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 15 - Museumsbahn 

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Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB

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Angemeldet: -

Sieht aus nach die 64 250 und die 'Explosion' kann möglicherweis ein Heizrohre sein ??
Lokführer/Heizer sind schwer verletzt. Eine hat schwere Verbrennungen u.a. am Kopf.
Die andere ist vom lok gefallen und hat ein Bein gebrochen.

[nieuws.vtm.be]
[www.hln.be]

Gute besserung und tiefes Mitgefühl für diesen schweren Verletzte.

/Alfred



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:04:30:21:50:25.
Die Google-Übersetzung des Artikels in [www.hln.be] liefert:
Zitat:
„Zwei Menschen wurden bei einer Explosion in einer Dampflokomotive in der Nähe von Eeklo schwer verletzt. Zwei andere waren leichter Verletzungen.

Die Dampflokomotive fuhr auf den Bahngleisen zu Ehren von Stoomcentrum, ein Ereignis, mit Dampfzügen. Die Feierlichkeiten gedachte der 50. Jahrestag der letzte Dampfzug durch Belgien fuhr.

Während einer Reise nach Maldegem Eeklo in der Höhe von Balgerhoeke fand eine Sprengstelle im Maschinenbereich der Dampflokomotive. Die sofort mit heißem Dampf gefüllt. Ein Fahrer lief Verbrennungen dritten Grades auf seinem Gesicht und auf den Oberkörper. Er wurde in die Brenn Zentrum von UZ Gent gehetzt (gemeint ist sicher, dass er auf dem schnellsten Wege ins Klinikzentrum für Verbrennungen in der Universitätsklinik Gent verbracht wurde). Sein Zustand ist sehr ernst.

Ein anderer Fahrer sprang aus dem Zug, der 10 km/h zu der Zeit fuhr. Im Herbst kam er schlecht ab und er brach sich ein Bein. Er war auch an der Universitätsklinik Gent gemacht. Zwei andere sind mit leichteren Verletzungen ins Krankenhaus AZ Alma in Eeklo berechnet.

Der Zug hielt nach der Explosion ein paar Meter entfernt. Für die Insassen, etwa 150, gab es zu keinem Zeitpunkt Gefahr. Die Staatsanwaltschaft kam auf der Stelle. Die Lokomotive wurde schließlich in ein Lager des Dampfzentrum in Maldegem übertragen. Montag einen Experten suchen, was genau schief gelaufen ist.”

In [nieuws.vtm.be] wird an den Vorfall von vor drei Jahren auf 241.P-17 erinnert und von einem geborstenen Rauch- oder Heizrohr gesprochen.


@ Alfred: Sein Beleid spricht man nur den Angehörigen - und dann auch nur im Todesfalle aus. Ich hoffe doch sehr, dass es dazu nicht kommen wird!




Walter
_______________
(Edit: Orthographie)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:05:01:00:03:11.
Hallo,

da ich Oktober 1982 selbst mit Dampf am Rücken verbrüht wurde und einige Wochen im städtischen Krankenhaus in Darmstadt verbringen musste, weiß ich was die beiden Kollegen jetzt durchmachen und möchte mein Mitgefühl aussprechen.
Da die BR 64 mit einer Marcotti-Feuertür ausgerüstet ist stellt sich die Frage: Warum ist die nicht zugegangen ?

Baldige Genesung wünscht
Horst
Dampffrosch schrieb:
-------------------------------------------------------
> Da die BR 64 mit einer Marcotti-Feuertür ausgerüstet ist stellt sich die Frage: Warum ist
> die nicht zugegangen ?

Interessante Frage.
Nun gehöre ich zwar zur Brennkraft-Fraktion, aber einige dampfführende Teile im Führerstand fielen mir dann doch ein:
- Strahlpumpe,
- Waschluken,
- Reglerstopfbuchse,
- Wasserstände,
- Heizventil,
- Manometer nebst Eichflansch.

Jedoch kann ich mir außer einer abgehenden Waschluke kein Teil vorstellen, das eine zu derartigen Verbrühungen führende Dampfmenge hervorrufen könnte.
Was sagen die Spezialisten dazu?

Gruß,
Markus.

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Wir können nur vermuten, deshalb betone ich es ausdrücklich, Ursachen gibt es viele. Zu den aber am häufigsten auftretenden Quellen sind die Wasserstandseinrichtungen zu zählen.

