrenen Berufsbahnern erzählen wollen, welches der richtige Farbton sei, die Anzahl der Nieten nicht stimme und so erfahrene Schlosser von der Arbeit abhalten.

Dann wird das Gelände vollgestellt mit Fahrzeug-Schrott, ohne Ziel oder Konzept, was widerum Personal und Recourcen bindet und Menschen, welche stets glauben immer Recht zu haben und das letzte Wort haben müssen (lt. meiner Erfahrung).

Sehr viele Eisenbahn-Vereine haben irgendwann (andere nicht rechtzeitig!) eine "innere Selbstreinigung" vollzogen, sich teilweise von rollendem Material und andernseits von humanem Bestand (Leuten) getrennt, um überleben zu können.

Ab 1973 habe ich eine solide Ausbildung in einer privaten Bahnwerkstatt gehabt und bin sehr viel später über berufliche Umwege in einem Eisenbahnverein gelandet, habe 1999 mit meinem Sohn allein die Fahrwerks-HU an mehreren Bm-Wagen durchgeführt mit problemloser Abnahme durch EBA-Sachverständigen hin, bis zur Anschaffung und Revision eines eigenen VT und dessen HU.

In dieser Zeit haben mehrere Leute den Verein geschädigt durch Fehlverhalten mit Plünderung von Werkzeug, Diesel und anderen beweglichen Dingen. Mir wurden Fahrzeuge aufgebrochen, Material gestohlen, Schotter in den Tank geworfen, Schmiergefäße mit Wasser befüllt, Keilriemen durchgeschnitten, Schlösser manipuliert und eine Ölablassschraube gelockert, nur um einige Punkte zu nennen.

Selbst nach dem Verkauf meiner Fahrzeuge baute man ein Stück Schiene aus einem Strahlgleis aus, um mir zu schaden (ein Stück Kantholz half mir dennoch).

Heute steht der Verein da ohne Leute da, die Achslager ausgießen, Drehen, Fräsen, Schweißen und Schmieden können, welche man jetzt zur Aufarbeitung der vereinseigenen Dampflok hätte händeringend brauchen können incl. derer, welche vor mir gingen, ein Industriemeister, ein Dipl.-Ing (beide mit Lehrwerkstatt und Maschinenpark) und weitere, welche durch Spenden und unbezahlbarer Werbung dem Verein nützlich waren!

Ja o.g. Leute haben sogar die privat beschaffte (bei der DB bezahlt und transportierte) Achsbsenke dem Schrotthänler übergeben incl. komplette Türen von Plattformwagen, deren Achsen (Bauart 22), Puffer und Tragfedern, Tenderfedern, zahlreiche Licht & Formsignale und eine überlange Bahnschranke mit Behang und übergroßen Werkzeugen, welche aus einem Tagebau stammten.

Jetzt fragt man sich wohl, aus welchem Grund man sich nicht von den Übeltätern trennte?

Nun, mit Geschick und wunderbar gegen arbeitende Leute argumentierend (Mobbing) von eigenem Versagen ablenkend machte man Platz, um sich selbst verwirklichen zu können.
Im Rahmen dieser "Verwirklichung" wollte man aufräumen um Ordnung zu schaffen und verschrottete ohne Überlegung und verprellte sich so Sponsoren und aktive Mitglieder.

Nachdem dann Facharbeiter & Co. weg waren steht nun der neue Vorstand da und sucht händeringend nach einem Sponsor, um den Dampfer zerlegt nach Meiningen
bringen zu können, da diese Maschine fahrwerkstechnisch über die Verschleißgrenze hinaus gefahren wurde und keine Rollfähigkeit mehr bekommt.

Wo sind bitte all die Fachkräfte geblieben?? Wo sind nun die, welche es besser machen wollten und mit ihrem Mundwerk auch angeblich besser wussten?????

Das kommt sicher jemanden bekannt vor....?

gez. ein kleiner Facharbeiter



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.18 18:42.

Re: Förderverein Schienenbus e.V. Menden

geschrieben von: Ladehilfe

Datum: 14.01.18 11:07

Ist schon schade wenn wieder ein Verein mangels Nachwuchs den Bach runter geht aber was will man machen? Die Jugend von heute hängt lieber auf der Couch ab und den Alten mangelt es irgendwann an der Kraft. Das sieht man doch wenn man über den Tellerrand Eisenbahn hinaus in Richtung Museumshafen Hamburg-Övelgönne schaut. Dort mussten beim letzten großen Werftaufenthalt der Stettin Leute der Generation Ü75 geholt werden um Nieten zu ersetzen.