Übersetzung

geschrieben von: Zugsicherer

Datum: 01.05.16 09:42

Mikado-Freund schrieb:
-------------------------------------------------------
> Die Google-Übersetzung des Artikels in
> [www.hln.be]
> tail/2691881/2016/04/30/Twee-zwaargewonden-bij-ont
> ploffing-op-stoomtrein.dhtml liefert:

Und weil mich diese Übersetzung ziemlich gruselt, hier eine manuelle:

EEKLO Zwei Menschen wurden bei einer Explosion auf einer Dampflokomotive in der Umgebung von Eeklo schwer verletzt. Zwei weitere trugen leichtere Verletzungen davon. Die Dampflokomotive führt auf der Strecke zur Ehre von Stoomcentrum, einer Veranstaltung mit Dampfzügen. Mit den Feiern wird daran erinnert, dass vor 50 Jahren der letzte Dampfzug durch Belgien fuhr.
Während der Fahrt von Eeklo nach Maldegem erfolgte auf Höhe von Balgerhoeke eine Explosion im Maschinenteil der Dampflokomotive. Diese füllte sich sofort mit heißem Dampf. Ein Lokführer erlitt Verbrennungen dritten Grades im Gesicht und am Oberkörper. Er wurde notfallmäßig in das Brandverletztenzentrum des UZ Gent gebracht. Sein Zustand ist sehr ernst.
Ein weiterer Lokführer sprang aus dem Zug, der zu diesem Zeitpunkt nur 10 km/h fuhr. Beim Fall kam er schlecht auf, wodurch er sein Bein brach. Er wurde ebenfalls in das UZ Gent gebracht. Zwei andere wurden mit leichteren Verletzungen in das Krankenhaus AZ Alma in Eeklo gebracht.
Der Zug stoppte nach dem Knall einige Zehn Meter weiter. Für die Insassen, ungefähr 150, bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. Die Staatsanwaltschaft war vor Ort. Die Lokomotive wurde schließlich in einen Schuppen des Stoomzentrum in Maldegem gebracht.
Ein Sachkundiger der Staatsanwaltschaft untersucht derzeit die Lokomotive. Möglicherweise war der Wasserstand im Dampfkessel zu niedrig und der Druck zu hoch.

Gruß,
Sven
Hallo Markus,

die Waschluken sind so konstruiert, dass der Waschlukenpilz vom Dampfdruck gegen die Dichtfläche gedrückt wird und somit nicht abgehen können. Die Länderbahnloks haben die alten Schauluken die von außen festgeschraubt werden, aber die befinden sich nicht im Führerhaus . Bei den Einheitsloks hat man diese Bauart nicht mehr verwendet.
Im übrigen sollten wir uns der Meinung von Roststab anschließen und abwarten bis fest steht, was da wirklich abgelaufen ist. Das mit der Feuertür war spontan mein erster Gedanke.

Gruß und einen schönen ersten Mai
Horst
Hallo zusammen,

was man im Filmbericht sieht ist tropfendes Wasser unten an der Rauchkammertüre. Könnte auf eine grippiertes Rohr hinweisen.
Es gibt aber auch noch andere Ursachen für so eine Dampfentwicklung im Führerstand. Ist die Nässeinrichtung in der Rauchkammer fehlbedient kann sich Wasser dort ansammeln. Irgenwann ist dann mal der Level der unteren Rohrreihe erreicht. Läuft Wasser nun zurück in die Feuerbüchse kann das für das Personal auch lebensgefährlich sein. Das Wasser verdampft dort auch schlagartig.

Bin gespannt was im Endeffekt wirklich passiert ist. Den verletzten Personen wünsche ich baldige Genesung.

Beste Grüße,

Marco

Jetzt wird ein Schuh draus...

geschrieben von: Roststab

Datum: 01.05.16 14:08

Da spricht vieles für einen großen Rohrdefekt. So daß Wasser und Dampf austreten konnte, wobei durch die Druckabsenkung auch noch eine Nachverdampfung entstanden sein kann. Das ist arg.

Den verletzten Kollegen von dieser Stelle gute Besserung.

Re: Jetzt wird ein Schuh draus...

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 01.05.16 19:15

Tragische Sache, aber in Belgien gibt es zwei Anlagen, bei denen man ebenfalls jederzeit mit einem schlimmen Unfall rechnen muß, weil nicht mehr alles im besten Zustand ist.
Wasser im Rücklauf aus der Rauchkammer von der Nässeeinrichtung scheidet aus. Das wäre ein offenes Gefäß (Rauchkammer, Rohre und Feuerkiste) wo es keine Nachverdampfung geben kann. Da wird das Feuer eher gelöscht. Das stink und Qualmt zwar aber ist nicht gefährlich.
Die Wasserstandsamaturen sollten wenn sie in Ordnug sind auch sofort schließen. Aber da gibt es zumindest eine Sicherheitslücke beim Aufstoßen eines Verstopften Kesseldurchgangs, wenn das unter Druck gemacht wird, was aber untersagt ist. Aber was macht man alles was eigentlich verboten ist.
Auch ich kann mir nur einen Kesselschaden vorstellen.
Tragisch auf alle Fälle. Dazu die Frage , ob auf Museumsbahnen immer alles so läuf wie bei wie bei Profis? Das Profiwissen geht doch Naturbedinngt immer mehr zurück.

Gruß von ganz oben der Bergmensch.
Bergmensch schrieb:
-------------------------------------------------------
> Wasser im Rücklauf aus der Rauchkammer von der
> Nässeeinrichtung scheidet aus. Das wäre ein
> offenes Gefäß (Rauchkammer, Rohre und Feuerkiste)
> wo es keine Nachverdampfung geben kann. Da wird
> das Feuer eher gelöscht. Das stink und Qualmt zwar
> aber ist nicht gefährlich.

Kann aber auch das Feuer an der Rohrwand löschen.
Ein solcher Vorgang soll sich im Bahnhof Weinheim/Bergstraße ereignet haben.
Der Heizer hatte vergessen die Nässeinrichtung für die Rauchkammer abzustellen. Somit wurde die Rauchkammer geflutet und nach Abfahrt in Richtung Fürth/Odenwald gelangte das Wasser durch die Heizrohre in die Feuerbüchse. Die Steigung hinter der Ausfahrt verstärkte das noch. In Weinheim-Tal, dem nächsten Halt soll es dann eine Verspätung von etwa 20 Minuten gegeben haben.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:05:02:10:03:59.

Marcotti

geschrieben von: bremerbahn

Datum: 02.05.16 11:50

Die Feuertür wird wohl schon zugeklappt sein. Doch durch die seitlichen Luftkanäle dringt im Falle eines Rohrisses so viel Dampf in den Führerstand ein, das binnen Sekunden alles dort dicht ist. Ich habe selber in der Türkei bei der 56.009 einen solchen Rohrriss miterlebt und weiss daher welche Mengen Dampf in den Führerstand und durch die Rauchkammer über die Esse ins Freie strömen. Dankenswerter Weise war zu dem Zeitpunkt keiner auf dem Bock und so ist die Sache damals ziemlich glimpflich abgegangen.

Re: Marcotti

geschrieben von: Dampffrosch

Datum: 02.05.16 12:58

Die seitlichen Luftkanäle haben Rückschlagklappen. Bei 56.009 könnten diese womöglich schwergängig gewesen sein oder waren sogar im offenen Zustand fest. Als Lok "4681 Mainz" aus der Türkei eintraf, mussten diese bei der Restaurierung instand gesetzt werden. In den späteren Betriebsjahren arbeiteten diese dann immer insofern einwandfrei, als sie sich bei starken Saugzug öffneten und die hätten in einem solchem Fall auch selbsttätig geschlossen und das Eindringen von Dampf ins Führerhaus verhindert.

Re: Jetzt wird ein Schuh draus...

geschrieben von: ksieke

Datum: 02.05.16 14:57

*Popcorn in die Mitte stell*

Re: Jetzt wird ein Schuh draus...

geschrieben von: Kohleölheizer

Datum: 03.05.16 13:27

Hallo DSO Museumsbahn Gemeinde,

Also wenn ich mich genau erinnere, könnte es natürlich eventuell vermutlich, auch die defekte oder fehlerhaft installierte Kohlennässeinrichtung im Tender der Lock gewesen sein. Sollte der Injektor und die Dampfstrahlpumpe gleichermaßen zum selben Zeitpunkt Wasser in den Kessel befördert haben, entsteht in den Leitungen der Nässeinrichtungen ein so enormer Druck, das diese möglicherweise zum Bersten kam. Auch diese Leitungen sind in regelmäßigen Abständen , ahnlich den Wasserstandsmeldern am Kessel, zu prüfen. Sollten während des Prüfverfahrens Undichtigkeiten an den Leitungen festgestellt werden, ist die Lok aus dem Betrieb zu nehmen und dem zuständigen Leitungsprüfer zuzuführen.

viele Grüße

Re: Näßeinrichtung

geschrieben von: Kö0128

Datum: 03.05.16 14:27

Hatten die Einheitstenderlok denn tatsächlich eine fest installierte Näßeinrichtung?
Ich hege da gewisse Zweifel...

Gruß,
Markus.

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Re: Näßeinrichtung

geschrieben von: Mannheimer

Datum: 03.05.16 16:07

Hallo Markus,

ja hat sie.

Und für die Allgemeinheit:
Nicht jede 64er hat eine Feuertüre mit Luftkanälen. 64 419 hat z.B. keine.

Mit besten Grüßen

Mein Ironiebehälter ist undicht...

geschrieben von: Trecker 1

Datum: 03.05.16 16:14

Finde ich den Smiley nicht oder glaubst Du daran, was Du schreibst? Ich frage deshalb, weil ich hier die Möglichkeit für das Zweite nicht ausschließen kann.



fragt sich der Trecker



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:05:03:16:17:16.

Re: Mein Ironiebehälter ist undicht...

geschrieben von: Dampffrosch

Datum: 03.05.16 16:19

Das betrifft wohl den Unterschied (?) zwischen Injektor und Dampfstrahlpumpe :-)

Seiten: 1 2 All

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