An die Besteller von Verkehrsleistungen: Wer eine Fabrik neue Mercedes S-Klasse bestellt sollte nicht nur einen Trabant bezahlen wollen.

Re: Förderverein Schienenbus e.V. Menden

geschrieben von: KBS435

Datum: 15.01.18 23:34

Ladehilfe schrieb:
Ist schon schade wenn wieder ein Verein mangels Nachwuchs den Bach runter geht aber was will man machen? Die Jugend von heute hängt lieber auf der Couch ab und den Alten mangelt es irgendwann an der Kraft. Das sieht man doch wenn man über den Tellerrand Eisenbahn hinaus in Richtung Museumshafen Hamburg-Övelgönne schaut. Dort mussten beim letzten großen Werftaufenthalt der Stettin Leute der Generation Ü75 geholt werden um Nieten zu ersetzen.
Hallo Ladehilfe,

ich finde, das kann man so nicht stehen lassen:

Ist schon schade wenn wieder ein Verein mangels Nachwuchs den Bach runter geht aber was will man machen?

ok, ein Verein findet sich nun mal aus Gleichgesinnten zusammen, wenn die ausbleiben, löst der Verein sich wieder auf.

Die Jugend von heute hängt lieber auf der Couch ab

Quatsch. Die Jugend von heute ist genauso aktiv oder träge wie Deine Generation, als sie im betreff. Alter war. Nur die Hobbys sind halt in jeder Generation etwas anders. Eisenbahn ist bei denen, die mit dem Auto ihrer Eltern aufgewachsen und immer Schulbus statt Bahn gefahren sind, weniger prägend gewesen. Außerdem gibt es bei uns viel weniger Menschen Jg 1970 und jünger als Babyboomer aus den 1950 und 1960er Jahren und noch mal weniger in den Jahrgängen, die die Kinder der nach-Babyboomer Generation sind. Stichwort demografischer Wandel. Bei uns in der Gegend schließt eine Schule nach der anderen und das nicht weil die Leute fortziehen, es gibt schlichtweg immer weniger junge Menschen.

den Alten mangelt es irgendwann an der Kraft

ja, das ist nun mal so und das wird in den nächsten 10, 20 oder 30 Jahren noch viel mehr zu spüren sein.

...Leute der Generation Ü75 geholt werden um Nieten zu ersetzen

Das hat m.W. eher etwas damit zu tun, das seit vielen Jahrzehnten keine Metallhandwerker mehr im Nieten ausgebildet wurden. Ich erinnere mich dunkel, dass eine andere Werft vor ein paar Jahren Ehemalige im Rentenalter einlud, um den Azubis anlässlich der Überholung eines Museumsschiffs die vergessene Handwerkskunst des Nietens beizubringen. Kein aktiver Meister konnte es mehr. Kann mich nur nicht mehr an Einzelheiten erinnern. Ich werde alt... ;-)

Nichts für ungut, Ladehilfe, aber sieh das Leben doch positiv.

Viele Grüße
KBS435
cavemaen schrieb:
Zitat:
Das kommt sicher jemanden bekannt vor....?
Und was hat das jetzt alles mit dem von dir im Betreff genannten Verein zu tun?

Grüße

-chriz

--
Rückfragen ersparst du dir oft viel, nennst du sofort dein Reiseziel.

Re: Förderverein Schienenbus e.V. Menden

geschrieben von: Ladehilfe

Datum: 20.01.18 23:22

Uns hatte man noch das Nieten beigebracht aber ob ich damit einen Schiffsrumpf dicht bekommen würde wage ich zu bezweifeln.

An die Besteller von Verkehrsleistungen: Wer eine Fabrik neue Mercedes S-Klasse bestellt sollte nicht nur einen Trabant bezahlen wollen.

Re: Förderverein Schienenbus e.V. Menden

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 21.01.18 11:40

Ladehilfe schrieb:
Uns hatte man noch das Nieten beigebracht aber ob ich damit einen Schiffsrumpf dicht bekommen würde wage ich zu bezweifeln.

Mit dem Nieten allein vielleicht nicht. Aber wenn man nach dem ordnungsgemäßen Nieten noch die Kanten verstemmt...